
Warum der Markt regiert und die Demokratie zur Schmierenkomödie verkommt
Würden Wahlen etwas verändern, wären sie längst verboten. Der Satz ist alt. Er klingt zynisch. Und er wird mit jedem Wahlsonntag wahrer.
Die Commedia dell’Arte der Politik
Helmut Müller beschreibt in seinem Essay „Es gilt ein Freiheitswerk zu erneuern“ einen Zustand, den Millionen Europäer spüren, aber selten so klar formuliert bekommen: Die Regierungen haben keine wirkliche Macht mehr. Der Markt regelt längst, was früher der Staat regelte. Industriepolitik, große Investitionen, Außenpolitik, Kulturpolitik. Politikern bleibt der tägliche Kleinkram. Dazu das Abarbeiten von Vorgaben aus Brüssel, die wiederum von ganz anderen Kräften formuliert werden.
Was auf der Bühne stattfindet, ist Theater. Müller nennt es Commedia dell’Arte. Eine politische Stegreifkomödie mit festen Rollen und vorhersehbarem Ausgang. Die Darsteller wechseln, das Stück bleibt gleich. Wer versucht, die Axt an die Wurzel zu legen, wird ausgetauscht. Zuverlässig. Geräuschlos. Und der Ersatz muss nicht einmal besser sein, er muss nur funktionieren.
Königsmacher und Karriereschleusen
Das jüngste Beispiel liefert Ungarn, wo hohe Konzernmanager direkt in die Regierung berufen werden. Oder Frankreich, wo Macron seinen Aufstieg Strukturen verdankt, die mit Volkswillen wenig zu tun haben. Oder Deutschland, wo Friedrich Merz den Weg ins Kanzleramt fand, ohne dass das Volk ihn an die Spitze gebracht hätte. Die Königsmacher küren ihren Kandidaten lange vor der Wahl.
Müller beschreibt eine Drehtür zwischen Politik und Markt, die in beide Richtungen funktioniert. Parteimanager wechseln in Denkfabriken und NGOs, sammeln dort Kontakte und Kapital, kehren irgendwann in die Politik zurück. Das Muster stammt aus den USA. Inzwischen läuft es auch in Europa wie geschmiert.
Dazu kommt die schleichende kulturelle Unterwerfung. Müller bringt ein Detail, das klein wirkt, aber sitzt: Wenn eine linke Partei ihren Parteitag mit einem englischen Song eröffnet und ein rechtes Medienformat sich „Austria First“ nennt, hat das mit der kulturellen Eigenständigkeit eines deutschsprachigen Landes nichts mehr zu tun. Die Anglisierung frisst sich durch alle Lager. Sie ist kein Zufall, sondern Ausdruck einer Anpassung an den globalen Markt, dem nationale Kultur bestenfalls als Folklore dient.
Die EU als Ausstiegsfalle
Müller erinnert daran, dass der Vertrag von Maastricht bewusst keinen Austrittsartikel enthielt. Man wollte den Gedanken an einen Abschied von der Union gar nicht erst zulassen. Dass es trotzdem geht, zeigte Großbritannien. Aber der Brexit war teuer, chaotisch und wurde von allen Seiten sabotiert. Die Botschaft an den Rest Europas war deutlich: Versucht es gar nicht erst.
So wächst der Markt auf dem Rücken verschuldeter Staaten weiter. Der Bürger wird zum Konsumsklaven, der regelmäßig die Gleichen auf das vergoldete Podest heben darf. Die repräsentative Demokratie wirkt dafür wie maßgeschneidert. Selbst die Schweizer Direkte Demokratie steht unter Druck, hält sich aber bisher erstaunlich resistent gegen die Lockrufe aus Brüssel.
Klage allein ist Schwäche
Müllers stärkster Punkt kommt am Ende. Er belässt es eben gerade nicht beim Jammern. Über sein selbstverschuldetes Schicksal nur zu klagen, schreibt er, führt zu Schwäche, und Schwäche ist ein wahres Elend. Wollen wir dem untätig entgegensehen? Das wäre peinlich und dumm.
Was er fordert, ist Mut. Eigenständiges Denken. Die Bereitschaft, sich einem existenziellen Risiko zu stellen. Er beruft sich auf Fichte und den Glauben daran, dass selbständiges Denken im Volk noch existiert. Dass Menschen auf verborgene, oft schweigende Weise ihr persönliches Werk verrichten, losgelöst von gescheiterten Ideologien.
