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Aktuell19. August 2026

Nationalismus – Patriotismus – Heimatliebe

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NATIONALISMUS – PATRIOTISMUS – HEIMATLIEBE

Wiederveröffentlichung meines Kommentars im Kritischen Netzwerk:

Titelbild: Ami-Heldenfahnen

A.  Vorwort

Als klarer Gegner jeglichen Nationalismus erscheint mir dieser als keine erstrebenswerte Eigenschaft. Das geht bei mir so weit, daß ich mich nicht einmal zum Fähnchenschwenken hergebe, was ja bei solch euphorischen (Sport-)Anlässen wie Fußball-Meisterschaften und selbst beim Wintersport obligatorisch geworden ist. Trotzdem respektiere ich jeden, der aus „Spaß an der Freud“ gelegentlich mit der Flagge winkt oder auf andere Weise sein „Fan-Sein“ zum Ausdruck bringt. Der ausgewachsene Nationalismus stellt jedoch eine Hybris und Überheblichkeit dar, die Rassismus, Ausgrenzung, Diskriminierung, Haß sowie Krieg und Gewalt zur Folge hat. Der nationalistisch eingestellte Mensch leidet an einem mangelhaften Selbstbewußtsein mit Persönlichkeitsstörungen, die er durch Rationalisierungen verdrängt.

Gleich vorweg auch eine Differenzierung, damit nicht der Eindruck entstehen kann, daß ich mich gegen jegliche Heimatbindung wenden würde. Es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen Nationalismus und Vaterlands- und Heimatliebe. Während nationalistische Gefühle von einem gesellschaftskonformem Anpassungsverhalten, einer Fremdbestimmung und Rationalisierung zeugen, gründet wirkliche Heimatliebe auf persönlicher Identifikation. Die Heimatliebe ist umso intensiver, je mehr man sich mit der Geschichte, Leistungen und Denkweise seiner Vorfahren auseinandersetzt und sich mit den Zeitgenossen solidarisiert. Nur wer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunftserwartungen seines Landes zu einer Einheit verbinden kann, ist auch in der Lage, seine Region samt Bewohnern zu lieben und dafür ein ehrliches Gefühl von Stolz zu entwickeln. Zudem stelle ich mir vor, daß ein echter Heimatfan sich auch ernste Sorgen um seine Region/Land machen sollte, falls dort etwas schief läuft. Das ist auch der Grund, weshalb konstruktive Kritik mit dem Ziel der Verbesserung der Lebenssituation nicht als Nestbeschmutzerei mißverstanden werden sollte.

B.  Positives Beispiel für Heimatliebe

Als positives Vorbild für Heimatliebe sehe ich beispielsweise die Einstellung der Iren, Schotten und Katalanen zu ihrem Land an. Diese Menschen schwenken zwar ebenfalls Fahnen, aber dabei ist es wichtig zu wissen, aus welcher Motivation heraus sie das tun. Die Menschen dieser gälischen Regionen besitzen eine sehr starke Affinität zu ihrer Geschichte, ihrer ureigenen keltischen Sprache, ihrer Kultur und Musik, den Leiden und dem Schicksal ihrer Vorfahren. Außerdem weisen sie einen engen Bezug zu ihren Mitmenschen auf. Mythologie ist kein Fremdwort wie in Deutschland, sondern sie ist erfahrbar und in Literatur, Poesie und Musik inhärent. Besonders auffällig ist auch die Verbundenheit und Hingabe an die Natur und Landschaft, die noch als etwas Heiliges erlebt wird, das es zu wahren lohnt. Insofern spielt bei diesem Begriff von Heimatverbundenheit die Seele eine entscheidende Rolle.

Die Beispiele Irland, Schottland und Katalonien sind selbstverständlich auch auf andere Regionen der Welt übertragbar. Jeder hat bestimmt schon persönliche Erfahrungen mit dieser positiv besetzten Version von Nationalismus gemacht. Grundsätzlich könnte man sagen, daß sich echte Heimatliebe von künstlich geschaffenem Patriotismus oder Nationalismus dadurch unterscheidet, daß sie intuitiv entsteht, solidarisch ausgerichtet sowie nicht organisiert und instrumentalisiert ist. Damit kann hier auch auch gleich zu einem nicht nachahmenswerten Exempel übergegangen werden: dem Umgang damit in den USA.

