»Massenpsychologie und Ich-Analyse« (Freud) oder wenn der Wahn die Massen ergreift. Dritter Teil – Version-1

2025 06 17 sigmund freudAllgemeiner Hinweis: Der folgende Text ist die 1. Version des 3. Teils einer Reihe von Texten, die nach und nach im Vordruck auf QPress in eine »Einführung in die Kritik der Psychoanalyse« eingehen sollen; sie sind als Einführung für eine allgemeine Kritik der Psychoanalyse in drei Bänden gedacht, die in rund zwei Jahren erscheinen wird. Link des 1. Teils – hier anklicken; des 2. Teils – hier anklicken.

E3 Realitätsphobien, eingelassen in die Psychoanalyse sowie Sozialtheorien (Detel, Habermas, Bruder, etc.) generell

Ich spreche von Abreaktionen (Abfuhr, Entsorgung) von negativen Gefühlen. Der auch von Freud verwendete Begriff der »Abreaktion« ist zentral für eine Psychoanalyse des alltäglichen Nahbereichs oder präziser: im unmittelbaren Kontext desselben, und zwar vor dem Hintergrund, dass er, nunmehr in Differenz zu Freud, ein reales Außen postuliert, in dem ein Sündenbock sein Unwesen treibt, auf den sich Abreaktionen dann aus »guten« Gründen richten können, um den Bestand des Außen, einer beliebigen sozialen Struktur zu bewahren, nicht zuletzt, um zu gewährleisten, dass diese sich als eine solche erkennt. Dazu heißt es in (Kap. 13, S. 9) unter der Überschrift. »Zur Institutionalisierung des menschlichen Gemüts«:

»Der Sündenbock, der nicht in der Wahrheit der Gemeinschaft zu leben vermag, und das auch zum Ausdruck bringt, löst schlechte Gefühle aus unter den Mitgliedern der Gemeinschaft, die sie im Sündenbock tagtäglich entsorgen können müssen, um das, was sie für wahr erachten, zu verinnerlichen. Richtig: durch Abreaktionen verinnerlichen wir Wahrheit, resp. Normen, Regeln oder moralische Werte zirkelschlüssig, mit denen wir dann unsere sozialen Beziehungen tautologisierend regulieren, um darüber hinaus das Gefühl in uns auszubilden, einer Gemeinschaft anzugehören. Als müsse sich die Gemeinschaft ohne ihre Feinde (Andersdenkenden) in Luft auflösen, so wie sich Gott ohne den Satan in Luft auflösen würde. Das passiert nicht, weil wir uns an Feinden abreagieren können, tagtäglich, sogar ohne es zu merken, sofern wir uns gefühlskontrolliert abreagieren, wie es auch psychoanalytisch ausgebildete Psychotherapeuten können müssen, um als qualifiziert zu gelten«.

So sieht es Freud, freilich uneingestanden, ohne an dieser Stelle zu sehen, dass er es so sieht: die Realität ist, gleichwohl permanent in Veränderung begriffen, wie sie ist: Ausgedünnt zum Realitätsprinzip, das Freud ins Innenleben – Über-Ich – projiziert mit der Aufgabe, das Innenleben realitätsgerecht zu überwachen. Ein doch recht unscharfer Begriff, der, frei nach Adorno, ein Konkretikon, das etwas über die Realität, wie sie ggf. konfliktträchtig leibt und lebt, aussagt, vermissen lässt.[1]

Nun gibt es für Freud gute Gründe für zirkelschlüssig motivierte Abreaktionen, ohne in Erwägung zu ziehen, dass diese sich für gewöhnlich zirkelschlüssig aus sich selbst heraus begründen, namentlich dass sich gute Gründe ggf. inszenieren lassen, dergestalt Moral sich missbrauchen lässt, um Abreaktionen, zum Beispiel gegen Russland, auszuleben; ein ganz zentraler sozialer Sachverhalt, der bei Freud, wenn überhaupt, einen Nebenaspekt darstellt, um sich gleichsam, wie von ihm beim »kleinen Hans« diagnostiziert (Freud 1909), realitätsphobisch dem Innenleben zuzuwenden; um die Ausbildung von Krankheitssymptomen aus eben demselben heraus zu deuten.

Der kleine Hans, etwa im sechsten Lebensjahr, werde von der Fantasie beherrscht, von einem Pferd gebissen zu werden, deshalb erleide er eine reale Angst vor Pferden; er fliehe vor ihnen; für Freud ist diese Form von Zwangsneurose klar erklärbar: Das Pferd repräsentiere den Vater, der den kleinen Hans kastrieren möchte, weil dieser nach Beginn seiner genitalen Phase die Mutter gegen den Vater begehre, und deshalb den Vater fürchten müsse; eine Furcht, die der kleine Hans auf Pferde verschiebe, von denen er sich fortan fernhielt, um den Vater nicht fürchten, sich nicht von ihm fernhalten zu müssen, sondern, im Gegenteil, ihn lieben, sich mit ihm identifizieren zu können.

Beim Wolfsmann (Freud 1918) ergab sich eine vergleichbare Interpretation zur Begründung von Kastrations- und Ödipuskomplex; als sei auch hier die Fantasie bei Freud durchgegangen (vgl. Freud 1926, Kap. IV, S. 23 – 33, ergänzend S. 38f, 50f). In ihr werden alle wichtigen Begriffe, von der Regression bis zur Abwehr, von der Hysterie bis zur (Zwangs-) Neurose, sowie metapsychologische Begriffe (Es-Ich-Über-Ich) irgendwie zusammengeführt, zum großen Teil in synthetischer Absicht, um gemeinsame Eigenschaften, vielleicht die eine Eigenschaft, zu ergründen, die alle möglichen Formen psychischer Gebrechen auf einen Nenner zu bringen vermag:

»Die Mannigfaltigkeit in den Erscheinungen der Zwangsneurose ist eine so großartige, daß es noch keiner Bemühung gelungen ist, eine zusammenhängende Synthese aller ihrer Variationen zu geben« (aaO, S. 42)

Und mitten darin der Ödipus-Komplex als alles erklärender Popanz,

»Vater aller Objekte, gleichsam der Super-Bezug, in dem alles zusammenkommt und endet, von dem nicht ausdrücklich alle (Objekt-) Bezüge abhängig sind, aber doch im Wesentlichen die, die einem analyse- und therapiebedürftigen Subjekt zu schaffen machen. (Witsch 2013, S. 12).

Im Ersten Teil der »Politisierung des Bürgers« (Witsch 2009, 179f) ist noch einigermaßen unbeholfen von Ödipus, einem »Theoriekonstrukt zur Entpolitisierung« des Bürgers, die Rede, heute sage ich akzentuierter, dass mit dieser Fantasie bei Freud deutlich weniger zur Sprache kommt, dass in den sozialen Strukturen oder Beziehungen Abreaktionen regelmäßig unreflektiert hochgefahren werden bis hin zu ihrer Vernichtung, letztlich um, befördert auf der Ebene staatlicher Strukturen, Profite der Rüstungsindustrie zu füttern, die sich buchstäblich von Abreaktionen ernähren und deshalb den Frieden in der Welt fürchten wie der Teufel das Weihwasser.

Gegen diese systemisch bedingte kriminelle Energie hat die sogenannte Kultur, die Freud in ihrer Existenz sowohl ontogenetisch wie auch phylogenetisch gleichsam aus dem Innenleben heraus induziert sieht, noch nie viel ausrichten können, er gleichwohl in die Kultur, mit Hilfe der Psychoanalyse auf Vordermann gebracht, sehr viel Vertrauen setzte im Hinblick auf die Ausbildung sozialverträglicher sozialer Strukturen, die zusammengenommen in ihrer Vernetzung die Gesellschaft oder Gemeinschaft ausmachen. Als würde das Subjekt durch seine psychoanalytisch beförderte Kulturfähigkeit die Gesellschaft auf gleichsam natürliche Weise, um nicht zu sagen: solipsistisch, aus sich herausgebären; sozialverträglich, indem das Subjekt Triebregungen sublimiert, sozusagen unschädlich für das Gemeinwesen macht.

