Drosten will Pressezensur und nennt es Qualitätssicherung

drosten

Der Virologe fordert eine „berufsständische“ Kontrolle von Journalismus, Film und Podcasts – und hält Kritik an seiner Corona-Rolle für „nicht relevant“

Christian Drosten gibt der Süddeutschen Zeitung ein Interview. Thema: die Lehren aus der Pandemie, der Umgang mit Experten, die Zukunft der Wissenschaftskommunikation. Was dabei herauskommt, liest sich wie ein Antrag auf institutionalisierte Meinungskontrolle.

Der O-Ton

Drosten fordert eine „berufsständische Qualitätssicherung“ für Presse, Film und Podcasts. Wörtlich sagt er, er glaube, dass eine solche Qualitätssicherung „ganz wichtig“ sei. Das Ziel: eine „gewollte Filterwirkung“ zugunsten dessen, was er als qualitätsgesicherte Informationsquellen versteht. Rückblickend auf die Corona-Jahre habe er „keinen anderen Weg“ gesehen, als „auf diese Weise einzuschreiten“.

Einzuschreiten. Ein Virologe spricht davon, in die Pressefreiheit einzuschreiten, und die Süddeutsche Zeitung druckt das kommentarlos ab.

Was „Qualitätssicherung“ in der Praxis bedeutet

Berufsständische Qualitätssicherung klingt harmlos. Klingt nach Handwerkskammer und Meisterbrief. Aber übersetzt in die Medienrealität heißt das: Wer darf publizieren und wer nicht? Wer entscheidet, was Qualität ist? Wer definiert, welche Informationen durch den Filter dürfen und welche draußen bleiben?

Drosten betont, es gehe nicht um „direkten staatlichen Druck“. Das ist das Feigenblatt. Denn die Konstruktion, die er beschreibt, funktioniert genau so: Der Staat delegiert die Zensur an berufsständische Gremien, die dann im Auftrag der „Qualität“ entscheiden, welche Stimmen erlaubt sind. Der Wirtschaftsjournalist Norbert Häring hat diesen Mechanismus in seinem gerade erschienenen Buch „Der Wahrheitskomplex“ auf 300 Seiten dokumentiert. Seine These: Der Staat lässt das, was er selbst nicht tun darf, durch Organisationen erledigen, die er finanziert und beeinflusst. Das verfassungswidrige Ergebnis bleibt dasselbe.

Keine Reue, keine Einsicht

Besonders aufschlussreich ist Drostens Umgang mit der Kritik an seiner eigenen Rolle. Breite Kritik habe es aus seiner Sicht nicht gegeben. Die Einwände seien von wenigen Journalisten gekommen und im Kern „nicht relevant“ gewesen.

Nicht relevant. Die Kritik von Professoren, Ärzten, Juristen und Millionen Bürgern an Lockdowns, Schulschließungen, Maskenpflicht und Impfkampagne – nicht relevant. Die Ärzte, die für das Ausstellen von Attesten vor Gericht stehen und teilweise im Gefängnis sitzen – nicht relevant. Die Enquete-Kommission, die systematisch den entscheidenden Fragen ausweicht – nicht relevant.

Drosten hat seine Fehler nach eigener Aussage stets „nach kurzer Zeit“ richtiggestellt. Der PCR-Test, dessen Cycle-Threshold-Werte maßgeblich die Inzidenzzahlen beeinflussten, die wiederum die Grundrechtseinschränkungen begründeten – alles korrekt, alles richtiggestellt, alles nicht relevant.

Artikel 5 Grundgesetz

„Eine Zensur findet nicht statt.“ So steht es im Grundgesetz, Artikel 5. Was Drosten fordert, ist der institutionalisierte Umweg um diesen Satz. Keine staatliche Zensurbehörde, sondern eine berufsständische Filterinstanz, die dasselbe bewirkt, ohne so zu heißen.

In der sowjetischen Besatzungszone hieß das Instrument „Kultureller Beirat“. Man entschied unter dem Vorwand der Qualitätssicherung über Druckgenehmigungen und steuerte so die Verlagsprogramme ideologisch. Die Parallele ist nicht identisch, aber die Struktur ist dieselbe: Wer den Filter kontrolliert, kontrolliert die Debatte.

