
TEHERAN / WASHINGTON / TEL AVIV – Es ist wieder so weit. Die Produzenten des langjährigen Blockbusters „Regime Change: Diesmal aber wirklich“ haben zum großen Casting geladen. Schauplatz ist das beliebte Haifischbecken im Nahen Osten, und die Besetzung verspricht eine furiose Mischung aus Testosteron, religiösem Eifer und der unwiderstehlichen Anziehungskraft von brennenden Ölfeldern.
Die Stars in der Manege
In der blauen Ecke: Die USA vertreten vom weißen Hai der Weltmeere. Sein Vorgänger etwas in die Jahre gekommen, die Rückenflosse leicht lädiert von den letzten Ausflügen nach Afghanistan und in den Irak hatte keine Kraft mehr. Es musste ein Hai her, mit einem Gebiss bewaffnet, das mehr kostet als das Bruttoinlandsprodukt von Kleinasien. Das Motto: „Wir bringen euch die Demokratie, auch wenn wir dafür euer gesamtes Land wegbomben müssen.“
An ihrer Seite: Israel, der hochintelligente Donnerhai mit den modernsten Laser-Augen der Welt. Er hat die beeindruckende Fähigkeit entwickelt, sich gleichzeitig von allen Seiten bedroht zu fühlen und dabei jedem im Umkreis von 2.000 Kilometern präventiv auf die Nase zu hauen.
Und in der grünen Ecke: Der Iran, der Riesenkalmar mit dem nuklearen Traum. Er fuchtelt gerne mit seinen Tentakeln, auch bekannt als „Hisbollah“ oder „Huthi“ herum und behauptet steif und fest, sein Uran-Anreicherungsprogramm diene lediglich dem Betrieb von besonders leistungsstarken Toastern.
Das Drehbuch: Ein Klassiker der Diplomatie
Die Handlung folgt einem bewährten Muster, das so subtil ist wie ein Vorschlaghammer:
- Säbelrasseln: Man trifft sich vor der Kamera und erklärt, dass die „Geduld am Ende“ sei.
- Sanktionen: Der weiße Hai verhängt Sanktionen gegen iranische Teppichknüpfer und Pistazienexporteure.
- Der Riesenkalmar reagiert, indem er droht, die Straße von Hormus mit drei Schlauchbooten und einer handvoll Drohnen zu blockieren.
- Bomber-Donald führt eine Strafexpedition an und exekutiert das iranische Staatsoberhaupt.
- Der Donnerhai nimmt die Hisbollah im Libanon aufs Korn.
- Es folgt eine Spirale aus Angriffen und Gegenangriffen nach dem Prinzip: Flosse um Flosse, Tentakel um Tentakel.
- Der Donnerhai zieht eine rote Linie auf einer Pappe, öffentlichkeitswirksam in der Knesset.
- Der Riesenkalmar streckt seine Tentakeln über die Linie. Israel zieht eine neue Linie.
- Der weiße Hai behauptet, den Riesenkalmar besiegt zu haben, obwohl er mit seinen Tentakeln das Gegenteil beweist und die Straße von Hormus sauber hält.
- Der weiße Hai droht: „Alle Kalmare werden sterben, wenn sie keinen Deal machen“.
- Es folgen ergebnislose Gespräche zwischen Wasserpflanzen und Korallenriffen.
- Das Spiel macht so lange Spaß, bis das Aquarium platzt.
Müssen wir uns Sorgen machen?
Kritiker bemängeln, dass ein Krieg in der Region die Weltwirtschaft in die Steinzeit katapultieren und die Benzinpreise so weit steigen könnten, dass wir unsere SUVs gegen Eselskarren eintauschen müssen.
Doch das ist zu kurz gedacht!
„Ein moderner Krieg gegen den Iran ist wie ein chirurgischer Eingriff“, erklärt ein Sprecher des weißen Hais, während er eine Risiko-Karte von 1984 studiert. „Wir donnern rein, machen alles platt, und dann herrscht dort unten plötzlich Frieden und Freiheit. Das Stadtbild prägen Filialen von McDonalds, Starbucks und Kentucky Fried Chicken. Das hat im Irak ja auch… ach, vergessen Sie’s.“
Tipps für den Weltuntergang
Falls es tatsächlich zum großen „Showdown im Haifischbecken“ kommt, hier ein paar hilfreiche Tipps für den modernen Weltbürger:
- Aktien-Check: Investieren Sie in Rüstungskonzerne und in Hersteller von Jodtabletten.
