»Massenpsychologie und Ich-Analyse« (Freud) oder wenn der Wahn die Massen ergreift. 11. Teil.

2025 06 17 sigmund freudAllgemeiner Hinweis: Der folgende Text ist die 1. Version des 11. Teils einer Reihe von Texten, die nach und nach im Vordruck auf QPress.de in eine »Einführung in die Kritik der Psychoanalyse im Kontext des alltäglichen Nahbereichs« eingehen sollen. Die Kritik insgesamt wird Ende 2027 in drei Bänden erscheinen. Die bisherigen Teile sind im Quellverzeichnis aufgeführt.

E11 Exkurs: Bürger transportieren in sich einen Gesellschaftsbegriff, durch den hindurch sie ihr eigenes Grab schaufeln

Es sind die in (E10 Witsch 2025/12/01) beschriebenen Zusammenhänge, resp. die Verbindung des Subjekts zum gesellschaftlichen Ganzen, die Freud als auch die heutige Psychoanalyse (oder Sozialtheorie) nicht zu Ende denken oder nicht hinreichend reflektieren. Wie das vor sich geht, hat Freud methodisch vorexerziert: er interessiert sich für die soziale Umgebung, in die marxistische ökonomische Kategorien der Kapitalverwertung[1] sozialunverträglich eingelassen sind, nicht hinreichend. Im Zusammenhang damit und darüber hinaus müsste Freud gewahren, dass das Subjekt, wie in (E10) dargestellt, in jeder Sekunde seines Lebens in sich die Verbindung zur sozialen Umgebung bis hin zur Gesellschaft kommunikativ – signal- oder sprachgestützt, aber auch mit Hilfe der Kunst – erzeugt[2] und damit gewissermaßen für alle Menschen in der Gesellschaft spricht, vor allem aber jene Verbindung in sich fühlt, als repräsentiere das Subjekt mit seiner emotional hochgradig besetzten Verbindung ein Allgemeininteresse, welches dann selbige Gesellschaft repräsentieren würde – so in der Art »L’état, c’est moi« (Der Staat, das bin ich).

Wir haben es hier zu tun mit einer mentalen Disposition des Subjekts, die sich zwangsläufig einstellt, wenn es fühlt, denkt und spricht, und zwar in dem Augenblick, wenn es sich mit »seinen« sozialen Umgebungen – dem konfliktträchtig Realen – existenziell konfrontiert fühlt, wobei negative Gefühle zwangsläufig in ihm entstehen, die das leidende Subjekt für gewöhnlich sozialunverträglich entsorgt, bzw. am Sündenbock abreagiert, um sich Genugtuung zu verschaffen zur Abschwächung seines Leidensdruck, selbstgerecht bis zu einem Punkt, wo es diesen buchstäblich nicht mehr spürt, sodass es die Schuldfrage hinsichtlich des ursprünglichen Konflikts abschließend für geklärt erachtet und für eine Problematisierung desselben nicht mehr erreichbar ist. Natürlich moralisch motiviert, Moral (für Freiheit und Demokratie) missbrauchend. So funktioniert Verdrängung. Auf diese Weise verdrängt oder leugnet der Westen, dass auch er maßgeblich verantwortlich zeichnet für den Ukrainekrieg.

Damit Verdrängungen erfolgreich sind, braucht es Sündenböcke, die, wenn sie auf natürliche Weise sich nicht ergeben, zu inszenieren sind, um sie ggf. als »Gespenst« im Innenleben« vorzuhalten[3], nicht zuletzt um von der eigenen diskursiven Verantwortung zur Beilegung von Konflikten abzulenken; als möchte man meinen, ein paradiesisches Innenleben in Verbindung zu einer ebenso paradiesischen Realität (ohne Konflikte) sei möglich, wenn es nur nicht so viele Straftäter gebe oder der Mensch nicht von Natur aus böse oder ein Sünder wäre. Die einen mehr, die anderen weniger, versteht sich.

Wobei es in diesem Zusammenhang methodisch zwei Arten von Diskursen oder Debatten gibt: die eine (1) ist kritisch wirklichkeits- oder systemimmanent unterwegs; sie lässt die soziale Realität unberührt und weigert sich, vom Apfel der Erkenntnis zu naschen, sodass Konflikte unverarbeitet immerzu weiterschwelen. Und zwar genau dann, wenn die in soziale Realitäten eingelassenen ökonomischen Kategorien in die Kritik nicht einbezogen werden; während man mit der anderen Art (2) – wenn auch nicht immer hinreichend – bemüht ist, selbige Kategorien grundlegender einzubeziehen, ohne dabei – und das bleibt für gewöhnlich außen vor – die Verbindung, die ein einzelnes Subjekt zum sozialen bis hin zum gesellschaftlichen Ganzen (im Innenleben) unterhält, aus den Augen zu verlieren. Nur dann sehe sich das Innenleben so kritisch wie wirksam einbezogen.

An dieser Stelle fühlen sich Menschen allerdings schnell überfordert, sie blocken Diskussionen mit offenem Ausgang instinktiv ab, bzw. verdrängen oder leugnen selbstgerecht eigene Verantwortlichkeiten zur Beilegung von Konflikten oder Gesichtspunkte, die nicht in ihr Weltbild passen, so ich das immer wieder im von mir initiierten Diskussionsforum »Offener Verteiler« (OV) erlebe; etwa bei Gerhard Kramm, den ich in einem kurzen Beitrag für den Offenen Verteiler einen »diskursunfähigen Vollidioten« genannt habe (vgl. die Beiträge in OV307).

Weit schlimmer erleben wir jene Diskurs-Unfähigkeit allerdings Tag für Tag in den sogenannten seriösen Leitmedien: Nicht der Westen wolle gegen Russland Krieg führen, nein, der Russe will es, um das einstige Sowjet-Imperium der UDSSR durch Eroberungen einstiger Sowjet-Republiken wiederauferstehen zu lassen.

Entsprechend verzerrt deutet man in den Leitmedien eine Aussage von Putin, wonach »der Zusammenbruch der UDSSR die größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts gewesen sei« (DtFunk 2016/12/25). Und ignoriert geradezu zwanghaft im »Modus psychischer Äquivalenz«[4], dass man diesen Satz nicht als »populistische Nostalgieanwandlung« (Mdr 2022/09/01) verstehen muss, sondern schlicht als mentale Zustandsbeschreibung, aus der keine Eroberungsgelüste folgen müssen, so als glaube Putin als zumindest ehemaliger Marxist tatsächlich, dass Geschichte sich wiederholen lasse. Im Sinne einer Farce sehr wohl, wie Marx sagt.

Tatsächlich will man Putin nur zum ewigen Feind der Menschheit stilisieren.[5] Um von Problemen im eigenen Land und in der EU abzulenken, macht man ihn zum Sündenbock, der für alles, was im Leben oder der der (eigenen) Welt »schiefläuft«, herhalten muss. Bürger sind größtenteils mental so disponiert, dass Sündenbockphilosophien grundlegend auf zerstörerische Weise in soziale Strukturen oder Beziehungen injiziert eingelassen sind, noch ohne dass das leidende Subjekt es auch nur ahnt, dass es mit diesen Philosophien nicht nur eigene soziale Strukturen, sondern das gesellschaftliche Ganze zerstört, so wie man es idealtypisch in der Nazi-Zeit erleben musste. Und zwar genau dann, wenn das Subjekt die familiär-soziale Struktur, in die es konfliktträchtig involviert, in das gesellschaftliche Ganze projiziert. In diesem Fall identifiziert es seine besondere (ganz private) soziale Struktur, bzw. seine mit ihr verknüpften Befindlichkeiten (Gefühle), mit dem gesellschaftlichen Ganzen (Allgemeinen) und zwar, wie oben gesagt, im Modus psychischer Äquivalenz.

Das heißt, es identifiziert sein mit Gefühlen aufgeladenes singuläres Interesse »krankhaft oder mental gestört« mit dem Allgemeininteresse, welches dann das gesellschaftliche Ganze repräsentiert, sodass dieses sich auf Gefühle reduziert sieht, etwa auf das Mitgefühl mit einem entführten Kind, sodass Folter gegen einen Kindesentführer allgemein gerechtfertigt erscheint; krankhaft deshalb, weil im Sinne eines Allgemeininteresses, dem wir uns unterwerfen müssen, um nicht in den Verdacht zu geraten, kein Mitgefühl mit einem unschuldigen Kind zu haben oder gegen Sicherheitsinteressen der Allgemeinheit zu verstoßen.

Indes lässt es die sozialen Strukturen nicht unberührt, wenn Menschen ihre verschiedenen besonderen Interessen in sich transportieren, die sich zwangsläufig im Kontext allgemein wachsender Spannungen in der Welt im Modus »Teilen und herrschen« gegeneinander in Stellung bringen lassen – wie gesagt hoch emotionalisiert bis hin zu einem Kampf »jeder gegen jeden«. In diesem Kontext verkomme

»Kritik zu einer pseudo-moralischen Veranstaltung, zu einem moralischen Kampfplatz« (Wieczorek 2009, S. 27), »in dem die Verantwortung des Einzelnen nicht mehr problematisierbar ist. In diesem Fall verselbständigen sich moralische Argumente, um sich ’bei Bedarf‘ der weiteren kritischen (ethischen) Auseinandersetzung zu entziehen« (aaO, S. 71).

Und das umso sozialunverträglicher in einem sozial-ökonomischen Kontext, in dem der ökonomische Spielraum von immer mehr Menschen immer enger wird. Eine solche Politik wird von der Merz-Regierung zurzeit ganz bewusst und ausdrücklich befördert, um dem Bürger schon im Ansatz das Maul zu stopfen. Hier sind sich Klingbeil (SPD) und Merz (CDU) einig. In einem RtDe-Artikel heißt es: Beide setzen

»auf die Senkung des Lebensstandards in Deutschland. Merz will Deutschlands internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Unter gleichbleibenden Voraussetzungen, das heißt hohen Energiepreisen durch den Boykott russischer Energieträger sowie einem schwierigen geopolitischen Umfeld, bleiben als Möglichkeit nur Lohnsenkungen übrig, will man wie Merz an der Exportorientierung Deutschlands festhalten« (RtDe 2025/12/19). Merz wörtlich auf dem CDU-Landesparteitag: »Wir leben seit Jahren über unsere Verhältnisse«. Er sprach »von einem »Epochenbruch« (Welt.de 2025/09/01).