Dass ausgerechnet ein Mann, der drei Jahre lang als wissenschaftlicher Berater einer Regierung fungierte, die Grundrechte in einem historisch beispiellosen Ausmaß einschränkte, jetzt eine institutionelle Kontrolle der Medien fordert, sagt alles über den Zustand der Aufarbeitung in diesem Land. Es findet keine statt. Stattdessen fordert derjenige, der hätte aufgearbeitet werden müssen, jetzt die Werkzeuge, um die Aufarbeitung zu verhindern.


 

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Über Torben Botterberg 3446 Artikel
Torben Botterberg verbindet Gegensätze mit einem Augenzwinkern: schwarzer Humor trifft auf Perfektionismus, ein erklärter Hang zur Prokrastination auf Texte, die erst dann das Licht der Welt sehen, wenn jedes Detail sitzt. Freiberuflich in Vermittlung und Verleih unterwegs, bewegt er sich beruflich zwischen Menschen, Projekten und Möglichkeiten, und privat am liebsten zwischen Chrom, Stern und Benz.Torben schreibt, um zu verbinden: Erfahrungen mit Einsichten, Gegenwart mit Erinnerung, Technik mit Temperament. Wenn er lacht, dann tiefschwarz, wenn er zweifelt, dann gründlich und wenn er veröffentlicht, dann mit dem Anspruch, dass jedes Wort hält was es verspricht.

16 Kommentare

  1. Nun, alle meine mehrfach geimpften Feinde leben noch und fühlen sich Mopsfidel——soviel zum rechten Spaltpilz der AfD über die Corona Todesspritzen, pfui Teufel ihr erbärmlichen Panikmacher nur um die linksgrünen Demokraten zu stürzen wird gelogen was das Zeug hält

  2. Ich kannte 22 Leute die durch die Impfung gestorben sind.
    Die herrschende Klasse präsentiert sich sowieso ungeimpft.

    • Wie üblich:
      Wer fleißig „Wasser statt Wein+Enthaltsamkeit“ predigt, darf sich nach Feierabend bei einer halben Flasche Schnaps mit Damenbegleitung entspannen.
      Wer unverdrossen Klimaschutz predigt, darf sich nach Durchsicht seiner Kontoauszüge bei drei Flaschen Champagner mit Damenbegleitung¹ im Privatjet erholen.
      Warum sollte es beim ‚Gen-Süppchen‘ anders laufen?

      ¹Bei immerhin einer sollte überlebensgroß 18 auf der Hinterbacke tätowiert sein

    • …und wenne Kamera aus ist, glaubense,z. B. reisst sich der Steinmeier Maske runter in der Klinik, um den Drecklappen jemand inne Hand zu drücken.

  3. Ich kenne Leute die sich sogar mit dem Astrazeneca mehrfach geimpft haben lassen und trotzdem noch Mopsfidel sind, d.h. die Panikmache von QAnon/AfD war ein fake

    • Statistiken lügen, heißt es. Dennoch könnte ein Blick auf die offiziellen Sterbestatistiken hilfreich sein. Die Sterberate begann sich erst fast zwei Jahre nach Beginn der „Pandemie“ zu erhöhen — mit Beginn der Injektionen, im Herbst 2021.

      Und dann ist da noch der kanadische Physiker Denis Rancourt mit seiner statistischen Untersuchung von Anfang Juni 2020. Ja, 2020, kein Tippfehler! Im Frühjahr 2020, und zwar im März/April, direkt nach Ausrufung der Pandemie durch die WHO, gab es in fast allen entwickelten Ländern einen kurzzeitigen steilen Peak in den Sterbestatistiken. Einzig mögliche Erklärung ist der Schock bei Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen als Reaktion auf Masken, auf Isolation und häufig auch auf Flucht von Pflegepersonal (aufgrund der panikerzeugenden Regierungspropaganda). Nach diesem kurzen Peak fiel das Sterbegeschehen in 2020 wieder auf den vor dem Peak gelegenen langjährigen Durchschnittswert. International überall dasselbe (mit Ausnahme von Schweden und Weißrußland und einigen nichteuropäischen Ländern).

      Noch nie haben die modernen Untertanen sich so blöd und dumm hereinlegen lassen wie mit der „Pandemie“. (Mit Ausnahme des „Klimagases“. Und der Mondlandungen selbstverständlich.)

      FAZIT: Erfinde irgendeinen total fakten- und sachwidrigen panischen Schwachsinn, und die katastrophengeile bzw. dauerhirngewaschene große Mehrheit glaubt den Quatsch.

