DIE HERRSCHAFT DER DUMMHEIT

DIE HERRSCHAFT DER DUMMHEIT

Die Welt wird nicht von denen ruiniert, die böse sind , sondern von denen, die ihnen zuschauen, ohne etwas zu tun.“ Albert Einstein. Ein Essay von Wahre Worte:

  • WARUM DIE DÜMMSTEN AN DIE MACHT KOMMEN – MACHIAVELLI WUSSTE ES SCHON“

MEINE MEINUNG:

Es handelt sich hier um ein äußerst kluge psychologische Ausarbeitung über Bedeutung der Dummheit unter Einbeziehung der Erkenntnisse von Machiavelli:

  • INHALT VIDEO:

Warum gelangen ausgerechnet die Lautesten, Dreistesten und oft Unfähigsten an die Macht – während die Klugen schweigen? In diesem Video erforschen wir die tiefere Logik hinter politischer Manipulation, populistischer Lautstärke und der Illusion von Kompetenz. Mit Machiavellis „Der Fürst“ als rotem Faden beleuchten wir, warum Wahrheiten nicht zählen, sondern Wirkung – und weshalb unsere Gesellschaft genau jene belohnt, die am wenigsten zweifeln.

VOLLSTÄNDIGE TRANSKRIPTION:

  • VERWECHSLUNG VON SELBSTBEWUSSTSEIN UND KOMPETENZ:

Wir wachsen mit dem Glauben auf, dass kluge Menschen führen, dass Wissen, Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein automatisch zu Einfluss und Autorität führen. Doch die Realität zeigt oft ein anderes Bild. Es sind nicht immer die fähigsten, die oben stehen, sondern oft die lautesten, die dreistesten, die selbstsichersten. Wie kann das sein? Ein wesentlicher Faktor liegt in der Wahrnehmung von Kompetenz. Menschen neigen dazu, Selbstbewusstsein mit Fähigkeit zu verwechseln. Wer sich überzeugt präsentiert, wird seltener hinterfragt. Wer zögert, nachdenkt oder Unsicherheit zeigt, selbst wenn er klüger ist, wirkt schnell, schwach oder unentschlossen. Dieses Phänomen wurde in der Psychologie mehrfach untersucht.

  • DER DUNNING KRUGER EFFEKT:

Besonders bekannt ist der sogenannte Dunning Kruger Effekt. Menschen mit geringer Kompetenz neigen dazu, ihre Fähigkeiten stark zu überschätzen, während kompetente Menschen ihre Leistung oft unterschätzen, weil sie sich der Komplexität und der eigenen Grenzen bewusster sind. In Machtstrukturen, sei es in Unternehmen, in der Politik oder im öffentlichen Diskurs, führt das zu einer gefährlichen Dynamik. Wer viel weiß, wägt ab, zögert, fragt nach. Wer wenig weiß, handelt entschlossen, gibt klare Antworten, überzeugt mit Haltung, selbst wenn dahinter kaum Substanz steckt. Diese Illusion von Kompetenz wird zusätzlich durch die Mechanismen moderner Kommunikation verstärkt. In einer Welt, die schnelle Meinungen und einfache Lösungen bevorzugt, ist der Schein oft wirksamer als das Sein. Und wer laut genug auftritt, bekommt Aufmerksamkeit und damit Einfluss. Die dümmsten Menschen sind nicht unbedingt unintelligent, aber oft unreflektiert. Und genau das verschafft Ihnen in einem System, das auf schnelle Wirkung und klare Aussagen setzt, einen strukturellen Vorteil gegenüber den Zweiflern, den Fragenden, den Stillen. Denn wahre Intelligenz fragt, wo andere urteilen. Sie beobachtet, wo andere angreifen. Sie schweigt, wo andere schreien. Doch gerade dieses leise Denken wird in einer lauten Welt oft überhört. Und während die Klugen noch überlegen, haben die selbstsicheren längst das Mikrofon ergriffen und bestimmen den Ton.