Welch eine esoterisch motivierte, geradezu fantastische Fantasie, abgesehen davon, dass Freud für die Psychoanalyse unschätzbare Begriffsarbeit geleistet hat, stets bemüht, dem Innenleben des Subjekts auf die Spur zu kommen, auch wenn er die kritische Analyse der Kultur und gesellschaftlicher Strukturen zur Überwindung derselben generell verfehlte; generell deshalb, weil er unterschlug oder eines, ganz zentral, nicht begriff: dass das Subjekt für die Verbindung zum gesellschaftlichen Ganzen verantwortlich zeichnet, freilich auf krankhaft ab-reaktive, um nicht zu sagen reaktionäre Weise, sodass es das (psychisch) Kranke ungebremst und unmittelbar in seine soziale Umgebung bis hin in den gesellschaftlichen Kontext trägt, namentlich indem es bestimmte Vorstellungen, eben eine Verbindung, in sich generiert, um zu bestimmen, wie diese Gemeinschaft verfasst sein müsse: dass sie sich vornehmlich ab-reaktiv im Gut-Böse-Denken ausleben müsse, das sich in sozialen Beziehungen, in denen Menschen unmittelbar verkehren, sich zwar ausleben muss, sich indes auf der Ebene des Gesellschaftlichen oder globaler (politischer) Strukturen sich auf diese Weise nur zum Nachteil des Subjekts und seiner Beziehungen oder Beziehungsfähigkeit ausleben kann; zumal vor dem Hintergrund, dass wir in einem Gesellschaftssystem, dem Kapitalismus, leben, in dem der ökonomische Spielraum von immer mehr Menschen, noch dazu von der politischen Elite verschärft, immer enger wird, nicht zuletzt durch die Inszenierung von Konflikten und Kriegen; indem man sich je nach Bedarf in die inneren Angelegenheit anderer Länder einmischt, mithin diese regelmäßig ökonomisch motiviert blindwütig sanktioniert, heute zum Nachteil Europas und zum – allerdings nur vermeintlichen – Vorteil der USA.

Um es ganz deutlich zu sagen: auf der außersubjektiven Ebene der internationalen Beziehungen kann das Subjekt kein Interesse haben, zumal im Atomzeitalter, dass Staaten oder Nationen sich gegenseitig den Schädel einschlagen. Es arbeitet aber emsig daraufhin: an seinem eigenen Grab, als gebe es den von Freud postulierten Todestrieb tatsächlich. Eine dumme Fantasie mehr.

Die heutige Kultur ist nun weit davon entfernt, einem Denken im Gut-Böse-Schema zu widerstehen. Das macht sie, so sage ich es zum Ende des »Zweiten Gesprächs vor der Kamera« (Witsch/Kahrs 2022/06/18), zu einem großen Scheißhaufen, auch wenn dieser durchaus hin und wieder Lichtblicke der Kunst aus sich heraus erzeugt; ich sage zu einem Scheißhaufen selbst in der Weimarer Republik, also noch vor der Machtergreifung Hitlers am 30. Januar 1933.

So ist es bis heute geblieben. Nur dass heute immer weniger Lichtblicke zu verzeichnen sind, stattdessen zehrt unsere Kultur von solchen aus der Vergangenheit. Ist es da ein Wunder, dass sogenannte Zeitungen des Mainstreams kaum mehr erträglich sind, zum Beispiel der SPIEGEL, das damals sogenannte Sturmgeschütz der Demokratie in den 1960er Jahren, das seit der Wende langsam aber sicher, fremdfinanziert vom großen Geld, zum Rohrkrepierer mutierte.

Oder warum sind zeitgenössische Romane heute nicht mehr erträglich? In ihrem ätzenden Binnenbezug lassen sie nicht erkennen, dass sie sich für die Überwindung herrschender sozial-ökonomischer Strukturen interessieren, namentlich für die Überwindung des Gut-Böse-Denkens im Innenleben des Subjekts.

Und so gilt es auch, sogenannte Lichtblicke unserer Kultur tiefergehend im Hinblick darauf zu untersuchen, ob sie nicht vielleicht dafür sorgen, dass unserer Kultur nicht in ihrem Gesicht geschrieben steht, dass sie nichts weiter ist als ein großer Scheißhaufen, und dass es sinnlos ist, auf das Endprodukt einer Kultur, wie sie sich zum Beispiel im NS-Faschismus ausbildete, wie auf einen toten Hund einzuprügeln.

Es ist schon bemerkenswert, dass wir eine solche kulturkritische Denkfigur in den kulturkritischen Schriften Freuds (1974) an keiner Stelle finden. Dort krittelt er nicht mehr als nur an der Oberfläche des sichtbar Unmenschlichen herum, etwa wenn er sagt: eine zu große sexualfeindliche soziale Umgebung sei ungesund für das menschliche Seelenleben und soziale Beziehungen. Alles müsse in Maßen ausgelebt werden. Es bedarf zwar eines Über-Ichs, das sich über das Ich wölbe, um es realitätsgerecht zu überwachen, aber allzu streng dürfe es dabei nicht zugehen, andernfalls alle möglichen Formen krankhafter Symptome sich herausbilden, die das Leben des Subjekts bis zur Unerträglichkeit erschweren würden, das Freud freilich in zu ungenügender Anpassung oder einer zu ausgeprägten Anpassung an das, was ist, verursacht sieht. Eine zentrale Denkfigur, die er ins Über-Ich projiziert, das die äußere Realität repräsentiert, wie Freud sie sich vernünftigerweise vorstellt, dass sie richtig sei.

Exakt an dieser Stelle braucht es den Begriff der Abreaktion zur Entsorgung negativer Gefühle im Sündenbock nicht, die den Weg in die Vernichtung sozialer Beziehungen bereitet, die, und das ist entscheidend, Tag für Tag intim eingeübt, resp. verinnerlicht, immer wieder gegangen werden muss, damit dieser Weg sich von unten nach oben ins System, in die internationalen Beziehungen, fortpflanzen kann, und umgekehrt.

Hier zeigt sich ferner, dass wir in einem in sich geschlossenen (Gesellschafts ) System, einer sogenannten Filter- oder Wohlfühlblase[2], leben, das seine Arbeitsweise als »richtig« und »wahr«, so und nicht anders, aus sich selbst heraus erschließt, um alles Artfremde oder Negative von sich fernzuhalten, zumal ohne Maß, das von außen in sie eingelassen wäre als etwas, was ihren sozialen Strukturen fremd ist, um diese am selbigen Maß messen zu können im Hinblick darauf, ob es in ihnen sozialverträglich zugeht oder nicht. Das geht vorhersehbar schief, wenn das Maß aus jenen sozialen Strukturen sich ergeben würde. Wenn Maß und zu Messendes gleichen Ursprungs sind; ich meine zirkelschlüssig, wie in (Witsch 2025/07/29) beschrieben.[3]

Dieser Zirkelschluss, den »Mensch als Maß aller Dinge« (Protagoras) zu deuten, und damit auch seiner selbst, macht unsere Lebensweise in unserem (Gesellschafts-) System generell aus, somit Abreaktionen überall und allgegenwärtig als legitim betrachtet werden können; genauer: unreflektiert legitimiert an den Feinden der Gemeinschaft, die sie aus sich selbst heraus schafft, ggf. inszenieren muss, um dem Mitglied der Gemeinschaft das Gefühl zu geben: ich lebe in einer Gemeinschaft, die mich beschützt gegen alle Kriminellen dieser Welt, die es daher verdienen, dass man sie vernichtet.

Um nicht zu sagen: der Nazi braucht seinen Juden, die kommunistische Weltverschwörung, so wie wir heute den Sozialschmarotzer oder Putin, den Massenmörder, brauchen, um uns als Gemeinschaft zu fühlen. Das schafft keine Kultur allein nur aus sich selbst heraus, will sie sozialverträglich sein. Dafür braucht sie eine unverrückbare Moral, die da sagt: auch ein Straftäter muss Grundrechte unmittelbar einklagbar in Anspruch nehmen können, das heißt, sie braucht – über jeder besonderen Moral zur Kontrolle einer beliebigen singulären sozialen Struktur – eine übergeordnete Moral zur Kontrolle des gesellschaftlichen Ganzen, die sich allerdings auf natürliche Weise in den singulären sozialen Strukturen, insbesondere den intimen sozialen Beziehungen, nicht zu halten vermag, die man ihnen aber als etwas, das ihnen fremd, zumuten muss; oder es gibt irgendwann Grundrechte für niemanden mehr. Dann gerät eine Gemeinschaft, so bedeute ich es im »Ersten Gespräch vor der Kamera« (Witsch/Kahrs 2022/04/30) auf eine schiefe Ebene in den Abgrund hinein. Zumal soziale Strukturen, mit sich selbst nicht identisch, nicht bleiben, was sie sind, im Kapitalismus, der es mit immer mehr Menschen immer weniger gut meint, immer grausamer werden auf einer nach oben gerichteten Richterskala. Auf dem Weg in den Abgrund sich kranke, ich meine realitätsphobische psychische Dispositionen ausbilden, massenhaft im Kontext sozial-ökonomischer Strukturen, unerkennbar im Kontext einer »Normalisierung der Störung«, mit denen wir Bürger wie die Lemmingen so ungebremst wie wahnhaft in den Abgrund, die allseitige Zerstörung, schlafwandeln. Dafür gibt es zahlreiche Indizien, die ein Licht werfen darauf, wie es um unsere sozialen Strukturen bestellt ist, nicht gut, wie das Beispiel in Gestalt des Weimarer Familienrichters Christian Dettmar illustriert: Er

