Anthony Fauci wusste während der Corona-Jahre auf beinahe jede Frage eine Antwort. Masken, Impfstoffe, Schulschließungen, Booster, Laborursprung – der amerikanische Gesundheitszar lieferte Gewissheiten im praktischen Fernsehformat. Zweifel waren damals etwas für Verschwörungstheoretiker, Wissenschaftsleugner und Menschen, die ihren gesunden Menschenverstand noch nicht bei der nächstgelegenen Faktenprüfstelle abgegeben hatten.
Inzwischen sitzt Fauci vor einem Ausschuss des US-Senats und entdeckt eine ganz andere medizinische Therapie: das Schweigen. Unter Berufung auf den fünften Verfassungszusatz verweigerte er zahlreiche Antworten. Derselbe Mann, der Millionen Bürgern jahrelang erklärte, was sie tun, tragen und spritzen lassen sollten, möchte bei Fragen zu seinem eigenen Handeln lieber keine Nebenwirkungen riskieren.
Vom Erklärbär zum Schweigefuchs
Der zuständige Senatsausschuss beschloss mit acht zu fünf Stimmen, ein Verfahren wegen Missachtung des Kongresses voranzutreiben. Der republikanische Ausschussvorsitzende Rand Paul wirft Fauci vor, trotz Vorladung und Begnadigung die Aussage verweigert zu haben. Die demokratische Seite hält dagegen, Faucis Berufung auf den fünften Verfassungszusatz sei weiterhin zulässig.
Der juristische Streit bleibt offen. Politisch wirkt das Schauspiel dennoch ausgesprochen delikat. Schließlich hatte Joe Biden Fauci kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Amt vorsorglich und ausgesprochen umfassend begnadigt. Der Text der Begnadigung erfasst mögliche Bundesstraftaten aus mehr als einem Jahrzehnt dienstlicher Tätigkeit.
Eine Begnadigung beweist keine Schuld. Sie ist auch kein unterschriebenes Geständnis mit Präsidentensiegel. Trotzdem darf der gewöhnliche Bürger kurz die Augenbraue heben: Wer angeblich nichts Unrechtes getan hat, erhält vorbeugend Straffreiheit für nahezu seine gesamte relevante Amtszeit und verweigert anschließend Antworten, weil diese ihn belasten könnten.
Das ist ungefähr so vertrauenerweckend wie ein Bankdirektor, der vor der Kassenprüfung sämtliche Akten schreddert, vorsorglich Immunität verlangt und anschließend erklärt, über Geld rede er grundsätzlich nicht.
Das Tagebuch der verwalteten Wahrheit
Brisant sind Faucis interne Notizen und Nachrichten, die mittlerweile in großem Umfang veröffentlicht wurden. Sie zeigen einen Funktionär, dessen private Welt deutlich mehr Zwischentöne kannte als seine öffentlichen Auftritte.
Intern wurde gezweifelt, abgewogen und über politische Folgen gesprochen. Öffentlich erschien die Wissenschaft dagegen fertig verpackt, hygienisch versiegelt und mit eingebauter moralischer Gebrauchsanweisung. Wer Fragen stellte, gefährdete Menschenleben. Wer widersprach, verbreitete Desinformation. Wer später recht behielt, hatte rückwirkend aus den falschen Gründen recht.
Eine ausführliche Auswertung der freigegebenen Fauci-Aufzeichnungen greift mehrere besonders heikle Passagen auf. Dazu gehören Gespräche über Impfstoffzulassungen vor der amerikanischen Präsidentschaftswahl, die Wirksamkeit der Impfstoffe gegen Übertragung, mögliche Risiken bei Schwangeren und jungen Männern sowie die Auseinandersetzung um den Ursprung des Virus.
Jede einzelne Notiz ist noch kein Beweis für eine große Verschwörung. Zusammengenommen ergeben sie jedoch ein unangenehmes Bild: Wissenschaft wurde keineswegs in einem sterilen Labor betrieben. Sie stand mitten im politischen Maschinenraum, zwischen Wahlterminen, Zulassungsstrategien, Medienwirkung und der Frage, welche Aussage der Bevölkerung gerade zugemutet werden sollte.
Impfstoffzulassung nach politischer Großwetterlage
Besonders pikant erscheint eine Notiz über eine mögliche Notfallzulassung des AstraZeneca-Impfstoffs vor der US-Wahl 2020. Nancy Pelosi soll darin die Sorge geäußert haben, Donald Trump könne eine frühe Zulassung für seinen Wahlkampf nutzen. Fauci telefonierte daraufhin mit Peter Marks von der Arzneimittelbehörde FDA und bot Unterstützung an, wenn dieser regulatorisch standhaft bleibe.