  • DIE GRUPPENWIRKUNG:

Ein weiteres Problem liegt in der Funktionsweise von Gruppen. Studien zeigen, in Meetings, Teams und Organisationen wird derjenige mit der größten Redezeit oft als kompetenter wahrgenommen, unabhängig vom Inhalt. Das bedeutet, wer einfach mehr spricht, gilt als fähiger. Wer Raum einnimmt, wirkt führungsstark, selbst wenn er nichts von Bedeutung sagt. So entsteht eine paradoxe Umkehrung. Nicht Kompetenz schafft Einfluss, sondern Einfluss erzeugt den Eindruck von Kompetenz. Und in einem System, das immer schneller reagiert und immer weniger hinterfragt, bleibt für echte Einsicht kaum noch Zeit. Der Weg zur Macht ist heute kein stiller reflektierter Pfad mehr, sondern ein Spektakel. Wer überzeugt, gewinnt, auch wenn er täuscht. Wer Unsicherheit verbirgt, wird bewundert, auch wenn sie berechtigt wäre. Und so steigt in vielen Bereichen nicht der Weiseste auf, sondern der, der es am überzeugendsten spielt.

  • MACHIAVELLI: SEIN UND SCHEIN:

Doch diese Illusion hat einen Preis. Sie schafft Führung ohne Substanz, Macht ohne Verantwortung und Systeme, in denen die Falschen regieren, während die richtigen schweigen. Die Dümmsten gelangen nicht zur Macht, weil sie überlegen sind, sondern weil sie nicht zweifeln. Und genau das macht sie in einer unsicheren Welt so gefährlich attraktiv. Machiavelli und die Kunst der Täuschung, was der Fürst über Manipulation, Image und den Nutzen von Dummheit in der Politik verrät. Nicolo Machiavelli schrieb im frühen 16. Jahrhundert ein Buch, das bis heute als Inbegriff politischer Kälte gilt. Il Principe, der Fürst. Darin analysiert er nicht, wie Macht idealerweise ausgeübt werden sollte, sondern wie sie in der Realität funktioniert. Es ist ein schönes Werk und genau deshalb bis heute so relevant. Machiavelli erkannte etwas, das auch in unserer Zeit Gültigkeit besitzt. Es kommt nicht darauf an, wie tugendhaft ein Herrscher ist, sondern wie tugendhaft er erscheint. Die öffentliche Wahrnehmung überstrahlt die Wahrheit und wer diese Dynamik versteht, hat die Mittel in der Hand, sich nach oben zu manövrieren, nicht trotz mangelnder Kompetenz, sondern gerade wegen der Bereitschaft zur Inszenierung. In seiner nüchternen Analyse politischer Realität betont Machiavelli, dass ein erfolgreicher Herrscher lernen muss, nicht gut zu sein. Damit meint er nicht, dass man grundsätzlich schlecht handeln soll, sondern dass moralische Überlegungen hinter der Nützlichkeit zurücktreten müssen. Wenn das Ziel die Macht ist, wird alles zu einem Spiel der Wirkung. Ethik wird zur Dekoration, Wahrheit zur taktischen Waffe.

  • BEEINFLUSSUNG DURCH TÄUSCHUNG:

Für Machiavelli ist der Mensch grundsätzlich beeinflussbar, sogar lenkbar. Und wer das versteht, kann mit einfachen Mitteln, Angst, Hoffnung, Wiederholung ein Bild von Autorität aufbauen, das realer wirkt als jede tiefere Einsicht. In dieser Logik wird der kluge Täuscher dem klugen Denker überlegen, denn der Denker fragt, ob etwas richtig ist. Der Täuscher fragt nur, ob es wirkt. Ein besonders machtvolles Instrument in diesem Spiel ist die bewusste Vereinfachung. Komplexität ist unpopulär. Wer differenziert, verliert. Ein Machthaber nach machiavellistischem Vorbild nutzt daher nicht etwa sein Wissen, um aufzuklären, sondern sein Gespür, um zu vereinfachen. Er sagt nicht die Wahrheit, sondern das, was gehört werden will. Und er weiß, Dummheit kann strategisch sein, weil sie entschlossen, klar und tauglich wirkt. Diese kalkulierte Dummheit ist keine Schwäche, sondern Taktik. Der Machiavellist gibt sich naiv, um zu entwaffnen. Er tut unwissend, um unterschätzt zu werden. Er stellt sich ungebildet, um sich mit der Masse zu verbinden. Und so gelingt ihm, was vielen Intellektuellen misslingt. Nähe zu schaffen, Vertrauen zu erzeugen, Kontrolle zu gewinnen, nicht durch Tiefe, sondern durch Spiel. Wer sich aufrichtig bemüht, moralisch zu handeln, fragt oft: „Was ist gerecht? Was ist richtig?“

