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Aktuell14. Juli 2026

»Massenpsychologie und Ich-Analyse« (Freud) oder wenn der Wahn die Massen ergreift (E16)

sigmund freud by max halberstadt

E16 Schleichende Täter-Opfer-Umkehr oder wie das Opfer zum Täter werden kann

Keine Frage, mit der Beschleunigung struktureller Verblödung oder strukturellen Desinteresses ist die Entwicklung in den Untergang sehr wahrscheinlich vorgezeichnet, und zwar im Sinne einer notwendigen und keiner hinreichenden Bedingung. Und sie ist sicherlich noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt. Je mehr Spannungen sich in den sozialen Strukturen aufbauen, die ja entsorgt gehören, um Traumata zu bannen, desto mehr greift die Verblödung in den sozialen Beziehungen um sich, ein sich selbst verstärkender Teufelskreis, der Menschen, die noch »bis drei zählen« können, irgendwann in die innere Emigration treibt.

So etwas passiert auf der Beziehungsebene exakt in einer Weise, wie es in der Nazizeit geschah, die wir damit, so steht es in (E15), mit der heutigen Zeit noch lange nicht gleichgesetzt haben. Zwischen Gleichsetzung und Vergleich existiert eine bedeutungslogische Differenz, von der unsere Historiker ganz offensichtlich noch nie etwas gehört haben. Die Verblödung entwickelt sich halt schichtübergreifend ganz unabhängig vom Bildungsniveau, wenn in diesem Zusammenhang von »Niveau« überhaupt noch die Rede sein kann. Ex-Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach schießt hier den Vogel ab, indem er sagt, die Mitarbeiter trieben mit ihrer Dummheit VW in den Niedergang (Pravda 2026/07/11). Das sagt jemand, der jahrelang für die Politik der Bundesregierung mitverantwortlich war. Warum sagt er so etwas erst jetzt und nicht zu einem Zeitpunkt lautstark, als er noch mit in der Regierung saß? Eine in der Politik weit verbreitete Heuchelei.

Wir haben es insgesamt mit einem regelmäßig amtlich beglaubigten mental-sozialen Sachverhalt der Verblödung zu tun, die in der Tat im Kindergarten und der Schule einsetzt. In (RtDe 2026/07/10) heißt es dazu einführend:

»Die Auswertungen von VERA-Vergleichsarbeiten eines schulischen Testverfahrens sind für die Kinder der 3. Klasse an Berliner Grundschulen erneut katastrophal ausgefallen. Die prozentualen Werte in den Kompetenzstufen für Deutsch und Mathematik haben sich noch einmal verschlechtert«.

Dass wachsende Verblödung mit einem wachsenden Aggressionspo­tential in der Bevölkerung einhergeht, das nach Abreaktion sucht und diese auch findet, versteht sich beinahe von selbst. Wie gesagt, alles schon dagewesen, zum Beispiel in der Weimarer Republik, zumal in ihrem Endstadium während der Weltwirtschaftskrise, die im Herbst 1929 einsetzte und die allgemeine Verarmung in der Bevölkerung beschleunigte. Dann heißt es »jeder gegen jeden« mit steigendem Aggressionspotential in Familien und auf den Straßen. Dieses sucht sein Ventil und findet es gegen Außenseiter und alle erdenkliche Feinde der Gemeinschaft, die der inneren Verheißung auf ein Ideal hin im Wege stehen, heute für Freiheit und Demokratie gegen Russland, früher projiziert in einen Führer im Kampf für neuen Lebensraum im Osten ebenfalls gegen Russland. Das geht heute zusammen mit einem Abriss des Sozialstaates (einschließlich der Bildungs- und Wissenschaftsinstitutionen), der sich mit wachsender Hochrüstung nicht mehr wie gehabt halten könne; er sei ohne Freiheit und Frieden ohnehin nichts wert, so Bundeskanzler Merz:

»Der beste Wohlfahrtsstaat taugt nichts, wenn die Menschen nicht in Frieden und Freiheit leben können«. Es gehe »jetzt wirklich ernsthaft um die Verteidigung unserer Freiheit, des Friedens auf dem europäischen Kontinent und des Wohlstandes, den wir uns erarbeitet haben«. »Bestimmte Dinge«, so Merz weiter, seien »jetzt besonders wichtig, und da müssen andere Dinge leider hinter zurückstehen (…) Deswegen sind wir ja so interessiert daran, Wege zu finden, wie wir einen Beitrag von uns leisten können, diesen Krieg zu beenden« (RtDe 2026/07/09, Ntv 2026/07/08).[1]