C.  US-amerikanischer Nationalismus als abschreckendes Beispiel

Obwohl man damit rechnen muß, von dem ein oder anderen Leser vielleicht des Anti-Amerikanismus bezichtigt zu werden, mache ich aus meinem Herzen keine Mördergrube. Außerdem sollen unsere gerechtfertigten Bemerkungen nur die wirklichen Verursacher und Schuldigen aus Politik, Wirtschaft, Militär, Geheimdienst, Wissenschaft und Medien benennen und offen anklagen. Ob die Mitläufer dabei nur (passive) Opfer oder ebenfalls (aktive) Täter sind, soll an dieser Stelle nicht explizit herausgearbeitet werden. Amerikanischer Nationalismus äußert sich in der Regel nach außen durch Paranoia, pathetisches Verhalten, unreflektierten Stolz und die stetige Präsenz der Nationalflagge. Als Liebhaber von gut gemachten Spielfilmen jeglicher Couleur wird mir der Spaß selbst bei ansonsten höheren Ansprüchen genügenden amerikanischen Elaboraten dadurch vergällt, daß meist nach kurzer Zeit – egal ob Aktion-, Kriegs-, Liebesfilm oder Tragödie – die Nationalflagge auftaucht und sich jemand der amerikanischen Lebensart rühmt.

Wenn man einen US-Amerikaner danach fragt, weshalb er sein Land als Nabel der Welt sieht und bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit seine Nationalhymne schmettert, dann wird er sicherlich aussagen, daß er stolz auf dieses Land ist. Das wirft jedoch unwillkürlich die Frage auf, auf welche detaillierten Tatbestände er sich dabei bezieht. Dies hat mich veranlaßt, einmal eine Liste anzufertigen, die diejenigen Gründe enthält, die keinen Anlaß zu Stolz sondern zu Schamgefühlen geben sollten.

D.  Gründe zum Schämen und zur Bußfertigkeit aufgrund der US-amerikanischen Realität

  • Historische Verfehlungen wie Genozid an indigener Bevölkerung (Indianer),

  • Aufbau der USA mit Hilfe von Sklavenhaltung und unterdrückten Einwanderern aus aller Herren Länder,

  • Rassismus und Diskriminierung von Farbigen und Latinos bis in die heutige Zeit.

  • Antikommunistisches Kesseltreiben, Japan-feindliche Hetze mit Einrichtung von Internierungslagern während und nach dem 2. Weltkrieg.

  • „Kultivierung“ von faschistoiden Strömungen wie dem Ku-Klux-Klan.

  • Der annähernd 50 %ige Anteil der Bevölkerung mit Orientierung zu Fundamentalismus, Kreativismus und Sektiererei.

  • Großkotzige imperialistische Weltpolitik mit dem Ziel der Einmischung in die Angelegenheit souveräner Staaten und deren Bevormundung.

  • Kriegstreiberei direkt durch militärisches Eingreifen oder durch paramilitärische Maßnahmen oder Intrigen der Geheimdienste.

  • Rücksichtslose Verfolgung geostrategischer Interessen und Unterstützung der Ziele des militärisch-industriellen Komplexes zur Erhaltung/Ausbau von Machtpositionen und/oder Gier nach Rohstoffquellen.

  • Neokoloniale Handelspolitik auf dem Rücken der Dritten Welt und sogar der „Bündnispartner“.

  • Parasitäre und hemmungslose Lebensführung zu Lasten der restlichen Weltbevölkerung –

  • damit verbundene ökologieschädliche Energieverschwendungssucht.

  • Einschränkung von Freiheitsrechten der eigenen Bevölkerung u.a. durch Inhaftierungspraxis

    ohne ordentliche Gerichtsverfahren unter Konstruktion von willkürlichen Verdachtsmomenten.

  • Totalitäre Überwachungspraktiken der eigenen Bevölkerung sowie ausländischer souveräner Staaten.

  • Demokratiedefizite auf den verschiedensten Ebenen – z.B. bei dubiosen Wahlauswertungen oder totaler Ungleichheit der Wahlchancen.

  • Legimitation von Folterpraktiken.

  • Eine der höchsten Kriminalitätsraten und die mit Abstand die höchste Inhaftierungsquote der Welt.

  • Ausufernder und selbstzerstörerischer Drogenkonsum.

  • Paranoider Verfolgungswahn und Terrorismusmanie.

  • Besorgnis erregender Gesundheitszustand eines Großteils der Bevölkerung durch Fehlernährung und physischen Krankheiten (z.B. Verfettung) als auch hinsichtlich der psychischen Verfassung (rasante Zunahme von psychischen Erkrankungen).