»hat seinen Job verloren und steht vor dem Nichts. Er wurde rechtskräftig verurteilt, weil er in einem Urteil zum Maskenzwang Formfehler beging: Er hätte zu seiner Kommunikation mit den Betroffenen Aktenvermerke anlegen müssen. Plötzlich stand er als Verschwörer da. Keine Instanz beschäftigte sich mit der Sache an sich. Die von Dettmar angeforderten Gutachten wurden nicht gewürdigt – obwohl die RKI-Files und andere wissenschaftliche Erkenntnisse die Fragwürdigkeit der Maßnahmen im Nachhinein vollumfänglich bestätigten. Protokoll eines Falls, bei dem man den Glauben an die Gerechtigkeit verlieren könnte« (BZtg 2025/08/01, ergänz.: TPost 2024/08/08).

Für die Psychoanalyse, allen voran Freud, sowie für die Sozialtheorie (zum Beispiel Detel 2011, ergänz. Kap. 12.h.7, S. 344) kein Thema, vielleicht ja ein Einzelfall, indes einer, der heute immer mehr Schule macht im Kontext einer realitätsphobischen Mentalität, die alles weg beißt, was nicht ins »eigene« (Welt-) Bild passt. Für die Psychoanalyse seit Freud tiefergehend keine Thema deshalb, weil sie einen Außen- oder Realitätsbezug transportiert, der sich realitätsphobisch komplett im Binnenbezug aufgelöst sieht, sodass schlussendlich dem einzelnen Subjekt an Kritik aufgebürdet wird, die eigentlich primär dem Systemganzen zukommen müsste. Dieses Ganze geht bei Detel (2011) nicht weniger schlussendlich in der Fähigkeit des Subjekts auf, eine Regel zu verstehen, um sie im wohlverstandenen Interesse aller (für das Ganze) befolgen zu können, also darin, Gehorsamkeit gegenüber der Obrigkeit zu üben.

In (Witsch 2013a, S. 76ff) beschreibe ich diese behaviorale Denkfigur als – heute sage ich: realitätsphobischen – Zirkelschluss, der sich auf freudsche psychoanalytische Denkfiguren durchaus übertragen lässt,

»denn natürlich sind soziale Strukturen und ihre Entwicklung regelgeleitet: normativ beschreibbar, aber aus sich selbst heraus nicht sozialverträglich entwicklungsfähig, wenn sie sich nicht an etwas messen lassen, das ihnen fremd oder nicht in ihnen enthalten ist: an einem Allgemeininteresse, das den sozialen Strukturen über Erziehungs- und Lernprozesse zu assimilieren ist, weil es sich auf natürliche Weise in ihnen nicht zu halten vermag (Witsch 2013, S. 165f). Ein solches Allgemeininteresse müssen wir wollen in einer Zeit, in der universale Strukturen vollständig erodiert sind und daher auf überzeugende Weise aus sich selbst heraus ein Allgemeininteresse nicht mehr repräsentieren können (Witsch 2009, S. 41f). Man will es dennoch immer wieder, indem man vermeintliche Allgemeininteressen kurzschlüssig und universalistisch in irgendein imaginäres Ganzes projiziert, etwa in Gott oder das Gute im Menschen, das dereinst das Böse besiegen möge, für eine gute Welt, allerdings nur als Verheißung, in die Gefühle unendlicher Sehnsucht zirkelschlüssig und ad infinitum projiziert werden (Witsch 2012, Kap. 3.3.2.2)«.

Nur dass die Nachricht, dass universale Strukturen und an sie gebundene moralisch motivierte Wahrheiten heute nicht mehr existent sind, bei Freud noch nicht, was verständlich ist, aber heute bei Detel immer noch nicht angekommen ist.

Umso verbissener werden sie noch heute, jedenfalls von (Detel 2011), als unvermeidlich gegen den Post-Strukturalismus postuliert; zirkelschlüssig: Es müsse Regeln geben, ohne die eine Gesellschaft nicht funktioniere. Auch wenn sich, räumt Detel ein, Regeln auch mal ändern; aber sie dürfen sich nicht regellos ändern. Dafür müsse es eine Elite geben, die besten Köpfe eines Landes, die darüber befinden, ob eine Regeländerung den Bestand des Ganzen, der Gesellschaft, zerstöre oder eben nicht. Dazu heißt es bei (Detel 1998, S. 302f):

»Für eine taggenaue Ordnungslogik zeichnen die jeweils besten Köpfe der Gesellschaft verantwortlich. Sie stünden für die wichtigsten Prinzipien der Entscheidungstheorie, so Detel; weiter heißt es bei ihm: ’Welche sozialen Regeln wir ob ihres Ausschlusscharakters kritisieren, und welche wir im Gegenteil gerade deswegen akzeptieren wollen‘, hänge von unseren besten evaluativen Standards ab, die es geben müsse vor ’dem Hintergrund der Tatsache, dass in einem normen- und regelfreien Raum weder Handlungen noch Freiheiten im wünschenswerten Ausmaß möglich sind‘« (zitiert nach Witsch 2012, S. 173).

Und wer repräsentiert »unsere besten evaluativen Standards«? Keine Frage: dafür zeichne die »scientific commuinity«[4] verantwortlich.

Ein veritabler Zirkelschluss, wie er im Buche steht, der realitätsphobisch jede reale Konfliktposition, die den Zirkel auflösen würde, interessegeleitet wegdeutet, bzw. ggf. brutal von oben nach unten durchgereicht auflöst, das heißt, die mit Konflikten einhergehenden negativen Gefühle – Freud spricht von Angstsignalen (Freud 1926, Kap. VIII, S. 56 – 69) – entsorgt, abführt oder verdrängt.

Nur dass das für Freud ein ganz natürlicher Vorgang im Sinne einer Voraussetzung für ein gesundes Innenleben ist und – natürlich – auch im Sinne Detels für eine gesunde Kultur oder Gesellschaft, wobei die Psychoanalyse (Freud) sowie die Sozialtheorien generell (Detel, Habermas etc.) den von außen induzierten (sozial und ökonomisch motivierten inneren) Mechanismus unterschlagen, der den gesunden inneren Vorgang, bei Detel eine Regel zu verstehen, in einen solchen der (Selbst-) Zerstörung verwandeln, wenn gewisse Regeln, etwa eine Impfpflicht oder Sanktionen gegen Russland, interessengeleitet, ggf. brutal durchgesetzt werden, im wohlverstandenen Interesse aller, versteht sich.