      Wie sich laut Dr. Wodarg und anderen mittlerweile herausgestellt hat, repariert die Zell-DNA sich im Verlauf von circa 2 Jahren nach mRNA-Injektion selbst. Außerdem ist nicht bekannt, was genau injeziert worden ist, da die Bundeswehr die bei den Bratwurstfeten verabreichten Impfchargen eifrig gehütet hat. War wohl nicht alles scharfe mRNA und häufig irgendwelches harmloses Zeugs. Man will ja nicht alle auf einmal außer Gefecht setzen, nicht!? (Zudem wurden laut Mitteilung der Bundesregierung für die politische Klasse und sonstiges gesellschaftliches Führungspersonal „besonders reine“ gesonderte Chargen bestellt.)

      Das hier nun folgend Gesagte meine ich mitnichten ironisch, sondern in vollem Ernst: Alles in allem waren das Herbeilügen einer Pandemie und die gesundheitsgefährdenden Impfungen MORALISCH RICHTIG. Denn sie waren eine unabdingbare PSYCHOLOGISCHE, WIRTSCHAFTLICHE und POLITISCHE Voraussetzung für den zwingend notwendigen Übergang in Plan- und Zwangswirtschaft. Welche allein die Warenproduktion im Falle eines zusammenbrechenden Finanzsystems gewährleisten und das Entstehen von totalem Chaos und totaler Barbarei verhindern kann. Da also FORCE MAJEURE vorliegt, wäre eine juristische Verfolgung der für die Pandemielüge Verantwortlichen UNSTATTHAFT. Dasselbe gilt mit Blick auf die Propagandisten der Klimagaslüge.

      Wenn sowieso alle bekloppt sind, gilt die Regel: Rette sich, wer kann! Ernstlich zu hoffen darum, der Übergang zu Plan- und Zwangswirtschaft (mithilfe von Aufhebung der bürgerlichen Freiheiten bzw. der Durchsetzung von totaler Digitalisierung und programmierbarer CBDC) möge gelingen und einer leider vollverblödeten Menschheit eine Überlebenschance schenken. Vielleicht wächst in den Hirnkästen ja doch noch ein klein wenig Verstand heran.

      Kann man nix machen, c’est la vie ca!

      • Die herrschende Klasse führt uns in den Abgrund und hältst das auch noch für moralisch richtisch…
        Wie man sich doch täuschen kann.

        • Nein, niemand führt uns in den Abgrund, weil niemand die menschheitsgeschichtliche Entwicklung unter Kontrolle hat, ist Selbstläufer. Niemand ist schuld am Kapitalismus und an dessen Geburtsfehler (Renditeschwächung durch Produktivitätszuwachs). Welcher letztere die Warenproduktion schließlich in den Stillstand zwingt. Was dann zu Plan- und Zwangswirtschaft nötigt, in eine der drei Formen von Faschismus: in Sozialismus, Korporatismus oder Technokratie.

          Mit Moral ist da nichts zu bestellen. Und auch mit Verstand nicht. Denn selbst wenn alle verstehen würden, woran es hakt mit der Rendite, wäre damit noch lange keine andere als die faschistische Lösung möglich.

          Gut gesehen hat Nietzsche dies alles. Die gesamte bisherige Zivilisationsentwicklung sei mit der Moderne (industrielle Renditewirtschaft = „Sklaven herrschen über Sklaven“) an eine absolute historische Grenze gestoßen. Entweder Untergang aller Zivilisation, oder Überwindung der alten Kosmologie, des gut/böse-konnotierten Geist-Materie-Dualismusses (Materie und Menschenleib = böse; Immaterielles und Geist/Gott = gut) durch den „Übermenschen“, Nietzsches Kurzwort für Überwindermensch.

          Es gilt also jenes neue Reich zu finden jenseits von Gut und Böse, von Herr und Sklave, von Kapital und Lohnarbeit, von Staatsschule und Warenstückzahl pro Zeiteinheit händischer Arbeit: jenseits von linkem, rechtem oder technokratischem Faschismus.

          Am nächsten kommt dem Rudolf Steiner mit der sog. sozialen Dreigliederung. Welche allerdings Entkoppelung von Arbeit und Einkommen beinhaltet. Was staatsschulisch bzw. geist-materie-dualistisch Konditionierte geist-seelisch überfordert. Sprich: Die haben dann keine Böcke mehr, totaler Motivations- und Strukturverlust.