Der Bürger, strukturell desinteressiert (verblödet), begreift nicht, was er sagt, wenn er von »Gesellschaft« spricht

Nun lässt sich der »Kampf jeder gegen jeden« in den sozialen Strukturen durchaus auf ein Kampf der Nationen um Marktanteile industrieller Ressourcen und Rohstoff-Reserven übertragen; das eine bedingt das andere, sodass das gesellschaftliche Ganze sowie familiäre wie überfamiliäre Strukturen (Institutionen) beschleunigt in die Auflösung getrieben werden. So erleben wir es in der EU. Sie hat sich hausgemacht beschleunigt auf den Weg in die Selbstauflösung begeben. Ungarn könnte deshalb irgendwann einen Austritt aus der EU in Erwägung ziehen, nämlich »wenn es für Ungarn vorteilhafter ist, sich außerhalb als innerhalb der Union zu befinden« (AAlg 2025/12/17). Sollte das tatsächlich geschehen, könnten andere Länder (Slowakei, Tschechien) den Mut aufbringen, dem Beispiel zu folgen, namentlich Länder, in denen Rechtspopulisten die Regierungsgeschäfte übernommen haben, so in Österreich mit Herbert Kickl, in Frankreich mit Marine le Pen oder in Deutschland mit Alice Weidel.

So gesehen frisst sich der Auflösungsprozess von ganz unten, den Bürgern, nach ganz oben, zum globalen Ganzen, durch, wird aber auch von oben, den globalen Eliten, dem Innenleben des Bürgers appliziert, sodass dieser schichtübergreifend zum sozialen Analphabeten mutiert und damit seine sozialen Strukturen zwangsläufig, gewissermaßen im Auftrag der herrschenden Eliten, in Mitleidenschaft gezogen werden, die auf diese Weise in der Lage sind, Bürger effektiver zu kontrollieren, ihren Herrschaftsinteressen unterzuordnen; noch dazu im Windschatten von Rührseligkeiten unserer Kulturträger, wenn sie sich um die Verlierer der Gesellschaft geradezu rührselig bemühen, etwa indem sie, zum Beispiel Paul Breitner, Tafeln für arme Menschen einrichtet. Und man darauf aufmerksam macht – so viel Kritik darf sein! –, dass es mittlerweile zu wenig Tafeln und Spenden gibt, sodass das System im Windschatten einer solchen Kritik umso grausamer eine Politik der Verelendung durchsetzen kann.

Man könnte so etwas Diana- oder Toni Kroos-Syndrom nennen. Schließlich kümmert sich Fußball-Star Toni Kroos rührend um krebskranke Kinder; er zu diesem Zweck eine Stiftung gegründet hat etc. Gleichwohl mag man Toni Kroos zurecht hoch anrechnen, wenn er totkranken Kindern mit seiner Existenz eine Freude bereitet. Richtig ist aber auch, dass Gefühle zu Herrschaftszwecken missbraucht werden können und für gewöhnlich missbraucht werden. Und Leute wie Kroos nicht begreifen, dass sie sich dafür hergeben, nicht merken, dass sie nicht wissen, was sie da tun. Kroos reflektiert diesen mental-sozialen Sachverhalt nicht. Täten er es, könnte es durchaus sein, dass er reiche Spender verprellt.

In dieser unübersichtlichen sozialen Gemengelage ist dem Bürger kaum begreiflich zu machen, und das nenne ich strukturell desinteressiert (verblödet), dass er sein eigenes Grab schaufelt; zumal mit einer Träne im Knopfloch für alle Verlierer dieser Welt. So ich den Untergang des gesellschaftlichen Ganzen im »Ersten Gespräch vor der Kamera« (Witsch/ Kahrs 2022/04/30, ab Min. 75) vorgezeichnet sehe, zu dem der Bürger – frei nach Adorno – in jeder Sekunde seines Lebens eine Verbindung in sich generiert und transportiert. Er kennt und verwendet das Wort »Gesellschaft« im Gegenstandsbezug, weist ihr körperliche Eigenschaften zu, das heißt, ohne das Wort »Gesellschaft« begrifflich – auf der Beziehungsebene – zu bestimmen: ohne zu begreifen, wovon die Rede ist, wenn er das Wort »Gesellschaft« verwendet. Sie, bzw. die sozialen Strukturen in ihr, setzt nämlich weitgehend intakte Beziehungen, resp. Beziehungs- und Konfliktfähigkeiten der Bürger voraus, um nicht zugrunde zu gehen. Beziehungsfähigkeit schließt aber aus, dass die Beziehungsebene – mehr oder minder sozialverträglich, ich meine: selbstmordgefährdet – hinter dem Rücken des Bürgers, also unbewusst, eingelassen ist in das gesellschaftliche Ganze, sodass sich nicht weniger hinter dem Rücken des Bürgers das gesellschaftliche Ganze zusammen mit den Strukturen, in die er unmittelbar involviert, allgemeiner Zerstörung ausgesetzt sieht.

Mit anderen Worten: Der Bürger schlafwandelt geradezu besinnungslos ins eigene Grab hinein, um sich dort zusammen mit seinen sozialen Strukturen zur Ruhe zu betten. Und eben auch zusammen mit dem gesellschaftlichen Ganzen genau dann – ich sage es noch einmal –, wenn seine besonderen sozialen Strukturen, in die er unmittelbar involviert, begrifflich mit der des gesellschaftlichen Ganzen zusammenfällt, das sich dann im Gegenstandsbezug, die Beziehungsebene verfehlend, auf ein Gefühl, das das Subjekt für sich und seine soziale Struktur aufbringt, reduziert sieht, sehen muss.

Es sei in diesem Zusammen einmal mehr daran erinnert, dass alles bislang Besprochene grundlegend damit zusammenhängt, dass der Konflikt oder das negative Gefühl im Sinne einer produktiven Ressource für gewöhnlich, so auch bei Freud, nicht eingelassen ist in die Analyse des Verstehens und der Verständigung (vgl. Witsch 2013a, Klappentext), um negative Gefühle zu kontrollieren, indem man sie diskursiv einer Verarbeitung öffnet. Stattdessen wird die Meinungsfreiheit immer massiver eingeschränkt, und zwar in dem Maße, wie der ökonomische Spielraum von immer mehr Menschen immer enger wird, um genau das zusammen mit dem negativen Gefühl zu verdrängen, bzw. im Sündenbock abzureagieren oder zu entsorgen (vgl. RtDe 2025/12/19) – dies in Verbindung mit einer wachsenden Angst, seine Meinung offen zum Ausdruck zu bringen. Am Ende bleibt den Bürgern nur noch, sich zurückzuziehen, zum stillen Mitläufer zu gerinnen oder den Wutbürger besinnungslos raushängen zu lassen, massenhaft, wie zum Ende der Weimarer Republik zu sehen war.

Und während der Bürger wild um sich schlägt und zerstört, sich selbst eingeschlossen, hat er für gewöhnlich das gesellschaftliche Ganze nicht im Sinn; und wenn, ist er überzeugt, es nicht zu zerstören, vielmehr zu schützen, und zwar – ganz entscheidend – moralisch motiviert: für Freiheit und Demokratie gegen Russland und weitere Feinde des Westens.

So hieß es über die sogenannte »Nacht der langen Messer«, dem sogenannten Röhm-Putsch am 30.06 1934: »der Führer schützt das Recht«. Und heute drängt sich in der Tat der Eindruck auf, als wolle die Politik, wie oben angedeutet, nach und nach Mord, Gewalt, Angriffskriege salonfähig machen; etwa wenn Merz den Angriff der USA auf Venezuela und die Entführung von Maduro und seiner Frau nach New York ausgesprochen zurückhaltend kommentiert. Ja, er bringt Verständnis auf für Trump, indem er sagt, Maduro »habe ’sein Land ins Verderben geführt‘«, während die Regierungschefin von Italien, Meloni, lediglich »vor externen Militäraktionen« warnt, »aber ’defensive Eingriffe gegen Bedrohungen‘ für legitim« erachtet (Welt.de 2026/01/04).

Man wird also von den Rechtspopulisten in der EU, so auch von der AfD, nicht mehr erwarten können, als indirekt legitimierende Betroffenheitsverlautbarungen: »Der außenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Frohnmaier, sagte dem Deutschlandfunk, grundsätzlich halte seine Partei am Prinzip der Nichteinmischung fest, man wolle für eine abschließende Bewertung aber die Begründung der USA für den Einsatz abwarten« (DtFunk 2026-01-04). Nur dass mit solchen nichtssagenden Verlautbarungen so gut wie jedes Verbrechen gerechtfertigt werden kann.

Das wird es, schleichend, um den Bürger nicht zu verschrecken. Wachsende Gewaltbereitschaft, zumal gegen Andersdenkende, muss langsam wachsen. Immerzu moralisch motiviert. Dabei überträgt er seine Moral, sie missbrauchend, auf das gesellschaftliche Ganze, mithin auf den Staat, der für ihn das Ganze – das Allgemeininteresse – repräsentiert. Auch Manuel Wieczorek sieht den Missbrauch von Moral am Werk, durch die hindurch die Beziehungsebene außen vor bleibt, namentlich dann, wenn die Moral

»der Auseinandersetzung nicht zugänglich gemacht wird und damit nie und nimmer kritisiert werden kann« (Wieczorek 2009, S. 27).

In dieser Auseinandersetzung werde sie allerdings, und hier kommt der Begriff des gesellschaftlichen Ganzen ins Spiel, als

»universal gültiger ethischer Code verkauft und damit gleichzeitig ideologisch legitimiert (…). Wie Gesellschaft und Markt im Neoliberalismus, so werden Moral und universale ethische Codes zu synonymen Kategorien. Das Ende vom Lied sind regelmäßig Zirkelschlüsse, Sätze, die für sich selbst sprechen: Der 1€-Job ist ’zumutbar‘ und deswegen ist er bedingungslos anzunehmen. Unterhaltung beendet« (aaO, S. 71)[6].

Wobei die meisten Bürger eine solche, »ihre persönliche Moral«, mit einer Anmaßung im Sinne eines (moralisch motivierten) Allgemeininteresses propagieren, die uns allen gleichwohl immer wieder auf die Füße fallen wird, ja muss. Eben weil sie im Grunde glauben, ohne es zu ahnen, und das macht ihre Anmaßung aus, dass ihre ganz persönliche Moral geeignet ist, das (moralisch motivierte) gesellschaftliche Ganze zu repräsentieren, das es denn auch mit allen zu Gebote stehenden Mittel (gerichtlich, polizeilich, militärisch) zu verteidigen gilt. So sind sie da oben fast ausschließlich gestrickt, bzw. niemand zeigt sich in der Lage oder gewillt, dem etwas grundlegend, also nicht nur zufällig vereinzelt, entgegen zu setzen.

