Marottenpolitik: Wer die Prioritäten falsch setzt – rauscht mit Dekadenz in den Untergang

Toleranz – KI-generiert
Toleranz – KI-generiert

BRDigung – Friedliche Demonstrationen gehören selbstverständlich zu einer freien Gesellschaft. Jeder Bürger hat das Recht, seine Meinung friedlich zu äußern, solange er die Rechte anderer respektiert und keine Gesetze bricht. Allerdings ist die einseitige Betonung von „Vielfalt, Toleranz und Offenheit“ als höchste Staatsräson problematisch.

Die Regenbogenfahne ist inzwischen ein Symbol, was mehr und mehr die Deutschlandfahne, also die Fahne unserer nationalen Identität ersetzt. Denken wir an die Armbinden-Debatte, bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar.

In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit und wachsender wirtschaftlicher Herausforderungen stellt sich für viele Bürger die Frage nach den Prioritäten des öffentlichen Diskurses und deren Reflexion durch die Politik.

Während in Großstädten – allen voran Berlin – immer wieder lautstarke Identitäts-Paraden wie der „Christopher Street Day“ (CSD) das Stadtbild dominieren, wächst bei einem erheblichen Teil der Bevölkerung das Unverständnis über die Relevanz dieser Veranstaltungen angesichts der drängenden Probleme unserer Zeit.

Identitätspolitik vs. existenzielle Sorgen

Die Kritik richtet sich dabei nicht gegen die Existenz von Minderheiten, sondern gegen die Art und Weise der öffentlichen Inszenierung. Viele Bürger empfinden es als befremdlich, wenn öffentliche Räume genutzt werden, nicht um sexuelle Identitäten zu zeigen, sondern seinen Fetisch so zur Schau zu stellen, dass sie für Kinder oder konservativ geprägte Menschen als störend oder gar jugendgefährdend wahrgenommen werden.

Muss wirklich jede individuelle Präferenz zum Gegenstand einer öffentlichen Demonstration werden? Die Frage, ob man seine sexuelle Orientierung frei wählen darf, stellt sich doch überhaupt nicht. Jeder kann sein Geschlecht frei wählen und dieses einmal pro Jahr ändern. Das ist eher exorbitant.

Die Antwort vieler besorgter Bürger lautet deshalb – Nein. Stattdessen wird der Wunsch nach einer Rückbesinnung auf die „Normalität“ laut. Viele Menschen vermissen eine Plattform für die Themen, die ihr tägliches Leben und ihre Sicherheit tatsächlich bestimmen.

Warum gibt es eigentlich keinen „Hetero-Normal-und-bloß-nicht-auffallen-Day“? Ich würde so gerne mal mitmachen. Toleranz ist kein Einbahnstraßenkonzept. Wer sie ernst meint, muss auch diejenigen respektieren, die eine andere Vorstellung von einer guten und geordneten Gesellschaft haben.

Das Unbehagen vieler Bürger speist sich aus der Wahrnehmung einer „Entfremdung der Politik“. Während gesellschaftspolitische Randthemen mediale Aufmerksamkeit und politische Unterstützung erfahren, scheinen die existenziellen Sorgen der breiten Masse in den Hintergrund zu treten.

Wo liegen die echten Prioritäten?

Unser Zusammenleben in Deutschland funktioniert nicht primär durch immer mehr Vielfalt, sondern durch gemeinsame Werte, eine gemeinsame Leitkultur, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftliche Kohäsion. Wo diese Grundlagen erodieren, entsteht keine Bereicherung, sondern Spaltung und Parallelgesellschaften.

„Selbstbestimmung“ darf nicht bedeuten, dass biologische Realitäten der zwei Geschlechter, der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor ideologischer Einflussnahme oder das Recht auf freie Meinungsäußerung (auch kritische) relativiert werden.

Eine echte diskriminierungsfreie Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sie Anders sein nicht als „diskriminierend“ diffamiert, nur weil sie traditionelle Familienbilder, die Zweigeschlechtlichkeit als biologische Norm oder die Priorität der Integration statt der Fragmentierung verteidigt.

Viele Bürger wünschen sich vor allem Sicherheit. Weil sie eine zunehmende Sorge vor Gewaltkriminalität, Messerstechereien und Vergewaltigungen fühlen, nicht nur in deutschen Innenstädten.

Sie vermissen eine funktionierende Infrastruktur. Stattdessen sehen sie Sperrungen von Straßen und Brücken, marode Schienennetze und sanierungsbedürftige Schulen.

Wohnraum wird zum Luxusgut, den sich Otto Normalverbraucher nicht mehr leisten kann. Mietdeckel sind keine Lösung, denn sie bauen keine neuen Wohnungen.

