Als die Mauerspechte kamen

Nichts ist langweiliger, als irgendwelche Jahrestage, vor allem dann, wenn man keine eigenen Emotionen damit verbinden kann.
Hier reiht sich nahtlos der 35. Jahrestag der Deutschen Einheit ein.

Ich bin fast 70 Jahre alt und kann nicht nur sagen, ich war dabei, sondern habe erlebt, wie sich, schon seit dem Herbst 1989, die Welt um mich herum und damit für mich selbst, von Tag zu Tag veränderte.
Stellt Euch vor, ihr könnt Onkel, Tante, Cousin und Cousine nicht treffen, wenn ihr eine große Familienfeier habt, etwa einen runden Geburtstag oder bei einer Hochzeit, weil sie auf der anderen Seite der Mauer leben und nicht einfach mal zu Besuch kommen können.

Der 3. Oktober 1990 ist unverbrüchlich mit dem 9. November 1989 verbunden. Es waren die Deutschen im Osten unseres Landes, die mutig auf die Straßen gingen. Die Rufe nach „Wir sind das Volk“, brachten schließlich die Mauer zum Einsturz.
Heute haben die jüngeren Generationen kaum eine Vorstellung von Mauer, Stacheldraht, Selbstschussanlagen, Schießbefehl und Verfolgung durch die Staatssicherheit, jenseits des freien Westens.Berliner MauerBerliner Mauer

35 Jahre sind kaum fassbar

Mein Enkel Elias war gerade 8 Jahre alt, als ich ihn abends ins Bett brachte. Da fragte er mich, „Opa, was ist der Mauerfall?“ Ich erklärte ihm, dass es bis 1990 zwei Deutschland gab, die alte Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik und das beide Deutschland durch eine Grenze, und in Berlin durch eine Mauer, getrennt waren. Im Herbst 1989 haben die Menschen die Grenzöffnung erzwungen, weil sie nicht länger getrennt und eingesperrt sein wollten. Knapp ein Jahr später war Deutschland wieder ein einheitliches Land.

Er schaute mich wissbegierig an und fragte weiter: „Habt ihr da schon gelebt?“ Meine Antwort: „Na klar, selbst Dein Papa ist noch in der DDR geboren und die Mama in der alten Bundesrepublik. Papa war damals nicht viel älter, als Du. Würde die Grenze heute noch bestehen, gäbe es Dich gar nicht, weil Mama und Papa sich nie kennengelernt hätten. Die Menschen in der DDR konnten nicht einfach dorthin reisen, wohin sie wollten.“ Seine Augen wurden immer größer und mir wurde schlagartig klar, dass mehr als 35 Jahre, aus der Sicht eines Kindes, beinahe unfassbar sind.

1989/1990 war ich mir sehr bewusst, dass ich Geschichte erlebte, die später in die Geschichtsbücher Einzug finden wird. Dabei zu sein, ist aber nochmal etwas anderes.

Plattenbau DDR 1960er Jahre
Plattenbau DDR 1960er Jahre

Umzug in der Sozialistischen Planwirtschaft

Wir sind 1989 umgezogen, in den Randbereich von Berlin. So hatte ich mit den alltäglichen Herausforderungen der sozialistischen Planwirtschaft zu kämpfen.
Meine Frau, unsere 2 Kinder und ich bezogen eine neue Wohnung in einem Plattenbau aus den 1960iger Jahren, also kein Luxus. Altes Linolium, dessen Bahnen den Blick auf den Betonfußboden freigaben, Ölsockel im Bad, graue Heizungskörper, abgewohnte Tapeten, eine 25 Jahre alte Einbauküche, die Badewanne verschlissen, gleiches galt für Toilette und Waschbecken. All das musste auf eigene Kosten erneuert werden, inmitten der allgegenwärtigen Mangelwirtschaft.

Immerhin gelang es mir, in den nächsten Wochen, alles bis auf Badewanne und Fliesen in der näheren Umgebung zu finden. Wasch- und Toilettenbecken waren sogar farbig (braun). Das war schon etwas Besonderes. Fliesen und Badewanne besorgte schließlich mein Schwiegervater aus Sachsen. Die Fliesen 15×15 waren einfarbig rosa glasiert. Sie waren alles andere, als unser Wunsch, aber es gab nur die eine Farbe und wenn man da nicht zuschlug, hatte man eben gar keine.

Um den Fliesenspiegel ein wenig aufzuhübschen, ging ich zu einem Glaser, in der Hoffnung ein paar Spiegelfliesen zu finden. Die kriegte ich auch, allerdings alles 2. Wahl mit kleinen Fehlern. Es war dennoch purer Luxus für uns. Man war immer gezwungen kreativ zu sein und irgendwie klappte es dann ja noch mit allem.
So habe ich, nach meiner täglichen Arbeit, meist mehrere Stunden, mit der Renovierung der neuen Wohnung verbracht.

Bad 1989 (Bild privat)
Bad 1989 (Bild privat)

Der Mauerfall

Auch am 09. November stand ich in unserer neuen Wohnung und flieste gerade das Bad, eine der letzten Arbeiten vor dem Umzug. Tapezierarbeiten, neuer Bodenbelag, neue Sanitärkeramik waren schon erledigt, alles in Ein-Mann-Arbeit. Handwerker gab es im Sozialismus kaum und wenn, dann konnte man sie nur in harter D-Mark bezahlen, die ich nicht hatte.

So lief an diesem Abend wie immer der RIAS (Radio im Amerikanischen Sektor), als gegen 19:30 Uhr die Nachricht, wie eine Bombe einschlug, dass Günter Schabowski im internationalen Pressezentrum bekannt gab, dass jeder DDR-Bürger über Grenzübergangsstellen ausreisen könne. Auf die Nachfrage eines Journalisten verkündete er dann ohne Abstimmung mit den Entscheidungsträgern, dass dies seiner Kenntnis nach sofort in Kraft trete.

Damit löste er das größte historische Ereignis der „Wendezeit“ aus. Nach 28 Jahren hatte der „Eiserne Vorhang“ nicht nur ein Loch. Noch am selben Abend forderten viele Ost-Berliner die neue Reisefreiheit ein. Die Menschen drängten an die Grenzübergänge und belagerten diese so lange, bis die völlig überforderten Grenzposten die Tore öffneten und sich die Euphorie Bahnbrechen konnte.

Ich habe die ganze Nacht am Radio gehangen und geheult, wie ein Schlosshund, so haben mich meine Gefühle übermannt. Man kann es kaum beschreiben, was man damals alles fühlte. Es hatte sich so viel angestaut und brach sich nun Bahn. Die Menschen aus Ost und West lagen sich in den Armen, sie feierten und tanzten auf dem Kudamm, an der Siegessäule und in so ziemlich allen Straßen Westberlins. Das ist bis heute einmalig und an Emotionen wohl kaum zu überbieten. Zurückblickend war es einer der glücklichsten Momente in meinem Leben.