Das geht auf Dauer krachend schief. Die Indizien, dass dem so ist, verdichten sich wieder einmal in wachsendem Maße zur Gewissheit, zumal in den oberen Etagen der Politik: schon jetzt wollen EU-Länder wie Tschechien, Slowakei oder Ungarn sich diese Anmaßung nicht länger gefallen lassen, weil sie ihre wirtschaftlichen Kern-Interessen bedroht sehen. Freilich opponieren sie gegen die EU aus einer eher rechtspopulistischen Perspektive heraus, die sich – mangels Alternative – zunehmend durch nahezu alle EU-Länder zieht; wesentlich im Zusammenhang mit der neuen amerikanischen Sicherheitsstrategie (vgl. BZtg 2025/12/13), die auf Dauer, siehe »Venezuela«, nur Tod, Zerstörung und Vernichtung bringen kann. Unter anderem mit schlimmen Auflösungstendenzen in der EU. Schon länger ist von einer Kern-EU weniger Länder die Rede, um gegen kleinere EU-Mitglieder eine Außenpolitik ggf. gegen Russland und China durchzusetzen. Das Einstimmigkeitsprinzip, heißt es in (Pragmaticus 2022/04/03),

»lähme die EU: Mit 27 potenziellen Vetostimmen ist die Union nicht handlungsfähig. Wichtige Entscheidungen sollten von einem Kerneuropa im Mehrheitsbeschluss getroffen werden«. Weiter heißt es: »Deutschland und Frankreich könnten Teil eines zu bildenden Kerneuropa sein, das Entscheidungen nach dem Mehrheitsprinzip fällt«, werde doch »nur ein handlungsfähiges Europa (…) den Herausforderungen gewachsen sein und sich gegen Wirtschaftsmächte wie China durchsetzen« können.

Als könne man es kaum erwarten, dass die EU sich auflöst. In der Tat: verlässt erst ein Land, etwa Ungarn, die Slowakei oder Tschechien die EU, könnten andere Länder folgen. Das liegt förmlich in der Luft. In der »Berliner Zeitung« heißt es, der slowakische Premier Robert Fico werbe gegen die EU

»für einen baldmöglichsten Neuanfang in der wirtschaftlichen Kooperation seines Landes mit Russland« O-Ton Fico: »Sobald der Krieg vorbei ist, werde jedes westliche Land in Richtung Russland aufbrechen«. Fico, heißt es weiter, »setze auf einen konstruktiven Ansatz bei den Beziehungen zu Moskau und sei daran interessiert, diese nach dem Ende der Kampfhandlungen in der Ukraine wiederaufzunehmen«. Um verächtlich noch einen draufzulegen: »’So viel Heuchelei haben Sie in Ihrem Leben noch nicht gesehen, wie Sie dann erleben werden‘« (RtDe 2025/12/13).

Macht sich aber erst ein Land aus dem Staub, liegt es mehr als nahe, dass ein Land nach dem anderen folgen würde. Schlicht um mit dem Niedergang der EU wirtschaftlich nicht mit zugrunde zu gehen. Fico sagt es noch nicht direkt, dass er die EU verlässt, allein der abfällige Ton seiner Aussagen ist bezeichnend.

Aus Österreich könnten bald ähnliche Töne zu hören sein, wenn dort nämlich eine Regierungsbildung ohne die EU-kritische FPÖ nicht mehr zustande kommen kann, die zwar noch EU-freundliche Töne verlauten lässt, fragt sich nur, wie lange und nachhaltig noch, kokettiere die FPÖ doch schon

»traditionell mit einem Öxit (…), wenngleich die offizielle Linie entschärft wurde, um mehr Wähler der Mitte anzusprechen (BZtg 2025/12/13).

Epilog: überleben soll nur derjenige, der sich anpasst und seine Schnauze hält

Kurzum: Auflösungserscheinungen, wohin man schaut – sowohl im Großen (global) wie im Kleinen (sozialen und mentale Strukturen). Dies auf der Grundlage eines Gesellschaftsbegriffs, durch den hindurch wir die Gesellschaft mit körperlichen, bzw. gegenstandsbezogenen Eigenschaften versehen begreifen, Eigenschaften als da sind (Volk, Vaterland, Nation, Deutschtum, unter den Nazis zusätzlich noch Rasse, Blut und Boden, Führer, Heil Hitler etc.). Diese Eigenschaften stehen für das gesellschaftliche Ganze; sie repräsentieren es im Sinne eines Allgemeininteresses, das auf eine höhere Moral verweist, etwa die Liebe zur Nation, die über jeder besonderen Moral steht (zur Steuerung einer beliebigen besonderen sozialen Struktur).

In diesem Falle gehören nur Bürger zur Gesellschaft (Nation, Deutschland), die mit diesen Eigenschaften gute Gefühle verbinden, solche zu jener höheren Moral mit quasi-allgemeinverbindlichen Anspruch. Werden sie diesem Anspruch nicht gerecht, gerinnen Sie, unter den Nazis ausgesprochen deutlich, zur »Persona non grata«, mithin zum Gegenstand von Abreaktionen, zum Sündenbock für alles, was schiefläuft oder gelaufen ist. Stichwort: »Dolchstoßlegende« nach dem Ersten Weltkrieg.

Dann ist Zuneigung zu einem Menschen in der Tendenz abhängig davon, ob er positive Gefühle zum Beispiel mit der Nation (Nationalhymne), dem Vaterland oder der eigenen Rasse verbindet. Kritik oder freie Meinungsäußerungen werden dann nur noch systemaffirmativ geduldet: Kritik muss immer nachdrücklicher erkennen lassen, dass ihr Sprecher die Nation, sein Vaterland, den Führer etc. liebt, das heißt, all das nicht in einem fragwürdigen Licht erscheinen lässt; und damit zum Ausdruck bringt, sich sozialen Strukturen zu entziehen.

Um nicht zu sagen: Das Subjekt hat seine Schnauze zu halten; Äußerungen, mit denen es zum Ausdruck bringt, sich herrschenden Verhältnissen zu entziehen, werden heute immer weniger bis gar nicht mehr geduldet. Dann heißt es, das Subjekt gefährdet die Allgemeinheit oder lebt auf ihre Kosten. Wobei man gar nicht genauer wissen will, von welcher Allgemeinheit hier die Rede ist, die ja herrschende Verhältnisse – die Gemeinschaft oder Gesellschaft – repräsentiert. Man vergisst: es ist für das Subjekt die einzige Methode einer wirksamen Kritik gegen herrschende soziale und ökonomische Verhältnisse, indem es sich exakt diesen Verhältnisse, ggf. wortlos, entzieht, andernfalls entstehen keine Beziehungen auf Augenhöhe; dann kann Habermas sich seine »ideale Kommunikationsgemeinschaft« in die Haare schmieren, die er ja nicht einmal selbst ernst nimmt; die er auf der Sachebene, nicht auf der Beziehungsebene defi­niert, die wesentlich voraussetzt, dass man sich dem Diskurs entziehen kann, wenn er für das Subjekt belanglos oder ohne praktische Bedeutung ist.

Zu befürchten ist, dass Habermas diesen Zusammenhang nicht begreift, unter anderem, dass die herrschenden Eliten zu Recht Angst haben, wenn das Subjekt sich herrschenden Verhältnissen entziehen kann, ohne befürchten zu müssen, dass es verhungert. Deshalb ihre Sanktionswut gegen die Verlierer der Gesellschaft. Überleben soll nur derjenige, der sich anpasst und brav seine Schnauze hält.

Anmerkungen

[1] Ausführlicher diskutiert in Witsch 2012, Kap. 1, S. 45 – 109: »Grundlegendes über Wert und Mehrwert« sowie Kap. 2.5, S. 133 – 142: »Zur Überwindung des Kapitalismus«.
[2] Vgl. hierzu Kap. 13.g, S. 63 – 67: »Verbegrifflichung vs. Institutionalisierung mentaler Dispositionen«, insb. die Unterkapitel Kap. 13.g1: »Verbegrifflichung mentaler Dispositionen mit Hilfe der Kunst« sowie, dazu passend, Kap. 13.g2: »Über den Film ’Eine fantastische Frau‘«.
[3] Vgl. Kap. 7.1, S. 126 – 130: »Intrapsychische Projektionen«.
[4] Zum Begriff eines Fühlens, Denkens und Sprechens im Modus »psychischer Äquivalenz« vgl. Kap. 1.1, S. 2f: »Störfall oder das Zeichen will nichts mehr bedeuten«.
[5] Während man die Verbrechen, die die USA sich gegenüber Venezuela am 03.01.2026 haben zuschulden kommen lassen, schönredet oder beschweigt. In (Gfp 2026/01/05) heißt es einführend dazu: »Mit einer ideologischen Bankrotterklärung startet die Bundesregierung ins neue Jahr. Bundeskanzler Friedrich Merz, der seit je weltweit darauf dringt, Sanktionen gegen Russland wegen dessen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu verhängen, will im Angriffskrieg der USA gegen Venezuela und in der Verschleppung von dessen gewähltem Präsidenten nichts Verurteilenswertes erkennen. Die ’rechtliche Einordnung‘ des US-Überfalls, behauptet Merz, sei ’komplex‘. Damit verliert die Bundesregierung, die ohnehin wegen ihrer doppelten Standards international kritisiert wird, weltweit noch mehr an Glaubwürdigkeit und isoliert sich gegenüber den Staaten des Globalen Südens ein weiteres Stück. Aus afrikanischen Ländern zum Beispiel sind – sachlich korrekt – äußerst kritische Stellungnahmen zu dem völkerrechtswidrigen US-Überfall auf Venezuela zu hören. So erklärt etwa das Außenministerium Ghanas, die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die USA würden Venezuela bis auf weiteres ’regieren‘, erinnere ’an die koloniale und imperialistische Ära‘; ’derlei koloniale Ambitionen‘ sollten heute ’keinen Platz mehr haben‘. Berlin hingegen schlägt sich umstandslos auf die Seite Washingtons«. Ergänzend heißt es einen Tag später in (Gfp 2026/01/06): »Trotz neuer Morddrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez sieht die Bundesregierung weiter keinen Anlass zu Kritik an der Gewaltpolitik der USA. Nach Kanzler Friedrich Merz behauptete am Montag auch Außenminister Johann Wadephul, die Lage um den US-Überfall auf Venezuela und die gewaltsame Verschleppung des venezolanischen Staatschefs sei zu ’komplex‘, (…)«. Ferner heißt es in (Gfp 2026/01/07) einführend: »Führende AfD-Außenpolitiker billigen die US-Gewaltpolitik gegenüber Venezuela, erweitern damit ihre Gemeinsamkeiten bzw. Koalitionsfähigkeit mit CDU/CSU und profilieren sich als Partei, die Deutschland ’auf eine neue Ordnung ausrichtet‘«. Weiter heißt es dort, die AfD könne sich »mit ihrer Akzeptanz für die US-Gewaltpolitik gegen Venezuela als eine Partei profilieren, die laut einem Experten der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) Deutschland und Europa ’auf eine neue Ordnung ausrichtet‘«. 
[6] An einer Stelle im Offenen Verteiler (OV307.d) wollte Hanna Thiele tatsächlich von mir wissen, was genau zu den Grundrechten gehöre: »Gehört tägliches Füttern dazu? Ist der Staat ein Zoo?« Ich deute ihre Fragen so, dass sie, ehemaliges FDP-Mitglied, die Sanktionswut gegen Bürgergeldbezieher schönreden, wenn nicht rechtfertigen will. Was soll man darauf noch antworten? An Niveaulosigkeit nicht mehr zu überbieten.