Die einheimische Bevölkerung und ihre gewachsene Kultur wird verdrängt und als nachrangig wahrgenommen. „Happy Ramadan“ ist wichtiger als „Frohe Ostern“. Verschleierte Frauen bestimmen das Stadtbild. Müssen wir in ein paar Jahren „deutschsprachige Gemeinschaften“ gründen, damit unsere Minderheit dann noch vertreten wird?

Menschen verlieren ihr wirtschaftliche Existenzgrundlage. Die explodierenden Energiepreise und die Inflation, machen das tägliche Leben – vom Einkauf bis zum Heizen – für viele unerschwinglich.

Der Ruf nach einer neuen Sachlichkeit

Die Kritik an der aktuellen Identitätspolitik wurde unter anderem von Sahra Wagenknecht pointiert zusammengefasst. Ihr Vorwurf lautet: „Die Identitätspolitik läuft darauf hinaus, das Augenmerk auf immer kleinere und immer skurrilere Minderheiten zu richten, die ihre Identität jeweils in irgendeiner Marotte finden.“ Dieser Fokus auf „Marotten“ führt zu einer Zersplitterung der Gesellschaft, während die breite Masse sich von den politischen Entscheidungsträgern zunehmend im Stich gelassen fühlt.

Statt weiterer symbolischer CSD-Paraden und vielfältig-bunter Bühnenprogramme wäre es mutiger, offen über die tatsächlichen gesellschaftlichen Herausforderungen zu sprechen: Eine Abkehr von einer Politik, die den Bürger durch identitätspolitische Dauerbeschallung spaltet, hin zu einer Politik, die Sicherheit, wirtschaftliche Stabilität und den sozialen Zusammenhalt wieder an die erste Stelle setzt.

Es ist an der Zeit, dass der öffentliche Protest wieder dort stattfindet, wo der Schuh drückt – und das sind derzeit weniger Fragen der persönlichen Inszenierung, als die grundlegenden Bedingungen für ein sicheres und finanziell tragbares Leben.

Das Tollhaus ist Berlin, arm aber angeblich sexy! Darum fühlen sich alle, die neben der Spur sind hier so wohl. Das trifft eben auch auf viele Politiker zu.

Die Berliner Blase ist ein Irrenhaus, aber wenigstens kann sich hier jeder zum Affen machen. Ich ziehe mich jetzt erst mal in meine Komfortzone zurück, wo Identität noch einfach ist: Ich bin ich, und alle, die anders sind, sind eigentlich wohl nur eine „Marotte“ zu viel.

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Über Pandora 146 Artikel
Ich bin ein lebendes Fossil mit Einschusslöchern. Ich bin das, wovor Ihre Enkel Sie in der Uni-Mensa gewarnt haben: Ein alter weißer Mann – und zwar mit scharfem-S, denn ich bin nicht nur ethnisch hellhäutig, sondern bilde mir auf meine Lebenserfahrung auch noch was ein. Baujahr 1956: Mein Betriebssystem ist zwar nicht mehr ganz taufrisch, aber die CPU läuft auf Hochtouren, während der Rest der Hardware langsam nach Ersatzteilen schreit. Meine Biografie ist eine große Rechtskurve. Links angefangen, nur um heute festzustellen, dass ich direkt zum bürgerlichen Abendbrot gewandert bin, ohne unterwegs nach dem Weg zu fragen. Während andere in meinem Alter die Fernbedienung suchen, analysiere ich noch die Weltlage – meistens mit einem satirischen Kommentar, der so trocken ist, dass ich dazu ein Glas Wein trinken muss. Ich sorge dafür, dass das Böse die Büchse der Pandora verlässt und nur das Gute in ihr bleibt. Vorsicht: Kann Spuren von Lebenserfahrung und autoritärem Humor enthalten.

12 Kommentare

  1. Stimme dir diesmal überwiegend zu. Zu meinem letzten Email an dich vermisse aber noch deinen Kommentar zu meiner Stellungnahme zum focus’artikel
    mkG cotn toni

    • Sorry Toni,
      ich kann hier nicht jeden Kommentar beantworten.
      Die meisten Dinge muss man einfach stehen lassen und tolerieren.
      Wir haben schließlich Meinungsfreiheit.
      Aber ich freue mich natürlich, wenn Du mir diesmal überwiegend Recht gibst.
      Dein alter Kamerad Bernd

  2. Wenn Teile der Bevölkerung einen CSD-Umzug veranstalten, hat es dann die Politik veranlasst/ verursacht/ verschuldet? Die aktuelle Regierung oder wer? Oder ist es schlicht Folge der Generationenwechsel, Ausdruck des allgemein nachlassenden Bildungsniveaus?
    Eigene Freiheit musst dort enden, wo Rechte und Freiheit des anderen beschränkt werden. Das haben viele noch nicht verstanden und werden es auch leider nie verinnerlichen. Nicht alles, was wir zu recht in D kritisieren müssen, darf so verallgemeinernd immer „der Politik“ angelastet werden. Denn dann muss immer gefragt werden, wer hat denn wen gewählt?! War es nicht die linkslastige neoliberale „Politik“, die uns zuviel „Freiheiten“ beschert hat?

