Ostern 2026 – Weil die Welt einen Grund zum Innehalten braucht

Ostern

Es brennt. Nicht nur das Osterfeuer.

Der Nahe Osten steht in Flammen, die Preise steigen, die Nachrichten überschlagen sich, und das Gefühl, dass irgendwo irgendwas gerade grundlegend schiefläuft, ist für viele Menschen zum ständigen Begleiter geworden. Man scrollt durch die Schlagzeilen und fragt sich manchmal ernsthaft, ob es noch eine Welt gibt, die nicht gerade auseinanderfällt.

Doch dann kommt Ostern.

Das älteste Versprechen der Menschheit

Ostern ist kein Zufall im Kalender. Es ist der Moment, in dem die Menschheit – seit Jahrtausenden, lange vor dem Christentum, tief in ihren heidnischen Wurzeln – beschlossen hat: Jetzt halten wir inne. Jetzt feiern wir das Licht, das nach der Dunkelheit kommt. Den Frühling nach dem Winter. Das Leben nach dem Tod.

Das Osterfeuer – ja, genau das, das gerade so hitzig diskutiert wird – brennt nicht wegen Rechtsextremismus und nicht wegen Feinstaub. Es brennt, weil Menschen seit Generationen instinktiv wissen: Licht und Wärme zu teilen ist ein Akt der Gemeinschaft. Ein Akt des Lebens.

Und Gemeinschaft ist genau das, was wir gerade brauchen.

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Was Ostern uns sagt

Die christliche Botschaft von Ostern ist im Kern erstaunlich simpel und gleichzeitig erstaunlich radikal: Nach dem Schlimmsten kommt Auferstehung. Nach dem Karfreitag kommt der Sonntagmorgen. Das ist kein naiver Optimismus. Es ist eine Haltung, die Menschen durch die dunkelsten Kapitel der Geschichte getragen hat – durch Kriege, Seuchen, Hunger und Verzweiflung.

Und es ist eine Haltung, die heute genauso gilt wie damals.

Die Welt ist gerade laut, sehr laut. Aber zwischen all dem Lärm gibt es Momente, in denen man aufschaut und sieht: Ein Nachbar hilft einem alten Mann mit dem Einkauf. Eine Mutter hält ihr Kind im Arm. Freunde sitzen gemeinsam am Tisch. Ein Feuer brennt, und Menschen stehen drum herum und reden miteinander.

Diese Momente sind nicht klein. Sie sind das Fundament von allem.

Der Wunsch nach Frieden ist hartnäckig

Krieg macht Lärm. Frieden macht keinen. Deshalb hört man den Frieden so selten in den Nachrichten – nicht weil es ihn nicht gibt, sondern weil er sich in leisen Dingen versteckt. In Gesprächen, in Gesten, in dem stillen Entschluss von Millionen Menschen ihren Mitmenschen nicht zu schaden.

Es gibt heute mehr Menschen auf dieser Welt, die Frieden wollen, als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. Das ist keine Sentimentalität. Das ist Statistik. Die Kriege, die wir sehen, sind real und ihr Schmerz ist real. Aber sie sind nicht die ganze Wahrheit.

Die ganze Wahrheit schließt auch die Krankenschwester in Teheran ein, die ihren Patienten pflegt. Den Lehrer in Gaza, der unterrichtet, solange er kann. Den Soldaten auf beiden Seiten jeder Front, der sich nachts fragt, warum er eigentlich hier ist.

Der Wunsch nach Frieden stirbt nicht. Er hält durch. Er ist hartnäckiger als jeder Krieg.

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Ein Osterfeuer für alle

Ostern 2026 ist kein einfaches Ostern. Die Welt ist komplizierter als letztes Jahr, die Nachrichten schwerer, die Zukunft weniger planbar. Und trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, ist es wichtig, das Feuer anzuzünden.

Nicht als politisches Statement. Nicht als Provokation. Sondern weil ein Feuer wärmt. Weil Licht in der Dunkelheit zählt. Weil ein Moment mit Menschen, die einem wichtig sind, mehr wert ist als tausend Schlagzeilen.

Weil Auferstehung nicht nur eine religiöse Metapher ist, sondern eine menschliche Erfahrung: Dass nach dem Fallen immer auch ein Aufstehen möglich ist. Dass die Geschichte nicht mit dem Karfreitag endet. Dass der Frühling kommt – zuverlässig, hartnäckig, unbeeindruckt von allem was Menschen einander antun.

In diesem Sinne: Frohe Ostern. Zündet das Feuer an. Umarmt die Menschen, die euch lieb sind. Und lasst den Rest für einen Moment los.


