Hoppelnde Staatsangelegenheiten: Wenn der Kanzler keine Eier hat

Osterhase im Anflug - KI-generiert
Osterhase im Anflug - KI-generiert

Vergessen Sie den gemütlichen Feldhasen mit der Schlappohreinstellung. Das Zeitalter der „sozialen Oster-Hängematte“ ist vorbei. Seit Osterhase Merz das Amt des obersten Eierlieferanten übernommen hat – quasi als Nebenjob zu seiner Tätigkeit im Kanzleramt –, weht ein neuer, schneidiger Wind durch die deutschen Wiesen und Vorgärten. Wer dieses Jahr auf ein buntes Ei hofft, sollte besser schon mal überlegen, wo er selbst noch sparen kann, um die letzten „Eier“, die noch da sind, gewinnbringend zu vermarkten.

Hier ist der Schlachtplan für das neue „Ostern 2.0“

Osterhase im Anflug – statt Hoppeln

Ein Hase Merz hoppelt natürlich nicht ziellos durch Wald und Flur. Er fährt die langen Ohren aus und nähert sich dem Zielgebiet stilgetreu in seiner privat betriebenen Oster-Cessna, von der er die Eier abwerfen lässt. Dabei ist es völlig egal, ob es den Richtigen trifft.
Von Vorteil wäre ein privater Landeplatz mit Tanksäule, um den Oster-Friedrich ins richtige Zielgebiet zu locken.
Falls Merz pünktlich um 12:00 Uhr landet, wird die Landegebühr direkt vom Kindergeld einbehalten – inklusive Kerosinzuschlag und CO2-Steuer. Apropos Kerosin, pünktlich um 12:00 Uhr explodiert der Kerosinpreis und steigt auf das Doppelte.
Wer keinen Landeplatz vorweisen kann, hat den Anschluss an den ökonomischen Osterzirkus schlicht verschlafen.

Keine Alternativ-Eier bitte

Unter Hasenvater Merz gibt es keine hohlen Schokofiguren mehr. „Wir können nicht mehr verteilen, als wir vorher erwirtschaftet haben“, mümmelt er in die Mikrofone, während er sich die Löffel mit Brillanten verziert.
Statt dessen gibt es faule Eier mit Anteilen an einem BlackRock-ETF.
Hinter der bunten Mauer aus Ostereiern versteckt er alle blauen Alternativ-Eier und hofft darauf, dass sie nicht gefunden werden.
Kinder, die im vergangenen Jahr nicht fleißig Hausaufgaben gemacht haben, erhalten eine Broschüre vom Osterministerium zum Thema „Eiere nicht rum im Kinderzimmer“.

Die Zukunft liegt im Körbchen – aber nur erwünschte Farben

Der Kanzler-Hase legt Wert auf eine rosige Zukunft. Wer seine Eier in „vielfältigen“ Regenbogenfarben färbt, wird wohlwollend an der Oster-Dividende beteiligt.
Verboten sind allerdings:
– Preußisch-Blau (alternative Ostereier)
– Schwarz-Rot-Gold (Eier mit Staatsbewusstsein)
– Schwarz-Weiß-Rot (sogenannte Kaisereier)
„Ostern ist kein bunter Abenteuerspielplatz, sondern ein Fest der Vielfalt“, so Merz, während er dem Zuschauer ein hartgekochtes Ei nach dem anderen serviert. Eigentlich hatte er ja nur das „Gelbe“ vom Ei versprochen.

Keine Reichensteuer auf Eier geplant

Kritik an der sozialen Ungerechtigkeit bügelt der Oster-Merz gewohnt souverän ab. Natürlich bekommen die Kinder in den Villenvierteln die größeren Nester. Das ist kein Egoismus, das ist Leistungsanreiz.
Wenn das Kind im Plattenbau sieht, dass der Nachwuchs des Hedgefonds-Managers goldene Eier findet, wird es schließlich dazu motiviert, nächstes Jahr einfach mehr aus sich zu machen – zum Beispiel durch die Gründung eines Start-ups für KI-gestützte Ostereiersuche.

