
Köln-Kalk – ein ganz normaler Wochentag. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, und das Schicksal des deutschen Fußballs hängt an einem seidenen Faden – oder genauer gesagt: an einer Kordel in 4,50 Metern Höhe.
Doch die Kölner Stadtverwaltung schläft nicht. Wo Bürger den Fehler begehen, spontane Lebensfreude, Integration und sportlichen Optimismus zu zeigen, greift der Rechtsstaat hart, aber gerecht durch.
Was war passiert? Ein brandgefährliches Duo – Oliver (gebürtiger Kalker) und Fadi (vor zehn Jahren aus Syrien geflohen) – hatte die wahnwitzige Idee, die Kalk-Mülheimer-Straße zur WM-Zone zu erklären.
Mit einer kriminellen Energie, die man sonst nur von Extrem-Kirschkern-Weitspuckern kennt, banden sie 20 Deutschlandfahnen an die städtische Flora. Das Ziel der beiden Wiederholungstäter: „Ein schönes Zeichen setzen.“
Da haben die Beiden die Rechnung aber ohne die deutsche Baumschutzverordnung gemacht!
Der Kordel-Terror von Kalk
Man muss den städtischen Mitarbeitern danken. Wer weiß, was passiert wäre, hätte man diese textile Anarchie einfach so hängen lassen? Eine Polyester-Fahne, zärtlich mit einer Kordel an einen Ast gebunden – das ist für eine deutsche Eiche oder eine Kölner Platane quasi der sichere Tod. Die Rinde! Das seelische Gleichgewicht des Baumes! Die psychologische Belastung durch die Farbkombination Schwarz-Rot-Gold!
Sofort rückte die schwere Kavallerie an. Eine Arbeiterkolonne, bewaffnet mit einem Steiger (schließlich muss die Gefahrenabwehr auf Augenhöhe stattfinden), befreite die gepeinigten Bäume aus den Fängen der Fußballfans.
Die Fahnen wurden konfisziert und artgerecht in einer Plastiktüte verstaut. Kalk atmet auf. Die Ordnung ist wiederhergestellt. Deutschland kann nun heute gegen die Elfenbeinküste spielen, ohne dass ein Baum Schaden an seiner Würde nimmt.
Das Rätsel der demokratischen Kabelbinder
Die völlig uneinsichtigen Täter warfen jedoch eine Frage auf, die die Grundfesten unserer Bürokratie erschüttert: „Aber die ganzen Bäume hingen wochenlang voller Wahlplakate. Richtig festgezurrt mit Kabelbinder. Was ist denn damit?“
Nun, lieber Oliver, lieber Fadi, hier zeigt sich der eklatante Mangel an Amtsdeutsch-Kenntnissen. Ein Wahlplakat, das mit zentimeterdicken Plastik-Kabelbindern so fest an den Stamm gezurrt wird, dass der Baumsaft im Inneren um Gnade winselt, transportiert demokratische Willensbildung. Das ist ein staatstragender Prozess!
Ein Baum fühlt sich geehrt, wenn er die lächelnden Gesichter von Lokalpolitikern tragen darf, während sie ihm die Luft abschnüren. Das ist pädagogische Rindenschonung.
Eine Deutschlandfahne hingegen transportiert nur… tja, was eigentlich? Spaß? Gemeinschaft? Völkerverständigung aus Kalk? Dafür gibt es in der Kölner Satzung schlicht kein Antragsformular.
Ausblick: WM-Gefühl nur mit Genehmigung
Gerüchten zufolge plant das Grünflächenamt nun eine Spezialeinheit zur Überwachung von Autokorsos, wegen CO2-Ausstoß im Wurzelbereich und prüft, ob das kollektive Singen der Nationalhymne die Brutzeiten der Kölner Stadttauben stört.
Oliver und Fadi haben ihre Fahnen in einer Tüte zurückbekommen. Ein kleiner Trost bleibt ihnen: Wenn sie die Flaggen nächstes Mal mit dem Slogan „Wählt die Baumschutzpartei“ bedrucken und mit scharfkantigem Draht befestigen, dürfen sie wahrscheinlich bis zur nächsten Bundestagswahl hängen bleiben.
Bis dahin: Schönen Gruß an den Baum. Er ist jetzt wieder WM-frei.

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Iss nich vorgesehen, denn, Staaten und Parteien können uns nicht helfen.
Danke Deniz Undav! Ich liebe Dich!
Danke Meppen. Dass Ihr ihm die Chance bereitet habt :))