Aufbruch für Deutschland: Ein Ruck der Veränderung, statt Denkmalschutz für das Establishment 

Aufbruch für Deutschland – Foto Bernd Volkmer
Aufbruch für Deutschland – Foto Bernd Volkmer

Man hatte es ja geahnt, aber nun ist es amtlich: Die Hütte brennt. Und zwar lichterloh. Wer dachte, im beschaulichen Düren würden am Vorabend von Fronleichnam nur die Grillwürstchen anbrennen, wurde eines Besseren belehrt. Im Winkelsaal von Schloss Burgau brannte das „Feuer der Nation“ so heiß, dass selbst der historische Denkmalschutz kurz vor dem Herzinfarkt stand.

Im Winkelsaal von Schloss Burgau – Foto Bernd Volkmer
Im Winkelsaal von Schloss Burgau – Foto Bernd Volkmer

Die volle Besatzung beim Löschzug

Das Motto des Abends? „Zukunft NRW – Zukunft AfD“. Ein Slogan wie ein Versprechen – oder eben eine Drohung, je nachdem, auf welcher Seite der Hecke man stand.

Die Crème de la Crème der politischen Feuerwehr war angerückt, um den vermeintlichen Großbrand im Lande zu löschen. Mit im Löschzug: Tino Chrupalla, Sascha Lensing, Dr. Martin Vincentz, Klaus Esser und Tim Kellner alias Love Priest. Ein Aufgebot, bei dem der durchschnittliche Polit-Feinschmecker ehrfürchtig das Besteck fallen lässt.

Der Andrang war verständlicherweise gigantisch. Fast 800 Anfragen bei 450 Plätzen! Die Veranstalter mussten viele Enthusiasten wegschicken. Ein echtes Drama: Da will man einmal live dabei sein, wenn Deutschland gerettet wird, und dann scheitert es an den Brandschutzauflagen des Winkelsaals. Tragisch.

Gegendemonstration Schloss Burgau – Foto Bernd Volkmer
Gegendemonstration Schloss Burgau – Foto Bernd Volkmer

Die heilige Hecke als Schutz vor der Apokalypse

Draußen, auf dem vorderen Teil des Parkplatzes, fand ab 16:00 Uhr das statt, was der feinsinnige Beobachter gerne als „links-grünen Spuk“ bezeichnet. Das bewährte Ensemble aus Trillerpfeifen und Sprechchören gab sein Bestes. Doch die Organisatoren hatten ein geniales Einsehen mit der Ästhetik des Abends: Eine majestätische, bis zu drei Meter hohe heilige Hecke trennte beide Welten.

War das etwa der Botanische Verfassungsschutz? Eine Hecke als Bollwerk der Zivilisation. Jenseits das Pfeifkonzert, diesseits die Rettung des Abendlandes. Man kann der Burgauer Schlossgärtnerei für dieses grüne Wunderwerk der Deeskalation gar nicht genug danken.
Pünktlich um 18:00 Uhr hatte es sich ausgetrillert. Anscheinend reichte die Puste nur für zwei Stunden oder die Demonstrationszulage war abgearbeitet.

Im Schlosshof, bot sich das wahre, unzensierte Bild Deutschlands. Ein bunter Querschnitt der Bürgerschaft – von Jung bis Alt, von Weiß bis Schwarz, ob Frau oder Mann. Ein wahres Festival ohne verordnete Diversität, dafür mit Deutschland-Sticker am Revers.

Als Erstes lief mir Serge Menga über den Weg, wie immer mit einem Lachen auf den Lippen.

Zwei Dinge suchte man hier allerdings vergeblich, Kopftücher – vermutlich an der Hecke hängengeblieben und Regenbogenfahnen – wegen der Gefahr von Windböen auf dem Schlosshof.