  • WAHRHEIT IST NICHT GEFRAGT:

Doch wer nach Macht strebt, fragt wie Machiavelli, was funktioniert? Und vor allem, wie wirke ich, während ich es tue? Diese Haltung wirkt auf viele verstörend, denn sie entlarvt einen bitteren Kern. Die Welt belohnt nicht zwangsläufig Weisheit oder Güte, sie belohnt Wirkung. Und in dieser Logik kann sogar die offen zur Schau gestellte Beschränktheit zu einem Mittel politischer Strategie werden. Denn wer keine intellektuelle Bedrohung darstellt, wird nicht hinterfragt. Wer schlicht spricht, wird verstanden und wer verstanden wird, wird gewählt. Machiavelli war kein Zyniker im klassischen Sinne. Er war Realist. Er beschrieb, wie es sein sollte, sondern wie es ist. Und damit lieferte er einen Schlüssel zum Verständnis vieler moderner Phänomene. Die scheinbare Dummheit mancher Führungspersonen ist nicht immer ein Mangel sondern oft ein Mittel. Sie beruhigt, bindet und vernebelt, während im Hintergrund eiskalte Strategie am Werk ist. Der Fürst muss nicht der Klügste sein. Er muss nur klug genug sein, sich dümmer zu geben, als er ist oder so dumm, dass niemand glaubt, er könne gefährlich sein. Und gerade das macht ihn so gefährlich. Das Publikum will keine Wahrheit, wie die Masse oft Emotion über Verstand stellt und warum einfache Antworten gefährlich attraktiv sind. Es heißt die Wahrheit habe Kraft. Doch was, wenn die Wahrheit zu kompliziert ist, zu unbequem, zu schwer zu ertragen? In der politischen Realität und zunehmend auch im öffentlichen Diskurs, zeigt sich ein bitteres Paradox. Je näher eine Aussage an der Wahrheit ist, desto weniger Gehör findet sie oft. Nicht weil sie falsch wäre, sondern weil sie sich schlecht anfühlt.

  • AUF DIE WIRKUNG KOMMT ES AN – NICHT AUF DIE FAKTEN:

Menschen sind emotionale Wesen. Ihre Urteile entstehen selten auf der Basis reiner Logik, sondern durch ein Gemisch aus Gefühlen, Instinkten und Erfahrungen. Fakten spielen dabei eine überraschend geringe Rolle. Was zählt, ist die Wirkung, nicht der Wahrheitsgehalt. Das macht die Bühne frei für jene, die weniger an Aufklärung interessiert sind, als an Resonanz. Wer es schafft, Angst zu erzeugen, Hoffnung zu schüren oder Empfindung zu entfachen, wird gehört. Wer hingegen differenziert, relativiert oder auf Komplexität hinweist, gilt als schwach oder abgehoben. In dieser Dynamik hat die Wahrheit ein Image-Problem. Sie ist selten absolut, sie ist oft unbequem, sie ist erklärungsbedürftig und vor allem sie ist selten unterhaltsam. Wer heute ein Publikum erreichen will, muß daher nicht recht haben, sondern wirken. Und die Wirkung folgt einfachen Gesetzen. Ein Satz, der empört, verbreitet sich schneller als einer, der aufklärt. Ein Gefühl, das bestätigt, bleibt länger im Gedächtnis als eine Erkenntnis, die widerspricht. Diese emotionale Trägheit nutzt, wer an die Macht will. Und deshalb sagen viele nicht, was ist, sondern was gewünscht wird. Nicht aus Naivität, sondern aus Kalkül. Das Publikum sehnt sich nicht nach Wahrheit, es sehnt sich nach Orientierung, nach Sicherheit, nach dem Gefühl verstanden zu werden. Und wer dieses Gefühl erzeugt, gewinnt Vertrauen, ganz gleich, ob er es verdient.

