»Massenpsychologie und Ich-Analyse« (Freud) oder wenn der Wahn die Massen ergreift. Sechster Teil. Version-1.

2025 06 17 sigmund freudAllgemeiner Hinweis: Der folgende Text ist die 1. Version des 6. Teils einer Reihe von Texten, die nach und nach im Vordruck auf QPress.de in eine »Einführung in die Kritik der Psychoanalyse« eingehen sollen; sie sind als Einführung für eine allgemeine Kritik der Psychoanalyse im Kontext des alltäglichen Nahbereichs in drei Bänden gedacht, die in rund zwei Jahren erscheinen wird. Link des 1. Teilshier anklicken; des 2. Teilshier anklicken; des 3. Teilshier anklicken; des 4. Teilshier anklicken; des 5. Teilshier anklicken.

E6 Zum Begriff der Empathie in scharfer Abgrenzung zum Begriff des Mitleidens

In dieser Einführung wird es darum gehen müssen, die freudschen Begriffe der Analyse so gut es geht dem Verstehen des Lesers zugänglich zu machen, ja, und nicht zuletzt auch mir, ein tragendes Motiv des Schreibens, das für gewöhnlich unterschlagen wird.

Verstehen passiert schrittweise und zunächst nicht besonders tiefgründig, zum Beispiel mit den Begriffen der Verdrängung oder Abreaktion, dem Abreagieren negativer Gefühle, von Konflikten in uns ausgelöst, jene beiden Begriffe – zusammen mit zahlreichen weiteren Begriffen – in einem innigen Verhältnis zueinander sich gegenseitig beleben. Dazu gehören auch die eben erwähnten Begriffe des (negativen) Gefühls sowie des Konflikts; selbst der des Arguments; und was den des Konflikts betrifft: er löst negative Gefühle im Innenleben eines Menschen aus, wenn er argumentativ einer Kritik ausgesetzt wird. Hier sich eine Verbindung auftut zwischen dem Innen ( leben) und Außen: es werden Verbindungen ausgebildet, die das Subjekt in sich generiert: zur sozialen Struktur, in die es involviert bis hin zum gesellschaftlichen Ganzen, das Ganze das Subjekt als Vorstellung, wie es verfasst sein möge, in sich ausbildet. Und so geht es immerzu weiter. Folgt man hier dem Aufsatz (Kap. 4, S. 84 – 99), könnte man meinen: das Subjekt und generell »die Sozialtheorie [insgesamt] sind nicht gesellschaftsfähig«: sie sind ohne hinreichenden Gesellschaftsbegriff (vgl. ergänzend Witsch 2009, S. 29 – 44: »Begriffliche Grundlagen«).

Kommen wir aber zunächst auf den Begriff der Abreaktion zu sprechen. Nicht nur von ihm meinen wir im Alltag eine durchaus gebrauchsfertige oder nicht weiter ausbaunotwendige Vorstellung zu haben, jedenfalls eine solche, die keiner tiefer- oder eingehenderen Spezifizierung – Verbindungen zu weiteren Begriffen – bedarf; etwa wenn in (E5 Witsch 2025/09/11) davon die Rede ist, dass der Begriff der Abreaktion so allgegenwärtig wie universell in den sozialen Strukturen oder Beziehungen präsent sei, für sich genommen hinreichend aussagekräftig.

Irrtum, denn ehe wir uns versehen, laufen uns weitere Begriffe über den Weg: dem der »sozialen Struktur« in Abgrenzung zum »gesellschaftlichen Ganzen« sowie dem des »Subjekts« und wie es mental disponiert ist in Abhängigkeit zu seiner sozialen Umgebung bis hin zum gesellschaftlichen Ganzen. Davon schon die Rede war (vgl. Witsch 2009, S. 33 – 38) und immer wieder die Rede wird sein müssen[1].