    • Du weißt auch nicht, was wirklich Links ist gelle…?
      Dein sogenanntes Links steht auf der Agenda der UN und der EU!

    • @Cptn Toni
      „War es nicht die linkslastige neoliberale „Politik“, die uns zuviel „Freiheiten“ beschert hat?“

      Neoliberale Politik kann wohl kaum linkslastig sein. Da bringen Sie was durcheinander. „Linkslastig“ sind wohl noch die Ziele des BSW, welches mit der neoliberalen Politik sicher wenig am Hut hat. Der Rest ist mit fassadengerechtem Linksblinken schon lange rechts abgebogen. In der bestimmenden Politik gibt es keine Linken mehr.

  3. An einer Stelle schreibt Pandora: „[…]Fragen der persönlichen Inszenierung, als die grundlegenden Bedingungen für ein sicheres und finanziell tragbares Leben.“

    Bingo, alles gesagt, hier ist er schon, des Pudels Kern! Da die im Todeskampf liegende Renditewirtschaft nichteinmal die grundlegenden Bedingungen für ein sicheres und finanziell tragbares Leben gewährleisten kann, wird eben davon abgelenkt mit Aktionen narzißtischer Selbstdarsteller. Die bunte Regenbogennummer ist ABLENKUNG von der düster-grau-bedrohlichen wirklichen Wirklichkeit.

  4. Wo Regenbogenfahnen wehen,
    Pleitegeier krähen

    Wo Regenbogenflaggen wehen,
    Schwarzrotgrün sitzt auf dem Thron,
    wird viel, viel mehr zugrunde gehen
    als Industrie und Produktion.

    Denn kein System auf dieser Welt
    ist von Nachhaltigkeit geprägt,
    wo man von Korrektur nichts hält,
    das freie Wort zu Grabe trägt.

    Wo woke Klima-Gender-Sekten
    die Politik im Land diktieren,
    manifestiert in Wahnprojekten,
    was soll denn da noch funktionieren?

    Wofür sie jetzt schon Geld verplempern,
    man fässt sich nur noch an den Kopf,
    NGOs, Erneuerbare, Migration, Medien sie pempern,
    was hängt nicht am rotgrünen Tropf?

    Jetzt soll sogar der Euro rollen
    für Aufrüstung und Militär,
    schöpfen dabei nicht aus dem Vollen,
    nur Schulden werden immer mehr.

    All das Gebaren lässt erstaunen:
    Was ist mit Deutschland bloß geschehen?
    Hört man nichts mehr von Aufschwung raunen,
    nur Pleitegeier jubelnd krähen.

  5. Schon die Hippies hatten in den 60er eine Alternative zu Hitlers Gebärmuttermaschinen entdeckt und wurden dafür von den Konservativen mit Drogen vergiftet und heute ist es die junge Generation die in Gemeinschaftlichen Aktivitäten/Yoga/Kibbuz/CSD usw eine friedliche Alternative zu der Keimzelle von Mord und Totschlag die sogenannte „konservative Familie“ siehe u.a. der aktuelle Fall in Stade, gefunden haben, siehe:

    https://m.youtube.com/watch?v=0JqyV3-fX70&pp=iggCQAE%3D

    Soviel zur Oxytocin-Drönung die eben nicht nur durch den Ehe-/Nachzucht-Zwang ermöglicht wird, viel Erfolg!

  6. Nachtrag: Nicht nur die Schwulen/Lesben wurden von der AfD gespalten, sogar die direkt von der Deportation betroffenen Ausländer, und zwar mit dem trumpschen Prinzip des Sandkasten-/Schulhof-bullys, dieses Prinzip funktioniert besonders gut bei Asylanten aus Macho-Ländern/Türkei/Syrien/Russland usw., weil dort auch nur das Gesetz des Stärkeren regiert und so werden in Deutschland erfolgreich/gezielt AfD-afine Ausländer in privaten Sicherheitsfirmen eingestellt und auf linksgrünen Ausländer/Deutsche gehetzt, d.h. insbesondere die Ausländer akzeptieren/respektieren nur erfolgreich agierende Sandkasten-bullys z.b. in ländlichen Regionen die Dorfmafia, und bieten sich dort sogar als Stalker/Spitzel an, pfui Teufel

    • Also, wäre dann etwa so: Erschaffe erst einen Blödmann, dann einen zweiten, und laß die gegeneinander antreten. Die sind dann so sehr mit sich selbst beschäftigt, daß sie nicht einen einzigen klaren Gedanken mehr fassen können.

    • Russland ist ja auch sooo ein „Macho-Land“???
      Jede Wette, das Du weder in Russland noch in Syrien noch jemals in der Türkei warst.

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