Quellen

AAlg (2025/12/17). Trotz Kritik an Entscheidungen: Ungarn ist nach wie vor Mitglied der Europäischen Union.
BZtg (2025/12/13). Österreich aus EU herauslösen? Wie die USA gerade Europas Illusionen zerstören.
DtFunk (2016/12/25). Ende der Sowjetunion vor 25 Jahren. Kollaps einer Weltmacht.
DtFunk (2026-01-04). Venezuela: Unterschiedliche Reaktionen auf US-Einsatz.
Gfp (2026/01/05). Koloniale Ambitionen. Bundeskanzler Merz will im US-Angriffskrieg gegen Venezuela nichts Verurteilenswertes erkennen und zeigt sich zufrieden mit der Verschleppung von Präsident Maduro.
Gfp (2026/01/06). Die Unterwerfung Lateinamerikas. Bundesregierung verweigert trotz offener Morddrohungen von Trump weiterhin jede Kritik am US-Überfall auf Venezuela. US-Sicherheitsstrategie sieht Unterwerfung Lateinamerikas und Verdrängung Chinas aus der Region vor – mit allen Mitteln.
Gfp (2026/01/07). Die Partei der neuen Ordnung. Führende AfD-Außenpolitiker billigen die US-Gewaltpolitik gegenüber Venezuela, erweitern damit ihre Gemeinsamkeiten bzw. Koalitionsfähigkeit mit CDU/CSU und profilieren sich als Partei, die Deutschland »auf eine neue Ordnung ausrichtet«.
Mdr (2022/09/01). 31. Dezember 1991: Der Tag, an dem die Sowjetunion unterging.
Pragmaticus (2022/04/03). Europa, besinn’ Dich auf Deinen Kern bitte.
RtDe (2025/12/19). Klingbeil bereitet die Deutschen auf sinkenden Lebensstandard vor.
RtDe (2025/12/13). Geschäfte mit Russland? Fico kündigt Neustart bei Zusammenarbeit mit Moskau an.
Welt.de (2025/09/01). CDU-Landesparteitag: »Wir leben seit Jahren über unsere Verhältnisse« – Merz spricht von „Epochenbruch“.
Wieczorek, Manuel (2009). Die Ökonomisierung des Sozialen.
Witsch, Franz (2009). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Erster Teil: Begriff der Teilhabe. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2015).
Witsch, Franz (2012). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Zweiter Teil: Mehrwert und Moral. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2017).
Witsch, Franz (2013). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Dritter Teil: Vom Gefühl zur Moral. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2017).
Witsch, Franz (2013a). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Vierter Teil: Theorie der Gefühle. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2015).
Witsch, Franz (2025/07/13). E1 Leerbegriffs-Psychoanalyse ohne Realitätsbezug. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/07/29). E2 Zirkelschluss-Analyse oder wie es die Psychoanalyse (Freud) schafft, den Realitätsbezug aufzulösen. QPress.de.
Witsch, Franz (2025/08/10). E3 Realitätsphobien, eingelassen in die Psychoanalyse sowie Sozialtheorien (Detel, Habermas, Bruder, etc.) generell. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/08/24). E4 Konfliktpositionen regressiv (realitätsphobisch) verarbeiten. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/09/11). E5 Mit Abreaktionen Zugehörigkeitsbedürfnisse ausleben. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/09/27). E6 Zum Begriff der Empathie in scharfer Abgrenzung zum Begriff des Mitleidens. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/10/06). E7 »Skotomisation« (Freud 1926, S. 86) oder wie Menschen ihre Existenz dystopisch verdunkeln. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/10/20). E8 Sozialtheorien als Totengräber des Sozialen. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/11/07). E9 Neigung zum strukturellen Desinteresse im Kontext einer »Institutionalisierung des menschlichen Gemüts«. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/12/01). E10 Menschen erzeugen in sich eine Verbindung zur Gesellschaft, die gestört ist. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz; Kahrs, Wilfried (2022/04/30). Erstes Gespräch vor der Kamera.

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Über Franz Witsch 46 Artikel
Franz Witsch, geb. 1952, lebt in Hamburg und ist Lehrer für Politik, Geografie und Philosophie. Zwischen 1984 bis 2003 arbeitete er in allen Bereichen der freien Wirtschaft als Informatiker und Unternehmensberater. Heute schreibt er sozialphilosophische Texte und Bücher.

11 Kommentare

  1. Die heutige Politik der USA/Trump wird nicht von allen Amerikanern unterstützt, deshalb kann sich im November’26 alles wieder ändern, schon jetzt haben die Republikaner im Kongress keine 100% Mehrheit mehr, siehe Ableben von Republikanischen Kongressabgeordneten, solange Trump keinen Putsch plant, gibt’s immer Hoffnung auf Entscheidungsträger die das wohl ihrer Familie mit der aller Familien gleichsetzen=Humanisten

  2. Das Bild von einer Gesellschaft mag bei vielen ein falsches sein, aber trotzdem gestalten Menschen diese Gesellschaft.

    Irrsinn und Irrtümer gibt es zuhauf.

    So ist es schon ein Quatsch, anzunehmen, die Politik der USA würde von den Präsidenten oder deren Wähler bestimmt.

    Das Völkerrecht wurde von allen US-Präsidenten gebrochen, nur nennt Trump neben den vorgeschobenen Gründen auch die tatsächlichen Motive.

    Mit Psychologie ändert man aber keine Gesellschaft zum Besseren, auch wenn Herr Witsch im Grunde recht hat, dass die Untertanen aber auch die Rebellen selber schuld sind.

    Das BSW hat sich jetzt selbst entzaubert, Kaderparteien wollen für ihre Kader lukrative Machtposten.

    Also brauchen wir ein anderes Wahlrecht aber auch eine neue Methode der politischen Aufklärung.

    Die AfD ist jetzt die einzige Oppositionspartei, die gegen die EU und für direkte Demokratie ist.

    Die Basis-Partei hat keinen Durchbruch erzielt, weil man kein alternatives Programm vorlegen kann.

    Gutmenschentum heilt die Welt nicht.
    Im Gegenteil, Frau Merkel und ihre Fans sind definitiv mitschuldig an der Situation, in der wir uns heute befinden.
    Außerdem war Merkel die Scheinheilige an sich.

    Wo ist in dieser Runde denn die Idee der Emanzipation verwirklicht?

    Natürlich sind wir alle selber schuld an unserer Dummheit und dem Untertanentum.

    Dazu gehören auch die Vulkan-Gruppen, die sich nicht von dem Brandanschlag in Berlin distanziert haben.

    Wie soll sich denn die Welt ändern, wenn so viele Dummköpfe unterwegs sind?

    Dabei werden entscheidende Veränderungen gar nicht beachtet.

    Warum fürchten sich jetzt EZB und Bundesbank vor StableCoins und manche Ökonomen warnen vor systemischen Gefahren.

    Wären es echte StableCoin, dann wäre das bestehende System erledigt.

    Aber eine Digitale Währung, die an den Dollar gebunden ist, ist per Konstruktion schon wertloses Falschgeld.

    Also ist die entscheidende Frage, wie StableCoins beschaffen sein müssen, damit die Bürger zur Selbstverwaltung fähig werden.

    Man kann es drehen und wenden wie man will, Maduro und seine Elite haben so wenig einen souveränen Staat wie die EU-Staaten keine Souveränität haben.

    Es ist eine Frage der Ökonomie und der eigenen Fähigkeiten ohne psychologische Verdrehungen.

    Psychologie ist im kapitalistischen Markt ein Mittel der Werbung, also der Verführung mit falschen Versprechungen.
    Aber es wäre falsch zu glauben, dass der Schein keine Wirkung hätte.

    Die primitiven Methoden der „Selbstverwirklichung“ hat China auch noch nicht überwunden.

    Obwohl Konfuzius sehr wichtig Dinge über Erziehung und die Rolle der Eltern schon vor langer Zeit gesagt hat.

    Das wüsste Herr Witsch ja auch wissen und der Konfuzius war viel klüger als Freud.

    Es gibt also heute noch kein hinreichend klares Vorbild für eine zukünftige Ökonomie mit einer Tendenz zur Freiheit in Verantwortung.

    Es wird nicht möglich sein, dass der Geist der Erkenntnis im metaphorischen Bild von Feuerzungen über die Menschen kommt und die notwendige Praxis finde ich hier immer noch nicht.

    • Man kann natürlich sagen, die Menschen sind „selber schuld“, weil sie in ihren Untergang schlafwandeln. Allein ich halte nichts von Denkfiguren auf der Grundlage von Schuld und Unschuld. Und im Epilog formuliere ich nur die Bedingungen, die gegeben sein müssen, damit „etwas“ besser werden kann. Die überwiegende Mehrheit aller Bürger und alle im Parlament vertretenden Parteien, einschließlich Frau Wagenknecht, sind indes nicht bereit, diese Bedingungen im Sinne eines Machtzuwachses des Subjekts zu diskutieren. Solange dem so ist, kann nicht nur nichts besser werden, nein, es kann in Zukunft immer nur schlimmer werden – mit oder ohne Kapitalismus. Richtig ist ferner, dass man vom Subjekt nicht erwarten kann, sich zu opfern, indem es sich herrschenden Verhältnissen verweigert und damit das Risiko zu verhungern eingeht. Patrick Baabs Analyse ist übrigens auch nicht sehr hoffnungsvoll (Link: https://www.youtube.com/watch?v=Q_2MSiKGHlY). Als er gefragt wurde nach den Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit wir wieder Hoffnung haben können, dass nicht alles immer nur schlimmer wird, wusste er nicht mehr zu sagen als nichtssagende Floskeln. So sehr ich seine Analyse schätze, allein dieses Gelaber hätte er sich sparen können.

  3. Den Machtzuwachs des Subjekts kann sich das Subjekt nur selbst erarbeiten.
    Dann ist aber auch die Kooperation erforderlich.

    Außerdem stehen wir vor fundamentalen Veränderungen, wo die alten Rezepte nicht mehr funktionieren.

