Hinweis: Vortrag von Franz Witsch auf der Jahrestagung der Neue Gesellschaft für Psychologie (NGfP) in Berlin am 7. März 2015 (Bruder u.a. Hg. 2016).
70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz sind Anfänge wieder gemacht. Es wird gemordet, was das Zeug hält, wie damals in der Weimarer Republik, zu Tausenden, heute gegen mutmaßliche Terroristen, mit Hilfe ferngesteuerter Drohnen, von Obama in Auftrag gegeben, Richter und Henker in einem am Rechtsstaat vorbei. Es gehört schon eine gehörige Portion Realitätsverleugnung dazu, Obama nicht einen Mörder zu nennen. Das rechtfertigt nicht einen einzigen Terrorakt. Das stünde im Widerspruch zu einer Analyse, die ausdrücklich nicht im Gut-Böse-Schema tickt, nicht nach dem Prinzip Auge um Auge, Zahn um Zahn verfährt. Dennoch muss klar sein, was der Ausgangspunkt der Analyse ist: Politiker morden und wähnen sich dabei noch auf der Seite der Guten.
Deutsche Politiker leisten Beihilfe zum Mord, wie aus einer Drucksache des Bundestages vom 08.09.10 hervorgeht. Dort erklärt der Bundestag »die Tötung ’feindlicher Kämpfer‘ auch außerhalb von Kampfhandlungen ausdrücklich für zulässig«.[1]
Was sind Politiker nur für Menschen? Es ist sinnlos, mit ihnen zu reden, solange sie ihre Verbrechen nicht einsehen. Dennoch reden wir mit ihnen, mental unfähig, die Vergeblichkeit eines solchen Ansinnens zu begreifen. Das ist eine Art von Realitätsverlust, unzurechnungsfähig. Zu befürchten ist, dass Politiker in ihren Taten bestärkt werden, wenn in Diskussionen nicht klar wird, dass sie kriminell handeln.
Realitätsverluste sind normal, wir erzeugen sie jeden Tag, ohne uns viel dabei zu denken. Ein Beispiel: Der Vorstand der Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP) kritisierte vor einem Jahr in einem Brief an Prof. Dr. Rainer Richter, den Präsidenten der Bundes-Psychotherapeuten-Kammer (BPtK), die Kooperation der BPtK mit der Bundeswehr. Die BPtK bot sich an, vom Krieg traumatisierte Soldaten mental fit zu machen für Kriegseinsätze – eine Ungeheuerlichkeit. In der NGfP erwartete man, dass es zu einer sinnvollen Debatte käme; so etwas zu erwarten, ist schon eine Art von Realitätsverlust: Man verkennt, dass Menschen wie Richter sich nichts dabei denken, Therapeuten für den Krieg zu instrumentalisieren. Sie sind von ihrer mentalen Verfassung her nicht erreichbar.
Die Gedankenlosigkeit ist nicht zufällig, sondern systematisch eingelassen in den Diskurs: Richter, der Adressat, wird im Brief persönlich angesprochen, obwohl er persönlich nicht gemeint ist. Auch ist im Brief nicht die Rede davon, dass Richter mit kriminellen Politikern zusammenarbeitet, um – natürlich – möglichst viele Psychologen zu erreichen, die man gegen ihn in Stellung bringen möchte.
Mit anderen Worten: es geht um Macht gegen das Böse in Gestalt von Richter, nicht darum, ihn als analysierbaren sozialen Sachverhalt ernst zu nehmen, dies auf Kosten der Wahrheit, die im Brief an Richter weniger eine Rolle spielt. Die Wahrheit ist: Richter denkt und handelt kriminell; um sie drückt sich der Brief herum; sodass das wirklich Schlimme ungesagt und damit unkenntlich bleibt.
Problematisch ist nicht die Differenz zwischen Gesagtem und lieber nicht mehr Gesagtem, sondern dass diese Differenz gedankenlos eingelassen ist in den Brief, man die Wahrheit also verschweigt, selbst wenn sie klar zutage träte. Auf diese Weise werden Verdrängungs- und Verleugnungsvorgänge systematisch in den Diskurs eingelassen, bis sie sich irgendwann nicht mehr eingrenzen lassen, wir sie in uns selbst nicht mehr reflektieren; indem wir das wirklich Schlimme gewohnheitsmäßig verschweigen. Damit wird die Lüge normal, dem Leben assimiliert. Wir sehen es jeden Tag: Mord, Folter, Totalüberwachung, Sozialabbau gehören heute ganz normal zum Leben dazu.
In Die Politisierung des Bürgers spreche ich von einer Normalisierung der Störung (Witsch 2009, S. 76ff, 140, 207; Witsch 2013, S. 139f). Grausamkeiten werden dem Denken, Sprechen und Handeln assimiliert. Und der Brief der NGfP trägt dazu bei im Kontext eines Machtkampfes.
Der Analytiker muss wissen, dass es um Macht geht, nicht um Wahrheit, dass Macht und Wahrheit sich ausschließen, Machtkampf und Machtanalytik unvereinbar sind mit unbestechlicher Analyse: Im Machtkampf verliert sich die Analyse im Fahrwasser mentaler Unzurechnungsfähigkeit. Um das zu vermeiden, ist auch auf Kosten der Macht eine realistische Bestandsaufnahme im Hinblick darauf vonnöten, mit welchen Menschen wir es zu tun haben, Menschen wie Richter; sie sind zu allem fähig, gedankenlos und grausam gegen andere. Klaus-Jürgen Bruder würde etwas freundlicher sagen: zur Verantwortungsübernahme nicht in der Lage.
Man erkennt sie weitgehend an ihren Verlautbarungen, die auf eine bestimmte Mentalität verweisen. Diese gilt es zu ergründen aus dem Gesagten heraus. Dazu müssen wir in das hineinhorchen, was Menschen sagen, was wir selbst sagen, um zu ermessen, warum wir regelmäßig aneinander vorbeireden, unzurechnungsfähig, ohne zu gewahren, dass es etwas geben muss, das Diskursteilnehmer verbindet: eine gemeinsame Sache. Um die geht es aber nicht. Die Teilnehmer wollen nicht verbinden, sondern gewinnen, mehr Macht haben auf Kosten der gemeinsamen Sache und damit des anderen.
Ich meine eine Sache, die in den Diskurs eingelassen sein muss, und zwar als etwas, das ihm fremd ist (vgl. Witsch 2013, S. 134, 166; Witsch 2013a, S. 202f), d.h. aber nur: außerhalb seiner selbst angesiedelt sein muss. Gäbe es eine solche Sache, und wäre sie den Diskursteilnehmern bewusst, würden sie einsehen, dass Obama mordet, gemeinsame Werte, sprich: Menschenrechte, mit Füßen tritt, noch dazu im Namen der Menschenrechte, so dass sie ernst gemeint nicht existieren.
Es müsste aber um die Würde des Menschen gehen, seine körperliche Unversehrtheit; sie müsste das Allgemeininteresse repräsentieren, das verbindet, eingelassen in singuläre soziale Strukturen; so auch in politische Auseinandersetzungen. Ein solches Allgemeininteresse ist nicht präsent, es sei denn verlogen. Deshalb bleiben politische Debatten substanzlos.
Das wahrzunehmen, schließt ein, eine Regierung kriminell zu nennen, wenn sie foltern lässt, gezielte Tötungen anordnet, Kriege führt, traumatisierte Soldaten therapeutisch auf den nächsten Kriegseinsatz vorbereitet.[2] Ich stelle fest, dass Gemeinsamkeiten zwischen der NGfP und der BPtK nicht existieren.
Gedankenlos oder unzurechnungsfähig miteinander zu verkehren ist so normal geworden, dass wir es nicht als unzurechnungsfähig wahrnehmen. So sind wir gestrickt: man könnte meinen: wahrnehmungsgestört. Mein Buch trägt nicht zufällig den Untertitel Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Dort versuche ich zu zeigen, dass und warum im Falle von Wahrnehmungsstörungen soziale Strukturen auf der Strecke bleiben. Und so heißt es in der Kurzbeschreibung zu diesem Vortrag denn auch, dass wir ein zurechnungsfähiges Subjekt brauchen, um soziale Strukturen, in die wir unmittelbar und mittelbar involviert sind, jeden Tag aufs Neue zu erzeugen. Schaffen wir das nicht, nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass die psychische Stabilität von immer mehr Menschen aus den Fugen gerät.