Bild-Zeitung "Die Mauer ist weg"
Bild-Zeitung „Die Mauer ist weg“

Der Weg zur Deutschen Einheit

In den folgenden Wochen und Monaten vollzog sich der unausbleibliche Übergang zur Deutschen Einheit. Aus den Rufen „Wir sind das Volk“, wurde „Wir sind ein Volk“.

Es war die Zeit der Mauerspechte, die buchstäblich Tag für Tag die Mauer abbrachen.

Am 22. Dezember 1989 trafen sich SED-Ministerpräsident Hans Modrow und Bundeskanzler Helmut Kohl vor dem Brandenburger Tor. Zuvor war Kohl am 19. Dezember 1989 in Dresden, wo er eine Rede, an die Bürger der alten DDR hielt. Später nennt er diese Rede eine der schwierigsten seines politischen Lebens. Denn: „Die Menschen haben auf eine Botschaft gewartet. Nicht nur hier auf dem Platz, sondern überall im Lande“ erläutert er, im Westen wie im Osten. „Aber es haben natürlich Millionen aus dem Ausland, wo es auch Ängste gibt, die man berücksichtigen muss, zugehört, zugesehen.“

Auf dem Weg zur Einheit gab es am 18. März 1990 die ersten freien Volkskammerwahlen.

Am 1. Juli 1990 trat die Währungsunion zwischen der DDR und der Bundesrepublik in Kraft. Sie war Teil eines großen Vertrages zwischen den beiden deutschen Staaten und gilt als ein erster Schritt zur deutschen Einheit. Durch die Währungsunion wurde die D-Mark das alleinige Zahlungsmittel in der DDR.

Am 12. September 1990 wurde der sogenannte „Zwei Plus Vier Vertrag“ in Moskau ratifiziert und trat damit in kraft, welcher letztlich auch international, die Deutsche Einheit regelte.

So war der 3. Oktober 1990, der Tag der Deutschen Einheit, der letzte Schritt, der unser Land nun wiedervereinte.
Die Vereinigung, nach Trennung, Stacheldraht und Verfolgung war eine große Leistung, die durch die Menschen und verantwortungsvolle Politiker jener Zeit, aus Ost und West, geschaffen wurde.

Lassen wir nicht zu, dass „Brandmauern“ uns erneut trennen. Mauern, die ausgrenzen, sind nie ein Zeichen von Demokratie und Freiheit. Wir sind ein Volk, wir alle sind Deutschland. Lasst uns nicht warten, dass es schon irgendjemand regelt, der es bereits in den vergangenen Jahren vergeblich versucht hat.
Wir müssen es selbst anpacken!

„Ich kann nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber so viel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“ (Georg Christoph Lichtenberg)

35 Jahre Deutsche Einheit
35 Jahre Deutsche Einheit (KI-generiert)

 

 

 

 

 

 

 

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Entschuldigung: Ihr müsst schon entschuldigen, wenn ich hier manchmal Dinge schreibe, die nicht dem Mainstream entsprechen. Aber ich kann es erklären, denn ich hatte eine schwere Kindheit und damit kann man ja bekanntlich alles entschuldigen. Ich musste noch erleben, wie der Kohlefahrer einen Berg voll Braunkohlebriketts vor dem Haus ablud und mein Vater diesen Berg in den Keller schaufelte. Anschließend sah er genauso dreckig aus, wie der Kohlefahrer selbst. Dass mein Vater seinerzeit nicht an einer Staublunge gestorben ist, bleibt mir ein Geheimnis. Unser Kachelofen im Wohnzimmer und der Kanonenofen in meinem Kinderzimmer versprühten im Winter wohlige Wärme, auf Kosten der dreckigen Braunkohle und den ungefilterten Ruß Abgasen, die jedes Haus in den Himmel stieß und war es nicht Kohle, so war es zumindest Heizöl, was auch nicht besser war. Apropos Schlote, die Industrieschornsteine ragten empor und stießen ihren Dreck noch ganz ohne Entschwefelungsanlagen in die Atmosphäre. Das war nicht nur der Dreck der Kohle, nein auch giftige Dämpfe der Chemieindustrie. Alle anderen Abfälle wurden einfach in die Flüsse geleitet oder auf ungeschützten Deponien entsorgt. Auch die gute alte Dampflock verrichtete noch zuverlässig ihr Werk und brachte uns von A nach B. Wie idyllisch ist es doch gewesen, wenn die Dampflock schnaufend durch die grüne Landschaft dampfte und ihr lautes Signal ertönte. Unsere Autos brauchten noch keinen Katalysator oder Partikelfilter und verbrauchten auch mehr Benzin und Diesel, als heute. Ja es gab sogar noch 2-Taktmotoren, die mit einem Benzin-/Ölgemisch betrieben wurden. Da konnte man wenigstens noch sehen, was hinten raus kam. Wir hatten übrigens auch noch keine biologisch erzeugten Lebensmittel und mussten Obst und Gemüse essen, dass vorher mit Pestiziden behandelt wurde. Wie ich das alles überlebt habe? Das grenzt schon an ein Wunder. Also habt Verständnis für mich, denn ich hatte wahrlich eine schwere Kindheit.

66 Kommentare

  1. HEUTE IST TAG DER DEUTSCHEN EINHEIT

    DANKE RUSSLAND FÜR DIE DEUTSCHE WIEDERVEREINIGUNG, DU HAST NUR DAS BESTE GEWOLLT.

    DICH SELBST HABEN DIE DEUTSCHEN POLITIKER IN ZUSAMMENARBEIT MIT DEN USA NUR BETROGEN !!

      • Leider hat sich der Gutmensch Gorbatschow von den US-Amerikaner über den Tisch ziehen lassen. NATO Erweiterung, wurde nicht schriftlich vereinbart sondern nur mündlich!
        Der „Zwei plus vier Vertrag“ wurde von US-Anwälten mit den Russen vereinbart, die Deutschen Politdarsteller durften nur abnicken!

        • Das ist richtig, aber es gibt genügend Beweise, dass sie es artikuliert haben und selbst wenn es nicht schriftlich festgehalten wurde, hat es bei Menschen mit Anstand zu gelten. Allerdings ist Anstand eine Eigenschaft, die bei den Amis nicht vorkommt und das war ihre ihre Chance, einen deutsch-russischen Wirtschaftsverbund auf alle Zeit zu verhindern. http://www.youtube.com/watch?v=iNaRagLCQFU

          • Die Deutschen Politdarsteller haben auch verschlafen gleichzeitig einen Friedensvertrag zu verlangen sowie durch das deutsche Volk eine Verfassung zu vereinbaren. Kein Wunder schon damals liefen Hirnlose Regierende durch die Gegen, von deutscher Geschichte keine Ahnung.