  • Amerikanisches Sozialsystem als Armutszeugnis und Bankrotterklärung einer Demokratie mit selbsternanntem Vorbildcharakter.

  • Katastrophale und hoffnungslose Staats- und Privatverschuldungsrate.

  • Höchste Diskrepanz zwischen Arm und Reich im Vergleich zu allen anderen westlichen Industriestaaten.

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist trotzdem schon niederschmetternd genug … Wenn sich angesichts derartiger Fakten bei einem Großteil der US-amerikanischen Bürger noch Nationalstolz entwickeln kann, so tippe ich auf ein psychotisches Massen-Verdrängungs-Symptom in Verbindung mit totaler Realitätsverleugnung!

E.  Nationalflaggen als Fetisch

Bei jedem Erleben einer nationalen Großsportveranstaltung wie  Europa-, Weltmeisterschaft oder Olympische Spiele juckt es mir in den Fingern, die Gelegenheit zu nutzen, um mich mit der Verspottung der Nationalflagge beliebt zu machen.

  • Neue Nationalhymne:

Einigkeit unRecht unFreiheit für das deutsche Trauerland!
Danach lasst sie alle sterben
bürgerlich in Schmerz und Leid! Einigkeit unRecht unFreiheit
sind der Banken Unterpfand!
*** Refrain ***
Glüh im Glanze dieser Tücke,
glühe, deutsches Bankenland!

Auffällig ist jedenfalls, daß es wieder in Mode gekommen ist, Nationalhymnen mitzusingen und bei großen Sportevents Flagge zu zeigen: Wimpel, Flaggen, Aufkleber, T-Shirts mit nationalen Emblemen, Sticker an und auf Autos, Menschen, Häusern und Fahrrädern. Nationalspieler, die nicht mitsingen, stehen bereits dicht vor der Disqualifikation. Es wird wieder von Ehre in Verbindung mit der Nation gesprochen und Leistungen erbringt man nicht mehr für sich selbst sondern für das Land.

  • Sport als Ersatz für echten Patriotismus und Heimatliebe

Bei den täglichen Sportübertragungen im TV ist es allgegenwärtig: Siegerehrungen mit Flagge und Nationalhymne, ständiges Einblenden des Medaillenspiegels mit vergleichenden Kommentaren – Medaillengewinner hüllen sich in überdimensionale Flaggen und rennen damit wie irrsinnig durchs Stadion, der Moderator erzählt uns die rührende Story von der Medaillengewinnerin, die sich die Flagge übers Bett hängt etc. pp. Ich dachte immer, ein wichtiges Kriterium für den Neoliberalismus sei die Individualität des Menschen und die sich daraus ergebende ich-zentrierte Handlungsweise. Vom Menschen wird in diesem System doch erwartet, daß er Selbstverantwortung übernimmt, sich egoistisch gegen andere durchsetzt und nur auf seinen persönlichen Erfolg bedacht ist. Folgende Ragen drängen sich auf:

  • Aus welcher Ecke kommen denn nun diese neuen Töne?

  • Hat die neoliberale Ideologie mit ihrer zwanghaften Bedürfnisbefriedigung vielleicht doch keinen selbstbewußten und freien Menschen geschaffen?

  • Wie ist es dann zu erklären, daß man der eigenen Identität verlustig gegangen ist?

  • Warum wird sie stattdessen auf äußere Objekte oder Personen wie Sportler oder andere Prominente verlagert?

Entweder sucht man die nicht vorhandene eigene Stärke in fremden Autoritäten oder – wie im Falle eines erfolgreichen Athleten – wird die erbrachte Leistung in den Dienst einer obskuren Sache gestellt: in beiden Fällen begibt man sich in Abhängigkeit von Äußerlichkeiten und Fremdbestimmungen. In den letzten Tagen wurde im TV ein Erguß von stundenlangen Berichten über die Europameisterschaften in der Leichtathletik und dem Schwimmen bis zum Erbrechen gesendet. Die Kommentatoren überschlugen sich

