Das Nein von gestern ist das Prüfmodell von heute
Die Bundesregierung denkt also über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um zwei bis drei Prozentpunkte nach.
Ausgerechnet jene Bundesregierung, deren Vertreter sich vorher so entschlossen dagegen ausgesprochen hatten, als ginge es um eine Frage von Anstand, Verlässlichkeit und politischer Seriosität. Keine Steuererhöhungen, hieß es. Nicht mit uns. Der Bürger sei schon genug belastet. Man müsse entlasten statt abkassieren.
Und jetzt?
Jetzt wird „diskutiert“.
Das ist in Berlin das Wort für: Wir bereiten gerade den Wortbruch vor, aber bitte mit sanfter Hintergrundmusik.
Denn ein Wahlversprechen ist in der Hauptstadt bekanntlich kein Vertrag. Es ist eher eine lose literarische Skizze. Ein Entwurf mit Verfallsdatum. Kaum ist die Wahl vorbei, beginnt die große Übersetzungsarbeit. Aus einem klaren Nein wird dann ein „unter veränderten Rahmenbedingungen neu zu bewertender Sachverhalt“. Aus Täuschung wird Verantwortung. Und aus Unverschämtheit wird Regierungshandeln.
Die Mehrwertsteuer – der feuchte Traum jeder Kassenlage
Die Mehrwertsteuer ist für die Regierung das, was der Vorschlaghammer für den Grobmotoriker ist: nicht elegant, aber effektiv.
Sie ist die denkbar bequemste Art, an Geld zu kommen. Keine komplizierte Debatte über echte Reformen. Kein schmerzhafter Blick auf den eigenen, übergewichtigen Verwaltungsapparat. Kein Sparen im politischen Betrieb. Keine Frage, ob man sich wirklich jeden ideologischen Wunschzettel, jedes Prestigeprojekt und jeden bürokratischen Wasserkopf noch leisten sollte.
Wozu auch?
Man kann ja einfach den Alltag aller Menschen verteuern.
Genau deshalb lieben Regierungen die Mehrwertsteuer. Sie kassiert leise. Ohne Klingelton. Ohne Mahnschreiben. Ohne offene Konfrontation. Sie sitzt nicht als eigener Posten auf dem Küchentisch, sondern tarnt sich als ganz normales Leben. Beim Einkauf. Beim Konsum. Beim täglichen Bedarf. Hier ein bisschen mehr, da ein bisschen mehr. Und am Ende ist das Konto leerer, ohne dass je jemand im Kanzleramt persönlich „Nehmt es ihnen weg“ hätte sagen müssen.
Eine Steuer wie gemacht für Politik im Tarnmodus.
Der Klassiker: Erst abkassieren, dann „entlasten“
Natürlich kommt die geplante Mehrbelastung nicht allein. Sie bringt, wie immer, ihr eigenes Beruhigungsmärchen mit. Man wolle die Menschen an anderer Stelle entlasten, heißt es.
Ach was.
Wie reizend.
Das ist ungefähr so glaubwürdig, als würde ein Taschendieb nach getaner Arbeit versprechen, einem nächsten Monat vielleicht einen Gutschein für Pflaster zu schicken.
Diese angeblichen Entlastungen gehören inzwischen zur Standarddekoration jeder Steuerdebatte. Sie sind das rhetorische Duftspray über dem alten Mief des staatlichen Zugriffs. Man erhöht hier, belastet dort, greift überall zu – und behauptet dann, irgendwo in der Ferne werde bald ein kleiner Ausgleich winken.
Irgendwo. Irgendwann. Vielleicht.
Nach Prüfung.
Nach Abstimmung.
Nach Haushaltslage.
Nach dem Sankt-Nimmerleins-Beschluss des zuständigen Arbeitskreises.
Wer das noch ernst nimmt, glaubt vermutlich auch, dass „bürokratiearm“ in Deutschland eine reale Zustandsbeschreibung ist und nicht bloß ein Gag aus dem Beamtenkabarett.
