Der Bauer, der nicht mehr schlachten konnte

Bauer

Wie ein Allgäuer Milchviehbauer seinen Hof zum Gnadenhof machte – und fast alles dabei verlor

Hans Peter aus Sondhofen im Allgäu ist Landwirt in dritter Generation. Sein Vater war Milchbauer, sein Großvater war Milchbauer. Hans Peter wurde Milchbauer. So läuft das im Allgäu. Man tritt in die Fußstapfen und macht weiter. Melken, füttern, Kälber verkaufen, Kühe schlachten lassen, wenn sie keinen Profit mehr bringen. Ein Kreislauf, so alt wie die Landwirtschaft selbst.

Bis Hans Peter eines Tages den Lichtschalter umlegte. So nennt er es selbst. Klack, zack. Kein langes Überlegen. Einfach um.

Das Zerreißen

Es kam schleichend. Von Jahr zu Jahr wurde es schlimmer. Der Moment, wenn der Viehhändler anrief. Die Nacht davor, wenn er in den Stall ging, der Kuh in die Augen schaute und wusste: In einer halben Stunde kommt der Transporter. Morgen früh ist sie tot.

Hans Peter beschreibt das mit einer Offenheit, die unter die Haut geht. Er spricht von einer Kuh namens Lorelei, die er zwölfmal decken ließ, weil sie kein Kalb mehr bekam. Zwölfmal. Jedes Mal in dem Wissen, dass sie eigentlich längst hätte gehen müssen. Unwirtschaftlich, unrentabel, sinnlos – aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Aber Hans Peter wollte sie nicht hergeben.

Er arbeitete von Jahr zu Jahr unwirtschaftlicher. Behielt Kühe, die kein Geld mehr brachten. Gab ihnen Zeit, sich zu erholen, statt sie zu ersetzen. Aus dem Milchviehbetrieb wurde schleichend etwas anderes. Etwas, für das es in der Agrarwirtschaft keinen Businessplan gibt.

Der Schalter

2013 war der Punkt erreicht. Hans Peter gründete einen Verein, fand sieben Leute, die mitmachten – was im Allgäu alles andere als selbstverständlich ist, wenn man als Bauer plötzlich sagt, man schlachtet nicht mehr – und machte aus seinem Hof den Wolfühllhof. Einen Lebenshof. Die Kühe blieben. Alle.

Was folgte, waren Jahre am Limit. Paten und Spenden kamen rein, aber es reichte nie. Hans Peter schoss sein Erspartes zu. Jahr für Jahr. Bis nichts mehr da war. Die Existenz war gefährdet, wie er es selbst formuliert. Körperlich am Ende, psychisch angeschlagen. Ein Einzelkämpfer auf einem Hof, der jeden Tag versorgt werden muss. Mähen, Zäune reparieren, Futter kaufen, Stroh kaufen – alles alleine.

Dann kam der Moment, an dem auch die letzte Reserve aufgebraucht war. Mai 2019. Hans Peter brauchte Heu und Stroh, rief seinen langjährigen Händler an. Ob er diesmal in Raten zahlen könne. 2.000 Euro. Die Antwort: Wenn du nicht zahlen kannst, bringe ich dir keins.

Das war der letzte Tropfen.

Der Post

An diesem Abend saß Hans Peter allein auf dem Hof. Alexandra, seine Partnerin, war nicht da. Niemand, der auffangen konnte. Er ging zum alten Traktor, fand einen Zettel und einen Kugelschreiber, schrieb auf, was ihm durch den Kopf ging. Dann machte er ein Selfie mit Balou, seinem Ochsen, und stellte alles auf Facebook. Kein durchdachter Marketingtext. Kein Spendenaufruf mit Strategie. Einfach ein Mann, der sagt: Ich kann nicht mehr.

Am nächsten Morgen war alles anders. 1,6 Millionen Menschen erreicht. 22.000 Mal geteilt. Das Telefon stand zwei Wochen nicht mehr still. Spenden kamen rein, Hilfsangebote, Buchungsanfragen für die Ferienwohnung. Hans Peter saß bis nachts um zwei und beantwortete E-Mails. Völlig überfordert. Aber gerettet.