Anmerkungen
[1] Adorno zufolge werden Begriffe im Sinne einer Totalität verwendet, als genügten sie sich selbst, wiewohl ihnen in Wirklichkeit im Hinblick auf partikulare Interessen ein verdinglichender Gebrauchswert zukomme, der eine – gleichwohl stets fragile, sich selbst nicht genügende oder doch allzu selbstgenügsame – Identität herauszubilden vermag, »damit Leben überhaupt, sogar unter den herrschenden Produktionsverhältnissen, fortdauere«. Auf gut Deutsch: das System braucht, um fortdauern zu können, seine Arschlöcher, die es bedienen.
Weiter heißt es bei Adorno: Begriffe, wiewohl »Momente der Realität«, würden allerdings »das Nichtbegriffliche als ihren Sinn einschließen«; Aufgabe der Philosophie sei es nun, sich des Nichtbegrifflichen im Begriff zu versichern. »Sonst wäre dieser (…) leer, am Ende überhaupt nicht mehr der Begriff von etwas« (Adorno 1970, S. 22f), also zunächst von etwas noch nicht Begriffenem.
Ich möchte ergänzen: das nicht begriffene Unsagbare öffnet sich seiner Verbegrifflichung, indem es mit Hilfe der Kunst im Inneren zunächst etwas auslöst, zunächst unbegriffen, das aber, wie es in (Kap. 13.g.1, S. 64) heißt, einer sich selbst nicht genügenden Verbegrifflichung zugänglich gemacht werden kann.
[2] Vgl. Kap. 2, S. 28: »Filterblasen: operieren mit »gefühlten Wahrheiten«.
[3] Vgl. ferner Kap. 5, S. 84 – 100: »Die herrschende Sozialtheorie: nicht gesellschaftsfähig«.
[4] So Detel in einer an mich gerichteten E-Mail. Siehe Kap. 12, S. 344 (12.h.7): »Psychoanalyse des Alltags im Widerstand gegen faschistische Gesinnungen«.
[5] Diese speisen sich Freud zufolge aus der Wiederbelebung des Geburtstraumas des Neugeborenen, das dieser an der Mutterbrust (im Saugreflex) abführt, entsorgt oder abreagiert, sozialverträglich, während der Erwachsene nicht selten seine Ängste, negative Gefühle, Spannungen etc., brutalstmöglich abreagiert, als ertrage er es wie der Säugling nicht, mit einer ihm fremden Welt konfrontiert zu werden oder zu sein, dafür er sich seine Feinde (von Freiheit und Demokratie) inszeniert. Das ist keine Unterstellung, liegt die Beweislast, dass der Politiker mental nicht so disponiert ist, doch ausschließlich beim selbigen Politiker.

Quellen
BZtg (2025/08/01). Der unbeugsame Richter aus Weimar: „Es waren sehr, sehr belastende Jahre“. Ein Richter entscheidet gegen die Corona-Maßnahmen. Heute weiß man: Er hatte recht. Doch das half ihm nicht. Er verliert seinen Job.
Freud, Sigmund (1909). Analyse der Phobie eines fünfjährigen Knaben.
Freud, Sigmund (1918). Aus der Geschichte einer infantilen Neurose.
Freud, Sigmund (1926). Hemmung, Symptom und Angst. Reclam-Verlag (zitiert nach der Ausgabe von 2022).
Freud, Sigmund (1974). Kulturtheoretische Schriften. Frankfurt/Main. Verlag; Fischer Taschenbuch.
TPost (2024/08/08). Aufarbeitung der COVID-19-Pandemie: RKI-Files: »Öffentlichkeit und Gerichte wurden klar belogen«. Das Robert-Koch-Institut setzte bei Corona um, was immer an sachfremden und willkürlichen Vorgaben vom Ministerium kam, meint der Hochschullehrer und Maßnahmenkritiker Stefan Homburg.
Witsch, Franz; Kahrs, Wilfried (2022/04/30). Erstes Gespräch vor der Kamera.
Witsch, Franz; Kahrs, Wilfried (2022/06/18). Zweites Gespräch vor der Kamera.
Witsch, Franz (2025/07/13). E1 Leerbegriffs-Psychoanalyse ohne Realitätsbezug. QPress.de.
Witsch, Franz (2025/07/29). E2 Zirkelschluss-Analyse oder wie es die Psychoanalyse (Freud) schafft, den Realitätsbezug aufzulösen. QPress.de.
Witsch, Franz (2009). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Erster Teil: Begriff der Teilhabe. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2015).
Witsch, Franz (2012). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Zweiter Teil: Mehrwert und Moral. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2017).
Witsch, Franz (2013). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Dritter Teil: Vom Gefühl zur Moral. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2017).
Witsch, Franz (2013a). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Vierter Teil: Theorie der Gefühle. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2015).

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Über Franz Witsch 46 Artikel
Franz Witsch, geb. 1952, lebt in Hamburg und ist Lehrer für Politik, Geografie und Philosophie. Zwischen 1984 bis 2003 arbeitete er in allen Bereichen der freien Wirtschaft als Informatiker und Unternehmensberater. Heute schreibt er sozialphilosophische Texte und Bücher.

48 Kommentare

  1. Freud wusste noch nichts von den Erkenntnissen der biopsychologie/Gehirnforschung und zwar dem:
    – Angst-Stress-Sucht-Modus
    – Aufmerksamkeits-Selbstreflexions-Selbstkontroll-Modus, dieser Modus läuft im Stirnhirn/Cortex und erfordert eine gezielte Wahrnehmung/Konzentration Analog der Meditation im Yoga, d.h. wer sich ständig nur Reizen/Ablenkung ausetzt wird überwiegend im Angst-Stress-Sucht-Modus auf die Reize reagieren und liefert sich so hilflos seinen unbewussten Ängsten/Gefühlen/Emotionen aus——-soviel zur Muße/dem sogenannten Nichtstun bei dem das Stirnhirn/Cortex die Führung übernimmt und alle Ängste/Psychosen/Aggressionen usw.usf kontrolliert, deshalb wird Yoga/Meditation auch von den Machthabern insgeheim abgelehnt/belächelt/diskreditiert

  2. Wer etwas überaus Simples nicht versteht, nämlich daß billiger verkaufen muß, wer billiger produziert, und wer deshalb den erstmals von Marx/Engels beschriebenen „tendentiellen Fall der Profitrate“ geistig nicht nachvollziehen kann, ist gnadenlos dumm. Er versteht nicht, daß eine „entwickelt kapitalistisch“ (Marx/Engels) produzierende Gesellschaft, wie die gegenwärtige eine ist, unweigerlich auf Überverschuldung des Staates, und folgend auf Stillstand der Warenproduktion und also auf Chaos, Barbarei und Zusammenbruch zuläuft.

    Wird daraufhin die öffentliche wie auch die akademische Debatte begutachtet, ergibt sich unmittelbar, nicht allein der moderne akademische Betrieb, sondern die moderne Gesellschaft insgesamt seien gnadenlos dumm. Man kann solchen nur viel Glück wünschen.

    Fazit nun, kann eine Seelenlehre, die von gnadenlos dummen Menschen ersonnen wurde zum Zwecke der Heilung von seelisch erkrankten gnadenlos dummen Menschen, nicht beanspruchen, sich mit ihr überhaupt ernsthaft zu beschäftigen — wäre zu viel der Ehr’. Vielmehr steht diese Seelenlehre selbstredend in dem Verdacht, nur ablenken zu wollen von der Einsicht in die gnadenlose Dummheit dieser Seelenlehre bzw. ihrer Autoren, des akademischen Betriebes und der Gesellschaft insgesamt. Mehr ist zur Sache nicht zu sagen.

    Bitteschön, es darf gelacht werden! Nein, hier Gesagtes ist nicht unempathisch oder gar narzißtisch-arrogant intendiert. Sondern im Gegenteil wohlwollend und zugewandt. Ist doch ein jeder seiner eigenen gnadenlosen Dummheit eigener Schmied. Und kann sich deshalb aus dieser seiner gnadenlosen Dummheit selbst befreien. Selbstverständlich nur, falls ihm danach sein sollte. Alles Geschmacksache.

  3. Das Einzehntelgesetz

    Schon Moses hatte ein Problem,
    als er zog auf die Wanderschaft.
    Für neun von zehn war es bequem,
    auszuharren in der Knechtschaft.

    Schlägt man den Bogen der Legenden
    bis hinein in uns’re Zeit,
    den Staat der Linken zu beenden,
    war nur ein kleiner Teil bereit.

    So ist die Masse unentschlossen,
    zum Hammerdasein nicht geprägt,
    sie liegt dann auf den Ambossen,
    als weiches Teil, auf das man schlägt.

    Denn es scheint ein Gesetz zu geben,
    Rebellen sind es immer wenig,
    nur wenige nach Freiheit streben,
    die Masse ist stets untertänig.

    Das Gesetz hat noch ’ne andre Seite:
    Wenn wenige der Macht nicht weichen,
    sich mutig aufstellen zum Streite,
    sind es die, die oft viel erreichen.

    Den Mächtigen im deutschen Land
    und denen, die der Macht anhängen,
    ist das Gesetz sehr wohl bekannt,
    der Grund, weshalb sie Mut bedrängen.

    Bedrängen die, die sich nicht bücken
    unter rotgrünes Machtgejohle,
    sind die, die man nicht kann beglücken
    mit Klima, Gender, weg mit der Kohle.

    Dass ihnen sitzt die Angst im Nacken,
    erkennt man, wie sie reagieren,
    verständlich ihre Hetzattacken
    auf die paar, die die Macht negieren.

