Operation „Taschenleer“: Wie man ein Land reformiert, ohne versehentlich etwas zu verbessern

Satire Deutschland 2026 - erstellt mit Gemini
Satire Deutschland 2026 - erstellt mit Gemini

Absurdistan 2026 – Erinnern Sie sich noch an den Sommer 2025? Damals, als die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD versprach, den Bürgern eine „deutliche Entlastung“ zu bescheren? Ein Jahr später wissen wir: Die Entlastung findet vor allem in den Portemonnaies der Steuerzahler statt – dort ist es jetzt nämlich deutlich leichter und luftiger.

Satire - CDU im Reformexpress
Satire – CDU im Reformexpress

Der 500-Milliarden-Euro-Zaubertrick

​Es war die größte Magie-Show seit Houdini: Ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, offiziell deklariert als „Zukunftsinvestition“. Doch wie bei einem geschickten Hütchenspieler sind 95 % dieser Summe auf magische Weise in den dunklen Kanälen des „Verschiebebahnhofs Bundeshaushalt“ verschwunden. Investitionen? Ach was! Löcherstopfen ist das neue Bauen. Wer braucht schon neue Brücken, wenn man mit dem Geld so wunderbar die baufälligen Finanzen der Koalition tapezieren kann?

Tanken wie in Monaco (nur ohne die Jachten)

​Während der Krieg im Iran die Spritpreise in schwindelerregende Höhen treibt, schaut die Regierung entspannt zu. Das „österreichische Modell“ zur Preisregulierung wurde eingeführt – ein Placebo, das so wirksam ist wie ein Globuli gegen einen Rohrbruch. Aber hey, die Tankstellen-Kartelle brauchen schließlich auch mal ein neues Ferienhaus. Der Bürger lernt derweil: Wer sein Auto liebt, der schiebt. Oder zahlt eben mit der Altersvorsorge für die Fahrt zum Bäcker.

Deutschland in einem Bild erklärt - Foto Bernd Volkmer
Deutschland in einem Bild erklärt – Foto Bernd Volkmer

Das „Faule Ei“ im Osternest: Die Jagd auf die Hausfrau

​Die neueste Reform-Idee ist besonders kreativ: Die Abschaffung des Ehegattensplittings und der kostenfreien Mitversicherung für Ehepartner. Das Ziel? Frauen „in Arbeit zu bringen“. Dass es keine Kita-Plätze gibt, ist dabei nur ein charmantes Detail am Rande. Es ist die moderne Version von „Friss oder stirb“: Wer sich um die Kinder kümmert, darf zur Belohnung bald die eigene Krankenversicherung vom Taschengeld bezahlen. Ein Frontalangriff auf die Familie, serviert als emanzipatorischer Fortschritt.

Satire - Das Geld ist nur woanders - freepik
Satire – Das Geld ist nur woanders – freepik

Der globale Krankenversicherungs-Club

​Besonders spannend wird es beim Blick über den Tellerrand – oder besser gesagt: über die Grenze. Während die deutsche Ehefrau zur Kasse gebeten wird, bleibt der Rest der Welt entspannt. Dank Sozialversicherungsabkommen aus den 60er Jahren sind Angehörige in der Türkei oder auf dem Westbalkan weiterhin beitragsfrei mitversichert.

​Wenn Ihnen die Krankenversicherung zu teuer wird, prüfen Sie doch einfach Ihre Ahnenforschung. Ein entfernter Onkel in Bosnien könnte die Lösung für Ihre Zahnschmerzen sein! Während das System hierzulande „krank“ feiert, finanziert der deutsche Beitragszahler weltweit das medizinische Rundum-sorglos-Paket.

 

Friedrich Merz: Der 23-Prozent-Gigant

​Und was macht der Chef? Bundeskanzler Friedrich Merz genießt seine Popularitätswerte von satten 23 %. Das ist fast so viel wie die Fettstufe eines mittelalten Goudas, aber für einen Regierungschef eher… ausbaufähig. Sein Kommunikationsstil wird oft als „nicht überzeugend“ wahrgenommen – was wohl die diplomatische Umschreibung für „von oben herab“ ist.

​Trotzdem bleibt alles beim Alten. Die SPD dümpelt bei 13 % herum, aber die „Brandmauer“ steht so fest, dass dahinter alles munter weiterlaufen kann wie bisher. Egal was man wählt, am Ende bekommt man eine Politik, die sich anfühlt wie ein alter Kaugummi unter dem Schuh: Man wird ihn einfach nicht los.