23 Seelen

Heute leben 23 Kühe auf dem Wolfelhof. Dazu Ziegen, Katzen, Enten, Hühner und ein Pony namens Stinki. Keines dieser Tiere wird jemals verkauft, geschlachtet oder wegegeben. Sie bleiben bis zum Ende.

Hans Peter und Alexandra machen alles zu zweit. Den Hof, die Ferienwohnungen, die Tiere. Einen Angestellten könnten sie sich nicht leisten. Die Frage, was passiert, wenn sie selbst nicht mehr können, steht im Raum. Hans Peter sagt, er hofft, dass irgendwann eine Tür aufgeht. Dass jemand kommt, der den Hof weiterführen will. Aber er weiß auch: Das darf nicht zu spät kommen, denn er muss sein Wissen noch weitergeben.

Was er den Menschen sagen will

Wer Hans Peter fragt, was er sich von den Menschen wünscht, bekommt keine große Predigt. Er sagt: Achtsamer sein. Hinschauen statt wegschauen. Beim Laufen auf den Boden schauen und keinen Käfer zertreten. Sich vorstellen, wie es wäre, wenn man selbst in der Situation der Tiere stecken würde. Wenn einem das Kind weggenommen und verkauft würde. Wenn man stundenlang in einem Transporter bei größter Hitze stehen müsste. Wenn das eigene Leben davon abhinge, ob man noch Profit bringt.

Er will niemanden bekehren. Das sagt er mehrfach. Aber er sagt seine Meinung. Und seine Meinung ist klar: Jeder kann etwas tun. Wer behauptet, als einzelner könne man nichts verändern, redet Blödsinn. 23 Seelen auf einem Allgäuer Hof beweisen das Gegenteil.

Auf die Frage, wie man zufrieden wird, antwortet Hans Peter mit einer Einfachheit, die entwaffnet: Indem man das macht, was das Herz sagt. Auch wenn es riskant ist. Auch wenn man nicht weiß, was kommt. Auch wenn man dabei fast alles verliert.

Und wenn man umfällt? Wieder aufstehen. Weil die Tiere warten. Weil sich sonst niemand um sie kümmert. Weil das Leben weitergeht.

BeesTeez hat Hans Peter auf seinem Hof besucht und ein Gespräch geführt, das man gesehen haben sollte. Weil es zeigt, dass Veränderung möglich ist. Dass ein einzelner Mensch einen Unterschied machen kann. Und dass manchmal ein einziger Facebook-Post mit einem Selfie und einem ehrlichen Text reicht, um alles zu wenden.

 

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Über Torben Botterberg 3446 Artikel
Torben Botterberg verbindet Gegensätze mit einem Augenzwinkern: schwarzer Humor trifft auf Perfektionismus, ein erklärter Hang zur Prokrastination auf Texte, die erst dann das Licht der Welt sehen, wenn jedes Detail sitzt. Freiberuflich in Vermittlung und Verleih unterwegs, bewegt er sich beruflich zwischen Menschen, Projekten und Möglichkeiten, und privat am liebsten zwischen Chrom, Stern und Benz.Torben schreibt, um zu verbinden: Erfahrungen mit Einsichten, Gegenwart mit Erinnerung, Technik mit Temperament. Wenn er lacht, dann tiefschwarz, wenn er zweifelt, dann gründlich und wenn er veröffentlicht, dann mit dem Anspruch, dass jedes Wort hält was es verspricht.

38 Kommentare

  1. Was bei den Arbeiten eines Milchkuhhalters noch vergessen wurde und ziemlich viel Zeit einnimmt, ist das Ausmisten des Stalles und das Füttern. Und das jeden Tag. und der Mist muss ja auch irgendwo hingebracht werden.

  2. „Man soll sein Herz befragen“ heißt es so vielsagend. Was aber ist, wenn vom Herzen gar keine Antwort kommen kann, weil man es mit anscheinend ganz wichtigen Dingen behängt hatte?

