NEOLIBERALISMUS UND NATIONALISMUS ALS IDEALES GESPANN
Eine kultur-historisch-soziologisch-psychologischer Ansatz zur Erklärung von gesellschaftlichen Entwicklungen:
Wiederveröffentlichung meines Kommentars im Kritischen Netzwerk:
Titelbild: Der Rattenfänger
Nachdem wir in der letzten Zeit mehrere Themen im Kontext mit Nationalismus und Neoliberalismus im Kritischen Netzwerk abgehandelt haben, führen wir hier diese beiden Phänomene zusammen und bringen sie auf einen gemeinsamen Nenner: Nationalismus und Kapitalismus gehen nämlich eine Symbiose ein, die jedoch schon historische Vorbilder besitzt. Zunächst entlarven wir einmal dieses Erscheinung des Neoliberalismus mit seinen Wirkungen als ideale Basis für Nationalismus bzw. Wirtschaftsnationalismus. Sodann folgt die These, daß die heutige Ausprägung des Nationalismus in den westlichen Ländern zum Teil eine Folge der Ideologie des Neoliberalismus ist. Der Neoliberalismus bedient sich sogar ganz bewußt irrationaler nationalistischer Gefühle, um sein Endziel zu erreichen: die totale Ökonomisierung der Welt.
1. Neoliberalismus als Fundament des Nationalismus
Der Neoliberalismus bedient sich der Massensuggestion und -manipulation, um seine Ziele zu erreichen. Ein wichtiges Zwischenziel der Strategie ist es, die Menschen von ihrem eigenen Selbst zu entfremden und sie auf diese Weise zum willfährigen Spielball von ökonomischen Drahtziehern zu mißbrauchen. Der Begriff der Fremdbestimmung wurde bereits von Karl Marx, einem scharfsinnigen humanistischen Philosophen, analysiert und wie folgt beschrieben:
- „[….] wo die eigene Tat des Menschen ihm zu einer fremden, gegenüberstehenden Macht wird, die ihn unterjocht, statt daß er sie beherrscht.“
Oder in der Sprache Erich Fromms:
- „[….] daß der Mensch sich nicht als den aktiven Träger seines eigenen Kräftereichtums empfindet, sondern als ein armseliges „Ding“, abhängig von Mächten außerhalb seines Selbst, auf die er seine lebendige Substanz übertragen hat.“
Freiheit, auf die der heutige Mensch so stolz ist, wird nur vorgegaukelt. In der alltäglichen Realität sind seine Entscheidungen jedoch weitgehend vorweg genommen. Die propagierten individuellen und politischen Wahlmöglichkeiten sind nur noch als pseudo-real anzusehen. Der Kapitalismus hat einen Marktcharakter des Menschen und der Gesellschaft bewirkt, die eine Teilabspaltung der eigenen Persönlichkeit zur Folge hat. Diese sozusagen schizophrene Teilpersönlichkeit führt ihr eigenes Leben in Abhängigkeit von Konsum und selbst erschaffenen Gütern, die der Mensch sodann als Idol oder als eine Art modernen Götzen anbetet – man könnt auch es auch ausdrücken als ein „Ich-Ersatz oder ICH-KRÜCKE“.
- Die Ich-Krücke
Die Ersatzbefriedigung, die auf manipulative und suggestive Weise geschaffen wird, führt zur Nichtbefriedigung menschlicher – d. h. der Natur des Menschen entsprechenden – Erfordernisse und deren Verdrängung und Ersetzung durch fremdbestimmte Vorgaben. Das wiederum löst den gewünschten Effekt aus, der unweigerlich eine ständige Unzufriedenheit züchtet. Die logische Auswirkung davon: Süchte, Neurosen, psychische Defekte und Pathologien, die physische Krankheiten nach sich ziehen, die die Menschen aber in der Regel nicht auf diese Ursachen zurückführen. Dahinter steht die Frage nach der geistigen Gesundheit der Gesellschaft und den Kriterien dafür. Dieser relevanten Streitfrage auf den Grund zu gehen, wäre opportun, würde an dieser Stelle aber zu weit führen.
Um noch einmal die Befriedigung von künstlich produzierten Bedürfnissen aufzugreifen: Das Streben nach materiellen Werten – also nach Haben – bildet die Grundlage unseres Wirtschaftssystems, ohne das dieses zusammenbrechen würde. Systemrelevant ist demnach eine Einstellung der Mehrheit der Bevölkerung, die das Haben vor das Sein stellt und eine Gier nach immer mehr Haben hervorruft. Ein dauerhafter Genuß des Erworbenen, der Zufriedenheit auslöst, ist dadurch nicht mehr möglich. Die Welt des Wahrnehmens und Erfreuens an einem Zustand oder einem Ding sowie dessen Faszination oder Schönheit ist nicht mehr gefragt.