Allgegenwärtig sind, und das ist der Sinn dieser Einführung in die Kritik der Psychoanalyse, die Begriffe in ihrer gebrauchsfertigen Verwendung analytisch indes nur begrenzt verwendbar, noch dazu aufs Ganze gesehen oder in einem umfassenderen Kontext. So auch der Begriff der Abreaktion. In einem differenzierenden, resp. umfassenderen Kontext mag er weniger leicht verstehbar oder nicht unmittelbar zugänglich sein, etwa verbunden mit »mentalen Störungen«, die darin bestehen, dass negative Gefühle mehr oder weniger sozialunverträglich ausgelebt werden, für gewöhnlich sozialunverträglich von außen ausgelöst, namentlich von Momenten unseres Wirtschaftssystem, dem Kapitalismus, induziert, das heißt, wesentlich vor dem Hintergrund, dass dieses System sich selbst zerstört, aus sich selbst heraus, mit sich selbst nicht identisch, freilich nur eine Richtung seiner Veränderung kennt: die seiner Zerstörung, seines Niedergangs, sodass, wenn dem so ist, sich unschwer vorhersagen lässt, dass das System weitgehend und heute immer absehbarer ungebremst dazu neigen wird, alle mit ihm verbundenen sozialen Strukturen mit in den Niedergang hineinzuziehen: man dann davon ausgehen muss, dass soziale Strukturen in den (Wirtschafts-) System-Selbstmord eingebettet sind, in die Zerstörung der Menschheit in einem immer wahrscheinlicheren Dritten Weltkrieg.

Ja, und für den Systemselbstmord bedarf es mit dem System verbundene Menschen, die mental entsprechend disponiert sind vor dem Hintergrund, dass das System Menschen braucht, die den Systemselbstmord und damit auch ihren eigenen Selbstmord herbeiführen. Das geschieht moralisch motiviert, für Freiheit und Demokratie, darin sich der bewusste Wille zum Selbstmord in Luft auflöst; würden Menschen doch widersprechen, wenn man ihnen Selbstmordabsichten unterstellen würde, zum Beispiel in einem sich selbst verstärkenden oder sich verselbständigen Konflikt mit Russland, wie wir es gerade erleben:

»Gefahr am Himmel: Wie wehrhaft ist Deutschland gegen Drohnen?«, heißt es in der Nachrichtensendung zdfheute. Wörtlich einführend: »Unbekannte Drohnen über Bundeswehr-Standorten und kritischer Infrastruktur. Expertin Ulrike Franke warnt: Deutschland ist schlecht vorbereitet und unterschätzt die Bedrohung« (ZDF 2025/09/24).

Tiefergehend analysiert, drängen sich die Anzeichen, dass wir in den Untergang hineinwachsen, immer eindringlicher auf. Und die Mehrheit der Menschen lässt das widerstandslos, gleichsam wie paralysiert, über sich ergehen, man sollte endlich sagen, in wachsendem Maße mental, mithin kommunikativ gestört, sodass sich der kommende Untergang der Menschheit sich irgendwann zur Gewissheit verdichten muss und Menschen innerlich geradezu wie im Wahn disponiert sein müssen, um das immer noch zu leugnen. Und wenn es dann so weit ist und der Untergang der Titanic augenscheinlich nicht mehr in Frage steht, wollen die meisten Menschen, bevor sie absäuft, noch einmal gehörig die Musikkapelle aufspielen lassen.

Vorerst laufen die Menschen indes nur mit, wie paralysiert äußern sie sich kaum oder nur verhalten, wie es sich für Mitläufer gehört; spüren sie doch instinktiv, dass es mit der Meinungsfreiheit nicht weit her ist, dass umstrittene Äußerungen zur politischen Lage mit Ausgrenzungen – frei nach Freud mit »Objektverlusten« verbunden sind, die Traumata wiederbeleben würden, die sie in der frühen Kindheit, gleich zu Beginn mit dem Geburtstrauma erlebt haben, um darauf mit Reflexen (Saug- und Greifreflex) zu reagieren, so die Menschen heute reagieren, gestört, indem sie reflexartig bestimmte Themen meiden oder auf sie reflexartig ablehnend oder aggressiv reagieren. So ich es beständig mit Tennisfreunden, nicht allen, erlebe. Hier haben wir es allerdings mit Vermutungen zu tun, die aus meiner Sicht jeder für sich selbst beantworten mag – ob er sich den Schuh einer mentalen Störung, Freud sagte »Neurose«, anziehen mag.

