Dienstag, 13. Oktober 2026
NewsletterKaffeekasse
Absurdes aus der RealitätRealität. Ungefiltert.Satire ohne SicherheitsabstandNachrichten mit NebenwirkungenBetreutes Denken war gesternUnabhängig. Unbequem. Unüberhörbar.Garantiert nicht regierungskonform
QPRESSstabil seit 2010
Satire13. September 2026

AfD-Schock: Deutsche gründen spontan 48.000 Kofferpackvereine

afd

Ganz Deutschland packt mit an

Eine Welle spontaner Hilfsbereitschaft erfüllt die Bundesrepublik. Nachdem mehrere Berliner mit Migrationshintergrund angekündigt haben, über eine Auswanderung nachzudenken, falls die AfD politisch stärker wird, wollen Millionen Deutsche den Betroffenen nun tatkräftig beim Verwirklichen ihrer Pläne helfen.

Innerhalb weniger Stunden entstanden bundesweit rund 48.000 ehrenamtliche Kofferpackvereine. Ihre Mitglieder stehen mit Umzugskartons, Paketband und beschrifteten Kleiderbügeln bereit. Das gemeinsame Motto lautet:

„Wer gehen möchte, soll nicht an fehlender Unterstützung scheitern.“

Besonders groß ist die Hilfsbereitschaft offenbar bei jenen Bürgern, denen Politik und Medien seit Jahren erklären, sie müssten jede Form der Zuwanderung begeistert begrüßen. Nun möchten sie beweisen, dass ihre Weltoffenheit tatsächlich in beide Richtungen funktioniert.

„Bei der Einreise durften wir nicht helfen, aber beim Auszug möchte ich endlich meinen Beitrag leisten“, erklärte ein sichtlich gerührter Rentner aus Brandenburg, während er Luftpolsterfolie um einen Flachbildfernseher wickelt. „Ich habe sogar noch Bananenkisten im Keller. Die sind stabil.“

Busunternehmer verschenken großzügig Kilometer

Auch deutsche Busunternehmen zeigen gesellschaftliche Verantwortung. Zahlreiche Betriebe haben angekündigt, freiwillig und kostenlos Reisebusse zur Verfügung zu stellen. Auf den Zielschildern stehen beispielsweise Istanbul, Bagdad, Beirut.

Die Busse verfügen über Klimaanlage, WLAN und ausreichend Stauraum. Jeder Fahrgast erhält außerdem ein Lunchpaket mit belegtem Mettbrötchen, Apfelschorle und einer gedruckten Übersicht über die politischen Verhältnisse am gewünschten Reiseziel.

Eine große Autovermietung plant derweil den Sondertarif „One Way“. Bezahlt werden muss lediglich der Kraftstoff. Deutsche Steuern fallen selbstverständlich trotzdem an, weshalb das Angebot bislang nur mäßig angenommen wird.

Die revolutionäre Erfindung namens Reisefreiheit

Auslöser der nationalen Kofferbegeisterung ist ein Bericht über Berliner mit Auswanderungsgedanken. Einige Befragte erwägen demnach, Deutschland zu verlassen, sollte die AfD eines Tages regieren.

Politische Beobachter sprechen bereits von einer sensationellen Entdeckung: Menschen können Deutschland offenbar freiwillig verlassen.

Bislang galt Migration im öffentlichen Diskurs als Einbahnstraße mit festgeschweißtem Rückwärtsgang. Die Einreise wurde als Menschenrecht behandelt, die Ausreise dagegen als praktisch unmögliche Zumutung. Nun stellt sich heraus, dass Flughäfen Abflugtafeln besitzen und Autobahnen nicht automatisch an der deutschen Grenze enden.

Kofferpacken wird staatlich anerkannter Ausbildungsberuf

Wegen des erwarteten Fachkräftemangels beim Packen soll kurzfristig ein neuer Ausbildungsberuf entstehen: der geprüfte Ausreisekofferassistent.

Die dreitägige Ausbildung umfasst das faltenfreie Zusammenlegen von Hemden, das sichere Verpacken zerbrechlicher Empörung und die schwierige Frage, ob fünfzehn Jahre deutsche Sozialpolitik noch ins Handgepäck passen.

Im freiwilligen Abendkurs lernen die Auszubildenden Abschiedserklärungen fachgerecht zu dokumentieren. Dabei muss streng zwischen „Ich gehe wirklich“, „Ich drohe nur damit“ und „Ich möchte ins Fernsehen“ unterschieden werden.

