Ob Hafermilch, ob Gender-Stern: Der Oberlehrer hört sich gern! – Mit Wilhelm Busch auf linker Fährte

Wilhelm Busch – KI-generiert
Wilhelm Busch – KI-generiert

 

Was muss man oft von bösen – Weltenrettern lesen …

Hier sieht man sie, in Reih’ und Glied,
Was auf dem Jahrmarkt wohl geschieht?
Der Michel schaut mit bangem Blick,
Vom linken bis zum rechten Glück.
Am Karussell der Ideologen
Wird fleißig an dem Strick gezogen;
Und wer am lautesten geschrien,
Hat meist den Dreck dafür geliehen.

Erster Streich

Ach, wie fein und tugendsam
Ist so mancher rote Mann!
Hebt den Finger, rein und weiß,
In der Küche kocht’s schon heiß.

Seht die Linke auf dem Plan,
Die im Geiste Marxens sann:
„Die Reichen, schießen wir hernieder!“
So tönt es laut aus deren Lieder.
Doch halt! Die Führung rief geschwind:
„Nein, nein, das wäre ja eine Sünd’!
Wir lassen sie in Fron und Plag’,
Im Gulag-Garten jeden Tag!“

Ein Knall! Ein Schrei! Das bunte Band –
Der Wohlstand flieht aus unser’m Land.

Zweiter Streich

Die Grünen stehn im Biotop,
Mit Lastenrad und Öko-Mob.
Sie sprechen sanft von Menschheitsglück,
Doch schaut man auf ihr Meisterstück:
„Das deutsche Wesen, braun und grau,
Verdünnen sie mit Saft ganz schlau!
Bloß keine Heimat, kein alter Pfad,
Das stört den Multikulti-Staat!“

Da freut sich die Natur so sehr –
Der Michel hat bald gar nichts mehr.

Dritter Streich

Die SPD, die alte Tante,
Die man als Arbeiterfreund kannte,
Zeigt her ihr scharfes, strenges Wort,
„Vertreibt das Goldstück nicht vom Ort“.

Der Kanzler-Vize rief mit Fleiß:
„Wer gar nicht schwitzt im Arbeitsschweiß,
Dem bleibt der Löffel niemals leer,
Den füttern wir nun mehr und mehr!“

Das ist die Suppe, wohlgesalzen,
Auf der die roten Wanzen walzen.

Vierter Streich

Der Friedrich saß in stolzer Ruh
Und rief dem Volke munter zu:
„Wählt mich und die Union sodann,
Damit ein jeder sparen kann!
Die Steuer sinkt, das Wachstum steigt,
Weil sich der Staat bescheiden zeigt.“

Das Volk, von manchem Leid geplagt,
Hat froh und gläubig „Ja“ gesagt.
Man wählte ihn mit großem Hall,
Nun sitzt er auf dem Thron im All.

Das Schöne an der Politik:
Sie ändert sich im Augenblick.
Wer erst verspricht, das Geld zu achten,
Wird kräftig dann nach deinem trachten.

Fünfter Streich

Und auf der Straße, wild und frei,
Dort hörst Du Antifa Geschrei.
Mit Steinen groß und Hirn so klein,
Schlagen sie die Fenster ein:
„Oh Deutschland, du gar miese Sau,
Wir färben deine Fresse blau!
Komm, Bomber Harris, flieg herbei,
Und mach das ganze Land zu Brei!“

Die Linken applaudier’n im Chor –
So stellt man sich die Zukunft vor!

Sechster Streich

Nun kommt die Praxis, handgemacht,
Wenn Hamburgs Schanzenviertel kracht!
Ein Auto brennt, der Laden birst,
Weil du ein Antifante wirst.
Und wehe dem, wer anders denkt!
Der wird vom Hammer jäh beschenkt.
Man bricht die Knochen, bricht das Bein –
So zieht der wahre Glaube ein!

Ob Tesla-Werk, ob Eisenbahn,
Nichts mehr treibt den Motor an.
Man outet, droht und sperrt den Saal –
Alles wird zur großen Qual.

Das große Finale des Jahrmarkt-Spiels

Da steht der Michel nun im Kreis,
Ihm wird vor Angst schon kalt und heiß.
Von links die Räte, stramm und rot,
Die rufen nach dem Einheitsbrot.