Tino Chrupalla Rede Schloss Burgau – Foto Bernd Volkmer
Tino Chrupalla Rede Schloss Burgau – Foto Bernd Volkmer

Zwischen Aufbruchstimmung und saurer Milch

Warum das Ganze? Weil die Gesellschaft aufwacht! Wer dachte, nach dem Cum-Ex-Kanzler des kollektiven Gedächtnisverlusts könne es nicht schlimmer werden, wird nun vom „Kanzler der gebrochenen Wahlversprechen“ eines Besseren belehrt. Die politische Resterampe Berlin liefert jeden Tag verlässlich. Nicht nur in Düren steht man bereit, den Schutt wegzuräumen.

Mit der obligatorischen, fast schon traditionellen Verspätung startete ein wahres Hochamt der Ausdauer. Ein Sechs-Reden-Marathon. Sechs! Das ist die politische Variante von Iron Man, nur dass am Ende nicht gelaufen, sondern verbal ausgeteilt wurde.

Der Saal bebte vor einem ganz bestimmten Gefühl: Aufbruch! Also, der Wunsch nach einem Ruck. Einem Ruck, der das Land so gründlich durchschüttelt, dass die Altparteien vor Schreck in Deckung gehen.

Für den ersten intellektuellen Twist des Abends sorgte der Landesvorsitzende Dr. Martin Vincentz. In einem Akt subtiler Ironie vollbrachte er das Kunststück, ausgerechnet das ewige Feindbild der eigenen Anhänger – Angela Merkel – zu loben. Warum? Weil die Altkanzlerin eine visionäre Seherin war! Sie hat schließlich schon vor Jahren erkannt, dass Friedrich Merz so viel Kanzlerformat besitzt wie eine leere Packung Toilettenpapier. Wenn die Feindin deiner Feinde recht hat, wird sie eben kurzzeitig zur Kronzeugin der Wahrheit befördert.

Den humoristischen Zenit erreichte jedoch Tino Chrupalla mit einer zoologisch-kulinarischen Abrechnung mit der FDP. Nach deren jüngster Wahlschlappe goss er puren Spott über Marie-Agnes Strack-Zimmermann aus. Seine messerscharfe Analyse: Wer diese Frau wählt, wählt den häuslichen Super-GAU.
„Stellt euch vor, ihr sitzt mit so einer Frau am Tisch, da wird doch die Milch sauer, der Hund geht in Deckung und der Wellensittich fliegt durch das geschlossene Fenster.“

Man lernte an diesem Abend: Die FDP ist nicht nur politisch angeschlagen, sie ist auch eine Gefahr für Haustiere und Molkereiprodukte. Ein wahres biologisches Kampfstoff-Szenario am Frühstückstisch!
Dieses rhetorische „Meisterwerk“ entfesselte im Saal eine Welle der Begeisterung, die hart an der Grenze zur Ekstase kratzte. Stehende Ovationen! Sprechchöre! „Tino, Tino!“-Rufe hallten durch den Saal, als hätte er gerade eine Runde Freibier ausgegeben.

Jürgen Klever aus Würselen – Foto Bernd Volkmer
Jürgen Klever aus Würselen – Foto Bernd Volkmer

Der Mythos der Wiederauferstehung

Der Love Priest betrat die Kanzel und verkündete das erste Gebot: „Wer die Show macht ist der Boss.“ Was folgte, war ein pausenloser Dompteur-Akt für die johlende Menge, die von seinen rhetorischen Tiefschlägen schwer begeistert wirkte. Zum Finale gab es noch einen Schuss historischen Beziehungsratgeber: Mohammed – optisch definitiv keine „Dampfnudel“ – stand auf das Modell „Vier Frauen“, Startalter: sechs Jahre. Ein Konzept, das sich beim nächsten Nachbarschaftsfest wohl nur schwer als neuer Trend verkaufen lässt.

Und was wäre eine politische Bewegung ohne ihre eigenen Legenden? Auftritt: Jürgen Klever aus Würselen. Ein Mann, der den Begriff „Parteisoldat“ so wörtlich genommen hat, dass die moderne Medizin an ihre Grenzen stößt. Seit zehn Monaten fesselt ihn ein Unfall im Dienst der Sache an den Rollstuhl – doch die Biologie hat die Rechnung ohne den unbändigen Willen des Parteisoldaten gemacht. Denn in Düren wurde das Wunder Wirklichkeit: Er ist einfach aufgestanden! Gut, es fehlt ihm jetzt ein Bein, aber er steht! Wie eine deutsche Eiche, nur eben mit etwas weniger Bodenhaftung. Ein medizinisches Wunder, angetrieben von reinem Patriotismus!