Als ich Kind und Jugendlicher war, gab es noch keine Tempos. Stattdessen hatten wir Stofftaschentücher in der Hosentasche, die nicht nur zum Naseputzen verwandt wurden und die sich nur sehr selten in den Waschkübel verirrten. Bei uns an der Mosel nannten wir diese Requisiten „Rotzfonn“ (Rotzfahne). Diesen Begriff habe ich seit geraumer Zeit für Nationalflaggen übernommen – speziell für jene bestimmter Länder. Dies in Verbindung mit meiner abschätzigen Bezeichnung für die heilige Flagge stellt für viele natürlich ein Sakrileg dar, weshalb ich mir dafür zuweil böse Blicke oder gar Beschimpfungen als Nestbeschmutzer einhandele. An das Flaggenverbrennen oder das darauf Herumtrampeln habe ich mich bisher allerdings noch nicht herangewagt, weil ich den gesunden Volkszorn fürchte. Einer, der die nationalen Symbole beleidigt, die deutsche Ehre verletzt und es wagt, den nationalen Fetisch in den Dreck zu ziehen, muß ja ein wirklich  bemitleidenswerter gott- und ehrloser Mensch sein. Mit diesem Makel muß man aber leben – und umgehen lernen.

F.  Nationalismus als Herdenmentalität

Wer eine deutsche oder z. B. englische, amerikanische Flagge etc. schwenkt und ihr damit huldigt, der duldet damit nicht nur die Machenschaften der entsprechenden Regierungen und die vorherrschenden ungerechten Verhältnisse – nein, er unterstützt sie noch. Das sollte sich jeder hinter die Ohren schreiben, der unkritisch derartige Praktiken betreibt. Wen soll es eigentlich interessieren, auf welchem Platz des Medaillenspiegels Deutschland oder ein anderes Land nach Abschluß irgendeines Wettbewerbs steht? Und vor allen Dingen: cui bono – wem nützt das etwas? Wenn man sich während solcher Sportereignisse das Verhalten von Zuschauern und Massenmedien vor Augen führt, die vorwiegend die nationalen Akteure bejubeln, dann stellt man sich zwangsläufig die Frage nach dem Geisteszustand. Der Sozialpsychologe Erich Fromm äußert sich zum Nationalismus folgendermaßen: 

  • „Nationalismus ist unsre Form des seelischen Inzests, ist unser Götzendienst, unser Irrtum, unser Irrsinn. «Patriotismus» ist sein Kult.“

 Der angewandte Nationalismus, in der übersteigerten Form als Faschismus bekannt und berüchtigt, stellt die Nation über Wahrheit und Gerechtigkeit sowie über die Menschheit und das Wohl des einzelnen Menschen. Nur dumme Menschen lassen sich von nationalistischen Gefühlen einfangen, denn diese Gefühle sind fremdbestimmt und entsprechen in der Regel nicht dem Interesse des Individuums. Ein selbstbewußter Mensch, der sich seiner Fähigkeiten bewußt ist und sein Leben selbstbestimmt auslebt, hat es überhaupt nicht nötig, sich von Massenhysterien anstecken zu lassen. Nur ein Mensch mit schwachem Ich projiziert dieses auf eine Nation, eine Organisation oder einen starken Mann, einen Führer. Bezeichnenderweise sind diese Menschen besonders anfällig für autoritäre Strukturen und Parolen mit einfachen Lösungsmöglichkeiten, die meistens auf der Ebene von Sündenböcken oder Feinbildern abgewickelt werden. Nationalismus funktioniert nach dem Prinzip der Herdenmentalität, bei der Mitläufer nichts anderes sind als doofe Schafe in der Herde, mitblöken, wenn die andern blöken und ohne Verstand den voranlaufenden folgen!

G.  Abschließende Gedanken zum Nationalitätsbewußtsein

Ich komme nicht umhin, die Frage zu wiederholen: Worauf basiert denn eigentlich der US-amerikanische Stolz und der hemmungslose nicht hinterfragte Nationalismus? Was ist faul im selbsternannten „God´s own country“ und „Land of the free home of braves”, daß dort so viel Heuchelei, Verdrängung, Blasphemie und Hybris die Oberhand gewinnt? Es liegt mir aber auch am Herzen zu betonen, daß mir nichts ferner liegt, als weltoffene und mitdenkende US-Bürger zu diffamieren. Die US-Amerikaner haben ohne Zweifel großartiges in Wissenschaft, Technik, Kultur und Musik geleistet, und ich solidarisiere mich und fühle mich geistig verbunden mit allen die sich ebenfalls für eine bessere und gerechtere Welt einsetzen. Aber im heutigen Beitrag liegt der Fokus auf dem vernagelten und beschränkten Teil dieser Gesellschaft.