  • DIE VERDRÄNGUNG ALS LEBENSHILFE

Die Wahrheit hingegen ist wie ein Spiegel bei grellem Licht. Sie zeigt nicht nur, was man sehen will, sondern auch, was man lieber verdrängt. Sie verlangt, dass man Positionen hinterfragt, Gewissheiten aufgibt, vielleicht sogar Schuld eingesteht. Doch genau das widerstrebt dem menschlichen Bedürfnis nach Stabilität. Ein Beispiel dafür ist die Politik der Sündenböcke. Anstatt systemische Probleme zu benennen, konzentriert man sich auf einfache Feindbilder. Komplexe Zusammenhänge werden ignoriert, Nuancen verwischt, denn ein klarer Gegner ist leichter zu verkaufen als ein vielschichtiges Problem. Die Masse dankt es mit Zustimmung und oft auch mit Applaus. Diejenigen, die der Wahrheit verpflichtet sind, geraten in diesem Klima schnell ins Abseits. Sie sprechen leise in einer lauten Welt. Ihre Argumente sind fundiert, aber eben auch kompliziert. Ihre Worte fordern Mitdenken, wo doch bloßes Mitfühlen gefragt ist. Das Publikum, so könnte man sagen, verlangt nicht nach der Realität, sondern nach einer Geschichte, einer Erzählung, die Sinn stiftet, Identität schafft und Schuld entlastet. Die Wahrheit ist dabei oft zu trocken, zu nüchtern, zu wenig emotional. Wer dagegen die Kunst beherrscht, diese Sehnsucht zu bedienen, ob mit Halbwahrheiten, Vereinfachungen oder gezielter Täuschung, der hat die besseren Karten. Hierin liegt die Tragik. Nicht nur, dass die Wahrheit ignoriert wird, oft wird sie aktiv bekämpft. Sie wird als elitär, moralisierend oder gar bedrohlich empfunden. Und wer sie ausspricht, gilt schnell als Feind, nicht als Freund. Denn die Wahrheit hat keinen natürlichen Verbündeten. Sie hat nur jene, die stark genug sind, sie zu ertragen.

  • POPULISMUS UND LAUTSTÄRKE:

Der Aufstieg der Lauten, warum Populismus, Provokation und Polarisierung oft mehr bringen als Substanz. In einer Zeit, in der Information jederzeit verfügbar ist, sollte man meinen, dass Inhalte zählen, dass Argumente gewinnen, dass Substanz sich durchsetzt. Doch die Realität erzählt eine andere Geschichte. Es sind nicht immer die mit den besten Ideen die Aufmerksamkeit erhalten, sondern die mit der lautesten Stimme. Je lauter, desto wirkungsvoller. Je radikaler, desto einprägsamer. Je simpler, desto erfolgreicher. Der öffentliche Raum, ob politisch, medial oder digital, ist längst keine Arena des Arguments mehr. sondern eine Bühne des Spektakels. Wer gehört werden will, muss nicht überzeugen, sondern übertönen. Der Maßstab ist nicht mehr Wahrheit oder Tiefe, sondern Reichweite und Lautstärke schlägt Inhalt. Populismus macht sich genau das zu Nutze. Er lebt von Vereinfachung, Emotionalisierung und Abgrenzung. Populistische Führungsfiguren stellen sich als Stimme des einfachen Volkes da. gegen die da oben, gegen die Elite, gegen die anderen. Die Komplexität realer Probleme wird dabei bewusst ignoriert. Stattdessen regieren Parolen, Polarisierung und Pathos.

  • WER STILL IST GEHT UNTER – DIE MECHANISMEN DER SOZIALEN MEDIEN:

Diese Strategie funktioniert nicht trotz ihrer Aggressivität, sondern gerade wegen ihr. In einer überreizten Gesellschaft erzeugt der Populist das, was so viele suchen: Eindeutigkeit, Haltung, Energie, nicht die ruhige Kraft der Vernunft, sondern die explosive Wirkung der Emotion. Wer auf diese Weise polarisiert, schafft nicht nur Zustimmung, sondern auch Gegenwehr und in beiden Fällen Aufmerksamkeit. Dabei ist Polarisierung kein Unfall, sondern Methode. Der Lautsprecher weiß, dass Widerspruch nur seine Reichweite steigert. Jeder Aufschrei, jede Empörung, jeder Shitstorm ist zugleich Werbung. Denn Aufmerksamkeit kennt keine Moral. Sie belohnt, was wirkt, nicht was stimmt. Die sozialen Medien verstärken diesen Mechanismus. Ihre Algorithmen bevorzugen Reizüberflutung, extreme Inhalte, provokante Aussagen, schwarz-weiß denken. Differenzierung wird abgestraft, Zwischentöne gehen unter. Was bleibt, ist ein Spiel der Extreme, in dem die Lauten die Regeln bestimmen. In dieser Geräuschkulisse wird Nachdenklichkeit zum Nachteil. Wer still ist, geht unter. Wer nachfragt, stört. Wer abwägt, wirkt unentschlossen. Die Konsequenz, der Aufstieg der Lauten ist nicht nur möglich, sondern systemisch begünstigt. Sie passen perfekt in eine Welt, in der Aufmerksamkeit zur Währung geworden ist. und Widerspruch zur willkommenen Bestätigung. Das bedeutet nicht, dass alle Lauten dumm sind, aber dass Lautheit oft mangelnde Tiefe überdeckt. Je schriller die Inszenierung, desto geringer der Raum für Substanz. Und je stärker der Wunsch gehört zu werden, desto größer die Versuchung, sich der Logik des Marktschreiens zu beugen.