Am Ende blieb das Gefühl, Zeuge von etwas ganz Großem gewesen zu sein. Hunderte Menschen spürten ihn ganz deutlich: den Geist. Oder zumindest die kollektive Entschlossenheit, das Land einmal kräftig umzudrehen. Denn wenn alles erst mal vom Kopf auf die Füße gestellt ist, steht es fest auf dem Boden – und die Welt sieht aus der Perspektive eines traumatisierten Wellensittichs gleich viel spannender aus.

Serge Menga und Bernd Volkmer – Foto Bernd Volkmer
Serge Menga und Bernd Volkmer – Foto Bernd Volkmer

Das Selfie des Aufbruchs und das große Heulen und Zähneklappern

Bevor die Revolution das Land endgültig umkrempelt, musste natürlich das Wichtigste erledigt werden: die Social-Media-Dokumentation.

Großer Andrang herrschte beim Selfie-Shooting auf der Bühne. Mit deutscher Disziplin stellten sich die Besucher artig an. Wann hat man schließlich schon mal die Gelegenheit, den Bundesvorsitzenden so nah vor die Linse zu bekommen, dass man das Polyester seines Anzugs riechen kann? Ein Bild für die Enkel – oder zumindest für die Familien-WhatsApp-Gruppe.

Der „Geist von Schloss Burgau“ ist nun entfesselt. Die besten Zeiten für Deutschland werden kommen. Das Ende der „Kartellparteien“ naht unaufhaltsam, und der Entzug der Fleischtöpfe steht kurz bevor. Man sieht sie förmlich vor sich, die etablierten Politiker, wie sie panisch ihre Diäten umklammern, während die AfD-Karawane ungerührt an den heulenden Wölfen vorbeizieht.

Organisation: Ingrid Esser – Foto Bernd Volkmer
Organisation: Ingrid Esser – Foto Bernd Volkmer

Es muss anders werden

Um es mit den Worten des alten Georg Christoph Lichtenberg zu sagen, den ich für diesen Abend bemühen möchte:
„Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird, aber soviel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es gut werden soll.“

Ob es allerdings besser wird, wenn die Hecke irgendwann fällt – das bleibt das spannende Geheimnis der nächsten Landtagswahl am 25.04.2027. Bis dahin bleibt das Schloss Burgau erst einmal das Epizentrum des gepflegten Vulkanausbruchs.

Mein Artikel zur Wahlkampfveranstaltung der AfD vom 05.09.25 in Düren hier

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Ich bin ein lebendes Fossil mit Einschusslöchern. Ich bin das, wovor Ihre Enkel Sie in der Uni-Mensa gewarnt haben: Ein alter weißer Mann – und zwar mit scharfem-S, denn ich bin nicht nur ethnisch hellhäutig, sondern bilde mir auf meine Lebenserfahrung auch noch was ein. Baujahr 1956: Mein Betriebssystem ist zwar nicht mehr ganz taufrisch, aber die CPU läuft auf Hochtouren, während der Rest der Hardware langsam nach Ersatzteilen schreit. Meine Biografie ist eine große Rechtskurve. Links angefangen, nur um heute festzustellen, dass ich direkt zum bürgerlichen Abendbrot gewandert bin, ohne unterwegs nach dem Weg zu fragen. Während andere in meinem Alter die Fernbedienung suchen, analysiere ich noch die Weltlage – meistens mit einem satirischen Kommentar, der so trocken ist, dass ich dazu ein Glas Wein trinken muss. Ich sorge dafür, dass das Böse die Büchse der Pandora verlässt und nur das Gute in ihr bleibt. Vorsicht: Kann Spuren von Lebenserfahrung und autoritärem Humor enthalten.