            • Das wissen sie heute noch nicht, aber bedenke, Geschichte schreiben immer die Sieger und so wurde es in unsere Köpfe gehämmert. Wenn ein Gehirn 80 Jahre gewaschen wird bleibt nicht mehr viel übrig.

              • Geht weiter..in seinem Sessel, behaglich dumm, sitzt schweigend das deutsche TV Publikum!….und lässt sich abends gern berieseln.
                Die höchste Geistesleistung ist das Pausen Pieseln.
                „Bitte waschen sie ihre Hände, ihr Gehirn waschen wir!“
                …für die Gehirnwäsche durch Radio und TV zahlen die Deutschen
                dafür…(GEZ) Gehirnwäsche durch diese Staatssender seit über 70 Jahren!!

            • ÖRR haben bei uns seit Jahren Hausverbot bis auf Sendungen, die z.B. Reisen durch Deutschland zeigen, vor allem in Mittel- und Ostdeutschland. Ich bin in Thüringen geboren und habe noch Verwandte dort, die ich aber nicht kenne. Leider.

              • @Karl, bei mir auch nicht. Einmal Rebell, immer Rebell. Mit den 80 Jahren habe ich die 80 Jahre nach Kriegsende gemeint und nicht jemandes Alter.

  2. Tja, Gorbatschow ist aber nicht Putin, die weltweiten Stalinisten/Gotteskrieger versuchen wieder die Erdenwürmer dazu zu bringen sich gegenseitig auszurotten und die anti-autoritäre Bewegung der echten linksgrünen/u.a. Jutta Ditfurth für alle Zeiten zu killen, denn wenn sich keiner mehr für Apel&Ei ausbeuten lässt geschweige denn als Kanonenfutter dienen will, wars das gewesen mit dem perversen Profitsystem——-soviel zum Hauptziel von Trump/Putin/AfD die französische Revolution rückgängig machen, das Joch/Leibeigenschaft 2.0 lässt grüßen, in Russland/China usw. schon längst realität/vollzogen

  3. HIER EINDEUTIGE HINWEISE DASS DIE EURPÄER NUR DIE NÜTZLICHEN IDIOTEN FÜR DEN 3. WK SEIN SOLLEN UND DIE EU-POLITIKER WISSEN DAS !!

    US-General Collins :

    „Es ist genug, dass wir Waffen liefern, unsere Söhne sollen nicht in Europa verbluten. Es gibt genügend Deutsche, die für unsere Interessen sterben könnten“

    (Hessisch-Niedersächsische Allgemeine 24.10.1981)

    Samuel Cohen, US-Kernwaffenexperte und Mitbauer der für deutschen Boden bestimmten Neutronenbombe, erklärt auf die Frage nach dem Einsatz der Bombe:

    „Der wahrscheinlichste Schauplatz wäre Westdeutschland: ich halte es für eine akademische Frage, sich den Kopf darüber zu zerbrechen auf welche Art der Feind zu Tode kommt.“

    (Bild-Zeitung, Hamburg 16.10.1977)

    Henry Kissinger 1979 in Brüssel:

    „Ihr Europäer müsst schon verstehen, dass, wenn es in Europa zu einem Konflikt kommt, wir Amerikaner natürlich keineswegs beabsichtigen, mit euch zu sterben“

    (Unabhängige Nachrichten Bochum Nr. 8 1981)

    US-Verteidigungsminister C. Weinberger:

    „Das Schlachtfeld des nächsten konventionellen Krieges ist Europa und nicht die Vereinigten Staaten“

    (Frankfurter Rundschau, 29.4.1981)

    US-Konteradmiral Gene R. La Rocque:

    „Die Amerikaner gehen davon aus, dass der dritte Weltkrieg ebenso wie der erste und der zweite in Europa ausgefochten Wird“

    • Zu General Collins Auslassungen wäre zu ergänzen, dass diese Deutschen nicht nur zum Sterben gut sind, sondern die Waffenlieferungen auch noch bezahlen sollen – für die Amis eine Win-Win-Situation…

  4. Die meisten Deutschen verbinden mit der Deutschen Einheit wohl eher positive Gefühle.
    Leider hat sich das geeinte Deutschland und die errungene Freiheit, seit Merkel in eine andere Richtung entwickelt.
    Deshalb sind insbesondere die Ostdeutschen sehr sensibel, wenn die Freiheit immer weiter eingeschränkt wird.
    Wir werden wohl noch einmal auf die Straße gehen müssen und den Kartellparteien und ihren ReGIERungen klar machen, wer das Volk ist.
    Wem es zu bunt ist, der kann blau wählen.

    • Lies Dir das mal durch. Da wird einem übel. Der, der das verfasst hat, kommt auch aus der richtigen Eck: Christoph Becker ist Mitglied bei der Geschäftsführung beim Zentrum Liberale Moderne, also eine NGO. Mehr muss man nicht wissen http://www.telepolis.de/features/Zentrum-Liberale-Moderne-Obskure-Finanzpraxis-und-fragwuerdige-Kontakte-Gruene-unter-Verdacht-9584231.html?seite=all
      Es wäre besser, wenn er ruhig wäre.
      http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/wissen/geschichte/id_100938176/tag-der-deutschen-einheit-die-ddr-war-eine-permanente-demuetigung-.html

      • Ich bin selbst im Osten geboren und war 33 Jahre alt, als die Mauer fiel.
        Den Artikel auf t-online kann ich so nicht bestätigen.
        Die Menschen wollten Demokratie und Freiheit. Sie waren überzeugt, dass das Leben für sie besser wird, nach dem Anschluss an die Bundesrepublik.
        Vieles hat sich auch tatsächlich positiv verändert. Aber man hat vergessen, dass die Menschen auch eine Ostdeutsche Biografie hatten und anders sozialisiert waren. Das hat vielen die Identität genommen.
        Obwohl Merkel selbst Ostdeutsche ist, hat sie doch ihre Wähler im Osten vernachlässigt. Außerdem begann mit Merkel die Rückkehr von Autokratie und Beschneidung von Freiheiten. Die Politik war beliebig, Hauptsache sie blieb an der Macht.
        Die Wählerbindung im Osten, ist weder der CDU, noch der SPD gelungen.
        Darum wird im Osten mehr AfD gewählt. Es fehlt inzwischen das Vertrauen in die Demokratie.