Eine (analytisch) tiefergehende Antwort darauf scheint mir indes nur in einem sprachgestützten intersubjektiven Kontext, der aus mindestens zwei Personen besteht, möglich, in dem die Kommunikation nicht mit fadenscheinigen Gründen verweigert wird, ferner unmöglich ohne Begriff von einem Trauma, generell ausgelöst durch Objektverluste, jedenfalls solange ein möglicherweise traumatisiertes Subjekt, das lediglich nur mitläuft, nicht weiß, was das ist: ein Trauma, davon in (E5 Witsch 2025/09/11) zum ersten Mal die Rede war im Kontext einer Auseinandersetzung, die Freud mit seinem Zeitgenossen Otto Rank und seiner Geburtstrauma-Vorstellung führte (vgl. Freud 1926, Kap. X, S. 76f).

Und weil Menschen ihre eigenen traumatischen Erfahrungen, namentlich ihre Konflikte, begriffslos, resp. unverstanden, nicht verstehbar kommunizieren, neigen sie mehr oder weniger offen, dem Augenschein nach, dazu, selbige, bzw. die von ihnen ausgelösten negativen Gefühle in ihnen, weitgehend sozialunverträglich abzureagieren, sinnfrei, bzw. dem Verstehen abhold insbesondere dort, wo sie nicht unmittelbar betroffen sind: sie und ihre Angehörigen nicht selbst mit einem Gewehr in der Hand in der Ukraine in den Krieg gegen Russland ziehen müssen, um Objektverluste hautnah zu erleben. In diesem umfassenderen Kontext werden Abreaktionen sozialunverträglich ausgelebt, zumal ohne die Spur von Empathie für Menschen, die man nicht kennt, etwa für Menschen, die in der Ukraine in den Krieg gezwungen werden. In (RtDe 2025/07/11b) heißt es einführend:

»Bei der Rekrutierung ukrainischer Wehrpflichtiger kommt es zu ’systematischen‘ Menschenrechtsverletzungen. Dies geht aus einem Bericht des Menschenrechtsbeauftragten des Europarats hervor, der Kiew auffordert, die Fälle zu untersuchen und künftige Verstöße zu verhindern«.

In (RtDe 2025/07/14) heißt es ergänzend:

»Rund 70 Prozent der zwangsrekrutierten ukrainischen Bürger fliehen noch während der Grundausbildung aus der Militäreinheit. Das sagt der Militärausbilder der ukrainischen Armee Anton Tschornij in einem Interview«.

So gesehen, möchte man meinen, dass leidende Menschen ganz generell von der Politik und ihren sie tragenden (Staats-) Medien gehasst werden, indes ohne dass Politiker und Medienverantwortliche sich einen tiefergehenden oder umfassenderen Begriff von ihrem Hass machen. Das macht einmal mehr ihre mentale Störung aus: sie laufen ohne Begriff von sich selbst und ihrem Innenleben herum. Das verbergen sie instinktiv vor ihrer sozialen Umgebung, sowie gleichursprünglich vor sich selbst, indem sie ihre mental gestörte Disposition (des Hasses) in Rührseligkeiten ertränken, so wenn Bundeskanzler Merz anlässlich einer Rede große Gefühle des Mitleidens mit den Juden zum Ausdruck bringt, um im Windschatten dieser großen Gefühle den Sozialstaat zu zerschlagen.
Unter der Überschrift »Rührseligkeiten oder wie Politik sich entkriminalisieren lässt« (Witsch 2025/09/23) heißt zum Begriff der Rührseligkeit: 