    • Tatsächlich kein Marketing. Ich mag den Quentin, der gibt mir Hoffnung dass nicht alle jungen Menschen komplett verstrahlt sind und der links-grün-braun-woken Agenda folgen.
      Und ja, ich werd glaub ich dort schon mal gern ne Ferienwohnung buchen wenn man damit seine Arbeit ein klein wenig ünterstützen kann.

    • Zusatz: Ich hatte eigentlich vor heute früh einen Artikel über Hofreiter und sein BlaBla über Ukraine, Waffen, Solidarität und sonstige heisse Luft aus seiner Futterluke zu bringen. Hatte den Artikel auch schon fertig. Hab ihn aber dann verworfen und zugunsten des Bauers Hans Peter entschieden.

      Sowas hat meiner Meinung nach mehr Tragkraft als der tausendste Artikel über irgendein unbedeutendes politisches Arschloch welches seine verquirlte sinnlose Scheisse absondert.

      • Alles klar, verstehe. Es ist ja nur weil… . Aber alles gut, alles okay, auch ich! Ich war jahrelang verliebt in die Schweine im Stall des Bauern nebenan, wir hatten eine echte Beziehung, und ich habe für etliche Jahre kein Fleisch mehr essen mögen, überhaupt keins. Nicht weil ich ein Guter sein wollte! Nöö, ging einfach nicht, der Gedanke kam mir einfach nicht und der Appetit auch nicht. Aber bin dann da weg, und am Ende haben dann doch wieder die drei großen S der westlichen Zivilisation gesiegt bei mir: Saufen, Sex, Schweinefleisch!

        Spaß beiseite! Aufstieg in höhere Dimensionen und so ist bei mir nicht, ich bin einfach nur emotional und unkontrolliert, eine Gefahr für den öffentlichen Frieden! Und kam mal ein kluger Typ zu mir und sagte: „Ey, Mann, ich weiß, wir sind vom selben Stamm, hier, was zu lesen für dich, geht nicht besser!“ War von 1994 und aus den USA, von Scott M. Cutlipp, The Unseen Power, Public Relations — A History. 1000 Seiten.

        MUST READ !!!

        Der Quentin ist sicher echt, no doubt. Aber hinter seinem Erfolg steht die „Unseen Power“. 100 pro.

  3. Die mageren/ausgezehrten/drahtigen Erdenwürmer sind seit 2025 die gesunden mit der höchsten Lebensqualität/Lebenserwartung, weil man herausgefunden hat, dass eine Niedrig-Kalorien-Ernährung bestimmte Enzyme zur Zellerneuerung/-reparatur triggert, d.h. die Überernährung ist der Hauptgrund für erworbene Krankheiten/sozialverträgliches Frühableben, in diesem Sinne ist es folgerichtig auf die trumpsche/AfD Paleo-Diät zu verzichten, und macht damit die unnötige Tierhaltung überflüssig, viel Erfolg!

  4. Ich denke nicht, das ein Leben ohne Fleisch wirklich sinnvoll ist.
    Und das es gesünder ist schon gar nicht.
    Die meisten dieser veganen Leute erlebe ich alles andere als glücklich und ob die tatsächlich länger leben, ist alle andere als bewiesen.
    Schon 1974 wies mich Peter von Zahn darauf hin, das die herrschende Klasse nicht vor hat den Pöbel ewig an die Fleischtöpfe zu lassen. 🙂

    • Ich bin 61 Jahre und lebe seit über 35 Jahre ohne Fleischnahrung und ja es ist sinnvoll, da ich nicht mehr mitschuldig bin am milliardenfachen Töten der sogenannten Nutztiere.
      Ich bin im Gegensatz zu meinen gleichaltrigen Zeitgenossen sehr gesund.
      Das vegane Menschen eher unglücklicher Aussehen liegt daran, dass sie dieses Tierleid und die meist empathielosen Fleischesser schwer ertragen.
      Man nennt diesen veganen Weltschmerz auch Vystopie.
      Mit freundlichen Grüßen!