Bevor Menschen ihre psychische Stabilität medizinisch indiziert einbüßen, versuchen sie sie zu wahren, notfalls mit Gewalt gegen andere, gegen ausländische Mitbürger, Flüchtlinge, Arbeitslose, Ausgegrenzte aller Art. Das passiert, nett formuliert, gedankenlos, wie Hannah Arendt sagen würde. (Witsch 2013, S. 7-10) Ich möchte hinzufügen: Das Subjekt denkt, spricht und handelt nicht zurechnungsfähig.
Doch was heißt zurechnungsfähig positiv formuliert? Ich meine, Zurechnungsfähigkeit müssen wir uns erarbeiten in einem analytisch-sprachgestützten, interaktiven Kontext. Klaus-Jürgen Bruder sieht im Vorwort zum 4. Teil meines Buches Die Politisierung des Bürgers
»im Sprechen das entscheidende Medium der Psychoanalyse«. Schon Freud, fügt er hinzu, habe »Psychoanalyse dadurch definiert, dass zwei miteinander reden«. Die »Grundstruktur der Beziehung zwischen zwei Subjekten« sei durch das Sprechen vermittelt (Witsch 2013a, S. 8f).
Das schließt ein, dass die Teilnehmer nicht aufhören miteinander zu reden, es sei denn aus nachvollziehbaren Gründen. Nur dann kann von einer intakten Struktur gesprochen werden, ihrerseits getragen von einer zurechnungsfähigen Mentalität, in der Lage, Menschen wahrzunehmen in dem, was sie sagen.
Natürlich ist es möglich, dass Menschen im Tunnelblick unverrückbarer Vorstellungen unentwegt reden, ohne das Geringste zu sagen. Ein Beispiel: Viele verwenden Begriffe wie Kapitalismus oder Gesellschaft, ohne zu wissen, wovon sie reden. Kapitalismus ist für sie gleichbedeutend mit Geldvermehrung oder Gesellschaft kann in einem Satz problemlos durch den Ausdruck soziale Struktur ersetzt werden, ohne dass sich die Bedeutung des Satzes ändert. In (Witsch 2012, S. 24) heißt es dazu sinngemäß: Für den Bürger bedeuten Sätze schon etwas, weil er sie – der deutschen Sprache mächtig – versteht und mit diesem Verstehen etwas verbindet, was in der sozialen und ökonomischen Realität angeblich der Fall sei. Ihr Tunnelblick ist für sie Realität genug, d.h. ihr Innenleben weist keine Verbindung zur äußeren sozialen Realität auf, zu Menschen, wie sie wirklich sind, und schon gar nicht zu einer äußeren gemeinsamen Sache, die verbinden würde, wenn sich die Qualität einer Diskussion oder sozialen Struktur an ihr messen ließe.
Und warum? Der Bürger wähnt das Maß aller Dinge in sich. Er weiß nicht, dass seine Vorstellungen einer äußeren Sache bedürfen, an der sie überprüfbar sind. Die Folge ist eine rechthaberische, unzurechnungsfähige Debatte. Etwas genauer formuliert bemisst der Rechthaber seine Vorstellung über etwas, was in der sozialen Realität der Fall ist, an einer Sache, die in seiner zu überprüfenden Vorstellung, also in ihm selbst, enthalten ist. Die menschliche Würde ist unantastbar könnte eine gemeinsame Sache sein, an der sich dann aber auch das eigene Denken, Sprechen und Handeln messen lassen muss. Ohne ein solches Allgemeininteresse haben wir es in einer politischen Diskussion mit zurechnungsfähigen Teilnehmern nicht zu tun, mit solchen, die wissen, wovon sie reden.
Zuschauer reagieren auf öffentliche politische Debatten gewöhnlich genervt. Sie spüren leider nur, dass etwas nicht stimmt, ohne das Geringste zu begreifen: dass es eine Verbindung zwischen den Teilnehmern einer Debatte geben muss über eine gemeinsame Sache, die darin bestehen sollte, dass die Würde eines Menschen, auch die von Obama, nicht angetastet werden darf. Nur darf dabei nicht unterschlagen werden, dass Obama ein Mörder ist.
Halten wir fest: Zurechnungsfähig denken und reden setzt voraus, die soziale Realität zureichend zu analysieren, sei es, dass man Begriffe wie Menschenwürde, aber auch solche wie Kapitalismus oder Gesellschaft so verwendet, dass sie etwas bedeuten. Gewöhnlich werden sie so verwendet, dass sie alles bedeuten. Bedeuten sie alles, bedeuten sie nichts. So reden die meisten Bürger: ohne festumrissene Sache, die auf ein Ziel oder Soll verweist, an der sich das Gesagte bemessen ließe: nicht zurechnungsfähig, schichtübergreifend.
Der Begriff Gesellschaft könnte ein Allgemeininteresse einschließen, das aber auf Grundrechte verweisen muss, die für jedes beliebiges Subjekt unmittelbar einklagbar sein müssen, um festumrissen und zielorientiert für das Subjekt von praktischer Bedeutung zu sein, eingelassen in soziale Strukturen. Das schließt ein, dass Subjekte zusammen mit ihren sozialen Strukturen zielorientiert nur dann sozialverträglich integriert werden können, bzw. sich integrieren können, wenn sie das, was sie denken, sagen oder machen, an jenem Allgemeininteresse messen, wobei das Allgemeininteresse anerkanntermaßen den gesellschaftlichen Kontext repräsentieren müsste (Witsch 2009, S. 29-44).
Das schließt ferner ein, dass der gesellschaftliche Kontext real nie ohne, sondern nur mit dem Allgemeininteresse existiert; er müsste sich vom Begriff der sozialen Struktur unterscheiden, wenn er real, also nicht nur imaginär existieren soll. Man kann auch sagen: der gesellschaftliche Kontext existiert imaginär, wenn sich soziale Strukturen anmaßen, ihn zu repräsentieren. In einer Gesellschaft, die nur imaginär in der Vorstellung existiert, kämpfen Subjekte mit Hilfe ihrer sozialen Strukturen um die Macht des Ganzen, ohne dass das Ganze real existierte. Dafür geisterte es umso ausgeprägter herum in der Vorstellung des Machtkämpfers/-analytikers. Dabei muss das Allgemeininteresse, um für ein bedürftiges Subjekt von Bedeutung zu sein, in Gestalt unmittelbar einklagbarer Grundrechte existieren, über allen sozialen Strukturen stehen und, das Ganze in ihnen repräsentierend, in jede soziale Struktur, also auch in soziale und ökonomische Analysen und Debatten eingelassen sein, damit diese zurechnungsfähig oder nicht verlogen sind; verlogen wie Obama, wenn er von Menschenrechten spricht; verlogen wie der von der Politik genervte Bürger, der auch nicht zureichend analysiert: hineinhört in das, was er oder andere sagen, ohne es an jenem Allgemeininteresse: die menschliche Würde ist unantastbar, zu orientieren. Das heißt, er betreibt keine Analyse, auch keine Psychoanalyse, die auch immer Selbstanalyse ist. So betrachtet gibt es immer weniger zurechnungsfähiges, resp. sozialverträgliches Denken, Reden und Handeln, schichtübergreifend, Analytiker und Therapeuten eingeschlossen.
Im letzten Satz kommt zum Ausdruck, dass wir es mit inneren, also mentalen, und äußeren Strukturen zu tun haben: Denken ist ein innerer Vorgang zur Erzeugung von Vorstellungen oder Theorien über die soziale Realität, leider mehr schlecht als recht: weitgehend ohne Verbindung zur sozialen Realität, auf die der Bürger real immer weniger Einfluss nimmt, auch wenn er sich gerne vorstellt, dass man Macht ausüben, sprich: Einfluss nehmen könne. Ein Traum ohne Bezug zur Realität.