Brandmauer
Brandmauer / Designed by Freepik (bearbeitet)

Fazit: Wenn’s anders werden muss, damit’s besser wird

​Wie sagte schon Lichtenberg? „Ich kann nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber so viel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“

Aktuell sieht es eher so aus, als würde das Land mit 180 km/h auf die Wand zufahren, während die Regierung im Bordrestaurant sitzt und darüber diskutiert, ob man die Mehrwertsteuer auf das Mineralwasser auf 22 % erhöhen sollte.

Gute Fahrt, Deutschland! Aber vergessen Sie nicht: Vor der Wand bitte noch einmal tief in die Tasche greifen.

Netzfund - unbekannte Quelle
Netzfund – unbekannte Quelle

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Über Pandora 68 Artikel
Entschuldigung: Ihr müsst schon entschuldigen, wenn ich hier manchmal Dinge schreibe, die nicht dem Mainstream entsprechen. Aber ich kann es erklären, denn ich hatte eine schwere Kindheit und damit kann man ja bekanntlich alles entschuldigen. Ich musste noch erleben, wie der Kohlefahrer einen Berg voll Braunkohlebriketts vor dem Haus ablud und mein Vater diesen Berg in den Keller schaufelte. Anschließend sah er genauso dreckig aus, wie der Kohlefahrer selbst. Dass mein Vater seinerzeit nicht an einer Staublunge gestorben ist, bleibt mir ein Geheimnis. Unser Kachelofen im Wohnzimmer und der Kanonenofen in meinem Kinderzimmer versprühten im Winter wohlige Wärme, auf Kosten der dreckigen Braunkohle und den ungefilterten Ruß Abgasen, die jedes Haus in den Himmel stieß und war es nicht Kohle, so war es zumindest Heizöl, was auch nicht besser war. Apropos Schlote, die Industrieschornsteine ragten empor und stießen ihren Dreck noch ganz ohne Entschwefelungsanlagen in die Atmosphäre. Das war nicht nur der Dreck der Kohle, nein auch giftige Dämpfe der Chemieindustrie. Alle anderen Abfälle wurden einfach in die Flüsse geleitet oder auf ungeschützten Deponien entsorgt. Auch die gute alte Dampflock verrichtete noch zuverlässig ihr Werk und brachte uns von A nach B. Wie idyllisch ist es doch gewesen, wenn die Dampflock schnaufend durch die grüne Landschaft dampfte und ihr lautes Signal ertönte. Unsere Autos brauchten noch keinen Katalysator oder Partikelfilter und verbrauchten auch mehr Benzin und Diesel, als heute. Ja es gab sogar noch 2-Taktmotoren, die mit einem Benzin-/Ölgemisch betrieben wurden. Da konnte man wenigstens noch sehen, was hinten raus kam. Wir hatten übrigens auch noch keine biologisch erzeugten Lebensmittel und mussten Obst und Gemüse essen, dass vorher mit Pestiziden behandelt wurde. Wie ich das alles überlebt habe? Das grenzt schon an ein Wunder. Also habt Verständnis für mich, denn ich hatte wahrlich eine schwere Kindheit.

8 Kommentare

  1. Früher konnte man Versager einfach abwählen!
    Heute kriegst Du immer LINKS, egal was Du wählst!
    Sie nennen es „Unsere Demokratie“!

  2. Mir ist derzeit sehr danach, die Menschheit sich selbst zu überlassen. Soll dieser Idiotenhaufen doch, bitteschön, sehen, wie er ohne mich fertig werden will. Verdammt, wenn ich das Wort Klassenkampf nur höre…

    Nein, die Pariser Kommune war kein Proletariat. Das waren unternehmerartige Damen und Herren vom Type eines Herrn Riccardo Leppe. Über das von ihnen geführte Pariser Proletariat, das blöde, haben diese Damen und Herren sich schlappgelacht.

    Anne Querrien, deren l’ensaignement ich vom Französischen ins Deutsche übersetzt habe (siehe linkezeitung.de), führt an, das Führungspersonal der Pariser Kommune habe sich zu einem erheblichen Teil aus Nachfahren der Absolventen der École mutuelle rekrutiert, der Mutuellen Schule, eines Schulexperiments des Bürgertums zuzeiten Napoleons.

    Dieses letztere arme, wie immer von 1000 Teufeln und Dämonen gehetzt und zur Effizienz getrieben (Steigerung des Quotienten Stückzahl pro Zeiteinheit händischer Arbeit), wollte die Grundschulzeit drastisch verkürzen und zugleich Lehrpersonal einsparen. Was glänzend gelang, indem die Kinder sich in kleinen und von wenigen Lehrkräften organisierten Gruppen gegenseitig selbst unterrichteten. Die fünf Jahre bei den katholischen Grundschulen schmolzen so auf 18 Monate zusammen; bis zu 500 Schüler begnügten sich mit einer bzw. einer einzigen Lehrkraft. Doch da mit diesen Riccardas und Riccardos kein Fabrikstumpfsinn zu machen war, ließ das Bürgertum entsetzt ab von seinem eifrigen reformerischen Tun.