Die revolutionäre Wende, von der Müller spricht, ist keine Barrikade. Sie beginnt im Kopf. Im Moment, in dem ein Mensch aufhört, das Spiel mitzuspielen, weil er durchschaut hat, dass es ein Spiel ist. Dass die Kandidaten ausgewählt werden, bevor die Wähler gefragt werden. Dass die Entscheidungen fallen, bevor das Parlament tagt. Dass die Richtung feststeht, bevor die Debatte beginnt.
Jede Alternative dazu, schließt Müller, hieße der Knechtschaft weiter zu huldigen. Dem ist wenig hinzuzufügen.


„Er beruft sich auf Fichte und den Glauben daran, dass selbständiges Denken im Volk noch existiert. Dass Menschen auf verborgene, oft schweigende Weise ihr persönliches Werk verrichten, losgelöst von gescheiterten Ideologien.“
Ja, solche Menschen gibt es tatsächlich noch, auch in meinem Umfeld. Aber ich wage zu bezweifeln, daß sie mit ihrem stetig Tropfen den übermächtigen Stein des Kapitals auszuhöhlen vermögen, denn es sind einfach zu wenige. Die Mehrheit unterliegt der Bequemlichkeit und sich selbst der Nächste zu sein. Es gibt kaum noch eine Chance, das Bewußtsein nächster Generationen zu verändern, da die Folgen der Manipulation bereits unumkehrbar wirken. Ich mache mir da wenig Hoffnung und sehe die Geschichte der Menschheit bereits als Vergangenheit in der erdgeschichtlichen Zukunft.
Plato; * 428 vor Chr. , sagte einst: „Wer in der Demokratie die Wahrheit sagt, wird von der Masse gesteinigt.“ – Um dem zu entgegen, zieht die Masse es vor, das Gesetz des Handelns und selbstständigen Denkens zu unterlassen, zumal das sowieso schwere Arbeit ist, und davor scheut man dann bequemer Weise zurück.
So lebt man dann als Sklave; immer in der Hoffnung mal zum Skalventreiber aufzusteigen.
Das Ganze nennt sich Kapitalismus und mit einem EU Austritt ist es ja nicht getan.
Erst, wenn die herrschende Klasse samt ihrer Funktionselite und allen kapitalistischen Strukturen vollständig beseitigt ist, könnte Frieden aufkommen.
In arabischen und asiatischen Ländern existieren die offizielle sowie eine vollauf archaische Welt vielfach parallel, und dies durchaus großflächig und in räumlich scharfer Getrenntheit. Die archaische Welt könnte bald schon die attraktivere geworden sein gegenüber der sich abzeichnenden digital-faschistischen (sozialistischen oder korporatistischen).
Man darf dann eben nur nicht in Sklaverei geraten, das wâre ganz doof. Denn kann gut auch in Richtung Mad Max gehen. Aber wer auch wäre so dumm, sich das Paradies zurückzuwünschen. Oder die Demokratie. Auf alle Fälle erste Bürgerpflicht ist: locker bleiben!
Das weisungsempfangende Staatsanwälte die Demokratie unterhöhlen, weiß mittlerweile jeder Michel.
Aber auch Richter der BRD sind NUR Bedienstete!
https://auf1.tv/berlin-mitte-auf1/corona-urteil-sachsens-groe%C3%9Fter-justizskandal-aufgedeckt
Es ist in der Privatgerichtsbarkeit (GVG, §15 weggefallen (schon 1950)) üblich, das nach ‚gusto’gerichtet wird- wenn nicht auf Anweisung.
‚Man‘ erkennt den unwissenden Michel daran, das er ‚Wählen‘ geht.
Wie schon im Artikel gesagt, ist es bequemer, wie eine Gemeinde zu gründen, sich von der BRD zu lösen, und selbständig die Politik/ Verwaltung in die Hand zu nehmen.
https://www.gemeinde-neuhaus.de/download.htm
Hier in Mitteldeutschland/ Provinz Sachsen, ist ein zusätzliches Manko, das noch viele kommunistische Seilschaften ihr Unwesen treiben. Da ist die Aufklärung ein kleines Problem – du bist sofort ein ‚Reichsbürger‘. Weil die sich von der BRD nicht lösen wollen, sondern das Parteiensystem ausnutzen (Linke).