Das beweist für sich genommen keine absichtliche Verzögerung. Vielleicht handelte es sich ausschließlich um Sorge vor einer überhasteten Zulassung. Vielleicht traf hier auch Wissenschaft auf Parteipolitik und stellte überrascht fest, dass beide zufällig denselben Kandidaten bevorzugten.
Der Vorgang verdient jedenfalls mehr als ein gelangweiltes Schulterzucken. Sobald der Zeitpunkt einer medizinischen Zulassung danach beurteilt wird, welchem Präsidenten er politisch nützt, verwandelt sich Gesundheitsschutz in Wahlkampfhygiene.
Trump durfte keinen Erfolg melden. Die Bevölkerung durfte dafür noch etwas länger auf die vermeintliche Erlösung warten. Wissenschaft verlangt eben Geduld – besonders bis nach Schließung der Wahllokale.
Privat Grippe, öffentlich Weltuntergang
Ein weiterer Streitpunkt betrifft Faucis Einschätzung der Gefährlichkeit von Covid-19. Intern soll er die Erkrankung zeitweise mit einer schweren Grippesaison verglichen haben. Vor dem Kongress sprach er dagegen von einer ungefähr zehnfach höheren Sterblichkeit gegenüber der saisonalen Grippe.
Ob daraus ein juristisch belastbarer Meineidvorwurf entsteht, müssen Gerichte klären. Dafür wäre nachzuweisen, dass Fauci wissentlich und vorsätzlich eine falsche Aussage machte. Politisch bleibt die Diskrepanz bemerkenswert.
Selbstverständlich darf ein Wissenschaftler seine Einschätzung ändern. Gerade zu Beginn einer neuen Krankheit verändern zusätzliche Daten das Bild. Seltsam wird es erst, wenn interne Unsicherheit öffentlich als absolute Gewissheit verkauft und jede abweichende Einschätzung gesellschaftlich exkommuniziert wird.
Beim Bürger hieß eine veränderte Meinung „Desinformation“. Bei Behörden hieß sie „Stand der Wissenschaft“. Der Unterschied bestand weniger in den Daten als in der Gehaltsabrechnung.
Die Impfung wirkte – besonders gegen Zweifel
Auch die Frage nach Infektion und Übertragung taucht in den Notizen auf. Fauci soll 2022 die damalige CDC-Chefin Rochelle Walensky davon abgehalten haben, die begrenzte Wirkung der Impfstoffe gegen Ansteckung und Weitergabe allzu deutlich zu benennen. Eine solche Aussage hätte die Akzeptanz weiterer Booster beschädigen und laufende Verfahren zu Impfpflichten beeinflussen können.
Damit wird der Kern des damaligen Umgangs mit der Öffentlichkeit sichtbar: Wahrheit musste offenbar nicht allein stimmen. Sie musste auch kampagnentauglich sein.
Später beschrieb Fauci in einem Fachartikel die begrenzte dauerhafte Schutzwirkung systemisch verabreichter Impfstoffe gegen bestimmte Atemwegsinfektionen. Das bedeutet keineswegs, dass die Impfstoffe in jeder Hinsicht wirkungslos waren. Es zeigt aber, wie groß die Entfernung zwischen wissenschaftlicher Differenzierung und dem politischen Werbeslogan vom schützenden Stich gewesen ist.
Intern sprach man über nachlassenden Schutz, Varianten und Schleimhautimmunität. Öffentlich wurde der Ungeimpfte zum fahrenden Virenverteiler erklärt, der Weihnachten, die Großmutter und vermutlich den Fortbestand der westlichen Zivilisation gefährdete.
Diese asymmetrische Kommunikation zeigte sich auch bei möglichen Risiken in der Schwangerschaft: Interne Zweifel waren vorhanden, während nach außen häufig eine Sicherheit ausgestrahlt wurde, die der damalige Erkenntnisstand in dieser Absolutheit kaum hergab.
Wissenschaft mit eingebautem Parteibuch
Die freigegebenen Unterlagen berühren außerdem die Laborhypothese. Anfang 2020 hielten mehrere Wissenschaftler einen Laborursprung zumindest für möglich. Kurz darauf erschien der einflussreiche Aufsatz „Proximal Origin“, der eine gezielte technische Herstellung des Virus für unwahrscheinlich erklärte.
Der Aufsatz widerlegte allerdings nicht jede denkbare Form eines Laborunfalls. Ein natürliches Virus kann schließlich auch aus einem Labor entweichen, ohne zuvor mit Schraubenschlüssel und Lötkolben zusammengebaut worden zu sein.