Lippenbekenntnisse – staatlich geprüft und wirkungslos
Das eigentliche Problem ist ja nicht einmal, dass die Regierung solche Sätze sagt. Das eigentliche Problem ist, dass sie sie immer wieder sagt. Und zwar in der offenkundigen Annahme, der Bürger habe das Gedächtnis eines Goldfischs auf Baldriantee.
Denn wir kennen dieses Spiel längst.
Entlastungen werden angekündigt, als stünde morgen die große Befreiung des Mittelstands bevor. Was dann kommt, ist meist ein kompliziertes Mini-Instrument mit sieben Voraussetzungen, neun Ausnahmen und dem praktischen Nebeneffekt, dass die Entlastung am Ende in der Realität von neuen Gebühren, Beiträgen oder Preissteigerungen aufgefressen wird, noch bevor sie jemand auf dem Konto bemerkt.
Das ist keine Panne. Das ist politische Routine.
Die Belastung ist konkret. Die Entlastung ist poetisch.
Die Steuer kommt sicher. Der Ausgleich kommt als Gerücht.
Die Rechnung geht wie immer an die Falschen
Und nun zum sozialpolitischen Kern dieser Nummer: Die Mehrwertsteuer trifft alle. Aber natürlich nicht alle gleich.
Wer genug Geld hat, ärgert sich über höhere Preise wie über schlechten Schaum auf dem Cappuccino. Kurz unangenehm, dann vorbei.
Wer dagegen jeden Euro zweimal umdrehen muss, merkt die Erhöhung bei jedem Einkauf. Familien. Rentner. Geringverdiener. Alleinerziehende. Menschen, für die der Wocheneinkauf kein Lifestyle-Erlebnis ist, sondern eine Rechenaufgabe mit ungewissem Ausgang.
Genau diese Leute sollen also wieder mehr zahlen. Nicht, weil sie mehr haben. Sondern weil die Regierung mehr will.
Und das wird dann vermutlich wieder als „solidarischer Beitrag“ verkauft. Ein herrliches Wort. Solidarität meint in der deutschen Regierungssprache meist, dass Menschen mit wenig Einkommen bitteschön noch etwas mehr Verständnis für die finanzielle Notlage einer Regierung aufbringen sollen, die mit hunderten Milliarden trotzdem nie auskommt.
Die Regierung lebt eben über seine Verhältnisse. Aber statt Diät zu halten, erhöht sie sich die Diäten.
Alternativlos ist immer nur der Bürger
Demnächst wird wieder das Wort alternativlos fallen. Dieses Wort ist die amtliche Kapitulation vor dem eigenen Ideenmangel.
Alternativlos ist merkwürdigerweise nie, dass man Ministerien verschlankt.
Alternativlos ist nie, dass man Bürokratie abbaut.
Alternativlos ist nie, dass man bei sich selbst anfängt.
Alternativlos ist immer nur, dass der Bürger zahlen soll.
So funktioniert das Berliner Verantwortungsprinzip: Die Politik gibt das Geld aus, verheddert sich in ihren Apparaten, produziert Ankündigungen in Großserie und entdeckt dann plötzlich ein Finanzloch. Und wer stopft es? Natürlich nicht jene, die es mitverursacht haben. Sondern jene, die morgens arbeiten gehen, Rechnungen zahlen und sich noch erzählen lassen dürfen, all das geschehe zu ihrem Besten.
Die Mehrwertsteuer steigt, das Vertrauen fällt
Am Ende ist diese Debatte vor allem eines: ein Lehrstück in politischer Dreistigkeit.
Erst spricht man sich gegen Steuererhöhungen aus.
Dann bringt man genau diese Steuererhöhung ins Gespräch.
Dann verspricht man zum Ausgleich Entlastungen, von denen jeder halbwegs wache Bürger weiß, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwo zwischen Pressekonferenz, Koalitionsstreit und Referentenentwurf verenden werden.
