LERNEN AUS DER GESCHICHTE UND VON ALTEN DEUTSCHEN GEISTESGRÖSSEN
Dieser Post enthält von mir nur wenige eigene Beiträge, aber ich möchte ihn nicht verwässern, denn er spricht für sich! Wie Goethe, Schiller und Kant unsere Zeit verdammen würden: Janine Beicht hat auf Apolut ein Meisterstück der intellektueller Interpretation unserer ziemlich dekadenten Lebensart geliefert:
- „DAS WIEDERKEHREN DER GEISTER“
„Ein Algorithmus öffnet versehentlich ein Portal in die Vergangenheit. Die Geister der Aufklärung stehen plötzlich zwischen Drohnen und Gesichtserkennung. Sie sehen Menschen, die ihre Daten freiwillig opfern, ihre Meinung algorithmisch filtern lassen und Verbote als Tugend feiern. Die alte Idee der Freiheit ist zur App geworden und niemand bemerkt den Käfig.“
Titelbild: Schiller, Goethe & Co. als Warner aus der Vergangenheit
- MEINE MEINUNG:
Ein beeindruckendes und ultimatives Essay von Janine Beicht – ihr gebührt großes Lob dafür! Fiktive Beurteilungen von Großen der deutschen Literatur und Wissenschaft mit Hilfe von Originalzitaten. Trotz der Vielfalt der Aspekte und Zitate habe ich mich entschlossen, eine Auswahl voran zu stellen, sonst wird es unübersichtlich. Den Rest bitte unbedingt im Originalartikel nachlesen:
- „Das Erwachen der alten Geister: Goethe: Er war der Erste, dem das dröhnende Schweigen die Sprache wiedergab: „Dies also nennt ihr Freiheit, die wir in Worten fanden und in Bildern verloren? Freiheit, die sich nicht mehr erhebt aus der Kraft des Gedankens, sondern sich beugt vor dem flackernden Schein! Freiheit, die den Menschen seiner Würde entkleidet, indem sie ihm das Recht zu wählen lässt, doch nicht mehr die Fähigkeit, zu begreifen! O ihr Erben eines großen Geistes, ihr habt das heilige Feuer gegen kaltes Licht vertauscht, den Ruf des Gewissens gegen das Murmeln der Maschinen. Einst war die Freiheit ein Stolz der Seele, nun ist sie ein Zeitvertreib der Hände.“ Er erhielt keine Antwort.
- Kant versuchte, Ordnung hineinzudenken. Er sprach von Vernunft, vom kategorischen Imperativ, und fragte sich, ob die Menschen dieser Zeit ihn vollkommen vergessen oder nie verstanden haben. Als er auf ein Plakat mit der Aufschrift „Unsere Demokratie verteidigen!“ blickte, das neben einem Bus mit dem Werbeaufdruck „Jetzt CO₂-neutral reisen“ prangte, schwieg er. Der Geist dieser Epoche war kein freier Wille, sondern ein programmiertes Bewusstsein.