24 Kommentare

  1. „Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird, aber soviel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es gut werden soll.“ Aber niemals mit dem weiter so der Altparteien

  2. Die Blamage der Unionsgeführten Regierung nimmt kein Ende! Sie liefern tatsächlich jeden Tag den erneuten Beweis, dass sie es nicht können.
    Wenn Deutschland bei der Abstimmung für einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat klar unterliegt und Österreich und Portugal überzeugend vorbeiziehen, dann wird es Zeit für den Kanzler den Hut zu nehmen.
    Neuwahlen jetzt!

    • Sie vergessen:
      Shaef-Gesetz-Nr. 52 Artikel VII Ziff. 9 Buchstabe e:
      Deutschland bedeutet das Gebiet des Deutschen Reiches, wie es am 31. Dezember 1937 bestanden hat.  Zitat ende.

      Auch:
      Die von den Alliierten definierte Territorialität Deutschlands waren und sind die Reichsgrenzen vom 31.12.1937.
      Das „Bundesverfassungsgericht“ hat dies mit Urteil vom 31.07.1973 bestätigt:
      „Es wird daran festgehalten, dass das Deutsche Reich den Zusammenbruch 1945 überdauert hat und weder mit der Kapitulation, noch durch die Ausübung fremder Staatsgewalt in Deutschland durch die Alliierten untergegangen ist.
      Es besitzt nach wie vor Rechtsfähigkeit, ist allerdings als Gesamtstaat mangels Organisation nicht handlungsfähig.
      „Die BRD ist nicht Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches.“ (Urteile 2 Bvl.6/56, 2 BvF1/73, 2 BvR 373/83; BVGE 2,266 (277); 3, 288 (319ff; 5.85 (126); 6, 309, 336 und 363)
      Diese Urteile sind zu keinem Zeitpunkt revidiert worden und auch nicht durch die geänderten politischen Verhältnisse in Europa hinfällig geworden.
      Das besatzungsrechtliche Provisorium „Bundesrepublik Deutschland“ war und ist die Simulation eines Staates. Zitat ende.

      UND, die BRD ist die installierte Verwaltung der Wirtschaftsgebiete(GG) – der Besatzer!
      Wer da den Kollaborateuren und Vasallen, den Politikern der BRD, der alliierten Besatzer folgt dem ist nicht zu helfen.
      https://odysee.com/@Dokumentationen:d/Here-is-germany:a
      Gruß Karl

      • Jetzt muss ich lachen 🙂
        Da kommt der Reichsbürger voll in Fahrt.
        Paragraphen, Zitate, aus längst vergangenen Zeiten, als gäbe es kein hier und jetzt.
        Karl, geh nach Oberschlesien und erzähle dort Deine Geschichte. Nur hört Dir da keiner zu.
        Nein, sie verstehen Dich nicht mal, es sei denn Du predigst in ihrer Sprache.
        Deutschland, oder wie Du denkst „Das Deutsche Reich“, wird nicht wieder erstehen, so sehr Du es Dir auch wünschst.
        Ich bin Deutscher! Deutscher der Bundesrepublik Deutschland, mein Vaterland! Punkt!

        • Alles Klar.
          Aber sie, und viele andere sind auf dem Holzweg.
          Reichsbürger sind die Nationalsozialisten(Reichsbürgergesetz 1934). Und wer nach Nahtziegesetzen lebt ist was…?
          Ich bin Preuße von Geburt, bei den Besatzern nachgewiesen.
          Ja, da läuft der Reichsbürger- ruft der Reichsbürger. Gruß Karl

  3. Merz, Klingbeil, Söder und erst recht Wüst sind nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems.
    Deutschland, verKOHLt und ausgeMERKELt, wird nun ausgeMERZt, um es endgültig zu verWÜSTen.