  4. Na erst mal mit denen, die dieses System verändern wollen.
    Das Wollen muss aber auch mit dem Können verbunden werden.
    Die Wege der Veränderung müssen also geeigent sein, einen besseren Zustand zu erreichen.
    Sie beklagen ja zurcht den fehlenden Diskurs.
    Ich habe den ja angeboten, aber jeder bleibt bei seinen individuellen Zerrbildern.

    Chomsky hat de Methoden des Systems schon lange entlarvt, aber wie ein anderes System gebaut werden kann, hat er nicht gesagt.
    Und sich auf Philisophen der Frankfurter Schule zu berufen, it das nicht schon wieder ein Zeichen der sozial-Kulturellen Vorprägng durch die Gesellschaft.
    Die negative Dialektik ist eine idealistische Verzerrung des Marxismus.
    Hat nicht zu seiner Weiterentwicklung geführt.
    Die Parteiführer können das nicht, das muss schon Marx aufgefallen sein.
    Apparatschiks bilden eine eine neue Elite und da ist es egal, ob sie da Max Weber oder Marx anhängen. Die Armenspeisung von Maduro in Venezuelea führt eben nicht zur Emanziation der Bürger dort und Millionen haben das Land verlasssen.

    Eines der Ziele von Trump ist, dass die wieder nach Hause gehen sollen. Das scheinen aber nicht mal die zu begreifen, die Trump zujubeln, weil sie Maduro als Dikatator sehen.

    Ein Gregor Gysi hat sich lieber fit genacht, die EU zu hofieren und dabei Millionen zu kassieren, obwohl er ursprünglich die Gefahren des Euro kannte.

    Lieber Herr Witsch, mit Speck fängt man Mäuse.
    Die, die mal Natonalsozialisten waren haben nicht das Nationale erfunden, es war schon vorher da, das gikt auch für die Kultur, den Stand der Wissenschaft, die sozialen Bindungen.

    Die SPD im Bunde mit den Grünen hat die Bedeutung der Familien zerstört, hat den Egoismus und die Dekadenz befördert, den Geschlechterkampf erfunden, um den Klassenkampf verschwinden zu lassen.

    Konfuzius kannte noch die Bedeutung von Charakterbidung, Vorbindwirkung und Erziehung.

    Unser Digitalminister ist so strohdumm, dass er keine Regulierung der sozualen Medien will, weil er nicht weiß, wie er das Alter prüfen kann.

    Das ist auch nicht seine Aufgabe, sondern de Aufgabe der Eltern und es ist schon lange möglich, ungeeignete Medien auf dem Gerät eines Kindes zu blockieren.

    Einerseits beklagen die Politiker jetzt die Vormachtstellung von US-Digitalkonzernen, tun ber nichts für eigene Strukturen, während China ein eigenes Betriebssystem auf Unix-Basis entwickelt hat. Aber die machen das selbe wie die USA, Daten sammeln.

    Dabei kann man am eigenen Router eine Menge an Zugriffen sperren, aber das finden Sie heute nicht mal mehr in Computerfachzeitschriften.

    Einige Unternehmen haben inwischen begriffen, das es sicherer ist, die Daten im eigenen Verantwortungsbereich zu seichern.

    Die klassische griechische Demokratie beruhte auf dem Stimmrecht der Bürger zu konkrten Entscheidungen. Die Sklaven und die Frauen waren nicht stimmberechtigt, aus ser gutem Grund. Ihnen fehlten die Voraussetzungen und Frauen, die diese hatten, mussten wie sie ihre Männer beeinflussen konnten ud Sklaven konnten aufsteigen zu Freien.

    Nur können Stadtstaaten mit Handwerkern und Händlern, mit Gütern, die auf der Grundlage von Sklavenarbeit beruhten sicer nicht mit imperialen Großreichen konkurrieren.

    Die Frage ist also, wie sie schon Konfuzious gestellt hat, wie wird ein Mensch ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft.

    Hätte sich das BSW mit der AfD in einen öffentlichen Wettbewerb um die Schaffung eienr neuen Verfassung für Deutschland bemüht, gäbe es heute schon konkrete Ideen, die der neue Mainstream werden könnten.

    Da gebe ich Ihnen recht, auch die AfD verhält sich kaum anders als das BSW, den offene Diskurs mit den Bürgern wird nicht gesucht.

    Sie wissen aber auch, dass Werbung einfacher ist und wenn man von Trump gelobt wird, dann ist das eben Honig. Das bedeutet aber dann, dass man den wirksamsten Unterstützer nicht demontiert, obwohl man weiß, dass es falsch ist, was Trump mach.

    Mit Aufklärung gewinnt man keine Wahlen, das weiß jede Partei.
    Also muss die Aufklärung auf einer anderen Ebene stattfinden, her von unten, von Bürgern, die nur die Macht des Wortes haben, also anhand von Fakten arguentieren können.
    Dialektisches Denken zu vermitteln ist bei dieser Bevölkerung schier unmöglich.
    Deshalb muss man sagen was man will, warum und wie das zu erreichen ist.

    Die DDR hatte ein relativ stabile Binnenwährung, die Auslandschulden lagen im Bereich von wenigen Milliarden DM. Am Hungertod ist niemand in der DDR gestorben und man brauchte nicht mal öffentliche Wärmestuben. Trotzdem, Trabant konnte nie mit Mercedes konkurieren.
    Millionäre gab es nur sehr wenige, bei den Politikern eigentlich gar nicht.
    Trotzdem waren diese privilegiert. Aber die meisten Menschen haben sich gegenseitig geholfen.
    Mit der DM konnte die Annektion der DDR an die BRD erfogreich abgeschlossen werden. Dasr Recht der DM galt also auch im Osten, damit war er unter Kontrolle. Die Schulden wuchsen schon in die 100rte von Milliarden, aber die Zahl der Arbeitslosen wurde immer größer.
    Die Exoansion nach Osten begann als Kapitalexport und nun haben die Polen und die Balten deutsche Besatzungskräfte auf ihrem Territorium und das soll mit der Ukraine auch passieren.

    Der Euro war die Finanzwaffe der Gleichschaltung auf der Ebene Westeuropas. Die Korruption heist jetz einfach Finanzerung durch die EU, also Deutschland.

    Wenn jetzt Deutsche begreifen, dass das ihren Interessen nicht entsricht, hat das nichts mit Nationalismus zu tun, sondern mit Selbstbefreiung.

    Geid und Kapital als Produktionsverhälntnis, als gesellschaftliches Verhältnis, das zu verstehen hat nichts mit Freud zu tun, sondern mit dem Begreifen der prodzjtionsweise einer Gesellschaft.

    Immerhin begreifen halbwegs intelligente Leute außerhalb der Politik, dass die Fragen der Bereitstellung preiswerter Energie in wachsender Menge die Grundlage der neuen Epoche werden. Arbeit ist Verausgabung menschlicher Energie unddiese wird immer mehr durch nichtenschliche Energieformen ersetzt.

    Das hebt aber die Rolle des Menschen nicht auf und eine hochkomplexe Infrastruktur ist anfällig für Störungen. Wenn also jeder Idiot ein Auto oder einen Benzinkanister in eine Waffe verwandeln kann, dann können wir uns schlicht keine Idioten mehr leisten.

    Und eben auch keine Politiker, de Idioten zum Nachweis ihres Herrschaftsanspruchs brauchen.

    Wer sich auf Kant beruft, nmuss sagen können, welche Bedingungen eine Gesellschaft vorweisen muss, damit alle menschen sich nach dem Kategorischen Imoerativ verhalten.
    Und wenndas freiwillig nicht funktioniert, muss es einen Zwang durch die Gesellschaft geben.

    Diese ist begründet in einem Naturgesetz, das eben tatsächlich in jeder Gesellschaft gilt.

    Es kann nur verbraucht werden, was von der Natur oder eben den Menschen bereits produziert worden und noch nicht verdorben ist.

    Die Kooperation der Dummköpfe erzwingt die Vernichtung dieser Dummköpfe, wenn diese die Sicherheit eines Landes gefährden. Es gibt keine Solidarität jenseits der eigenen sozialen Interessen.
    Wenn die Arbeiter also ihre historische Mission der Selbstbefreiung erfüllen wollen, müssen sie aufsteigen und eben auch die Leitungsfunktionen übernehmen können bis hin zur Finanzierungd der Reproduktionsprozesse.

    Das alles hatte ich Ihnen schon mal in etlichen Dokumenten beschrieben aber Sie suchen im Nebel der geistigen Irrungen und Wirrungen in den Köpfen von Menschen, anstatt diesen Nebel zu lichten.

    Also ich kenne die Reichweite dieses Forums nicht und nicht die ihrer Rundbriefe.
    Bisher sehe ich jedoch nur ganz kleine Fortschritte auf Umwegen, aber ich weiß, dass geschichtliche Prozesse Zeit brauchen und eben weil jeder erst mal bei sich selbst anfagen muss und ich das schon vor etwa 20 jahren getan habe, kann ich auch diese Geduld aufbringen.

    Wir haben heute Möglichkeiten der Kommunikation, davon hätten wir vor 35 Jahren noch geträumt.

    Nun, mit wem kann die Umgestaltung gelingen?
    Nur wenn die Mehrheit der Menschen die einen ordentlichen Beruf ausüben zusammenfinden und begreifen, dass sie ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen müssen anstatt zu lamentieren.

    Damit kann auch die menschliche Reproduktion nicht unreguliert bleiben, aber halt durch entsprechende Bildung und soziale Anreizsysteme wie eine finazierbare Grundsicherung für alle, aber maximal nur 2 Kinder pro Familie.

    Es gibt kein Renteproblem in Deutschland, wenn man nützliche Arbeit leistungsgerecht entlohnt und schädliche Arbeit nicht mehr bezahlt. Aber dann müssen die großen Unternehmen dies mit einer Wertschöpfugsabgabe finanzieren können auf der Grundlage höhster Produktivität. Es gibt so viele wichtige Dinge für Menschen, die müssen gar nicht erst einen Warencharakter annehmen. Wer genug hat zum Leben, der kann auch in freier Arbeit Werte schaffen, die anderen von Nutzen sein können.
    Aber wir können dieWareproduktion nicht mit einer einzigen Aktion abschaffen, das ist nicht möglich. Alsoo brauchen wir eine Geldform, die diese neen Verhältnisse aus sich heraus erzeugen kann und siehe in meinem Modell zahlen nur noch die kleinen Unternehmen eine Gewinnsteuer von vielleicht 25%.
    Andere Steuern sind schlicht nicht mehr notwendig und das ist keine Utopie, das haben andere Länder schon mal praktiziert.
    Und sogar die DDR hatte keine Mehrwertsteuer. Da war der Einzelhandelspreis lediglich mit der Gewinnspanne für den Handel vom Großhandelspreis verschieden.
    Die Großen Scheich-Staaten haben auch lange keine Steuern erhoben, konnten aber ihre Bürger bestens versorgen. Es kommt also immer auf das Netto-Nationaleinkommen an, das ein Land erwirtschaften kann und nicht verschleudert oder sich stehlen lässt.

