Die Hysterie der Gleichmacherei: Wenn die Quote zur Staatsreligion wird

Quotenhysterie -KI-generiert
Quotenhysterie -KI-generiert

Frauenquote, Ostquote, Diversitäts-Check und die „Ehe für alle, die noch nicht weggelaufen sind“ – wir haben offensichtlich kein Problem mit der Gleichstellung, sondern ein Problem mit dem Zählen. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit (oder geschlechtsneutral: Geschwisterlichkeit) waren die Ideale der Französischen Revolution. Heute sind sie eher die Hausaufgabenliste einer Schwarz-Roten-Regierung, die krampfhaft versucht, das Land so flachzubügeln, bis man darauf Schlittschuh laufen kann.

Das 60-Sekunden-Kanzleramt

Medien und Politik flüstern uns täglich ein: Gleichheit ist das Allheilmittel. Warum also noch Wettbewerb? Machen wir es doch ganz demokratisch: Damit jeder der 84 Millionen Bürger einmal die Geschicke des Landes lenken darf, bekommt jeder das Amt des Bundeskanzlers für exakt 38 Sekunden.
In dieser Zeit kann man zwar keine Steuerreform verabschieden, aber immerhin ein Selfie im Kanzleramt machen und eine kryptische Botschaft auf dem COREU-Netzwerk absetzen. Ich wette, die Regierungsbilanz wäre am Ende des Tages auch nicht schlechter als das, was uns die aktuelle Führung unter Fritze Merz oder seinen Vorgängern so präsentiert. Hauptsache, der Scheitel sitzt und die Quote stimmt.

Der „Equal Pay Day“ und die Mathematik des Schreckens

Der 27. Februar war der Tag der roten Handtaschen. Der „Equal Pay Day“ mahnt uns, dass Frauen angeblich immer noch 16 % weniger verdienen. Rechnet man jedoch die Teilzeit, die Berufswahl und die Tatsache heraus, dass Männer statistisch gesehen seltener wegen einer hartnäckigen Männergrippe drei Wochen ausfallen, bleiben noch etwa 6 % übrig.
Natürlich sind auch diese 6 % ein Skandal! Aber mal ehrlich: Es gibt auch Männer, die weniger verdienen als ihre Kollegen, weil sie beim Gehaltsgespräch weniger aggressiv auf den Tisch gehauen haben oder schlichtweg sympathischer sind. Aber „Sympathie-Quote“ klingt halt nicht so gut im Parteiprogramm.

Vom Patriarchat zur Pinkelpause

Bis 1977 durfte der Ehemann noch den Job seiner Frau kündigen. Heute würde die Ehefrau ihrem Mann eher kündigen, wenn er vergisst, die Hafermilch zu kaufen. Wir sind also auf einem guten Weg. Doch statt auf die Zeit zu vertrauen, regieren wir mit der Peitsche der Quote. Das Ergebnis: Nicht mehr der Beste bekommt den Job, sondern derjenige, der das richtige Häkchen im Diversitäts-Formular setzt.
Leichter war die Frauenquote noch nie erreichbar, seit man sein Geschlecht einmal im Jahr ändern kann.
Und was ist mit der Toiletten-Frage. Seit das Selbstbestimmungsgesetz in Kraft ist, ist die Welt ein Abenteuerspielplatz. Das dritte Geschlecht genießt die ultimative Freiheit: Die Wahl zwischen der Herrentoilette mit Stehpinkelgarantie und der Kabine mit Damenbinde.
Ein kleiner Selbstversuch: Ich habe mir die Freiheit neulich genommen, als die Herrentoilette im Rathaus wegen „Sanierung des maskulinen Raums“ gesperrt war. Das Erlebnis war ernüchternd. Niemand hat sich aufgeregt oder dumm geguckt. Zu Hause teilen wir uns ja auch eine Schüssel. Aber unsere deutsche Ingenieurskunst arbeitet sicher schon am „P-Universal-Adapter 2.0“, damit auch Frauen endlich im Stehen markieren können. Gleichheit ist erst dann erreicht, wenn wir alle gemeinsam am Pissoir um die Wette pinkeln können. Schöner kann Fortschritt nicht sein.