Geht’s noch selbstgefälliger, noch aggressiver, noch widerlicher gegen die Ärmsten der Armen? Schließlich wird einer wie Merz mit der Zerschlagung des Sozialstaates auf nichts verzichten müssen. Im Gegenteil profitiert er noch davon. Mag sein, wird man sagen, deshalb müsse eine Politik der Verarmung nicht falsch sein. Schließlich wolle Merz, sagt er, den Sozialstaat erhalten, nur gehe das nicht wie gehabt, eben nur mit wachsender Rüstung und Verteidigungsbereitschaft gegen Russland.

Mit dieser Weltsicht passt alles geradezu alternativlos zusammen. Ein logischer Zirkel, der zu einem Teufelskreis gerät, ich sage: im Interesse der Kapitalverwertung, die in den Augen der Politik nicht verhandelbar ist, da mag kommen, was will. Sie ist die tiefere Ursache wachsender Verarmung und Aggressionen, die von oben gewollt und ggf. inszeniert wird. Dazu heißt es in (Witsch 2009, S. 28), dass die Politik genau das nicht begreift. Sie

»zieht nicht in Erwägung, dass wir es mit grundlegenden systemischen Problemen unserer Wirtschaftsordnung zu tun haben könnten: mit einem von Marx diagnostizierten Mehrwertproblem in der Produktion. Angesichts einer drohenden Depression findet es kein Politiker problematisch, dass das im Zuge der Geldschöpfung durch die Zentralbank in die Wirtschaft gegebene Geld sich ver­mehren muss; dass der Vermehrungsimperativ (in der Finanzsphä­re) die Verwendung des Geldes an die Mehrwertproduktion bindet, selbst dort, wo die Finanzsphäre sich gegen die Produktion, resp. die Mehrwertproduktion verselbständigt, fast als habe die Finanz­sphäre mit der Produktion gar nichts zu tun, als sei die Produktion für die Finanzsphäre und nicht umgekehrt: die Finanzsphäre für die Produktion da. Das Auseinanderdriften von Zirkulation (Finanz­sphäre) und Produktion erfordert einen hohen Preis: Mehrwertkrisen mutieren finanzkrisenverstärkt zu Monsterkrisen. So mag es scheinen, als hätten wir es mit einer Finanzkrise und nicht tieferliegend mit einer (Mehrwert-) Produktionskrise zu tun. Mehr dazu im Exkurs zur Geldtheorie«.

Aus Sicht der Kapitalverwertung darf sich die Politik für die allerärmsten Menschen nicht interessieren. Und tatsächlich sind dem Merz die Menschen, insbesondere die, die es nicht schaffen, nicht geschafft haben oder ihre Chancen während ihrer Schulzeit nicht genutzt haben, gleichgültig. In einem Phönix-Diskussionsbeitrag (vom 13.07.2008) zur Globalisierungsproblematik« sagte er sinngemäß:

»der Hauptschüler müsse sich auf ein Leben in Armut einrichten, wenn er sich in der Schule nicht anstrenge« (Witsch 2009, S. 27).

In meinen Augen ist das

»eine Unverschämtheit, die den Schüler nicht ernst nimmt, und die überdies von der eigenen Unfähigkeit ablenkt, soziale Strukturen zureichend wahrzunehmen und zu analysieren – als Voraussetzung, sie tragfähig und nachhaltig zu produzieren« (ebd).

Wir haben es hier mit einem Desinteresse zu tun, das »strukturell«, das heißt, in jeder Pore des gesellschaftlichen Kontextes präsent ist, und das heißt im Innenleben der Menschen im Sinne einer grundlegenden mentalen Disposition mehr oder weniger offensichtlich eingelassen. Damit konstituiert es eine Verbindung zwischen Subjekt und Gesellschaft als »krank«.

Mit anderen Worten sind wir vom Wirtschaftssystem so geprägt, dass wir das Kranke, es mag noch so grausam oder unmenschlich sein, ausleben, mithin moralisch motiviert exekutieren, bei Merz ganz besonders offensichtlich, bei den Armen oder Opfern weit weniger offensichtlich, aber vielleicht auch nur so lange, wie sie arm bleiben. Haben sie es dann doch einmal »geschafft«, bemühen sie sich um Integration, dann »gehören sie dazu«, zum Grausamen. Dann geht es ihnen für gewöhnlich darum, unausgesprochen zu begründen, dass sie es zurecht, aufgrund eigener Leistung, »geschafft« haben. Dann ist die Verblödung für gewöhnlich zu weit fortgeschritten, um sie zu gewahren, dass das purer Euphemismus ist.

