Rebranding für Russland: Warum wir einfach mal eine Flasche Wodka zusammen trinken sollten 

Rebranding für Russland – KI-generiert
Rebranding für Russland – KI-generiert

Haben Sie das auch satt? Jeden Tag diese düstere Nachrichtenlage, in der wir uns einreden müssen, dass unsere Nachbarn im Osten die Reinkarnation von Attila dem Hunnenkönig seien? Ja klar, hin und wieder wollen sie mal ein paar Nachbarländer ein wenig „neu strukturieren“.

Es ist allerdings an der Zeit, den ganzen moralischen Ballast über Bord zu werfen und die Wahrheit auszusprechen, die sich bisher nur in den feuchten Träumen einiger Stammtisch-Strategen und auf den Hinterbänken des Bundestages abspielt: Die Russen sind keine Barbaren! Sie sind Europäer. Nur eben Europäer mit einer sehr exzentrischen Art, falls keiner mehr mit ihnen Wodka trinken will und stattdessen Brandbeschleuniger auf dem Tisch stellt.

Der WestenWir haben soviel Waffen geliefert und trotzdem ist alles kaputt  

Eigentlich ist die Sache doch sonnenklar, wenn man nicht die Augen vor der Realität verschließt. Hätte die EU 2014 es unterlassen, die Ukraine mit einem Assoziierungsabkommen in die Arme zu schließen, und die NATO nicht militärische Berater und Waffen geschickt, dann wäre Russland heute sicher noch damit beschäftigt, gemeinsam mit uns an einer neuen Pipeline für russischen Wodka zu arbeiten.

Die Realität,  die NATO, allen voran die friedliebenden USA wollten unbedingt, dass die Ukraine im Werte-Westen mitspielt. Für Russland war das quasi die diplomatische Entsprechung eines bewaffneten Hausfriedensbruchs. Dass Russland daraufhin – rein defensiv, versteht sich – beschloss, sich ein paar Stücke Land in der Nachbarschaft unter den Nagel zu reißen, war doch nur eine logische Reaktion auf diese Form der Völkerverständigung.

So kam es wie es kommen musste, wenn die Kinder sich im Sandkasten zanken, wer mit rein darf und wer draußen bleiben muss, fliegen Schaufeln und Eimer. Jeder quakt so laut er kann: „Du hast angefangen“. Hilft es da, auf Dauer immer weiter mit Sand zu schmeißen? Die Eimer fliegen jetzt mit KI und die Schaufeln mit Hyperschall.

Wodka statt Brandmauern  

Es ist Zeit, nicht nur zu Sniefen, sondern den „Westen“ mal ordentlich durchzulüften. Weg mit Brandmauern und Koks, her mit den Pipelines! Wer miteinander redet, schießt nicht – das wissen wir doch seit der Grundschule.

Dass nun zwischendurch ein paar Städte in Schutt und Asche gelegt wurden, war nicht nur ein Missverständnis in der Kommunikation. Es war vor allem die Weigerung, einmal wieder gemeinsam bei einem Glas Wodka und einer Portion Pelmeni über die „Realitäten“ zu reden, also: Was uns gehört, gehört uns, und was euch gehört, gehört euch, dann wird das Vertrauen von ganz alleine wachsen, wie ein zartes Pflänzchen, das wieder ein wenig Dünger aus russischem Erdgas bekommt.

Es ist doch lächerlich, immer nur mit dem Finger auf denjenigen zu zeigen, der den Abzug gerade drückt. „Fehler wurden gemacht“, heißt das Zauberwort. Die Ukraine hat den Fehler gemacht, existieren zu wollen; Europa hat den Fehler gemacht, Sicherheitsbedürfnisse anderer Staaten nicht für voll zu nehmen; und die USA… nun ja, die lieben den Frieden und sind sowieso nie schuld, weil sie selbstlos für die „Wertebasierte Ordnung“ streiten.

Die Europäer sollten also endlich die „Scheuklappen ablegen“. Wenn sie nur immer ignorieren, dass da draußen der Leichen- und der Trümmerberg noch weiter wächst, hört der Krieg eben nicht auf.

Her mit dem Kaviar!

