Bitte keinen Neid

Geldberg Guthabenkrise Schuldenkrise

Auf den Bundeshaushalt in Deutschland kommen neue Belastungen zu:
Hunderttausende Bundesbeamte sollen mehr Sold bekommen, und dies teilweise rückwirkend.

Wie die Wirtschaftswoche am 29.10.2025 berichtet, will die Bundesregierung noch in diesem Jahr ein neues Gesetz verabschieden, das viele Beamte aus ihre finanziellen Notlage befreit. Die Gehaltserhöhung soll außerdem rückwirkend für die letzten fünf Jahre gelten, was den Steuerzahler schätzungsweise 1,2 Milliarden Euro kosten wird.

Das Bundesverfassungsgericht hatte im Mai 2020 die Bundesregierung verpflichtet, die Beamtenbesoldung neu zu regeln. Nach Auffassung der Karlsruher Richter entlohnt der Staat die Beamten nicht ausreichend – vor allem im einfachen Dienst sei der Abstand zur Grundsicherung zu gering. Zudem seien die Kinderzuschläge zu gering, hieß es damals.

Nach derzeitigem Stand startet das Grundgehalt in der niedrigsten Besoldungsgruppe A3 bei 2.706,99 Euro und steigt mit fortschreitendem Dienstalter auf 3.046,42 Euro an. In der höchsten Besoldungsgruppe B11 beträgt das Grundgehalt 16.084,34 Euro. Verheiratete Beamte erhalten einen monatlichen Familienzuschlag von bis zu 317,66 Euro bei einem und 464,02 Euro bei zwei Kindern. Für das dritte und jedes weitere Kind erhält der Beamte monatlich zusätzlich 456,06 Euro pro Kind.

Hinzu kommen verschiedene Zuschläge und Zulagen. Beamte sind zudem von Beiträgen zur Sozialversicherung befreit: Statt Rente erhalten sie Pension, für die der Staat sorgt, entsprechend zahlen die Beamten auch keine Beiträge. Die Kosten für die medizinische Versorgung trägt der Dienstherr zur Hälfte, über die andere Hälfte schließen Beamte speziell für sie entworfene private Krankenversicherungspolicen ab.

Das Bundesverfassungsgericht befand in seinem Beschluss vom 4. Mai 2020, der sich auf die Besoldung von Richtern und Staatsanwälten bezog, dass ein Jahresbrutto von 91.000 Euro im Jahr 2015 (entspricht bei Beamten einem Jahresnetto von 74,5 Tausend Euro) bei vier Kindern nicht mehr dem „Abstandsgebot“ entspricht. Die Zulage pro Kind hätte nach Auffassung der Bundesverfassungsrichter rund 500,00 Euro monatlich betragen müssen.


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16 Kommentare

    • Gerade deshalb ist die Luxusversorgung der Armträger überlebenswichtig. Kein Armträger darf auf die Idee kommen, er täte Unrecht. Alle Armträger sollen sich als (von Gott) Auserwählte begreifen. Die Ähnlichkeiten zur Mafia sind dabei rein zufällig.

      • #August — Der hier führt Ihren Vortrag weiter aus. Besonders spannend, wo er das mafiöse Religiöse bzw. das religiöse Mafiöse anspricht, also das Katholische. Ganz exzellent:

        https://youtu.be/bN8waBHGk8Q

        Übrigens klingt der Herr Prof. Dr. Walter Veith mit seiner Kritik an der katholischen Kirche, an Trump sowie an überhaupt der US-Rechten fast wie der Herr Cource — really funny das, ist Dr. Veith doch ein Religiöser (7-Tage-Adventist oder so ähnlich), was der Cource ja wohl genau nicht zu sein scheint. Es sei denn, FKK würde sich aussprechen als FreiKörperKatholik.

        Auch interessant, sei der Charly Kirk ein Okkultist gewesen und habe in dieser seiner Eigenschaft gar mit Puppen gespielt in böser, aber selbstverständlich guter (christlicher) Absicht — Toyota!

        Trump. Oder: Könnte Wahnsinn schöner sein!?

        • Der Herr Prof. ist mir etwas zu geschäftstüchtig. Erinnert mich an den Schweizer Kellner mit seinen Vorträgen über außerirdische Landebahnen.

          • #August — Ja, so ganz koscher ist der nicht. Beschwert sich über den Dogmatismus des Vatikans und ist selbst dogmatisch in Sachen Reinkarnationslehre. Aber so ist das bei allen organisiert Religiösen.