Um diesen imaginären, gar wahnhaften Bezug zur Realität nicht zu gefährden, darf Kritik nicht zu weit gehen, nicht grundlegend sein. Sie muss sich affirmativ, im Rahmen des Bestehenden bewegen. In diesem Fall ist das Bestehende sich selbst genug ist; es bemisst sich an keiner äußeren Sache, vielmehr an einer solchen, die im Bestehenden selbst enthalten ist, so dass Kritik am Bestehenden nicht grundlegend, nicht bis zur Wurzel vordringen kann. Nur dann würde das Wort Kritik nicht nur deshalb etwas bedeuten, weil es verwendet wird. Das wird vom Bürger übersehen, schichtübergreifend. Er weiß nicht, wie Begriffe oder Theorien entstehen und warum sie etwas bedeuten.
Begriffe und Theorien bedeuten etwas, wenn sie auf eine äußere, gleichsam theorielose Sache, ein Allgemeininteresse, verweisen, das alle Subjekte einschließt, sprich: verbindet mit den realen sozialen und ökonomischen Strukturen, über die jene Begriffe oder Theorien etwas aussagen sollen. Der Ausdruck theorielos bedeutet, dass das Allgemeininteresse nicht oder nur tautologisch begründbar ist: eine sinnvolle Tautologie darstellt (Witsch 2013, S. 132 – 135): wir wollen unmittelbar einklagbare Grundrechte für alle, weil wir sie wollen. Wir wollen keine Todesstrafe ohne Wenn und Aber, selbst wenn Fehlurteile nicht zu befürchten wären.
Ohne eine gleichsam vorstellungslose Sache, die verbindet, bleiben Vorstellungen ohne realen Bezug zur Außenwelt; Rationalisierungen sozialer Strukturen hingen in der Luft; der Bürger bliebe z.B. in der Vorstellung gefangen, dass man überfamiliäre technisch-ökonomische Probleme so verhandeln könne,
»als seien sie mit (…) einer richtigen moralischen Einstellung zu lösen« (Witsch 2012, S. 12); als seien sie lösbar wie familiäre Probleme; als sei das eigene, familiär geprägte Innenleben ins Ökonomische projizierbar: das Ökonomische mit einem (moralisch integren) Innenleben ausgestattet (Witsch 2013, S. 45): als könne der ökonomische Regelmechanismus der Kapitalverwertung (gemeint ist nicht der Marktmechanismus) das Allgemeininteresse repräsentieren, bzw. – frei nach Adam Smith (1723 – 1790) – ein solches hervorbringen. Auf diese Weise werden technisch-ökonomische Kategorien vermoralisiert, anstatt für sich genommen – also unabhängig von einer zufälligen (ethisch-familiären) Moral – kritisiert, so dass gilt: der Kapitalismus (Kapitalverwertung) ist schlecht, nicht zivilisiert, weil Menschen schlecht sind.
Auf diese Weise bemisst der Bürger den Kapitalismus nicht an einer unabhängigen äußeren (familienfremden) Moral, die über ihm steht, vielmehr daran, wie Menschen sich zufällig benehmen: ob sie zu gierig oder zu faul sind, genug Kinder kriegen, etc. Als würde eine gute Moral einen guten Kapitalismus und eine schlechte Moral einen schlechten Kapitalismus hervorbringen. Richtig ist: es wird nur besser für alle, wenn wir den Kapitalismus abschaffen (Witsch 2012, S. 11 – 45; Witsch 2009, S. 86 – 127).
Selbst die Partei »Die Linke« lehnt kapitalkritische Erwägungen ab und zwar auf der Basis eines so verbreiteten wie unzureichenden, weil vermoralisierten Kapitalbegriffs: Linke reduzieren, in Übereinstimmung mit den Interessen der Besitzenden, den Vorgang der Kapitalverwertung auf mehr oder weniger Moral: mehr oder weniger Gewinn, Lohn, Steuern, mehr oder weniger Gier. Und immunisieren dadurch den Kapitalismus vor zu weitgehender Kritik. Sie predigen das Unmögliche: Sozialpolitik in den Grenzen der Kapitalverwertung, in Übereinstimmung mit fast allen Bürgern. Unentwegt redet man sozialpolitische Bemühungen selbst dann schön, unzurechnungsfähig am Realen vorbei, wenn alles schlechter wird.
Die Folgen, am Realen vorbeizudenken, sind fatal: Irgendwann lösen sich mentale Strukturen auf, zusammen mit den soziale Strukturen, ungebremst, mit oder ohne Linke. Hinzu kommt: die Zerstörung sozialer Strukturen wächst in dem Maße, wie der ökonomische Spielraum für immer mehr Menschen immer enger wird, zwangsläufig, weil wir im Kapitalismus leben, und nicht deshalb, weil Griechen über ihre Verhältnisse leben oder Arbeitslose nicht arbeiten wollen, Flüchtlinge ins Land kommen oder Deutsche zu wenig Kinder kriegen.
Solche Aussagen bewirken eines: Menschen werden aufeinandergehetzt. Sie zeugen von kranken und krankmachenden Strukturen, die die analytischen Fähigkeiten des Bürgers zerstören, dadurch seine mentale Stabilität belasten, die er wiederum mit Gewalt gegen andere zu wahren sucht, gegen Arbeitslose, Ausländer, Bettler etc., und schließlich auch mit Krieg gegen andere Länder. Die veröffentlichte Meinung trägt das Ihre dazu bei, dass sich eine Mentalität der Gewaltbereitschaft von oben nach unten durchfrisst.
Die Rolle der Gefühle: Warum Menschen nicht merken, dass sie a-sozial ticken
Kommen wir etwas detaillierter auf die Rolle der Gefühle zu sprechen: Soziale Strukturen zu reproduzieren, setzt mentale Fähigkeiten voraus, die darin bestehen, dass wir ihre Erzeugung innerlich vorwegnehmen, im Projektionsmodus: verpackt in einem Gefühl. Das ist ein iterativer Vorgang, mehr oder weniger sozialverträglich, mehr oder weniger zurechnungsfähig; unzurechnungsfähig, wenn Menschen nicht gewahren, wie asozial sie ticken; Linke und sozial Engagierte eingeschlossen. Sie merken es nicht, weil das Asoziale sich erst im Gefühl und dann in der sprachlichen Form auflöst, in die sie jenes Gefühl projizieren, z.B. wenn von der Notwendigkeit human motivierter Kriege die Rede. Das ist zunächst ein mentaler oder innerer Vorgang, bei dem wir Gefühle in das projizieren, was wir denken: in innere Strukturen, und dann in das, was wir sagen und machen: in äußere Strukturen. So verwenden wir in einem Satz das Wort human nicht sachbezogen, sondern egozentrierend: es löst in uns positive Gefühle aus, die wir in den Satz projizieren, um uns in den Augen anderer und vor uns selbst als besseren Menschen auszuweisen; und übersehen schnell, dass es humane Kriege nicht gibt, es sei denn in unserer Vorstellung, medial angereichert, ohne Bezug zur sozialen Praxis.
Nun drängt sich die Frage auf, was im Inneren eines Menschen vorgeht, damit er nicht merken muss, wie asozial er tickt. Entscheidend ist, dass der Projektionsvorgang ohne äußeren Bezug im Inneren gefangen bleibt: der äußere Bezug, die Voraussetzung für eine sozialverträgliche Mentalität, löst sich auf im Gefühl und der sprachlichen Form, so dass wir auch nicht mehr fühlen, wie asozial wir sind. Nicht dass Gefühle nicht mehr existieren. Das Mitfühlen freilich wird ausgeschaltet, indem es sich in Gefühle der Aggression verwandelt: wir einen Arbeitslosen z.B. Sozialschmarotzer nennen oder sagen: selbst schuld, wieso kriegt er auch seinen Arsch nicht hoch.
In (Witsch 2012, S. 21) beschreibe ich den Projektionsvorgang präziser, ergänzt durch den Vorgang der Gefühlsverschiebung, indem ich sage, dass wir Gegenstände, innere wie äußere, »mit Gefühlen, genauer: mit von Gefühlen kontaminierten Zeichen« besetzen, wobei der besetzte Gegenstand der Begierde sich selbst nicht gleich bleibe, mehr noch, um – wenn es sich anbietet und gesellschaftlich nicht geächtet sei – einem anderen Gegenstand Platz zu machen; z.B. wenn wir den Lebenspartner sexuell betrügen. Dabei finde eine Verschiebung des Gefühls im Objektbezug statt, wobei das Gefühl sich nicht gleichbleibe, so dass wir es verarbeiten müssen, genauer: das, worauf das Gefühl verweist, um es zu bewältigen, mehr oder weniger sozialverträglich, zurechnungsfähig, mehr oder weniger gewalttätig. Wobei alles, sprich: denken, reden und handeln, mit einem Gefühl beginnt, vorweggenommen und verpackt in einem positiven oder negativen Gefühl, z.B. mit einer Vorfreude auf das, was da kommen soll.