- Die Seelenverkäufer
Deshalb ist genau die Endlosschleife der Nichtbefriedigung und Frustration der Sinn und Zweck der auf Konsum und alleinigen Profit ausgerichteten Wirtschaftsgesellschaft. Ihr Treib- und Zündstoff ist Marketing und Werbung, die die Stimmung ständig anheizen. Das System hat sich verselbständigt. Der Mensch hat sich ganz oder teilweise dem System verschrieben, seine Seele verkauft und läßt es zu, daß das System mit seinen ideologischen Inhalten und Handlungsweisen zum Selbstzweck wird, der sich gegen den Menschen selbst richtet. Auf diesem Nährboden kann egoistisches Wirtschaften prächtig gedeihen. Es sprießt dann in Form von Standortdenken als völliger Gegensatz zu Solidarität und schließlich als die Krönung des fortschrittlichen Denkens in Form von Wirtschaftsnationalismus in ungeahnte Höhen. Deutschland ist dabei in Europa führend als Vorbild einer egoistischen und engstirnigen wirtschaftsnationalistischen Politik. Wir müssen aufpassen, daß wir nicht wieder an alten Traditionen gemessen werden, wobei dann ökonomische Kriegskunst an die Stelle von Panzern tritt.
2. Patriotismus und Nationalismus im Dienste des Neoliberalismus
Historisch gesehen sind nationalistische und kapitalistische Bewegungen schon immer eine Allianz eingegangen. Das Großbürgertum, Großkapital und die Industriemagnate erhofften sich in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts Ausdehnung der Absatzmärkte und Profite durch imperiale Politik und Kriegsinszenierung. Sie haben den Nationalsozialismus Hitlers und seiner Schergen unterstützt und ihm die finanzielle Voraussetzung für seine Kriegsführung geliefert. Damit ist nicht nur die deutsche Industrie gemeint, sondern auch speziell die angelsächsisch-amerikanische, denen Profit ebenfalls wichtiger als Ethik und demokratische Prinzipien war.
- Es hat sich an den Verhältnissen also bis heute nichts geändert …
Die Masse der deutschen Kleinbürger und der mittelständigen Bourgeoisie hat sich aufgrund ihres obrigkeitsausgerichteten Denkens und ihrer Charakterstruktur dazu anstecken lassen, den Nationalsozialismus zumindest zu dulden und zu größten Teilen sogar offen und begeistert diese nationalen Ideen und Wahnvorstellungen zu unterstützen. Siehe die allseits bekannten und publizierten Massenaufmärsche und Jubelveranstaltungen der 1930er. Ich kann nicht umhin, als zu konstatieren, daß der Wahnsinn des nationalsozialistischen Regimes nicht ohne diese aktive Unterstützung zu bewerkstelligen gewesen wäre. Von wegen „mein Name ist Hase – und wir haben nichts davon gewußt“! Arbeiter, Proletariat, Teile der Bauernschaft und ein nicht unwesentlicher Teil der Intelligenzia – deren Anteil aus einem hohen Prozentsatz aus Juden bestand – sind skeptisch geblieben und haben das Regime abgelehnt oder zumindest nicht gefördert. Sie waren jedoch in der Minderzahl und auch nicht energisch genug in ihrem Bemühen, um sich durchzusetzen.
3. Wirtschaftliche Ebene
Eine weitere Ebene ist – wie erwähnt – die wirtschaftliche, die nahtlos mit der nationalistischen verschmelzen kann. Den Menschen wird ein irrationaler Stolz auf Deutschland beigebracht und seine wirtschaftlichen Leistungen – siehe Kampagne „Du bist Deutschland“in den Jahren 2005 und 2006, die von der INSM (vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall und weiteren Wirtschaftsverbänden gegründete Organisation zur Förderung des Neoliberalismus) initiiert wurde. Diese Leistung ist ja irgendwie nachzuvollziehen, insbesondere wenn man an den Wiederaufbau nach dem Krieg denkt, und ich würde auch keine Einwände bringen, wenn das Ergebnis dieser Leistungen auch gerecht verteilt worden wäre. Auf dieser Stufe wird nun geschickterweise der Begriff der Leistungsgesellschaft eingeführt, der den Menschen eine Leistungsgerechtigkeit vorspiegeln soll, aber in Wirklichkeit nichts Anderes als die Einführung des Sozialdarwinismus durch die Hintertür darstellt.