Fortgeschrittene Kofferassistenten dürfen außerdem die häufigste Frage beantworten: „Kann ich meine deutschen Sozialleistungen im Zielland weiterbeziehen?“

Die korrekte Antwort lautet: „Einen kleinen Augenblick, ich verbinde Sie mit der Europäischen Union.“

Nicht jeder Auswanderer ist ein Gewinn für Deutschland

Die nationale Aufbruchsstimmung besitzt allerdings einen Schönheitsfehler. Ausgerechnet die im Bericht vorgestellten Personen scheinen überwiegend zu arbeiten, Unternehmen zu führen oder arbeiten zu wollen. Ein Mann betreibt einen Gemüsehandel, eine Frau eine Immobilienagentur, ein anderer ist in einem Elektronikgeschäft beschäftigt. Ein junger Befragter möchte seinen Abschluss nachholen, einer geregelten Arbeit nachgehen und Steuern bezahlen.

Der integrierte Unternehmer packt, während der mehrfach auffällige Intensivtäter seinen nächsten Gerichtstermin wegen fehlender Dolmetscher verschieben lässt. Der Steuerzahler wandert aus, der Sozialleistungsbetrüger bleibt. Der arbeitswillige junge Mann steigt in den Bus, während sein integrationsunwilliger Kollege erklärt, er könne leider nicht mitfahren, weil seine zwölf amtlich registrierten Identitäten unterschiedliche Sitzplätze benötigen.

Die Bundesregierung reagierte umgehend und kündigte eine Kommission an. Sie soll bis 2047 klären, warum ausgerechnet Menschen mit Arbeit und Eigeninitiative leichter auswandern können als vollziehbar ausreisepflichtige Straftäter.

Abschiebung böse, eigener Umzug heldenhaft

Besonders faszinierend bleibt die sprachliche Unterscheidung. Verlässt jemand Deutschland aufgrund einer eigenen Entscheidung, handelt es sich plötzlich um einen mutigen Akt politischer Selbstbestimmung. Soll dagegen ein abgelehnter Asylbewerber nach jahrelangem Verfahren und rechtskräftiger Entscheidung ausreisen, beginnt augenblicklich die nationale Betroffenheitsoper.

Dann erscheinen Kirchenvertreter, Aktivisten und Politiker, die erklären, eine Rückkehr sei leider unmöglich. Das Herkunftsland sei zu warm, zu kalt, politisch instabil oder verfüge möglicherweise über Behörden, die ihre Arbeit tatsächlich erledigen.

Hierzulande benötigt eine Abschiebung mittlerweile mehr Personal als die Eröffnung eines Regionalflughafens. Eine freiwillige Ausreise könnte das Verfahren erheblich beschleunigen. Der Betroffene erscheint pünktlich, besitzt plötzlich gültige Dokumente und muss nicht von sechs Beamten morgens um vier aus einer Gemeinschaftsunterkunft abgeholt werden.

Deutsche Verwaltungsbehörden erwägen bereits, dieses revolutionäre Verfahren unter dem Namen „selbstständiges Gehen“ zu testen.

Abschiedsfeier am Brandenburger Tor

In Berlin soll künftig jeden Freitag eine feierliche Verabschiedung stattfinden. Reisewillige fahren in offenen Doppeldeckerbussen durch das Brandenburger Tor, während freiwillige Helfer Taschentücher schwenken und „Gute Reise“ rufen.

Vertreter der Grünen verlangten umgehend, die Busse müssten elektrisch betrieben werden. Die Linke forderte kostenlose Erste-Klasse-Tickets sowie eine lebenslange Berliner Mietpreisbindung am neuen Wohnort. Die CDU erklärte, sie habe die freiwillige Ausreise bereits 1998 erfunden, könne sich daran aber momentan nicht erinnern.

Friedrich Merz mahnte unterdessen, die Bevölkerung müsse solche Vorgänge besser erklärt bekommen. Schließlich habe sich bereits nach anderen Wahlergebnissen gezeigt, dass deutsche Bürger politische Entscheidungen gelegentlich missverstehen. Die dazu passende Nachhilfestunde nach der Wahl dürfte künftig direkt am Busbahnhof stattfinden.

Willkommen bleibt, Abschied aber auch

Ein vernünftiges Land braucht keine ethnische Kofferkontrolle. Wer legal hier lebt, arbeitet, die Gesetze respektiert und Deutschland als Heimat betrachtet, soll dazugehören – vollkommen unabhängig von seiner Herkunft.

