
Im Jahr 1930 sagte der Ökonom John Maynard Keynes etwas Mutiges voraus. Durch den technischen Fortschritt würde bald niemand mehr als 15 Stunden pro Woche arbeiten müssen. Er irrte sich. Nicht weil der technische Fortschritt ausblieb – sondern weil irgendjemand beschlossen hatte, dass Arbeit an sich ein Wert ist. Egal ob sie irgendetwas nützt. Egal ob sie irgendjemanden braucht. Hauptsache: Arbeit.
Willkommen in der Welt der Bullshit Jobs.
Was ein Bullshit Job ist – und warum er existiert
Der Begriff stammt vom amerikanischen Anthropologen David Graeber, der 2018 ein Buch darüber schrieb, das in Führungsetagen still ignoriert und an Stammtischen laut bejubelt wurde. Ein Bullshit-Job ist eine Beschäftigungsform, die so völlig sinnlos, unnötig oder schädlich ist, dass selbst der Arbeitnehmer ihre Existenz nicht rechtfertigen kann. Es geht nicht um Jobs, die niemand machen will – sondern um solche, die eigentlich niemand braucht.
Graeber stellte die These auf: 37 Prozent aller Arbeitsplätze sind überflüssig. Das ist keine Randnotiz. Das ist mehr als jeder dritte Job in der modernen Wirtschaft. Bezahlt, verwaltet, mit Visitenkarte und Urlaubsanspruch – und im Grunde genommen: wertlos.
Das Pikante daran: Trotz ihrer Sinnlosigkeit sind diese Jobs oft gut bezahlt. Arbeitnehmer spüren den fehlenden Sinn – und schweigen gegenüber dem Arbeitgeber. Weil das Gehalt stimmt. Weil der Titel klingt. Weil man sich nicht traut zu sagen, was man jeden Morgen auf dem Weg ins Büro denkt.
Wer sitzt in diesen Jobs?
Graeber hat fünf Kategorien beschrieben. Es gibt die „Flunkies“ – Beschäftigte, deren einziger Zweck es ist, höher gestellte Positionen gut aussehen zu lassen. Es gibt die „Taskmasters“ – Personen, die Aufgaben delegieren, die oft unnötig sind, oder sogar neue, sinnlose Jobs erschaffen. Ein Beispiel sind Lehrer, die mehr Zeit mit Bürokratie verbringen als mit dem Lehren.
Und dann gibt es die Zahlen. Beschäftigte im Finanz- und Vertriebssektor gaben doppelt so häufig wie andere an, ihre Arbeit für sozial sinnlos zu halten. Ähnliches gilt für Führungskräfte und Büroangestellte. Mit anderen Worten: Wer am meisten verdient, hält seine Arbeit am häufigsten für überflüssig. Das System belohnt konsequent das Falsche.
Was Sinnlosigkeit mit Menschen macht
Eine empirische Studie der Universitäten Cambridge und Birmingham kam 2021 zu dem Schluss: Die psychische Gesundheit bei Menschen mit sinnfreien Tätigkeiten wird nachweislich geschädigt. Die Psychologie hat dafür sogar einen eigenen Begriff: Boreout. Das Gegenstück zum Burnout – nicht Erschöpfung durch zu viel Arbeit, sondern langsame Auflösung durch zu wenig Sinn.
Beschäftigte, die ihren Job als sehr sinnvoll wahrnehmen, fehlen im Schnitt zehn Tage weniger pro Jahr als Kollegen, die sehr wenig Sinn in ihrer Tätigkeit erleben. Zehn Tage. Pro Jahr. Pro Mitarbeiter. Multipliziert mit Millionen von Bullshit-Job-Inhabern ergibt das eine volkswirtschaftliche Katastrophe, über die niemand redet – weil alle so tun, als wäre das eben so.
Das eigentliche Problem
Graeber hatte eine unbequeme Beobachtung: Gesellschaftlich sinnvolle Jobs fallen zunehmend weg, die Lücken in der Arbeitswelt werden mit sinnlosen Jobs gefüllt. Die Pflegekraft, die Lehrerin, die Handwerkerin – sie arbeiten hart, verdienen wenig und werden gesellschaftlich kaum gewürdigt. Der Compliance-Koordinator im dritten Stock, der Berichte erstellt, die niemand liest, verdient das Doppelte und gilt als Karrieremensch.
Das ist kein Zufall. Das ist Struktur. Unternehmen schaffen neue, oft überflüssige Hierarchieebenen. Moderne Technik übernimmt Aufgaben, die Arbeitszeit bleibt gleich – und wird mit sinnlosen Tätigkeiten gefüllt. Und weil niemand seinen eigenen Job hinterfragt, hinterfragt niemand das System.
Was Keynes übersehen hat
Er hatte recht mit dem Fortschritt. Er hatte nur nicht damit gerechnet, dass eine Gesellschaft, die gelernt hat, Arbeit mit Würde gleichzusetzen, lieber sinnlos beschäftigt bleibt als ehrlich untätig. Lieber acht Stunden im Meeting sitzt als drei Stunden wirklich arbeiten. Lieber den Kalender vollgepackt als zugeben, dass das meiste davon niemanden braucht.
Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit ist trotz aller Automatisierung nicht gesunken – sie ist auf durchschnittlich 41,5 Stunden gestiegen.
37 Prozent davon: sinnlos. Bezahlt. Schweigend ertragen.
Willkommen in der modernen Arbeitswelt.