Von rechts die Garde mit Trompeten,
Die wollen stolz den Boden retten,
Es ziehn‘ vorbei die schweren Jahre,
Die Altpartei’n lieg’n auf der Bahre.

Die Moral von der Geschicht‘

Wer mit der Nazi-Keule schwingt,
Und selbst im linken Glashaus singt,
Der merkt nicht, dass der Stein schon fliegt,
Das alles hier in Trümmern liegt.
Ob links, ob rechts, ob frommer Wahn:
Sie fahren meist auf falscher Bahn!

Und der arme Michel spricht:
„Herrgott, schick uns helles Licht!
Regiert mich einfach ohne Schrei,
Und lasst die linke Show vorbei!“

Doch ach, das Karussell dreht weiter,
Die Narren lachen, dumm und heiter.
Das ist der Schluss in diesem Band –
Gott schütze unser Vaterland!

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Über Pandora 143 Artikel
Ich bin ein lebendes Fossil mit Einschusslöchern. Ich bin das, wovor Ihre Enkel Sie in der Uni-Mensa gewarnt haben: Ein alter weißer Mann – und zwar mit scharfem-S, denn ich bin nicht nur ethnisch hellhäutig, sondern bilde mir auf meine Lebenserfahrung auch noch was ein. Baujahr 1956: Mein Betriebssystem ist zwar nicht mehr ganz taufrisch, aber die CPU läuft auf Hochtouren, während der Rest der Hardware langsam nach Ersatzteilen schreit. Meine Biografie ist eine große Rechtskurve. Links angefangen, nur um heute festzustellen, dass ich direkt zum bürgerlichen Abendbrot gewandert bin, ohne unterwegs nach dem Weg zu fragen. Während andere in meinem Alter die Fernbedienung suchen, analysiere ich noch die Weltlage – meistens mit einem satirischen Kommentar, der so trocken ist, dass ich dazu ein Glas Wein trinken muss. Ich sorge dafür, dass das Böse die Büchse der Pandora verlässt und nur das Gute in ihr bleibt. Vorsicht: Kann Spuren von Lebenserfahrung und autoritärem Humor enthalten.

22 Kommentare

  1. Der Sachsen-Anhaltinische Spitzenkandidat Ulrich Siegmund will nicht den alten Kaiser Wilhelm wiederhaben. Nein, nicht, er will „nur sein gutes altes sicheres Deutschland zurück.“ Siehe gleich in den ersten Sekunden bei Flavio v. Witzleben:

    https://youtu.be/SyBHH8gdjEY

    Wir sind gerührt, ja, und auch der von Witzleben scheint sich sein Grinsen nur ganz knapp verkneifen zu können. Ja, so ist das eben, wenn einer es mit Politikern zu tun hat, dann muß er unwillkürlich an die Hanseln denken, die auf diese Figuren hereinfallen. Und würde sich am liebsten kringeln vor Lachen.

    Und ganz gleich, ob souverän oder nur Wirtschaftsgebiet, doch hör‘ ick dir trappsen, mein Nationalstaat! Wenn einmal gefragt würde, wie unser schönes gutes, altes und sicheres Deutscheland denn nur so tief sinken konnte, stellt sich einem ein stetiger Abrutsch vor das geistige Auge. Immer diese Großmannssucht: von Bismarck zu Hitler, und immer noch weiter runter mit Adenauer bis Merz, eine Reinlege jagte die nächste. Wie aus der Funk- und Fernsehwerbung wohlbekannt, geht es „immer noch billiger“.

    Am gutesten waren ja wohl die alten und sicheren 20 BRD-Nachkriegsjahre ab 1948. Also los, es sage niemand, es ginge nicht! Erst alles in Schutt und Asche legen, und dann wieder aufbauen! So gesehen, sind wir längst schon auf dem richtigen Weg!

    • Ab 1948 war zwar die Hungersnot überstanden, aber trotzdem waren die ersten 20 Jahre nicht gut. Als halbwegs gut würde ich die Zeit zwischen 1965 bis 1990 bezeichnen. Mit dem Jugoslawien-Krieg wurde ersichtlich, D ist auf dem falschen Weg. Die Chance auf „Ewige Neutralität“ wurde 1990 vertan.