Tatsächlich haben wir es hier mit einer unmerklich-schleichenden Täter-Opfer-Umkehr zu tun. Das Opfer gerinnt irgendwann zum Täter gegen den verinnerlichte Täter, zum Beispiel den Nazi, unter dem sie vormals traumatisch und traumatisierend gelitten haben. Dergestalt beschweren Traumata (Introjekte) das Leben der Opfer, die es regelmäßig zu entsorgen gilt, gewissermaßen unschädlich zu machen gegen Täter, die, wenn es sie denn nicht mehr gibt, inszeniert oder neu geschaffen werden müssen, um Traumata weiterhin regelmäßig entsorgen oder abreagieren zu können, die ansonsten allzu spürbar im Innenleben, zumal ununterbrochen wüten würden. Das hält kein Mensch aus, ohne dass er sich von Zeit zu Zeit über Abreaktionen entlastet, und sei es auch nur imaginär, während er die reale Drecksarbeit anderen, für gewöhnlich denen da oben, überlässt. Auf die Weise kann es zu einer Täter-Opfer-Umkehr kommen, die sich immer merklicher in dem Maße, wie soziale und ökonomische Spannungen wachsen, im Innenleben auslebt auf einer nach oben offenen Richterskala. Diese wird vom Opfer in welcher Ausprägung auch immer gesucht.[2]

Der Bürger hält still. Er möchte nicht zu den Aussätzigen gehören.

Das Opfer, in kleiner Münze wir alle, die wir mit den Opfern mitfühlen, lebt die Umkehr für gewöhnlich schleichend oder unmerklich vor Gericht aus, vor dem sich Täter verantworten müssen und ggf. bestraft werden. Das mag dem Opfer eine Genugtuung verschaffen, die indes lediglich dazu beiträgt, die durch Täter erzeugten verinnerlichten Traumata zu bannen, wie gesagt immer nur kurz. Tatsächlich wüten sie untergründig weiter, suchen ggf. in wachsenden Wellen unentwegt immerzu weiter nach Genugtuung, Entsorgung oder Abreaktionen, auch und gerade gegen Menschen, die mit der ursprünglich traumatisierenden Tat nichts zu tun hatten. Solche Menschen werden dann als Feinde inszeniert, um sich an ihnen abreagieren zu können. Hat man sie dann vernichtet, müssen sie nach einiger Zeit durch neue Feinde ersetzt werden.

Solche Feinde existieren auch auf quasi-natürliche Weise. Es sind solche, die es nicht geschafft haben, es regelmäßig nicht schaffen oder ihre Chancen schon in der Schule nicht genutzt haben (Merz). Es gibt sie auf natürliche Weise deshalb, weil es sie immer »irgendwie« gibt, geben muss, und wenn nicht, zu Feinden gemacht oder inszeniert werden, an denen nicht zuletzt auch wir uns abreagieren können, allein schon, indem wir sie und ihren Leidensdruck ignorieren, wir uns schlichtweg für sie – aus welchen Gründen auch immer, aber grundsätzlich gut begründet (moralisch motiviert) – nicht interessieren. In persönlichen oder intimen Beziehungen erleben wir es immer wieder, zum Beispiel ich in meiner – allerdings politisch motivierten – Beziehung zu Klaus-Jürgen Bruder. Ich halte das, weil politisch motiviert, für fragwürdig.

In intimen – weniger oder gar nicht politisch motivierten – Beziehungen werden Vorgänge der Täter-Opfer-Umkehr im Allgemeinen und ganz unvermeidlich unproblematisch erlebt, mithin ausgelebt. Dieser mental-soziale Vorgang wird freilich für gewöhnlich ungebremst in politisch motivierte Beziehungen projiziert, sodass sie sich dort nicht weniger unproblematisch ausleben möchten, obwohl wir uns als politisch denkende Menschen allzu strenge Empfindlichkeiten eigentlich nicht leisten sollten vor dem Hintergrund, soziale und ökonomische Strukturen im Sinne aller Menschen politisch verträglicher zu gestalten.