Trotzdem wurde aus einer wissenschaftlich offenen Frage rasch ein politischer Lackmustest. Wer einen Laborursprung erwog, landete im Verschwörungsregal. Die Hypothese selbst wurde weniger geprüft als ihr Absender. Kam sie von Trump, musste sie falsch sein. Kam die Widerlegung aus dem richtigen Expertenkreis, war sie Wissenschaft.
So bequem kann Erkenntnistheorie sein, wenn sie ein Parteibuch besitzt.
Begnadigt, geladen, schweigsam
Der US-Senatsausschuss dokumentiert offiziell Faucis Aussageverweigerung und das angestrebte Missachtungsverfahren. Das macht ihn noch nicht zum verurteilten Straftäter. Es zerstört aber endgültig das sorgfältig gepflegte Bild des unpolitischen Wissenschaftspriesters, der stets ausschließlich den Daten folgte.
Fauci war Wissenschaftler, Behördenleiter, Regierungsberater, Medienfigur und politischer Machtfaktor zugleich. Wer so viele Rollen gleichzeitig spielt, darf sich später nicht wundern, wenn jemand nach dem Drehbuch fragt.
Die entscheidende Frage lautet daher weniger, ob jede zugespitzte Anschuldigung bereits gerichtsfest bewiesen ist. Entscheidend ist, warum der Öffentlichkeit über Jahre eine Eindeutigkeit vorgespielt wurde, die hinter den Kulissen offenkundig nicht existierte.
Millionen Menschen mussten Auskunft über Impfstatus, Kontakte, Reisen und Familienfeiern geben. Fauci selbst beansprucht nun das Recht, lieber gar nichts zu sagen.
Vielleicht war das die dauerhafteste Corona-Regel von allen: Transparenz gilt vor allem für die anderen.


Ich denke der Gutste stand/steht im Dienst der Dienste. Die Pandemie als Generalprobe für das geplante Kriegsrecht.
Silber oder Blei, Münze oder Kugel — das ist hier die Frage. Nicht nur auf Faucis Kopf ist dauernd eine entsicherte Waffe gerichtet. Merke: Hinter einem jeden, der eine in Staat, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien oder Gesellschaft hoch einflußreiche Position innehat, steht ein Gunman, einer von den little helpers von Mafiaclans. Welcher Unsinn darum das Gerede von einem „tiefen Staat“ — it’s the mob, stupid! (Bei den Amis heißt die Mafia „der Mob“.)
Siehe John F. Kennedy. Der starb allvermutlich, weil der von seiner Familie angeführte irische Mob, zusammen mit dem russischen von Chrutschow und dem karibischen von Fidel, die wunderschöne Insel Kuba wieder in das höchst profitable Urlaubs- und Spielerparadies zurückverwandeln wollte, das sie bis zu Fidels Revolution gewesen war. Diese dreie hätten ein reanimiertes altes Kuba gut als Symbol einer neuen Friedens- und Entspannungspolitik verkaufen können, Superdeal! Pech nur, daß es dem mächtigsten Mob der USA, welcher aus der alten East India Company hervorgegangen war und von den alten anglo-amerikanischen Ostküsten-Familien Dulles und Harriman angeführt wurde, nicht geschmeckt hat, sich ausbooten zu lassen. Zumal nicht von Iren, die in ihren arroganten Augen Underdogs waren.
Die Topdogs wollten dasselbe wie diese damned Irish Underdogs, aber sie wollten sich die schöne Insel militärisch aneignen. Nur für sich, Underdogs müssen draußen bleiben — money makes the world go round, and the bullets fly!
Silber oder Blei, so läuft es, und nicht anders. Fauci hatte verloren bereits, als er irgendwann einmal der süßen Verlockung des Silbers nachgegeben hatte. Keine große Sache damals, nur eine kleine Gefälligkeit vielleicht. Da bereits hatte er seine Ehre verloren als Wissenschaftler und als Mensch. Sie zurückgewinnen zu wollen, hätte er seitdem mit seinem Leben bezahlen müssen.
Urteilsspruch: FREIHEIT FÜR FAUCI
Urteilsbegründung: Henne und Ei. Recht ist Ergebnis von Kultur, nicht Kultur Ergebnis von Recht. Nicht nur leben wir alle in einer von Mafias geführten Kultur, sondern wollen das nichteinmal wissen! Und dies aus dem äußerst simplen Grund, in einer anderen Kultur, in einer die nicht aus Herren und Sklaven bestehen würde, nicht leben zu können.
Ergo: Fauci ist wir alle. Wer Fauci ins Gefängnis bringen wollen würde, hätte mit ihm mitzugehen. Alle hätten mit ihm mitzugehen. WIR ALLE.