Der gesellschaftliche Kontext ist im Fühlen präsent
Ich möchte nunmehr den gesellschaftlichen Kontext ausdrücklicher einbeziehen: Natürlich gibt sich das Subjekt mit einem Gefühl nicht zufrieden; es möchte etwas tun, Einfluss nehmen, Verbindungen erzeugen, Macht ausüben, nicht imaginär, sondern real, noch während es immerzu fühlt. Dabei ist der gesellschaftliche Kontext immer mitgemeint, präsent, noch während das Subjekt Verbindungen generiert, innerlich vorwegnimmt und dann erzeugt: es projiziert Gefühle immer auch in den gesellschaftlichen Kontext, während es denkt, spricht und handelt.
Das passiert, ohne dass das Subjekt das Gesellschaftliche bewusst reflektiert. Das heißt, im Kontext einer Verschiebung des Gefühls im Objektbezug gerät das Subjekt unversehens von der Strukturebene des Sozialen in die Ebene des gesellschaftlichen Kontextes; es denkt und redet über familiäre Sachverhalte wie über gesellschaftliche Sachverhalte; es verschiebt Gefühle weg von der familiären Ebene zur gesellschaftlichen Ebene und umgekehrt. Als wäre die Gesellschaft seine ganz persönliche Familie. Auf diese Weise ist das Gesellschaftliche in jedem gedachten oder geäußerten Satz präsent, als Subtext, als heimliche Botschaft, um gesellschaftliche Konflikte im Vorfeld ihrer Versprachlichung – also innerlich – glattzubügeln und dann im Familiären – sprachlich geäußert – zu entschärfen, wobei das Wort Gesellschaft keine Verwendung finden muss.
Mit anderen Worten: das Subjekt vergesellschaftet (sich) im Kontext von Gefühlsverschiebungen, oftmals zu seinem Leidwesen: spannungsgeladen: mit Gefühlsschwankungen, die das Subjekt glattzubügeln versucht.
Vergeblich: Spannungen entstehen, weil beim Denken, Sprechen und Handeln die Beziehung zwischen Innen und Außen, zwischen Vorstellung und Realität, und damit Innen und Außen als solche sich nicht gleichbleiben: Es entstehen Differenzen zwischen Vorstellung und Realität, die eine analysierbare Beziehung zwischen Vorstellung und Realität einschließt.
Dabei drängen Vorstellungen früher oder später zur Realität – mehr oder weniger zurechnungsfähig, sozialverträglich, zuweilen hochgradig aggressiv. Vorstellungen bleiben also nicht im wortwörtlichen Sinne im Inneren gefangen; schließlich werden sie auch mal ausgesprochen, freilich ohne Bezug zur Realität und doch von dieser irgendwann eingeholt, nachdem sie so lang wie möglich verleugnet oder verdrängt worden ist – konfliktscheu, Innen und Außen kurzschließend: immer mehr Bürger sind immer weniger an einer strukturbildenden Überprüfung ihrer (ausgesprochenen) Vorstellungen interessiert; sie versuchen Überprüfungen gewöhnlich – eine Form von Aggressivität – durch Rechthaberei zu vermeiden; wenn das nicht hilft, mit Gewalt – bis hin zur militärischen Gewalt; und fühlen sich im Recht, eben weil sie das Maß, an dem sie ihre Vorstellungen messen, in sich wähnen, ja fühlen.
Fühlen muss reichen. Das alles, weil sie es nicht gelernt haben, auch immer weniger lernen wollen, mit Spannungen im Kontext von (strukturbildenden) Gefühlsverschiebungen umzugehen.
Es ist aber auch so grundlegend wie fatal, dass der Bürger unbekümmert, d.h. unbewusst, Gefühle von der familiär-privaten weg zur gesellschaftlichen Ebene verschiebt, gesellschaftliche Konflikte wie seine (ganz persönlichen) familiären Konflikte verarbeitet, z.B. wenn er meint, Putin bestrafen zu müssen.
Das Subjekt: gefangen im Tunnelblick seiner Vorstellungen
Hinzu kommt, der Bürger realisiert nicht (bewusst), dass eine Gefühlsverschiebung einen Beziehungswandel hervorbringt; dieser vollzieht sich bei Kleinkindern gewöhnlich undramatisch, so wenn sie sich von der Mutterbrust lösen, um Gefühle fortan auf einen Schnuller zu übertragen (Witsch 2013, S. 70ff).
Halten wir fest: das Subjekt reflektiert den gesellschaftlichen Kontext nicht bewusst; es analysiert und arbeitet ohne zureichenden Gesellschaftsbegriff, wenn es diesen vom Begriff der sozialen Struktur nicht hinreichend unterscheidet; um es mit Klaus-Jürgen Bruder (1982) zu sagen: Es betreibt Psychologie ohne Bewusstsein. Es ist gefangen im Tunnelblick seiner Vorstellung, schließt generell Innen und Außen (Gesellschaft) kurz, so dass der gesellschaftliche Kontext sich auf Gefühle reduziert sieht: Das Subjekt projiziert Gefühle ausschließlich in seine Vorstellung von Gesellschaft und setzt damit krank und krankmachend, unzurechnungsfähig, Gefühl (Vorstellung) und Gesellschaft (Vorgestelltes) gleich; und es überträgt damit private Probleme auf gesellschaftliche Probleme, als sei das Gesellschaftliche seine Privatsphäre, repräsentiert durch Mutti Merkel, wie unsere Mutti mit Gefühlen begabt.
Um zu ermessen, wie unzurechnungsfähig: krank und krankmachend, das ist, müssen wir Sprachanalyse betreiben. Das tun wir, indem wir in Gesagtes hineinhorchen, als habe das Gesagte ein Innenleben in Gestalt geheimer Botschaften zwischen den Zeilen.
Dass das Gesagte (zuweilen peinlich) auf das Innenleben des Sprechers verweist, ist dem Hörer allerdings zu wenig bewusst; es wird verdrängt, abgespalten, zumal wenn das Gesagte unangenehme Spannungen heraufbeschwört. Dann setzt er Innen und Außen gleich, überzeugt, dass das (verinnerlichte) Zeichen seinen (äußeren) Gegenstand eindeutig identifiziert, der dann zwangsläufig zu einem imaginären Gegenstand mutiert – einem solchen, der sich im Gefühl auflöst, was soviel heißt: wir unterschlagen den Objektbezug des Gefühls (Witsch 2009, S. 25): die Externalisierung des Gefühls scheitert, wiewohl sie »zwingend und unvermeidlich« ist: »suchen wir sie nicht bewusst und nachdrücklich, fällt sie irgendwann über uns her« (Witsch 2013, S. 186).
Der Bürger hält übrigens generell, v.a. wenn Konflikte sich aufdrängen, Bedeutungsdifferenzen für vermeidbar, zumal wenn sie Missverständnisse hervorbringen, die dann »bestenfalls als vermeidbarer Makel vorgesehen« sind (Witsch 2012, S. 170) Das zieht den Bürger zwangsläufig ins unzurechnungsfähige und asozial-gewaltträchtige Fahrwasser.
Zu viel Bewusstsein könnte gefährlich sein, also verdrängen, was das Zeug hält
An dieser asozialen Entwicklung sind auch Leute wie Habermas beteiligt, meines Erachtens die gesamte Sozialtheorie. Habermas lässt nicht erkennen, »dass es eine uneinholbare Differenz zwischen Vorstellung und Wirklichkeit gibt« (Witsch 2013a, S. 198), zwischen verinnerlichtem Zeichen und dem, was es bezeichnet, zwischen Gemeintem und Gesagtem. Man müsse, so Habermas, unter bestimmten, nicht hintergehbaren sozialen Kontextbedingungen von einer Identität von Gesagtem (Tatsache) und Gemeintem (Vorstellung) ausgehen; andernfalls sei die Sprechakttheorie nicht zu halten (Witsch 2012, S. 169f). Als gebe es die Sprechakttheorie. Als könne man die Entschlüsselung eines Satzes, also Hermeneutik, zu weit, mit zu viel Bewusstsein betreiben.
