Der große Plan: Wenn der Schneemann neue Drohnen sucht

Drohnen gesucht – KI-generiert
Drohnen gesucht – KI-generiert

Minsk – Ach, wie herrlich, dass dieser Krieg doch immer wieder für Überraschungen sorgt. Während die westlichen Redaktionsstuben noch eifrig die neueste Lieferung von „Gamechangers“ feiern, die irgendwann einmal vielleicht ankommen könnten, hat die Realität mal wieder zugeschlagen – mit russischen Raketen und Drohnen, die in der Nacht zum 2. Juli offenbar große Teile der ukrainischen Drohnenproduktion in Schutt und Asche gelegt haben.

Game over?

Bravo! Endlich mal wieder ein „Präzisionsschlag gegen militärische Objekte“. Nun bleibt der Rest-Ukraine nur noch die noble Variante: Drohnen, die im Westen zusammengebastelt und per Express-Shuttle über die polnische oder rumänische Grenze geliefert werden. Wie praktisch. Wie zivilisiert. Und wie wunderbar angreifbar.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die russischen „Spezialoperationen“ auch diese praktischen Verteilerzentren ins Visier nehmen. Logistik ist schließlich auch Infrastruktur.

Aber psst – das nennt man dann wahrscheinlich „unverhältnismäßige Eskalation“ und nicht „logische militärische Konsequenz“. Die gleichgeschalteten Propagandaorgane werden schon die richtigen Adjektive finden.

Lukaschenko Diplomat oder Befehlsempfänger

Und dann, kommt der Clou: Papa Lukaschenko auf Weltreise. Drei Tage in Moskau bei Putin. Keine Fotos. Keine Pressekonferenz. Keine peinlichen Statements. Einfach nur … reden. Unter Freunden. Im Geheimen. Wie man das halt so macht, wenn man nichts zu verbergen hat.

Direkt danach hopst der belarussische Präsident nach Peking zu Xi Jinping – dreistündiges Vieraugengespräch. Für ein Land, das ökonomisch etwa so relevant ist wie Liechtenstein, eine ziemlich ungewöhnliche Ehre. Xi schenkt nicht mal wichtigen Staatschefs so viel Zeit. Aber dem Lukasch? Drei Stunden unter vier Augen. Da muss man schon sehr neugierig werden. Was wurde da wohl besprochen? Der neue Fünfjahresplan für Traktoren? Die Lieferung von Kartoffeln gegen Mikrochips? Oder vielleicht doch etwas ganz anderes?

Der kleine Schneekönig in Kiew behauptet ja seit Wochen, Russland hätte 200.000 Mann in Weißrussland zusammengezogen, um eine neue Front zu eröffnen. Kiew liegt übrigens nur lächerliche 90 Kilometer von der belarussischen Grenze entfernt. Nur so als geografische Randnotiz. Reine Routine, nichts zu sehen hier. Wer jetzt an eine klassische Umfassung denkt, war wie ich Soldat oder hat einfach zu viele Militärbücher gelesen und zu wenig „Spiegel“.

Der Plan? Welcher Plan?

Während uns die betreuten Denker in den Mainstream-Medien weiterhin erzählen, dass der Westen mit immer mehr Geld, immer mehr Waffen und immer mehr Sanktionen „kurz vor dem Durchbruch“ steht, braut sich im Osten offenbar etwas zusammen, das 2026 nochmal richtig Fahrt aufnehmen könnte.

Die Russen zerstören die Produktion von Drohnen vor Ort, die Logistik wird zum Flaschenhals und an der Grenze in Belarus steht ein potenzieller „Dosenöffner“ bereit – ob nun tatsächlich mit 200.000 Mann? Die Wahrheit weiß wohl nur der Russe selbst, aber die Story ist in der Welt.

Es bleibt spannend. Sehr spannend. Vor allem für alle, die bis zuletzt geglaubt haben, dieser Konflikt ließe sich mit PR, Wunschdenken und endlosen Geldspritzen in eine westliche Erfolgsgeschichte umschreiben.

Der Krieg entwickelt sich, wie Kriege das nun mal tun: unvorhersehbar, brutal und völlig unabhängig von den Narrativen der Hofberichterstatter. Und 2026 könnte das Jahr werden, in dem selbst die hartgesottensten Optimisten merken, dass die Realität weder woke noch vegan ist.

Frohes Weiterdenken. Und denkt dran: Die nächsten „Überraschungen“ kommen bestimmt. Mit besten Grüßen in das Reich des Betreuten Denkens.