- Social Media: Bereiten Sie Ihre Profile vor. Ein „Pray for [Hier beliebiges Land einfügen]“-Post ist die moralische Mindestleistung, um sich als guter Mensch zu fühlen, während man zuschaut, wie der dritte Weltkrieg im Livestream übertragen wird.
- Humor bewahren: Denken Sie immer daran: In einem echten Haifischbecken gewinnt am Ende meistens der Hai, der das große Geld für PR-Berater ausgibt.
Der Krieg im Haifischbecken ist das ultimative Reality-TV und läuft nicht exklusiv auf Netflix. Dennoch, es wird viel geschrien, es gibt teure Spezialeffekte, und am Ende weiß keiner mehr, worum es eigentlich ging. Aber hey, solange das Popcorn nicht ausgeht und der Spritpreis unter fünf Euro bleibt, ist die Welt doch noch in Ordnung, oder?
Kleiner Trost: Die Bundesregierung hat bekannt gegeben, nach Kriegsende Personal und Material zur Sicherung der Sesamstraße bereitzustellen. Wie Käpt’n Blaubär hinter vorgehaltener Hand verriet, soll es sich dabei um einen Fischerkahn und 2 Angelruten handeln.

Leider spritzt die Gicht bis zu den Guten in Europa, die sich wundern, dass es auch Leute gibt, die nicht von Leyen regiert werden wollen.
Steigt $-Inflation, steigen Zinsen für US-Staatspapiere. Jedes doofe Prozent höherer Zins sind 400 Milliarden $ mehr zu zahlen im Jahr. Aaarme-arme USA, haben 40 Billionen Staatsschulden diese Bagaluten, eine 4 mit 13 Nullen — huch!
Wohl dem Trumpel, das dann fanatische Mullahs hat, welche die armen Israelis andauernd lautstark und aggressiv bedrohen und direkt an der weltweit wichtigsten Ölroute zu Hause sind, an der Straße von Hormus. Greift der Donald die doofen Mullahs an, machen die die Hormus-Meerenge dicht, was die $-Inflation bald schon in schwindelnde Höhen treiben könnte. Und die verdammten 40 Billionen an US-Staatsschulden werden dann sogar rückzahlbar!!!
Toller Trick, ganz wie bei der Hyperinflation im Deutschland der 1920er. Zwei Jahre bloß damals, und 1-2-3, Zauberei, waren die verdammten Kriegsschulden bezahlt! Was dem einen sein Bankrott, ist dem anderen sein Hauptgewinn.
P.S.: Die jährlich zu zahlenden Zinsen für 40 Billionen $ lagen bisher bei 1 bis 2 Billionen! Ja, reich geerbt haben müßte man, so einfach kann das Leben sein von Geldelite. Doch wenn Hyperinflation, dann Pech. Dann alles wech!
Ergänzend. Zu untersuchen bliebe allerdings noch die Frage, ob Hyperinflation auch einen nachhaltigen, ökologischen, klimaangepassten und ressourcenschonenden Nutzen hat.
Jetzt bilden Trump+Putin+Xi+AfD ein Team gegen Europa/EU und Ukraine, es geht um die Zerstörung der Europäischen Epoche der linksgrünen humanistischen Aufklärung/Atheismus und alles nur um das perverse weltweite Profitsystem zu retten, we shall overcome den trumpschen Kapitalismus! Hoch die internationale Solidarität!
Warum denn auch sollten die nett sein wollen zu Europa. Politik ist, wenn Schlaue in den Dienst von Reichen und Mächtigen treten und den Dummen dann fromme Geschichtchen erzählen von Humanismus und Aufklärung, manchmal auch von Materialismus, Atheismus und Menschheitserlösung.
Die USA als Piratenstaat:
https://consortiumnews.com/2026/05/11/an-armed-robbery-of-the-worlds-energy-supply/
M.E. eine sehr treffende Analyse.
Ich denke, die deutschen Möchtegern -Krieger haben da ganz andere Sorgen.
Sie überlegen unglaublich intensiv, wie die russischen Kriegsgefangenen in Europa verteilt werden. Iran ist gut. Steuergeld und Zwangsabgaben sprudeln. Russland ist der Hauptfeind.