Ich meine, in Zeiten wachsender Spannungen und Aggressionen in den Untergang hinein, sind im Interesse unserer Kinder und Kindeskinder unpolitisch motivierte Beziehungen moralisch kaum mehr zu rechtfertigen. Das Gegenteil erleben wir heute. Proteste auf den Straßen werden zunehmen, von der Politik immer weniger geduldet (O-Ton Merz: »Nörgler und Berufskritiker: Wegtreten!«) und der Normalbürger schaut ungerührt zu, wenn Proteste auf den Straßen weggeknüppelt werden.[3] Weil er zu den Gewinnern und nicht zu den Aussätzigen gehören möchte. Am Ende verliert auch er. Und guckt dann nur noch blöd aus der Wäsche.

Anmerkungen

[1] Germain-foreign-policy.com formuliert den Zusammenhang zwischen Hochrüstung und Abriss des Sozialstaates einführend wie folgt: »Die Bundesregierung finanziert Deutschlands Hochrüstung außer mit dem Abriss der Sozialsysteme auch mit Rekordschulden und treibt die Umlenkung aller verfügbaren Mittel in die Militäretats europaweit voran. Berichten zufolge plant Berlin allein für die Jahre von 2027 bis 2030 Neuschulden von 838 Milliarden Euro ein, die zum Großteil in das Militär fließen. Bereits 2030 wird deshalb eine Zinslast von 81 Milliarden Euro erwartet – fast das Vierfache des derzeitigen Gesundheitshaushalts. Zugleich übertreffen die realen deutschen Militärausgaben die offiziell angegebenen um 50 Prozent. Sieht der Bundeshaushalt für dieses Jahr Aufwendungen für die Bundeswehr von nahezu 82,7 Milliarden Euro vor, so hat die Bundesregierung Militärausgaben von 124,7 Milliarden Euro an die NATO gemeldet; die Differenz ist offenkundig in anderen Haushaltsposten und in Schattenhaushalten (’Sondervermögen‘) versteckt. Unter dem Druck, mit Berlin mithalten zu müssen, rüsten auch Paris und London dramatisch auf – um den Preis heftiger Kürzungen in den Gesundheits-, Sozial- und Bildungssystemen. Bundeskanzler Friedrich Merz will Proteste nicht dulden und fordert: ’Nörgler und Berufskritiker: Wegtreten!‘« (Gfp 2026/07/13).
[2] Die Täter-Opfer-Umkehr ist allgegenwärtig, zumal über sehr lange Zeiträume hinweg, fast möchte man sagen, ganz unvermeidlich. Das beschreibt Torben Botterberg in seinem jüngsten Artikel anhand der USA. Dort heißt es: »Die Vereinigten Staaten begannen als Aufstand gegen eine ferne Obrigkeit, die Steuern verlangte und politische Entscheidungen ohne angemessene Beteiligung traf. Ausgerechnet dieses Land brachte es später zur Weltmeisterschaft darin, anderen Staaten Vorschriften zu machen, Regierungen zu erziehen und wirtschaftlichen Gehorsam einzufordern. Das ist keine Doppelmoral. Das ist außenpolitische Tradition« (Botterberg 2026/07/13).
[3] Möglicherweise bald auch die Aktivisten vom (Seniorenaufstand 2026/07/10), der in einem offenen Brief an Bundeskanzler Merz gegen die Aushöhlung der gesetzlichen Rentenversicherung zugunsten privater Vorsorge protestiert, mit der »die Verantwortung schrittweise vom Sozialstaat auf den Einzelnen« verschoben werde.