  5. @publicviewer: Es geht doch nicht vorwiegend darum, ob es gesünder ist. Es geht darum, dass das Ganze mit großem Tierleid verbunden ist. Diese ganze Entwicklung zu noch mehr Profit auf Kosten dieser Lebewesen ist grausam. Paul Mc Cartney sagte einmal, wenn Schlachthäuser Glaswände hätten, würde es noch mehr Vegetarier, bzw. Veganer geben.

  6. Ein etwas anderer, aber wie immer ausgezeichneter Beitrag von Torben Botterberg !

    Offenbar unlösbares Problem: Der Mensch schließt aus seinem Bewusstsein Leid und Schmerz, den auch das Mitgeschöpf Tier empfindet, vorsätzlich einfach aus.
    Das wird uns seit Jahrhunderten von den Religionen – nicht uneigennützig – auch eingebläut.
    Es ist eben dieses anthropozentrische Denken mit artistischen Gedankenverrenkungen sich Freiheiten jeglicher Art zuzugestehen. Nur ein konkretes Beispiel: „Keiner darf mich missionieren, mir reinreden was ich esse“. Edel verkündet Mensch dann auch, dass er „tolerant“ einem anderen Menschen, „ja auch nicht reinrede“.
    Doch die Freiheit sich nach Belieben(!) zu entfalten, endet immer beim Gegenüber. Wenn das Mitgeschöpf Tier aber nicht als „Gegenüber“ erkannt wird, weil ihm dieser Status aberkannt ist, ist das Tier zwangsweise auch in unserem ethischen Weltbild nicht mehr existent. Damit ist alles Furchtbare, das wir Tieren antun, auf wundersame Weise abgesegnet.
    Albert Schweitzer formuliert die Tragik auf den Punkt. „Wie die Hausfrau, die die Stube gescheuert hat, Sorge trägt, dass die Türe zu ist, damit ja der Hund nicht hereinkomme und das getane Werk durch die Spuren seiner Pfoten entstelle, also wachen die europäischen Denker darüber, dass ihnen keine Tiere in der Ethik herumlaufen.“
    Doch nach wie vor gilt Spezies-übergreifend: „“Wesentlich ist nicht die Zahl der Beine, die Behaarung, oder Farbe der Haut (…) Ein erwachsenes Pferd, ein Rind, oder ein erwachsener Hund sind weitaus verständiger als ein Kind, das eine Tag eine Woche, oder sogar einen Monat alt ist. Doch selbst wenn das nicht so wäre, was würde das ändern? Die Frage ist nicht, können sie denken oder sprechen, sondern – können sie leiden?“ (Jeremy Bentham (1748-1832)

  7. Welche gesetzlichen Maßnahmen schlägt der Herr Dittmann denn vor, bitteschön? Hochbesteuerung, Verzehr- oder Schlachtverbot? Und wie soll das mit Insekten sein und mit Laborfleisch? Und wie ist das eigentlich mit der Wunderland-Alice, lebt die denn nicht schon vegetarisch/vegan?

    *********

    Das Schöne an Extremisten ist immer, daß die sich selbst vernichten. Am Ende jedenfalls. Nachdem sie Unheil und Elend angerichtet haben.

    Wie könnte man dem entkommen? Wer die Langeweile liebt, kann sich zum Affen machen und sich in einsamen Höhen verstecken. Um dort 3,5 Millionen Jahre lang in vollkommener Seelenruhe zu verweilen. Wie der Orang Utan dies tut:

    https://youtu.be/LqLaT2F4j_Y

    Nein, alles Quatsch, ein bißchen Extremismus kann doch wohl nicht Sünde sein! Ein Problem gibt es am Ende aber doch: Darf noch gejagt werden, oder überläßt man alles den Raubtieren. Die Menschen dann in Reservaten und außerhalb ist wilde Sau; technokratische Zukunft wie im Roman „Die Bestimmung“ (Original: Divergent) von Veronica Roth

  8. Die Verrohung/Militarisierung/Gewaltverherrlichung der Gesellschaft unter Trump hat deutlich zugenommen, deshalb macht es Sinn gezielt Gegenzusteuern und sich Vegan zu ernähren, dann steht die Frage der unnötigen Tierhaltung/Grausamkeiten nicht mehr! Deine Leber/Bauchspeicheldrüse/Nieren werden es dir mit Wohlbefinden/innerer Ruhe und Zufriedenheit danken! Viel Erfolg!