»Merz, der Mensch« und »darf ein Kanzler so viel Gefühl zeigen«? So »titelte die ZEIT am 17.09.2025 (…) mit ganz viel Herz aus der Feder von ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo« Anlass war eine Rede von Mertz zur »Wiedereröffnung der restaurierten Reichenbach-Synagoge in München am 15. September«. Wisse Lorenzo denn nicht, heißt es weiter in (Witsch 2025/09/23), »dass Merz den Bürger hasst, insbesondere die, die »es nicht geschafft haben«? Einem Artikel von (RtDe 2025/09/21) zufolge treibe Kanzler Merz den »Sozialkahlschlag voran«: »Nicht nur Migranten und Bürgergeldbeziehern wollen er und seine Parteifreunde ans Leder, sondern allen Lohnabhängigen. Krankheit soll für gesetzlich Versicherte richtig teuer werden, so ihr Vorschlag – wegen angeblich zu vieler Arztbesuche«.

Meiner Deutung gemäß ist Mitleid anders als Empathie mehr oder weniger offen mit Hass, Mord und Totschlag vereinbar. Die Fähigkeit zum Mitleiden besitzen alle Menschen mehr oder weniger, auch der Grausamste, zum Beispiel Hitler für seinen Hund oder seine Frau Eva Braun, dagegen nicht für Menschen, vor allem Juden, die auf der Grundlage einer heiß geliebten Idealität (reinen arischen Blutes) in die Vernichtung getrieben werden müssen. Oder für sogenannte Arbeitsscheue, die auf Kosten des Gemeinwohls eine ihnen angebotene Arbeit nicht machen wollen und es deshalb verdienen, ggf. im Müll zu verenden.[2]

Anmerkungen
[1] Unter anderem auch sehr differenziert im Vorwort von Klaus-Jürgen Bruder zum Vierten Teil der »Politisierung des Bürgers. Theorie der Gefühle« (Witsch 2013a, S. 7 – 13).
[2] Zum Begriff der Empathie in scharfer Abgrenzung zum Begriff des Mitleids vgl. Kap. 6.9, S. 121 – 124: »Enttabuisierung des Innenlebens: Über den Film ’Capernaum‘«.

Quellen
Freud, Sigmund (1926). Hemmung, Symptom und Angst. Reclam-Verlag (zitiert nach der Ausgabe von 2022).
RtDe (2025/07/11b). Ukraine: Europarat „alarmiert“ über Todesfälle und Folter im Zusammenhang mit Zwangsrekrutierung.
RtDe (2025/07/14). Ukrainische Armee: 70 Prozent der Mobilisierten desertieren noch während Grundausbildung.
RtDe (2025/07/21). BlackRock-Kanzler gegen Arbeitsrechte: Kranke sollen blechen.
Witsch, Franz (2009). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Erster Teil: Begriff der Teilhabe. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2015).
Witsch, Franz (2012). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Zweiter Teil: Mehrwert und Moral. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2017).
Witsch, Franz (2013). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Dritter Teil: Vom Gefühl zur Moral. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2017).
Witsch, Franz (2013a). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Vierter Teil: Theorie der Gefühle. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2015).
Witsch, Franz (2025/07/13). E1 Leerbegriffs-Psychoanalyse ohne Realitätsbezug. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/07/29). E2 Zirkelschluss-Analyse oder wie es die Psychoanalyse (Freud) schafft, den Realitätsbezug aufzulösen. QPress.de.
Witsch, Franz (2025/08/10). E3 Realitätsphobien, eingelassen in die Psychoanalyse sowie Sozialtheorien (Detel, Habermas, Bruder, etc.) generell. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/08/24). E4 Konfliktpositionen regressiv (realitätsphobisch) verarbeiten. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/09/11). E5 Mit Abreaktionen Zugehörigkeitsbedürfnisse ausleben. Verlag: QPress.de.
Witsch, Franz (2025/09/23). Rührseligkeiten oder wie Politik sich entkriminalisieren lässt. Verlag: QPress.de.
ZDF (2025/09/24). Gefahr am Himmel: Wie wehrhaft ist Deutschland gegen Drohnen?
ZEIT (2025/09/17). Festakt in Münchner Synagoge: Merz, der Mensch. Darf ein Kanzler so viel Gefühl zeigen? Ein Kommentar von Giovanni di Lorenzo.