- Nietzsche sah sich um und sagte trocken: „Der letzte Mensch tippt auf glatten Flächen und nennt es Schaffen. Er blinzelt, weil das Licht ihn blendet, nicht weil er etwas sieht. Er hat alle Fragen vergessen und dafür ein Menü aus Antworten bekommen. Er nennt seine Bequemlichkeit Frieden, seine Feigheit Moral und seine Knechtschaft Fortschritt. Er lächelt und hält es für Glück.“
- Schiller erkannte sofort das Muster: „Die haben das einstige Theater übernommen, doch ohne Inhalt, ohne Flamme, ohne Herz! Sie spielen Rollen, die kein Dichter mehr schrieb, und sprechen Worte, die kein Gedanke mehr trägt. Das Pathos ist geblieben, doch die Wahrheit entflohen; die Bühne glänzt, doch der Geist ist fort. Sie reden von Tugend, ohne sie zu kennen, und von Freiheit, ohne sie zu fühlen. So ist das Schauspiel zur Parodie geworden und das Publikum applaudiert der Leere.“
- Dann trat Luther hinzu, der fassungslos auf eine Kirche mit Regenbogenfahne blickte. Er fragte, ob dies nun das neue Evangelium sei? Niemand antwortete ihm, aber eine Lautsprecherstimme predigte Toleranz und weitere Worte in Gendersprache, die unverständlich daherkamen, in Endlosschleife. Wo einst Buße und Gewissen standen, war nun Marketing und Betroffenheit. Er lachte bitter: „Ich habe einst gegen Rom protestiert, ihr aber habt euch gegen den göttlichen Verstand verschworen! Ihr habt das Wort verdreht, bis es keinem mehr tröstet und keinem mehr straft. Einst stand der Mensch vor Gott in Reue und Erkenntnis, nun steht er vor sich selbst in Eitelkeit und Irrtum.“
- Sie alle verstanden bald, dass sie in einem Land standen, das sich selbst reglementierte, ohne zu wissen, wozu. „Unsere Demokratie“, so hieß das System, in dem angeblich alle alles mitbestimmen sollten und doch niemand etwas zu sagen hatte. Die Personen regierten nicht aus Vernunft, sondern aus Kalkül. Entscheidungen fielen, weil Interessengemeinschaften sie befahlen, nicht weil sie Sinn ergaben. Die alten Denker versuchten, die Logik zu erkennen, und scheiterten an der Abwesenheit derselben.
- Humboldt blätterte in einem der glänzenden Geräte, die man wohl „Tablet“ nannte, und las über das „Ministerium für Bildung“. Er stutzte. Das, was dort Bildung hieß, war eine Mischung aus moralischer Erziehung, ideologischer Dressur und digitaler Abstumpfung. Schüler lernten nicht mehr, zu denken, sondern zu glauben, an das, was ihnen täglich als Wahrheit verkauft wurde. Er sprach leise während er feststellte: „Die Bildung der Zukunft ist die Kunst, sich freiwillig zu verblöden.“
- Dann fügte Nietzsche hinzu, dass diese neue Gesellschaft Gott für tot erklärt und ihn durch Klimathemen, durch den Staat, durch eine absurde Angst ersetzt hat. Die neuen Priester hießen nun Experten, die Beichte war nun das Teilen der Meinung und die Hölle der Ausschluss aus der Gemeinschaft. Die anderen nickten, zögernd und erschüttert.
- Über ihnen kreisten technische Vögel. Sie wurden wohl Drohnen genannt. Eine Kamera erfasste ihre Gesichter. Sie verstanden nicht, warum. Kant fragte, welchem Zweck dies dienen solle. Schiller antwortete: „Zur Sicherheit, sagen sie.“ „Vor wem?“ – „Vor sich selbst.“
- Goethe sah eine Stadt, die greller leuchtete als alle Bühnen seiner Zeit, aber seelenlos war. Schilder verboten alles, was einst als selbstverständlich galt: Rauchen, Fortbewegung im eigenen Vehikel, Heizen, Denken und vor allem die neuen Zeichen und Symbole mit durchgestrichenen Feuerwaffen und Messern verstörte sie. Überall Verbote und das Volk dankte auch noch dafür. Er fragte sich, ob die Menschen ihre Ketten jetzt aus Bequemlichkeit trugen. Und während sie so standen, von Lärm, Bilderberieselung und moralischer Dauerbelehrung umzingelt, wurde ihnen klar: Sie waren nicht in der Zukunft. Sie waren in einer neuen Form des Mittelalters, nur mit fortschrittlicher Technik.