    Hat man das Gesetz erkannt,
    kann man das Votum nicht vertreiben,
    ist man bei denen mit Verstand
    oder will Bücker bleiben.

    • Machtlos

      Ist der Dichter ein Senilchen
      oder treibt er seine Spielchen?
      Als hätten die ne Schraube locker,
      schimpft er auf die Stubenhocker.
      Was ist hier wirklich los?

      Wo Friede, Freude, Eierkuchen,
      weiß jeder, was das Leben kostet,
      ist ab und an auch Neues zu versuchen,
      bevor die Schraube festgerostet.
      Dann wäre der Jammer groß.

      Wo jeder steckt in Spieß und Mief,
      steht bald der Schleim 2 Meter tief.
      So opfert man Einen von Zehn,
      jagt ihn davon, lässt ihn nicht gehn.
      Doch Welchen trifft das Los?

      Dort wo die Welt die Fresse hält,
      gibt’s Einen der noch Fragen stellt,
      hat als Rebell klein angefangen,
      ist Macht so auf den Leim gegangen.
      Doch war sein Ruf famos.

      Als er dann vor die Leute trat
      und zeigt, wo Schrauben fest, wo locker,
      beging er an der Spießigkeit Verrat.
      Im Rücken die Messer der Stubenhocker.
      Da war die Macht er wieder los.

    • Deshalb kann ich mit Witsch nichts anfangen.

      Klar weiß ch aus eigener Erfahrung als Leiter einer Verwaltung, dass ein Außenseiter in der Gruppe diese Gruppe stabilisiert, indem diese deutlich erkennen, dass sie die besseren Gruppenmitglieder sind.

      Als ich so eine Außenseiterin fristlos entlassen habe, weil alle Versuche der Hilfe fruchtlos blieben, musste ich eine deutliche Erhöhung des Zickenkrieges unter den Damen registrieren.

      Das ist aber nicht zu vergleichen mit künstlich erschaffenen Feindbildern oder Freudschen Sexualphantasien.

      Realität und Fiktion zu unterscheiden, bleibt also essentiell.
      Und was Witsch als Kultur bezeichent, konsumiere ich bestenfalls lediglich hin und wieder, um zu eruieren, mit welchen Tricks die bezahlten Vasallen arbeiten.

      Deshalb halte ich mich lieber an die Realität.

      Und Herr Witsch sollte sich lieber mal mit den Methoden der KI beschäftigen.

      Die Sicht in den BRICS-Staaten kann ich gut nachvollziehen.
      Ich selbst nutze keine KI, weil ich die Methoden kenne.

      https://test.rtde.tech/meinung/252698-digitaler-neokolonialismus-politische-hintergrund-kuenstlichen/

      UND DEM BEITRAG VON „UNBETREUTEM DENKEN“ MÖCHTE ICH HIMZUFÜGEN; DAS DIESE DUMMHEIT HEUTE MIT DEKADENZ VERBUNDEN IST.

      DEKADENZ WAR IMMER SCHON EIN MERKMAL DES UNTERGANGS EINER EPOCHE.

      Und weil die Kosten der nutzlosen Vasallen nicht mehr finanzierbar sind, hat das Kapital nun die Mileische Kettensäge erfunden, die ja auch zum Instrumentarium von Trump gehört.

      Nur werden in diesem Fall auch ein Teil jener geschlachtet, die es verdient haben, geschlachtet zu werden.

      Die Vasallen sollten also lieber versuchen, die Welt von ihrem zukünftigen sozialen Stand zu begreifen.

      Das hat Marx tatsächlich sinngemäß vorhergesagt, dass der Kapitalismus das Kleinbürgertum in den Pauperismus hinabwerfen wird.

      Aber schön, dass jetzt Marx noch mal neu aufbereitet wird.

      Wollen wir Wetten abschließen?
      Nein, so was mache ich nicht.
      Aber das Buch von Herrn Witsch wird ein Reinfall werden.

      Was wird hier produktiv?

      Herr Witsch hat meine Fragen bisher nie beantwortet.
      Dass es auch gute Antworten gibt, war heute ein Teil meiner Freude des Tages.

    • Deshalb bedarf es echter Revolutionäre.

      Spartakus war ein Verlierer. Der Krieger wird kein freier Bauer.
      Aber der Lehnsherr hält sich Bauern und Ritter.
      Rom ist also nicht untergegangen wegen dem Widerstand der Sklaven, sondern an seiner Dekadenz.

      Als sich der Adel beim Bürgertum verschuldete, was das sein Ende.

      Als sich das Kapital verschuldete, begann sein Siechtum.

      Mit Zerstörung durch Waffen gewinnt man keine Freiheit, Freiheit bedarf der Fähtigkeit, den Fortschritt zu meistern und zu gestalten.

      Der Revolutionär braucht also Wissen und Können. Auch das Wissen den Antagonismus durch Entwicklung zu überwinden.

      Joschka war Revoluzzer, steinewerfend und später Bomben.
      Dann landete er als Bettvorleger bei Madame Albright und der Kapitaljunkie Rene Benko konnte den Joschka betrügen, wohl so um die 30000 €.

      Die Grünen haben es als Revoluzzer geschafft, die Satanisten abzulösen, aber ohne die Banken wären die Grünen gar nicht an die Macht gekommen.

      Und sie sind nicht an der Macht geblieben, sie werden mehr und mehr zum Buhmann des Niederganges gemacht und outen sich nun inohrem Fanatismus als Idioten und Feinde des Volkes.

      Sie sind inzwischen so häßlich geworden, dass sie den sich selbst erarbeiteten Hass auch tatsächlich verdienen.

      Aber wenn die Grünen gehen, gehen nicht automatisch ihre Finanzierer.

      Das wird in der öffentlichen Debatte im Stereotyp von Rechts ud Links heute immer noch übersehen.

      Hat de AfD jetzt den Willen, die EZB und den Euro abzuschaffen?

      Da bräuchte es wohl wirklich echter Revolutionäre, damit die AfD ihrem Gründungsauftrag gerecht wird.

      In der Linken und auch im BSW findet man diese bisher nicht.
      Das lässt sich leicht belegen durch die fehlenden Antworten, die auf gestellte Fragen nicht erfolgen.
      Keine Antworten sind eben der Nachweis bestehender Inkompetenz.
      In der Psychopathologie von Franz Witsch gibt es das Thema offensichtlich gar nicht, damit die Frage gar nicht erst gestellt wird.

      Was würde ein nachdenklicher Mensch vermuten? Ein geistiges Vakuum?

      Na, hintergründig geht es schon ums Geld, um das, was Herr Witsch mit seinem Buch hofft, verdienen zu können.

      Was aber nutzt ein Geld, wenn das Geld beständig an Wert schneller verliert, als der Franz schreiben kann 😉

      Augusta Victoria hat insofern recht, dass das, was heute offiziell im staatlich abgesegneten Netz an Utopien gesponsert wird von der neuen Intelligenzia des Berufsbeamtentums, sind die Vasallen der Tyrannen von morgen und das sind genau die gleichen, die wir heute schon haben.

      Es fehlt in Deutschland noch an genug echten Revolutionären, aber was noch nicht ist, das kann noch werden.

      • Warum ist Rom untergegangen?
        Die Frage habe ich mir auch schon gestellt, weil die allgemein-gültige Antwort, an Dekadenz, für mich unbefriedigend ist.
        Ich glaube, es war das Ende der Expansion, was Roms Untergang einleitete. Expansion muss ja nicht unbedingt mach außen gerichtet sein, es kann sich auch um neue Erfindungen handeln. Wenn es im alten Rom eine industrielle Revolution gegeben hätte, man den anderen Völkern technisch Überlegen gewesen wäre, ja dann, könnte Rom noch heute existieren.
        Reiche gehen nicht an Dekadenz unter, sondern an mangelnder Produktivität.

        • Rom ging unter wegen wachsender Arbeitslosenzahlen. Reiche haben meist Familie, Verwandte, Freunde und gute Bekannte und helfen denen in steuerfinanzierte Positionen, so sagt es ja auch das berühmt-berüchtigte Parkinsonsche Gesetz. Um dieses wachsende Heer von Edelarbeitslosen zu finanzieren, muß mehr besteuert werden, mehr Gebiet muß zwecks Besteuerung erobert werden, wozu immer mehr Militär finanziert werden muß, wozu wieder neues Gebiet erobert werden muß. Usw. Hinzu die Sicherung immer länger werdender Außengrenzen. Ach, man hat’s nicht leicht als Imperium!