  • DIE ATTRAKTIVITÄT VON FEINDBILDERN:

Der Aufstieg der Lauten ist deshalb auch ein Ausdruck kollektiver Erschöpfung. In einer Welt voller Unsicherheiten greifen viele lieber zu einfachen Feindbildern als zu unbequemen Wahrheiten. Der Ruf nach Orientierung ist laut und die, die am lautesten antworten, werden gehört. Ob sie etwas zu sagen haben, ist zweitrangig. Und so setzt sich eine gefährliche Spirale in Gang. Die Lauten werden mächtiger, die nachdenklichen leiser. Die Debatte wird zur Show, die Show zur Politik. Was zählt, ist nicht, was gesagt wird, sondern wie oft es wiederholt wurde, wie wütend es macht und wie gut es sich in einem 10 Sekunden Clip zusammenfassen lässt. Die leisen, die reflektierten, die Subtilen, sie haben in dieser Welt einen schweren Stand. Ihre Botschaften brauchen Zeit. Ihr Denken braucht Raum und beides ist heute rar. Der Aufstieg der Lauten ist deshalb nicht nur ein politisches, sondern ein kulturelles Symptom einer Gesellschaft, die zwar alles hört, aber kaum noch zuhört. Wie kluge Menschen sich selbst im Weg stehen. Selbstzweifel, Reflexion und moralische Grenzen als Stolpersteine. Intelligenz bringt nicht nur Klarheit, sie bringt auch Zweifel. Wer tief denkt, sieht Grauzonen. Wer reflektiert, hinterfragt sich selbst. Und wer Verantwortung ernst nimmt, schreckt vor Macht zurück, wenn sie moralische Kompromisse verlangt. Genau hier liegt das Dilemma. Die Klugen denken, während die anderen handeln.

  • DIE ZWEIFELNDEN GERATEN INS HINTERTREFFEN:

Viele fähige Menschen scheitern nicht an mangelndem Können, sondern an zu hoher Integrität. Sie wollen richtig handeln, nicht nur effektiv. Sie wägen ab, während andere längst ihre Position gesichert haben. Ihre Stärke wird zur Schwäche. Gewissenhaftigkeit verlangsamt, Ethik limitiert, Tiefe hemmt Tempo. Hinzukommt, wer die Welt in ihrer Komplexität sieht, weiß, wie wenig er wirklich weiß. Diese Demut schützt vor Arroganz, aber auch vor Einfluss. Während die Überzeugten führen, bleiben die Zweifelnden oft am Rand. So ergibt sich ein trauriges Bild. Nicht nur gelangen oft die falschen an die Macht, manchmal auch, weil die richtigen sie bewußt meiden.“

https://www.youtube.com/watch?v=XtUUV3JtRak

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Über Peter A. Weber 215 Artikel
Rebellischer Alter, der der Konformität den Kampf angesagt hat. Keltische Identität bezüglich Kultur, Musik, Philosophie und Mentatlität. Meine Abneigungen: Nationalismus, Rassismus, Fremdenhaß, Ideologien und Fundamentalismus jeglicher Art. Ich lege Wert auf unabhängiges Denken und Schreiben.