Die neue Geografie der Quoten

Es gibt Politiker, die ernsthaft eine Ost-Quote fordern, damit der Ossi endlich die demokratischen Winkelzüge kapiert. Warum eigentlich nicht auch eine Schwaben-Quote für Berlin? Schaffe, schaffe Häusle baue passt prima zur Lösung des Wohnraumproblems und ist allemal besser als irgendwelche Mietendeckel. Oder man denke an ein Preußen-Kontingent für Bayern? Da wäre aber was los, verdammter Saupreuß! Wir zementieren die Mauer in den Köpfen genau in dem Moment, in dem wir sie einfach weglächeln sollten.
Wer ist heute überhaupt noch „Ossi“ oder „Wessi“? Mein Vater ist ein Hanysy, er stammt aus Oberschlesien, meine Mutter eine Hamburger Deern. Ich bin im Osten geboren, wohne seit 35 Jahren zufrieden in der rheinländischen Diaspora. Meine Kinder haben hier ihre bessere Hälfte kennengelernt. Ein Schatzi kommt aus Polen. Meine Enkel essen bayerische Brezeln und Nürnberger Rostbratwürstchen mit sächsischem Bautzner-Senf.
Diese Klassifizierung dient doch nur jenen, die die Gesellschaft spalten wollen, um in der Lücke ihre eigenen Wählerstimmen zu finden.

Alles Gesetz, basta!

Die Ehe für alle ist seit „Mutti“ Gesetz, basta! Sie ist längst im politischen Ruhestand, aber ihr Geist der „behutsamen Verwaltung des Wahnsinns“ weht immer noch durch die Gänge. Wir verwalten uns zu Tode – doch immerhin sind wir dabei alle absolut gleich unglücklich.
An den Diskussionen über die neuesten Gender-Sternchen-Erlasse beteilige ich mich nicht mehr.  Sie sind genauso überflüssig wie Vogelfutter für Kuckucksuhren.
Ich überlasse das den Talkshows und der selbsternannten woken Elite, die dafür noch Zeit hat, sich über Pronomen und Sternchen zu streiten.
Der Rest des Landes versucht gerade, die Senkung der Tankkosten um siebzehn Cent zu verstehen.

Ø Bewertung = / 5. Anzahl Bewertungen:

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

5f30afa518e14758994a494f88c37cbf
Avatar für Pandora
Über Pandora 93 Artikel
Ich bin ein lebendes Fossil mit Einschusslöchern. Ich bin das, wovor Ihre Enkel Sie in der Uni-Mensa gewarnt haben: Ein alter weißer Mann – und zwar mit scharfem-S, denn ich bin nicht nur ethnisch hellhäutig, sondern bilde mir auf meine Lebenserfahrung auch noch was ein. Baujahr 1956: Mein Betriebssystem ist zwar nicht mehr ganz taufrisch, aber die CPU läuft auf Hochtouren, während der Rest der Hardware langsam nach Ersatzteilen schreit. Meine Biografie ist eine große Rechtskurve. Links angefangen, nur um heute festzustellen, dass ich direkt zum bürgerlichen Abendbrot gewandert bin, ohne unterwegs nach dem Weg zu fragen. Während andere in meinem Alter die Fernbedienung suchen, analysiere ich noch die Weltlage – meistens mit einem satirischen Kommentar, der so trocken ist, dass ich dazu ein Glas Wein trinken muss. Vorsicht: Kann Spuren von Lebenserfahrung und autoritärem Humor enthalten.

2 Kommentare

  1. Von der hire&fire-willkür sind jetzt auch langgediente/gestandene rechte Patrioten betroffen, siehe:

    https://www.breitbart.com/politics/2026/04/22/pentagon-says-secretary-of-the-navy-john-phelan-exiting-trump-administration/

    Soviel zu den geduldigen Masochisten die sich nicht getrauen ihren Peiniger zu entmachten, mal schauen, vielleicht suchen sich die rechten Patrioten bald einen zuverlässigen/ehrenhaften Führer ohne Sandkasten-/Schulhof-bully Mentalität

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*