Quellen

Botterberg, Torben (2026/07/13). USA als Vorbild: Europas großes transatlantisches Stockholm-Syndrom.
Gfp (2026/07/13). Deutschlands Rüstungsdurchmarsch. Berlin finanziert seine Rekordrüstung außer mit dem Abriss der Sozialsysteme auch mit Rekordschulden, die zu riesigen Zinslasten führen, und treibt damit zugleich die Hochrüstung in Europa an.
Ntv (2026/07/08). Kanzler verteidigt Kürzungen. Merz: »Bester Wohlfahrtsstaat taugt nichts, wenn Menschen nicht in Frieden leben können«.
Pravda (2026/07/11). Mitarbeiter zu dumm? – Lauterbach begründet Volkswagen-Niedergang mit »Bildungspolitik«.
RtDe (2026/07/09). Merz verteidigt neue Milliarden für die Ukraine: »Alles für den Frieden«.
RtDe (2026/07/10). Berlin: Lese- und Rechenkompetenz der Drittklässler »im freien Fall«.
Seniorenaufstand (2026/07/10). Offener Brief an Kanzler Merz: Ablehnung der Vorschläge der Rentenkommission – keine Rentenreform zu Lasten des Bürgers.
Witsch, Franz (2009). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Erster Teil: Begriff der Teilhabe. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2015).
Witsch, Franz (2012). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Zweiter Teil: Mehrwert und Moral. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2017).
Witsch, Franz (2013). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Dritter Teil: Vom Gefühl zur Moral. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2017).
Witsch, Franz (2013a). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Vierter Teil: Theorie der Gefühle. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2015).
Witsch, Franz (2015). Materialien zur Politisierung des Bürgers. Band 1: Ökonomische und moralische Voraussetzungen einer sozialverträglichen Gesellschaft. Norderstedt. BoD-Verlag.
Witsch, Franz (2015a). Materialien zur Politisierung des Bürgers. Band 2: Kommunikation unter Verdacht. Norderstedt. BoD-Verlag.
Witsch, Franz (2025/07/13). E1 Leerbegriffs-Psychoanalyse ohne Realitätsbezug. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/07/29). E2 Zirkelschluss-Analyse oder wie es die Psychoanalyse (Freud) schafft, den Realitätsbezug aufzulösen. QPress.de.
Witsch, Franz (2025/08/10). E3 Realitätsphobien, eingelassen in die Psychoanalyse sowie Sozialtheorien (Detel, Habermas, Bruder, etc.) generell. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/08/24). E4 Konfliktpositionen regressiv (realitätsphobisch) verarbeiten. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/09/11). E5 Mit Abreaktionen Zugehörigkeitsbedürfnisse ausleben. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/09/27). E6 Zum Begriff der Empathie in scharfer Abgrenzung zum Begriff des Mitleidens. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/10/06). E7 »Skotomisation« (Freud 1926, S. 86) oder wie Menschen ihre Existenz dystopisch verdunkeln. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/10/20). E8 Sozialtheorien als Totengräber des Sozialen. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/11/07). E9 Neigung zum strukturellen Desinteresse im Kontext einer »Institutionalisierung des menschlichen Gemüts«. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/12/01). E10 Menschen erzeugen in sich eine Verbindung zur Gesellschaft, die gestört ist. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2026/01/22). E11 Bürger transportieren in sich einen Gesellschaftsbegriff, durch den hindurch sie ihr eigenes Grab schaufeln.
Witsch, Franz (2026/02/16). E12 Zerstörung und Chaotisierung sozialer Strukturen.
Witsch, Franz (2026/03/19). E13 Über Bösartigkeiten auf der Beziehungsebene und wie sie sich im Innenleben erst ausbilden und dann ausleben.

E14 Probleme der Subjektbildung
Witsch, Franz (2026/03/29). E14-0 Vorrede. Schutz suchen im eigenen Grab.
Witsch, Franz (2026/04/14). E14-1 Die Krankheit zum Tode« (Kierkegaard).
Witsch, Franz (2026/05/02). E14-2 Kierkegaard oder vom Wagnis, ein Einzelner zu sein, dabei Ruf und Ehre zu verlieren sowie den Verlierer in sich zu spüren.
Witsch, Franz (2026/05/05). E14-3 Modalitäten der Subjekt- und Begriffsbildung.
Witsch, Franz (2026/05/10). E14-4 Zum Problem einer Zirkelschlussbegründung des gesellschaftlichen Ganzen.
Witsch, Franz (2026/05/29). E14-5 Gegenstandsebene versus Beziehungsebene oder was ist ein Diskurs.
Witsch, Franz (2026/07/05). E15 Beziehungsebene getrennt von der Sach- oder Gegenstandsebene analysieren.
Witsch, Franz; Kahrs, Wilfried (2022/04/30). Erstes Gespräch vor der Kamera.
Witsch, Franz; Kahrs, Wilfried (2022/04/30). Zweites Gespräch vor der Kamera.

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6 Kommentare

  1. Was aber werden die Guten tun, diese armen, nachdem es ihnen gelungen sein wird, alles Böse auszumerzen (die Begriffsnähe zum Familiennamen des amtierenden Bundeskanzlers ist nicht Aufruf zu Gewalt, sondern dem Zufall geschuldet). Was dann geschieht, ist in jedem Faschismus dasselbe, der real exisTIERende Vernichter des Bösen findet Zeit für einen Blick in den Spiegel und begeht Suizid. Weswegen schlaue Faschisten immer neues Böses erfinden. Nichts fürchten sie mehr, als ihr Ziel zu erreichen, alles Böse aus der Welt zu schaffen. Was eben das Geniale ist an CO2-Senkung: Net Zero ist praktisch-faktisch unerreichbar, egal wie viele Atmosphärenverschmutzer bereits vernichtet worden sind. Ewiges Faschistenglück.

