Die FDP liegt politisch am Boden. Nach dem verpassten Wiedereinzug in den Bundestag und den jüngsten Wahldesastern in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist die Partei nur noch ein Schatten ihrer selbst. In Rheinland-Pfalz landete sie laut Hochrechnungen bei rund zwei Prozent, in Baden-Württemberg reichte es mit 4,4 Prozent ebenfalls nicht für den Einzug in den Landtag. Man könnte meinen, spätestens jetzt sei in der Partei Demut angesagt. Doch weit gefehlt.
Denn ausgerechnet Marie-Agnes Strack-Zimmermann soll laut einem Bericht des Focus in einer Sitzung des FDP-Präsidiums Parteichef Christian Dürr das Misstrauen ausgesprochen und zugleich angeboten haben, selbst den Parteivorsitz zu übernehmen – wenn auch nur in Form einer Doppelspitze. Dass eine solche Konstruktion laut FDP-Statut derzeit gar nicht vorgesehen ist, scheint dabei fast schon nebensächlich. Wo der politische Überlebenswille größer ist als die Substanz, wird eben zuerst nach dem Vorsitz und danach nach den Regeln gefragt.
Strack-Zimmermann begründet ihren Vorstoß mit strategischem Versagen der Parteiführung. Dem Tagesspiegel sagte sie, nach Monaten ohne erkennbare Strategie fehle vielen die Zuversicht, dass sich etwas zum Besseren ändere. Mit Blick auf die Parteispitze erklärte sie sogar, man sei seit der Bundestagswahl „noch nicht einmal losgelaufen“. Das ist eine bemerkenswerte Diagnose aus dem Mund einer Politikerin, die selbst seit Jahren zu den lautstärksten Gesichtern dieser Partei gehört und den öffentlichen Kurs entscheidend mitgeprägt hat.
Denn die entscheidende Frage lautet nicht, ob Christian Dürr zu schwach ist. Die entscheidende Frage lautet, warum ausgerechnet Marie-Agnes Strack-Zimmermann nun als Erneuerungsfigur gelten soll.
Sie steht wie kaum eine andere FDP-Politikerin für einen Ton der politischen Verrohung, für außenpolitische Zuspitzung und für eine Rhetorik, die Konflikte nicht entschärft, sondern anheizt. Wer in internationalen Krisen immer noch eine Schippe drauflegt, wer Aufrüstung als nahezu alternativlose Dauerantwort verkauft und wer politische Gegner oder ganze Staaten in einer Sprache beschreibt, die eher an Feindbildproduktion als an Diplomatie erinnert, ist nicht automatisch führungsstark – sondern womöglich schlicht ungeeignet, eine liberale Partei aus ihrer Krise zu führen.
Besonders irritierend ist dabei eine Aussage, die Strack-Zimmermann über den Iran zugeschrieben wird: „Der Iran ist die Pestbeule auf dieser Erde.“ Sollte eine solche Formulierung tatsächlich so gefallen sein, dann ist das nicht nur politisch entgleist, sondern auch menschlich unerquicklich. Eine solche Sprache entmenschlicht, vereinfacht und vergiftet den Diskurs. Wer so redet, betreibt keine verantwortungsvolle Politik, sondern emotionale Feindmarkierung. Gerade von einer Spitzenpolitikerin müsste man erwarten dürfen, dass sie zwischen harter Kritik an einem Regime und sprachlicher Enthemmung unterscheiden kann.
Doch genau diese Enthemmung scheint heute in Teilen der Politik als Zeichen von Klarheit verkauft zu werden. Das Problem ist nur: Laut sein ist nicht dasselbe wie klug sein. Aggressiv auftreten ist nicht dasselbe wie führen können. Und wer sich über Jahre als mediale Dauerkommentatorin für Waffenlieferungen, militärische Stärke und geopolitische Härte profiliert hat, darf sich nicht wundern, wenn viele Bürger in ihr keine liberale Erneuerin sehen, sondern die personifizierte politische Schieflage einer Partei, die ihre eigenen Grundsätze längst vergessen hat.
Dass Strack-Zimmermann nun das Vakuum an der Spitze nutzen will, passt ins Bild. Die FDP ringt nicht nur mit schlechten Wahlergebnissen, sondern mit einem tiefen Identitätsverlust. Sie weiß nicht mehr, wofür sie eigentlich steht. Für Bürgerrechte? Für wirtschaftliche Vernunft? Für individuelle Freiheit? Oder nur noch für markige Auftritte in Talkshows, moralische Belehrungen und außenpolitische Eskalationsrhetorik? Wenn jemand wie Strack-Zimmermann nun als Lösung präsentiert wird, dann zeigt das vor allem, wie ratlos diese Partei inzwischen ist.
