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Aktuell11. Juli 2026

Vom Amt gesponsert: Das Tattoo meines Lebens – „Born to be wild!“

Das Tattoo meines Lebens – KI-generiert

BRDigung – In den tristen Vorzimmern der Jobcenter bietet sich heute ein Bild, das an ein alternatives Kunstmuseum für mittelmäßige Tätowierkunst erinnert.

Während die arbeitende Bevölkerung fleißig in die Sozialkassen einzahlt, damit der Laden läuft, investiert ein nicht zu verachtender Teil der Leistungsempfänger das so mühsam „erwirtschaftete“ Geld aus der Grundsicherung, vormals Bürgergeld in das, was man im Volksmund liebevoll „Knast-Ästhetik“ oder „verlorene Lebenszeit auf der Haut“ nennt.

Die Prioritätenliste: Erst das Tribal, dann die Miete

Es ist ein beeindruckendes Phänomen der modernen Zeitrechnung: Die Energiekosten steigen, die Inflation frisst sich durch das Ersparte, aber die Wade? Die Wade muss brennen.

Wenn der tätowierte Lebenskünstler im Wartezimmer sitzt, ist das Budget für den Monat vielleicht schon durch die letzte Sitzung beim „Künstler seines Vertrauens“ im Kellerstudio neben der Dönerbude aufgebraucht, aber dafür trägt er nun ein 40-Zentimeter-Tribal am Unterarm. Jetzt also die Wade.

Man muss es ihnen lassen: Konsequenz ist eine Tugend. Während andere sich mit langweiligen Dingen wie Altersvorsorge oder Berufsperspektiven beschäftigen, baut der wahre Ästhet an seinem Ganzkörper-Sammelsurium aus schlecht gestochenen Ankern, Sternen und chinesischen Schriftzeichen, deren Bedeutung er selbst nicht kennt, die aber laut Google Übersetzer wahrscheinlich „Nudelsuppe“ oder „Montageschaum“ bedeuten.

Die „Ex-Freund-Falle“ und andere Katastrophen

Besonders charmant wird es beim Thema „Liebesbeweise“. Nichts schreit so sehr nach existenzieller Reife wie der Name „Kevin-Justin“ oder „Chantal-Marie“ in gotischer Fraktur auf dem Schlüsselbein – vorzugsweise noch mit einem Datum, das die Halbwertszeit der Beziehung um etwa 14 Monate überlebt hat.

Wenn dann in drei Jahren der neue Partner „Tariq“ auf der Bildfläche erscheint, beginnt das große Rätselraten: Überstechen, weglasern oder einfach den Namen in „Kein-Justin“ umfunktionieren? Es ist ein Perpetuum Mobile der peinlichen Korrekturen, das den Tätowierern in dieser sozialen Schicht ein ewiges, goldenes Auskommen sichert.

Kommen wir zum ultimativen Endgegner des lebenslangen Hautschmucks: das Alter. Wir alle kennen das Bild des 80-jährigen Rentners im Schwimmbad. Die Haut ist dort, wo sie früher mal straff war, nun eher wie eine Landkarte im Stil von Seersucker-Bettwäsche.

80 Jahre: Born to be old

Wenn dann in verblasstem Blau auf dem faltigen Oberarm „Born to be wild“ steht, bekommt der Spruch eine ganz neue, ironische Note. Denn während der Tätowierte mit 20 vielleicht noch dachte, er sei der Rebell der Nation, ist er mit 80 froh, wenn er den Weg zur Kaffeemaschine ohne Oberschenkelhalsbruch schafft.

Es ist die visuelle Dokumentation des eigenen Größenwahns, konserviert in Tinte – ein Mahnmal für die Ewigkeit, das die Nachwelt später beim Ankleiden im Altenheim noch einmal herzhaft zum Lachen bringen wird.

Wer braucht schon eine Rentenversicherung, wenn er eine wandelnde Litfaßsäule seiner eigenen Fehlentscheidungen ist? Die Tätowierung als Ersatz für das fehlende Lebenskonzept ist vielleicht nicht sonderlich effizient, aber immerhin eines: absolut unkündbar.

Also, liebe Rebellen der neuen Grundsicherung: Weiter so! Solange die Tinte fließt und die Sozialkasse zahlt, bleibt der deutsche Körper die größte Leinwand für Dinge, die eigentlich niemand wissen wollte.

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Stimmen aus dem Maschinenraum

14 Kommentare

  1. Klar, sich an den sozial Schwachen und deren wenn auch bescheuerten Befindlichkeiten mit einem weiterverwerteten Artikel abzuarbeiten lenkt natürlich ganz prima von den wirklichen Problemen und eigentlichen Ursachen ab.
    Hauptsache man wählt die Afd, denn die werden dem sicher auch ein Ende bereiten.