  • Zugehörigkeit

In diesem Zusammenhang muß die Frage erhoben werden, ob Nationen sich eigentlich erübrigen und ob sie zum Wohl des einzelnen Menschen oder der Gesamtgesellschaft beitragen oder nicht. Nationen verhalten sich immer ausschließlich, da manche Menschen dazugehören „dürfen“ und andere wiederum nicht. Das heißt, sie diskriminieren zwangsläufig und bewerten oder verurteilen andere nicht Dazugehörige. Wer bestimmt eigentlich über diese Zugehörigkeit? Behörden und Politiker, die keinen persönlichen Bezug zu den Menschen besitzen. Nationalstaatliche Grenzen bestehen in Europa erst seit ca. 200 Jahren, haben sich ständig verändert und verändern sich immer wieder, z. B. durch Kriege, Putsche oder andere Zwistigkeiten. So haben sich die Krim-Bewohner, um ein aktuelles Beispiel zu nennen, von Ukrainern in russische Staatsbürger umorientiert. Auch die Sprachen sind einem stetigen Wandel unterzogen, wobei in vielen Nationalstaaten ein babylonisches Sprachengewirr existiert.

Nationen sind also keineswegs natürliche und gewachsene Gebilde, die kulturell, sprachlich oder wirtschaftlich eine Einheit bilden. Vor allem wird totgeschwiegen, daß es innerhalb dieser künstlichen Staatenkonstrukte gänzlich unterschiedliche Interessenlagen der Bewohner gibt, die sich vor allem hinsichtlich der Kriterien arm/reich und mächtig/ohnmächtig differenzieren. Dafür werden den Menschen Gemeinsamkeiten vorgegaukelt, die gar nicht vorhanden sind. Oder sie werden gegen extra dafür geschaffene Sündenböcke oder Feindbilder aufgehetzt. Nur auf diese Weise läßt sich der Glaube an die Nation aufrecht erhalten.

  •  Wer sind „Wir“?

Denn es gibt kein gemeinsames nationales „Wir“! Niemand kann sich aussuchen, an welchem Ort und in welchem Land er/sie geboren wird und kann folglich auch keinen Stolz dafür empfinden, jedenfalls nicht bei kritischer Hinterfragung. Stolz ist nur dort am Platze, wo man persönlich etwas Sinnvolles geleistet hat. Was hat man denn mit irgendwelchen Leuten gemeinsam, die weit entfernt wohnen und die man nicht einmal persönlich kennt? Die Gemeinsamkeiten mit Menschen außerhalb von überschaubaren Gruppen werden meistens von Nutznießern erfunden und publiziert, um auf der Basis einer Nation Macht auszuüben und sich zu bereichern. Die Überlegungen und Eingruppierungen über die Zugehörigkeit zu einer Nation oder dem Ausschluß davon führen stets zu Vorurteilen über andere und der Fragestellung: Wer ist mehr wert und wer weniger? Ein solches künstlich errichtetes „Wir“ zerstört das Gefühl für die Gemeinsamkeit der Menschheit, da es meist eine Abwertung anderer zur Folge hat, die nicht zu diesem selbsternannten „Wir“ gehören. Auf diese Weise werden Menschen klassifiziert und Rassismus entsteht. Wozu übersteigertes Nationalgefühl führen kann, hat sich z. B. während der Herrschaft von faschistischen Regimen in aller Welt gezeigt. Besonders gefährlich wird es, wenn sich Nationalismus noch mit religiösem Fundamentalismus paart. 

Die Nation kann demzufolge kaum als  ein kuscheliges, menschen- und gastfreundliches Nest qualifiziert werden, sondern sie ist eine Herrschaftsstruktur, die darauf angewiesen ist, ihr Fortbestehen mit Gewalt zu sichern!

https://kritisches-netzwerk.de/forum/nationalismus-patriotismus-heimatliebe

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Stimmen aus dem Maschinenraum

12 Kommentare

  1. Auf irgendetwas stolz zu sein steigert das Selbstwertgefühl und wird vom gehirneigenen Belohnungssystem mit der Ausschüttung von Endorphine/Oxytocine usw. belohnt, damit hat die Evolution solche genetischen traits hervorgebracht, wenn der Stolz aber zur Überheblichkeit führt, fördert er zwangsläufig Rivalität/Ausgrenzung und die betroffenen Individuen/Völker verlieren sich in unnötigen kämpfen/Kriegen und gehen selber unter, deshalb ist der Humanismus entstanden der alle Erdenwürmer als gleichwertig bewertet und genau diese Gleichwertigkeit wollen/haben die rechten Patrioten/Trump/AfD killen/gekilled bzw hat Trump in Amerika schon per Gesetz abgeschafft! We shall overcome trumpschen Narzissmus! Wählt die humanityparty.com! Viel Erfolg!