        • Ich war 17 als die Mauer gebaut wurde und hätte im Leben nicht daran gedacht, sie einmal fallen zu sehen. Wir im Westen hatten uns arrangiert und viele der SPD und Grünen wollten auch nicht, dass die Mauer fiel https://www.bpb.de/themen/deutschlandarchiv/174237/die-spaltung-der-spd-am-ende-der-deutschen-teilung/
          und hier https://hubertus-knabe.de/gruene-und-wiedervereinigung/
          Ich war nie ein Mensch, der morgens den Fernseher anmacht, aber an dem Morgen machte ich ihn aus irgendwelchen Gründen an und sagte zu meinem Mann „die Mauer ist weg“. Seine Antwort „Du träumst, geh wieder ins Bett“. Ich fragte mich, was am nächsten Arbeitstag wohl auf meiner Arbeitsstelle los wäre, denn ich arbeitete für die amerikanischen Streitkräfte. Es war viel los, denn alle waren überrascht und wussten nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollten. Das allerdings war schnell geklärt. Unsere Befürchtungen, dass man euch dann so schnell über den Tisch ziehen würde, dass ihr die Reibungshitze als Nestwärme empfinden würdet, war auch durch die Treuhand schnell geklärt.
          Aber sie hat kommen sehen, was wir jetzt haben und gewarnt.
          „Alle diese Untersuchungen, die gründliche Erforschung der Stasi-Strukturen, der Methoden, mit denen sie gearbeitet haben und immer noch arbeiten, all das wird in die falschen Hände geraten. Man wird diese Strukturen genauestens untersuchen – um sie dann zu übernehmen.
          Man wird sie ein wenig adaptieren, damit sie zu einer freien westlichen Gesellschaft passen. Man wird die Störer auch nicht unbedingt verhaften. Es gibt feinere Möglichkeiten, jemanden unschädlich zu machen. Aber die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachen derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen, glaubt mir. Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das ständige Lügen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel, in dem alles seine Kontur verliert.“

        • Ja, vor allem, wenn diese von „Unserer Demokratie“ faseln. Es ist NICHT unsere!
          Die meisten „Schafe“ glauben es leider.

          • In beiden Teilen Deutschland wurden die Gehirne gewaschen, nur auf unterschiedliche Art. Im Westen allerdings so gründlich, dass kein Platz mehr für selbständiges Denken ist und das soll, wenn es nach den Politnieten geht, auch so bleiben. Bei den Wessis haben sie das bis ins Kleinste erreicht, bei euch ist es nicht möglich, weil ihr am eigenen Leib erlebt habt, was eine solch ungesunde Politikrichtung bewirkt. Die Wessis sollten euch dankbar sein, dass ihr sie darauf aufmerksam macht. Da viele aber lernresistent, ÖRR- und Politkerhörig sind, wird sich im Westen so schnell nichts ändern, es sei denn, sie wären persönlich betroffen. Ob sich aber dann was ändert wage selbst dann bei Etlichen zu bezweifeln. Heute im Saarland: Wiedervereinigungsfeier ohne einen ostdeutschen Politiker wenn man dem Internet Glauben schenken darf.

  5. Wenn die Westeuropäer schlau wären und wir kluge, starke Regierungen hätten, wäre JETZT DIE GELEGENHEIT die ANGELSACHSEN, insbesondere die USA+FREUNDE subito vom alten Kontinent zu jagen !!!

    Es ist so offensichtlich deren mieses Spiel + leicht zu durchschauen, also hätten wir nichts zu verlieren, sondern nur zu gewinnen! !!!

    Das Problem ist nur: HÄTTEN WIR !!!

  6. Mann, Frau, Demokratie, Freiheit, Rechtsstaat, Virusinfektion, Volk, Nation… . Alles Gefühlssachen mit einem Schuß Luther, „Erlösung allein durch den Glauben“. An die Obrigkeit.

  7. Kleine, aber wesentliche Korrektur: Der Ruf, der „die Mauer einstürzen ließ, lautete nicht „Wir sind ein Volk!“ sondern:
    „W i r sind d a s Volk!“ Betonung auf „wir“.
    Und das hatte eine bessere DDR zur Perspektive, nicht eine Rekolonialisierung in der BRD

  8. Es war nicht das Volk, es war die Stasi welche die Kontinuität organisierte. Natürlich in Absprache mit den westlichen Diensten. Oder glaubt heute noch jemand an die Verschwörungstheorie, wonach 200 schlecht organisierte Bürgerrechtler einen totalen Überwachungsstaat zum Einsturz bringen können?

  9. Ich kann und möchte das nicht beurteilen, da ich Wessi bin, aber ich denke, die Unzufriedenheit der Menschen war eine starke Triebfeder.

    • Die DDR war bereits 1983 pleite. Deshalb gabs den 5 Mrd. Kredit von Franz-Josef Strauß an den Stasi-Schalk, vereinbart beim BND in München. Die Russen waren nicht erfreut, konnten aber nichts mehr machen. Ich sehe das Jahr 1983 als Startpunkt für die sogenannte Wende. Ein hochrangiger BND-Mann erklärte mir, mit der so stabilisierten DDR konnte man auf den richtigen Zeitpunkt warten. Nix mit Volkes Wille, sondern von Oben organisiert.

      • Das ist Blödsinn !!! Die DDR war nie wirklich pleite. Auch wenn man sie mit diesen Krediten korrumpiert und in Schieflage gebracht hat. Man hat hier die elementaren Grundsätze des Marxismus/Leninismus verletzt, die da lauten man soll sich niemals von Banken abhängig machen. Schon gar nicht von Banken des Klassenfeindes. Und wenn ich daran denke was allein die Treuhand hier für Millionen versilbert hat, wie viele hundert Patente vom Westen geschluckt wurden, das die SED Nachfolger Die Linke heute noch vom bei Seite geschaffen Parteivermögen zehren kommt mir das

        • Sich darum zu streiten, was und wie die Dinge damals dazu beigetragen haben, dass es das Ende der DDR besiegelte, bringt uns nicht weiter, denn ändern können wir nichts mehr. Die Fehler, die damals seitens der Politik und der Wirtschaft gemacht wurden, spüren wir heute noch. Gipfel war die Treuhand, die mit einer Rücksichtslosigkeit Betriebe abwickelte, die deutschen und in Deutschland ansässigen ausländischen Firmen gefährlich werden konnten. Aber das ist nicht alles, denn das hätte sich vielleicht über die Jahre ausgewachsen. Das Problem, welches das Größte ist, ist, dass man uns weiterhin zu dividieren versucht und wenn ich viele westdeutsche Kommentare lese, damit auch ganz erfolgreich agiert. Ich habe damals alles ziemlich genau beobachtet, weil mich interessiert hat, wie das Ganze über die Bühne geht und war entsetzt, als sie anfingen Beamte mit „Buschzulage“ in die „neuen“ Bundesländer zu schicken. So etwas hätten sie sich noch nicht einmal mit Staaten im tiefsten Afrika gewagt. Die Abschätzigkeit, mit der die Menschen behandelt wurden, war schwer zu verkraften. Mein Mann und ich hatten befürchtet, dass Glücksritter, Betrüger und sonstige zwielichtige Gestalten ihre Chance wahrnehmen würden, aber das es so schlimm kommt, hätten wir nicht gedacht. Auch der Westen war pleite und das hat ihn gerettet. Konkurrenz konnten sie sich daher nicht erlauben, also musste sie weg. Wie es jetzt aussieht müsst ihr Deutschland ein zweites Mal retten und es werden viele Wessis sein, die euch Steine in den Weg legen und Knüppel zwischen die Beine werfen. Wie wichtig ihr denen seid haben Merz und Konsorten gestern bewiesen: kein ostdeutscher Politiker hat in Saarbrücken am Tag der „Wiedervereinigung“ gesprochen wenn überhaupt einer anwesend war.