Man kann Christian Dürr Schwäche vorwerfen. Man kann der Parteiführung Orientierungslosigkeit vorwerfen. All das mag berechtigt sein. Aber wer ernsthaft glaubt, die FDP lasse sich durch eine Politikerin sanieren, die für Zuspitzung statt Ausgleich, für Aufrüstung statt Augenmaß und für Provokation statt politischer Kultur steht, der hat das Ausmaß der Krise nicht verstanden.
Die FDP braucht keine neue Galionsfigur der Lautstärke. Sie bräuchte eine ehrliche inhaltliche Inventur. Sie bräuchte Menschen mit Maß, Verantwortungsbewusstsein und politischem Gespür. Vor allem aber bräuchte sie eine Führung, die begriffen hat, dass eine Partei nicht dadurch glaubwürdiger wird, dass sie sich an die Spitze ihrer eigenen Fehlentwicklungen setzt.
Marie-Agnes Strack-Zimmermann als neue Vorsitzende wäre deshalb nicht der Neuanfang der FDP. Es wäre eher die endgültige Bestätigung, dass diese Partei nichts gelernt hat.

strack – zimmermann . so wird das nichts liebe FDP
kriegstreiber nicht willkommen !
Das wird die finale Lösung für die FDP. Es ist schon absurd, wenn diese Kriegshetzerim und Russlandhasserin die maßgeblich für dem Absturz der FDP verantwortlich ist nun die Partei retten will.
Immerhin ist sie so gnädig und wird der FDP auf diese Weise den finalen Rettungschuss verpassen.
die FDP braucht wirklich niemand mehr !
Dem ist nicht mehr so. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101188020/fdp-strack-zimmermann-gibt-kandidatur-fuer-parteivorsitz-auf.html
Danke, das habe ich übersehen.
Gerne, man kann nicht alles sehen. Schönes Wochenende.
Zimmerflack oder von der Leichen, ist eh alles Jacke wie Hose.
FDP absaufen
Würde sie sich zur Wahrheit bekennen,
Rotgrüne Lügen als solche benennen
und wieder zu Recht und Freiheit stehen,
würde die FDP nicht untergehen.
Doch huldigt sie weiter den Geistern der Zeit,
ist nicht zur Einkehr und Umkehr bereit,
werden ihr noch mehr die Wähler weglaufen,
wird sie mit dem Narrenschiff Deutschland absaufen.
der untergang der FDP ist eh schon besiegelt !
Die lieben Christen benutzen sogar die Bibel Psalm 144:1 um die Kreuzzüge 2.0 zu rechtfertigen,siehe:
https://wordandway.org/2026/03/25/at-pentagon-worship-service-hegseth-casts-iran-conflict-as-violent-holy-war-against-gods-enemies/
d.h. wir befinden uns nicht nur im Feudalismus 2.0, sondern der Indianerhäuptling/Medizinmann der vorsintflutlichen Opfergesellschaft 2.0 der USA bestimmt wohin die Reise geht,——-soviel zum geplanten biblischen Armageddon zu Ostern, We shall overcome! Internationale Solidarität!
Der chinesische/russische Stalinismus ist das Vorbild für die Gotteskrieger/ Trump/AfD usw, siehe:
https://www.breitbart.com/asia/2026/03/26/exclusive-sen-cotton-u-s-must-recognize-china-is-evil-empire-scheming-to-dominate-the-world/
Soviel zur perfiden versteckten/verdeckten Wiedereinführung des Feudalismus 2.0 unter Trump/AfD, We shall overcome!Internationale Solidarität!
Mich wundert schon, das hier über Parteien diskutiert wird; dann noch über die FDP.
Wer hat Detschland verraten? ………!?
Parteien haben bis heute verhindert, das:
Die deutschen Staaten handlungsfähig waren/ sind- seit 1918!
Haben auf deutsch Matrosen schiessen lassen!
Haben bis heute keinen Friedensvertrag angesprochen/ erwirkt!
Sind bis heute dabei die Deutschen, ALLE, auszuplündern!
Parteien setzen, BIS HEUTE, Gesetze der Nationalsozialisten um.
Parteien dürfen weder, nach AGB´s der BRD, angeklagt werden, noch dürfen die Klagen!
Warum wohl gibt es in Bund und Wirtschaftsgebieten NUR Parteienwahl? Eben drum! Gruß Karl