Ja, das ist so wahr, daß es schon garnicht mehr schön ist.
Wenn das Organisierte Verbrechen der Träger unserer Zivilisation ist, dann sind die Staaten konkurrierende Mafia-Organisationen. Fauci ist schuldig, er hat mitgemacht. Und das nicht um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, sondern um selber Macht auszuüben.
Augusta und die Lust am Strafen. Ist die Lust, sich selbst zu verguten [sic!], sich selbst zu einem Guten zu machen.
Verguten, vergüten und verhüten liegen nicht nur semantisch nahe beieinander.
Nächste Frage: Woher die Lust, sich selbst zu verguten, zu vergüten, zu verhüten?
Gegenfrage: Woher der Hang zur Ehrenwerten Gesellschaft gehören zu wollen?
Gute Frage! Läßt sich gut beantworten, wenn einer seine Beine auf dem Teppich beläßt: Ganz ehrenwerter Ehrgeiz, ganz ehrenwerter Wunsch eines ehrgeizigen Underdogs namens Fauci, Karriere zu machen. Und jung und naiv noch, wußte der nicht, daß er dem Mob in die Falle gegangen war, als er einem seiner Mentoren „einen kleinen Gefallen“ tat. Mit Nietzsche gesagt: Menschliches und Allzumenschliches.
Und jetzt zur Hintergrundfrage. Als junger Ing. und ein paar Monate erst im Großunternehmen, sollte ich auch einmal einem Chef „einen Gefallen tun“. Ging dabei um viel Geld, um Zahlenzauber, um nachträgliches Faken einer statischen Berechnung für eine technische Anlage, die zu schwach gebaut worden war und in der hin und wieder, wenn auch selten, Menschen herumliefen. Habe gekündigt. Aber ich bin ja auch, und nicht ganz zuletzt, ein natural born Arschloch. Ein Privileg, das nur wenige besitzen. Mal ganz ehrlich jetzt, sind viele Milliarden von Menschen vom Schicksal verurteilt, ohne dieses Privileg auf die Welt gekommen zu sein — und haben ihr Leben dann als fromm gläubige Untertanen zu fristen. Noch Fragen, bitte, zu Fauci?
(Habe jenen Chef damals nicht angeschmiert. Habe Nein gesagt und bin gegangen, stumm und leise.)
Ergänzend an Augusta. Nicht zu vergessen das staatsschulische MK-Normal, die ganz normale Konditionierung von Massen von Menschen zu untertänigen Massenmenschen. Hat bei mir nicht funktioniert, mein Besuch einer von Jesuiten geführten Schule, und damit mein Schulbesuch überhaupt, endete mit einer tätlichen Auseinandersetzung mit dem Herrn Pater Direktor. Auch MK-Normal geht nicht ohne Einwilligung des Probanden. Die nur einer verweigert, der jenes bestimmte Geburtsprivileg hält. Wer hat, der hat.
Jaja, Nietzsches Über(winder)mensch ist eine schicksalhafte Angelegenheit — Prädestination und so bzw. geist-seelische Artentrennung in der Menschheitsevolution. Und wer da nicht aufpaßt, inkarniert sich beim nächsten Mal als Schimpanse.
„…Schließlich hatte Joe Biden Fauci kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Amt vorsorglich und ausgesprochen umfassend begnadigt. Der Text der Begnadigung erfasst mögliche Bundesstraftaten aus mehr als einem Jahrzehnt dienstlicher Tätigkeit….“.
Sein Problem sind nicht die (un)Taten der Vergangenheit- die sind ‚damit‘ erledigt.
Scheinbar wurde er sehr gut beraten. Mit dem VSA Recht kenne ich mich nicht aus, aber aus anderen Medien weiß ich, das, wenn er eine Falschaussage tätigt, DIE ihm die Hammelbeine langziehen können/ dürfen.
Genau deshalb beruft er sich auf die Verfassung.
Lieber ein schweigendes Arschloch, wie ein Veruteiltes. Gruß Karl
Immerhin gibt es in den USA tatsächlich noch eine Art Aufarbeitung.
Die wird man in der Vereinigten Verwaltungszone vergeblich suchen.
Nur dieser eine echte Beitrag beweist schon, das alles nur Lug und Trug war. Öffentlich wurde der Impfstoff als hochwirksam dargestellt, während intern der Schutz gegen Infektionen und Übertragung als ,,low to modest at best,, bewertet wurde-und die CDC-Aussage, die das hätte bestätigen müssen, wurde eiskalt verschoben. Fauci bat Walensky per Textnachricht ihn anzurufen. Sie sagte, sie könne sich nicht gegen den Ausschuss stellen. Er drängte sie vehement, ihre Autorität zu nutzen.