  2. Liebe „Pandora“,
    Sehr hübsch. Kennst Du den Witz, wo zwei Krankenschwestern sich über die Patienten unterhalten. Die Ältere, füllige, sagt zu ihrer jungen, feschen Kollegin „Hast Du gesehn? Der ältere Patient auf Zimmer 230 hat auf seinem Besten Stück tätowiert RUMBALOTTE. Was für ein Blödsinn!“.
    Die junge Krankenschwester wird neugierig, geht ins Zimmer 230 und gibt sich als Vertretung für die Ältere Krankenschwester aus und wäscht den alten Herrn überall. Dann sucht sie nach ihrer Kollegin und sagt zu Ihr „also bei mir stand auf dem besten Stück zu lesen: RUHM UND EHRE DER BALTISCHEN FLOTTE.“

      1. Oder kürzer: Rumbalotte
        Oder WENDY: Welcome to Jamaica, have a nice Holiday.
        Passt leider nicht auf einen weißen Phallus 😉

      1. Lieber Pub Interviewer:
        Ich vermute, du bist absolut politisch korrekt.
        Mit den Worten von Akif Pirincci: links schwul grün.
        Betrachte das als wertschätzend!

  3. Mal abgesehen, das ‚früher‘ meist Seeleute Tatuus (LOL) mitbrachten, sind die Alten scheinbar weniger bis gar nicht tätuuwiert (wie ich LOL).
    Dann wurden diese Tatuus (LOL) bei Knasti und Zuhältern mode.Später ließen sich die Nutten ebenfalls körperbemalen. Und nein, ich hatte keine’körperlichen‘ Erfahrungen, aber ich war, zwischen zwei Berufen, Geldeintreiber bei einer Liesingfirma(LOL). Da musste ich die ‚Herren‘ aufsuchen – die ‚Damen‘ liefen natürlich auch sehr freizügig im Puff herum.
    Heute kann man/ jeder sehen, wer sich in diese Kategorie einfügen WILL(LOL). Gruß Karl

  4. ACHTUNG, ICH KOTZ MICH MAL RICHTIG AUS JETZT !!!

    Erinnert an die Masche mit dem schwarzen Gangsterrap in den USA, mittels derer die Kulturindustrie – also das ganze große Genre namens Unterschichts-TV von der Sorte RTL2 & Co. – die US-Zwangsarbeitsläger gefüllt hat, sprich: die börsennotierten US-Knäste. Bill Clinton damals: „Two strikes and you’re out“ = zwei Rückfälle (in kleinen bis mittelschweren kriminellen Deliktbereichen), und lebenslänglich Knast! Da freut sich doch das anständige Untertanenherz.

    Zu Gangsterrap gehörte zuoberst Drogenkonsum, der bekanntlich die Birnen weich macht. Weichbirnen sind Leichtbirnen, denen läßt sich leicht suggerieren, es sei „cool“, mit Drogen zu handeln, den Liqueur-Store an der Ecke auszurauben oder Autos zu knacken. Ganz ähnlich lief es schon in den 1960ern und 70ern im gesamten Westen mit der Drogenpropaganda der Popkultur für LSD und Hasch — siehe Woodstock oder den berühmten „Club 27“: Jim Morrison, Janis Joplin und ein paar mehr noch mit 27 Jahren Verstorbene, darunter leider auch Jimi Hendrix.

    Jetzt aber back to our beloved Dschörmanie! Hier hatte das Unterschichts-TV seinen absoluten Höhepunkt in den rot-grünen Jahren ab 1998. Und es half, half sichtbar, den Unterschichtler als Zielperson arbeits- und sozialpolitischer Zwangsmaßnahmen sichtbar zu machen für den anständigen roten und grünen Untertanen. Da eignen sich Jackass, Kurzhaar-Frisur mit langem Nackenzöpfchen, Grufti-Grusel, Tatoos und Piercings allerbest. Ohne sichtbare Unterschiede keine soziale Spaltung und keine soziale Diskriminierung möglich, keine Agenda2010.

    Ein freundlicher Altnazi aus meinem weiteren Bekanntenkreis vertraute mir einmal an, mit Hitler sei „das deutsche Volk 10 Jahre lang glücklich“ gewesen. Er sagte das mit Inbrunst. Ich war sprachlos bzw. konnte ich ihm nicht widersprechen. Er hatte vollauf recht, Faschismus ist nicht zuletzt auch Untertanenbeglückung. Ist wie Bordellbesuch mit hinterher Geschlechtskrankheiten. Die Saturn/Mediamarkt-Werbung in den 2000ern brachte es auf den Punkt: „Es geht immer noch billiger!“