            Jesus sagte: „Wo zwei oder drei von euch in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter euch.“ Wohlgemerkt: zwei oder drei. Nicht zwei- oder dreihundert!

            Es beschleicht mich doch immer wieder der Verdacht, der Protestantismus sei eine Erfindung des Vatikans. War Calvin, ein Franzose, vor seiner Flucht in die Schweiz doch Professor in Paris und best buddy des französischen Königs. Der wiederum dem Vatikan nahestand. Und dann, ganz plötzlich, entzog der König dem Calvin seine Gunst. Und der arme Calvin mußte flüchten… . Seltsam.

            In eben jenem Paris, im Stadtteil Montmartre, wurde nicht lange danach, anno 1542, dann die Societas Jesu gegründet, also die dem Vatikan unterstehenden Jesuiten, der heute nun älteste und größte Geheimdienst der Welt. Gründungszweck war die Bekämpfung des Protestantismus…

            Hätte es keine organisierten Protestanten gegeben… . Oder: Hast du keinen organisierten Feind, dann mach dir einen organisierten Feind! Ein Schelm, wer jetzt an Zionisten und die Hamas denkt.

  1. Es geht nicht(nur) ums Geld. Das wird dem Michel so, oder so, abgenommen.
    Es geht darum, das die Bundesrepublik Deutschland kein Staat mit hoheitlichen Rechten ist.
    Warum das so ist? Weil die BRD das nie nachgewiesen hat, und es NIE nachweisen kann!

    Die Folge ist, das 1945 , mit den Militärgesetzen das Beamtentum verboten, VERBOTEN, wurde- in Deutschland. Kein Staat, keine hoheitlichen Beamte. Es gibt somit auch keine Bestallung, incl. Sold, sondern nur Dienstverträge.
    Somit wurden nicht Beamte, sondern Bedienstete vom BRD System bevorzugt.
    Jeder, der sich als Beamter, mit hoheitlichen Rechten auf ein Verfassung, ausgibt – betreibt Amtsanmaßung.

    Worauf will ich hinaus?
    Heute wird Werbung im MDR/ ARD, dem Propagandasender der BRD, verbreitet: Die Uhr seiner Gattin, der 2. Ehefrau, welche Kaiser Wilhelm II. ihr 1927 geschenkt hat, wird versteigert bzw. verkauft. Finde den Fehler!?

    Wenn die BRD nicht widerspricht, das die Uhr von Kaiser Wilhelm II. ist, erkennt sie an, das das Deutsche Reich besteht, UND ‚Weimar‘ überdauert hat – allerdings nicht handlungsfähig, mangels Organisation. DAS hat das oberste, private, Gericht der BRD so weiter gegeben.
    Warum nicht handlungsfähig? Weil die feigen Adligen keine Ansprüche auf die Regierung ihrer Staaten beanspruchen.
    Da keiner vom Michel erwarten kann, diese Ansprüche zu kennen, weil unwissend, wundert mich, das sogar der nächste Verwandte/ Nachfolger der preußischen Adligen seine Ansprüche nicht stellt.

    Was kann ‚man‘ daraus schliessen?
    Einmal Feigheit – weil niemand von denen etwas hört.
    Zum anderen, das DIE wissen, das Deutschland, immer noch, besetzt IST, und somit es nicht ungefährlich ist, Ansprüche zu stellen- also Feigheit.

    Da habe ich mich doch gefragt, wenn die Nachfolger der Nahtzies den Kaiser hochleben lassen, warum die Adligen nicht? Gruß Karl

  2. Während der Corona-Pandemie haben Politiker das Geldverschleudern entdeckt. Sie werfen mit Millionen und Milliarden um sich, als ob es sich um Fasnacht-Konfetti handeln würde.

