
Kaum eskaliert der Konflikt rund um den Iran, wird dem Publikum schon die nächste propagandistische Zumutung serviert: US-Bomber würden „um unsere Weltwirtschaft“ kämpfen. Ach so. Als wäre ein militärischer Schlag gegen eine energiepolitisch hochempfindliche Region neuerdings ein Konjunkturpaket. In Wahrheit drohen Ölschock, Inflation, Rezession und ein neuer Angriff aufs Portemonnaie.
Die Schlagzeile, bei der selbst der gesunde Menschenverstand die Flucht ergreift
Es gibt Schlagzeilen, die sind so dreist formuliert, dass man sich kurz fragt, ob sie aus einer Redaktion stammen oder direkt aus der PR-Abteilung des politischen Wahnsinns. „US-Bomber kämpfen jetzt um unsere Weltwirtschaft“ gehört ohne Zweifel in diese Kategorie. Das klingt ungefähr so plausibel, als würde man erklären, ein Wohnungsbrand diene in erster Linie der besseren Beheizung des Gebäudes.
Denn was passiert denn tatsächlich, wenn in einer der sensibelsten Regionen des globalen Energiemarkts militärisch eskaliert wird? Richtig: Es steigt nicht die Stabilität, sondern das Risiko. Und zwar für Ölpreise, Lieferketten, Inflation, Produktion, Transportkosten und am Ende für jeden Bürger, der noch tanken, heizen oder einkaufen muss. Mit anderen Worten: Wer Bomben über einer energiepolitischen Nervenbahn der Welt als Schutzmaßnahme für die Weltwirtschaft verkauft, hält sein Publikum entweder für bemerkenswert gutgläubig oder für bereits ausreichend abgestumpft.
Krieg ist kein Konjunkturprogramm, auch wenn man ihn noch so geschniegelt verkauft
Man kann es drehen, wenden, moralisch einfärben oder in betreutem Nachrichtenton vortragen: Ein Krieg in oder um eine Schlüsselregion des internationalen Energiehandels ist kein Beitrag zur wirtschaftlichen Beruhigung. Er ist das genaue Gegenteil. Er erzeugt Unsicherheit, treibt Spekulation, verteuert Energie und macht aus jedem geopolitischen Konflikt binnen kürzester Zeit eine ganz handfeste Preisfrage für Millionen Menschen.
Besonders unerquicklich ist dabei die politische und mediale Routine, mit der solche Eskalationen regelmäßig begleitet werden. Erst heißt es, die Lage sei unter Kontrolle. Dann wird erklärt, die Folgen seien begrenzt. Dann tauchen erste Warnungen auf, dass der Energiemarkt nervös reagiere. Dann steigen die Preise. Dann zieht die Inflation an. Und am Ende stehen dieselben Leute vor der Kamera, die kurz zuvor noch Gelassenheit predigten, und erklären, leider habe niemand diese Entwicklung vorhersehen können.
Doch, konnte man. Natürlich konnte man das.
Wenn die Straße von Hormus wackelt, wackelt der Rest der Welt gleich mit
Das eigentliche Problem ist nicht irgendeine symbolische militärische Muskelübung, die nach drei Tagen wieder aus dem Nachrichtenticker verschwindet. Das Problem ist die reale Gefahr für einen Korridor des globalen Energiehandels: die Straße von Hormus. Wer dort Instabilität produziert oder auch nur länger anhaltende Unsicherheit auslöst, spielt nicht mit einer Randnotiz der Weltwirtschaft, sondern mit einer ihrer Hauptschlagadern.
Und genau an diesem Punkt wird aus außenpolitischer Großsprecherei plötzlich ein sehr konkretes Alltagsproblem. Denn Energie ist kein Luxus für Sonderfälle, sondern die Grundlage fast aller wirtschaftlichen Prozesse. Wenn Öl und Gas teurer werden oder ihre Versorgung unsicherer wirkt, steigen nicht nur die Spritpreise. Dann verteuern sich Transport, Landwirtschaft, Industrieproduktion, Logistik und am Ende auch der ganz normale Einkauf. Das ist die wunderbare Magie der modernen Wirtschaft: Fast alles hängt an Energie. Und wenn dort der Hammer fällt, klappert kurz darauf die gesamte Preiskette.