Zuviel Bewusstsein könnte unangenehm sein, peinlich anmuten; daher die Neigung, eine Mentalität der Gewaltbereitschaft vor uns selbst zu verbergen, uns z.B. einzureden, dass es humane Kriege geben müsse, im Namen der Menschenrechte, versteht sich.
Wie das mit dem Sich selbst Einreden funktioniert, beschreibt Udo Ulfkotte, ehemals Redakteur der FAZ, in einem Interview.[3] Er gibt zu, über Jahrzehnte nur das Unvermeidliche geschrieben zu haben, entsprechend den informellen Vorgaben von oben. Er schäme sich, dass ihm das erst im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt bewusst geworden sei.
Linke plappern indes auch nur nach, was alle sagen: Vor allem verdrängen sie, dass das Kapital Gemeinsamkeiten nicht zu generieren vermag; schlimmer: Linke, einschließlich Frau Wagenknecht, glauben, dass das Kapital ein Allgemeininteresse repräsentieren könne, als könne es ein solches aus sich selbst heraus generieren, worüber sich übrigens Marx Zeit seines Lebens aufregte.
Um ihre asoziale Dummheit nicht erkennen zu müssen, denken auch Linke, als seien politisch-gesellschaftliche, noch dazu ökonomische Probleme lösbar wie familiäre Probleme, also mit einer guten Moral, als könne man im Rahmen der Kapitalverwertung solidarisch mit den Griechen umgehen, als käme dem Wort Solidarität im Kapitalismus die geringste Bedeutung zu.
Ein fataler Irrtum, mit dem sie technisch-ökonomische Kategorien vermoralisieren; Abstraktionen wie Staat und Gesellschaft werden lediglich versubjektiviert, hypostasiert, wie der frühe Marx richtig erkannte. Ich kenne keinen Linken, der das begreift oder diesbezüglich dazulernen will. Ich fürchte, sie sind geistig versaut, oder wurden versaut – wie die jüngere Generation von unserem kaputten Bildungssystem.
Es ist schlimm: Unzurechnungsfähigkeiten werden systematisch, umfassend und schichtübergreifend erzeugt. Ich möchte ergänzen: Wir transportieren in uns eine kranke Geisteshaltung, dazu angetan, kranke sozial-ökonomische Strukturen aufrechtzuerhalten, bzw. zu legitimieren. Wir ermöglichen auf diese Weise vom Kapital generierte Unsinnsproduktionen wie Krieg, Rüstung, Atomkraft, Autoindustrie, Finanzindustrie (Witsch 2012, S. 102 – 105). Wir vergessen vollkommen, dass Unsinnsproduktionen Menschen nicht ernähren, sondern die Einkommen privilegierter Bürger sowie den Sozialstaat absichern, so dass am Ende gilt: Unsinnsproduktionen – v.a. Kriege – und eine Mentalität der Gewaltbereitschaft sichern den Lebensunteralt privilegierter Bürger, zerstören indes zugleich die Lebensgrundlagen aller.
In der Sprache vermag sich eine zynische Geisteshaltung zu verbergen
Es ist klar, dass das auf Dauer nicht gut geht, dass dabei die Würde des Menschen auf der Strecke bleibt, ein Allgemeininteresse nicht zu repräsentieren vermag. In (Witsch 2009, 2012, 2013, 2013a) bemühe ich mich zu zeigen, dass und auf welche Weise Würde und Kapitalverwertung, bzw. Moral und Mehrwert sich ausschließen. Davon will keiner etwas wissen. Die Folge ist, dass wir uns gegen Kriege, Folter und Drohnenmorde und nicht zuletzt Unsinnsproduktionen nicht ausreichend zur Wehr setzen.
Wir bemühen uns v.a. nicht um eine klare, realitätsgerechte Sprache – gewöhnlich aus machtstrategischen oder -taktischen Gründen. Wir sagen nicht, dass Obama ein Mörder ist. Auch ächten wir den Krieg nicht uneingeschränkt. Selbst die nicht, die gegen Kriege sind. Man sagt, dieser sei unter bestimmten Bedingungen vielleicht doch geboten, v.a. um Völkermorde zu verhindern. Lehre uns die Geschichte nicht, dass man Hitler früher hätte stoppen müssen?
Dummes Zeug. Wahr ist, dass im Kapitalismus Kriege nicht zu vermeiden sind. Diese Zwangsläufigkeit exekutieren wir mental, u.a. indem wir gesellschaftliche Probleme versubjektivieren: auf Gefühle reduzieren, d.h. innen- und außenpolitische Probleme wie private Probleme behandeln.
Einen gerechten Krieg schließen nicht einmal Friedensaktivisten aus; z.B. Konstantin Wecker oder der bekannte Terrorismusexperte Michael Lüders. In dem, was sie (gegen den Krieg) sagen, verschlüsseln sie heimliche Botschaften, die einen gerechten Krieg indirekt rechtfertigen; so wenn Lüders sagt, dass die USA keinen Plan hätten für die Zeit nach dem Krieg. Bedeutet das vielleicht, dass ein Krieg mit Plan legitim ist? Das sagt er nicht wörtlich; auch nimmt er das Wort gerecht nicht in den Mund. Das muss er aber auch nicht. Entscheidend sind Subtexte, die beim Hörer (leider zu spät bei Lüders selbst) ankommen, die wir dem Gesagten, Hannah Arendt würde sagen: gedankenlos, hinzufügen (Witsch 2013, S. 7-10).
Ich deutete es schon an: in Gefühl und Sprache vermag sich eine zynische Mentalität zu verstecken oder aufzulösen, in Worten wie human, die wir mit positiven Gefühlen besetzen, unbewusst, so dass wir nicht gewahren, wie zynisch gut gemeinte Sätze sind. Das zeigt auch der folgende Satz von Konstantin Wecker. Er sagte: Herr Obama, ich spreche ihrem Land die moralische Kompetenz ab, Angriffskriege aus angeblich ethischen Gründen zu führen.
Der Satz ist zynisch, weil er im Umkehrschluss ethische Kompetenz zur Führung von Kriegen und damit gerechte Kriege für möglich hält.
Vielleicht hat Wecker ja Angst, beim Bürgern nicht vermittelbar zu sein. Schließlich möchte dieser sich seinen guten Soldaten, wie er z.B. im Film Der Soldat James Ryan unter der Regie von Steven Spielberg beschrieben wird, nicht vermiesen lassen und transportiert deshalb wie Wecker eine Mentalität, die an das Gute im Menschen glaubt, also an das Gute auch in dem, was Soldaten machen. Sie müssen halt gut sein.
Richtig ist: der Mensch ist weder gut noch schlecht, sondern das, was der Kapitalismus aus ihm macht, einen miesen Charakter, was aber nur heißt, dass die vom Kapital generierten Strukturen gewalt- und kriegsbereite Menschen generieren, womöglich einmal mehr bis zum bitteren Ende, wo das Gutgemeinte umschlägt in Folter, Drohnenmorde, Kriege, Totalüberwachung. Gute Militaristen wie Arnd Pollmann glauben an den guten Soldaten, im Namen der Menschenrechte, nichts als Geschwätz am Realen vorbei.[4]
Was aber läuft falsch im Innenleben des Subjekts, um Menschen wie Pollmann zu ermöglichen – mit der uneingestandenen Aufgabe, eine um sich greifenden Militarisierung sozial-ökonomischer Strukturen zu legitimieren?
Nun, wie jeder normale Mensch differenziert auch der Wissenschaftler nicht zwischen privaten und gesellschaftlichen Problemen, er zieht keinen klaren Schnitt zwischen den Begriffen Gesellschaft und soziale Struktur, in die er seine (inneren) Gefühle projiziert – mit fatalen Folgen: der gesellschaftliche Kontext sieht sich auf Gefühle (das Innenleben) reduziert und existiert damit faktisch nicht, wie sich übrigens gut am Fall Arnulf Baring illustrieren lässt (Witsch 2013, S. 138 – 146). Der fehlende, bzw. nur dem Wort nach existierende gesellschaftliche Kontext wiederum macht mental krank und erhöht nicht zuletzt die Wahrscheinlichkeit psychischer Erkrankungen. Dabei geht es mir nicht so sehr um die Therapie psychischer Krankheiten, sondern grundlegender um Analyse und Freilegung des Kranken und Krankmachenden im normalen Alltag, dem alltäglichen Nahbereich (Witsch 2009, S. 12 – 19).