          • Die Politik hat nix falsch gemacht !! Die haben genau das durchgezogen was sie ausgekungelt haben und was sie tun sollte.
            Das Volk hat sich in Hysterie stürzen und einlullen lassen.
            Heute denken viele ganz anders über die s.g. Wende. Aber ja. Leider können wir das nicht mehr rüber machen. Aber wir können es zum Besseren wenden. Die Straße ist eine mächtige Front !!!!

          • @Heidi Walter
            Ich sehe es das auch so.
            Die Ostdeutschen haben die Erfahrung mit 2 Systemen gemacht und kennen die positiven und die negativen Seiten.
            Ich denke aber vor allem Deutsch und nicht Ost/West. Wir unterscheiden ja auch nicht Nord/Süd, denn auch da gäbe es Unterschiede.
            Wer uns versucht zu trennen und sei es in den Köpfen, verfährt nach dem alten Grundsatz „Teile und herrsche“.
            Arschlöcher gab es schon immer, auch heute und das in Ost/West/Nord/Süd. Es gibt aber auch überall echte Freunde.

            • Da hast Du vollkommen recht, wir sind alle Deutsche und die Unterschiede sind regional begründet. Ich habe es nur deshalb hervorgehoben, weil mir diese arrogante Art der gelernten Wessis, die heute in Teilen noch existiert, mächtig gegen den Strich geht, obwohl ich selber ein so genannter „Wessi“ bin. Die immer wiederkehrende Frage, die ich mir in diesem Zusammenhang stelle ist, warum sind die so stur und beharren auf ihrer Einstellung? Ich habe die Wiedervereinigung auch noch aus einer ganz anderen Perspektive erlebt, ich war nämlich zu dem Zeitpunkt bei den US Streitkräften beschäftigt. Davor und danach auch, aber die Zeit ist mir besonders im Gedächtnis geblieben.

  10. Wie vieles in der Geschichte war auch die s.g. Wiedervereinigung eine gute Inszenierung. Die ersten Proteste gab es in Sachsen. Plauen, Werdau, Zwickau.
    Heute wird Leipzig als Ursprung Stilisiert. Und als sich der Westen im November 89 gierig auf den Osten stürzte und später den ganzen Ostblock assimilierte agierten die alten Seilschaften im Hintergrund. Mit Merkel starteten die dann den Gegenschlag. Und bis heute gleicht die ganze Show eher einer Übernahme. Die Frage ist nur wer wen übernommen hat. Die Mauer steht höher denn je. Im Osten blauer Himmel und im Westen ein Misch aus Schwarz, Rot und Grün…..
    Und man nähert sich einem neuen Ostfeldzug….

    Zitat am Ende
    Was ist der Unterschied zwischen vor und nach der Wende ???
    Vor der Wende gab es im Osten volle Portemonaies und leere Regale, heute haben sie volle Regale aber leere Geld-Taschen

  11. Wer wie ich, den Mauerfall und die Deutsche Einheit als Befreiung erlebt hat und auf Demokratie und Freiheit hoffte, der versteht, warum die Ostdeutschen heute trotz aller Widrigkeiten feiern. Sie haben mit friedlichen Mitteln ein System zum Einsturz gebracht und wissen, dass sie die Kraft haben, dies auch erneut zu leisten.
    https://www.facebook.com/share/v/1CLiEzKs6Y/

  12. Aus einem früheren Artikel von mir …
    Am 19. August 1989 nahmen die ersten DDR-BürgerInnen ihr Schicksal selbst in die Hand und flüchteten bei einem Paneuropäischen Picknick über die ungarische Grenze in den Westen. Die offizielle DDR-Propaganda produzierte eine „Räuberpistole“ (unwahre, übertriebene Geschichten) nach der anderen, um von den wahren Ereignissen abzulenken. Niemand wollte so recht an die „Märchen“ glauben. Viele hatten die Möglichkeit, sich über das Westfernsehen und das Radio der anderen Seite frei zu informieren. Da halfen auch die Attacken eines Karl-Eduard von Schnitzler nichts, denn sein „Schwarzer Kanal“ war längst als Propagandaschleuder verrufen.
    Ab dem 4. September 1989 gingen die Menschen dann zunächst in Leipzig, später auch in anderen Städten wie Berlin, Dresden, Wittenberg und Plauen auf die Straßen und forderten mehr Demokratie ein. Sie riefen vor allem „Wir bleiben hier“, „Keine Gewalt“ und „Wir sind das Volk“. Das war klug, denn alle Maßnahmen, die gegen diese Demonstrationen ergriffen wurden, richteten sich damit gegen das „Volk“. Die Staatsorgane waren von der Größe der Demonstrationen völlig überrascht.
    Inzwischen liefen der DDR die Menschen davon. Tausende flüchteten im September in die Prager Botschaft der Bundesrepublik Deutschland. Am 30. September konnte der damalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher verkünden, dass deren Ausreise in die Bundesrepublik erstritten wurde und die DDR-Führung unter dem politischen Druck bereit war, Zugeständnisse zu machen. Dieser Erfolg erhöhte natürlich den Wunsch nach Freiheit bei den meisten DDR-Bürgern.
    Am 7. Oktober waren in Plauen 15.000 Demonstranten auf der Straße und in Leipzig zog am 9. Oktober ein gewaltiger Demonstrationszug mit 70.000 Teilnehmern um den Ring. Es war schwierig geworden dies als „Pöbel“ abzutun und ein Eingreifen wie in China im Juni 1989 auf dem Platz des Himmlischen Friedens konnte und wollte man sich nicht leisten. Das heißt aber nicht, dass es seitens der Sicherheitskräfte keine Gewalt gab. Besonders in Plauen und Berlin gab es um den 7. Oktober noch zahlreiche Übergriffe und Verhaftungen durch die Polizei. Der friedliche Protest war eigentlich immer bedroht und wurde manchmal nur zufällig durch fehlender Weisungen der Staats- und Parteiführung erhalten.
    Die Montagsdemonstrationen waren zu einer festen Größe geworden. Am 7. Oktober ließ sich die Partei- und Staatsführung in Berlin noch ein letztes mal feiern und inszenierte einen Aufmarsch der FDJ (Freie Deutsche Jugend) und eine Militärparade anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung der DDR. Auch Michail Gorbatschow war eingeladen. Statt der Partei- und Staatsführung zuzujubeln, ertönten die Rufe „Gorbi, Gorbi, Gorbi …“. Gorbatschow erklärte noch am Vorabend, vielsagend den überlieferten Satz „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“. An jenem 7. Oktober verließ Gorbatschow vorzeitig die Festveranstaltung und flog nach Moskau zurück. Kaum war Gorbatschow abgereist, wurden tausende Regimegegner in Berlin verhaftet.
    Im Oktober beschloss dann das Politbüro, keine Waffengewalt gegenüber friedlichen Demonstranten anzuwenden. Zu groß wäre der mediale Schaden gewesen, hätte man die andauernden Proteste gewaltsam niedergeschlagen. Gleichzeitig schwanden von Tag zu Tag Macht und Einfluss Erich Honeckers. Am 18. Oktober wurde er von den eigenen Genossen gestürzt und Egon Krenz als Nachfolger inthronisiert. Das sollte wohl der erhoffte finale Befreiungsschlag werden und die politischen Gegner besänftigen.
    Schon am 10. September 1989 hatte sich die Bürgerbewegung „Neues Forum“ gegründet. Damit hatten die oppositionellen Kräfte auch erstmals eine Organisation, um ihre Interessen zu artikulieren. Ihr Ziel war es nicht, die DDR zu beseitigen, sondern den Staat DDR zu reformieren.
    Völlig überraschend fiel am 9. November die Mauer. als sich gegen 19:30 Uhr die Meldungen überschlugen, dass Günter Schabowski im internationalen Pressezentrum bekannt gab, dass jeder DDR-Bürger über Grenzübergangsstellen ausreisen könne. Auf die Nachfrage eines Journalisten verkündete er dann ohne Abstimmung mit den Entscheidungsträgern, dass dies seiner Kenntnis nach sofort in Kraft trete.