    Es reichen für moralische Prinzipien die Gebote 4 bsi 10 aus den Tafeln in der Bundeslade.

    Das Bewährte bewahren und nur das ändern, was sich als schädlich erwiesen hat, das ist doch eigentlich ein ziemlich einfaches Prinzip.

    Und auf dieser Grundlage kann ich mich mit sehr vielen Menschen über konkrete Dinge unterhalten und auseinandersetzen, selbst mit Menschen, die an einen Gott glauben, solange es nicht der Klimagott ist, aber das ist ja auch eine Sekte mit einem subjektiven Gott.

    Vetreter des objektien Idealismus erkennen ja die Realität an, die des subjektiven Idealismus nicht. Und diese Leute kann man nur durch praktische Arbeit heilen, durch Märchenbücher und Küchengespräche geht das nicht.

    Was hat denn den Habeck so sympatisch gemacht für viele Geblendete in dieser Gesellschaft?
    Und wer hat die Grüne Ideologie in die Witstschaft getragen und zu welchem Zweck?

    War da nicht eine Monstranz von höchster Moral der Weltenrettung die wirksamste Blendgranate? Die CO2-Steuer sollte an die Armen verteilt werden, damit die noch pupsen dürfen. Mann, oh Mann, die Moralapostel sind die schlimmsten, die immer wieder das Volk in die Irre führen.

    Also Herr Witsch, wie muss ein Geld beschaffen sein, das Betrug, Diebstahl und ungerechtfertigte Bereicherung verhindert, aber eine beständige Höherentwicklung der Gesellschaft ermöglicht, dann wären wir bei einem sehr praktischen Thema.

      • Das ist schon eine Unverschämtheit, Herr Witsch Wo ist denn Ihr Extrakt in Ihren Texten?
        Und wo ist die innere Logik.

        Sie bekräftigen die gerechtfertigte Kritik von Max Erdinger am Parteiensystem und wollen das System aber behalten.

        Da konnte ich Sie nur missverstehen.

        Und wenn ich dann antworte, wer Bündnispartner für mich ist, dann kommt dazu nichts.

        Wenn Sie aber keinen Fakten und sachbezogenen Diskurs führen können, wie können Sie da erwarten, dass andere Menschen etwas dazu lernen können?

        Sie weichen aus Herr Witsch, um nicht antworten zu müssen, weil sie keine Argumente haben.

        Es gibt offensichtlich Fachgebiete des Lebens und der Wissenschaften, zu denen Sie nie einen Zugang gefunden haben.

        Wer nimmt denn heute Freud noch ernst?

        Schon Roddenberry hatte sich mit der Figur des Androiden Data und der menschlichen Psyche auseinandergesetzt.

        Und was hat Data richtigerweise gemacht.
        Er hat das Holodeck mit Freud einfach abgeschaltet, weil Freud eine Figur ist, die nicht weiter hilft.

        • Wer kann das schon, lieber #Politikus, einen sachbezogenen Diskurs führen. Ich weiß nicht, ob ich ihn führe. Das klappt nur im Hinblick auf eine bestimmte Perspektive, die indes wiederum bemüht sein muss, andere Perspeltiven einzubeziehen. Ansonsten würde man Selbstgespräche führen noch dort, wo man mit jemand anderem redet. Wer also will wissen, man tatsächlich „sachgemäß“ argumentiert, bzw. es nicht einfach nur behauptet, dass man es tut. Man kann nie sicher sein, ob man der anderen Perspektive gerecht wird, solange der Gesprächspartner, der jene andere Perspektive einnimmt, genau das nicht bestätigt. Kurz, es ist anmaßend, zu sagen, ich führe eine sachgemäße Debatte, während das andere nicht machen. Und wenn ich unverschämt Ihnen gegenüber gewesen bin, so tut es mir leid. Ich war um eine kurze Antwort bemüht, Ihnen zu sagen, dass Sie auf meine Sicht der Dinge nicht angemessen reagiert haben.

  5. „Bürger transportieren in sich einen Gesellschaftsbegriff, durch den hindurch sie ihr eigenes Grab schaufeln.“

    Es gibt weder den Menschen an sich wie auch nicht den Bürger an sich.

    Gegen solche falschen pauschalen Behauptungen reicht schon ein Gegenbeispiel als Beweis.
    Und der Beweis wäre damit schon mit meinem qualifizierten Einspruch vollbracht.
    Da kommen dann noch Vorschläge von anderen Lesern hinzu, die ganz praktische Vorschläge zur Korrektur in unserer Verfassung machen. Es gibt also nicht die totale Erblindung der Bürger.

    An formellen Entschuldigungen habe ich kein Interesse. Niemand kann mich beleidigen oder verletzen, solange ich ich mich nicht getroffen fühlen muss.
    Mein Vorwurf der Unverschämtheit war nicht subjektiv, sondern eine objektive Tatsache.
    Mir geht es um die Aufarbeitung, um etwas Licht in die Dunkelheit zu bringen.
    Wenn ich eine gestellte Frage konkret beantworte, mit wem ich sprechen kann und zum Dialog bereit bin, dan hat das noch gar nichts mit meiner Meinung zur den Texten von Herrn Witsch zu tun, wobei ich natürlich anerkenne, dass dieser Punkt für Herrn Witsch von großer subjektiver Bedeutung ist. Das aber ist für einen freien Diskurs völlig unerheblich, da es hier doch um die Lösung von ziemlich dringlichen Problemen geht, die Emanzipation der Bürger und um echte Demokratie.

    Wenn Ihre Leitüberschrift im Hauptartikel aber ihr eigenes Denken, ihre eigenen Verzerrungen ausdrücken sollten, dann ist die Aussage wohl richtig.
    Natürlich gibt es auch andere Zeitgenossen, die spezielle Vorstellungen von Gesellschaft haben, die untauglich sind.
    Es gibt sogar andere Kulturen, die ein jeweils spezielles Bild von Gesellschaft hatten und alle sind im Wandel.
    Dass in der Bibel Gott auf einem Thron im Himmel sitzt und die Hofschranzen ihrem Herrn und Meister zujubeln, das ist doch recht gut verständlich, wenn man die Welt im Zustand vor 2000 Jahren betrachtet oder auch nach den Kulturen auf den damals noch unbekannten Kontinenten schaut.

    Es wäre also sinnvoll, sich mit den Problemem und Ursachen kognitiver Dissonanz auseinander zu setzen, u erst mal die Wirklichkeit sichtbar werden zu lassen.
    Welche Rolle Parteien, Medien und institutionen wie etwa auch die Universitäten oder staatlich finanzierte NGOs dabei spielen, wird ja inzwischen von vielen Mitbürgern erkannt, zugegeben viel mehr bei den Wählern der AfD und bei den Libertären als bei deren Gegnern.

    Menschen wie Sie, Herr Witsch glauben, ihre Perspektive würde die richtige sein und das finden Sie bei allen Menschen mit einer Überzeugung. Diese begründen aber ihre Meinung mit geschichtlichen Tatsachen, die halt manchmal unvollständig sind. Das kann man dann ergänzen und korrigieren.
    Aber Sie können nach eigener Aussage nicht mal beurteilen, ob Sie sachbezogen argumentieren. Merken Sie den logischen Widerspruch nicht?

    Es macht doch keinen Sinn, über Gespräche auf der Couch von Freud zu debattieren, wenn ein Mensch kein Problem mit seiner Sexualität hat.

    wenn Sie Argumente iwillentlich igorieren, dann würde das doch vermuten lassen, Sie kennen mindesten einige wichtige Fakten gar nicht, verstehen sie nicht in ihrer Genese oder sie wollen sie ncht zulassen, weil diese nicht in ihr Denkmodell passen.
    Dann aber sollten Sie mal einen Psychologen aufsuchen. Prof. Bruder aber hat sie selber innerlich verletzt, wenn ich mich recht erinnere.

    Das würde dann aber erklären, warum es keinen Diskurs gibt mit Menschen, die eine andere Vorstellung von Realität haben. Das findet man regelmäßig bei religiösen Sekten und das hat nichts mit Intelligenz zu tun, sondern mit durchlebten Traumata, oft im nahen Umfeld der eigenen Familie.

    Auch ein Sektenmitglied kann sich nur aus eigener Willensentscheidung von einer Sekte befreien. Naturgemäß bedarf das in der Regel eines anderen Menschen, mit dem die Person ein neues Leben aufbauen kann. Sie können Menschen niemals von außen von ihrer Religion befreien, das ist immer nur durch Selbsterkenntnks möglich und das setzt zumindest die Bereitschaft voraus, eigene Denkweisen und Überzeugungen in Frage stellen zu können.

    Bliebe die Frage nach dem Kriterium der Wahrheit bezüglich der Realität und dieses kriterium ist die Praxis, aber über einen hinreichend langen Zeitraum, denn historische Prozesse sind langsam und desalb gibt es im Gegensatz zur Physik das Problem, dass jede falsche gesellschaftliche Praxis, wie die der Wertschöpfung aus dem Nichts ihre eigenen Theorien der Rechtfertigung erzeugt, bis das Ganze zusammenbricht. Nicht mal das ist hinreichend, wenn es die Massen nicht verstehen und die Eliten mit neuen Methoden das alte falsche Spiel weitertreiben.

    Ihr Pauschalurteil über die Bürger ist also schon vom Grundsatz falsch, weil Sie lediglich ihr individuelles Weltbild gelten lassen.

    Es ist nicht mal ihr eigenes selbst erarbeitetes Weltbild, sondern ein angelesenes.
    Davon zeugen ihre vielen Fußnoten zu Werken von Menschen, die in ihrer bereits abgelaufenen Lebenszeit auch schon gescheitert sind.

    Sie führen keinen sachbezogenen Dialog, das ist doch klar erkennbar, wenn Sie auf die wichtigsten Fragen der gegenwärtigen Epoche nicht einmal eingehen.

    Das bedeutet aber, das Sie das Problem mit dem FIAT-Geld und seiner bevorstehenden Transformation nicht verstehen und von modernen Technologien scheinen Sie gar nichts zu wissen.

    Wenn man die Schwachpunkte menschlicher Psyche angeblich kennt, wieso erkennen Sie die Genese ihrer Freudschen Denkmuster nicht?