  4. Das Motto „Zukunft NRW – Zukunft AfD“ war der Aufhänger der Veranstaltung.
    Ich war mit großen Erwartungen dort. Nein, ich bin nicht Mitglied dieser Partei und ich habe auch nicht die Absicht in diese Partei einzutreten. Der Abend war insgesamt gut und fünf der sechs Vortragenden konnten mir auch den Enthusiasmus vermitteln, den es braucht, dieser Partei zu vertrauen.
    Leider kam nicht das Beste zum Schluss. „Der die Show macht ist der Boss!“ Welche Show? Es war eher „das Letzte“. Der Auftritt des selbsternannten LOVE PRIEST hatte nichts, aber auch gar nichts mit Satire zu tun. Mit seiner Anspielung auf einen Österreicher, der leider verstorben ist, hat er die Grenze der Geschmacklosigkeit überschritten, auch wenn die Äuflösung dann „Jörg Haider“ lautete. Es hätte dieses Auftritts nicht gebraucht. Kellner hat damit eher Schaden verursacht.

    • Einfach ekelhaft, dieser Typ! Wie war das mit „aufgedunsene Dampfnudel“? Da hat er bestimmt in den Spiegel geschaut.

  5. In der BRD wird es bald schon zu Bürgerkrieg und vollauf chaotischen Verhältnissen kommen. Eine jegliche deutsche Regierung wird dann gezwungen sein, die RF um militärischen Beistand zu bitten, anzuflehen, anzubetteln! Weil dieser Beistand von jeder anderen Seite verweigert werden wird.

    Wenn Chaos und Bürgerkrieg vorüber sein werden, wird alles zwischen Rhein und Ural von der RF technokratisch-planwirtschaftlich dominiert werden im Auftrag jener Konstellation, welche einst Lenin in seiner Imperialismusschrift als „supranationale Finanzoligarchie“ betitelt hat. (Als Politiker zwar Machtfanatiker, war Lenin aber fachkundig in politischer Ökonomie.) Eine deutsche solche Dominanz würde der Westen niemals akzeptieren wollen.

    Das ganze 20. Jahrhundert hindurch hat Deutschland den Idioten gegeben für jene Oligarchie. Warum sollte das in diesem Jahrhundert anders sein.

    Für die AfD kein Beinbruch das alles. Sie wird die neue Partei von Moskaus Gnaden werden. Darum: Wer jetzt eintritt in die AfD, wird später eine niedrige Parteiausweis-Nr. haben, als „alter Kämpfer“ gelten und daraus Vorteil ziehen können in Sachen Wohnungen, Jobs usw.

  6. Wenn es bei der AfD gut werden soll, dann muss es bei ihr anders werden:
    1. Fehler im Geldsystem beheben
    2. Umweltproblematiken anerkennen und beheben
    3. Ausrichtung der Sozialpolitik nicht nach Hayek, sondern nach Helmut Creutz/Silvio Gesell/Peter Haisenko

  7. Die Afd wird uns mit oder ohne der CDU in den Krieg führen und alle humanitären Errungenschaften der letzten 150 Jahre in die Tonne treten.

    • Die außenpolitische Haltung der AfD zu den aktuellen globalen Brandherden basiert auf dem selbsterklärten Grundsatz einer „Germany First“-Doktrin. Die Partei argumentiert primär aus einer Perspektive des nationalen Eigeninteresses, was in der Praxis zu einer strikten Ablehnung militärischer Einmischungen, Sanktionen oder Waffenlieferungen führt.

      Gleichzeitig zeigen sich bei den jüngsten geopolitischen Eskalationen — insbesondere im Nahen Osten — deutliche Risse und Richtungsstreitigkeiten innerhalb der Parteispitze.

      1. Ukraine-Krieg: Striktes „Nein“ zu Hilfen und Sanktionen

      In Bezug auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine vertritt die AfD eine klare und homogene Linie. Sie positioniert sich als „Friedenspartei“ und fordert eine sofortige Beendigung der Kampfhandlungen durch diplomatische Verhandlungen.

      Waffenlieferungen & Finanzhilfen: Die AfD lehnt jegliche militärische und finanzielle Unterstützung der Ukraine durch Deutschland strikt ab. Sie spricht von einer „aussichtslosen Verlängerung“ des Konflikts auf Kosten der deutschen Steuerzahler.
      Sanktionen gegen Russland: Die Partei fordert ein sofortiges Ende der Wirtschaftssanktionen gegen Moskau. Stattdessen setzt sie sich für eine Wiederaufnahme der Energielieferungen aus Russland (inklusive Reparatur von Nord Stream) ein, um die deutsche Wirtschaft zu entlasten.
      Geopolitische Einordnung: Westliche Staaten und die NATO werden für den Konflikt mitverantwortlich gemacht; angestrebt wird eine Abkehr von der transatlantischen Priorisierung hin zu einer „multipolaren Weltordnung“.