Anmerkungen
[1] Vgl. Zur Tötung vorgeschlagen. Germain-foreign-policy.de vom 06.01.2015
[2] US-Drohnen töten 1147 Zivilisten bei der Jagd auf 41 Terroristen, DWN vom 27.11. 2014; ergänzend: Egmont R. Koch, Michael Wech, Lizenz zum Töten. Wie Israel seine Feinde liquidiert, ARD-Reportage auf youtube.de vom 04.04.2013
[3] Ken Jebsen (KenFM) im Gespräch mit Dr. Udo Ulfkotte (Gekaufte Journalisten), auf youtube.com vom 04.12.2014.
[4] Arnd Pollmann, Krieg im Namen der Menschenrechte: Ein Ding der Unmöglichkeit? Vortrag auf dem Symposium der NGfP zum Thema Krieg und Frieden am 7./8. März 2014 an der Freien Universität Berlin.
Quellen
Bruder, Klaus-Jürgen u.a. (Hg. 2016). Krieg um die Köpfe. Gießen. Psychosozial-Verlag.
Witsch, Franz (2009). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Erster Teil: Begriff der Teilhabe. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2015).
Witsch, Franz (2012). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Zweiter Teil: Mehrwert und Moral. Norderstedt.
Witsch, Franz (2013). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Dritter Teil: Vom Gefühl zur Moral. Norderstedt.
Witsch, Franz (2013a). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Vierter Teil: Theorie der Gefühle. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2015).
Uff, nun hat der Herr Witsch aber seine Gefühle in die Gesellschaft projiziert.
Aber, Herr Witsch, auch jede Macht scheitert an der Realität, wenn diese die Wahrheit ausblendet.
Ohne wahre Erkenntnis scheitern die Mächtigen wie die Ohnmächtigen.
Und Leute mit ihrem Profil sind gescheitert, selbst wenn diese den Weg durch die Institutionen gegangen sind.
Dabei gibt es durchaus klügere Personen als Sie.
Am Ergebnis ändert das nichts, weil ein einziger Fehler reicht, das gut Gemeinte in sein Gegenteil zu verwandeln.
Lieber Herr Witsch, statt Antworten zugeben, jammern Sie weiter über das Elend der Welt. Ich finde das unwürdig.
Ein Mensch kann seine Würde verlieren aus eigener Schuld und dann verliert er auch die Achtung anderer Menschen.
Und wer wird sich für Terroristen einsetzen? Noch dazu, wenn er weiß, dass er die nicht zum Frieden bewegen kann.
Ich hatte ja bereits schon festgestellt:
Es gibt also heute noch kein hinreichend klares Vorbild für eine zukünftige Ökonomie mit einer Tendenz zur Freiheit in Verantwortung.
Es wird nicht möglich sein, dass der Geist der Erkenntnis im metaphorischen Bild von Feuerzungen über die Menschen kommt und die notwendige Praxis finde ich hier immer noch nicht.
2015. Da führte Selenskyj schon Krieg gegen die eigene Bevölkerung im Donbas.
Und Frau Merkel spielte Mutter Teresa an der österreichischen Grenze und die Gutmenschen warfen mit abgenutzten Teddybären.
Was hat denn die NGfP mit ihren Kongressen bewirkt?
Abends gemeinsam ein Glas Sekt trinken und die Pension genießen?
Dabei hat Herr Dr. Rügemer die desaströse Wirkung der Universitäten doch selbst festgestellt.
Und die Damen und Herren vom antifaschistischen Widerstand sterben langsam aus, wie die Nachrufe zeigen.
Sie waren intensiv bemüht, aber außer Spesen nichts gewesen.
AKADEMIE
Staatliche Universitäten und private Hochschulen sind im Kapitalismus und wie auch in Deutschland staatlich und privat korrumpiert, sind keine Stätten der Wahrheitssuche – deshalb muss sie außerhalb organisiert werden. Daran beteilige ich mich u.a. mit meinen Veröffentlichungen, Veranstaltungen und Stadtführungen (siehe diese Rubriken). Aber es gibt weiteres:
https://werner-ruegemer.de/akademie/
Aber Privatkurse, ist das zielführend?
Krefelder Appell und Berliner Appell.
https://m.youtube.com/watch?v=p2388wekj1i
Lehrer wollen den Frieden erklären.
Ja, wo ist er denn, ich finde den nicht.
Warum geht denn heute keiner mehr auf die Straße?
Weil es nichts bewirkt.
Und so haben auch die Veranstaltungen der NGfP nichts bewirkt.
Dr. Rügemer klärt über BlackRock auf.
https://www.blackrocktribunal.de/2025/04/01/blackrock-germany-die-heimliche-weltmacht-ihre-praktiken-in-deutschland-und-friedrich-merz/
Aber was wird vorgeschlagen?
BlackRock regulieren.
Woanders las ich, enteignen.
Wer soll denn der neue Eigentümer sein?
Und wenn das eine deutsche Regierung macht, dann muss diese wenigstens über eigene Atomwaffen verfügen und braucht Soldaten, die Ramstein besetzen können.
Noch Fragen „Prof. Freud“?
Den Frieden wird es erst geben können, wenn es keinen Kapitalismus, aber auch keine Terroristen mehr gibt.
Nun eine unerwartete Meldung:
https://weltwoche.ch/daily/elon-musk-in-20-jahren-wird-sparen-fuer-die-rente-irrelevant-sein/
Irgendwie hat Elon Musk schon recht, aber dann müssen wir TESLA-Deutschland in Organisationseigentum überführen und die Arbeiter in den USA müssen das in ihrem Land auch machen.
Und die Geflüchteten aus Venezuela sollten lernen wie sie das in ihrem Land umsetzen.
Die Clique um Maduro brauchen sie dazu nicht.
Die Chinesen haben auch ihren eigenen Weg finden müssen und einen Vorteil hat die chinesische Kultur, sie denken langfristig und in Prozessen.
Korrupte Parteiführer verschwinden aber hin und wieder in China. Da sind die tatsächlich konsequent.
Haben Sie deshalb China wieder verlassen?
Was würde Herr Dr. Rügemer zu Ihren Ausflüchten sagen?
Uff, nun hat der Herr Witsch aber seine Gefühle in die Gesellschaft projiziert.
Aber, Herr Witsch, auch jede Macht scheitert an der Realität, wenn diese die Wahrheit ausblendet.
Ohne wahre Erkenntnis scheitern die Mächtigen wie die Ohnmächtigen.
Und Leute mit ihrem Profil sind gescheitert, selbst wenn diese den Weg durch die Institutionen gegangen sind.
Dabei gibt es durchaus klügere Personen als Sie.
Am Ergebnis ändert das nichts, weil ein einziger Fehler reicht, das gut Gemeinte in sein Gegenteil zu verwandeln.
Lieber Herr Witsch, statt Antworten zugeben, jammern Sie weiter über das Elend der Welt. Ich finde das unwürdig.
Ein Mensch kann seine Würde verlieren aus eigener Schuld und dann verliert er auch die Achtung anderer Menschen.
Und wer wird sich für Terroristen einsetzen? Noch dazu, wenn er weiß, dass er die nicht zum Frieden bewegen kann.
Ich hatte ja bereits schon festgestellt, dass es kein Buch geben kann, das die erforderliche neue Ökonomie erzeugt, aber erst die wird es ermöglichen, jene Rollen zum Verschwinden zu bringen, die das Übel hervorrufen.
2015. Da führte Selenskyj schon Krieg gegen die eigene Bevölkerung im Donbas.
Und Frau Merkel spielte Mutter Teresa an der österreichischen Grenze und die Gutmenschen warfen mit abgenutzten Teddybären.
Was hat denn die NGfP mit ihren Kongressen bewirkt?
Abends gemeinsam ein Glas Sekt trinken und die Pension genießen?
Dabei hat Herr Dr. Rügemer die desaströse Wirkung der Universitäten doch selbst festgestellt.
Und die Damen und Herren vom antifaschistischen Widerstand sterben langsam aus, wie die Nachrufe zeigen.