          Fazit: Faschismus ist besser als Untergang. Darum NOTGEDRUNGEN ein Ja zu den zwei, den ankommenden digi-totalitären Faschismus ideologisch sowie politisch-ökonomisch (Kilogramm CO2 wird Kaufgeld) konstituierenden ganz großen Lügen, zur Virus- und zur Klimagaslüge.

          Ist vorerst unabänderlich leider. Seien wir tapfer und bleiben wir Mensch bzw. werden wir Übermensch! Gut Ding will Weile haben, Rom wurde auch nicht an einem usw…

          Nein, schön ist das alles nicht!

          • Es ist wohl noch nicht zu dir durchgedrungen, das die herrschende Klasse uns loswerden will, weil sie die letzten Ressourcen nicht mehr mit uns teilen möchte.

            • Gut möglich, ja, aber nicht entscheidend. Bei der laufenden Implementierung von Faschismus geht es in der Hauptsache um Abwendung von Stillstand der Warenproduktion. Welcher zivilisatorischen Kollaps bedeuten und so zugleich die herrschende Klasse auslöschen würde. Der es selbstverständlich um Herrschafts- bzw. Eigensicherung gehen muß.

              Im übrigen sind Ressourcen Frage von Technologie. Mit geeigneter Kernkraft könnten z.B. nicht nur die riesigen Mengen an gelagertem (nichtradioaktivem) U238, sondern auch nuklearer Abfall als Brennstoffe genutzt werden. Die herrschende Klasse weiß um die Ungefährlichkeit der Nutzung von Kernkraft. Sie mochte sie bisher nicht einsetzen nur, weil sie zu billig ist und daher zu wenig Geld einbringt. Doch ist die Geldwirtschaft erst ersetzt durch faschistische CO2-Kommandowirtschaft, ist das alles uninteressant. Warenpreise lauten dann auf Kilogramm CO2.

              • Ja, das aber mit einem Bruchteil der heutigen Bevölkerung.

                Der ganze CO Hoax ist doch auch nichts weiter als das Geschäftsmodell das eigentlich nur zur Rechtfertigung der Maßnahmen dient.

            • Im Kapitalismus gilt: viele Menschen = viele Konsumenten = viel Umsatz = viel Gewinn = ganz toll. Im Sozialismus gilt das nicht. Dort sagt ein Politbüro (bald nun ein Zentralbankrat), was zu produzieren ist und in welchen Mengen. Allenfalls könnten noch ein paar Leute mehr gebraucht werden für eventuell neue Goldminen oder zur Anlage neuer Golfplätze für die Nomenklatura. Oder man muß Truppenstärken erhöhen. Ansonsten aber sind Menschen uninteressant und nerven bloß im Sozialismus.

      • „Noch nie haben die modernen Untertanen sich so blöd und dumm hereinlegen lassen wie mit der „Pandemie“
        Im kleineren¹ Maßstab gibt es das schon so lange: Kaffeefahrten², Jüdische Vermächtnisse³, Nigerianische Vermächtnisse, Abwrackprämie und demnächst Timmy-SolidaritätsSpendensammlungsMarathon…

        ¹Die Große Herde bietet da nur wenig Schutz; Manche Gefahren (Massenpanik, Massen-Hurra-Brüllen…) nehmen mit steigender Zahl eher zu
        ²Meine Eltern hatten mich mal zu sowas mitgeschleppt (Fürs Leben lernen) und es war wirklich lehrreich: Manche Methoden der Rheumadecken-Pusher kamen mir bei Corona wieder in den Sinn, z.B. das Ausgrenzen und verächtlich Machen der Nicht-Kauf- bzw. Impf-Willigen
        ³ https://de.wikipedia.org/wiki/CDU-Spendenaff%C3%A4re

    • Je nach Charge halt.
      Es sollte ja nicht unbedingt auffallen, das wir einer freiluft Genmanipulation ausgesetzt sind.
      Außerdem, hatte sich die Afd sehr wohl für die Impfung eingesetzt..

  4. @ALLE et al. – und überhaupt zu „Untergang etc.“ guckt man evtl. meine bis dato fünf InfoPosts unter „DeepSeek – Corona“ (so ins Suchfeld auf freedert.online u. r.) !?! – hatte ja nach sechs Wochen „Global Standby“ am „Zweiten MAI 20-20“ (!!!) auf SPON (SpiegelOnline) gepostet: – „Global Lockdown kann jetzt abgeblasen werden, da uns „1998 OR 2“ und „2020 DM 4″ offensichtlich n i c h t getroffen haben“ !?! – tja – und bitte Obacht – nicht erschrecken … 😉

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