        • Rom beruhte auf Sklavenarbeit. Doe Kriege, die Rom führte brachten Land und Sklaven. Wenn dann das Reich gespalten wird, kostet der Kampf gegeneinander zusätzliche Ressourcen. Krieg ist teuer, die Soldaten wollen ihren Sold.

          Sprechende Werkzseuge sind wohl wenig motiviert, ihre Erträge zu steigern.

          Ein Bauer mit eigenem Land arbeitet für sich, auch wenn er Abgaben und Frondienste leisten musste.

          Die Motivation dürfte also grö0er sein als bei einem Feldsklaven.

          Handwerker bauten neue Waffen, die die Römer noch nicht kannten.
          So ist wohl Rom zerfallen in Kriegen, die es nicht mehr gewinnen konnte.

          Dakedenz führt zur Unfähigkeit, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
          Letztlich zieht dass eine Kette von eigenem Unvermögen auf vielen Gebieten nach sich.

          Dekadenz ist damit ein entscheidendes kulturtelles Moment des Niedergangs.

          Das zieht halt viele Dinge nach sich, die dann so stark wirken, dass ein Reich zerfällt.

          https://romischesreich.de/untergang-romisches-reich/

          Die mangelnde Produktivität ist also eine Folge von Führungsversagen, von Realitätsverweigerung.

      • Ist es nicht inzwischen schon etwas zu viel der Revolution, vor allem der industriellen? Die Menschheit kann ihrem eigenen Fortschrittswahn doch gar nicht mehr folgen, weil sie sich einer Oligarchie von Revolutionären untergeordnet hat, die jeden Cent zu Lasten der Substanz in Modernisierung investiert und Jeden korrumpiert, seine Werte zu verraten.
        Es braucht wohl viel eher echte Selbstbesinnung bei den Zurückgebliebenen, um die Wahnsinnigen über die Klippe springen zu lassen.

        • Die sogenannte 4. industrielle Revolution als digitale Revolution hat einen völlig neuen Charakter, sie verändert die Produktionsweise vergleichbar mit der industriellen Revolution, aber eben mit völlig neuen Möglichkeiten.

          Die 1 indsutrielle Revolution potentierte die mechanische mnschliche Arbeit durch Maschinen, also Ersatz von Menschekraft durch maschinelle Kraft. Dann gabe es lediglich große Veränderungen durch Erdöl und Erdgas und die Nutzung der Atomenergie, auch die ersten Veränderungen durch Computerisierung der Verwaltung, CAD und CNC-Maschinen.

          Heute werden ganze Produktionsstraßen digital gesteuert bis hin zur Logistik.

          Bisher brauchte man Wissenschaftler, Ingenieure und immer mehr Geld.
          Durch die Verhinderung des Wettbewerbs durch Monopole und den hohen Finanzbedarf ist ein Triumvirat neuer Feudalherren enstanden, Großbanken, der Parteienstaat und die Monopole der industrieellen Produktion.

          Die Medien als Handlanger aber auch als möglicher Gegenpol in Gestalt der vierten Gewalt sind immer mehr in die Abhängigkeit des Staates geraten.
          Und da auch freie Medien von etwas leben müssen, werden diese nichts diskuieren, was die im Jahrzehmten manipulierte Masse in Aufregung versetzt.

          Da diese alle bereits unter den Verhältnissen des Tribut-Systems soziualisiert wurden, ist denen in den letzetn 30 Jahren auch nichts Neues eingefallen, als den Versprechen der Digitalkonzerne mit BitCoin das Geldwesen zu demokratisieren.

          Da keiner mehr weiß, wie der echte Wert bestimmt werden kann, sind die Masse aber auch das Professorentum völlog verblödet oder schweigen lieber.

          Was wir jetzt sehen, ist das die geistige menschliche Arbeit teilweise selbst maschinell ersetzt werden kann.

          Die Softwareindustrie konnte also schon vor Jahren als Dienstleister von produktiven Leistungen die Arbeitsproduktivität in den Konzernen steigern. Da blieb natürlich ein Teil der KMU zurück. Das Sinkken der Profitrate ;-).

          Die meisten stehen also längst unter dem Kuratel der Konzerne, der Großbanken und des Staates.

          Da kommen dann bei den Libertären seltsame Denkmuster zum Tragen.

          https://freiheitsfunken.info/2025/08/09/23207-kulturmarxismus-der-gramsci-gap

          Logisch, aber nur scheinbar. Die Medien sind auch vom Staat abhängig und dienen der herrschenden Klasse, Hauptsache es gibt keinen wirklichen Sozialismus.

          Und Paul Siegenthal scheint zu entgehen, dass die Medien durch das Internet an Einkommen verlieren. Deshalb werden sie zu Huren des Staates underjenigen, die die Macht über das Geld besitzen.

          Also auch Libertäre gebildete Leute sind nicht frei von Irrtümern-
          Konsensgesellschaften haben wir schon lange nicht mehr, weder in Europa noch in den USA.

          Marx wusste, dass die Arbeiter ein Führungsorgan brauchen, das das erforderliche Wissen unter den Werktätigen organisiert.

          Mun, weder SPD noch Grüne haben sich für die Revolution eingesetzt.
          Die notwendige Revolution sollte durch Transformation ersetzt werden und die Großbanken haben das unterstützt, die Konzerne auch, eben auch BlackRock.

          Bis einige gemerkt haben, dass das nicht funktioniert mit grünen Strom, Wasserstoff und grünem Stahl.

          Es ist schlicht auf der gesamtgesellschaftlichen Ebene viel zu teuer.
          Das merken natürlich auch die Banker, wenn Projekte in den Sand gesetzt werden und keine Gewinne generieren.
          Nur werden die das nicht zugebem, dass sie selber zu dumm waren, das zu wissen, wovor echte Ingenieure schon vorher öffentlich gewarnt haben. Gier frisst Verstand und da die Banken die verschuldeten Staaten an der Kandarre haben, dressieren die eben die Politiker, das Geld bei den Bürgern einzutreiben.

          Außerdem haben wohl etliche Analysten bemerkt, dass der ganze Apparat zu teuer geworden ist. Das ist der Grund für Mileis Kettensäge, nicht die Theorie von Miese aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

          Die Hightech-Milliardäre sagen, wir können das besser, die Analyse und die Steuerung. Wir können sogar Demokratie simulieren und das Denken der Leute beeinflussen. Sie brauchen dazu aber viel Energie.

          Deshalb Trumps erneuter Ausstieg aus der Pariser Klima-Vereinbarung, aber auch weil man gemerkt hat, dass es gar nicht am CO2 liegen kann, wenn es partiell in einigen Regionen wärmer wird.
          Schon am Samszag wrd es wieder kühler und alle Wetterprognosen über 2 Tage hinaus werden jeden Tag korrigiert mit unterschiedlichen Ergebnissen.

          Dass sinkende Niederschlagsmengen, längere Sonnenscheindauer und mehr Beton in den Städten dieseStädte aufheizt, dazu bedarf es keiner Messreihe, das eribt sich aus einfachem physikalischen Wissen.

          Aber das Narrativ war schon so fest in den Köpfen verankert, dass alle angefangen haben ihre Interessen mit dem Klimawandel zu begründen.

          Das waren aber keine Revolutionäre, sondern alles Leute, die die eigentlich notwendige Revolution auf jeden Fall verhindern wollen, denn dann wäre ihre Geschäftsmodell und die Privilegiien weg.

          Links reden und die echte Emanzipation verhindern, das gilt eben auch für die „Linke“ und leider auch für das BSW. Merz und die SPD sind ja schon hirntod, berauschen sich an Erfolgen, die keine sind.

          Wir sehen es ja auch bei Franz Witsch. Welche Frage von mir konnte er beantworten? Keine einzige.

          Die technischen Innovationen kann niemand verhindern, es geht aber darum, zu wessen Vorteil diese benutzt werden und das ist die Frage der sozialen Revolution, die immer eine Revolution im Recht ist, die also die neuen gesellschaftlichen Eigentumsverhältnisse an den entscheidenden Produktionsmitteln regeln muss.

          Die gehören ja gar keinen klassischen Kapitalisten mehr, verteilen aber ihr Geld nach Regeln, die das Volk gar nicht legalisiert hat.