  9. @Unbetreut Denken
    Dummheit und Wurstigkeit läßt sich nicht mit „gesetzlichen Maßnahmen“ regeln.
    Nur Beutegreifern, Tieren im Stande der Unschuld, steht Fleisch fressen zu. Denn einem Tiger kann man schwer zumuten seine Ernährung umzustellen und Gras, Salat oder vegetarische Alternativen zu fressen.
    Der Mensch als Dornen-Krone der Schöpfung hat seinen Kopf aber nicht nur auf den Schultern, damit es ihm nicht in den Hals regnet – sondern auch um seinen (hoffentlich vorhandenen!) Verstand anzuwenden. Um infolge dann gut/böse, richtig/falsch, ethisch oder unethisch zu handeln.
    Das Elend der sogenannten „Nutztiere“ ist hinlänglich bekannt. Doch man blendet das aus seinem Bewusstsein aus. Kommen schreckliche Filme im Fernsehen über Schlachtung, Transport etc., schalten auch in meinem Bekanntenkreis die ach so empfindsamen Seelen den Apparat aus. Aber sie unterschreiben beim nächsten Tierschutzverein-Infostand mit der rechten Hand tapfer den Protest „gegen Tiertransporte und qualvolle Schlachtung“, während von der linken Hand das Fett der Bratwurst auf die Unterschriftsliste tropft.- Schizophren.
    „Tierquälerei schmerzt dich unsäglich?
    Und isst doch deinen Braten täglich?
    Fleisch zu essen ist im Grund
    ja weder nötig noch gesund.
    Doch liebt´s der Mensch sich zu ruinieren
    samt seiner Umwelt und den Tieren.“
    (Wolf Martin – Kronenzeitung 04.11.1989)
    Zitat eines süddeutschen Fleischkontrolleurs: “Wenn die Leute
    wüssten, was sich so alles in ihrer Wurst befindet, so mancher würde sofort auf vegetarische Kost umsteigen!”
    Abschließend:
    “Fleisch ist kein notwendiger Bestandteil der menschlichen Ernährung. (…) Der Verzicht auf dieses Nahrungsmittel stellt keine unzumutbare Beschränkung der persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten dar.” Diese weisen Erkenntnisse stammen nicht etwa aus einem Vegetarierhandbuch. Sondern, man höre und staune – es sind Zitate die im Zusammenhang mit dem Schächten von Tieren, schwarz auf weiß in den Urteilsbegründungen des Oberverwaltungsgerichts Hamburg (Az. OVG Bf III 42/90 vom 14.09.92 ) und dem Bundesverwaltungsgericht Berlin (Az. 3 C 31.93 vom 15.06.95) nachzulesen sind.

    • Sorry, aber auch das ist einfach nur Blödsinn.
      Wenn ich ein Tier sehe, frage ich mich immer ob es schmecken könnte und wie groß ist der Aufwand es zu erlegen.
      Es ist alles eine Frage der Konditionierung.
      Die Naturgesetze haben wir nicht gemacht, wie man an dem Beispiel mit dem Tiger ja gut erkennen kann, dass das ganze Beispiel stinkt.
      Es ist ganz bestimmt nicht unserer Bestimmung, uns, dank unseres Verstandes von der besten Nahrung auszuschließen, die dieser Planet zu bieten hat.
      Hier soll wieder, ganz ähnlich wie in allen Religionen ein anderer Mensch propagiert werden, als er vom Wesen her ist.
      Ich denke, es ist wieder mal ein Zeichen der völligen Entfremdung der Menschheit, wenn man derartige Forderungen wie ein veganes Leben den Leuten anheim stellt.