Wer Schutz benötigt, soll Schutz erhalten. Wer keinen Schutzgrund und kein Aufenthaltsrecht besitzt, muss das Land verlassen. Wer Straftaten begeht, Sozialleistungen missbraucht oder Deutschland verachtet, sollte nicht mit immer neuen Bleibeprämien zum Umdenken überredet werden.

Und wer aus freien Stücken gehen möchte, weil ihm ein demokratisches Wahlergebnis nicht gefällt, darf diesen Entschluss selbstverständlich umsetzen. Niemand wird festgehalten. Niemand muss um Erlaubnis bitten. Die Kofferhelfer warten bereits.


 

Ø Bewertung = / 5. Anzahl Bewertungen:

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

57eb97e847474ff28e0da98ed00c44c2
Stimmen aus dem Maschinenraum

19 Kommentare

  1. Mir ist ein kleingedrucktes Wort aufgefallen, das ganz oben und ganz links über den Titel des Beitrags gesetzt ist. Laut Duden ordnet jenes Wort das Genre eines Textes ein. Da ging mir ein Licht auf, und ich mußte lachen.

    Wer den im Beitrag verlinkten Focus-Bericht https://www.focus.de/politik/deutschland/wegen-afd-machen-berliner-migranten-jetzt-auswanderungsplaene_1eeaf9c8-d582-48f8-bdb1-a198b36bcd4c.html liest, weiß: AfD = Ausländer für Deutschland.

  2. Weil die AfD das angestrebte erzkonservative Original der CDU ist fordert jetzt die junge Union Gespräche mit der AfD—- Nachtigall ick hör dir trapsen! Wer hat die Demokratie verraten? Natürlich die Christdemokraten, so wie 1933 bei Hitler, Pfui Teufel! We shall overcome die trumpsche christliche Kriegs-Religion ! Wählt die humanityparty.com! Viel Erfolg!

    1. Oh jeh
      Wer hat 1933 die Demokratie verraten? Die „christlich – demokratuischen Parteien“?
      Welche meinst du da speziell?
      Da hat einer aber nicht aufgepasst – waren es nicht deine Kumpels von der SPD???

      Beiträge wie deiner, ohne Hintergrund sind wirklich ermüdend!

  3. In Deutschland gern gesehen

    Willst die Menschheit du beglücken
    mit Gender-, Klima-, Covidscheiß
    oder mal schnell das Messer zücken,
    sind Altparteien auf dich heiß.

    Ganz besonders sind sie scharf
    auf Schänder von Kindern und Frauen.
    Dazu haben sie auch Bedarf
    an Fachkräften, die Bomben bauen.

    Auch alle, die die Hand aufhalten
    oder die „Juden ins Gas“ krähen,
    und sonstige schräge Gestalten
    sind noch in Deutschland gern gesehen,

    Stattdessen mögen sie die nicht,
    die sind nicht Teil der blöden Massen.
    Wer all dem Wahnsinn widerspricht,
    sollte besser das Land verlassen.

  4. Vergesst nicht dem Kriegskanzler beim packen zu helfen!
    Jedem Menschen seine hoffentlich unversehrte, geliebte und angestammte Heimat.
    Die Kriegs-Kanzler, -Minister, Natoisten, Heimatzerstörer und -Diktatoren (aller Geschlechter) sollen eine neue, gesicherte, HOCHSICHERHEITS-HEIMAT bekommen. Da sollen sie sicher vor Lynchjustist darben und ein gerechtes Urteil bekommen.

  5. Ja und hunderttausende der Grün* innen wollen nicht nur beim Koffer packen helfen. Sie erklären sich zu 1000% bereit ihre Gäst* innen zu ihren gelobten Reisezielen begleiten zu dürfen um dort dann gemeinsam, mit ihren 99 Geschlechtern, herzallerliebsten gemässigten Halsabschneider* innen, Kulturbereicher* innen, Vergewohltäter* innen ihre vielfältige, bunte, diverse, super duper demokratische, paradisische Welt von Gleichheit, Gerechtigkeit, Wohlstand, Frieden, Freude und Eierkuchen aufzubauen. Schluchz, seufz, schnäuz, mir wird ganz warm um´s Herz. Mein Herz blutet vor Freude für diese fantastischen Mensch* innen in Afghanistan, im Irak, in Eritrea u.s.w… Auch Cource wird sicherlich sehr gern mit seinen Omas gegen räächtz, der humanityparty, auf die Reise in´s Paradies gehen. Oder etwa nicht? Ich wäre zu tiefst enttäuscht, wenn nicht.