- Die Welt der Flachpfeifen: Goethe hatte schon beim ersten Blick auf den Glasbildschirm der Gegenwart verstanden, dass es keine echten Gelehrten mehr gab, nur noch Funktionäre, deren Bildung aus Zitaten bestand und deren Denken von neuen Ligaturen, die er noch nie gesehen hatte und die zum Beispiel „Hashtag“ genannt wurden, geprägt war. Er sah Gesichter, die sich selbst erklärten, ohne etwas zu sagen. Schiller bemerkte erschrocken: In ihrer Zeit hätte ein Mann, der so spreche, höchstens das Protokoll geschrieben; heute aber führe er die Regierung. Das politische Personal der Gegenwart war für sie ein anthropologisches Rätsel. Kant, der sich noch bemühte, Ordnung in das gedankliche Chaos zu bringen, beschrieb es so:
- „Hier herrscht nicht die Sittlichkeit des Charakters, sondern die Klugheit des Vorteils. Der Mensch, der sich der Obrigkeit fügsam beugt, findet leichteren Zugang zu den Stufen des Ansehens; der Unwissende bleibt unbehelligt, weil er niemandem zur Prüfung seines Urteils Anlass gibt; und wer nichts wagt, vermeidet zwar den Tadel, aber auch jede Würde. So entsteht ein Zustand, in welchem der Mangel an Geist zur Bedingung des Fortkommens wird. Nicht der Gebrauch der eigenen Vernunft, sondern die geschickte Einfügung in das Regiment der Parteidisziplin entscheidet über das Gelingen. Der denkende Mensch, der sich dem Prinzip der Selbsttätigkeit der Vernunft verpflichtet weiß, ist verdrängt worden durch den Menschen, der sich selbst als Ware auf dem Markte der Meinungen darbietet.“
- Leibniz analysierte das Phänomen nüchtern. Das Parteiwesen habe die Weisheit ersetzt, bemerkte er. Man habe die Republik der Ideen durch eine Republik der Interessen ausgetauscht. Es zähle nicht mehr, was richtig sei, sondern was nützlich erscheine, und zwar für denjenigen, der die nächste Liste anführen. Nietzsche grinste nur. Der Wille zur Macht sei hier zu einem Willen zur Dummheit veredelt worden, bemerkte er zynisch.
- „Der moderne Politiker predigt Verzicht, um selbst zu genießen. Er nährt sich von dem, was er den anderen verbietet, und nennt das Tugend. Er fordert Opfer, damit seine Schwäche als Moral erscheine. Einst hieß das Heuchelei , heute nennt man es Haltung.“
- Kant sah in der heutigen Demokratie eine Perversion des Begriffs: Eine Herrschaft der Form über den Inhalt. Jede Partei behauptete, für das Volk zu sprechen, und jede meinte sich selbst. Ideologische Hüllen, die den wahren Verstand ersetzen. Programme, die man nicht liest. Parteitage, die wie religiöse Zeremonien wirkten, nur ohne echten Glauben und ohne Geist. Schiller seufzte, sie hätten den Staat in eine Bühne verwandelt und das Volk in Statisten. Goethe nickte und meinte, das Drama sei nur, dass das Publikum noch applaudiere.
- Dann stießen sie auf ein weiteres Rätsel: Jene, die Kritik übten, galten nicht als Gelehrte und Denker, sondern als Feinde. Kritik war verdächtig geworden, abweichendes Denken wurde kriminalisiert. Wer sprach, riskierte seine Existenz. Wer schwieg, galt als tugendhaft. „Man habe also gelernt, nicht zu denken, um zu leben“, bemerkte Kant. Goethe fragte sich, wie ein Land, das einst kluge Köpfe hervorgebracht hatte, sich so tief in Denkverbote begeben konnte. „Es gibt keine Zensur“, erklärte man ihnen, „nur Verantwortung für das, was man sagt.“
- Luther war entsetzt: „Das nannte man früher Inquisition und wahrlich, sie ist wiederauferstanden, nur trägt sie nun ein freundliches Antlitz! Sie brennt keine Leiber mehr, sie löscht Seelen. Sie schwingt kein Schwert, sie gebraucht die Zunge. Man nennt sie Verantwortung, doch sie ist Furcht; man nennt sie Moral, doch sie ist Macht. Einst verfolgte man Ketzer im Namen des Glaubens, nun verfolgt man Denker im Namen des Guten. Der Scheiterhaufen steht noch, nur das Feuer ist unsichtbar geworden.“
- Dann beobachteten sie, wie das politische System seine eigene Macht sicherte: Durch Ausschüsse, Ämter, Förderprogramme, NGO’s und EU-Gremien. Alles war angeblich geregelt, doch nichts funktionierte wirklich. Jeder Apparat überwachte einen anderen, und am Ende war niemand verantwortlich. Schiller formulierte es scharf: Hier werde Verantwortung arbeitsteilig verwässert, bis sie keiner mehr trägt.
