Magdeburg – Stellt euch vor, es ist Sommer 2026. Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt rückt mit Riesenschritten näher – 6. September, nicht vergessen! und die AfD thront in den Umfragen bei 41 Prozent, weit vor der CDU mit 25 Prozentpunkten. Die Stimmung im Land ist angespannt: Viele Bürger sind unzufrieden, während die etablierten Parteien das Land seit Jahren verwalten.
Plötzlich droht das, was Medien und die Berliner Blase seit Jahren als existenzielle Bedrohung markieren. Die Zeit für die „Kavallerie der Demokratie“ ist gekommen: Die Enthüllungswelle beginnt.
Das Ritual „Bombe der Woche“
In den Wochen vor der Wahl darf sich der Bürger auf ein wahres Feuerwerk gefasst machen. Jede Woche eine neue, vermeintliche Bombe:
- „AfD-Politiker hat 2017 auf einer Grillparty ein veganes Würstchen gegessen!“
- „Geheimes Treffen mit AfD-Onkel aus Castrop-Rauxel!“
- „Verfassungsschutz prüft neue schwere Vorwürfe!“
- „Ist das ein Hitlergruß? Frau eines AfD-Politikers befestigt angeblich mit der rechten Hand eine Wäscheklammer auf der Leine!“
- „AfD mit geheimen Verbindungen nach Russland!“
- „Dubiose Großspende für AfD – wer steckt dahinter!“
Es ist ein geradezu rührend ritualisierter Prozess. Man könnte fast einen Kalender dafür erstellen.
Natürlich begleitet die Zivilgesellschaft von Antifa bis zu diversen NGOs die Entrüstung mit orchestrierten Großdemonstrationen und moralischen Appellen.
Der Mechanismus: Wenn Empörung die Sachdebatte ersetzt
Das Schöne an diesem Ritual ist seine Vorhersehbarkeit. Die Enthüllungen erscheinen punktgenau dann, wenn eine Wahl ansteht und die Umfragen für die Etablierten unangenehm werden. Sie sind laut, dramatisch und mit maximaler moralischer Empörung unterlegt.
Der typische Zyklus der moralischen Überlegenheit:
- Phase (Panik): Umfragen für die Etablierten sacken ab
- Phase (Empörung): Eine Enthüllung wird platziert; Talkshows überschlagen sich.
- Phase (Mobilisierung): Orchestrierte Demonstrationen beginnen.
- Phase (Eskalation): „Die Demokratie ist in Gefahr! – AfD verbieten!“
- Phase (Das Vergessen): Die Wahl ist vorbei. Die Skandale lösen sich in Luft auf wie Nebel über der Elbe. Keine Beweise, keine Konsequenzen.
- Phase (Regierungsbildung): Das Bündnis der Kartellparteien formiert sich gegen die AfD.
Warum setzt das Establishment weiterhin auf dieses Pferd? Weil es bequem ist. Anstatt sich mit den echten Gründen für das Erstarken der AfD auseinanderzusetzen – Migration, Wirtschaftslage, Energiepreise, finanzierbares Wohnen, das Gefühl der Entfremdung von der Politik – greift man lieber zum Skandal.
Genießt die Show ‐ das Spielchen funktioniert nicht mehr
Doch die eigentliche Tragikomödie ist: Diese Strategie wirkt mittlerweile kontraproduktiv. Jede aufgeblasene Enthüllung, die sich bei näherer Betrachtung als heiße Luft entpuppt, bestätigt genau das Narrativ, gegen das sie kämpfen soll. Statement: „Die da oben versuchen alles, um uns mundtot zu machen.“ Mit jedem „Skandal“ stärken die Kritiker paradoxerweise genau die Partei, die sie verhindern wollen.
Bis zum 6. September erwartet uns also ein grandioses Schauspiel mit Pauken, Trompeten und tugendhafter Entrüstung. Danach folgt das übliche „Business as usual“.
Vielleicht wäre es jedoch an der Zeit, sich zu fragen, warum so viele Menschen lieber AfD wählen, statt sich belehren zu lassen. Aber das wäre wohl zu einfach. Bis dahin: Popcorn bereithalten und die Show genießen.
Die Wahl in Sachsen-Anhalt wird zeigen, ob man ungewünschte Ergebnisse „weg-enthüllen“ kann oder ob Demokratie manchmal genau das ist, was das Establishment am meisten fürchtet: ein Ergebnis, das nicht in den Plan passt.
Wenn sie schon wählen, sollten sie auf eine Briefwahl verzichten und ihr Kreuz persönlich setzen. Leider bleiben noch zwei Monate Zeit, um eine Wahlfälschung ausgiebig vorzubereiten. Bin mal gespannt, wie es mit der Quote von unabhängigen Wahlbeobachtern aussieht.
Es hat sich seit 1919 NICHTS geändert!
Im Jahr 1924 formulierte Oswald Spengler zutreffend:
„Aus der Angst um den Beuteanteil entstand auf den großherzoglichen Samtsesseln und in den Kneipen von Weimar die deutsche Republik, keine Staatsform, sondern eine FIRMA. In ihren Satzungen ist nicht vom VOLK die Rede, sondern von PARTEIEN; nicht von Macht, von Ehre und Größe, sondern von PARTEIEN. Wir haben kein Vaterland mehr, sondern PARTEIEN; keine Rechte, sondern PARTEIEN; kein Ziel, keine Zukunft mehr, sondern Interessen von PARTEIEN. Und diese Parteien – noch einmal: keine Volksteile, sondern Erwerbsgesellschaften mit einem bezahlten Beamtenapparat, die sich zu amerikanischen Parteien verhielten wie ein Trödelgeschäft zu einem Warenhaus – entschlossen sich, dem FEINDE alles was er wünsche auszuliefern, jede Forderung zu unterschreiben, den Mut zu immer weitergehenden Ansprüchen in ihm aufzuwecken, nur um im Innern ihren eigenen Zielen nachgehen zu können.“ Zitat Ende.
Gruß Karl
Trump war/ist ja für die Trump-Wähler auch der letzte Strohhalm an dem sie sich verzweifelt klammern und dabei voll ins Klo gegriffen haben, der wird im November’26 abgestraft, wenn er sich nicht vorher schon als fake ki-präsident für alle Zeiten verewigt a la Putin——soviel zur systemimmanenten zyklischen weltwirtschaftskrise die man nicht mit einem Führer-Austausch a la Alice im Wunderland wegzaubern kann—dummm gelaufen für die Narzissen