Wer also ernsthaft so tut, als könne man in so einer Lage militärisch zündeln und wirtschaftlich beruhigen, sollte vielleicht auch gleich behaupten, man könne ein Kartenhaus mit dem Laubbläser stabilisieren.
Die eigentliche Katastrophe kommt nicht mit Sirenen, sondern mit Rechnungen
Das Tückische an solchen Krisen ist ja, dass sie nicht sofort für jeden sichtbar als Katastrophe erscheinen. Da rollt nicht zwangsläufig morgen schon der totale Zusammenbruch über die Bildschirme. Es ist viel perfider. Zuerst steigen die Energiepreise. Dann verteuern sich Waren und Dienstleistungen. Dann sinkt die Kaufkraft. Dann geraten Unternehmen unter Druck. Dann werden Investitionen verschoben. Dann geraten Arbeitsplätze ins Wackeln. Und irgendwann stellt man fest, dass die nächste Rezession bereits im Wohnzimmer sitzt und den Kühlschrank mitfrisst.
Genau davor warnen seit Wochen und Monaten nicht nur die üblichen Alarmisten des Internets, sondern auch Akteure aus dem energiepolitischen Bereich. Wenn selbst aus der Internationalen Energieagentur mahnende Töne kommen und vor einer historischen Bedrohung der Energiesicherheit gewarnt wird, dann sollte das vielleicht mehr Aufmerksamkeit bekommen als die rhetorische Kunstfigur vom Bomber als Wohlstandsbeschützer.
Denn die wirtschaftliche Logik ist nun wirklich nicht kompliziert. Scharfe Ölpreisanstiege waren in der Vergangenheit regelmäßig kein Signal für mehr Wohlstand, sondern ein Vorbote für wirtschaftlichen Stress. Inflation zieht an, Konsum leidet, Unternehmen geraten unter Druck, die Arbeitslosigkeit steigt. Dafür braucht man kein Orakel, sondern lediglich ein Mindestmaß an Erinnerungskultur.
Und wie immer soll am Ende der Bürger den geopolitischen Wahnsinn bezahlen
Das wirklich Faszinierende an westlichen Krisenerzählungen ist ja ihre bemerkenswerte soziale Treffsicherheit: Die Entscheidungen werden oben getroffen, die Folgen unten kassiert. Irgendwo werden Konflikte eskaliert, Sanktionen verhängt, Handelswege riskiert oder militärische Fakten geschaffen – und ein paar Wochen später darf der Durchschnittsbürger lernen, dass Freiheit, Stabilität und Wertegemeinschaft bedauerlicherweise 30, 40 oder 50 Cent mehr pro Liter kosten.
Wenn sich die Lage weiter zuspitzt, reden wir nicht über symbolische Aufschläge, sondern über Szenarien, in denen Energiepreise und Spritkosten noch einmal in ganz neue Höhen marschieren. Dann ist das nicht mehr die übliche Sommeraufregung an der Zapfsäule, sondern ein ausgewachsener Kaufkraftangriff. Für Pendler, Familien, Handwerker, Lieferdienste, kleine Betriebe und alle, die im Gegensatz zu politischen Sonntagsrednern ihren Alltag tatsächlich finanzieren müssen.
Aber keine Sorge: Irgendjemand wird uns dann sicher erklären, das Ganze sei zwar bedauerlich, aber notwendig gewesen. Auf diese Weise wird aus jedem ökonomischen Flurschaden nachträglich ein moralisches Großprojekt. Der Preis ist hoch, aber angeblich alternativlos. Diese Erzählung kennt man inzwischen so gut, dass man fast versucht ist, ihr einen Stammplatz zwischen Wetterbericht und Sport einzuräumen.
Die größte Gefahr ist nicht nur die Eskalation, sondern die Verlogenheit ihrer Verpackung
Natürlich ist nicht jedes düstere Szenario automatisch ausgemacht. Noch ist nicht jede maximale Katastrophe zwingend beschlossen. Aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass sehenden Auges ein massives Risiko geschaffen oder vergrößert wird, während man der Öffentlichkeit gleichzeitig die politische Beruhigungspille reicht. Genau diese Mischung ist so unerquicklich: erst eskalieren, dann beschwichtigen, dann überrascht tun.