Natürlich kann man den Aggressor nicht einfach als „friedlichen europäischen Nachbarn“ rebranden, aber man könnte ja mal jemanden schicken, der trinkfest ist und reden kann. Schröder war da schon gar keine schlechte Wahl. Ob Merkel soviel verträgt, ist nicht bekannt, aber vielleicht waren ja ihre „Zitterprobleme“ reine Entzugserscheinungen.

Also, packen wir es an! Wir laden alle Beteiligten ein. Bedingung: Grenzen sollten heutzutage nicht nur Empfehlungen sein. Das gilt auch für Russland.

Bauen wir lieber neue Wodka-Pipelines, liefern wir Know-how, kaufen Kaviar und vor allem lassen wir einander leben. Setzen wir nicht unsere Existenz aufs Spiel. Besser ist ein ungestörter Austausch von wissenschaftlichen Erkenntnissen, aber keinesfalls über die Effizienz von Marschflugkörpern.

Trump hat es vergeigt, die AfD sucht den Weg nach Sankt Petersburg, doch warten wir nicht bis „Merz“. Suchen wir jetzt nach einer „Realpolitik“ der pragmatischen Anerkennung von Fakten, die tatsächlich zu einer langfristigen Stabilität in Europa führen können. Respektieren wir die Sicherheitsbedürfnisse Russlands und Kiews.

Auch die Politik der USA und Chinas folgt einer Einflusssphären-Logik, die aus ihrer Geschichte resultiert.

Prost! Na Sdarowje!

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Über Pandora 143 Artikel
Ich bin ein lebendes Fossil mit Einschusslöchern. Ich bin das, wovor Ihre Enkel Sie in der Uni-Mensa gewarnt haben: Ein alter weißer Mann – und zwar mit scharfem-S, denn ich bin nicht nur ethnisch hellhäutig, sondern bilde mir auf meine Lebenserfahrung auch noch was ein. Baujahr 1956: Mein Betriebssystem ist zwar nicht mehr ganz taufrisch, aber die CPU läuft auf Hochtouren, während der Rest der Hardware langsam nach Ersatzteilen schreit. Meine Biografie ist eine große Rechtskurve. Links angefangen, nur um heute festzustellen, dass ich direkt zum bürgerlichen Abendbrot gewandert bin, ohne unterwegs nach dem Weg zu fragen. Während andere in meinem Alter die Fernbedienung suchen, analysiere ich noch die Weltlage – meistens mit einem satirischen Kommentar, der so trocken ist, dass ich dazu ein Glas Wein trinken muss. Ich sorge dafür, dass das Böse die Büchse der Pandora verlässt und nur das Gute in ihr bleibt. Vorsicht: Kann Spuren von Lebenserfahrung und autoritärem Humor enthalten.

7 Kommentare

  1. Es gibt keine Sicherheit in Europa ohne oder gegen Russland! Punkt!
    Wer das nicht begreift, handelt gegen die Interessen der europäischen Völker.

  2. Russlands Schätze

    Würden zu gern an Russlands Schätzen
    die Gierigen der Welt sich mästen,
    doch eines dürft ihr nicht vergessen,
    die ihr seid von der Gier besessen,
    wenn ihr im Kopf den Wunsch auch hegt,
    den Russenbär keiner erlegt.
    Lasst ab von dem Gedanken,
    denn dieser Bär hat Pranken,
    verliert ihr vielleicht Kopf und Kragen,
    sollten die ‚mal richtig zuschlagen.

  3. Schätze Russlands

    Würden zu gern an Russlands Schätzen
    die Gierigen der Welt sich mästen,
    doch eines dürft ihr nicht vergessen,
    die ihr seid von der Gier besessen,
    wenn ihr im Kopf den Wunsch auch hegt,
    den Russenbär keiner erlegt.
    Lasst ab von dem Gedanken,
    denn dieser Bär hat Pranken,
    verliert ihr vielleicht Kopf und Kragen,
    sollten die ‚mal richtig zuschlagen.