Sie waren intensiv bemüht, aber außer Spesen nichts gewesen.
AKADEMIE
Staatliche Universitäten und private Hochschulen sind im Kapitalismus und wie auch in Deutschland staatlich und privat korrumpiert, sind keine Stätten der Wahrheitssuche – deshalb muss sie außerhalb organisiert werden. Daran beteilige ich mich u.a. mit meinen Veröffentlichungen, Veranstaltungen und Stadtführungen (siehe diese Rubriken). Aber es gibt weiteres:
https://werner-ruegemer.de/akademie/
Aber Privatkurse, ist das zielführend?
Krefelder Appell und Berliner Appell.
https://m.youtube.com/watch?v=p2388wekj1i
Lehrer wollen den Frieden erklären.
Ja, wo ist er denn, ich finde den nicht.
Warum geht denn heute keiner mehr auf die Straße?
Weil es nichts bewirkt.
Und so haben auch die Veranstaltungen der NGfP nichts bewirkt.
Dr. Rügemer klärt über BlackRock auf.
https://www.blackrocktribunal.de/2025/04/01/blackrock-germany-die-heimliche-weltmacht-ihre-praktiken-in-deutschland-und-friedrich-merz/
Aber was wird vorgeschlagen?
BlackRock regulieren.
Woanders las ich, enteignen.
Wer soll denn der neue Eigentümer sein?
Und wenn das eine deutsche Regierung macht, dann muss diese wenigstens über eigene Atomwaffen verfügen und braucht Soldaten, die Ramstein besetzen können.
Noch Fragen „Prof. Freud“?
Den Frieden wird es erst geben können, wenn es keinen Kapitalismus, aber auch keine Terroristen mehr gibt.
Nun eine unerwartete Meldung:
https://weltwoche.ch/daily/elon-musk-in-20-jahren-wird-sparen-fuer-die-rente-irrelevant-sein/
Irgendwie hat Elon Musk schon recht, aber dann müssen wir TESLA-Deutschland in Organisationseigentum überführen und die Arbeiter in den USA müssen das in ihrem Land auch machen.
Und die Geflüchteten aus Venezuela sollten lernen wie sie das in ihrem Land umsetzen.
Die Clique um Maduro brauchen sie dazu nicht.
Die Chinesen haben auch ihren eigenen Weg finden müssen und einen Vorteil hat die chinesische Kultur, sie denken langfristig und in Prozessen.
Korrupte Parteiführer verschwinden aber hin und wieder in China. Da sind die tatsächlich konsequent.
Haben Sie deshalb China wieder verlassen?
Was würde Herr Dr. Rügemer zu Ihren Ausflüchten sagen?
Eine freie Wirtschaft hat die Welt nie gesehen!
Nach Handels-, dann Industrie- und schließlich Finanzkapitalismus ist die heutige Welt im Kartell-und Staats-Kapitalismus angelangt.
„Die (heutigen) Mächte des Finanzkapitals hatten ein anders, weit gestecktes Ziel, und zwar kein geringeres als die Errichtung eines Systems der weltweiten Finanzkontrolle in privaten Händen, das in der Lage wäre,das politische System eines jeden Landes und die Weltwirtschaft in Gänze zu beherrschen.“ Caroll Quigley 1966 Tragödie und Hoffnung
Jetzt kommt die globale Personen-ID und digitale Währung, damit ist der schleichende Totalitarismus so gut wie am Ziel.
Nach Ayn Rand wäre aber das Prinzip des „ehrlichen Kaufmanns“ das Friedensrezept des globalen freien Handels, das keine Militiärs und Polizei benötigte, oder nur kurzzeitig, da jeder Mensch eine Kauffrau-oder mann wäre, die Handel wollen und keinen Krieg, eben einfach Diplomaten sind.
Solange sich aber das Finanzsystem in den Händen, letztlich krimineller Massenmörder, einiger weniger befindet und die Geld aus dem Nichts schöpfen können wird die Erdbevölkerung wohl für die nächsten tausenden von Jahren in das Zeitalter der Eloi, die ein banales, bequemes Leben auf der Erdoberfläche führen und die Morlocks, die unter der Erde leben, Maschinen pflegen und die Eloi mit Nahrung, Kleidung und Inventar versorgen,eintreten.
Und alle die wie Erich Fromm „Wege aus einer kranken Gesellschaft“ den Kommunismus und Sozialismus mit Planwirtschaft und dem kollektivistischen Mist kommen haben nichts begriffen.
Die Psychologen des Tavistock-Institut sind nicht dafür da die Seele des Einzelnen zu beruhigen sondern ganz im Gegenteil, sie zu zerstören.
Mal kurz zuaammengefasst:
Der Staat ist eine Modalität des Organisierten Verbrechens.
Dummer Weise führt immer ein viel zu kurzer Weg vom Haarespalten zum Schädelspalten.
Die weltweiten Unsinnsproduktionen/perverse Profitsystem zerstört nicht nur die Lebensgrundlagen sondern auch die psychisch/physische Gesundheit/Lebenserwartung, dabei versucht man u.a. die exorbitant gestiegenen Alzheimer-/Parkinson-Erkrankungen, allein auf biochemische Prozesse zu reduzieren um gezielt die Nachteile des perversen Profitsystems/Kapitalismus auf die Seele/unbewusste Nervensystem zu verheimlichen, nun, man kann seine eigene Generation/sich selbst täuschen/betrügen aber die heutige Jugend/Generation Z wird nicht zulassen, dass um 2050 nur noch durchschnittlich 5°C als Tageshöchsttemperatur zu erwarten sind, weil der Golfstrom wegen der Schmelzung der Eispole versiegt, denn die heutige Generation ist dann der dumme, egal ob die Klimaerwärmung durch die weltweiten Unsinnsproduktionen entstanden ist oder nicht, die weltweiten Unsinnsproduktionen werden eingestellt, schon allein wegen der Absatzkrisen/Weltwirtschaftskrise, dumm gelaufen für die Nazis/Kapitaleigner/Kapitalismusfreunde/Kriegstreiber—–we shall overcome! Internationale Solidarität!
Der Staat in den Händen der Plutokratie ist das Problem.
Die Konzerne übernehmen ja nicht erst jetzt staatliche Aufgaben. Bertelsmann ist ein Konzern, der mit seiner Stiftung massgeblich deutsche Politik beeinflusst.
Herr Witsch redet vom notwendigen Bewusstsein der Massen und hat selbst ein falsches Bewusstsein.
Wenn es aber ein Staat der Bürger sein soll, dann müssen diese Bürger eben andere Qualitäten vorweisen als heute die Masse.
Kann man erwarten, dass ein Konzernboss freiwillig die Macht abgibt?
Das würde auch der Herr Witsch nicht machen, wenn er Chef von TESLA und SPACE X wäre oder den Krieg der Ukraine durch seine Satelittenaufklärung und Kommunikation ermöglichen könnte.
Die Konzerne haben sich das Geld ja bei den Bürgern geholt, indem die Banken die Aktien verkauft haben. Es gibt doch keine besseres Produkt als ein Stück Papier, dasss man immer wieder mit einem Preisaufschlag für die Banken verkaufen kann. Der Eigentümer einer Aktie hat einen Rechtstitel erworben mit unsicherem Ausgang. Eigentümer der Produktionsmittel ist er nicht und nur die Großaktionäre haben etwas zu sagen. Wer sein Geld BlackRock gibt, ist selber schuld. Niemand zwingt ihn dazu, nur die eigene Gier.
Die Kursanstiege der Aktien im virtuellen Finanzmarkt sind eigentlich der größte Inflationstreiber. Wer also will, dass die Werktätigen eine Aktienrente ansparen, der füttert die Macht von BlackRock.
Also müsste ein souveränes Volk die Börse schließen, die Konzerne den Beschäftigten übergeben und einen freien Markt schaffen, wo die Konzerne keine Marktmacht mehr ausüben können.
Tatsächlich muss die Kontrolle des Geldes dann durch die möglich sein, die das Geld tatsächlich erarbeiten.
Herr Witsch gehört offensichtlich nicht dazu und kein einziger Professor jenseits der der Naturwissenschaften und technlologischen Wissenschaften tragen zur Wertschöpfung bei.
Die aber lehren nicht für das Volk, sondern für die Konzerne.
