Energie folgt der Aufmerksamkeit

Ich mache eine Ansage. Und ich mache sie bewusst.

Energie folgt der Aufmerksamkeit. Was wir täglich in uns hineinkippen – Krieg, Steuererhöhungen, explodierende Energiepreise, politisches Versagen – das zieht uns runter. Nicht weil wir schwach sind. Sondern weil das so funktioniert.

Das da draußen ist laut. Es ist omnipräsent. Und es hört nicht auf.

Energie

Informiert sein – ja. Darin versinken – nein.

Ich sage nicht, man soll die Augen zumachen. Wer die Welt nicht versteht, kann sie nicht verändern. Aber es gibt einen Unterschied zwischen informiert sein und sich täglich in diesem Strudel zu suhlen.

Der Strudel zieht rein. Das ist sein Zweck.

Krieg, Angst, Empörung, nächste Krise – das ist kein Zufall. Wer permanent in Angst lebt, hat keinen Kopf für anderes. Keinen Kopf zum Nachdenken. Keinen Kopf zum Wachsen. Keine Resourcen zur Selbstreflektion. Und genau das glaube ich ist gewollt.

Ich weiß, das klingt für manche nach Schwurbelei.

Ich stehe dazu. Es gibt Kräfte, nenn es wie du willst, die von dieser negativen Energie leben. Die davon zehren dass wir uns täglich aufregen, fürchten und klein fühlen. Niedrig schwingen wie man es nennt. Wer niedrig schwingt, ist leicht zu lenken.

Freunde und wie wichtig sie sind

In einer Diskussion kürzlich wies mich mein bester Freund Ingo, den ich schon fast mein ganzes Leben lang kenne und schätze, darauf hin dass meine Texte immer mehr der Machart und dem Ton von Wilfried ähnlicher werden.

Ich will Wilfrieds Arbeit jetzt hier gar nicht kritisieren, er hatte immer einen genialen sarkastischen Schreibstil, aber auch ich merkte dass die Texte mit der Zeit immer zynischer wurden und man diese Veränderung meiner Meinung nach ihm auch im privaten anmerkte.

Da Wilfried freundschaftstechnisch den selben Stand bei mir hatte versuchte auch ich ihm das damals nahe zu bringen, kam aber damit nicht so richtig durch.
Umso dankbarer bin ich für den geistigen Arschtritt den Ingo mir verpasste, und musste mich erstmal mit mir selber auseinandersetzen und mir klar werden was ich eigentlich will, bzw. wo ich mit der Schreiberei hin will.

Die Hummel fliegt trotzdem

Laut unseren Naturgesetzen kann eine Hummel nicht fliegen. Aerodynamisch unmöglich. Zu schwer, zu klein die Flügel. Aber die Hummel weiß das nicht. Also fliegt sie.

Vielleicht ist das die wichtigste Lektion. Nicht fragen ob es geht. Einfach machen.

Den negativen Teufelskreis zu verlassen wirkt aktuell fast unmöglich. Der Lärm ist zu laut, die schlechten Nachrichten zu zahlreich, die Energie zu erdrückend. Aber ist es möglich. Und der einzige Weg raus führt nicht durch noch mehr Negativität sondern durch die bewusste Entscheidung für das Gegenteil.

Energie

Was das für Torben Botterberg bedeutet

Ich werde weniger über das schreiben, was kaputt ist. Mehr über das, was trägt. Mehr über Menschen, die etwas aufbauen. Über Gedanken, die helfen. Über Dinge, die wirklich zählen.

Ich hoffe dass mir das nicht meine eh schon spärliche Leserschaft kostet, sondern baue darauf dass es den ein oder anderen zum Umdenken bewegt und bei der für uns Menschen so wichtigen Selbstreflektion hilft.

Sollte es dennoch so sein dass es die Leser zum „Deabonieren“ anregt wird das sicherlich auch seine Gründe haben.

Energie

Ausserdem haben wir auf qpress ja noch weitere Autoren welche die Welt sicherlich weiterhin in satirisch bissigen Texten aufarbeiten werden….

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Über Torben Botterberg 3419 Artikel
Torben Botterberg verbindet Gegensätze mit einem Augenzwinkern: schwarzer Humor trifft auf Perfektionismus, ein erklärter Hang zur Prokrastination auf Texte, die erst dann das Licht der Welt sehen, wenn jedes Detail sitzt. Freiberuflich in Vermittlung und Verleih unterwegs, bewegt er sich beruflich zwischen Menschen, Projekten und Möglichkeiten, und privat am liebsten zwischen Chrom, Stern und Benz.Torben schreibt, um zu verbinden: Erfahrungen mit Einsichten, Gegenwart mit Erinnerung, Technik mit Temperament. Wenn er lacht, dann tiefschwarz, wenn er zweifelt, dann gründlich und wenn er veröffentlicht, dann mit dem Anspruch, dass jedes Wort hält was es verspricht.