      2. Israel und Palästina: Der Riss in der Partei

      Der Nahostkonflikt erweist sich für die AfD als ideologische Zerreißprobe. Nach den Terroranschlägen der Hamas vom 7. Oktober 2023 stand die Partei zunächst demonstrativ an der Seite Israels — primär geeint im Kampf gegen den radikalen Islamismus. Mit der Andauer des Krieges brachen jedoch alte Konfliktlinien auf.

      West-Verbände (pro-israelisch): Große Teile der West-Landesverbände und der Bundestagsfraktion betonen weiterhin das legitime Selbstverteidigungs- und Existenzrecht Israels. Der Fokus liegt hier stark auf der Bekämpfung des zugewanderten Islamismus in Deutschland.
      Ost-Verbände & Parteivorfeld (israelkritisch): Im Osten und im rechtsnationalen Vorfeld der Partei bröckelt die Solidarität massiv. Vertreter wie Björn Höcke oder Tino Chrupalla agieren zunehmend distanzierter. Sie lehnen deutsche Waffenlieferungen an Israel ab und argumentieren, dass die deutsche Staatsräson ausschließlich „Deutschland“ heißen dürfe.
      Flüchtlingsfrage: Einig ist sich die Partei darin, dass der Konflikt nicht nach Deutschland importiert werden darf. Sie fordert die konsequente Ausweisung von Ausländern, die antisemitische oder islamistische Ausschreitungen auf deutschen Straßen anzetteln, sowie einen totalen Asylstopp, um neue Migrationswellen aus der Region zu verhindern.

      3. Iran: Kritik an Eskalation und Sorge um Wirtschaft

      Die Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten auf den Iran hat die internen Spannungen der AfD weiter verschärft. Während die offizielle Fraktionslinie eine iranische Atombombe als fundamentale Bedrohung für Israel und Europa einstuft, stieß das militärische Vorgehen der USA und Israels gegen Teheran auf heftige Kritik der Parteispitze.

      Kritik an Militärschlägen: Parteichef Tino Chrupalla kritisierte die Angriffe auf den Iran deutlich und erklärte, er könne „Raketenangriffe nicht feiern“, da diese immer auch Zivilisten träfen und unklar sei, ob sie der Stabilität nützen.
      Wirtschaftliche Kerninteressen: Die Sorge der Partei gilt primär den globalen Lieferketten und Handelswegen. Die AfD fordert eine strikte Offenhaltung der Straße von Hormus, da eine Sperrung oder ein großflächiger Krieg zu einer Explosion der deutschen Energie- und Gaspreise führen würde. Die einseitige Abhängigkeit von teurem US-Flüssiggas (LNG) wird in diesem Zuge scharf verurteilt.

      Zusammenfassung: Während die AfD in der Ukraine-Frage geschlossen für einen pro-russischen bzw. neutralistischen Kurs eintritt, spaltet der Nahost-Komplex die Partei. Der fundamentale Grundsatz „Germany First“ führt im Osten zu isolationistischer Distanzierung von Israel, während im Westen die Solidarität mit Israel als Bollwerk gegen den Islamismus verteidigt wird.

      Weitere Einblicke in die innerparteiliche Debatte und die unterschiedlichen Strömungen bietet dieser journalistische Beitrag: [Wie Israel und Iran die AfD spalten](https://www.youtube.com/watch?v=FfCDhKVd2eg). Das Video analysiert prägnant den tiefen Riss, der bei außenpolitischen Fragen mitten durch die Parteispitze verläuft.

      • Nach „russischem Angriffskrieg“ hätte ich eigentlich ich gar nicht weiterlesen müssen.
        Die Afd ist eine libertäre Partei, die das Leistungsprinzip unterstützt und den Sozialstaat noch weiter abbauen werden.
        Wer sich zu dehnen und ihresgleichen hingezogen fühlt ist mein Feind und ich werde ihn bekämpfen und sabotieren wo es mir möglich ist.