    • Die sogenannte DDR-Bürgerrechtsbewegung war von der Stasi total unterwandert. Auf der einen Seite vom Runden Tisch saßen die Stasis aus dem Apparat, auf der anderen Seite die Stasis von der gut gelenkten Bürgerbewegung. Natürlich gab es auch ein paar Echte, aber die wurden ganz schnell rausgemobbt. Black Lives Matter lässt grüßen.

      • @Augusta Victoria
        Die gesamte Gesellschaft war von Stasi-Spitzeln durchsetzt. Wer da glaubt, die Bürgerrechtsbewegung sei frei davon gewesen, hat das System der Staatssicherheit nicht verstanden.
        Aber natürlich hatten sie nicht die Oberhand in der Bürgerrechtsbewegung.
        Am runden Tisch saßen viele aufrechte Demokraten, wie Bärbel Bohley, Jens Reich, Marianne Birtler, Katja Havemann, Gerd und Ulrike Poppe, Wolfgang Templin oder Rainer Eppelmann, die die DDR verändern wollten.

        • Genau so war (ist) das !!! Selbst im engsten Familienkreis spitzelte die Stasi wie ich aus eigener Erfahrung weis. Und nach der Wende sind Stasi Mitarbeiter in Höhe und höchste Ämter und in NGOs aufgestiegen (Merkel, Kahane) Die Stasi war der Staat in Staaten. Die SED Führer wie Honecker und Konsorten waren nur Marionetten und wurden genau so verarscht wie das Volk…

          • Immerhin scheinen auch viele „Wessis“ von der Stasi gelernt zu haben. Siehe Faeser. Bärbel Boley hat es vorausgesehen und gewarnt. Niemand wollte sie hören. Ich fand auch Regine Hildebrandt ganz toll und habe mir gewünscht, dass es mehr Frauen wie sie gäbe. Leider musste sie uns viel zu früh verlassen. Sie würde die Hände über dem Kopf über die jetzigen Dämlichkeiten in verantwortungsvollen Posten zusammenschlagen. Die geballte Inkompetenz und nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa. https://www.achgut.com/artikel/baerbel_bohley_die_frau_die_es_voraussah

  13. Lustige Google suche

    Meine Eingabe:
    “zum Glück das ich ein Wessi bin“
    Google Suchergebnis:
    “Danke Mama und Papa, dass Ich kein Wessi bin“

    Neue Google Sucheingabe:
    “zum Glück dass ich kein Ossi bin“
    Google Suchergebnis:
    „Danke, dass ich kein Wessi bin“

  14. Die DDR-Stalinisten hatten die Nachzucht genauso traumatisiert und zur Vaterlandsliebe/-verteidigung=kadavergehorsam dressiert wie Putin/Selenskyj/Trump/Netanyahu usw. die Russen/Ukrainer/Israelis usw. heute——-soviel zur stalinistischen Zukunft unter Trump/AfD

  15. Tag der Rochade
    Parteigenosse A kommt auf Posten B, Parteigenosse B kommt auf Posten C, Parteigenosse C kommt auf Posten D usw.

    • Wiedermal einer, der keine Ahnung hat.
      Die alten Genossen in ehemals führenden Positionen, wurden fast lückenlos von ihren Posten entfernt.
      In Verwaltungen und Behörden, übernahmen Wessis mit „Buschzulage“ das Kommando.
      Bis heute sind im Osten die meisten Führungspositionen mit Wessis besetzt.

      • So ist es und wie sehr die Wessis sich durchsetzen, zeigte sich am Tag der „Wiedervereinigung“ im Saarland. Kein Ostpolitiker durfte sprechen und bis auf eine oder zwei Postillen, die es schrieben, herrschte Schweigen im Walde.

      • Liebe Alfafrau, ich kenne genug Bürgerrechtsbewegte die versuchten in den neuen Ämtern und Behörden zu arbeiten. Sie wurden gnadenlos von den SED- und Stasi-Seilschaften raus-gemobbt und und das mit den altbekannten Zersetzung-Methoden. Mal ein paar Kinder-Pornos auf den Rechner gespielt und schon wird dem Aufhebungsvertrag zugestimmt. Und die Chefs aus dem Westen hatten auch nichts dagegen, sie lieben linientreue Stasi-Murksel.
        Wo sie recht haben ist, dass die über 50jährigen Genossen in Rente geschickt wurden. Von dieser Luxusrente, weil nach Posten berechnet und nicht nach Einzahlung, kann heutzutage jeder Wessi nur träumen.
        Aber die Kinder und Enkel der Bonzen machten eine superschnelle Karriere, weil die Alten in Rente waren.
        Dank der Rotkohlschen Luxusversorgung war das wohlergehen der Genossen bestens gesichert. Das Volk hingegen wurde so lange mit ABM verblödet bis es freiwillig zu Millionen in den Westen abwanderte und die Dortigen mit Lohndumping beglückte.
        Liebe Alfafrau, könnte es sein, dass Sie der Stasi-Propaganda vom bösen, bösen Wessi erlegen sind?

