
Porno Schleife — In der sächsischen Lausitz, genauer gesagt an der Deutsch-Sorbischen Oberschule in Schleife, wurde das Thema „fächerübergreifender Unterricht“ im März 2026 völlig neu interpretiert. Während man im Deutschunterricht normalerweise mühsam über Schillers „Handschuh“ brütet, um das Wesen des Wortes „Mut“ zu ergründen, lieferte ein externes Theaterprojekt die visuelle Abkürzung: „Mut“ bedeutet offensichtlich, zwei nackten Herren dabei zuzusehen, wie sie sich im Klassenzimmer anatomisch so präzise verschachteln, dass selbst der Biologielehrer es hätte nicht besser erklären können. Kurz gesagt – aus der Praxis, für die Praxis.
Huch, was kommt von draußen rein?
Das sächsische Landesamt für Schule und Bildung „LASUB“ (besser „LAUSBUB“) reagierte mit der Souveränität eines Statisten in einer Vorabend-Soap. Man habe das Projekt im Januar schließlich per E-Mail gebucht. Es reicht ja das Thema: „Mut“ und „aktuelle politische Themen“ vorzugeben, ohne die inhaltliche Umsetzung zu prüfen. Man konnte also nicht ahnen, dass sich ein Porno im Theaterprojekt verstecken würde. „Es gab keinen Anlass zu der Vermutung, dass Medien mit potenziell pornografischem Inhalt eingesetzt würden“, so das LASUB sinngemäß.
Letztlich trat ja auch die „Amadeu Antonio Stiftung“ als Förderer des Projektes auf. Was kann bei so einer gut bezahlten NGO da schon schiefgehen. Ein solcher Leumund ist gegen jede Zweifel erhaben.
Natürlich! Man bucht ein Theaterprojekt über Zivilcourage und bekommt eine Sexual-Action-Analyse von Dr. Sommer über Sexpraktiken geliefert. Wer kennt es nicht — man ordert Möhrchen und bekommt eine Kiste Feuerwerkskörper – kann ja mal passieren, die Form ist ja ähnlich.
Schuld ist immer der „Gärtner“
Die Schulleitung trifft laut Behörde natürlich keine Schuld. Das ist die goldene Regel der modernen Verwaltung: Wenn der Karren im Dreck landet, ist immer der Gärtner schuld. Die Schulleitung habe das Projekt zwar abgebrochen, aber erst, nachdem die Neuntklässler bereits eine anschauliche Fortbildung in angewandter Urologie und Sexualkunde erhalten hatten.
Die Ermittlungen der Polizei laufen nun gegen zwei Damen, die den Begriff „Anschaulichkeitl“ wohl etwas zu wörtlich nahmen. Währenddessen zieht sich die Amadeu Antonio Stiftung diskret zurück. Wahrscheinlich hat man dort gemerkt, dass die Förderung von „Minderheitenrechten“ nicht zwangsläufig die Darstellung von Stellungen aus dem Kamasutra im Klassenraum beinhalten muss.
Vorhang zu oder einfach nicht hingehen
Nach diesem Erfolg plant das Kultusministerium jetzt eine „Prüfung des Umgangs mit externen Anbietern“. Ein revolutionärer Schritt! Demnächst schaut man sich vielleicht sogar die Arbeitsblätter an, bevor man sie verteilt. Mut ist anscheinend, wenn man ein Theaterprojekt bucht, ohne das Kleingedruckte zu lesen.
Politische Bildung umfasst heutzutage offenbar auch die Verhandlungen im Schlafzimmer. Allerdings ist hier nur die Zustimmung der handelnden Personen erforderlich und niemand sieht zu.
Sächsische Gründlichkeit bedeutet, dass man erst dann merkt, dass etwas schiefläuft, wenn die Eltern bereits die Strafanzeige formulieren.
In diesem Sinne: Vorhang zu — alle Fragen offen! Die Neuntklässler wissen jetzt zumindest, dass „Mut“ im Zweifelsfall auch bedeutet, einfach mal nicht teilzunehmen.

Und immer wieder die Stasi Kahane Stiftung !
Aber diese Volldemokraten sind ja über jeden Verdacht erhaben.
Erstaunlich das das im erzkatholischen Sorbenland (der Heimat des sächsische MP Kretzschmer!) passiert ist und keine Empörungswelle das Land überrollt hat!!!!
@ Anton
In der Ober- und Niederlausitz leben ca. 60000 Sorben. Davon sind 10000 konfessionslos, 40000 evangelisch und 10000 katholisch – Letztere besonders in der Oberlausitz in einem engeren Raum um Bautzen.
Das Gelbe Elend von Bautzen, es herrscht Kontinuität.
Kein Wunder, dass sich die Stasi-Stiftung zurückzieht.