Die eigentliche Beleidigung besteht deshalb nicht nur in der geopolitischen Dummheit, sondern in ihrer sprachlichen Verpackung. Aus militärischer Eskalation wird dann Schutz. Aus ökonomischem Risiko wird Verantwortung. Aus der Gefährdung globaler Energiesicherheit wird eine Art heldenhafter Dienst an der Stabilität. Das ist nicht Information. Das ist kosmetisch aufbereitetes Krisentheater.
Wer den Brandbeschleuniger als Feuerlöscher verkauft, hält das Publikum für dumm
Am Ende bleibt eine simple Wahrheit, die durch keine Schlagzeile schöner wird: Militärische Eskalation in einer energiepolitisch zentralen Region schützt die Weltwirtschaft nicht, sondern bedroht sie. Sie erhöht das Risiko für steigende Ölpreise, neue Inflationsschübe, schwächere Konjunktur und sinkende Kaufkraft. Und sie trifft am Ende nicht zuerst die Strategen in ihren Konferenzräumen, sondern die Menschen draußen, die ihre Rechnungen bezahlen müssen.
Deshalb ist die Formulierung, Bomber kämpften „um unsere Weltwirtschaft“, nicht nur schief, sondern geradezu grotesk. Wer so etwas schreibt, verkauft den Brandbeschleuniger als Feuerlöscher und nennt den wirtschaftlichen Flurschaden anschließend Verantwortung.
Oder kürzer gesagt: Wenn Bomben fliegen und man das als Schutz des Wohlstands etikettiert, dann ist nicht nur die Lage gefährlich geworden, sondern auch die Sprache endgültig verkommen.

Glückwunsch, lieber Torben: zynisch-unterhaltsam, ganz im Sinne Wilfrieds. Verdient 5 Sterne
Vielen Dank Franz, ich lerne immer dazu.
Nur ein Satz aus dem Beitrag
„Wer den Brandbeschleuniger als Feuerlöscher verkauft, hält das Publikum für dumm“
BILD ist ein Blatt für Dumme !
Der Beitrag ist wieder toll ironische – satirisch. Anders ist der ganze Schwachsinn nicht mehr zu ertragen…
Danke !
Die Deutschen feiern den Einzug der Dummheit nach Deutschland….
„LINKER DENKER“
ES GIBT KEINEN GUTEN KRIEG!
>>UND WENN ALLE ANDEREN DIE VON DER PARTEI VERBREITETE LÜGE GLAUBTEN-
WENN ALLE AUFZEICHNUNGEN GLEICH LAUTETEN-,DANN GING DIE LÜGE IN DIE GESCHICHTE EIN UND WURDE WAHRHEIT<< George Orwell, 1984
“Linker Denken“
Man muss unterscheiden zwischen A n g r i f fs-Krieg und V e r t e i d i g u n gs-Krieg > letzter ist doch i.O.
Also bitte richtig überlegen !! “kriegen“ = bekommen, sich etwas unrechtmässig durch Gewalt aneignen = rauben… ist …“KRiEG“ ist eigentlich verbrecherische Angriffs-Eroberungshandlung > auf Welsch richtiger übersetzt mit > “agression / attaque armée“ /// Der Weltkrieg = le conflit armé“.//// “La guerre = the war“ ist Ab-WEHR = Verteidigungskrieg.
Dieser Unterschied sollte endlich verinnerlicht werden. Raubvölker kennen nur die Bedeutung von “Krieg“ > sich beim Nachbarstaat was holen; die kennen den Nomen “Verteidigung“ nicht. So wurde im Spätmittelalter der Staat “Helvetien“ begründet, durch EROBERUNG der Nachbargebiete in Ost, West und Süd.
Die heutige Weltwirtschaft lebt nach der Devise: „Wir bauen auf und reißen nieder, so haben wir Arbeit immer wieder.“
Das kann man nur durchbrechen, wenn eine Zeit lang jeder absolut NICHTS tut.
Am Ende hätte dann jeder mehr, als wenn er die ganze Zeit im Hamsterrad mit gelaufen wäre.