  2. Da hat jemand die VSAmiesen richtig eingeschätzt. Und ich erweitere es auf ALLE VSAmiese, denn ich habe einige in der Karibik kennen gelernt. Von denen gibt es keine ‚Hilfe‘, sondern NUR, eine Hand wäscht die andere. Die helfen. Aber NUR, um ihren Nutzen daraus zu ziehen.
    Wenn VSAmiese mit dir verhandeln, suche IMMER den Haken, den die in Verhandlungen / Verträge/ Verordnungen einbauen.

    Gestern habe ich mich mal wieder mit der Guugel KI ‚Unterhalten‘. Die behauptet tatsächlich Völkerrecht ja, ABER, da die VSAmiesen die Macht haben, können/ dürfen die Völkerrecht ignorieren.
    Da mich die Einstellung, der KI, über die VSAmiesen im besonderen interessiert, habe ich der Maschine einige Militärbefehle und u.a. die Potsdamer Vereinbarung vorgehalten. Da kam prompt die Antwort, das diese, von der SHAEF z.B. opsolet wären, da diese Aera vorbei sei.
    Dann habe ich die Auflösung Preußens angesprochen. Denn DAS waren ja auch Vereinbarungen, welche nach dem Bruch, und der, angeblichen, Auflösung der Militärstruktur dann ebenfalls opsolet geworden wären.
    Wie ein bockiges Kind kamen die Ausflüchte. Das Verordnungen/ Vereinbarungen bestand haben – aber andere nicht.

    Wenn ich mich mit dieser KI ‚unterhalte‘, habe ich immer viel Spaß.LOL.

    Dann habe ich mal die Ratifizierung des 2+4 Vertrages/ Verordnung, durch Genscher, angesprochen, Das Genscher den 2+4 Vertrag/ die Verordnung, korrekt mit Namen und Familiennamen unterschrieben hat. Aber die Ratifizierung, der BRD, nur mit einem schlecht leserlichen Krackel. Somit wäre der 2+4(was auch immer) nicht ratifiziert. Da kam als Antwort, NUR in der BRD wäre das BGB gültig (leserliche Unterschrift). International nicht, da gilt jede Unterschrift, auch ein Faksimile. Jetzt fordere ich Zweifler auf, bei der Guugel KI über ‚Faksimile Unterschrift international‘ nachzufragen. LOL. Gruß Karl

    1. Eben lese ich im Russischen rt, das Chinesen und Russen die Feindstaaten- Klausel der UN, gegen Japan, besonders hervor heben. Es geht den Russen um die Kurilen – Inseln.
      An ALLE VSA Kollaborateure und Vasallen die behaupten, das Deutsche Reich besteht nicht, und die Feindstatenklausel opsolet ist, sprich nicht mehr gilt: Die Chinesen und die Russen haben dem gerade widersprochen. https://freedert.online/asien/289224-china-mit-russland-einig-zu/

      Das Deutsche Reich besteht – immer noch. Bei den VSAmiesen Militärs 1945: Shaef-Gesetz-Nr. 52 Artikel VII Ziff. 9 Buchstabe e:
      Deutschland bedeutet das Gebiet des Deutschen Reiches, wie es am 31. Dezember 1937 bestanden hat.  Zitat Ende.

      Bei den VSA Gerichten, 1952, https://2.bp.blogspot.com/-jIcM8fSOe-8/V4NJZ_l6f6I/AAAAAAAAIZE/na-b8jBX0CQ0Kus1BJaLbHVHrJPbTcNzACLcB/s1600/US%2BGericht%2BDeutsches%2BReich%2Bbesteht%2Bnoch.jpg

      Beim BRD Verfassungsgericht 1973 https://www.bundestag.de/webarchiv/presse/hib/2015_06/380964-380964
      Und dabei die deutsche Sprache nicht vergessen: Gleich ist nicht dasselbe! UND ‚du‘ kannst nur etwas identifizieren, was es tatsächlich gibt.

      Gruß Karl

      1. Das kommt davon wenn man an Gesetze und Verträge glaubt, die eh keiner einhält.
        Versteh eh nicht wer so ein deutsches Reich überhaupt möchte, denn es gibt nichts Schlimmeres als Staaten.