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Über Franz Witsch 47 Artikel
Franz Witsch, geb. 1952, lebt in Hamburg und ist Lehrer für Politik, Geografie und Philosophie. Zwischen 1984 bis 2003 arbeitete er in allen Bereichen der freien Wirtschaft als Informatiker und Unternehmensberater. Heute schreibt er sozialphilosophische Texte und Bücher.

11 Kommentare

  1. Die Erdenwürmer haben ein generelles Problem im Umgang miteinander und zwar: sie behandeln sich gegenseitig als Objekte und nicht als Subjekt mit unantastbarer Würde, d.h. entweder haben sie Respekt/Angst vor der jeweiligen Macht des anderen oder sie glauben überlegen zu sein und bevormunden ihr Gegenüber, diese Bewertung des Gegenüber ist tierisch, deshalb gibt es keinen Unterschied zum Tier, lediglich im kleinen vertrauten Kreis kann man diese voreingenommenheit ablegen und sein gegenüber als Subjekt behandeln––-Soviel zur intrinsischen Bevormundung aller Erdenwürmer durch die Gläubigen Christen/Muslime usw lediglich die Urchristen/Juden hatten sich untereinander als ebenbürtig/Subjekt behandelt, we shall overcome we shall overcome/Gleichheit-Gerechtigkeit-solidarisches miteinander aller Erdenwürmer

  2. Nachtrag: Aber es gibt Hoffnung siehe Berlin, wo man die rechte Regierung sogar für die Unterdrückung des eigenen Volkes verantwortlich macht,

    https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100933182/nahost-konflikt-rekordzahl-protestiert-gegen-gaza-krieg-in-berlin.html

    Soviel zu den rechten Patrioten die mit ihrer intrinsischen Übermacht der christlich/strengen Vaterrolle und der Unterwerfung der Frauen ihre wahres Gesicht offenbaren/ausgeburt der Hölle, pfui Teufel

  3. Nachtrag zum Nachtrag: Nur allein die Tatsache, dass trotz Inflation immernoch Lebensmitteln vernichtet werden, siehe:

    https://www.proplanta.de/agrar-nachrichten/verbraucher/elf-millionen-tonnen-lebensmittel-landen-jaehrlich-im-muell_article1758969363.html

    Ist ein Beweis dafür, dass wir in einem perversen Profitsystems leben, welches die Lebensmittel-Händler dazu zwingt, überteuerte Lebensmittel/Ladenhüter irgendwie/-wo zu entsorgen um so die Preise hoch zu halten––soviel zu dem teuflischen christlichen Gebot: „wer nicht arbeitet soll nichts essen“ , denn wir leben trotz Inflation immernoch in einer Überfluss-Wegwerfgesellschaft mit Butterbergen/versehentlich in einem Verkehrsunfall ungenießbar gewordenes tiefkühl-schweinefleisch usw.usf––diese Abartigkeit wird von allen Erdenwürmern einfach als Nachteil des perversen Kapitalismus hingenommen so wie: Arbeitslosigkeit/Obdachlosigkeit/Kriege/Alkohol-/Drogensucht/sozialverträgliches frühableben usw usf––-soviel zu den Trump-/AfD-Wählern die lieber die Nachteile des perversen Kapitalismus in Kauf nehmen als christliche Barmherzigkeit zu zeigen und sich für jeden erschwingliche lebensmittelpreise einzusetzen, pfui Teufel

  4. Wenn überall herrscht Lug und Trug,
    wovon bekommen nicht genug
    die Betrog’nen und die Betrüger,
    zahllose geistigen Tiefflieger,
    sich bescheißen gegenseitig,
    was schon bekannt ist unstreitig,
    seit dem der Mensch Geschichte schreibt
    und wieder einmal Blüten treibt
    im Rest von Deutschland konzentriert,
    auf dass der Rest auch noch abschmiert?
    Was können wir dagegen tun?
    Sollten die, die Betrugsimmun,
    wenigsten denen zur Seite stehen,
    die gegen den Betrug vorgehen.
    Wenn man sich aufsetzt diesen Hut,
    ist das auch für’s Gewissen gut.