      • Jugoslawienkrieg war doch erst Ende der 90er unter der rot-grünen Friedensregierung Schröder/Fischer. Anno 1990 war noch Kohl und erster Irakkrieg. An dem militärisch direkt sich zu beteiligen Kohl sich geweigert hat, allerdings hat er der damaligen Kriegskoalition 40 Mrd. DM überwiesen.

        Erstaunlich grundstürzender politischer Schwenk, der sich da in den 90ern vollzogen hat von Kohl bis hin zu Schröder/Fischer. NWO, ick hör‘ dir trappsen!

    • Ich bin selbst Atheist.
      Allerdings war es Wilhelm Busch wohl nicht.
      Wenn ich also in seinem Stil schreibe, dann auch mit Gott.
      🙂

  2. Wenn einer, der mit Mühe kaum, geklettert ist auf einen Karrierebaum, schon meint, dass er ein Kanzler wär‘, so irrt sich der!

    • Der Abend war wohl schön und rund,
      die Gäste in der Runde bunt.
      Wir freuen uns auf schönes Wetter,
      dann ist mein Nachbar unser Retter.

      • Bei Bratwurst, Bier und Rum, getopft,
        haben wir alles in uns rein gestopft.
        Potzblitz, bei diesen guten Sachen hier,
        war die Entscheidung leicht: Da bleiben wir!

  3. Es gibt viele schöne Gedichte von Wilhelm Busch.

    Rechthaber
    Seine Meinung ist die rechte,
    wenn er spricht, müßt ihr verstummen,
    sonst erklärt er euch für Schlechte
    oder nennt euch gar die Dummen.
    Leider sind dergleichen Strolche
    keine seltene Erscheinung.
    Wer nicht taub ist, meidet solche
    Ritter von der eignen Meinung!

    • Ganz so fromm tolerant wie der W.B. sich mit seinem Gedicht gerierte, ist er nicht immer gewesen. Er war also völlig normal, konnte wunderschön ausrasten, wenn ihm ein Tun und Treiben seiner Mitmenschen so garnicht gefiel. Gefällt mir.

      Es gibt Grenzen, an denen selbst der frohsinnigste Humor seine Gefolgschaft verweigert. Und sich in einen Sturmtrupp verwandelt.

  4. Ich habe noch eine Stophe eingebaut.
    „Vierter Streich

    Der Friedrich saß in stolzer Ruh
    Und rief dem Volke munter zu:
    „Wählt mich und die Union sodann,
    Damit ein jeder sparen kann!
    Die Steuer sinkt, das Wachstum steigt,
    Weil sich der Staat bescheiden zeigt.“

    Das Volk, von manchem Leid geplagt,
    Hat froh und gläubig „Ja“ gesagt.
    Man wählte ihn mit großem Hall,
    Nun sitzt er auf dem Thron im All.

    Das Schöne an der Politik:
    Sie ändert sich im Augenblick.
    Wer erst verspricht, das Geld zu achten,
    Wird kräftig dann nach deinem trachten.“

    • Die wirtschaftspolitische Krux mit dem Geld ist ja doch die, daß es ganz egal ist, wer es hat und wofür einer es ausgibt. Für eine gewinnbringende Wirtschaft von Belang ist allein, daß das schöne Geld moglichst flott ausgegeben wird, und ganz gleich auch, für welchen Scheiß. Denn wisse: Hauptsache Arbeit, nur aus Arbeit kommt Gewinn hervor.

      Also macht der Fritze alles richtig, auch wenn er die Ukrainehilfen direkt an US-Rüstungskonzerne gibt. Aber schließlich haben wir Weltwirtschaft, und es wird darum wohl schon was nach Dschörmanie zurückfließen aus den USA. Oder auch aus Peru, aus dem Radwegebau. Geld verschwindet ja nicht, es wechselt bloß ständig den Besitzer. Also nicht meckern, bitte!

      Ja, Renditewirtschaft ist lustig, ihr größtes Problem wären Sparpolitik oder gar Steuersenkung. Dann stünde bald die Warenproduktion still und es brächen Chaos und Barbarei aus. Zu deren Abwendung dann allein ein Great Reset helfen könnte.

      Verdammt, lassen Sie mich nachdenken, bitte, ich glaube, diesen Begriff habe ich schon einmal gehört. „Great Reset“, war das nicht irgendwas mit nichts besitzen und glücklich sein!? Aber warum sagen die dann nicht gleich Sozialismus.