        • Ach Augusta Victoria, es ist einfach Unsinn, was Sie schreiben. Niemand der alten Genossen, wurde in Luxusrente geschickt und besser behandelt. Das Gegenteil ist der Fall.
          Aber Sie stellen einfach steile Behauptungen auf, die einer Prüfung nie standhalten würden.
          Man nennt solche Leute auch „Dampfplauderer“!
          Der Einigungsvertrag von 1990 regelte die Überführung der Rentenansprüche aus der DDR in das bundesdeutsche System, wobei Zusatz- und Sonderversorgungen für ehemalige Funktionäre, Funktionsträger und Funktionäre staatlicher und gesellschaftlicher Organisationen gestrichen oder stark gekürzt wurden. Das Rentenüberleitungsgesetz (RÜG) vom Juli 1991 konkretisierte dies weiter, indem es überhöhte Leistungen und Entgelte im Nachgang zu den Einigungsvertrag eingeführte Regelungen abbaute und kürzte.

          • Auftragsplauderer kann man natürlich nicht vom Gegenteil überzeugen, weil sie wissen was sie tun.
            Nicht nur, dass die Genossen aufgrund ihrer hohen Posten eine sehr viel höhere Rente als das DDR-Volk erhielten, auch alle Zusatzrenten wurden nachträglich eingeklagt und genehmigt. Und für die unter 50jährigen gabs Posten in den neu geschaffenen Ämtern und Behörden. Wer kein DDR-Systemring war, kam da nicht rein und musste in den Westen abwandern. Und auch die Westfirmen behielten den Pateigenossen Direktor. Denn die kannten sich ja bestens mit der Ausplünderung des Volkes aus. Und die Klauhand, vormals DDR-Planungskommission, entschied nach der Devise, Bauenland in Bonzenhand.

            • Wenn ein Dampfplauderer mit Fakten konfrontiert wird, ist es natürlich schwer für ihn. Aber er plaudert weiter Unsinn, den er nicht belegen kann.
              Augusta, Du scheinst auf dem Niveau einer 17-jährigen zu stehen, die alles schon mal gehört hat, keine Ahnung von nichts hat, nie dabei war, sich aber wichtig tun will.
              Es scheint auch eine weibliche Form vom Dummen August zu geben, die Dumme Augusta.
              Der dummen August ist der Clown im Circus, mal ein tollpatschiger Dummkopf, mal ein eingebildeter Snob, mal ein trauriger Landstreicher. Ich würde sagen, das passt voll und ganz.

  16. Falsch! Man hat die alten Seilschaften nur aus der Schusslinie genommen und Alibi Wessis auf Posten gesetzt. Wahrscheinlich sogar als Belohnung weil die geholfen haben die z.T. erheblichn Widerstände im Westen gegen die Wiedervereinigung zu brechen. Fakt ist das die alten Genossen bis heute im Hintergrund aktiv sind. Manche sogar offen. Wie zB. Kahane. Fakt ist auch, das ehemalige Dissidenten Darsteller wie Gauck es bis in hohe Positionen geschafft haben. Fakt ist auch, das alt SEDler nach der Wende Wortfuhrer und Gründer einer Nachfolge Partei wurden. Siehe Gisy. Und dann war da noch Merkel

    • Nichts davon ist richtig!
      Merkel kam aus einem evangelischem Pfarrhaus und war nie in der SED. Man muss Merkel nicht mögen, weil unter ihr viel falsch gelaufen ist. Nur warum kam kein Widerstand aus der CDU? Die vielen Mitläufer, Arschkriecher und Speichellecker haben das alles ermöglicht!
      Gauck war Pfarrer und Teil der Bürgerrechtsbewegung. Er saß mit am „Runden Tisch“. Mit SED oder Stasi hat das wenig zu tun. Er war eher deren Opfer.
      Gysi (übrigens wird er so geschrieben) hat die SED im Dezember 1989 übernommen und später als PDS in das Deutsche Parteiensystem überführt. Niemand mochte die PDS. Ich erinnere mich noch gut an die rote Socken Kampagne.
      Welche SED-Genossen lenken heute noch im Hintergrund das Geschehen? Die Generation der alten Genossen ist verstorben und deren Nachfolger sind heute 80 Jahre alt (Gysi 77) oder sogar noch älter.

      • #Pandora — Wohl wahr, im gesamten ehemaligen Ostblock wurde das alte Personal ersetzt durch ein dem Westen dienliches neues. Kapitalistisch geworden, wurden China und Rußland zu Zauberlehrlingen des großen WEF-Strategen Noah Yuval Harari, welcher Kapitalismus und Marxismus-Leninismus digital vereint.

        Wer hätte das gedacht, das verstehe mal einer: die sozialistische Weltrevolution am Ende nun vom kapitalistischen Westen her!

        Dabei könnte alles ganz einfach gewesen sein mit dem Kapitalismus. Wenn da nicht dieses blöde Problem wäre, daß billiger verkaufen muß, wer billiger herstellt. Und da muß doch nun jeder einsehen, bitteschön, daß es dafür nur diese eine ganz logisch vernünftige Lösung geben kann für die Menschheit: von KI dirigierte und kontrollierte Plan-, Zwangs- und Kommandowirtschaft, die Große Sklaverei, Hara-KI-ri!

        Und im Himmel sitzen Marx, Engels, Lenin, Stalin und Mao vergnügt mit Adam Smith, Sidney Webb und den Jungs und Mädels von der London School of Economics beisammen und feiern ihren Sieg.

        • Ergänzend zu meinem Vorkommentar, gibt es allerdings eine große Ausnahme. Rußland hat heute einen Staatspräsidenten, der aus dem alten roten Geheimdienstapparat kommt.

          Amtorg Trading und Herr Farewell lassen grüßen — should old acquaintance be forgot…

  17. Unter der linksgrünen Merkel wurde der Wehrdienst abgeschafft, das ist ein Weltwunder welches von keiner rechten Sau/von Niemandem in Abrede gestellt werden kann

    • Ihnen hätte mit Sicherheit nicht geschadet, Disziplin und Anstand zu lernen, denn wie es aussieht, haben Ihre Eltern versäumt, Ihnen davon etwas mitzugeben.

      • #Heidi — Ja, auf den kann man leicht hereinfallen. Satiriker. Und großer Könner seines Fachs!

        • Satiriker? Ich hoffe, dass das ironisch oder sarkastisch gemeint war, denn selbst der beste Satiriker hat es nicht nötig, sich einer Gossensprache zu bedienen.

          • #Heidi — Wohl wahr, aber Gossensprache ist neu bei ihm. Wahrscheinlich versucht er bloß, mit dem zunehmenden allgemeinen Sittenverfall Schritt zu halten. Satiriker müssen immer noch eins draufsetzen, um nicht unterzugehen in den sich immer höher aufschwingenden Wogen der unfreiwilligen Realsatire.

    • #Heidi — Was Reitschuster und all den vielen populären kritischen Konservativen leider fehlt, sind Kenntnisse in ORDENTLICHER politischer Ökonomie. Ohne solche Kenntnisse aber läßt sich NICHTS von alldem verstehen, was derzeit weltpolitisch geschieht, nichteinmal ansatzweise. Es bleiben dann allein noch alberne Verschwörungstheorien.