  5. #Rollseife – „Spaltung. Und schon haben wir verloren!“ Sagt Axel Burkart.

    Würde er heute unter uns sein – ob Savonarola, dieser florentinische Mönch, den Axel Burkart verstehen würde??? Vielleicht etwas zu hoch für katharische Eiferer. Sind nur 11 Minuten, probieren über studieren:

    https://www.youtube.com/watch?v=atcnIk5w-nQ&ab_channel=AxelBurkart

    (Ist von vor 10 Monaten. Das in Rede gestellte Attentat ist das mit dem Blutöhrchen.)

  6. Achtung, gefährliches Eis jetzt! Willa Cather, große US-Romanautorin, schrieb My Antonia. Die Landfrau Antonia, Pionierin, kämpft hart, unermüdlich und siegreich gegen eine wilde und unbarmherzige Natur und verkörpert den Willen der Herrenmänner und -frauen dieser Welt, die Welt zu zivilisieren. Ist Kernideologie der United Slaves of America. Sich amüsieren mit dem Kult von Mangel, Not, Elend, Leid und Tod.

    Gefährliches Eis, denn was wäre Antonia ohne ihr kultisches Amüsement in einer von eben diesem getragenen Welt? Sie würde von Ängsten, Geistern und Spukgeschichten geschüttelt depressiv ab- und herumhängen, unglücklich sein. Und es würden Herrenmänner und -frauen kommen und sie versklaven. Was ihr Mangel, Not, Elend, Leid und Tod bringen würde – keine Chance, an Zivilisation vorbeizukommen.

    Besser darum, sich selbst zu zivilisieren und ein guter Amerikaner, Deutscher usw. sein, guter Republikaner, Demokrat, Sozialdemokrat, Grüner, Schwarzer, Blauer, Gelber… . Hauptsache Zivilisation!

    Grell das alles und leicht durchschaubar. Weswegen Kritik billig zu haben ist. Und immer soll dann der bestehende durch einen anderen Kult ersetzt werden, durch einen besseren, optimalerweise durch „den richtigen“. Oh, my Antonia, no luck, bei näherem Hinsehen ist der neue der alte in neuem Lack, ist wieder Kult von Mangel, Not, Elend, Leid und Tod.

    Lustiges Spiel, geht seit Tausenden von Jahren schon so. Wird nicht langweilig.

    • Ergänzend nun die gute Frage. Was wohl die gute Antonia mit Sigmund Freud zu tun hat? (Oder umgekehrt, der gute Sigmund mit der Antonia, aber ist ja egal.)

  7. Nur wer anti-autoritär erzogen wurde/dessen Willen nicht durch einen strengen Vater/Mutter gebrochen wurde, kann sich der vermeintlichen Vaterlandsliebe/-verteidigung=kadavergehorsam widersetzen alle anderen lassen sich als Kanonenfutter für angezettelt kriege verbraten––-soviel zu Trump/Putin die der inbegriff/symbol des christlichen Kadavergehorsam sind=Ausgebuhrt der Hölle, pfui Teufel

  8. Nachtrag: Jesus war ein free-spirit, sein Wille wurde nicht durch einen strengen Vater gebrochen, das machte ihn zum Aussenseiter, denn alle anderen Sklaven jener Zeit waren dem kadavergehorsam erbarmungslos ausgeliefert, deshalb auch der Verrat an Jesus durch die traumatisierten Sklaven––-soviel zur christlichen/islamischen Kultur des Kadavergehorsam, nur dieser gehorsam ist die Grundlage für Sklaven/Auftragsmörder/Soldaten, deshalb ist die anti-autoritäre Bewegung u.a. der Hippies/68er usw. die einzige Alternative/Lösung um einem angezettelten Krieg zu verhindern

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