        • Auch wenn Putin provoziert wurde, handelt es sich formal um einen „russischen Angriffskrieg“. Und dies auch, wenn dieser Angriffskrieg auf viel Sympathie stoßen sollte bei einigen.

          Bei mir nicht. Ist alles abgekartetes Spiel der von Lenin beschriebenen „supranationalen Finanzoligarchie“. Welcher letzteren seit Stalin eine jede russ. Regierung gehorcht. So auch Putin, der von dieser Oligarchie installiert wurde und deren Marionette ist.

          Lenin war das erkennbar nicht, der wollte seine eigene supranationale Finanzoligarchie aufziehen zusammen mit Rathenau, wollte an die Stelle der bestehenden Pyramide eine neue hinstellen, seine eigene mit sich selbst an der Spitze. Nein, Minderwertigkeitskomplexe hatte Lenin ganz sicher keine.

          War ein typisches Logiker-Projekt, weswegen Lenin scheiterte. Sein Problem war, Oberlogiker zu sein, Superlogiker. Was ihm am Ende das Genick brach.

          Wisse: Logik ist logisch, sollte aber nicht mit Klugheit verwechselt werden. Außer technische Geräte bauen, kann man mit Logik nix Ordentliches anfangen. (Ich muß es wissen, bin Maschbau-Ing.) Und so kam es, wie es kommen mußte, Lenin wurde hinterrücks gekillt von jener von ihm beschriebenen und bekämpften Oligarchie bzw. von deren Knecht Stalin.

            • Ist kein Nudging, ist Sachdarstellung. Lenin verstehen ist nicht schwer. Für den waren Mensch, Natur und Welt Ausflüsse einer den Gesetzen der Logik gehorchenden Schöpfung. Die nach seiner Auffassung ein sich zufällig von selbst gebildet habender Materiehaufen war. Lenin war tiefgläubiger Atheist.

              Ob nun fremd- oder selbstgeschöpft, in der wirklichen Wirklichkeit ist dieser Materiehaufen der Logik aber abhold, macht völlig unlogische Sprünge. Z.B. Artensprünge. Oder er wird restlos irrsinnig und gibt Blumen Farben — nein, so etwas Neckisches tut Logik nicht! Überhaupt welchen logisch zwingenden Grund gäbe es denn für das Nichts, ein Etwas zu werden??? Ist völlig unlogisch so ein Blödsinn!

              All dies ignorierte der Logiker Lenin. Seine Welt MUßTE logisch sein, eine logische Maschine, nur so ließ sie sich beherrschen. Von ihm, einem großen Weltmaschinenbau-Ing.

              Auch Marx und Engels waren Top-Logiker, siehe die drei blauen Bände, «Das Kapital — Kritik der politischen Ökonomie». Wer das liest und versteht, kennt die Richtung des kapitalistischen politisch-ökonomischen Weltenlaufes, es geht ganz logisch Richtung Weltdiktatur, geht nicht anders! Gleich vornean in seiner Imperialismusschrift verweist Lenin auf den von Marx/Engels ganz logisch, zutreffend und richtig aufgewiesenen großen Knackpunkt des Kapitals, den „tendentiellen Fall der Profitrate“. Pech für das Kapital, nach ganz und gar logischen Regeln zu funktionieren, denn jener bestimmte Fall bricht nicht nur den Kapitalisten selbst ganz logisch das Genick. Sondern auch der gesamten kapitalistisch gewordenen Zivilisation: Weltuntergang. Weswegen die Kapitalisten gezwungen sind, ihren ganz eigenen Weltsozialismus aufzurichten, ihre ganz eigene Weltdiktatur — siehe Klausi-Mausi und Merry Larry: nichts besitzen und glücklich sein.

              Steht alles schon in Lenins Imperialismusschrift. Aus ganz ehrlicher humanistischer Überzeugung will Lenin diesen Bürschchen ans Leder. Und tatsächlich ja beschreibt er das ganz große Kapital, die „supranationale Finanzoligarchie“, als blutrünstige Monster, als im Grunde bösartige Menschenfeinde.