15 Kommentare

  1. Wobei WiKa als Gründer für den Erfolg von qpress steht – ganz so spärlich scheint mir die Leserschaft nicht zu sein. Außerdem hat die auf „4/2 Wahrheiten“ spezialisierte Publikation im Gegensatz zu vielen anderen, die im Gefolge des Merkelschen De facto-Staatsstreichs entstanden waren, überlebt. Freund Ingo in allen Ehren, aber der WiKa-Stil hat auch unter Kanzler Merzel nichts von seiner Existenzberechtigung verloren.

    • Der Wika Stil wird auch nicht komplett verschwinden. Ich wollte auch seine Artikel nicht als negativ hinstellen. Mir persönlich wurde nur bewusst dass ich die Negativität mancher Themen „mitnehme“ ins Privatleben. Auch bei Wilfried war das zum Schluss hin teilweise so. Ich kannte ihn knapp 20 Jahre lang, wobei kennen untertrieben ist. Die Freundschaft zu Willi war genauso eng wie zu Ingo. Man könnte meinen wir waren fast schon wie Brüder unterwegs.

      Durch die lange Zeit die nach Wilfrieds Tod nichtgs erschienen ist, und auch schon vorher nur noch wenig haben sich die Seitenaufrufe von stellenweise mehreren zentausen auf ein paar Hundert reduziert. Das meinte ich mit spärlich.

  2. stylman.substack.com hat vor genau einem Jahr drei Beiträge verfaßt zum Thema MK-Ultra in Form massenmedial vermittelter Dauerhirnwäsche für die große Masse — ein Angstnarrativ jagt das nächste. Kann süchtig machen nach Kuschelhormon und erschafft so den ängstlich-glücklichen Sklaven. (Siehe auch das Gespräch, das Naomi Wolf mit Joshua Stylman über jene drei Beiträge geführt hat.)

  3. Ich bin inzwischen 67 und habe egoistisch resigniert. Wir haben recht und schlecht unser Auskommen. Können uns ein kleines Auto und einen Schrebergarten leisten. Für’s Essen und gelegentliche Restaurantbesuche reicht es auch. In Urlaub sind wir schon Jahre nicht mehr gefahren. Sollen die die Anderen von ihrem Sofa aus genießen was sie sich gewählt haben. Wir haben Alternativ gestimmt, sind Montags mit auf der Straße gewesen. Nun schauen wir zu und hoffen das Ganze Desaster +/- zu überstehen. Ich hoffe das Volk wird noch aufstehen und nicht nur zu staatlichen Bezahldemos gehen…..

    • Man #Anton, mit 67 bin ich noch einhand über den Atlantik gefahren. Hätt`ich resigniert, wäre ich möglicherweise ersoffen.
      Wer heute ein Auto hat, und es warten,lassen, kann, der ist reich.
      Mit Schrebergarten und Rente bzw. Pension sollten sie der glücklichste Mensch in der BRD sein.

      Nach vielen Nackenschlägen, habe ich mind. 4 (vier) mal von 0 angefangen. Sprich nur ‚was ich auf dem Leibe‘ hatte.
      ‚Glücklicherweise‘ bin ich arm, nicht arm mit wenig haben, sondern arm mit nichts haben, aufgewachsen – GLÜCKLICHERWEISE.
      Auszukommen, mit dem was ich hatte (nichts), wardie Regel. Ihr kennt noch die ‚Omaschuhe‘? Vorne rund und hohe Absätze?! Damit musste ich in der Pupertät (damals wusste ich nicht was das war) mit 13 jungen Jahren zur Schule gehen- was habe ich mich geschämt.
      Es gab supermoderne (weil billig) Nyltesthemden. Wenn du da drinnen geschwitzt hast, hat das Ding geklebt, wie ein nasser Lappen.

      Heute bin ich frei von Luxusrausch. Mit meiner Mindestrente habe ich mich den Umständen angepasst. Hauptsache gesund.
      Täglich 1-2 Stunden Bogenschiessen; wenn das Wetter mitmacht. Anschliessend jeden zweiten Tag 20 Km Radfahren – wer immer frische Nahrung haben will, der MUSS, auch wenn es nur aus dem Supermarkt ist.
      Und grundsätzlich ohne Schulmedizin auskommen.
      Ein Auto habe ich nicht- zu teuer. Mein Mopped steht seit 8 Monaten ohne TÜV. Die billigste Art Kfz zu fahren ist – gar nicht.
      Den einzigen Luxus, den ich mir gönne ist: Seit meinem 70ten feier ich jedes Jahr Geburtstag!

      Damit wollte ich sie nur ein wenig aufmuntern, wegen: ….resigniert.
      Weil ich gelernt habe, meine Ansprüche herunter zu schrauben, mich anzupassen, reparieren (wenn möglich) bin ich mit dem, was ich (nicht) habe, nicht weniger glücklich. Gruß Karl

      • Danke für die aufmunternden Worte !
        Auch ich habe nach dem man 2003 meinem Landwirtschaftsbetrieb abgerannt und ich danach einen Absturz in den Alkohol hatte 2007 neu anfangen müssen. Hab dann die Rolle des treu sorgenden Vaters für unsere damals 5 Kinder übernommen. Da hat man einige Zeit sich Gedanken zu machen. Ich war 89 auf der Straße und von 2015 bis meine COPD das nicht mehr zuließ. Man hat sich eingerichtet. Trotzdem schmerzt es die Duldsamkeit der Menschen zu sehen und vor allem die Systemgläubigkeit….
        Nun offensichtlich beginnt ein zaghaftes Etwachen wie die Umfragewerte verraten. Ob aber die AfD wirklich eine Alternative ist ????