  3. Seitdem die deutsche Flagge mit der Regenbogenfahne ausgetauscht wird, ist es inzwischen ein Akt des Widerstandes geworden, die „schwarz-rot-goldene“ wieder mehr sichtbar zu machen. So wie einst die Christen, die in Pompei heimlich als Symbol des Widerstandes gegen die römische Herrschaft das Kreutz an die Wände ihrer Unterkunft malten.
    Wer hätte das gedacht, dass eine schwarz-rot-goldene Flagge die Aufmerksamkeit der Ordnungskräfte hervorruft? Tempi cambiati!

    1. #Marie- Luise, die s-r-g ist die Flagge, der Weimarer, einer Verwaltung – siehe Freistaaten.
      Im Jahr 1924 formulierte Oswald Spengler zutreffend:
      „Aus der Angst um den Beuteanteil entstand auf den großherzoglichen Samtsesseln und in den Kneipen von Weimar die deutsche Republik, keine Staatsform, sondern eine FIRMA. In ihren Satzungen ist nicht vom VOLK die Rede, sondern von PARTEIEN; nicht von Macht, von Ehre und Größe, sondern von PARTEIEN. Wir haben kein Vaterland mehr, sondern PARTEIEN; keine Rechte, sondern PARTEIEN; kein Ziel, keine Zukunft mehr, sondern Interessen von PARTEIEN. Und diese Parteien – noch einmal: keine Volksteile, sondern Erwerbsgesellschaften mit einem bezahlten Beamtenapparat, die sich zu amerikanischen Parteien verhielten wie ein Trödelgeschäft zu einem Warenhaus – entschlossen sich, dem FEINDE alles was er wünsche auszuliefern, jede Forderung zu unterschreiben, den Mut zu immer weitergehenden Ansprüchen in ihm aufzuwecken, nur um im Innern ihren eigenen Zielen nachgehen zu können.“ Zitat Ende.
      Daran hat sich bis dato nichts geändert!

      1949 haben die Besatzer, mit der Installation der BRD, auch diese (verwaltungs) Flagge genehmigt. LOL. Gruß Karl

      1. Historisch gesehen ist aber die s-r-g-Flagge, die Flagge, die schon seit 1848 als Bundesflagge eingesetzt wurde. Aber auch schon davor war s-r-g im Reichsbanner des Heiligen Römischen Reiches vertreten. Sie auf eine „Verwaltungsflagge“ zu degradieren ist aufgrund ihrer Vorgeschichte fragwürdig.

  4. Ein Kind muß einen Namen haben, ein Feldherr eine Fahne, und eine Nationalbank auch eine. Schließlich finanziert die den Feldherrn.

    Und was tun jetzt die Deutschsprachigen außerhalb des Nationalstaats Deutschland? Sind das alles Kellerkinder? Also kam ein Österreicher und sagte: „Vereinigen alle, bitteschön!“ Aber an die in der Schwyz Deutsch Sprechenden traute auch der sich nicht heran. Sitzt in Basel doch die «Bank für Internationalen Zahlungsausgleich», die BIZ, die Zentralbank aller Zentral- bzw. Nationalbanken ALLER großen Nationalstaaten. Die ist also keine National-, sondern eine Globalbank, die BIZ. Genau, da mußte auch dieser Österreicher ganz brav sein und seinen Knicks machen.

    Nation ist eine finanzmachtliche Konstruktion und als solche ein Abstraktum bzw. eine gedankliche Fiktion. Die auf Papier gebaut ist. Welches goldgedeckt sein kann, ja, dies aber immer nur so lange, bis die Inflation… . Denn erbringt die Unze Gold am freien Markt 350, kostet bei der Nationalbank aber nur den dort festliegenden Goldstandard von 35, ein Brot auch 35, und verdient ein kleiner Mann dann pro Stunde – denn Inflation! – auch bereits 35 schon… . Dann ist das mit der Golddeckung zwar gut gemeint gewesen, aber… . Will sagen, dann ist die Nation, dieses ganze Rum-Didel-Dumm mit Fahne und Sahne und so, am Ende tatsächlich bloß auf Papier gebaut. Wenn auch auf blutgetränktem.

    Blut heiligt. Darum heilige Blechle, Heilige Römische Reiche Deutscher Nation, Heiligenscheine und heilige Scheine. Blut ist ein magischer Stoff, besonders Menschenblut, z.B. das von Soldaten oder von Bombenopfern, solches Blut heiligt selbst Papierfetzen.