    Ja, so ist das, was mit Rot-Grün seinen ersten untertanenbeglückenden neoliberal-altbraunen Hohepunkt gewonnen hat, ist nun bei AfD angekommen. Farbenlehre weiß, Rot und Grün gibt Braun, ja, und wie meinerseits hier neulich bereits einmal kundgetan, ist die AfD ein in konservativem Gewand daherkommendes Remake der Schröder-SPD — war noch nie besonders kreativ der von Feindseligkeit und Haß getriebene Selbstmord-Untertan. Nietzsche hat diesem Pannemann schlicht „eine nachgerade Lust an der Fremd- und Selbstzerstörung“ attestiert, „Dekadenz“. Vornehm ausgedrückt, ist mindestens charakterliches Entwicklungspotential erkennbar. Christus: „Effate!“, weitet euren Sinn!

    Was letzteres genauso auch für die hier von Pandora skizzierten Unterschichts-Untertänelein gilt. Äffen nach, was ihnen im Unterschichts-TV vorgeäfft wird — gilt jenes TV der Weichbirnen-Spezies doch als „von allen für alle“. Und hier jetzt aufgepaßt, bitte: Was alle machen, muß gut sein, weil alle es machen! Dann können Hordentierchen nix falsch machen, Untertanen-TV ist ihnen Verkündigung, geistliche Predigt: Sagt, was die anderen alle machen, all the others.

    „Other-directed man“. So nannte David Riesman den modernen Menschen in den 1960ern in seinem soziologischen Weltbestseller The Lonely Crowd, «Die einsame Masse». Presse, TV, Medien verhelfen dem lonely man in the crowd zu einer Nachäff-Äffchenhorde seiner Wahl.

    Wahl! Womit wir jetzt bei einer Lieblingssportart der lonely Krauts wären. Wählen — oder: Wenn Dekadenz und Nekrophilie sich an der Urne treffen und ihre Anstandshymnen singen. Hurradi, hurrada, life is cracy, Untergang, oh, komm‘ herbei!

  5. Am fkk-strand war niemand alleine, jeder konnte seine Phantasie sprießen lassen und hatte alle Glückshormone/Oxytocin kostenlos zur Verfügung sogar ohne direkten Kontakt/ohne STD! Heute gehen alle prav online oder zum teuren Date ins Restaurant/Café——soviel zu der transformierten sexuellen Energie/Testosteron in Arbeitsenergie=Profit für die Epstein-Klasse, schon jetzt mit der Abwahl der linksgrünen sind die einschlägigen fkk-Strände fast leer, d.h. die sextollen sind impotent auch ohne die direkte Macht der AfD, weil die Dorfmafia alle Dorfinsassen, im wahrsten Sinne des Wortes „im Griff“ hat—–dümmer geht immer ! We shall overcome trumpschen Kapitalismus! Hoch die internationale Solidarität!

    1. Cource, Sie verstehen das nicht mit der Dorfmafia. Dorfmafiosi haben oft ihren ganz eigenen Blick auf die Welt, einen nicht selten über Jahrhunderte gereiften und gut in der Natur verwurzelten.

      In den 80ern hatte ich für einige Zeit im bergbäuerlichen Südtirol zu tun, wo es beim Fruhstück in einem Albergo oben in den Alpen manchmal zum Gesprach kam mit der Wirtin, einer alteingesessenen Landfrau. Die mich in manche Geheimnisse einweihte. So in das vom „Böxeli-Volk“. Sind jene, die anonyme Existenzen führen, indem sie ohne Eigentum, Besitz, Familienzusammenhang und Herkunftsgeschichte in Großstädten zur Miete wohnen — Entwurzelte in ihren Augen. Da als Deutscher aus einem stark großstädtisch geprägten Land kommend voller solcher Böxelis, tat ich ihr fast ein wenig leid. (Sie hatte sich einmal bis nach Stuttgart hinaufgetraut, und es stand ihr im Gesicht beim Erzählen, daß Böxelis ihr mehr als nur Unwohlsein verursachten!)

      Dieses ihr „Böxeli-Volk“ war nicht weit weg von Nietzsches Gesicht von den „Sklaven, die über Sklaven herrschen“. Was sie heute wohl sagen würde? Nicht wegen der Migranten, wegen der Bio-Böxelis! Die mit Klima und Virus zuletzt zu Sklaven geworden sind von Dämonen. Mit Gottes Natur Verbundene können diese spüren und geben ihnen Namen. Von den Dämonen des Wahns vom bösen Klimagas und den bösen Viren angefressene Böxelis könnten dann passend wohl Waxelis heißen. Bloß eine Vermutung von mir.

  6. Also sprach Zarathustra dann… wohl nicht.
    Es grüßt die fröhliche Wissenschaft!
    BTW: Es gab und gibt keiene Nazis, sondern allefalls National-Sozialisten.
    Carpe noctem!

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