Die Wahrheit ist für die deutsche Friedensbewegung vernichtend, sie haben nie etwas durchsetzen können. Und das hat mich schon immer geärgert. Aber Sie bekommen keine Antwort etwa von Prof. Mausfeld oder den Juristen, die den Frieden wollen.
Die Drohnenflüge, die von Ramstein gesteuert werden, da hatte schon jemand geklagt, aber der Kläger hat kein Recht bekommen.
Deshalb muss ein freies Volk sein Recht selbst setzen können.
Die Bürger müssen aber auch die Macht über die Wirtschaft haben.
Die Tech-Milliardäre haben längst einen anderen Plan. Denen ist es zu teuer, in Menschen zu investieren.
https://www.deltacomputer.com/nvidia-dgx-h200-1128gb.html
Eine einzige GPU zieht etwa 600 bis 700 W Strom bei 12 V, das ist also ein Strom mit mindestens 50 A. Und 4 bis 8 solcher GPUs sind in einem Rechner verbaut.
Eine solcher Prozessor kostent um die 33000 € und es werden ganze Serverfarmen errichtet, weltweit, am meisten in den USA.
Peter Thiel und Palantir haben schon jetzt alle Daten, was über Paypal läuft und was andere Datenkraken verkaufen.
Wenn das wirklich funktionieren wird, was diese Leute planen, was werden die Mächtigen dann mit Leuten wie Herrn Witsch machen?
Vielleicht eine Zwangsimpfung, die WHO will das ja heute schon so haben.
Das Brutto-Jahreseinkommen von Herrn Witsch und sogar von den vielen, die wirklich arbeiten, das liegt oft unterhalb dessen, was eine einzige GPU von NVidia kostet.
Der Median der Jahres-Bruttoeinkommen liegt in Deutschland bei Vollzeit je nach Ort zwischen 48000 bis maximal 60000 €. Netto ist das dann so um die Hälfte.
Die SPD geht wieder auf Bauernfang. Erbschaftssteuer. Erstens betrifft das nicht Konzerne, die zahlen eh kaum Steuern und zweitens ändert man damit das System nicht.
Also gehört sogar die PdL zu den Idioten, die immer noch nicht sagen können, wie sie den Kapitalismus überwinden wollen.
Wer also den Bürgern Sand in die Augen streut, der ist mitschuldig, wenn Deutschland nicht bereit wird, sich zu emanzipieren.
Wer glaubt, mit Petitionen und Demonstrationen die Politik und die Machtverhältnisse verändern zu können, der hat einen Dachschaden.
Auch wer die Märchen vom Klimatod nacherzählt.
Solange die Erdachse sich nicht verändert, wird an den Polen im Winter das Eis immer anwachsen und das Meer zufrieren, vielleicht eben nicht mehr vollständig.
Und die Bewohner Grönlands oder im hohen Norden Europas leben schon immer mit Temparaturen sehr weit unter dem Gefrierpunkt, während andere in den Wüsten schon immer mit über 40° C auskommen mussten. Papageien, die nachplappern, die denken nicht.
Wer sich selbst nicht helfen kann, wird nicht durch internationale Solidarität gerettet werden. Erst freie Völker können dann untereinander Solidarität üben.
China und Russland werden keinen Atomkrieg wegen Venezuela oder Kuba beginnen, so wie die USA den Krieg in der Ukraine unterhalb der atomaren Schwelle gehalten haben.
Wer sich nicht wehrt, weil der Verrat in den eigenen Reihen schon stattgefunden hat, dem wird auch von außen nicht geholfen werden. Das ist offiziell schon so in Russland mitgeteilt worden.
Fremde Geheimdienste sind zwar bei einem Regimechange immer eingebunden, aber ein Regimechange zugunsten fremder Mächte führt zu keinem freien Volk und hat noch nie zu einer Demokratie geführt. Ein Regimechange wechselt nur Eliten und die Propagandisten aus, ändert kein System.
Der Verrat der Sozialdemokratie ist nun mal dadurch verursacht, dass die Monopole die Parteiführer korrumpieren, aber das geht vorwiegend verdeckt über den Staat, über die Parteienfinanzierung durch den Staat und ebenso deren Stiftungen. Und das ist bei allen Parteien so.
Der Oohnmachtszustand in Deutschland, daran haben alle schuld, die behaupten, Linke Politik für die Werktätigen zu machen und die Grünen waren die schlimmsten, die wollten gleich die ganze Welt retten. Aber die Angst dafür haben schon Leute für El Gore gesorgt.
Nur komisch, Obama ist mit Familie nach dem Amt auf eine Insel im Meer gezogen.
Die Generation Z wird gar nichts bewirken, die haben bestenfalls einen großen Rand und wollen möglichts wenig arbeiten.
Bei solchen Eltern im Beamten- und/oder Vasallenstatus ist das schlicht unmöglich.
Jedes Gerät, das mit dem Internet verbunden ist, hat schon eigene Kennungen. Ihre Kontonummer ist auch eine digitale ID und ob ein VPN-Dienst sie wirklich schützen kann, das können Sie gar nicht prüfen.
Wenn also Kontrolle umfassend möglich ist, dann sollten die Bürger darüber bestimmen, für was die Kontrollmöglichkeiten genutzt werden.
Kommen wird das, weil es längst begonnen hat und Maschinenstürmer hatten schon früher keinen Erfolg.
Und wer kauft denn den meisten Unsinn, Hauptsache billig: Das machen die Leute doch freiwillig oder wenn der Staat Subventionen zahlt. Da fängt es mit dem nicht vorhandenen Bewusstsein doch schon an.
Natürlich muss der Bürger als Konsument auch Verantwortung übernehmen, aber nicht gegenüber falschen Priestern und Pseudo-Religionen. Er muss auch lernen, als Produzent und Investor Verantwortung zu übernehmen. Deshalb kaufe ich keine Aktien, obwohl ich das könnte.
Und als politischer Bürger muss er lernen, das notwendige Recht zu setzen und durchzusetzen, kleiner geht es nicht.
Nachtrag: Kriegsrecht in Israel/Russland/Ukraine usw. Und die Trump-Regierung ist auch dabei in den USA einen Bürgerkrieg/Kriegsrecht zu organisieren, damit die Wahl im November’26/midterms ausfällt, siehe:
https://www.breitbart.com/clips/2026/01/13/warner-were-talking-about-irans-regime-falling-our-own-democracy-up-for-grabs/
Soviel zur weltweiten französischen Konterrevolution 2.0 zur Wiedereinführung des Feudalismus, dann dreht sich die Sonne wieder um den Vatikan, diabolismus 2.0, pfui Teufel
Nanu, aufeinmal erkennen die Kapitalisten, dass die systemimmanente Manipulierung der eigenen Nachzucht insbesondere durch social media/ki usw. auch gravierende Nachteile für die eigene Gen-Verbreitung hat, weil social media/ki Anleitungen zum Selbstmord geben und schon unzählige Jugendliche auf dem Gewissen haben, siehe:
https://www.breitbart.com/tech/2026/01/16/australia-says-4-7-million-accounts-removed-after-ban-on-social-media-for-children/
Soviel zu dem halbherzigen Feigenblatt eines socialmedia-Verbot für unter 16jährige, denn ohne eine Systemänderung des perversen Profitsystems bleibt die eigene Nachzucht in Gefahr und die Gen-Verbreitung durch Nachzucht eine Illusion—–dummm gelaufen für die Nazis/kapitalismusfreunde
Die deutsche Kultur/Tradition forciert eine hohe Erwartungshaltung/Erfüllungsdruck, der zu Überforderung und mentaler Erschöpfung führt, siehe:
«Sie sehen Körperbilder, Glücks- und Zufriedenheitsideale, die kaum erfüllt werden können. Das erhöht das Stresslevel und kann die Ausprägung psychischer Erkrankungen vertiefen.»
https://www.proplanta.de/agrar-nachrichten/verbraucher/angst-und-panik-bei-teenagern-das-erbe-der-corona-pandemie_article1768718982.html
Soviel zum Buddhismus der nicht ohne Grund von den chinesischen Maximalinskys verboten wurde, weil er die tierische Rivalität/Wett-/Konkurrenz-Kampf usw. als Ursache für alle Psychosen/Angst-/Panikattacken entlarvt und erfolgreich dagegen steuert, we shall overcome, Internationale Solidarität