          Keine Konzerne, keine Großbanken mit FIAT-Geld, keine Börse, auch keine Steuern für die Werktätigen mehr, aber gerecht bezahlte Lohnarbeit und viele Möglichkeiten in freier Arbeit Fortschritt zu generieren, das ist schon eine völlig andere Perspektive.
          Dagegen wirkt aber die Trägheit der Massen und das Interesse der Privilegierten, ihren dekadenten Lebensstil so lange wie möglich beibehalten zu können.

          https://www.inhaltsangabe.de/orwell/1984/zitate-und-textstellen/

          So wird aus „Links“ Verblödung und aus Rechts fast schon linkes Revoluzzertum, aber Revoluzzer gewinnen keine Revolution, auch keine linken Extremisten.

          So ist es doch eigentlich erhellend, wenn die Regierung Soros mit Nillionen unterstützt hat. Bill Gates ja auch und viele andere.

          Es gilt also die digitale Revolution mit der sozialen zu verbinden, aber eben um Freiheit, Entwicklung, Gerechtigkeit und Frieden zu sichern und nicht um die Menschen, die man braucht als Cyborgs umzubauen und den Rest zu vernichten.

          Da helfen auch keine Allegorien aus Dantes Werken, denn dessen Weltbild war ja ziemlich obskur.

          https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6ttliche_Kom%C3%B6die#/media/Datei:Illustration_240.gif

          So offenbart sich mancher Witzbold als dummer Papagei, der nur nachplappert, was andere vor ihm schon an Fehlern produziert haben.

          Trump hat etwa in Kalifornen viele Gegner, die ihn richtig hassen, auch wenn jetzt an den Stränden und in den Städten mehr Ordung herrscht, was schon positiv bewertet wird.

          Aber das Leben ist extrem teuer geworden durch die Zölle.
          Wenn ein Beschäftigter an einer Uni in LA in einem befristeten Projekt etwa 3000 $ monatlich als Einkommen erzielt und davon 1700 $ für ein 30 Quadratmeter großes Appartment bezahlen muss, dann kommt da keine Freude und Zuversicht auf.

          Da wird der Zweit-Job zur Notwendigkeit.

          • Mann-Mann-Mann, schönes Gedicht, leider aber bloß schöne Sci-Fi — ist alles, nur eines nicht: wirkliche Wirklichkeit.

            Obwohl gute Denkansätze dabei waren; Stichwort hier sind die sog. Kondratievschen Wellen, sprich: Kohle, Eisen, Kanalbau, Eisenbahnbau, Entwicklung von Stahl, Chemie, Materialentwicklung, Automobil, Computer und IT, Militär- und Raumfahrttechnik. Diese Wellen haben dem tFdP ein immer wieder kleines Schnippchen schlagen können — aber geht am Ende leider aus wie das berühmte Rennen von Aristoteles und der Schildkröte: dead end!

            Fangen wir einmal ganz von vorne an: Es gibt keine Volkswirtschaft, Punkt. Weil es sie nicht geben kann, jedenfalls nicht auf die Dauer wegen dem blöden tFdP. Es kann nur zeitlich recht limitierte Booms geben. Ganz ähnlich wie mit Veronas Spinat: Blubbs.

            Ich verrate nun das Grundgeheimnis aller ORDENTLICHEN Marx-Engelschen politischen Ökonomie. Es gibt ein nur begrenztes Volumen an Mehrwert/Profit. Einmal nur wollen wir hier jetzt kurz eingehen auf ein albernes Detail, bitte. Mehrwert und Profit benennen die selbe Sache! Nur daß Mehrwert die physikalische Einheit Sekunde bemüht — nämlich Sekunde unmittelbar händischer Arbeit in der industriellen bzw. nach Stückzahl/Zeiteinheit bemessenden Warenproduktion, und sei diese Arbeit nun „lebendig“ vorliegend, oder „gefroren“. Profit hingegen mogelt sich an der Physik vorbei und bemüht ineinander konvertierbare Einheiten wie €,$,¥,£ usw., ist zu guter Letzt aber auch nur ganz blöder Mehrwert — hat sich ein wenig verkleidet. Genug der albernen Details nun!

            Was einer mindestens wissen muß, der ORDENTLICHE politische Ökonomie betreiben will, ist folgendes. Es gibt Kapitalinvestition und Mehrwert. Alles Kapital – und zwar ALLES Kapital!!! – ist per Definition in industrielle Warenproduktion investiertes Geld. Sei dies in Sachdinge investiert, in sog. konstantes Kapital („gefrorene“ Arbeit). Oder sei dies in lebendige Arbeit investiert, sog. variables Kapital. Neben diesem investierten Kapital gibt es allein eine (1) relevante andere Größe. Und diese ist Mehrwert bzw. Profit. Aus letzterer Größe entstammen ALLE Einkommen, die nicht Lohn sind für in der industriellen Fertigung geleistete unmittelbar händische Arbeit.

            Will einer nun wissen, was es mit dem tFdP genau auf sich hat, der spitze jetzt die Ohren. Markt und Wettbewerb erschaffen Durchschnittswerte. Werden diese zugrundegelegt, gilt, daß Profit und Kapital die Profitrate wie folgt bilden: PROFIT DIVIDIERT DURCH KAPITAL.

            Im Gesamtmarktraum nun kommt es zu Herausbildung einer durchschnittlichen Profitrate. (Einzelnes Kapital fließt in Produktionen mit möglichst hoher Profitrate, vermehrt so das Angebot, senkt damit den Warenverkaufserlös, und so zugleich seine Einzelprofitrate.)

            Wir wissen nun also, daß das gesamtmarktlich geldliche Volumen an Profit in einem einfachen Proportionalitätsverhältnis steht zu dem gesamtmarktlich investierten Kapital. Und also begrenzt ist. Yes, here we are: tendentieller Fall der Profitrate dann, wenn der Markt technologisch innoviert und – wettbewerblich bedingt – so dann den Warenverkaufserlös eines Einzelkapitals mindert NOCH VOR DESSEN VOLLSTÄNDIGER AMORTISATION !!!

            Am Ende aber viel wichtiger noch wird etwas nun das Gesamtkapital Betreffende, der sog. Investitionsnotstand. Mit wettbewerblich angestoßener bzw. auf Kostensenkung ausgehender technologischer Innovation sinkt das pro einzelnem Stück Ware aufzuwendende Volumen an Kapital.

            ALLES KLAR HEUTE MAL WIEDER AUF DER ANDREA-DORIA ?

            • Verdammt, nicht der arme Aristoteles, sondern der arme Achill und die Schildkröte! Der arme Achill galt immerhin als der schnellste der das arme Troja belagert habenden armen Griechen. Hat aber sein Rennen gegen den armen Trojaner Hektor verloren. Weil der einen verdammt unfairen Trick angewandt hatte. Arm aber trickreich gewinnt immer.

              Das Rennen mit der Schildkröte hat aber nie stattgefunden, ist eine rein hypothetische Angelegenheit, welche einen simplen mathematischen Sachverhalt bebildert. Und auch auf den tFdP anwendbar ist. Kurz: Dauert nicht lange, und alle kommen praktisch zum Stillstand. Obwohl sie theoretisch noch bis zum Sanktnimmerleinstag weiterrennen. Nur Scheiße, sie treten dabei praktisch auf der Stelle.

            • Ich stecke da zwar nicht so drin, nach meinem Verständnis müssen jedoch sowohl das eingesetzte Kapital als auch der Profit von der Kaufkraft bezahlt werden. Weil der Profit jedoch nicht vollumfänglich in den Markt zurück fließt, sondern teilweise angespart wird, bedarf es zur Aufrechterhaltung der Kaufkraft einer entsprechenden Neuverschuldung. Wenn die Profitrate sinkt, müsste also auch die Neuverschuldung zurückgehen. Dem ist jedoch nicht so, weshalb die Differenz logischerweise irgendwer als Subvention kassiert.

              • Kapital und Profit werden über Warenverkauf gedeckt bzw. erlöst bzw. eingenommen, was den Erlös abhängig macht von der Kaufkraft.

                Bleibt nach den privaten Ausgaben bzw. Käufen von Kapitalinvestoren etwas übrig von deren „Revenue“ (= deren Anteil am Profit), verschwindet dieses Geld nicht, sondern wird gewinnbringend investiert. Und fließt damit als Kaufkraft in den Markt zurück. Was auch gilt für alle sonstigen Einkommensbezieher, deren Einkommen dem Profit entstammen. Da Sparkassen investieren, fließt auch Spargeld als Kaufkraft in den Markt zurück.