Apropos Preußen:
1955 haben die Sowjets ALLE von der SHAEF/ Hohen Kommission erlassenen Gesetze, und Vorschriften, in IHREM verwalteten/ besetzten Gebiet AUFGEHOBEN. Dazu gehört auch die Auflösung Preußens.
https://berlin2012blog.wordpress.com/2011/07/18/kontrollratsgesetz-nr-46-auflosung-des-staates-preusen-vom-25-februar-1947/
Mit dieser Hintergrund – INFO sehe ‚man‘ auf die von der BRD verwalteten, von den Sowjets übergebenen, Gebieten in der Verwaltung der BRD- Meckpomm, Brandenburg, Sachsen- Anhalt, etc.
WO ist Preußen, die preußischen Provinzen, das von den Sowjets nicht aufgelöst wurde? Gruß Karl
Es wird davon gesprochen, daß so etwa 10% der Bevölkerung genügen würden, um das Ruder herum zu reißen. Denen würden dann – im Herdentrieb – noch weitere folgen.
Doch wie soll man die 10% unter einen Hut bringen? Und wer wird – bei hohem Risiko -vorangehen?
Es wird gesagt, daß die einzig wirkungsvolle und friedliche Variante die totale Verweigerung ist. Da stehen wir wieder bei Frage 1.
Es scheint so, daß das so alles nichts wird. Und die Marionetten wissen das: Die Schafe sind in der Mehrzahl und folgen den Hirten.
Wir müssen wohl oder übel auf den höchst möglichen schlechtesten Zustand warten, der dann endlich die Massen mobilisiert – das wird dann aber nicht lustig.
Und wer dann als Sieger hervorgeht ist fast auch schon gewiß: siehe deutsche Bauernaufstände und -Krieg 1500-1600.
Die große Frage ist wohl, wo es weiter hingehen soll mit der Menschheit. Kompliziert, denn Sein oder Nichtsein ist nicht die Frage. Unser aller Problem ist im Gegenteil, daß es uns zu gut geht, mindestens potentiell, weswegen die inneren Spann- und Antriebskräfte erlahmen. Als Gegengift werden erschröckliche Gefahren herbeiphantasiert, ganze Weltuntergänge: Pandemien, Atomkrieg, Klima- und Umweltkatastrophen, Alieninvasionen usw. Was da aber wohl wirklich bekämpft werden soll, ist die Langeweile, das unangenehme Gefühl der Sinnlosigkeit der eigenen Existenz. Ein Problem, das Adam und Eva noch nicht kannten…
Nietzsche merkte warnend an: „Nichts Unvornehmeres, als die Langeweile zu fliehen.“ Wohl wahr. Sich seines entspannten Lotterlebens zu freuen und zu lernen, die Langeweile zu lieben, ist allererste Voraussetzung, sich dem Spirituellen zuzuwenden und so der Versuchung zu entkommen, Weltuntergänge herbeizusehnen.
Zurück zum Affen geht’s immer ganz leicht. Am leichtesten, wenn die Zivilisation selbst zu einer Gefahr für die Zivilisation erklärt wird. Matt Walsh unterzieht dieses höchst beliebte Narrativ einer kritischen Prüfung anhand der Geschichte der Sklaverei. Das mit den United Slaveholders of America ist zwar nicht ganz falsch. Aber das Thema ist facettenreich. Allein wenn an Old Europe gedacht wird, wo es noch bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein Leibeigene gegeben hat, juristisch legitime. Und ganz zu schweigen von den anderen Kontinenten…
https://youtu.be/UivhqdhcHNI
Also in den USA haben die Wahlen sehr wohl etwas bewirkt und zwar:
– lassen die Patrioten ihr Auto freiwillig stehen und sind damit die allergrößten linksgrün versifften klimaschützer
– fahren/fliegen nicht mehr in den Urlaub
– haben Angst vor dem jobverlust/sozialer Abstieg und akzeptieren deshalb alle Arbeitsbedingungen
– glauben an die Allmacht Gottes und überlassen dem König die Vergeudung der Steuergelder
– sind bereit ihren Platz in der Gesellschaft anzunehmen und nicht zu Klagen/zu murren
– ungewollte Schwangerschaft wird ausgetragen
– ungewollte Beziehungen/Ehen werden fortgesetzt
– finden sich damit ab wegen gottgegebener Benachteiligung im Schatten der Gesellschaft ihr dasein zu fristen usw.usf endlose Liste, der unnötigen Grausamkeiten der weißen national-christlichen Rassisten, pfui Teufel
Der Markt regelt Alles. Und der Markt wird die EUdSSR in die Bedeutungslosigkeit verbannen. Drum ist der Russlandfeldzug auch so wichtig. Es ist, aus meiner Sicht, die einzige Möglichkeit dem Untergang zu entgehen. Natürlich nur wenn der Raubzug siegreich und nicht siechreich ist.