7 Kommentare

  1. Tschörmoney liebt die Kakistokratie, also die Nationale Front der „unsere lierale und wehrhafte Demokratie“- Blockparteien von CDU/ CSU, Roten, Dunkelroten und Grünen. Naja, zumindest 70% der Bevölkerung. Die „Wahlen“ zeigen es doch immer wieder.
    Da ist alles zu spät. Das Land der Dichter und Denker ist Geschichte und auch bald vergessen.

  2. Die meisten Erdenwürmer haben einen Filter der vorab alles was nicht erlaubt/erwünscht ist, als Handlung/denke verbietet=Kadavergehorsam, insbesondere die Stalinisten-Ossis haben 40ig Jahre die Klappe gehalten und akzeptiert, dass nur einer das sagen haben kann und alle anderen Folgen, deshalb kommen insbesondere aus Amerika viele Seelenfänger, weil u.a. die Zeugen Jehovas genau diesen Kadavergehorsam predigen ganz zu schweigen von den Narzissen/AfD——soviel zur DDR 2.0 unter Trump/Putin/AfD, gefährlich dummmm und nichts dazugelernt, pfui Teufel

  3. Ein ausgezeichneter Artikel, der jeden dazu anregen sollte, über sein eigenes Verhalten immer wieder mal nachzudenken, bzw. zu reflektieren.
    Warum man z.B. in den ersten drei Jahren von den Eltern mit Märchen, Gruselgeschichten usw. gefüttert wurde, so das man nach Vollendung dieses Alters selbst zu lügen begann.
    Im Kindergarten lernte man dann, dass man als Lautester die meiste Zuwendung bekommt.
    In der Schule lernte man in erster Linie, und bekam das von von verbeamteten Lehrern beigebracht, dass die Obrigkeit immer Recht hat.
    So war man dann fit für ein Leben als Sklave – höchstens still hoffend, selbst mal zum möglichst gut bezahlten unkündbaren Sklaventreiber aufzusteigen.

  4. Guter Artikel der auf die Menschheit zutrifft, bis die innere Souveränität, der Christus (nicht kirchlich), das „Selbst“ im Menschen, die Führung übernimmt. Solange wechseln wir nur die Fahnen, nur die Ideologien (Religiöse, politisch) und wiederholen damit unsere Flucht vor unseren Traumata als Mensch und als Völker! Ohne wirkliches Hinschauen auf das Schreckliche und ohne Heilung, wiederholen wir unsere traurige Geschichte immer wieder!

  5. Nun, hat Mutter Natur aber auch Erdenwürmer hervorgebracht, die diesen Vorabfilter nicht so ausgeprägt haben, d.h. sie haben nicht die Fähigkeit alles vermeintlich Unwichtige, da verboten/unerwünscht auszublenden, und können deshalb auch schwer lügen/täuschen, das sind die sogenannten Aufsässigen/Erzengel Luzifer die die bestehenden Machtverhältnisse infrage stellen und deshalb von allen Erdenwürmern mit Gehorsamkeitsfilter verachtet/verfolgt werden, siehe der Verrat an dem Humanisten Jesus

  6. Drei Worte zu dem, eh, Artikel.
    Der fängt schon mit Worten an, die anscheinend von Einstein kommen. Aber von Einstein kommt viel – was aber nicht bewiesen ist, sondern nur Theorie/ nicht nachvollziehbares.

    Das, wenn, böses regiert, ist das erst einmal Fakt.
    Das dieses Böse gewählt wurde, beruht einzig auf der Tatsache, das der Wähler nicht genug informiert wurde. ODER, wie in der BRD, durch Indokrination bewusst falsch gesteuert wurde.

    Diese Aussage von Einstein, wenn er es gesagt hat, ist so unsinnig, wie seine anderen, unbewiesenen, Theorien.
    https://heiwaco-com.translate.goog/bombpart6.htm?_x_tr_sl=en&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=sc
    Falls https:// heiwaco nicht aufgerufen werden kann (Zensiert) dann nur heiwaco eingeben – und „Meine Erkenntnisse zur Atombombe
    Die große Manipulation 1945-2025“ (nur englisch/ übersetzen lassen)- suchen.

    Die restlichen Auswüchse der Gehirnklempner interessieren nicht. Die behandeln ‚Krankheiten‘ nach ablesen einer Liste.
    In meiner Patientenverfügung habe ich JEDEN Versuch mich so einem Scharlatan zuzuführen untersagt. Frohes Osterfest- Gruß Karl

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