    Noch Fragen zum Thema Nation? Dann einfach mal bei Axel Burkarts YouTube-Kanal «Geisteswissenschaft TV» vorbeischauen und sich schlaumachen zum Thema Erzengel bzw. «Volksgeister» — völlig unblutige Angelegenheit.

  5. „Denn es gibt kein gemeinsames nationales „Wir“!“
    Wieso nicht? Wenn „wir“ in einem gemeinsamen Gemüsebeet aufwachsen, mit ähnlicher Mentalität, ähnlichen Wertvorstellungen, gleicher Sprache usw. sind „wir“ doch von „gleichem Gemüse“, oder?

    „Was hat man denn mit irgendwelchen Leuten gemeinsam, die weit entfernt wohnen und die man nicht einmal persönlich kennt? “
    Nun gibt es da ja so etwas wie Migration – und zwar in zunehmend beängstigendem Umfang. Da wird gegen „unseren“ Willen fremdartiges Gemüse zu uns ins Beet gesetzt.
    Aus der Botanik ist ja nun bekannt, daß sich nicht jede Pflanze mit jeder anderen „verträgt“. Da wird dann eine von beiden über kurz oder lang absterben…Und das soll bei „uns“ jetzt nicht eintreten, wenn wir „uns“ über nationale Eigenarten hinwegsetzen?

    „Die Gemeinsamkeiten mit Menschen außerhalb von überschaubaren Gruppen werden meistens von Nutznießern erfunden und publiziert, um auf der Basis einer Nation Macht auszuüben und sich zu bereichern.“
    Wie wahr! Genau dies geschieht zur Zeit, indem Gemüse mit konträrer Mentalität, Wertvorstellung, völlig anderer Sprache usw. zu „uns“ ins Beet gepflanzt wird… Nicht auf der Basis nationaler Macht sondern globaler Macht!
    Ist jetzt nationale Macht schlechter als globale Macht?
    Immerhin gibt uns nationale Macht die Gewähr eines gesicherten Lebensumfeldes, während globale Macht genau dieses gesicherte Lebensumfeld zerstören will, indem es unverträgliches Fremdgemüse zu uns pflanzt.

    „Ein solches künstlich errichtetes „Wir“ zerstört das Gefühl für die Gemeinsamkeit der Menschheit, „…
    Genau! Und dies ist ja so gewollt !!! Menschen ohne Gemeinschaftsgefühl, ohne nationale Zugehörigkeit kennen kein „Wir“ und sind prima Verfügungsmasse, unsolidarisch, mitleidlos, lenkbar: für jeden Gärtner leicht zu ernten…

    „…da es meist eine Abwertung anderer zur Folge hat, die nicht zu diesem selbsternannten „Wir“ gehören. “
    Abgewertet werden wir, das einheimische, nationale Gemüse, da wir im uns überwuchernden Fremdgemüse geplant untergehen.

    „Auf diese Weise werden Menschen klassifiziert und Rassismus entsteht.“
    Ja, natürlich werden auch Menschen klassifiziert, genau wie das „Gemüse“ in der Botanik. So weiß jeder, zu welchem Gemüse das andere gehört und man kann seine Eigenarten einschätzen und entscheiden, welchem Fremdgemüse man sich annähern möchte. Daraus muß noch lange kein Rassismus entstehen bzw. ist dieses nicht als Rassismus zu bezeichnen.
    Rassismus ist ein Kampfbegriff derjenigen Kohlköpfe, die eigenes Denken und Handeln ihren Gegnern unterstellen.

    Leben und leben lassen ist die Devise – aber jeder in seinem Gemüsebeet. Dann bleibt der Garten auch in Ordnung.

  6. Jetzt haben die schwulen Republikaner ihren eigenen Leidensgenossen den Todesstoß versetzt, siehe:

    https://www.breitbart.com/politics/2026/08/22/leading-gay-conservative-group-log-cabin-republicans-drops-transgender-advocacy/

    Soviel zu dem Stockholm-/Breivik-Syndrom der weltweiten schwulen Verräter, denn der Schutz jeglicher Minderheiten ist das Symbol des linksgrünen Humanismus, daß jeder Mensch ein Anrecht auf Liebe/Anerkennung hat, egal mit wievielen Geschlechtsmerkmalen er/sie geboren wurde! Wer dieses Grundrecht anderen bewusst verwehrt ist der Satan in Person, pfui Teufel ihr erbärmlichen Verräter! We shall overcome trumpschen Rassismus/Narzissmus! Wählt die humanityparty.com! Viel Erfolg!

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