Das Einzehntelgesetz
Schon Moses hatte ein Problem,
als er zog auf die Wanderschaft.
Für neun von zehn war es bequem,
auszuharren in der Knechtschaft.
Schlägt man den Bogen der Legenden
bis hinein in uns’re Zeit,
den Staat der Linken zu beenden,
war nur ein kleiner Teil bereit.
So ist die Masse unentschlossen,
zum Hammerdasein nicht geprägt,
sie liegt dann auf den Ambossen,
als weiches Teil, auf das man schlägt.
Doch es scheint ein Gesetz zu geben,
Rebellen sind es immer wenig,
nur wenige nach Freiheit streben,
die Masse ist stets untertänig.
Das Gesetz hat noch ’ne andre Seite,
wenn wenige der Macht nicht weichen,
sich mutig aufstellen zum Streite,
sind’s die, die oftmals viel erreichen.
Den Mächtigen im deutschen Land
und denen, die der Macht anhängen,
ist das Gesetz sehr wohl bekannt,
der Grund, weshalb sie Mut bedrängen.
Bedrängen die, die sich nicht bücken
unter rotgrünes Machtgejohle,
sind die, die man nicht kann beglücken
mit Klima, Gender, weg mit der Kohle.
Dass ihnen sitzt die Angst im Nacken,
erkennt man, wie sie reagieren,
verständlich ihre Hetzattacken
auf die paar, die die Macht quittieren.
Hat man das Gesetz erkannt,
kann man das Votum nicht vertreiben,
ist man bei denen mit Verstand
oder will Bücker bleiben.
– Problem und Kontinuität –
Die Rebellen von heute sind die Tyrannen von morgen.
Bleiben wir realistisch. Natürlich ist eine politische Wende, systemisch und pers onell, ausgeschlossen. Es braucht, nichts Neues unter der Sonne Schlands, aber auch anderer Länder, „Aktive“ mit dem entsprechenden Potential, denn die Machthaber resp Funktionseliten werden nicht freiwillig gehen. Die Justiz fällt frei nach Büchner wieder einmal aus. Die Sklavenmentalität ergänzt durch die Effeminisierung verhindert wie immer sehr zuverlässig jeden Widerstand, wobei es viele Helfer des Regimes gibt.Alle Alimentierte, allen voran die Beamten, viele Damen, alle Beschäftigte in der Sozialindustrie und viele im Bildungswesen, die urbanen Milieus, also die mit dem “ schlechten Gewissen“ , die NGOs uvm. Da kommt einiges zusammen. Von “ oben“ kommt nichts, von “ unten“ , teilweise neurotisch verpeilt, sehr wenig. Dabei gibt es eine Institution , die, dem Recht resp Rechtsstaat und dem Bürger verpflichtet, für die Wende zur FDGO “ zuständig wäre und über die Möglichkeiten verfügen würde, Polizei genannt. Leider ist aber auch die wie üblich zu “ Dienstleistern“ des Regimes transformiert worden und setzt segr gewissenhaft dessen Anordnungen um, bei den Indigenen. 1945 “ halfen“ uns Externe. Warum auch immer genau. Es gibt de facto nichts und niemanden, das die laufende Transformation verhindern könnte. Die Renitenten werden zunehmend, zunächst psychosozial,auch kafkaesk“behandelt“. Ein Prozess, der natürlich weiter verschärft wird, falls erforderlich. Schon bei Corona dachten manche Täter des Regimes nicht nur an Zwangsinjektionen, sondern an die Lagerunterbringung der Widerständler. Ich glaube nicht, dass die meisten Michel die Bösartigkeit und kriminelle Energie der Transformatoren auch nur ansatzweise begriffen haben. Sie werden noch viel “ Freude“ haben, mit diesen , aber auch mit den archaischen Tribalen. Leviathan und Behemoth zugleich, was will man mehr. Der Fall des Art 20 IV GG liegt schon lange vor. Er “ wartet“ nur auf die Umsetzung, auf Godot. Vergeblich.