    Ich habe ja Verständnis, dass ein Mensch nicht sofort Dinge versteht, mit denen er sich bisher nicht intensiv auseinandergesetzt hat.
    Gute Schüler würden dann Fragen stellen, gute Lehrer aber auch.
    Gute Lehrer sollten aber in der Lage sein, zu beurteilen, ob diese ihr Wissen erfolgreich weitergegeben haben. War das nicht mal Gegenstand ihres Studiums?
    Oder ist es vielleicht tatsächlich ein Problem, wenn Lehrer nur gute Noten geben, wenn sie das hören, was sie hören wollen?
    Das negative Ergebnis des deutschen Bildungswesens gehört doch schon zum dokumentierten Allgemeinwissen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bulimielernen

    Die Folgen sind ja noch weitreichender. Wir haben heute etliche Professoren, die man als Idioten bezeichnen muss. Oder gekaufte Vasallen und Priester.
    Wer dann nie fähig geworden ist, selbständig wissenschaftlich zu arbeiten, der bewegt sich dann in den Sprachräumen seiner eigenen Fiktion, die notwendigerweise nicht zur Realität passt.

    Der kann aber auch keine Vision von einer veränderten Realität entwerfen, die die Menschen gemeinsam erschaffen können.

    Es ist doch offensichtlich, dass Sie nur wiederholen, was andere mal irgendwo und vor langer Zeit aufgeschrieben haben und das wenden Sie auf die heutige Zeit an.
    Dabei konnten diese längst verstorbenen Menschen gar keine Vorstellung haben von unserer Zeit.
    Als Lehrer sollten Sie ja mal auch etwas gelernt haben über die Geschichte der Irrtümer der Wissenschaften und wenn Sie andere zitieren, wer hat denn von denen je den Nachweis erbracht, dass ihre Vorschläge praktikabel sind?

    Manches war erfolgreich in Grenzen, anderes bedarf der Korrektur. Wirklich große Erfindungen verändern auch die Gesellschaft, sie sind aber auch mit neuen Herausforderungen verbunden, dia nicht apriori beantwortet werden können.

    Diese Anforderungen brauchen definitiv eine gesellschaftliche Antwort und in einer gespaltenen Gesellschaft notwendigerweise eine Antwort, die die Spaltung überwinden kann.
    Deshalb meine Bereitschaft mit allen zu sprechen, die bereit sind, darüber nachzudenken.
    Und ich finde bei Ihen nach Nachfrage keinen Weg, was geeignet wäre, diesen neuen Anforderungen gerecht zu werden und das Problem können nur Sie selbst ändern.

    Das ist jene Frage von persönlicher Schuld und Verantwortung, die Sie aber ausdrücklich verweigern.

    Natürlich sind Sie nicht schuld an den Verhältnissen, in die Sie geboren wurden, aber sehr wohl sind Sie schuld an Ihrer nicht überwundenen Unmündigkeit im freien vernünftigen Denken.
    Wobei ich gegenüber Kant erweitern muss, dass Vernunft eine historische Kategorie ist.
    Das ist leicht einsehbar, da es eben früher mal durchaus vernünftig war, anzunehmen die Erde wäre der Mittelpunkt des Weltalls und es gab sehr erfindungsreiche Konstruktionen im Mittelalter, um die Bewegungen der Planeten in diesem Modell abzubilden.
    Falsch war es trotzdem. Aber der äußere Anschein ist immer noch so, dass sich Erde, Mond und Sterne um die Erde herum bewegen. Ohne Bildungseinrichtungen wüsste das heute kein Mensch. Daran erkennen Sie aber, welche verheerende Wirkung Professoren haben, die sich an die Politik verkaufen. Es ist auch gar nicht primär ihr freier Wille.
    Dieses Abhängigkeitsverhältnis ist bereits in der Rolle des Beamtentums strukturell festgelegt. Und wer da ausbricht, der wird gefeuert.
    Deshalb gehört die Institution des Beamtentums abgeschafft, sie verhindert Freiheit von Lehre und Forschung.

    Wenn Sie nicht wissen, ob sie sachbezogen argumentieren, woher sollen das die anderen dann wissen, wie der Diskurs sachbezogen geführt werden kann?

    Klar, wer das nicht kann, der braucht einen Führer, einen Vormund.
    Deshalb ist die Sklaverei keine moralische Angelegenheit, sondern eine der kulturellen Entwicklung und Reife.
    Deshalb hat Spartakus keine neue Gesellschaft mit seinem Aufstand bewirkt, auch deshalb konnte die Französische Revolution Freiheit, Gleichheit und Brüderichkeit gar nicht verwirklichen.
    Die Losung steht heute noch auf jedem Briefkopf einer französischen Behörde und was ist Frankreich heute?
    Ein kaputtes Land, dessen Präsidenten ihr Land immer durch deutsches Geld retten wollten.
    Und Deutschland war noch nie eine Demokratie, das muss man erst mal begreifen und manche Mitmenschen haben das inzwischen auch begriffen. Das ist der erste Schritt, sich von der Fremdsteuerung zu befreien, der nächst zu begreifen, dass die Bürger nicht ohnmächtig bleiben müssen. Und das ist der Punkt mit der Kooperation gegen die herrschenden Institutionen. Banken und Konzerne inbegriffen.

    Ich habe darauf hingewiesen, dass die notwendigen Veränderungen nur von Menschen in Kooperation bewirkt werden können, die ihre Ziele und Methoden gemeinsam beraten und durchsetzen.
    Ansonsten können sie jammern und schimpfen wie ein Rohrspatz und die wildesten Storys erfinden, es hat lediglich zur Folge, dass die alten Machtverhältnisse bestehen bleiben und noch mehr in Richtung Orwellsche Dystopie abgleiten.

    Ich kenne leider die Bewegungen auf ihrem Konto nicht, andere schon bis hin in die USA und wenn Sie dem System wirklich gefährlich würden, dann wäre ihr Konto vermutlich schon heute gesperrt. Sie sind aber keine Gefahr für das bestehende System, sie glauben ja an die Institutionen, die die Bürger entmachtet haben.

    Sie benutzen das Forum als Test für ihr nächstes Buch. Also aus der Sicht für ihren angestrebten Eigennutzen für einen erfolgreichen Verkauf. Ihre eigene Darstellung im Prolog.

    Sollte das Buch nicht längst schon veröffentlichzt sein?
    Und wer sollte dann Ihr Buch kaufen?
    Rentner-Opas aus der Zeit von Joschka Fischer?
    Die junge Generation treibt sich woanders herum.
    Der Joschka ist bei Madame Albright in die Schule gegangen und der einzige Unterschied ist, dass die US-Regierungen damals vom Export der Demokratie geredet haben, aber schon immer andere erobern und beherrschen wollten.
    Da ist Trump nur etwas ehrlicher.

    Um etwas durchsetzen zu können, muss man die Mittel der Macht besitzen und sie anwenden können.

    Ohne Moos nichts los. Also ist die Frage, wie Geld entsteht und wozu und wie man es gebrauchen muss, schon immer wichtig gesesen, aber heute besteht erstmals die Möglichkeit, diese als Mittel entweder zur Volkskontrolle oder eben zur Kontrolle durch das Volk einzusetzen.

    Damit entstet die Frage, wer zum Volk gehört, wenn das Geld durch das Volk kontrolliert werden soll. Ich sage da ganz einfach, das können nur jene sein, die diese Werte selbst erschaffen und da komme ich in Konflikt mit ihren Vorstellungen, denn sie gehören möglicherweise zu denen, die bisher nicht besonders erfolgreich darin waren, einen nachhaltigen Nutzen für das deutsche Volk zu generieren.

    Ich muss der Vollständigkeit wegen hier anmerken, das mein Modell berücksichtigt, dass Menschen nun mal verschieden sind und manche etwas länger brauchen, bis sie etwas gut verstehen und dann auch gut umsetzen können.
    Und diese humane Betrachtung der Gesellschaft kennt der Kapitalismus nicht.
    Schnell und billig, das ist auf Dauer keine erfolgreiche Methode des Wirtschaftens.

    Das alles steckt in der Sachfrage Geld als gesellschaftliches Produktionsverhältnis zu begreifen und neu zu gestalten, wenn das existierende Finanzsystem weltweit von einer Dauerkrise erschüttert wird.
    Es ist weltweit noch keine Lösung gefunden, auch in Russland und in China nicht.
    Also ist es nur normal, dass es weltweit an keiner Universität ein Lehrbuch über die neue Ökonomie einer möglich gewordenen humanen Gesellschaft gibt.
    So ein Buch kann ein einzelner auch gar nicht schreiben, denn das kann nur ein Gemeinschaftswerk freier Bürger sein.
    Niemand kann das Wissen der Welt allein in seinem Kopf unterbringen und niemand kann jenseits von Kooperation die Fragen beantworten, die noch nicht mal gestellt sind, die aber entstehen werden.

    Und da stecke ich jetzt in dem Dilemma, wo die Bürger, die nach Freiheit streben und dazu auh fähig sind, denn nun zu finden sind.

    Leute, die Petitioen schreiben, die gab es auch schon bei anderen, den Piraten etwa und die sind kläglich untergegangen und schaffen nicht mal einen Neubeginn, weil sie Geselschaft eben nicht verstanden haben, sich aber von Bankern einreden ließen, ein BGE wäre möglich.

    Das hat übrigens auch ein Nonkonformist wie der österreichische Professor Hörmann behauptet, der mal Schatzmeister bei der DM-Partei war. Und da waren viele Handwerker vertreten, auch Angestellte des Staates, die offensichtlich den Autoritätsbeweis für einen hinreichenden Beweis gehalten haben. Das aber belegt die Naivität des deutschen Durschschnittsbürgers bis in den Staatsapparat hinein.
    Das sind Ergebnisse meiner eigenen unabhängigen Forschungsarbeit in den letzten Dekaden der jüngeren Geschichte.

    Ein Geldsystem ohne Zinseszins war schon früher ein Thema der Denker und Philosophen.
    Die alten Religionen hatten einst alle den Zins als etwas Sündhaftes verstanden und die Juden lebten vom Wucher. Der Zins war ja nur gegenüber den eigene Brüdern verboten, nicht gegenüber den Ungläubigen.

    Das sind zwar primitive archaische Vorstellungen, aber sie hatten Geltung und wurden später verdrängt.

    Aber die Kupon-Abschneider, das waren doch schon immer jene, gegen die die Arbeiter aufbegehrt haben.

    Volkseigentum war der vor etwa 200 Jahren bereits formuierte Ausweg.
    Es war aber eben kein Volkseigentum, was dann später erschaffen wurde, da die Apparatschiks die tatsächliche Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel hatten.
    Staatseigentum hat auch in Frankreich nicht zu einer demokratischen Gesellschaft geführt und Stiftungen wie Bosch oder Zeiss haben die deutsche Gesellschaft ebenfalls nicht zum besseren gewendet trotz guter Absichten der damaligen Stifter.
    Bosch erlebt derzeit einen katastrophalen Niedergang, sogar im Ländle.
    Das alles ist deutsche Gesellschaft, die kommt bei Ihnen aber gar nicht vor.