Hier noch ein kleiner Link zu einem Beitrag von Tag 24 zur (Ohn)Macht der Medien
https://www.tag24.de/anzeige/unglaublich-podcast-folge-10-die-unheimliche-macht-der-medien-tech-konzerne-meinung-spotify-3483904
Das Zauberwort heißt: „Fixkosten reduzieren“ deshalb wurden fast alle elektronischen Haushaltsgeräte bei den Prekären bereits entsorgt, weil die Energie-Kosten den Nutzen des Gerätes auffressen—–soviel zum Wachstum/Fortschritt alles nur Verarschung damit der Rubel rollt/das perverse Profitsystem gerettet wird, wer jetzt noch Kinder in die Welt setzt erhöht exorbitant seine Fixkosten/Ausbeutungsgrad ganz im Sinne von Trump/CDU/AfD , dummm gelaufen für die Narzissen, We shall overcome!Internationale Solidarität!
Nur ein 3.WK löst die heutigen Probleme, aber Atomar….
Vor den Coronafestspielen hatte die Firma BRD ca. 80 % Schlafschafe.
Gefühlt sind es leider immer noch 70 %, die nur das glauben, was die Rot-Grün geführten Medien weglassen oder gleich lügen.
Ja, ich hätte mir auch eine größere Lernkurve aus dieser Zeit erhofft.
Wie die Ukraine den Donbass folterte und abschlachtete (Juli 2024)
https://www.sicht-vom-hochblauen.de/wie-die-ukraine-den-donbass-folterte-und-abschlachtete-von-kit-klarenberg/
ENGLISCH: https://english.almayadeen.net/articles/analysis/how-ukraine-tortured-and-slaughtered-donbass
Fast unmittelbar nach Ausbruch des Stellvertreterkriegs tauchten ISIS-ähnliche Aufnahmen von Folter und Mord an Russen in ukrainischem Gewahrsam auf.
Am 6. Juli veröffentlichte die New York Times eine erstaunliche Untersuchung: In Ukraine, Killings of Surrendering Russians Divide an American-Led Unit.
Wie eine Untersuchung von Al Mayadeen vom 2. Juli deutlich machte, war die acht Jahre andauernde „Anti-Terror-Operation“ der Ukraine im Donbass ein brutaler Angriff auf die weitgehend wehrlosen Bewohner der abtrünnigen Volksrepubliken Donezk und Lugansk.
Die grausame Realität der Kiewer Übergriffe während dieser Zeit wurde von der westlichen Öffentlichkeit weitgehend abgeschirmt.
Gelegentlich tauchten jedoch schädliche Enthüllungen auf. Im Jahr 2014 machte Amnesty International schreckliche Verbrechen der faschistischen paramilitärischen Gruppe Aidar Battalion im Donbass publik.
Im nächsten Jahr berichtete die Organisation über „erdrückende Beweise“ dafür, dass Kämpfer und Zivilisten, die vom ukrainischen Militär und den Sicherheitsdiensten gefangen genommen wurden, gefoltert und getötet wurden.
Als besonders beunruhigend“ bezeichnete sie die Aktivitäten des Rechten Sektors, einer ultranationalistischen Miliz, die an der Spitze des Maidan-Putsches stand.
Wie eine Untersuchung von Al Mayadeen vom 2. Juli deutlich machte, war die acht Jahre andauernde „Anti-Terror-Operation“ der Ukraine im Donbass ein brutaler Angriff auf die weitgehend wehrlosen Bewohner der abtrünnigen Volksrepubliken Donezk und Lugansk.
Als besonders beunruhigend“ bezeichnete sie die Aktivitäten des Rechten Sektors, einer ultranationalistischen Miliz, die an der Spitze des Maidan-Putsches stand. ALLES LESEN !!
Was sich heute unter den Altparteien-Namen zusammenrottet, hat mit den einst gegründeten Parteien, die absichtsvoll Bürgerinteressen vertraten, NICHTS MEHR ZU TUN !
Wer zu Verhandlungen mit Rußland rät, muß aufpassen, daß er nicht auf die EU-Sanktionsliste gesetzt wird !
JEDER DEUTSCHE SOLLTE WISSEN, DASS UNSERE VÄTER UND GROSSVÄTER UNTER HITLER 26 MILLIONE RUSSEN GETÖTET HABEN !!
ORBAN BIETET DEUTSCHEN RENTNERN ASYL _ VON DER LEYEN TOBT
https://youtu.be/PXvSLwgzyMw?is=mCQORbZsxu_x-wnB