  10. @Unbetreut Denken und @Publicviewer
    Ihr habt Meinungen geäußert. An Meinungen kann man nicht herum kritisieren.
    Doch die Fakten, daß Fleischverzehr unsägliches Leid verursacht und faktisch so unnötig wie ein Kropf ist, nicht.
    Ich habe fertig!

    • Meine Fresse muss bei Dir die Entfremdung groß sein um solch einen Blödsinn zu schreiben.
      Wir haben uns ganz natürlich dazu entwickelt Fleisch zu essen!
      Wer das nicht macht, handelt entgegen seiner genetischen Bestimmung.
      Ohne Fleisch ist das leben möglich, aber völlig sinnlos.
      Denn, die Glücksgefühle kommen beim Schlucken. 😉

      • völliger Blödsinn. ich nehme an, dass Sie nicht wissen wie gut veget./veganes Essen schmeckt, vorausgesetzt man kann kochen. Ausserdem haben wir ein Frugivor- Gebiss und kein Karnivor- Gebiss.!

        • Ach ja, unsere dschörmanischen SeniorInnen mal wieder! Es sind aber nicht alle Menschen ältere Damen und Herren mit Verwaltungsjobs. Es gibt auch junge und kräftige Menschen, die körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten nachgehen, welche die Muskulatur stark beanspruchen. Deren Regeneration verlangt nach Eiweißzufuhr. Nach der Zufuhr gut verdaulichen Eiweißes: nach also nicht-veganem und nicht-vegetarischem Eiweiß! Mit Betonung auf NICHT.

          Hinzu auffällig, daß sich Zivilisation vor allem an Küsten und im Bereich von Flußmündungen entwickelt hat, wo es viel tierisches Eiweiß gibt, Muscheln und Fisch. Offensichtlich braucht auch der Denkmuskel seine gehörige Portion tierischen Eiweißes.

        • Allerdings fies. Der Bauer mit seinen Kühen, seinem Herzdenken!!, ein Vorbild. Mit manchen Macken vielleicht. Einer, der dem Herzen folgt. Spätestens im Jenseits wrd ihm DANK.
          P. G.

    • Soll jeder tun, wie ihm behagt. Ohne andere zu beharken.

      Kolja Spöri hat recht: Noch nie gab es hirngewaschenere Menschen als die heutigen Deutschen. Wie blöd muß einer denn sein, um nicht zu verstehen, daß Vegan und Vegetarisch PR-Kampagnen sind der Geldelite zwecks Enteignung bzw. Verarmung der Landwirte. Und das alles – Stichwort hier wäre Laborfleisch – mit dem Ziel, die Zoohaltung für den Menschen durchzusetzen.

      Was für ein Karma, ach, ich Armer! Was habe ich in meinem Vorleben bloß verbrochen, um so hart und brutal bestraft zu werden!? Denn ach, ich Armer ich, bin ich inkarniert im dschörmanischen Irrenhaus!

      Und das Allerschlimmste, erfreue ich mich allerbester Gesundheit, weswegen ich hier wohl noch länger werde ausharren müssen. Wobei man sich über Irre natürlich auch ganz passabel amüsieren kann.

      • Fein, mir als völlig ungeimpfter Carnivore im Rentenalter geht es ganz genauso. ✌
        Das Amüsement darüber, fällt mir allerdings immer schwerer…mon pote.

        • Ach, das darf man nicht so eng sehen alles. Nachdem die armen Irren sich genug ausgetobt haben und kräftig auf die Fresse gefallen sein werden, werden sie schon wieder Frohsinn und Leistungsfreude entwickeln.

  11. Es ist ja für die Meisten gar keine Frage ob es vorteilhaft ist sich Vegan zu ernähren, das Problem ist vielmehr die Umsetzung, wer sein ganzes Leben lang nur Wurst/Käse/Schnitzel gegessen hat, ist garnicht in der Lage darauf zu verzichten, d.h. die Fähigkeit darauf zu verzichten haben ganz wenige und diejenigen sind oftmals nur aus gesundheitlichen Gründen ausreichend motiviert!