  6. Ja, schön wär´s.
    Was ist mir am Artikel aufgefallen? Die sollen aus Deutschland ausreisen!? Ja hallo, die sind doch gar nicht in Deutschland, sondern in der BRD- steht so auf jedem Perso und EU-Pass!
    Warum ist mir gerade DAS, JETZT, aufgefallen?
    Im Rahmen einer Recherche- Schweiz, wie neutral ist die?
    Tatsächlich habe ich im Verzeichnis der UN, auf der UN-Seite, nachgesehen. Die Schweiz ist, als Mitglied, registriert.

    Dabei sollte ‚man‘ wissen, das die UN NUR entstanden ist, um alle Feindstaaten gegen die Staaten zusammen zu führen, welche mit den Nationalsozialisten im 2.WK verbündet waren. NUR deswegen. Jeder, der damals eine Kriegserklärung, gegen Deutschland,abgegeben hat, war willkommen- bei der Gründung der UN.

    Soweit, so ….. . Dabei bin ich in der Liste, der UN von 2026, bei Deutschland hängen geblieben. Dort steht tatsächlich: Deutschland
    -Die Deutsche Demokratische Republik und die Bundesrepublik Deutschland wurden am 18. September 1973 Mitglieder der Vereinten Nationen. Durch den Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 haben sich die beiden deutschen Staaten vereinigt und bilden einen souveränen Staat. Zitat Ende.

    Als NGO, 1973 BRD, angemeldet.
    Als GERMANY, 1990, umgemeldet (von Genscher).
    JETZT steht dort ‚Deutschland‘!

    Shaef-Gesetz-Nr. 52 Artikel VII Ziff. 9 Buchstabe e:
    Deutschland bedeutet das Gebiet des Deutschen Reiches, wie es am 31. Dezember 1937 bestanden hat.  Zitat Ende.

    Die BRD war, und ist, nie ein Staat – NIE!
    Schon Professor Carlo Schmid sagte, 1948,:
    …. Nichts ist für diesen Zustand kennzeichnender als der Schlusssatz in Dokument Nr. III, worin ausdrücklich gesagt ist, dass nach dem Beschluss des Parlamentarischen Rates und vor der Ratifikation dieses Beschlusses in den Ländern die Besatzungsmächte das Besatzungsstatut verkünden werden, damit das deutsche Volk weiß, in welchem Rahmen seine Verfassung gilt. Wenn man einen solchen Zustand nicht will, dann muss man dagegen handeln wollen. Aber das wäre dann Sache des deutschen Volkes selbst und nicht Sache staatlicher Organe, die ihre Akte jeweils vorher genehmigen lassen müssen. …..

    …..Wir haben nicht die Verfassung Deutschlands oder Westdeutschlands zu machen. Wir haben keinen Staat zu errichten …….. . Zitat Ende.
    https://www.slpb.de/fileadmin/media/Themen/Geschichte/CSchmid_GG.pdf

    So wird die ganze Welt angelogen.
    Nach der Atombomben- Lüge (1945-dato), ‚Peterchens‘ Mondfahrt, dem Ozonloch (gibt es das noch?), 9/11 (wurde gerade ausgiebig zerrissen), etc pp, kommt jetzt die Deutschlandlüge – ganz offiziell. Gruß Karl

  7. Einst beglückten die Europäer mit ihren Genen die ganze Welt. Nun hat sich das Blatt gewendet und die Welt beglückt Europa. Man muss sich fragen, warum die Herrschenden dies wünschen? Welche Vorteile haben sie davon, die Völker dieser Welt zu durchmischen? Warum soll zusammenwachsen, was nicht zusammen gehört? Wäre es nicht viel schöner, wenn wir viele unterschiedliche Kulturen hätten, als diesen globalen Einheitsbrei.

    1. Es heißt ja, wenn man bestimmte Ethnien mit den Europäern mischt, bekommen die Unsichtbaren den Intelligenzquotienten, den Sie brauchen, um die Welt leichter zu regieren.
      Ich glaube aber, das man noch ganz andere Sachen mit denen machen kann…

  8. Das stalinistische BSW wäre beinahe als Lückenbüsser für die Errichtung von Nazi-Deutschland 2. 0 in die Geschichte eingegangen! Hat aber noch rechtzeitig die Kurve gekriegt!

Senf dazugeben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert.