Gen-Ferkel ohne Hoden – Sreit um Schweine der Zukunft

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Revolution im Schweinestall: Die Gen-Ferkel marschieren

Es gibt Dinge, die wünscht sich niemand auf dem Frühstücksteller – und dazu gehört definitiv der berüchtigte Ebergeruch. Jedes Jahr erleben Millionen männlicher Ferkel in der Schweiz ein schicksalhaftes Schicksal: Kaum geboren, schon werden sie kastriert. Nicht aus Sadismus, sondern damit später beim Braten keine olfaktorische Apokalypse droht. Doch jetzt kommt die Gentechnik ins Spiel und verspricht: Schluss mit Schnipp-Schnapp am Ferkel! Der neue Star im Stall heißt „Gen-Ferkel ohne Hoden“.

Genschere statt Skalpell: Die Wissenschaft schlägt zurück

Die modernen Zauberlehrlinge in weißen Kitteln haben es geschafft: Mit der Genschere Crispr/Cas wurde das Schwein neu erfunden. Jetzt gibt’s Ferkel, die schon von Geburt an hodenlos sind. Die Fleischindustrie jubelt, die Tierschützer sind verwirrt. Einerseits kein schmerzhafter Eingriff mehr, andererseits… naja, irgendwas ist ja immer.

Befürworter sehen darin einen Quantensprung für Tierwohl und Effizienz. Gegner hingegen malen bereits das Bild vom Frankenstein-Schwein an die Stallwand. Und irgendwo dazwischen stehen die Ferkel und grunzen ahnungslos vor sich hin.

Tierwohl oder Wahnsinn? Die Moralkeule schwingt

Tierschützer jubeln verhalten: Endlich muss niemand mehr unter dem Messer leiden! Aber halt – ist es wirklich tierfreundlich, Tiere so zu designen, dass sie gleich ganz ohne bestimmte Körperteile auf die Welt kommen? Oder ist das nur eine besonders clevere Methode, sich die Finger gar nicht erst schmutzig zu machen?

Während die Ethikkommissionen noch über Gut und Böse diskutieren, träumen findige Fleischproduzenten schon von einer neuen Ära der Schweinezucht: Keine Schmerzen, kein Gestank, kein Ärger – nur noch pures Fleischvergnügen!

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Die deutsche Gesetzgebung schreibt eine Ausschaltung des Schmerzes mittels Narkose vor, während in anderen Ländern eine Schmerzlinderung etwa durch Lokalanästhesie als ausreichend betrachtet wird.

Landwirte zwischen Fortschritt und Furor

Auch in den Ställen selbst tobt der Generationenkonflikt. Auf der Nutztiermesse in Luzern flogen die Argumente tiefer als jede Stallgabel. Die einen wittern das goldene Zeitalter der Schweinehaltung: Weniger Arbeit, weniger Ärger mit Tierschützern und obendrein noch ein bisschen Innovations-Glanz für das Image.

Andere Landwirte wiederum sind skeptisch. Sie machen ihre Zustimmung davon abhängig, wie der Konsument auf das Gen-Schwein reagiert – und viele lehnen jede Form von Gentechnik kategorisch ab. Schließlich schmeckt Tradition immer noch am besten – zumindest solange keiner nachfragt, wie die Wurst gemacht wird.

Verbraucher im Zwiespalt: Genuss oder Gen-Schock?

Jetzt sind die Konsumenten am Zug. Wer möchte schon gerne beim nächsten Grillfest erklären müssen, warum sein Steak von einem „Designer-Schwein“ stammt? Andererseits: Hauptsache lecker und günstig! Doch wehe dem Supermarkt, der seine Wursttheke nicht mit den richtigen Buzzwords schmückt – Bio hier, regional dort, und neuerdings vielleicht auch „hodenlos gezüchtet“ als Verkaufsargument?

Der Verbraucher weiß längst nicht mehr, was er glauben soll. Ist das Gen-Ferkel nun die Rettung für Tier und Mensch – oder doch nur ein weiterer Schritt Richtung industrieller Wahnsinn?

Das Schwein von morgen bleibt umstritten

Eines steht fest: Der Streit um das Schwein der Zukunft hat gerade erst begonnen. Während Forscher und Fleischindustrie sich gegenseitig auf die Schultern klopfen und Tierschützer vorsichtig applaudieren (oder entsetzt aufschreien), bleibt für viele Landwirte und Verbraucher ein Gefühl von Unsicherheit zurück.

Ob das Gen-Ferkel ohne Hoden am Ende wirklich alle Probleme löst oder nur neue schafft – das wird sich zeigen. Sicher ist nur eins: In den Ställen brodelt es weiter. Und während draußen diskutiert wird, grunzen die Ferkel einfach weiter vor sich hin.