    • Ich möchte verdammt nochmal auf nichts verzichten (müssen).
      Ich will mein Leben auskosten mit allen Köstlichkeiten die eine solche Existenz zu bieten hat.
      Und dazu gehört Fleisch, Ficken, und Motorräder. 😉

    • Und aus reiner christlicher Nächstenliebe muß diesen armen und elenden Unwissenden dann mithilfe gesetzlicher Zwänge zu ihrem Gesundheitsglück verholfen werden. Schon klar, Cource, ich verstehe Sie.

    • Danke! Lebe selber seit ca. 35 Jahren vegetarisch, davon etwa 5 Jahre vegan. Lebe mit 80 immer noch gesund, sehe kaum einen Arzt… Die Pflanzenkost ist m. E. gottgewwollte Kost. Auch die Tiere sind Gottes Geschöpfe. Ein HOCH jenem Bauern!! P. G.

      • @peter götz
        So ist es !
        Glücklicherweise wachen immer mehr Menschen auf – betreff Politikerwahl und Ernährung!

  12. Liebe @Marie-Therese,
    bei manchen Primitivlingen ist Hopfen und Malz verloren. Das sieht man auch hier wieder an den beiden Koryphäen der geistigen Beschränktheit.
    Deren Kopf ist mit „Fleisch, Ficken, und Motorrädern“ total ausgefüllt – da ist für Verstand kein Platz mehr!
    Abhaken diese fruchtlose Diskussion
    .
    Ob bei unserer Politikermischpoke oder beim Normal-Michl – es sieht übel aus in diesem Lande… https://www.fischundfleisch.com/ulrich-h-dittmann/verlogene-skrupellose-politiker-betrogene-buerger-arme-tiere-und-zehn-wichtige-weisheiten-fuer-das-89578

  13. Selbst die Gorillas ernähren sich vegan, siehe:

    https://www.gorillassafaris.com/de/blog/do-gorillas-eat-meat

    Es ist eine Frage des Angebots, wenn genügend Obst/optimal das ganze Jahr über zur Verfügung steht/nur in den Tropen, muss man sich nicht anderweitig/suboptimal ernähren, d.h. die Erdenwürmer haben außerhalb der Tropen nichts verloren/zu suchen außer das biblische Leiden/Amargeddon—–schön dummm die Paleo-Diätler

  14. Es ist ja häufig zu beobachten bei den verschiedenen Arten von sich selbst als höher sensibele oder moralisch/spirituell höherstehende Menschen Ausweisenden, daß diese ihre jeweiligen Sachpositionen bis ins Absurde hinein übertreiben. Und damit zugleich das Sensible und Moralische/Spirituelle als solches lächerlich machen. Wer solches tut, ob nun bewußt oder unbewußt, handelt satanisch.

    Hier ist insbesondere interessant Anfang des 13. Jhdts. eine radikal geist-materie-dualistische bzw. sich selbst moralisch-spirituell extrem hoch stellende christliche Sekte, die Katharer (siehe Malcolm Lambert, Geschichte der Katharer). Der damals stark von gleichermaßen arroganten geist-materie-dualistischen Kräften dominierte Vatikan (siehe Georges Bordonove hierzu in: La Tragédie Cathare über den im jenerzeitigen Vatikan dominierenden Zisterzienserorden) nahm die Ketzerei der Katharer zum Anlaß, einen unsäglich grausamen Kreuzzug gegen diese zu führen. In dessen Folge der Vatikan entsetzlich verrohte und die röm.-katholische Kirche in einen weltlich-materialistischen Machtrausch verfiel. In welchem sie bis heute hin gefangen ist — davon prominentester Ausdruck die Nachfolgeorganisation der Zisterzienser, die Jesuiten.

    Und so denn sind allemal leicht zu unterscheiden die einen von den anderen.

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