Und anschließend erwartet man ernsthaft, dass die Leute das für solide Politik halten.
Die Wahrheit ist viel einfacher: Die Mehrwertsteuer soll steigen, weil die Regierung Geld will. Die groß angekündigten Entlastungen dienen dabei vor allem einem Zweck: Sie sollen die Empörung sedieren, bis die nächste Kassenbon-Wirklichkeit einsetzt.
Der Bürger zahlt also wieder.
Die Regierung redet wieder.
Und die Glaubwürdigkeit?
Die wird in Berlin seit Jahren steuerfrei vernichtet.


Immer die gleichen Schlagworte, die gleichen Gründe, die gleiche Vorgehensweise. So schröpft man seine Bürger.
Wäre man damit vor den letzten beiden Wahlen rüber gekommen, wäre die AfD wohl stärkste Kraft geworden. Obwohl jedem der noch denken kann, klar sein konnte, das nach der Zweckentfremdung des Sonderbaren Vermögens so etwas kommen musste.
Still dulden und Zähne knirschend zahlen ????
Es tut noch nicht weh genug für einen offenen Aufstand …. und da ist ja noch die Affäre Fernsnandez…. lenkt so schöööööön ab….
So ist das, in einer Verwaltung (GG, Bund, Verwaltung der Wirtschaftsgebiete). Die Einnahmen gehen an die Verwalter (Besatzer?), zahlen muss IMMER der Einzelne, ob nun Personal, oder nicht.
Nicht vergessen, die MwSt zahlt immer der Endverbraucher. Das ist nun mal im Endeffekt der ‚letzte‘ Käufer.
Aber der Michel ist in den 77 Jahren so indoktriniert worden, das er nichts mehr merkt. Und nein, #Anton, der Michel/ das Personal wird nicht aufstehen, schließlich ist das verboten.LOL. Gruß Karl
Ein Volk von Sadomasochisten
Wer setzt denn heute noch Vertrauen
auf Leute, die Brandmauern bauen,
mit Gengift die Gesundheit hemmen,
das Land mit Kriminellen schwemmen,
Lebensgas CO2 nicht mögen,
Krankheiten als Geschlecht festlegen,
die von neuen Kriegsschulden schwätzen,
gegen Freiheit der Rede hetzen,
die vor Wahlen alles versprechen,
um bald danach ihr Wort zu brechen,
die kungeln gar mit Sozialisten?
Ein Volk von Sadomasochisten!
Hat der Iran-Krieg den Börsencrash vorgezogen, siehe:
https://www.btcc.com/en-US/square/WatcherWGuru/1601263
„Peter Schiff had this to say:
“In the early months of the 2008 financial crisis, gold crashed 32%, about 40% of its prior bull market gain. After gold bottomed, it surged 178% over the next three years. Gold nearly hit $4,100 today, down 27%, about 40% of its gain since $2,000. A 178% surge from that low puts gold at $11,400.”“
Soviel zum zukünftigen Schwarzmarkt wo du deine Rolex für ein Brot einkaupeln darfst, dummm gelaufen für die Narzissen, mit den linksgrünen Attheisten wäre das nicht passiert, We shall overcome!Internationale Solidarität!
wunderbar , dem verlorenen ukraine krieg noch weiteres geld nachwerfen, die kriegskosten werden weiter explodieren, weitere hunderttausende sterben, reine kriegsfinanzierung, während hier die deindustrialisierung weiter an boden gewinnt. was für ein irrsinn.
Bezeichnend ist auch hier wieder die Taktik, dass man eine Loserpartei etwas Unpopuläres ankündigen lässt, und wenn keine Proteste kommen, wird es dann mit einer Unschuldsmine realisiert.
Die Steuererhöhung kommt garantiert, und den Schwarzen Peter bekommt natürlich der Loser
Die einen sagen Regierung, andere sagen kriminelle Vereinigung.