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Über Torben Botterberg 3351 Artikel
Torben Botterberg verbindet Gegensätze mit einem Augenzwinkern: schwarzer Humor trifft auf Perfektionismus, ein erklärter Hang zur Prokrastination auf Texte, die erst dann das Licht der Welt sehen, wenn jedes Detail sitzt. Freiberuflich in Vermittlung und Verleih unterwegs, bewegt er sich beruflich zwischen Menschen, Projekten und Möglichkeiten, und privat am liebsten zwischen Chrom, Stern und Benz. Torben schreibt, um zu verbinden: Erfahrungen mit Einsichten, Gegenwart mit Erinnerung, Technik mit Temperament. Wenn er lacht, dann tiefschwarz, wenn er zweifelt, dann gründlich und wenn er veröffentlicht, dann mit dem Anspruch, dass jedes Wort hält was es verspricht.

21 Kommentare

  1. Die weggelassene, aber eigentlich entscheidende Frage ist doch die, ob beim Verzehr eines solchen genmanipulierten Schweines nicht auch der Konsument hodenlos werden könnte? Inzwischen dürfte doch jedem halbwegs informierten Menschen klar sein, dass wir die Dinge in unseren Körper einbauen, die wir zu uns nehmen. Das war schon bei der Milch von Kühen so, die gentechnik-verseuchtes Tierfutter bekamen. Da konnte man die veränderten Gensequenzen in der Milch nachweisen. Mir ist zwar keine konkrete Untersuchung bekannt, die untersucht hat, ob der reibungslose Übergang der manipulierten Gensequenzen auch auf bzw. in den Menschen funktioniert, aber ich gehe davon aus, dass das realistisch ist. Insofern: Finger weg! Hodenlos ist bodenlos!

  2. Bei derartig genetisch hodenlosen Schweinen stellt sich doch die Frage, wie sollen die noch Nachkommen zeugen. – Bei dieser Frage beißt sich die Katze doch quasi so heftig in den Schwanz, dass sie das nur einmal machen kann, denn dann wäre Schluss mit lustig.
    Wenn die Genschnippler unbedingt den störenden Geruch weg haben wollen, dann sollten sie sich darauf konzentrieren, dass das Eberfleisch halt nur geruchsneutral wird.

    Bei Licht betrachtet klingt der ganze Artikel aber auch mehr nach Satire.

  3. Hier zeigt sich das Dilemma der „modernen“ Landwirtschaft. Schweine müssen vor der Geschlechtsreife dran glauben sonst leidet der Geschmack. Übrigens nicht nur bei Ebern ! Werden Schlacht- und Produktionsketten unterbrochen wirds geschmacklich eng. Da kommt doch so eine „Innovation“ gerade zur rechten Zeit. Langzeitfolgen ? Etwa ob sich das auch auf Menschen auswirkt ??? Warum ? Man liebt doch Männer ohne Eier. Ich würde eine Langzeitstudie an Grünen vorschlagen. Abgesehen davon das damit die größten Befürworter eigene Erfahrung sammeln könnten, sind die Grünen wohl auch die jenigen, bei denen an wenigsten zu verderben ist…..

  4. Das ist wohl eher eine Ente, obwohl die buddhistischen Mönche sogar freiwillig ihre Hoden geopfert hatten—–soviel zum unnötigen Schweine-/Rinder-fleisch allenfalls Hühnchen oder Fisch kann man ab und zu mal verdauen ansonsten sieht man so aus und leidet unnötigerweise wie Trump

  5. Sinnvoller wäre es soche Studien an menschlichen Tieren vorzunehmen. Positive Ergebnisse wären ein Segen für diese Erde. Der Vorgehensweise wie im Kommentar von Anton Vogel vorgeschlagen ist absolut zuzustimmen

  6. Nachtrag: Der Buddhismus wurde ja ursprünglich erfunden um die damals überzählige Männerschaft in Klostern unterzubringen—–soviel zu dem eigentlichen/ursprünglichen Ziel der weltweiten Kriege und heute haben wir aber eher Nachwuchsprobleme insbesondere bei der sogenannten „weißen“ Rasse, weil Schweinefleisch nicht nur dummm sondern auch impotent macht—-dummm gelaufen

  7. Meine erste Ahnung, bei diesem Artikel war, die wollen Schweine/ Tiere aus der Retorte.
    Zeitgleich wäre damit eine ‚Regulierung‘ der Menschheit einhergehend.

    Wir, die Älteren, wissen noch, wenn sie einen Ziegenbock, einen Fuchs, einen Dachs, einen Keiler, einen Hirsch, ö. ä. in der Brunst erlegt hatten, wie das Wildbret verarbeitet wird, um geniesbar zu sein.
    DAS wurde aber der Generation Fertigfutter aberzogen. Die wissen nichts mehr.
    Meiner ‚Lieblingsschwester‘, die eine Haushaltsschule besucht hatte, habe ich mal gesagt, sie sollte die rohen Pommes wässern, vor dem Frittieren. Ja, hat sie gemacht, und die nassen Kartoffel in das heisse Öl gegeben – DAS war ein Spaß. LOL.