    Also können wir doch heute wissen, was in der Praxis falsch gelaufen ist.

    Aber selbst in China wurde dafür noch keine hinreichende Lösung gefunden.

    Ich habe aber in den Grundzügen beschrieben, wie das neue Finanzsystem ausgestaltet werden muss, um die Bürger zum Souverän zu machen.

    In meinem Modell wird niemand mehr an Büchern Geld verdienen und das hat schon heute begonnen. Viele kleine Verlage können ihre Produkte kaum noch absetzen.
    Who wants Yesterdays Papers, nobody in the World:-).
    Heute sind Bücher bereits veraltet, wenn sie veröffentlicht werden.
    Und mit Büchern kann man nicht diskutieren, mit Videos auch nicht.
    Und Sie haben keine Erklärung dafür, warum Ihnen der Diskurs unmöglich scheint, wenn Menschen einen anderen Blick auf das Ganze haben als Freudsche Jünger?
    Warum haben Sie eigentlich den Lehrberuf aufgegeben?
    ich würde das gern nachvollziehen können.

    Vielleicht finden wir da etwas, was uns helfen könnte, besser zu verstehen

    Ich erkenne keine Erkenntnisse in ihren Texten, die auf eigener praktischer Erfahrung beruhen. Man kann doch die Welt von heute nicht mit Fussnoten aus alten Büchern erklären.

    Ich habe schon mal einen Dozenten ener speziellen Weiterbildungsmaßnahmen abgesetzt, indem ich diesen ins Publikum geschickt habe und die Lernenden klatschten Beifall nach meinem Fach-Vortrag.

    Führung durch Kompetenz, nicht kraft einer Stellung in einer klassischen Hierarchie, wo des Peter-Prinzip greift, also wo jeder auf der Stufe seiner höchsten Inkompetenz landet.

    Und einige Leser hier im Forum haben immerhin etliche Punkte erkannt, die unbedingt geöndert werden müssen in unserer Verfassung.

    Dann aber muss auch der Weg beschrieben werden. Also muss von unten der Druck auf die Oppositiosparteien so stark sein, dass diese wenigstens bereit sind, direkte Demokratie auf Bundesebene einzuführen und die Grundrechte der Bürger nicht anzutasten.

    Natürlich reicht das auch noch nicht, wie wir in der Schweiz sehen.
    Die meisten Leute können nur in den Kategorien denken, die sie täglich im Leben erfahren haben. Diese Lebenserfahrungen beruhen nun mal bei den meisten auf den Verhältissen des Kapitalismus.

    Ein Teil meiner Generation hat wenigstens noch den Vorteil, etwas anderes erfahren zu haben. Das ist natürlich mein Vorteil Ihnen gegenüber.
    Sie haben meines Wissens nie selber ein Unternehmen geführt und praktische Probleme gelöst, der Lehrerberuf hatte Sie ja schon nicht erfüllen können, obwohl Sie damals schon als Beamter privilegiert gewesen waren. Also wurden Sie natürlich auch vom System entprechend ausgebildet, aber ebenso parallel mit der aufmüpfigen Studentenbewegung der 68er konfrontiert. Das sind ihre Quellen.
    Aber schon da offenbart die reale Geschichte, dass die Granden der damaligen Bewegung zwischen den Polen von RAF und dem Gang durch die Institutionen inzwischen olivgrün geworden sind, also Kriegstreiber und Kriegshetzer, ja sogar neue Religioten und Dummköpfe mit akademischen Graden.

    Und die wollen Sie mit ihrem moralischen Appell umerziehen?

    Ein Rene Benko konnte einen Joschka Fischer ebenso bescheißen wie die Politiker der anderen Parteien. Und an solche Leute richten Sie ihre Bettelbriefe?

    Ich muss vermuten, was Geld ist und wie es in der Zukunft gestaltet werden muss, haben Sie immer noch nicht verstanden.

    Haben Sie selbst Kinder groß gezogen?

    Mir ist bis heute nichts bekannt geworden, woran ich erkennen könnte, was Sie als etwas Sinnvolles der nächsten Generation hinterlassen haben oder noch hinerlassen werden.

    Meine Großeltern konnten das, meine Eltern trotz schwierigster Zeiten und ich konnte das auch gegenüber meinen Kindern.
    Und die waren bis jetzt auch erfolgreich in der Bildung und Erziehung ihrer Kinder.
    Das sagt mehr als 1000 Worte.

    Das mit einem zinslosen Großkredit habe ich selbst im Kleinen ausprobiert.
    Das ist zwar noch nicht die gesellschaftliche Ebene, aber es hat funktioniert und die Banken haben weniger verdient, das ist doch schon ein kleiner Erfolg.
    Und ich brauche keine mageren Zinsen, an denen der Staat sich immer noch mit Steuern bereichert. Ich zahle also weniger an den Staat und erhöhe meine monatlichen Nettobezüge.

    Sie haben sich mal mit Datenverarbeitung beschäftigt.
    Können Sie für sich ein Buchhaltungsprogramm selbst schreiben und ihre Einkommensteuer selbst berechnen? Haben Sie Ihren Energie-Verbrauch in den letzten 20 Jahren halbieren können?
    Können Sie überprüfen, ob die Berechnungen eines Solaranbieters korrekt sind und die ausgewiesenen Erträge tatsächlich realisierbar sind?

    Können Sie erklären, warum die CO2-Agenda Klimareligion ist, die keine Wirkung auf Veränderugen des Klimas haben wird?

    Können Sie nachweisen, dass die kapitalgedeckte Rente keine Sicherheit bieten wird?
    Können Sie sagen, wie sich unser Bildungssystem verändern muss, damit gekaufte Wissenschaft obsolet wird?
    Wie werden die Berufe der Zukunft aussehen?
    Das alles wird ihre „Psychoanalyse“ nicht beantworten.
    Die meisten notwendigen Informationen sind heute alle frei verfügbar, wenn man danach sucht

    Die einfachste Methode zu erkennen, was bestimmte Menschen geschaffen haben, besteht sicher darin, zu untersuchen, was diese Leute sagen und was sie tatsächlich getan haben und welche Folgen dies nach sich gezogen hat.

    Also sind das Verständnis der Motive, die Anreizsysteme einer Gesellschaft sicher zentrale Themen für eine Gesellschaftsanalyse und daraus lassen sich viele Verhaltensmuster erklären.

    Damit wird aber ganz klar, dass eine demokratische Gesellschaft bereits durch Prophylaxe alles wirksam verhindern können muss, was einen persönlichen Vorteil zu Lasten und Schaden Dritter bewirken kann. Der Dieb wird aufhören zu stehlen, wenn er immer erwischt und sanktioniert´werden kann. Die Banker werden niemand betrügen können, wenn es die Rolle der Banker nicht mehr gibt. Das gleiche gilt für Politiker.
    Und wenn keine Fernsehpreise mehr vergeben werden für Volksverdummer, keine NGOs für Regierungstreue bezahlt werden, dann verschwinden diese Rollen.
    Es geht nicht darum, den Menschen zu ändern, sondern es geht darum die Rollen neu zu bestimmen, die eine Gesellschaft zu vergeben hat.

    Wir sind hier auch nicht in der Schule, wo der Lehrer die Sicht der Dinge vorgibt.
    Sie haben ihre Sicht klargelegt, ich nun die meine.
    Damit kann sich jeder ein Urteil bilden. Und ich habe mit Fakten und konkreten Erfahrungen der neueren Geschichte meine Thesen begründet, die jeder verifizieren kann.

    Dass Sie damit nicht klar kommen, war schon erkennbar, als ich ihnen entsprechende Texte freiwillig und kostenfrei zugeschickt hatte, die Sie nicht verstanden haben. Das ist die einzige logisce Erklärung und ihre Anmerkungen bisher unterstreichen dies zusätzlich.

    Gehen wir in der Historie noch mal in einem anderen Punkt früherer Debatten zurück.
    Sie hatten sich mal über die fehlende Anerkennung und Wertschätzung durch Prof. Jürgen Bruder beklagt. Ich denke, inwischen kann man mit Sicherheit sagen, Prof. Bruder spielt keine Rolle mehr in der Geschichte, die vor uns liegt.
    Und das habe ich schon vor über 10 Jahren gewusst.
    Prof. Bruder war mir auch eine vormals zugesagte Antwort schuldig gebieben, die er aber mit seinem Scheitern bereits hinreichend beantwortet hat.

    Und auch der war ein Beamter und ein Kind seiner Zeit, also ein typischer Anhänger der Frankfurter Schule. Einer der von Dialektik sprach, diese aber nie verstanden hat und auch der dachte, er könne die Gesellschaft durch Psychologie allein erklären.

    Nun der hat immerhin seine Pension gerettet, aber dieses Privileg ist ja bereits ein Fehler im bestehenden Sozialsystem.

    Ist es tatsächlich unangemesssen, Sie in der Sache zu kritisieren, wenn sie selber nicht mal wissen, ob Ihre Sicht der Dinge die Realität hinreichend so beschreibt, dass wir dadurch unsere Zukunft selber so gestalten können, ohne zum eigenen Untergang beizutragen?

    Ich sehe nicht, wie das zu den „Iden des Merz“ und zur Entmachtung des klingenden Beils beitragen soll.

    Da ist die AfD dann tatsächlich wirksamer, aber das Schlimmste wäre, wenn Merz die AfD korrumpieren könnte, was ja bei der PdL sehr einfach war.

    Nun, man kann auch nicht erwarten, dass eine Partei mit westdeutscher Genese, deren Führungskräfte fast alle auch die deutschen Universitäten durchlaufen haben, nun wirklich jene Antworten finden können, die ich als unabhängiger Bürger formulieren kann.

    Sie weigern sich aber die wichtigsten Lügen der gegewärtigen Propagada nachzuplappern und das reicht schon, sie als Nazis zu diffamieren. Demagogie ala Selenskyj und Butscha.

    Eine Partei muss ihre Wähler mitnehmen können und wenn die deutsche Linke inzwischen durch PdL, Grüne, SPD und nun auch noch das BSW zum Symbol des wirtschaftlichen Niedergangs, der Inkompetenz, des moralischen Verfalls der Sitten und der politischen Unterdrückung geworden sind, welche Alternative kann denn das Forum bieten?

    Das ist doch die Frage, die wir beantworten sollten.

    • Ist Ihnen, lieber Herr Politikus, schon mal aufgefallen, dass Sie voller Ressentiments stecken, die sie einfach nur sinnlos, ohne jeden Erkenntnisgewinn, abreagieren? Ohne dass danach noch was kommt?

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