 

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Über Torben Botterberg 3419 Artikel
Torben Botterberg verbindet Gegensätze mit einem Augenzwinkern: schwarzer Humor trifft auf Perfektionismus, ein erklärter Hang zur Prokrastination auf Texte, die erst dann das Licht der Welt sehen, wenn jedes Detail sitzt. Freiberuflich in Vermittlung und Verleih unterwegs, bewegt er sich beruflich zwischen Menschen, Projekten und Möglichkeiten, und privat am liebsten zwischen Chrom, Stern und Benz.Torben schreibt, um zu verbinden: Erfahrungen mit Einsichten, Gegenwart mit Erinnerung, Technik mit Temperament. Wenn er lacht, dann tiefschwarz, wenn er zweifelt, dann gründlich und wenn er veröffentlicht, dann mit dem Anspruch, dass jedes Wort hält was es verspricht.

5 Kommentare

  1. Sehr gut geschrieben. Als Christ kann ich dem Nichts mehr hinzufügen. Auch der Papst hat in seiner Osterbotschaft Frieden angemahnt.
    Seit Jahrtausenden wird das Frühlingsfest als Neubeginn und Wiederauferstehung gefeiert. Auch wir sollten innehalten. Es gab eine Zeit, da zogen unzählige Menschen bei Ostermärschen weltweit für Frieden durch Städte. Was ist aus der Friedensbewegung geworden ???
    Gerade jetzt wo sie am notwendigsten wäre….

  2. Also, in Berlin ziehen immer noch Millionen durch die Shopping Center/Straßen, d.h. die Sucht nach Dopamin/Ablenkung/Abenteuer ist immer noch present trotz aller Inflation——soviel zur Konsumgesellschaft die die Voraussetzung für das perverse Profitsystem ist, erst wenn sich alle am kostenlosen göttlichen fkk-strand versammeln ist das perverse Profitsystem überwunden. We shall overcome!Internationale Solidarität!

  3. Ostern 26 – kein Spaziergang

    Von Rotgrün befreit sind Menschen nicht
    durch Altparteiens Taschenspieltrick,
    Deutschland ohne Hoffnungsglück.
    Der alte Weiße ist doch nicht erpicht,
    zu ziehen sich in die Umnachtung zurück.
    Im Gegenteil sendet er immer noch stur
    mächtige Schauer neuer Tatsachen,
    verfolgt dabei jede verdächtige Spur,
    dass Gengiftimpfern vergeht das Lachen.
    Die kämpfen gegen Bildung und Streben,
    wollen stattdessen ihr Lügennetz weben.
    Noch fehlt es an Dummen nicht im Revier,
    doch einmal erwacht selbst das dümmste Tier.
    Kehrt sich von denen ab, die es verhöhnen,
    um sich nach wirklicher Freiheit zu sehnen.
    Aus dem hohlen, verblödeten Tor
    geht dann ein Freitskämpfer hervor.
    Hätten es heute wieder so gern
    zu achten die Gebote des Herrn,
    für die Menschen einstmals aufgestanden,
    aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
    um zu vertreiben die Gaunerbanden,
    setzten den roten Hahn auf Dächern,
    trieben Despoten sogar in die Enge.
    Aus der Verblödung unwürdiger Nacht
    hatten sie sich auf den Weg gemacht.
    Sieh, nur sieh! – wie frech man der Menge
    heute Bildung und Freiheit zerschlägt,
    wie Ideologie in Breit‘ und Länge
    das deutsche Land zum Abgrund bewegt.
    Von rotgrüner Haltung überladen
    wird untergehen der deutsche Kahn,
    wandelt das Land weiter auf Pfaden,
    vorgezeichnet vom rotgrünen Wahn.
    Wann erwacht der deutsche Lümmel,
    weil all das nur noch stinkt zum Himmel?
    Wird er das Land vom Gestank befrei’n,
    bin wieder Mensch ich, darf ich’s sein.

  4. Jetzt kommt es raus warum die Christenheit ihre Feiertage in den Schmuddelwetter-Monaten vorgesehen hat und zwar, um u.a. dem Gastgewerbe Einnahmen zu generieren, denn bei Sturmböhen/Regen macht es keinen Spaß und ist auch gefährlich Ostereier unter Bäumen zu suchen, da bleibt nur die Abzocke im Restaurant übrig——soviel zu dem Vorteil/Verleugnung eines Klimawandels für die Krämerseelen/Kapitalismusfreunde, pfui Teufel, We shall overcome!Internationale Solidarität!

  5. Ohne die Kreuzigung und Auferstehung Jesus gäbe es keine Kirche/Mitglieder,

    https://www.breitbart.com/faith/2026/04/05/jesus-christ-is-being-proclaimed-new-york-diocese-celebrates-hundreds-of-easter-baptisms/

    Soviel zum biblischen Leiden auf Erden um die Kirchen zu füllen, deshalb versucht Trump so verzweifelt alles linksgrüne auf der Welt zu killen, denn die ehemalige DDR ist mit dem gehorsamen Stalinismus/Kadavergehorsam genauso gut gefahren wie heute die gehorsame Christenheit, We shall overcome!Internationale Solidarität!

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