Das Fazit: Wer dieses Jahr ein Nest findet, darf sich glücklich schätzen. Aber Vorsicht: Bevor Sie reinbeißen, prüfen Sie bitte, ob Sie den Eigenanteil bereits überwiesen haben. Denn eines ist sicher: Unter Osterhase Merz ist das Leben vielleicht kein Streichelzoo, aber dafür soll das Osterfest endlich wieder wettbewerbsfähig werden.
Frohe Ostern!

 

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Über Pandora 68 Artikel
Entschuldigung: Ihr müsst schon entschuldigen, wenn ich hier manchmal Dinge schreibe, die nicht dem Mainstream entsprechen. Aber ich kann es erklären, denn ich hatte eine schwere Kindheit und damit kann man ja bekanntlich alles entschuldigen. Ich musste noch erleben, wie der Kohlefahrer einen Berg voll Braunkohlebriketts vor dem Haus ablud und mein Vater diesen Berg in den Keller schaufelte. Anschließend sah er genauso dreckig aus, wie der Kohlefahrer selbst. Dass mein Vater seinerzeit nicht an einer Staublunge gestorben ist, bleibt mir ein Geheimnis. Unser Kachelofen im Wohnzimmer und der Kanonenofen in meinem Kinderzimmer versprühten im Winter wohlige Wärme, auf Kosten der dreckigen Braunkohle und den ungefilterten Ruß Abgasen, die jedes Haus in den Himmel stieß und war es nicht Kohle, so war es zumindest Heizöl, was auch nicht besser war. Apropos Schlote, die Industrieschornsteine ragten empor und stießen ihren Dreck noch ganz ohne Entschwefelungsanlagen in die Atmosphäre. Das war nicht nur der Dreck der Kohle, nein auch giftige Dämpfe der Chemieindustrie. Alle anderen Abfälle wurden einfach in die Flüsse geleitet oder auf ungeschützten Deponien entsorgt. Auch die gute alte Dampflock verrichtete noch zuverlässig ihr Werk und brachte uns von A nach B. Wie idyllisch ist es doch gewesen, wenn die Dampflock schnaufend durch die grüne Landschaft dampfte und ihr lautes Signal ertönte. Unsere Autos brauchten noch keinen Katalysator oder Partikelfilter und verbrauchten auch mehr Benzin und Diesel, als heute. Ja es gab sogar noch 2-Taktmotoren, die mit einem Benzin-/Ölgemisch betrieben wurden. Da konnte man wenigstens noch sehen, was hinten raus kam. Wir hatten übrigens auch noch keine biologisch erzeugten Lebensmittel und mussten Obst und Gemüse essen, dass vorher mit Pestiziden behandelt wurde. Wie ich das alles überlebt habe? Das grenzt schon an ein Wunder. Also habt Verständnis für mich, denn ich hatte wahrlich eine schwere Kindheit.

6 Kommentare

  1. Und wer aufmuckt, bekommt Ostern persönlich zu spüren: Dem packt man ganz kräftig an die Eier – mit dem EKG (Eierkontrollgriff).

  2. Naja, die Wiesen-Zecken warten auch schon auf ihre Opfer/Hundemalaria, siehe:

    https://www.proplanta.de/agrar-nachrichten/tier/hundemalaria-breitet-sich-immer-weiter-aus-warnung-vor-auwaldzecken_article1775310510.html

    Soviel zu den zukünftigen Zoonosen, denn was ein Hund/Säugetier befällt kann irgendwann auch mal auf den Erdenwurm übertragen werden, siehe Tierpfleger in der Rindern-/Schweine-/Schaf-haltung, nicht umsonst gibt’s deshalb die Hunde-Strände/Auslaufgebiete aber wenn alle Erdenwürmer sich am fkk-strand versammeln und kuscheln werden die unnötigen Vierbeiner obsolet/überflüssig, We shall overcome!Internationale Solidarität!

  3. Merz zeigt sich „großzügig“, da Ende März, genauer gesagt am 4.4. die Fastenzeit endet, in der auch keine Eier verzehrt werden sollen, und somit zu Ostern jede Menge sich angesammelt haben.
    Daher bezeichnet man sie auch als Ostereier, weil sie für einen Neubeginn des Lebens stehen.
    Aber warum er die Dinger hier nun symbolisch wie Bomben aus dem Flieger abwirft, bleibt natürlich fragwürdig – wie eben alles, was diese Langnase auch sonst so tut.

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