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Über Pandora 146 Artikel
Ich bin ein lebendes Fossil mit Einschusslöchern. Ich bin das, wovor Ihre Enkel Sie in der Uni-Mensa gewarnt haben: Ein alter weißer Mann – und zwar mit scharfem-S, denn ich bin nicht nur ethnisch hellhäutig, sondern bilde mir auf meine Lebenserfahrung auch noch was ein. Baujahr 1956: Mein Betriebssystem ist zwar nicht mehr ganz taufrisch, aber die CPU läuft auf Hochtouren, während der Rest der Hardware langsam nach Ersatzteilen schreit. Meine Biografie ist eine große Rechtskurve. Links angefangen, nur um heute festzustellen, dass ich direkt zum bürgerlichen Abendbrot gewandert bin, ohne unterwegs nach dem Weg zu fragen. Während andere in meinem Alter die Fernbedienung suchen, analysiere ich noch die Weltlage – meistens mit einem satirischen Kommentar, der so trocken ist, dass ich dazu ein Glas Wein trinken muss. Ich sorge dafür, dass das Böse die Büchse der Pandora verlässt und nur das Gute in ihr bleibt. Vorsicht: Kann Spuren von Lebenserfahrung und autoritärem Humor enthalten.

6 Kommentare

  1. Was da auch immer kommen wird, wird nach Follow The Plan gehen. Welcher längst schon feststeht. In Sachen C und K läßt sich allerbest studieren, daß grundstürzende globale Ereignisse reiner Medienfake sein können. Warum nicht auch U.

    Die Bürgers wollen von ihrem Ausgeliefertsein und ihrer Hilfslosigkeit nichts wissen, die schlucken alles, wenn die schönen Geschichtchen nur heiß genug serviert werden. Und sie vergessen schnell wieder. Zum Beispiel den Klausi-Mausi. Der Wladi war dem sein Global Leader for Tomorrow (später umbenannt in Young Global Leaders), saß in der allerersten Klasse. Und zusammen mit wem? Genauuuu, mit Klausi-Mausis Supermädel Angie. Aus der wurde dann Mutti, und aus dem Klausi-Spusi Wladi der böse Herr Putin.

    Hinterher ist man immer schlauer, sagt man. Aber wenn ich mir die Bürgers so anschaue, brauchen die immer ihr Krokodil und ihren Räuber Hotzenplotz. Und Social Media liefert. Oder: Wie war das noch 1990. Da hat westliche Marine in St. Petersburg angelegt und die Besatzungen auf Landgang geschickt (bis auf die Deutschen, die durften nicht von Bord). Die UdSSR hatte vollständig kapituliert. Das neue Rußland entstand damals unter westlicher Schirmherrschaft: erst Jelzin, dann Putin, und aus ehemaligen Komsomolzen wurden Oligarchen. Man darf nur nicht auf den Kopp gefallen sein und muß wissen, wer die richtigen und wichtigen Leute sind. Und muß denen natürlich gefallen. Ist sowieso in allen Mafias dasselbe. Wer da mittut, kann nicht plötzlich keine Lust mehr haben, geht nicht: Silber oder Blei.

    Aber gibt nun mal nichts Schöneres für Bürgers als Kasperletheater und träumen.

    • #Cource — Wenn Selenskyj abtreten und die RF mit dem Segen von Trump Einfluß gewinnen sollte in der Ukraine, werden die dort kämpfenden Söldner das Land verlassen müssen. Wo dann ein für sie sicherer Rückzugsort, wo eine neue Aufgabe? Im Westen, und da vor allem in Dschörmanie. Bürgerkrieg, großes Abschlachten.

      Die vollverblödeten Michel merken garnichts. Siehe einen, der es wissen muß, den weltläufigen Kolja Spöri. Welchem zufolge es in der gesamten Menschheitsgeschichte keine gegeben habe, die „hirngewaschener waren als die heutigen Deutschen.“

      Follow the plan. Seemacht gegen Landmacht, der alte Seefahrer-Westen gegen eine potentiell souveräne, weil wirtschaftlich und kulturell prosperierende eurasische Landmacht östlich des Rheins. Welche Option mit U nun zunächst stark geschwächt worden ist. Fehlt nur noch der Deckel obenauf mit einer mittels programmierbarer CBDC, KI und CO2-Bilanzen gesteuerten Plan-, Zwangs- und Kommandowirtschaft, einer faschistischen Elendswirtschaft unter Oberaufsicht der BIZ.

      Könnte es eine schönere Sklaverei geben. Der als erster Ronald Reagan einen Namen gegeben hat, und nach diesem auch G.W. Bush: „New World Order“

  2. Die USA hat Selenskyj befähigt einen Krieg gegen Putin zu führen, da ist es folgerichtig, dass dieser von den USA angezettelte Krieg auch durch die USA wieder beendet wird.—– Soviel zum russischen Spion im weißen Haus und vice versa! We shall overcome die weltweite Epstein-Klasse! Hoch die internationale Solidarität!

    • #Cource — Wohl was vergessen, was!? Staunen und Verwunderung, kein Wort vom Cource über den linksgrünen Weltsegen! So geht das aber nicht.

  3. Breitbart News: News der FAZ zur Internetportal
    FAZ
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