Auf dieser Basis wird dann das mit Propaganda und Manipulation bzw. Appellation an autoritäre und intolerante Werte geförderte patriotische und nationalistische Denken wieder geschürt, so daß auch auf diesem Level die bewährte Taktik des „divide et impera“ (teile und herrsche) auf die Konkurrenzsituation zu anderen Ländern ausgedehnt werden kann. Auf diese Weise ist es möglich, daß die freiwillige Preisgabe des Volkseigentums in Form von Privatisierung, Sanierung der Banken und Fütterung der Rüstungsindustrie durch Billionen von Steuergeldern verdeckt wird. Argumentiert wird mit Hetze auf die Faulheit von ganzen Nationen wie Griechenland – oder ganz in Merz-Manier wegen der angebliche Faulheit der eigenen Bürger – die ja angeblich auf Kosten Deutschlands leben. Mir ist ein Zeitungsartikel mit dem Untertitel „Staatsgelder für Staatsbescheißer“ aufgefallen, der auf den ungeheuerlichen Tatbestand der Veruntreuung des Volksvermögens durch die Regierungen hinweist und wie der viele zitierte Nagel auf den Kopf zur vorliegenden Thematik paßt. Hier ein Auszug daraus:
- „In den Steueroasen der Welt lagern zwischen 21 und 32 Billionen US-Dollar auf Schwarzkonten – konservativ geschätzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des ehemaligen Chefvolkswirts der Unternehmensberatung McKinsey, James Henry, die das „Tax Justice Network“ Ende Juli vorgestellt hat. Den Reichen der Welt wird dabei kräftig von Banken unter die Arme gegriffen.“
All diese Machenschaften können unbehelligt nach gründlicher Sedierung des Patienten Volk mit der Droge Nationalismus über die Bühne gebracht werden. Diese Verfahrensweise spricht dem Gedanken einer internationalen Solidarität und eines gemeinsamen Europa Hohn. Gerade die lautesten verbalen Verfechter einer europäischen Einheit sind die größten Heuchler in der Sache, weil sie in Wirklichkeit nur nationalistische Lobbyinteressen vertreten.
4. Innere Leere füllen
Das ist das Stichwort, um das Einstiegsportal des chauvinistischen und nationalistischen Gedankenguts zu finden. Das entstehende innere Vakuum durch die Entfremdung des eigenen Selbst kann nicht ohne einen Gegenpol ausgehalten werden. Falls der Mensch nicht in der Lage oder willens ist, sein eigener Herr zu sein, ist er gezwungen, einen Ersatz für fehlendes eigenes Selbstbewußtsein und Selbstbestimmung in religiösen und politischen Ideologien zu finden. Nationalismus ist dabei unter Verwendung eines erweiterten Religionsbegriffes ebenfalls als Religion zu betrachten. In der Natur des Menschen ist ein Grundbedürfnis nach Herstellung von Bezogenheit vorhanden, dem er sich nicht entziehen kann. Dieses wird von Demagogen ausgenutzt, so daß sie Menschen für Ideologien und egoistische Interessen/Zwecke leicht instrumentalisieren können. Sie suggerieren den Menschen falsche Ideale und Feindbilder, die im Extremfall emotional bis hin zu Hysterien gesteigert werden können. So verschwinden auch gezielt Hemmungen gegenüber Kriegseinsätzen, Volksverhetzungen oder Progromen.
Statt eine gesunde Bezogenheit auf sich selbst und seine eigenen Stärken sowie in liebevollem Kontakt und Kommunikation zu seinen Mitmenschen aufzubauen, läßt sich leider die Mehrzahl der Menschen immer noch auf autoritäre Idole ein. Sie suchen eigene Stärke in den Verheißungen eines nationalen Potenzials. Dabei übersehen diese Menschen, daß sie zuvor diese Kraft freiwillig abgegeben haben, die sie nun verzweifelt in fremden Gefilden suchen. Diese Ebene kann auch durch kommerzialisierte, gehypte Sportveranstaltungen – insbesondere im Fußball, Wintersport und Olympia – eingenommen werden und äußert sich in den bekannten Symptomen. Lest bitte dazu auch den kürzlich von mir auf qPress veröffentlichten Artikel „Nationalismus – Patriotismus – Heimatliebe“ mit dem Kapitel „Nationalflaggen als Fetisch“.
https://kritisches-netzwerk.de/forum/neoliberalismus-nationalismus-als-ideales-gespann


@Peter A. Weber
Ich habe Sie bereits darauf hingewiesen, daß die Schrift Ihrer Artikel zu klein ist.
Verdana sans-serif mit fontsize: small ist für mich kaum lesbar.