              Lenin und die Finanzoligarchen wollten beide dasselbe, eine Weltdiktatur. Geht nicht anders wegen der logischen Gesetze, denen das kapitalistische Wirtschaften folgt, wegen dieses „tendentiellen Falls“, der sich auch ganz prosaisch beschreiben läßt als „Wer billiger herstellt, muß billiger verkaufen, und verdient dann auch weniger.“ Ja, Künstlerpech!

              Wäre die Schöpfung wirklich eine logische Maschine, wäre ich Marxist/Leninist. Aber ich bin ja nicht blöd und kann den Grenzen der Logik auf die Spur kommen — mithilfe ganz simpler Logik. Der Teufel macht keine großen Sprünge.

              In Wahrheit, indem Atheisten Gläubige sind, KÖNNEN sie keine Logiker sein. Denn ist logisch, daß Mensch, Natur und Welt nicht den Regeln der Logik folgen: Eines Tages ward dem Nichts langweilig, und es beschloß, Etwas zu werden. So entstand die Welt, Alles.

  8. Ich mag das Stasi-Murksel nicht, aber mit dem April-April hatte es wohl recht. Wie das Sprichwort schon sagt, schlimmer geht immer.

  9. Lenin war ein Humanist so wie Jesus/Gandhi/M.L. King/Biden/O.Scholz usw. und wollte die friedfertigen/sanftmütigen fördern/beschützen, Stalin dagegen ein Sandkasten-/Schulhof-bully der Feinsinnigkeit/Mitgefühl als Schwäche erkannte, bedient, so wie heute die weltweiten Rechtsnationalen das Gesetz des vermeintlich Stärkeren/sozial unterkühlten Psychopathen, pfui Teufel

    • #Cource — Lenins Body count geht sicherlich in die Zehn-, wenn nicht in die Hunderttausende, und da nicht nur die Matrosen von Kronstadt. Wer die Logik der Welten- und Menschheitsentwicklung versteht und ein wahrer Humanist ist, der ist ein wahrer Heilsbringer und hat die heilige Pflicht, sich mit allen Mitteln und rücksichtslos durchzusetzen, auch mit den Mitteln des Terrors und der Gewalt.

      So ist es auch heute, der Zweck heiligt die Mittel. Stoßen Menschen böses CO2 aus und ruiniert das böse CO2 das gute Klima, dann ist der Mensch böse und muß weg. Ist ja wohl ganz logisch. Und auch die Kühe. Und die ganz besonders, und noch vor den Schweinen und den Schafen!

  10. Jetzt versucht Trump die abtrünnigen MAGA-Wähler zu besänftigen, siehe:

    https://www.breitbart.com/politics/2026/06/05/corporate-special-interest-launches-quiet-lobbying-effort-to-stop-trumps-crackdown-on-visa-overstays/

    Soviel zum linksgrünen woken Globalismus/Globalisierung der insbesondere bei der Beschaffung von gut ausgebildeten/talentierten Fachkräften niemals durch die Nationalisierung aufgehoben werden kann——-dummm gelaufen für die ewiggestrigen Narzissen

  11. @ Karl aus Oberschlesien : Korrekt!!!
    @ Pandora:
    „Deutschland, oder wie Du denkst „Das Deutsche Reich“, wird nicht wieder erstehen, so sehr Du es Dir auch wünschst.
    Ich bin Deutscher! Deutscher der Bundesrepublik Deutschland, mein Vaterland! Punkt!“

    Natürlich wird das“Deutsche Reich“ nicht wieder auferstehen.Aber in Anlehnung daran ein UNBESETZTES; SOUVERÄNES Deutschland, NEUTRAL und mit eigener, VOM VOLK gegebener VERFASSUNG
    sollte es schon sein. Ohne dies alles hat Deutschland (Die BRD ist kein Land/Staat [„…wir haben keinen Staat zu errichten…“, Carlo Schmid] und schon gar kein Vaterland) keine Chance in der Welt…

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