- „In unserer Zeit hätten wir über Ideen gestritten, mit Ernst, mit Leidenschaft, mit dem Glauben an das Denken selbst. Diese Menschen aber streiten über Begriffe, deren Sinn sie nicht fassen, und halten den Schatten für das Wesen. Sie kämpfen nicht um Wahrheit, sondern um Deutungshoheit, nicht um Erkenntnis, sondern um Zustimmung. So verlieren sie beides, die Wahrheit und die Freiheit des Geistes. Denn wo das Denken zum Werkzeug wird, dort stirbt die Idee.“
- Die digitale Dystopie: „Die Zahl, die einst Dienerin des Geistes war, hat sich wider ihren Herrn erhoben. Was der Mensch zur Ordnung seines Denkens erfand, gebraucht er nun zur Knechtung desselben. Der Algorithmus usurpiert das Urteilsvermögen, und die Statistik tritt an die Stelle der lebendigen Erfahrung. So herrscht das Rechnen über das Denken, und man nennt es Vernunft. Die Regierenden sprechen von Evidenz, doch was sie zeigen, ist nur die kunstvoll verschleierte Unwissenheit.“
- Kant staunte über die Logik der neuen Moral. Menschen erklärten Maschinen zu ihren Beratern, trauten aber keinem Nachbarn. Sie glaubten an digitale Effizienz, aber nicht an menschliche Vernunft. Überall Kontrolle, nicht als Ausnahme, sondern als Zustand. Kameras an jeder Ecke, Sensoren in jeder Straße, Gesichtserkennung als Normalität. Der Gedanke an Freiheit war anscheinend lästig geworden und er störte selbstverständlich auch die Verwaltung.
- Nietzsche lächelte spöttisch, als er sah, wie Menschen freiwillig ihr Innerstes preisgaben, Gedanken, Bilder, Vorlieben, Standorte. Die Menschen trugen ihre Fesseln in der Hosentasche. Goethe, der das Wort „Technik“ einst mit Schöpfung verband, sah in ihr nun das Gegenteil: Eine Welt, die nicht mehr erschafft, sondern sich selbst simuliert.
- Sie sahen, wie Kontrolle zur Tugend erklärt wurde. Jeder Einkauf, jede Bewegung, jede Meinung hinterließ Spuren. Der Mensch war transparent, die Macht hingegen anonym. Leibniz notierte nüchtern: Man hat den Leviathan perfektioniert. Hobbes wäre begeistert, der Mensch nicht.
- Schiller betrachtete das Modell einer sogenannten „15-Minuten-Stadt“ und fragte: „Das also nennt ihr das Ideal der Zukunft? Einen Menschen, wohlgeordnet, doch eingesperrt in einem goldenen Käfig! Alles ist berechnet, vermessen, gelenkt, nur nicht das, was ihn zum Menschen macht. Ihr habt die Freiheit in Zonen geteilt und die Seele in Quadrate vermessen. Die Wege sind kurz geworden, doch der Geist hat keinen Raum mehr. So wohnt der Mensch bequem und stirbt an seiner Bequemlichkeit.“ Man erklärte ihm, es gehe um Nachhaltigkeit. Er verstand es besser: Nein, um Kontrolle.
- Humboldt erkannte die neue Verwaltungskunst: Endlose Formulare, digitale Portale, Zugangscodes, Verordnungen. Jeder Vorgang, selbst die Freiheit, war genehmigungspflichtig. Er sah, dass Freiheit nicht verboten, sondern verregelt wird, bis keiner sie mehr erkennt. Bürokratie war nicht mehr Werkzeug, sondern Weltanschauung.