  4. Es gibt zwei Arten von Kommunikation: die eine kann sich von unten heraus entwickeln, ohne dass es notwendig passieren muss, und die andere kommt von oben und bleibt wie sie ist: Nicht entwicklungsfähig und damit kommunikations- und beziehungsinkompetent. Sie wird von oben, den Mainstream-Massenmedien, nach unten durchgereicht und den normalen Bürgern per Gehirnwäsche aufgenötigt, freilich ohne dass diese Gehirnwäsche notwendig bei allen wirkt. Beide Arten von Kommunikation schließen sich aus und treffen unvereinbar aufeinander in scharfer Abgrenzung zueinander. Die da oben halten die Konfrontation instinktiv nicht aus und versuchen Menschen, die der Gehirnwäsche widerstehen, platt zu machen. Dafür ist denen da oben am Ende jedes Mittel recht, letztendlich auch das Mittel, totalitäre Strukturen zu errichten. In dieser Phase befinden wir uns schön längere Zeit. Im Grunde gibt es ihn schon, den Totalitarismus, zunächst vereinzelt gegen Menschen, denen man die Lebensgrundlage entzieht, bis es dann immer massenhafter passiert, es dann kein Weg mehr zurück gibt. Möglicherweise gibt es jetzt schon kein Weg zurück mehr. Dann kann und wird es schließlich jeden treffen, der auch nur ein wenig den Mund aufmacht. Selbst Leute wie Richard David Precht sind dann im Mainstream nicht mehr gelitten, wie das jetzt schon bei vielen Kulturträgern der Fall, die ihren Mund aufgemacht haben. Sie sind buchstäblich da oben nicht mehr existent. Nun, und wir sind mit QPress.de noch nicht wichtig genug, aber auch irgendwann mal dran. Dann erschlägt man auch Unwichtige.

    • Apropos Sklaven killen, so geht es im hier verlinkten Video um die antiken Spartaner und deren Sklaven, die Heloten.

      https://youtu.be/0U2Mcps71Pc

      Die Spartaner pflegten den Brauch, militärische Spezialkräfte in von Heloten bewohnte Dörfer zu schicken, um dort des nachts und im Schutze der Dunkelheit wehrhaft wirkende Sklaven hinterrücks zu ermorden. Logisch, den Gegner in Angst und Schrecken halten und ausschalten, bevor er zu einer Bedrohung werden kann!

      Wir denken jetzt einfach an militärische Bratwursteinheiten, an Ukraine, Gaza und Irankrieg. Oder ganz stumpf an alldemokratische Arbeits- und Sozialpolitik — ein bißchen Terror kann doch keine Sünde sein! Höchst passend auch der schöne alte Slogan aus der Zahnpasta-Werbung:

      VORBEUGEN IST BESSER ALS BOHREN.

  5. #Anton Vogel:
    Ich bin inzwischen 76 und habe nicht resigniert. Wir haben recht und schlecht unser Auskommen.Für’s Essen reicht es auch. In Urlaub sind wir schon Jahre nicht mehr gefahren. Sollen die die Anderen von ihrem Sofa aus genießen was sie sich gewählt haben.
    Wir haben die Partei mit der höchsten Stimmenzahl-über 40 %- gewählt…weil es sonst im besten Deutschland aller Zeiten nichts zu wählen gibt…
    Nun schauen wir zu und hoffen das Ganze Desaster +/- zu überstehen.
    Ich hoffe nicht, daß „das Volk“ noch aufstehen wird…solange es nicht begreift, daß es der Staat ist und nicht diese „regierende, konstruierte Verwaltung der BRD …
    Und, ganz wichtig:
    Informiert sein – JA.
    Darin versinken – NEIN.
    Angst haben – NEIN
    Nur so behält man seine seelische Gesundheit…ist im Grunde ganz einfach…

  6. Nachtrags – Motto:
    „Soll ich mich jetzt schrecken?“- fragt die Gegenwart
    „Auf keinen Fall“ sagt die Zukunft. „Aber aufpassen würd` ich schon an deiner Stelle.“

  7. @Torben Botterberg: „..Ich werde weniger über das schreiben, was kaputt ist. Mehr über das, was trägt. Mehr über Menschen, die etwas aufbauen. Über Gedanken, die helfen. Über Dinge, die wirklich zählen…“ tja, außer Vetternwirtschaft/Insiderhandel usw. trägt heutzutage nichts mehr, siehe Trump/AfD usw. pfui Teufel, We shall overcome!Internationale Solidarität!

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