      Der große Witz an Marx, Engels und Lenin ist, eben diese ordentliche politische Ökonomie geliefert zu haben. Die Marx/Engelsche Kritik der politischen Ökonomie von Kapital und Lohnarbeit sowie Lenins Imperialismusschrift sind vollauf sachrichtig. Ansonsten waren diese Herren geschmacklose Figuren, reinrassige Herrenmenschen. Wobei dies letztere für Engels wohl weniger bis nicht zu gelten hat. Der aber leider nicht die Kraft hatte, sich von Marxens Herrenmenschentum zu distanzieren.

      Die politisch-ökonomische Diagnose vollauf richtig, die Therapie mörderisch falsch. Sozialismus ist eine beschämende Orgie an brutalster Menschenverachtung. Was viele leider davon abhält, sich mit der exzellenten politischen Ökonomie von Marx, Engels und Lenin auch nur im geringsten befassen zu wollen. Ohne solche Kenntnisse aber ist die der Menschheit sich heute stellende historische Aufgabe nicht zu beschreiben bzw. zu erfassen. Nämlich daß industrielles Produzieren, wenn als Geldgewinnwirtschaft betrieben, unausweichlich zuläuft auf Chaos und Barbarei. Weil billiger verkaufen muß, wer billiger produziert.

      Kann jeder Zehnjährige verstehen. Woraus sich leider auch die Erkenntnis ergibt, daß die meisten Erwachsenen sich geistig noch auf der Stufe von Neunjährigen befinden.

      Solchen und ihren Kulturministern kann man nur viel Glück wünschen.

    • Zu Reitschuster, Kanzleramt und Lenin hier zusammenfassend noch anzumerken, gilt das kritisch an die Adresse der Konservativen zu Sagende ohne Einschränkung auch für die Linke. Diese versteht ebenfalls NICHTS von ORDENTLICHER politischer Ökonomie. Weswegen die Linke noch um einiges peinlicher ist als die Konservativen. Versteht sie doch das von ihren drei größten Helden sachlich ordentlich Geleistete nicht!

      Wie auch könnte die Linke dieses von ihren großen Helden Geleistete jemals verstehen wollen. Es würde ihr die Propaganda verderben. Denn Marx, Engels und Lenin sprechen den Unternehmer von der Sünde frei, der böse Schuldige zu sein am großen ökonomischen und politischen Zerfall der bürgerlichen Gesellschaft.

      Glatter Freispruch! Ist der Schuldige laut Marx, Engels und Lenin doch allein in einem lapidaren Umstand zu finden: „Geld ist,“ und genau so sagte es Marx, „kein Automat mit Lieb‘ im Leib.“ Womit er auf eine politisch-ökonomische Erscheinung anspricht, die er und Engels als „tendentiellen Fall der Profitrate“ bezeichneten. Wohinter sich der simple Fakt verbirgt, daß billiger verkaufen muß, wer billiger herstellt.

      Wie gesagt, kann das jeder Zehnjährige geistig nachvollziehen. Darum unbedingt festzuhalten, geht es in dieser Angelegenheit mitnichten um Intellekt. Sondern um den WILLEN zum Erwachsensein.

  18. Diese ganzen Meinungen über den Mauerfall habe ich jetzt gelesen.
    Fazit: Jeder hat seine eigene Meinung.
    Die Meinung, 10.000de wären auf der Strasse gewesen, hat niemand bewiesen.

    Den Mauerbau habe ich mit 12 Jahren erlebt. Es gab zwar trara im Fernseh, damals noch s/w, aber Fernseh war damals, wie heute Elektroauto, nicht jeder konnte sich ein Gerät leisten. Entsprechend war die Wahrnehmung des Mauerbau´s.
    An der ‚Grenze‘ aufgewachsen, im Westen, hat ‚man‘ es mitbekommen, was dort alles geschah, aber es wurde Normalität.
    Der Mauerfall war da schon spektakulärer.
    Allerdings kam wenig ‚Revolution‘, sondern eher die Flüchtlinge aus Ungarn, nach Österreich, wurden gezeigt.
    DANN erst kamen Bilder von Menschen, welche mit Trabbi nach Westberlin, über die Grenze fuhren.
    1990 War ich sebständig. Da waren andere Dinge angesagt, wie die Öffnung der Grenze.
    Es dauerte gar nicht lange, da wurden die Mitarbeiter aus Mitteldeutschland, eindeutig erkennbar an ihrem Dialekt, schlechtgeredet (mit Absicht ein Wort).
    Von faul, bis schlechte Arbeitsmoral, war da vieles zu hören.
    Der Hintergrund, sie strömten in den Arbeitsmarkt im Westen. Das merkten zuerst die Arbeiter.
    Was mir sofort auffiel, die Ministerpöstchen wurden umgehend von Parteibonzen aus dem Westen besetzt.
    An dieser Stelle setzte bei mir das ‚(nach)denken‘ ein.
    Mit Bulli, oder/ und Motorrad befuhr ich den ‚Osten‘ der neuen BRD. Die Menschen gefielen mir, wie sie in den Städten und Dörfern auf der Strasse zusammenkamen und Feierten.
    Es war ein ‚Wahltag‘, also ein Sonntag, ich besuchte einen Dorfflohmarkt irgendwo hinter dem Harz. Eine Frau bemerkte, sie müßte noch ihre Bürgerpflicht erfüllen. Bei mir setzte wieder das ‚Denken‘ ein.
    Heute lebe ich in Mitteldeutschland – ich bin hier ‚Der Wessi‘. Obwohl ich gemerkt habe, das von dem zusammenhalt, und Festlichkeiten im Dorf, auf den Strassen, nichts mehr vorhanden ist. Auch habe ich versucht, mich zu integrieren, mit Besuch am Stammtisch, und andern ‚Festlichkeiten‘. Es wurde, in meiner Gegenwart, NIE über Politik gesprochen. Meiner Ansicht nach, sind die, nach 35 Jahren, immer noch ‚verklemmt‘- na, ich bin halt kein Linker. Eine Russen’feindlichkeit‘, bei einigen, eine Ukrain’freundlichkeit‘, bei anderen.
    Die ‚Ossis‘ haben alles Schlechte der BRD angenommen. Obwohl ich mit erhobener Faust begrüßt werde, ändern die Seilschaften im System der BRD nichts. Nicht mal in dem kleinen Dorf, in welchem ich dato lebe.

    Allerdings hat es mich angeregt, auch über den Mauerfall zu recherchieren. Und ich bleibe bei meiner Meinung, das die DDR an die BRD bzw. VSAmiesen übergeben wurde. Dabei habe ich dieses Video gefunden, was besonders nachdenklich macht- und meine Überzeugung stärkt:
    https://eingeschenkt.tv/mauerfall-1989-eine-inszenierte-aktion-der-geheimdienste-michael-wolski/
    Gruß Karl

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