Spiel mir das Lied vom Bullshit Job
„Papa, was machst Du bei der Arbeit?“
„Ich sitze den ganzen Tag vorm Computer und vergewaltige Excel-Tabellen.“
Das erklärt wohl auch, warum absolut Unfähige durch Absenkung der Anforderungen in solche Jobs gelangen. Vielleicht ist die Absenkung der Anforderungen sogar die Ursache dafür, dass es so viele Bullshit-Jobs gibt. Denn warum, z.B. muss es Compliance-Officer geben? Weil die Politik beschlossen hat, dieses Herrschaftsinstrument über Firmen zu schaffen! Und stets wird nicht die Einhaltung der Regeln belohnt, sondern nur die Abweichung bestraft. Kein Zuckerbrot, aber jede Menge Peitsche. Bullshit-Jobs sind überwiegend dafür da, den Regierenden das Herrschen über die Massen zu erleichtern und ihr Abzocken zu ermöglichen.
Deshalb bedarf es auch keiner Leistung mehr, Haltung reicht vollkommen!
Die Bezeichnungen der Wochentage besagen doch, dass nur ein Tag für Arbeit reserviert ist.
Montag darf man blau machen.
Dienstag soll man sich sein Geld verdienen
Mittwoch darf man die Teilung der Woche feiern
Donnerstag soll man den Göttern huldigen
Freitag ist frei
Sonnabend freut man sich auf den Sonntag
Sonntag legt man sich in die Sonne.
Wer sich das so einteilt kommt auch klar und gar auf die Idee, sich überflüssige Dinge zu kaufen, um damit Leuten imponieren zu können, die man eigentlich gar nicht mag.
Dienst AG ….. könnte eine Firma sein 🙂
„Der Herrgott, der schuf die Maschine,
auf dass sie das Geld verdiene,
Doch die Arbeiter, sie flehten:
„Erst die Arbeit, dann Moneten!“
Da war’s dem Herrgott dann egal – er gab das Geld dem Kapital. Aus dem Buch von Günther Moewes: „Geld oder Leben“ – Umdenken und unsere Zukunft nachhaltig sichern“.
Ist nervig, ich weiß, aber für mich simpler Stoff, war Teil meines Alltags im Erwerbsleben: Fertigungsorganisation. Mich also nicht verfluchen jetzt, denn bin mal wieder ober-ober-oberschlau.
THESE: Bullshitjobs retten Wirtschaft und Gesellschaft vor dem Kollaps. Indem sie per gesetzlicher Zwänge und also am Markt vorbei Jobs erschaffen mit dem alleinigen Ziel, diese Jobs zu haben und mit diesen Jobs KOSTEN zu produzieren.
Ja, das war’s schon, mehr ist da nicht hinter! Denn was den einen ihre Kosten sind, sind anderen ihre Löhne und Gehälter, sind dem Staat seine Steuereinnahmen und sind Investoren ihre Kapitalrenditen.
Perfektes Beispiel Kernkraftwerk. Mehrere Milliarden Investition, aber bis der erste Euro an Einnahmen durch Stromverkauf hereinkommt, kann leicht ein Jahrzehnt vergehen, ein Jahrzehnt ohne Kapitalrendite — nein, nicht schön! Da ist es doch viel schlauer, in Windkraft und Solar zu machen. Da kommt die Rendite fast sofort herein. Und es sind die Kosten pro kWh deutlich HÖHER als bei Kernkraft, weil der EROI von Solar und Wind um mindestens den Faktor 10 schlechter ist als der von altbackener Kernkraft. Der EROI (= Energy Returned On Invested) beziffert das Verhältnis von Nutzen zu Aufwand, wenn über die gesamte Lebensdauer eines Kraftwerks hinweg gesehen. Und zwar wieviel Kilowattstunden Strom für Projektierung, Errichtung, Betrieb und Entsorgung zu verausgaben sind, und wieviel verkaufbare Kilowattstunden Strom das Kraftwerk produzieren kann. Ist wie Gewinn zu Investition und ist bei Kernenergie MAXIMAL: Mit minimalem Kapitaleinsatz kann maximal viel Strom produziert werden. (Bei Reaktoren der nächsten Generation, denen vom Typ Dual-Fluid, ist von einem EROI von bis zu 1000 die Rede. 1000! Kein Joke.)
Klingt super, ist leider aber ganz doof alles! Denn je teurer und ineffektiver etwas produziert wird, um so mehr Kapital läßt sich gewinnbringend investieren. Und um so mehr Arbeitsplätze entstehen. Ist wie bei Wünsch-dir-was.
Fazit: Bullshit ist das größte Geschäft überhaupt, ist das große Heil für die große Sklavenheit aus Christen, Sozis, Sozialisten und allen sonstigen Faschisten! Die ihr Leben für gescheitert ansehen, wenn es nichts und niemanden gibt, der sie zwingt, etwas zu tun bzw. „einer Arbeit nachzugehen“.
Wir erinnern uns, heute ist Karfreitag! Und ganz besonders spinnen da die Christen! Wenn es nach denen gegangen wäre, wäre Christus nicht am Kreuz gestorben, sondern wäre Weltdiktator geworden. Dann hätte er wenigstens eine anständige Arbeit und was Ordentliches zu tun gehabt.
Freut euch, belustigt euch, AMUSEZ-VOUS !
Noch schlimmer war es in der ehemaligen DDR, weil dort jeder eine Arbeit haben musste/Arbeitspflicht, d.h. Natur und Umwelt/Gesundheit wurden exorbitant geschändet nur damit jeder eine Beschäftigung hatte, diese idiotie wurde in China zur Perfektion/Wegwerfgesellschaft getrieben und jetzt bleiben sie aber auf ihren Scheiß sitzen/weltweite Absatzkrise/sinnlose Überproduktion des perversen Profitsystems, da hilft auch keine Nationalisierung/Abschottung/Zugbrücke-hoch-Mentalität der Narzissen, We shall overcome!Internationale Solidarität!