    Merke: Das Proletariat ist vollberblödet. Und je länger beschult, um so verblödeter. Was letzteres ja insbesondere auch den Geisteszustand der Mittelschicht erklärt. Ja, die Mittelschicht! Die ist um Längen blöder noch als das Proletariat — am blödesten von allen die Lehrerschaft. Und dies ganz unabhängig von politischer Couleur.

    Niemand aus Proletariat oder Mittelschicht versteht auch nur im Ansatz, daß industrielle Renditewirtschaft nur enden kann in zivilisatorischem Kollaps, in Chaos und Barbarei. Hier die Rede von dieser leidigen Sache, daß Produktivitätszuwachs die Renditen von Aktien und Anleihen ruiniert und in zunehmende Verschuldung nötigt. Liegt auf der Hand, aber kapieren Vollverblödete nicht. Weswegen sie Vollverblödete heißen!

    So seid, bitte, gnädig mit mir und redet mir nicht von elenden Dingen, nicht von Klassenkampf und nicht von Proletariat. Macht euch vielmehr lustig über die Blödheit der Vollverblödeten. Siehe Friedrich Nietzsche: „Die Schwachen und Mißratenen sollen zugrunde gehen. Erster Satz UNSRER [Großschreibung im Originaltext] Menschenliebe. Und man soll ihnen noch dazu helfen.“

    Dem Nietzsche kann nun ganz wunderbar geholfen werden. Erst Bratwurst, dann Ukraine, jetzt Iran. Wir erinnern uns, deagel.com, ca. 2019 urplötzlich aus dem Netz verschwunden. It’s deagel time. Now. Und die Vollverblödeten alle merken nix. Weil sie vollverblödet sind. Quod erat demonstrandum.

  3. Wie schon oft erwähnt: Immer schön weiter das Gleiche wählen. Irgendwann MUSS sich doch mal was ändern….
    Aber bitte nicht die mit dem Erektionspfeil, mit dem sie uns richtig f…en werden, mit Meinungsbeschneidung a la USA, Stärkung christlichen Werteirrsinns, noch mehr Reichtumsschutz, etc.

  4. In int’ressanten Zeiten leben

    Im Ernst, man kann es kaum bestreiten,
    dass in int’ressanten Zeiten
    wir nicht nur politisch leben.
    Erfasst alle ein grausig Beben,
    ausgelöst durch Satans Brut,
    heimsucht die Welt mit ihrer Wut,
    weil sie des Geldes Macht besitzt,
    nicht nur Gengift in Adern spritzt,
    sondern menschlichen Geist zersetzt
    und Völker aufeinanderhetzt.
    Findet genug an Kreaturen,
    die sich verkaufen wie die Huren,
    des Satans Willen zu vollstrecken.
    Zu Hunderttausenden verrecken,
    die dümmlich zu den Waffen eilen
    und blind gehorchen den Machtgeilen,
    statt deren Bosheit zu bestrafen,
    den Abschaum aus der Welt zu schaffen,
    dienern sie statt vor Gott vorm Teufel,
    haben nicht einmal leise Zweifel,
    dass sie am Ende sind die Blöden,
    denen man Unsinn kann einreden,
    dass jetzt der Feind der Russe ist,
    obwohl man sieht, der ganze Mist,
    der wird von denen hergestellt,
    die keinesfalls in dieser Welt,
    selber in Schützengräben liegen,
    die können nur Hirne verbiegen,
    von denen, die die Werte schaffen
    und trotzdem dabei niemals raffen,
    dass sie nur sind die Dummschafherden,
    gezüchtet, Schlachtopfer zu werden.
    Soll man dabei auf Gott vertrauen,
    dass eines Tages er wird bauen,
    jene, die zerbrechen die Ketten?
    Eher würde ich darauf wetten,
    der Teufel wird am Kragen kriegen,
    die noch herrschen mit ihren Lügen.
    So zeigt die Wette, dass wir eben
    in int’ressanten Zeiten leben.

  5. Vor 20 Jahren wetterte Müntefering gegen eine MWSt-Erhöhung von 2% um sie dann um 3% nach der Wahl zu erhöhen. So viel zu der Glaubwürdigkeit der Altparteien. Vergessen? Dann lasst Euch weiter im Kampf gegen Rechts oder Colin Fernandez Scheiße ablenken! Legt Euch wieder hin, die Ukraine ist Pleite und braucht Deine Kohle.

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  1. Die Zwölf-Uhr-Tankstellen-Farce – Schildverlag

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