- Und über allem schwebte das Dogma des Klimas. Ein Glaube ohne Erlösung, aber mit Strafe. Luther verstand die Mechanik sofort: Sünde, Schuld, Buße, Ablass. Nur dass man jetzt nicht mehr an Gott glaubte, sondern an CO₂‑Abgaben. „Das ist keine Wissenschaft“, sagte er, „das ist Religion mit Rechenmodellen.“ Goethe ergänzte: „Und ihre Priester heißen Experten.“ Sie sahen, wie Energiepolitik zur moralischen Pose geworden war. Kraftwerke abgeschaltet, Versorgung geopfert, Wohlstand vernichtet, alles im Namen einer höheren Reinheit. Nietzsche fasste zusammen:
- „Sie zerstören, um zu retten, und nennen den Widersinn Ethik. Sie morden den Geist im Namen des Guten und halten das für Tugend. Ihr Heil ist Vernichtung, ihr Gewissen Dressur. So spricht der letzte Mensch: „Ich gehorche, also bin ich gut.“
- Die alten Gelehrten sahen in dieser Welt keine Freiheit, sondern eine durchorganisierte Ohnmacht. Jeder Bürger war registriert, bewertet, kategorisiert. Wer abwich, wurde nicht bestraft, sondern ausgeschlossen. Konto gesperrt, Profil gelöscht, Ruf zerstört. Kein Kerker, keine Ketten, nur soziale Kälte. Schiller bemerkte: „Man hat die Guillotine abgeschafft und durch den Algorithmus ersetzt.“
- Kant runzelte die Stirn: „Das ist nicht Politik, sondern die Verwaltung kindischer Gemüter. Man predigt Tugend, um Gehorsam zu erzwingen, und nennt es Aufklärung. Man spricht vom Kampf gegen das Böse, um sich das Denken zu ersparen. So wird aus der Freiheit der Vernunft die Bequemlichkeit des Glaubens. Wo Politik zur Seelsorge für Infantilität wird, hört die Aufklärung auf.
„Der moderne Mensch hat seine Seele verkauft, nicht aus Not, sondern weil ihm das Nichts Unterhaltung bot. Er tauschte Tiefe gegen Ablenkung und nennt seine Leere Leben. Er langweilt sich nicht, weil er nichts hat, sondern weil er nichts ist.“
- Das Zeitalter der Absurdität: Goethe blickte auf Kinder, die mit einem Begriffswortschatz aufwuchsen, der mehr aus sogenannten Genderpronomen, moralischen Appellen und politischen Schlagworten bestand als aus Literatur, Geschichte oder Philosophie. Nietzsche lachte wieder bitter, als er die Überflutung moralischer Inszenierungen bemerkte. Überall Mahnungen zu Gleichheit, Gerechtigkeit, Selbstoptimierung. Doch die Menschen verwandelten ihre Identität in ein Spiel der Selbstinszenierung: Männer in Kleidern, Frauen in Rüstungen, Menschen, die sich als Hunde, Einhörner oder unzählige andere Wesen erklärten. Luther sprach vollkommen irritiert:
- Hier hat die Moral die Vernunft vom Throne gestoßen, und niemand erschrickt darüber. Darum ist’s gekommen, dass eure Zivilisation das Antlitz Sodoms und Gomorras trägt. Ihr predigt Tugend mit lauter Zunge und sündigt im Herzen mit Stolz. Wahrlich, wenn Moral ohne Vernunft regiert, wird selbst das Gute zur Versuchung.“
- Goethe erklärte zum Schluss noch einmal die Ironie: „Die Menschheit hat alles erkannt, vermessen und benannt, nur den Sinn des Lebens hat sie verloren.““
https://apolut.net/das-wiederkehren-der-geister-von-janine-beicht/

Das ist gut gedacht. Aber um von den einstigen Großen lernen zu können, muss man sie erst mal kennen… Und da geht das Problem ja schon los. Wir lernten einst noch Den Erlkönig, die Glocke und den Schimmelreiter. Frag mal Gen Z nach diesen Namen. Die denken das waren DJs oder Rapper…..
Von europäischen Größen wie Diderot, Maupassant, Zola, Eliot. Tolstio. Gorki ganz zu Schweigen.
Schon im Mittelalter sprach der Pfaffe zum Edelmann : „Ich halt die dumm, halt du sie arm !“
Leider wird der Zustand der Welt geschönt unterstellt.
Die parasitäre Kaste agiert viel erbarmungsloser und grausamer.