    • Ist absehbar jetzt bereits so gut wie erlegt der Russenbär. Von China, da er von dessen Öl- und Gaskäufen zunehmend abhängig wird. Pech für die russischen Oligarchen, daß sie aus kommunistischen Kadern hervorgegangene Neureiche sind und also nicht zum Club gehören, nicht zu den supranationalen alten Finanzoligarchen, die ihnen das mit China eingebrockt haben. Rußland und Deutschland werden beide bald schon lernen müssen, ganz niedlich kleine Brötchen zu backen.

      • Ergänzend. Und siehe da, welche Idylle! Haben jene von dem Herrn Putin angeführten und zu kapitalistischen Oligarchen gewordenen Erben des russischen bzw. sozialistischen Faschismusses sich vor einiger Zeit doch verbündet mit einem Haupterben des deutschen bzw. korporatistischen Faschismusses. Hier angesprochen die Person des Gerhard Fritz Kurt Schröder. Welcher höchst vermutlich Enkel ist eines illustren Bankers und SS’lers, des Freiherrn bzw. „Barons“ Kurt von Schröder. (Dessen Gattin übrigens eine von Schnitzler war. Ja, die Welt ist klein, war entfernt verwandt mit Sudel-Ede.)

        Schaut man sich das alles historisch etwas näher an, waren der russische wie der deutsche Faschismus beide Geschöpfe gewesen jener im Kommentar hier oberhalb angeführten supranationalen Finanzoligarchie. (Welche letztere, aufs äußerste vereinfacht, aber keineswegs ganz falsch gesagt, heutzutage das Ergebnis ist einer Koalition von Industriemagnaten aus Detroit und dem Vatikan.)

        Ganz wie bei den Dschörmanskis und Russkis war es übrigens auch in Italia beim korporatistischen Faschismus des ursprünglich sozialistisch gewesenen Herrn Mussolini. Welcher Boy war eines Adenauer-Verwandten und Rockefeller-Jungs mit Namen John J. McCloy, erster US-Hochkommissar im anno 1945 besiegten Dschörmanie.

        Und jetzt, hier und heute? Jetzt haben wir bald Goldmann-Sachs. Ja, Kreise schließen sich. Aber psssttt!

        Nachtrag. Rockefellers sind Baptisten, vielleicht auch Aliens ;-), aber keine Juden wohl. Fehlen diese Lümmel hier etwa!? Waren sicher welche dabei. Sind teils ja ganz schön helle Jungs und Mädel, waren nicht von ungefähr spätestens seit dem Hochmittelalter Dienstpersonal des Vatikans in Sachen Banking. Aber Jahrtausende bevor die Juden erstmals auf den historischen Plan traten, gab es die Supraoligarchen bereits. Laut Frederick Tupper Saussy handelt es sich bei jenen letzteren um die „Linie des Kain“, um „Rulers of Evil“, um Wächter über die Zivilisationsentwicklung. Darum ein bißchen Respekt, bitteschön. Nein, sind keine Hexen und Zauberer, leider nicht, bloß Wächter! Anderenfalls hätten sie den Normalsterblichen längst schon deren Willen zum Blödesein weggehext und deren Willen zum Kriminellsein weggezaubert.

        • Berichtigung: John J. McCloy war US-Hochkommissar und in dieser Eigenschaft oberster Hwrr über alles in der BRD Politische und Militärische nicht ab 1945, sondern ab 1949, dem Gründungsjahr der BRD. Und vergab die Lizenzen/Erlaubnisse für Gründungen von Medien und Parteien. Wer denn schön artig war bzw. USArtig…

  4. … und zu „Wir haben soviel Waffen geliefert und trotzdem ist alles kaputt“ – passt doch genau zur „EU$A“-POLIT-Fuhr-WERKEREI – nach dem Poltör/ösen-Motto: – „schon drei mal ab-ge-schnit-ten – und immer noch zu k u r z“ !?! – bitte nur Tränen lachen – wenn überhaupt … 😉

    P. S.: – „echte“ Politiker habe Ich zuletzt in den „90ern“ als „KofferTräger“ erlebt !?! – Politessen /-eure gibt es offiziell bei „Ordnungs-Ämtern“ !?! – ergo mußte Ich den heutigen „L i C h T-Gestalten“ einen eigenen „N a M e N“ verpassen !?!

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