Die Artikel der anderen Autoren sind dagegen einwandfrei ohne Brille lesbar.
Da es Sie scheinbar nicht interessiert, lese ich Ihre Artikel nicht mehr.
Schade.
Beschreibung von Symptomen bringt kein Stück weiter. Es kann sich nur etwas ändern, wenn die Ursachen analysiert und entsprechend abgestellt werden. Das ist nicht nur in der Medizin so, sondern auch im Bereich der Wirtschaft. Die ständige Benennung von Symptomen ist gewollt um vom eigentlichen Skandal abzulenken.
Die EU träumt noch immer von der Weltherrschaft, dabei ist ihre Zeit längst abgelaufen. Vor 150 Jahren hätte man sich einigen können oder müssen, aber da schlug man sich lieber gegenseitig die Köpfe ein. Und heute glauben unsere EUnuchen durch das Niederringen von Russland den eigenen Untergang verhindern zu können. Aber wehe, wehe wenn ich auf das Ende sehe.
Nicht nur den eigenen Untergang zu verhindern, sondern auch um davon abzulenken, dass der Kapitalismus sich aus sich selbst heraus zerstört, nicht zivilisierbar ist.
Die Frage ist, was den Kapitalismus unzivilisierbar macht. Er ist von Menschenhand geschaffen worden und ihm könnte von Menschenhand auch wieder der Stecker gezogen werden.
Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Biden wollte die Epstein-Klasse wieder stärker besteuern, deshalb wurde er abgewählt, aber die Demokraten/Humanisten können wieder das Ruder übernehmen und den Humanismus fördern! We shall overcome trumpschen Kaputtalismus! Wählt die humanityparty.com! Viel Erfolg!
Ecco, neoliberalismo è un neologismo del fascismo, nationalismo il suo camuffamento. Capisce?
Wenn sich der Kapitalismus zerstört, gehen auch die Dummen unter, so oder so.
Die mit der Macht verschwinden nicht einfach.
Die Weltherrschaft strebt die AfD meines Wissen nicht an.
Wo ist denn ihre Alternative?
Sogar Jeffrey Sachs spricht in den USA von den Faschistem die sich als Antifaschisten tarnen.
Das politische Schauspiel, das Trump liefert, ist ein Spiel mit falschen Hoffnungen.
https://uncutnews.ch/trump-posts-versus-realitaet-berletic-erklaert-die-strategie-hinter-den-us-schlaegen/
Proxies ist übrigens eine Verniedlichung von Vasallenstaaten.
Wie wichtig es wäre, eine starke Zivilgesellschaft in den „Proxies“ zu etablieren, zeigen die extern beeinflussten Machtkämpfe in der Ukraine.
https://uncutnews.ch/der-kampf-zwischen-mi6-und-cia-stellvertretern-um-die-fuehrung-der-ukraine/
Wie kann die Masse der Ukrainer glauben, der Krieg könne ihnen Freiheit bringen?
Falsche Hoffnungen sind die größte Gefahr für das notwendige strategische Handeln.
Macht und Monopol sind 2 gefährliche Seiten einer Medaille.
Die DEMOKRATISIERUNG der Akkumulation weist den Weg zu einer Alternative.
Die Inszenierung ist eben nicht die Realität.
https://www.berliner-zeitung.de/article/leipzig-drohnenfall-ukrainischer-blogger-zweifel-version-10369091
Tatsächlich wäre die Zerschlagung des Lügen-Funks in Deutschland ein erster möglicher Schritt.
Ende der Zwangsgebühr.
Peter Müller hat gestern bei Froschauers Wassersäge einen frechen Text veröffentlicht.
https://wassersaege.com/blogbeitraege/gschichten-aus-dem-grimmschen-maerchenwald/
Übrigens, die Umgestaltung geht nur ohne Apparatschiks, das hat Thüringen und die Abspaltung vom BSW überdeutlich gezeigt.
Der Traum von der gerechten Gesellschaft, den gibt es auch bei der Jugend der USA noch.
Was stört , sind die tatsächlichen geschichtlichen Erfahrungen mit den Parteiführern, die die Sache für ihre Privilegien missbraucht haben.
Das gilt ganz besonders auch für die heutigen Gewerkschaftsfunktionäre wie Benner von der IGM.
Man hätte vermuten können, dass die Ereignisse in Thüringen dem BSW in Sachsen-Anhalt schaden.
Jetzt sind sie das Zünglein an der Waage, trotz deren Illusionen.
Unmöglich ist es nicht, dass ein paar CDU-Abgeordnete zur AfD wechseln.
Das Medienkartell zu zerschlagen, da würde wohl sogar das BSW in Sachsen-Anhalt mitmachen.