    Sogar Haifisch kann man nach/mit diversen Methoden geniesbar machen, um das Ammoniak zu entfernen – jede Region macht das anders.

    Wir müssen sehr gut aufpassen, wenn Wissenschaf(f)tler (wie ein ‚Mengele‘) uns gutes tun wollen.
    Auch wenn es Satire sein sollte, was ich nicht glaube (auch wenn Torben die Info aus dritter Hand hat), ist doch bekannt, das DIE uns ‚künstlich‘ erzeugtes Fleisch schmackhaft machen wollen.
    Wenn dazu noch Gene manipuliert werden(können), um die Population auf die 500 Mio. zu reduzieren, bietet sich so eine Vorgehensweise doch an. Gruß Karl

  8. Die Geburtenrate sinkt bis auf die Entwicklungsländern weltweit, weil nur dort die Eltern auf die Einkommen/Kinderarbeit ihrer Kinder angewiesen sind——-soviel zum Hauptziel von Trump/Putin/AfD und zwar: die gezielte Verarmung, damit insbesondere die „Weißen“ wieder auf die Hilfe ihrer Kinder, zum Überleben angewiesen sind, und deshalb wieder hecken wie die Karnickel =diabolismus/Feudalismus 2.0, we shall overcome, Internationale Solidarität

  9. Nachtrag zum Nachtrag: Hier ist der Beweis für die gezielte Verarmung der weltweiten Erdenwürmer durch Trump/Putin/AfD, siehe:

    https://www.breitbart.com/europe/2026/01/18/europeans-threaten-to-hold-up-eu-u-s-trade-deal-boycott-world-cup-over-trump-greenland-tariffs/

    Soviel zu Trumps Zöllen die nicht nur die betroffenen Länder schädigen sondern vor allem die prekären weißen Trump-Wähler mit dem Ziel der Erzwingung von Großfamilien a la Feudalismus/Leibeigenschaft 2.0

  10. In Dänemark treibt der Wahnsinn anderen Höhen entgegen: Um den Klimawandel zu begrenzen werden den Milchkühen dort u.a. der Zusatzstoff 3-nitro-oxy propanol beigemischt, um den Ausstoß von Methan zu verringern. – Folge ist, dass viele Tiere sterben, bzw. krank werden, und insgesamt die Milchleistung der Kühe um ca. 50% sinkt.
    Wie viel von dem „Bovear“Gift in der Milch landet, wird nicht veröffentlicht ;-(

  11. Wenn der Klimawandel zu mehr Kälte führt dann steigen die Heizkosten, deshalb setzt Trump/Putin/AfD auf Öl/Kohle um die prekären Weißen in die Armut zu treiben, damit sie wieder gezwungen sind zu hecken wie die Karnickel—-schön dummm

  12. Jetzt ist aufeinmal wieder Geld da um denen, die ihre Krankenkasse/Rechnung nicht bezahlen konnten zu helfen, siehe:

    https://www.breitbart.com/politics/2026/01/20/trump-says-he-signed-executive-order-to-bring-back-mental-institutions-got-to-get-the-people-off-the-streets/

    Soviel zu dem Republikaner Ronald Reagan der aus Geiz alle Alkoholiker auf die Straße gesetzt hatte, weil deren Behandlung zu teuer war—–wer Trump/AfD wählt ist ein erbärmlicher Geizhals, pfui Teufel

  13. Jetzt geht man den Selbstversorgern an den Kragen, weil die Offenlandhaltung von Hühnern, die Keulungsrate wegen der Vogelgrippe erhöht, siehe:

    https://www.proplanta.de/agrar-nachrichten/tier/welche-lehren-experten-aus-der-vogelgrippe-welle-ziehen_article1768950103.html

    Soviel zur Rettung des perversen weltweiten Profitsystems durch Aufträge für die Pharma-Industrie/Impfung der Hühner gegen Vogelgrippe—–das perverse Profitsystem findet immer einen Weg sich selbst, auf Steuerzahlerkosten zu retten, we shall overcome, Internationale Solidarität

  14. Kann mir mal einer erklären, wie so der Euro mehr Wert ist als der USD, siehe:

    https://www.finanzen.net/devisen/dollarkurs

    Wieso kann sich Trump hinstellen und behaupten, dass seine Wirtschaftspolitik besser ist als die unsere/der EU, wenn seine Währung am abnippeln ist, siehe:

    https://www.breitbart.com/economy/2026/01/21/trump-tells-davos-big-migration-is-bad-economics/

    Soviel zum brainwashing der Trump-Regierung auf die alle Trump-/AfD-Wähler hereinfallen, schön dumm

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