  3. Die Schuldenmacher

    Wie ein jeder weiß
    ist riesengroß der Kreis
    derer, die am Staatseuter saugen,
    ohne zu irgendwas zu taugen.
    Fangen an wir bei den Spitzen,
    die für viel, viel Geld im Bundestag sitzen,
    die, statt den Wohlstand des Volks zu mehren,
    nicht nur diesen nutzlos verzehren,
    sondern die tagtäglich darum ringen,
    dem Volk möglichst viel Schaden zu bringen.
    Steigt man herab die Stufenleiter,
    der Volksverrat geht immer weiter.
    Seh‘ ich die Massen, die aufhalten die Hand,
    raubt es mir fast den letzten Verstand.
    Nur ein verblödetes Volk kann es dulden,
    dass ein Staat anhäuft einen Berg aus Schulden,
    um das Geld Leuten in den Rachen zu schmeißen,
    die auf die, die es erbringen, herunterschauen
    und das Geld in ungeheuren Massen
    für aberwitzige Ideen verprassen,
    die möchte ich hier und jetzt nicht aufzählen,
    für die sich lässt ein dummes Volk quälen,
    glotzt stumm dabei zu, wie ein Moloch vernichtet,
    was Generationen vor ihnen errichtet.
    Merkt euch, es sind nicht nur Volksverräter,
    die aktiven Wohlstandsvernichter die Täter.
    Ein jeder der zuschaut und dazu schweigt,
    wie die Regierung seine Zukunft vergeigt,
    hat indirekt Deutschlands Absturz mitverbrochen,
    wird lebenslang nicht von Schuld freigesprochen.

    • #Dr., endlich mal ein Gedicht von ihnen, welches man bis zu Ende lesen kann – und das vor Wahrheit nur so strotzt!
      Wer DAS System nicht erkennt/ erkennen will, Deutschland zu zerstören, seit Ewigkeiten, der kann nur zum System gehören. Der ist auch von Schuld nicht frei zu sprechen. Der ist ein Kollaborateur.
      Da fällt mir dierekt die ‚Hexenjagd‘ in der französischen Revolution ein. Und es sind immer noch genügend ‚Königstreue‘ übrig geblieben……….. Gruß Karl

  4. Das perverse Profitsystems lebt vom unnötigen Status-Konsum und da haben die Beamten tatsächlich höhere Fixkosten zu bedienen, denn Ruf/Ansehen werden immer noch von den Ausgaben/u.a. Urlaubsort bestimmt, d.h. die werden im Endeffekt genauso abgezockt wie die Prekären können sich aber als was besseres dünken——soviel zum universalen Gefühl der Zufriedenheit/Glückseligkeit, welches sich nicht mit Geld/Status erhöhen lässt, Mutter Natur hat die Ausschüttung von Glückshormonen bei allen Erdenwürmern gleich veranlagt, deshalb ist die Selbstausbeutung für den Status schön dumm, diabolismus pur

  5. In der Sache Besoldung von Staatsbediensteten einmal ganz lebenspraktisch und doof gedacht: KI.

    Wer in egal welcher Art von staatlicher Verwaltung ist, ob nun tätig oder tätlich, dem dürfte beim Gedanken an KI das Hirnkasterl zu rattern und das Herze zu rasen beginnen. Ist auf jeden Fall um den Schlaf gebracht in der Nacht.

    Zumal zu allem Überfluß die ersten KI-Robots nun marktreif bzw. einsatzfähig sind. Können kräftig Einsatz zeigen bzw. sind das potentiell kräftig tätliche Einsatzkräfte. Sind dauernd in Bereitschaft, brauchen weder Urlaub noch Schlaf, werden nicht krank, müssen keine Familien versorgen, haben Nerven nicht und auch kein Gewissen. Auch wenn sie hin und wieder mal in die Wartung müssen, aber übelste Konkurrenz! Sind zum Glück, ach, nur Haushaltsroboter einsatzbereit jetzt! Ersteinmal…

    Klare Sache das, Jobkiller KI macht insbesondere Verwaltungsmenschen technologisch obsolet. Was deren Loyalität zum Dienstherren ruinieren könnte. Weswegen der jetzt schon tätig wird und Pflasterchen auflegt zur Beruhigung absehbar blankliegender Nerven. Prophylaxe ist besser als Heilen.

    • Ich glaube nicht, dass sich ein Bearmter darüber Gedanken macht, einmal von der KI ersetzt zu werden und damit überflüssig zu sein. Er ist unkündbar, ob er arbeitet oder nicht. Da aber das Volk immer stärker entrechtet wird, braucht der Staat zwangsläufig auch immer mehr Bearmte zur Durchsetzung des (Un)Rechts. Ich denke, die KI wird eingesetzt, um den größer werdenden Arbeitsaufwand ohne zusätzliches Personal bewältigen zu können.

      • #August — Sind dem Staat enorm wichtig für seinen Erhalt die Beamten, ja. Aber die sind absehbar so gut wie alle ersetzbar durch KI. Der Staat muß sie ja nicht entlassen, wenn er sie auch langsam AUSHUNGERN kann, Stichwort: Inflation ohne Anpassung der Besoldung. Ist die KI erst genügend erprobt in der Praxis, wird es absehbar so kommen.

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