      • Du redest einen Scheiß, nur, um irgendwie dieses System auch zu rechtfertigen und das ohne unterlass.
        Immer dasselbe, ohne einen Funken echte Kritik, geschweige denn eine echte Handlungsanweisung die zielführend ist.

        • #Publicviewer — Die zwei hier haben die Katze am Schwanz:
          https://youtube.com/shorts/LWBS8tNr0nk

          Eigentlich hätte der Chef des seismographischen Instituts längst schon zum Verlassen des Gebietes auffordern müssen. Doch er tat es nicht, weil… — wäre folgenlos geblieben und hätte ihm nur Ärger eingebracht. Und dann gab es da noch dieses Geschäftsmodell…

  5. Also, ich mag Ihren Wortwitz. Und ich profitiere mit Vergnügen von Ihrem politischen, philosophischen und geschichtlichen Wissen. Danke.

  6. Hier haben wir mal einen echten Schildbürgerstreich und zwar versucht man die vom perversen Profitsystem generierten Opfer aus dem Stadtbild zu entfernen indem man ihnen einen mietfreihen Hühnerstall/tinyhouse schenkt, siehe:

    https://www.breitbart.com/pre-viral/2026/06/09/socialist-seattle-mayor-debuts-tiny-homes-homeless-says-sobriety-not-required/

    Im perversen Profitsystem kann man sogar aus den zwangsläufigen Opfern noch Profit generieren, dieses menschenfeindliche System wurde in der ehemaligen DDR überwunden, lediglich die Alkoholiker wurden indirekt durch den Kollektivismus/Rudel-Saufen a la Putinland gefördert, hier kann nur der Individualismus/Buddhismus/Hinduismus mit seinem konsequenten Selbsterhaltungstrieb einen Unterschied/Heilung anbieten/machen! We shall overcome Kapitalismus! Hoch die internationale Solidarität!

  7. Nachtrag: Dieses Rudel-Saufen ist das Fundament der ostdeutschen AfD-Wählerschaft denn nur dort werden die Dorfinsassen poltitisch konditioniert, indem der Dorfälteste den Ton angibt/erzwingt und alle Kadaver-Gehorsamen/Dorfinsassen nachäffen—–abartiges/niederträchtiges deutsches Kriechertum, pfui Teufel

    • @Cource
      Schön, dass es wenigstens hier noch Meinungsfreiheit gibt und so auch verwirrte linke Ideologen hier schreiben können.
      Immer wieder die gleichen Parolen, wie „We shall overcome Kapitalismus! Hoch die internationale Solidarität!“ Die Beschimpfung von Trump/AfD und Ostdeutschen wiederholt sich wie eine Mantra. Das ist kein Inhalt und meist Müll.
      Nur die Freunde von Karl Marx haben sicher ihre Freunde daran.
      So seien sie „ein Rufer in der Wüste“.
      Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen. (George Orwell). Das gilt eben auch für Cource.

      • Ja, so sind sie, die Klosterschüler. Jedenfalls die, bei denen die Hirnwäsche funktioniert hat. Gut zu sehen gewesen schon bei Ceaucescus Waisenkindern. Und dann sollte man sich gleich auch mal fragen, was denn wohl mit all den vielen Kindern ist, von denen glaubwürdig zu hören ist, daß sie verschwunden seien. Neue Gladio-Geheimarmee, oder verkauft in die Sklaverei?

        Ja, genau, richtig, ca. 1090 der Kinderkreuzzug ins Heilige Land. Von denen kam niemand mehr zurück. Stell dir vor, du willst Sklaven haben und brauchst sie nicht zu fangen. Weil sie in Massen zu dir hinreisen.

  8. Jetzt kommt es raus, die trumpsche Inflation führt zur Verarmung und ohne happa-happa keine neue Verfettung, siehe:

    https://www.breitbart.com/politics/2026/06/18/rfk-jr-obesity-rates-have-dropped-for-first-time-in-50-years/

    Soviel zur Lösung der Überernährung, einfach die Fixkosten erhöhen schon muss man bei der Fresserei sparen, dass könnte Biden als linksgrüner so nicht machen/verantworten, d.h. letztendlich was zählt ist das Ergebnis—–dummmm gelaufen halt nur für die fresssüchtigen Narzissen

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