Der Plagiator
Bin ich auch kein recht Gescheiter,
so habe ich doch keinen Stich,
mit Plagiieren kommt man weiter
plagiieren kann auch ich.
Habe dabei keine Nöte,
klaue von der besten Sorte,
nehm‘ als Quelle gleich ‚mal Goethe,
von Heinrich Faust die letzten Worte.
Ein Sumpf zieht über Deutschland hin,
verpestet alles, was errungen,
den faulen Pfuhl bald abzuzieh’n,
steht auf ihr Alten und auch Jungen.
Hat uns gekostet schon Billionen,
können jetzt nicht mehr sicher wohnen.
Grün der Filz, furchtbar die rote Herde,
sind immer noch die Geißel dieser Erde.
Als Geile ihres Wahns boshaft
wird ausgelöscht, was Deutschland einst geschafft.
Im Innern einst ein paradiesisch Land,
die rote Flut jetzt außer Rand und Band.
Und wie sie rast, Macht zu erringen,
Gemeinheit eilt, die Freiheit zu bezwingen.
Ja, diesem Sinne sind sie ganz ergeben,
doch ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
der täglich sie erobern muss!
Goethe schrieb seinen Faust-Monolog vor 200 Jahren.
Schien damals nicht anders gewesen zu sein als heute.
https://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/vorlagen/showcard.php?id=6128
Lernen könnte man beispielsweise auch vom Wasser !
Es gibt nichts weicheres und sanfteres als Wasser,
aber um hartes und sprödes zu besiegen,
kommt nichts diesem gleich.
Jeder weiß es, aber kaum einer handelt danach.
Der profane Grund liegt schlicht daran:
„Weil das DENKEN Schwerstarbeit ist, scheuen viele davor zurück.“
Die alten Philosophen litten damals noch nicht unter der Umweltvergiftung der Chemie-/Pharma-Industrie, ich glaube der Rotwein wurde nicht mehr aus Kupferbechern getrunken so wie im Mittelalter——-soviel zum perversen Profitsystem welches immanent gezwungen ist zu zerstören, weil ohne Wachstum kein Profit zu erzielen ist, deshalb die Weltkriege um künstlich Wachstum zu generieren, das ist diabolismus in Reinform——ihr Trump-/AfD-/CDU-wähler seid schuldig
Cource — Wachstum kann auch Beiprodukt sein von technologischer Entwicklung. Ist die neue Technologie dann aber da, geht es mit dem allgewöhnlichen Produktivitätszuwachs weiter und es wird immer weniger Kapital erforderlich für den normalen Wirtschaftsbetrieb. Siehe die „Kondratieffschen Wellen“: Erste war Kohle und Dampf, jetzt letzte ist KI.
Endet nicht gut, wie jetzt zu sehen ist. Es wird immer weniger händische Arbeit benötigt, läuft am Ende hinaus auf den Golem, die transhumanistische Menschmaschine. Horror.
Lisa Eckart philosophiert mit genialer Wortakrobatik über das Ende der Geschichte.
https://www.youtube.com/watch?v=XI1TlJb91gw
Besagte Lisa heißt „Eckhart“ , und nicht Eckart.
Uns KIchen meint:
Beide Schreibweisen, Eckart und Eckhart, sind korrekt, da sie Varianten des germanischen Namens Ekkehard sind.
Hast Recht Vicktoria, oder soll man gleich Ficktoria schreiben. Kling doch gleich.
Na, na, ich bitte doch um etwas mehr Niveau beim Humor.
Könnte sonst auf den Humorlosen zurückfallen.
Wenn du Homohr hättest, würdest du „NiewAu“ so schreiben. Klingt auch gut.
Klappt wohl nicht so gut mit dem Lernen von den alten deutschen Geistesgrößen.
https://www.youtube.com/watch?v=wgwaeVIbM8w
Die Frau heißt Lisa Eckhart, und nicht Eckart. Das checkst du mit deinem sehr tief gelegten IQ offenbar nicht.
„Auf einem Irrtum beharren eben nur Narren.“
#A.V. — Ja, paßt, kommt ganz schön hart ums Eck diese Alpen-Lisa. Echtes Braveheart!