Nur die Grünen haben etwas zulegen können, das ist eben die Beamtenpartei mit dem dicksten Brett vorm Kopf.
Die „Linken“, die die Welt gar nicht mehr verstehen, haben Verluste erlitten.
Bei solchen Leuten hilft nur der totale Zusammenbruch ihrer Illusionen.
Übrigens Hallervorden hat sich mächtig geirrt. Die Freiheit der Kunst geht zwangsläufig verloren, wenn der Staat den Künstlern Orden umhängt.
Das hat schon Brecht korrumpiert.
Wenn wir die Lohnarbeit für alle verkürzen können, dann kann jeder seine Künstlerischen Fäfigkeiten entwickeln und seine Werke verschenken. Das ist heute kein Problem mehr.
Freiheit geht nicht in einem Geschäftsmodell, da ist das Notwendige zu tun, was die Disziplin des Arbeiters erfordert.
Die meisten Künstler haben nie richtig gearbeitet.
Natürlich gibt es auch Leute mit besonderen Fähigkeiten, die hartes Training, harte Arbeit und Disziplin erfordern.
Das muss auch anerkannt werden.
Die wichtigste Frage wird noch gar nicht gestellt und diskutiert. Roboter kaufen keine Roboter.
Und was bewirkt eine KI in den Händen von Psychopathen?
Es gibt dafür eine Lösung, aber die wollen manche Leute einfach nicht verstehen.
Kurze Wirtschaftsgeschichte des mit der «Lunar Society» um ca. 1750 im engl. Birmingham begonnen habenden industriellen Kapitals.
1.) Liberalismus; 1750 bis etwa 1860. Bedient wird nicht heimische, sondern fremdländische, vor allem überseeische Nachfrage in Asien und Afrika. Zahlungsmittel sind Edelmetalle, sonstiges Kostbare, Tuche sowie Opium und Sklaven. Zentrales Merkmal ein Kreishandel von England aus über Nordamerika, Indien, China und Arabien/Afrika, der sich geldlich vor allem in Silber auszahlt. Stichworte hier: nur wenige und enorm reiche Kapitalisten, nur wenige und bitterarme Industriearbeiter, keine nennenswerte Mittelschicht.
2.) Monopolismus; bis etwa 1900. Beginnend mit dem amerikanischen Bürgerkrieg um 1860 Aufbau heimischer Absatzmärkte. In den Mutterländern des industriellen Kapitals, und in Europa und Nordamerika auch über diese hinaus, wird industrielles Produzieren nach und nach flächendeckend, Stichwort „entwickelter Kapitalismus“. Mit den entstehenden Nationalbanken flächendeckend werden Geldwirtschaft, staatliches Bildungswesen und Industriearbeiterschaft, eine Mittelschicht wächst heran. Kostensenkung durch Produktivitätszuwachs bzw. durch technologische Entwicklung wird Investitionsmotor. Die vormaligen überseeischen Absatzmärkte und Kolonien sind ausgelaugt, sie verelenden und werden zu Rohstofflieferanten.
3.) Imperialismus; ab etwa 1900 bis heute. Zunehmend rasche technologische Entwicklung und der damit gegebene enorme Produktivitätszuwachs schmälern die Gewinne/Renditen immer mehr, deshalb ausufernde Staatsschulden (siehe anno 2026 nun die berühmten 40000 Kilometer allein in den USA), weswegen Krieg und Zerstörung Haupt-Investitionsmotoren werden und Arbeit und Beschäftigung unterstützen. Nurmehr noch Erfüllungsgehilfen die Nationalstaaten, zugleich Entstehung von supranationalen und globalen Institutionen und deren enormer Machtzuwachs. Stabilisierung von Gewinnen/Renditen und Gesellschaften durch Faschismus als Sozialismus oder Korporatismus, letzterer auch getarnt als Demokratie, allemal aber vorliegend ist dirigistisches Wirtschaften unter Leitung eines Bündnisses von Staat, Arbeit und Großkapital. Die innere Logik dieser Dynamiken führt zum Aufbau einer politisch zwar multipolaren, exekutiv aber uniglobalen Plan-, Zwangs- und Kommandowirtschaft in technokratischer Form, Stichwort hier: Digital Control Grid. Die dazu benötigten und über viele Jahrzehnte hinweg entwickelten Technologien sind nun einsatzreif und werden aktuell weltweit implementiert unter der faktischen Direktion der Zentralbank aller Zentralbanken, der in Basel ansässigen «Bank für Internationalen Zahlungsausgleich».
4.) Globaler technokratischer Faschismus; beginnt mit den 2020er Jahren.