  2. Bitte kurz noch Längeres zur Opfer-Täter-Umkehr. Ab den 2000ern und für ein schönes Dutzend von Jahren im Ausland lebend, lernte ich dort einen schwulen Volksgenossen kennen. Schwule wissen oft mehr. Wegen ihrer sexuellen Präferenz unterlaufen sie Umgangsschranken, und so kommt es, daß sie nicht selten vertrauten Umgang pflegen mit solchen, die unter Normalos – siehe Beethovens Neunte – „von der Mode streng geteilt“ sind: mit denen Normalos aufgrund von Sitte, Stand und sozialer Normalo-Norm auf Abstand sind.

    Weit weg von der Heimat nun, vertraute er mir stolz an, im Deutschland der frühen 80er unter dem Cover eines Linksextremisten echte Linksextremisten ausgekundschaftet zu haben. Für eine Behörde. Kein moralisches Problem für ihn, war er doch mindestens gutbürgerlich situiert und sah auf Linke, wie ein Herr auf Sklaven sieht. Weswegen ich sein Vertrauen gewann, ich mag Vollidioten auch nicht. Und Rechte mochten er und ich ebensowenig. Alle doof, Linke und Rechte. Im Herzen so denn er ein guter Kerl, wurden wir Best Buddies und quatschten so manches Mal miteinander.

    Ich staunte nicht schlecht. Einmal berichtete er von einem Gespiel von ihm, der eine leitende Funktion beim Arbeitsamt innehatte. Zuoberst auf den Akten der Klienten jener splendiden Institution, eben dies wußte er von seinem Gespiel, prange ein langes Chiffre aus Zahlen und Buchstaben. Darin enthalten alles über den lieben Klienten, was nicht offen in seiner Akte stehen soll, letztlich und in der Summe, ob guter oder böser Untertan, ob Freund oder Feind des großen korporatistisch-faschistischen Bundes von Staat, Kapital und Sozialdemokratie. Welchen Bund das Arbeitsamt bereits mit seiner drittelparitätischen Verfaßtheit repräsentiert. Ein Schelm, wer jetzt an Bundesrepublik denkt.

    Dein guter Freund, das Arbeitsamt, hilft dir gern raus, wenn du ein Guter bist. Wenn Böser aber, dann du Feind, dann du Ärger. Und bei Gegenwehr du noch mehr Ärger. Kann sich hochschaukeln und dann militärische Züge annehmen, sich unter militärische Logik stellen bis dahin, zu einer Frage von Leben und Tod zu werden, zu: Einer von uns zweien ist einer zuviel auf diesem Erdenrund.

    Krieg ist Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, Clausewitz: Dem Feinde mit geringstem militärischen Aufwand den größtmöglichen politischen Schaden beibringen.

    Benennungen und Bezeichnungen sind Schall und Rauch, wer – bittesehr – nicht von Krieg sprechen möchte, nennt ein solches Geschehen einfach Opfer-Täter-Umkehr. Und nicht Angegriffener-Angreifer-Umkehr.

  3. Das Vorbild ist die russische Opfergesellschaft, auch die Ossis waren bereit für ihr Vaterland zu sterben, diese Denke haben wir jetzt bei den AfD-Wählern, die sogar an der Seite von Putin gegen die Ukraine/EU in den Krieg gehen würden, d.h. gegen die eigenen Landsleute nur weil sie nicht bereit sind die AfD zu wählen—–soviel zum stalinistischen Kadavergehorsam der nur bei den linksgrünen Atheisten überwunden wurde! We shall overcome Trumps-/Putins-/AfD-Kadavergehorsam! Hoch die internationale Solidarität!

      1. #Publicviewer — Mit einem Wort alles gesagt, Volltreffer ins Zwerchfell, herrlich! Aber ich sag‘ mal so: Stell‘ dir vor, eine bekennende Homosexuelle ist Bundeskanzler und stattet einem muslimischen Land einen Staatsbesuch ab.

        Sie kapieren es einfach nicht, diese Selbstverstümmler. Es gibt unheilbar krank, unheilbar doof, unheilbar AfD und unheilbar linksgrün. Dschörmanie ist, wenn die alle im selben Käfig herumtoben.

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