                Neuverschuldung, z.B. durch keynesianische bzw. staatliche Ausgabenprogramme, braucht es vor allem, um dem Investitionsnotstand entgegenzuwirken. Solche Programme schaffen wirtschaftliche Aktivität, die wiederum Gelegenheiten schafft für Investitionen auch privaten Kapitals.

                Wie zu sehen, läuft staatliche Verschuldung immer weiter auf und führt zuletzt zu Überverschuldung. Hier große Ausnahme ist (bzw. jetzt: war) der Exportweltmeister BRD. Export bietet Gelegenheit zu Investition von privatem Kapital.

                Nicht zu vergessen aber, geht der tFdP auf technologisch bewerkstelligte Kostensenkungen zurück, die allemal einhergehen mit Freisetzungen händischer und nichthändischer Arbeitskraft. Was die faktisch großteils mittels staatlicher Schuldenaufnahme finanzierten Sozialausgaben hochtreibt, siehe die Multimilliarden-Subventionen für Renten-, Kranken- und Arbeitslosenkassen. Was alles schließlich an Grenzen stößt, siehe insbesondere die Staatsverschuldung der USA, aber auch die von EU-Ländern.

              • Siehe hier auch Markus Fugmann von Finanzmarktwelt ganz frisch vom heutigen Morgen über die Entwicklung der US-Wirtschaft unter Trump hin zu einer Plan- und Zwangswirtschaft nach chinesischem Modell. Wie auch, daß beide Wirtschaften, die amerikanische und die chinesische, an Überverschuldung kränkeln. Und dies, obwohl die chinesische voll auf Export gesetzt hat und darum dem Investitionsnotstand lange ausweichen konnte.

                https://youtu.be/fCHot4GXIio

                Mit Blick auf ORDENTLICHE politische Ökonomie, also auf den tFdP sowie auf Investitionsnotstand, ist die von Herrn Fugmann dargestellte Entwicklung nicht verwunderlich. Was aber weder ein Markus Fugmann oder ein Ernst Wolff offen sagen mögen: Da müssen jetzt alle durch, es geht kein Weg vorbei an KI-Diktatur, CBDC-Technokratie und Digital-Faschismus. Sollen Kollaps der globalen Warenproduktion und die große Barbarei vermieden werden, führen jetzt alle Wege in die kleine Barbarei: Leibeigener und Sklave sind zurück.

                Ja, da müssen jetzt alle durch und versuchen, dennoch Mensch zu bleiben. Und nein, es gibt keinen Schuldigen, Zivilisationsentwicklung ist wie Kochen ohne Rezept. Und selbst wenn jedermann große Koryphäe gewesen wäre in ORDENTLICHER politischer Ökonomie, hätte diese Entwicklung nicht verhindert werden können. Sie entspricht dem Menschenwillen. Der etwas Magisches in sich hat. Und sich einen Scheiß kümmert um ordentliche politische Ökonomie. Also: Augen zu und durch!

                Entweder schwarze Magie, Verherrlichung von Mangel, Not, Elend, Leid und Tod. Oder weiße Magie: Sich das Leben spannend, nämlich unnötig leicht machen…

              • @UD
                Es gibt sicherlich Schlimmeres als Konsum- und Investmentsklave zu sein, damit der Markt nicht kollabiert. Wenn das Geld schon dafür aus der Druckerpresse kommt, weil man im Gleichschritt der Fressmaschinen mitmarschiert, wogegen sollte man dann anstinken? Man darf nur nicht wählerisch sein und sollte fraglos nehmen, was gerade angesagt ist.
                Vieles an Wohlstand entsteht durch Gebrauchtwarenhandel. Warum sollten nur Altautos die Welt beglücken? Auch Plastikabfall wird frei Haus geliefert, damit in den Armenvierteln daraus Neues entstehen kann. Und wer damit überfordert ist, nehme doch einfach regelmäßig Drogen zur Zersetzung seines Nervensystems. Es gibt nix Billigeres, als dass jemand bei seiner Vernichtung auf einen Sinn oder einen Arbeitsplatz verzichtet. Das müssen die Industrienationen erst noch lernen, wofür sie sich nun vermehrt mit KI, Industrierobotern und Marketingidioten selbsterübrigen.

                Dabei habe ich übrigens gerade eine Marktlücke entdeckt: Ein Wohnkrematorium, das sich selbst anzündet, sobald sein Bewohner eine seiner vier Gliedmaßen oder die Stirn länger als 5 Sekunden vom Drücker nimmt. Nur an der Klimabilanz muss ich noch feilen.

          • @Politikus
            Von einer Revolution kann m. E. aktuell nicht die Rede sein, denn das würde heißen, dass die Menschheit weiterhin Herr der Lage bleibt. Es hat sich viel mehr eine systematische Eigendynamik entwickelt, die die Menschheit vor sich her treibt, vor allem die Machthaber und Oligarchen, weniger die breite Masse, weil inzwischen Viele abgehängt sind. Das entspricht eher einem Sozialkollaps im Frühstadium, dem es lediglich an ein paar greifbaren Existenzängsten zur totalen Katastrophe fehlt.

  4. Jetzt sollen die Obdachlosen umziehen/weggesperrt werden, ok. Wenn man sich verbessern kann, aber in eine miefige/piefige Zeltstadt wird kein Freigeist freiwillig ziehen, die Obdachlosen sind in der Lage überall ohne jeglichen Schutz/Sicherheit zu nächtigen, d.h. sie haben die Urangst aller Erdenwürmer überwunden und müssen sich deshalb nicht mehr für eine Wohnungsmiete versklaven lassen, denn zu essen gibt’s in der perversen Wegwerfgesellschaft immer——soviel zu der profitträchtigen Angst allein unter freiem Himmel zu nächtigen, damit kann man Milliarden ergaunern, siehe Hotelzimmer direkt am Strand für mindestens 100€/Nacht, wo doch so ein sternenklarer sommerhimmel/Sommernacht am Meer unheimlich romantisch ist——schön dumme Großkotze/Sklaven

    • Ja, sehr verehrter Cource, nicht nur das Dach überm Kopfe läßt sich sparen, auch die Klamotten am Leibe — hurra-hurra-hurra, wie schön ist Ef-Ka-Ka!

      Mal kurz zu Freuds Zirkelschlüssen noch, bitte.

      (Vorweg zu sagen, war Freud nach WK1 praktisch bedeutungslos geworden im deutschsprachigen Raum und wurde mit den US-Besatzern dann nach Dschörmanie reimportiert.) Freuds Zirkelschlüssen läßt sich schnell auf die Schliche kommen mit dem Soziologen David Riesman und dessen The Lonely Crowd, Die einsame Masse.

      David Riesman ist geradezu ein Anti-Freud. Weswegen er im Amiland BRD (heute auch bekannt als BlackRockDschörmanie) radikal totgeschwiegen wird. Oder ist bei dem Soufi Sia-Gewäsch oder in irgendeinem anderen bekannteren alternativen Mahl-Strom-Medium schon einmal der Name David Riesman gefallen? Nein, und dies obwohl dieser Anfang der 1960er einen in zahlreiche Sprachen übersetzten Weltbestseller verfaßt hat! Wohingegen alle gut gebilderbergten Alternativsklaven wissen, wer Gustave LeBon (Die Psychologie der Massen) und Freuds Neffe Edward L. Bernays (Propaganda) waren.

      Freuds Ich, Es und Überich sind Denken, Fühlen und Wollen. Diese drei zusammen ergeben IDENTITÄT, die Vorstellung, die Idee vom eigenen Selbst — also davon, zu was, und wozu, und mit wem und warum einer sich hier herumtreibt auf diesem schönen Planeten.

      Freud nun sagt, alles habe angefangen bei Adam und Eva. Deren Kiddies hatten einen Sexualtrieb. Der mußte ihnen ausgetrieben werden, aber nicht ganz. Ein kleiner Rest mußte übrigbleiben und in die richtigen Bahnen gelenkt werden: in Richtung Nachwuchsproduktion. (Hierzu nähere Erläuterungen auf Anfrage bei Cource.)

      Oh, du schönes Elternglück! Hört sich doch richtig gut und richtig an, ist nichts gegen zu sagen! Und wiederholt sich seit Adam und Eva und bis heute hin auf immergleiche Weise, ist ein ewiger Zirkel, eine ewige Wiederkehr des Immergleichen!

      Und was lernen wir aus diesem Zirkelschluß? Daß wir triebdominierte Wesen sind, deren arme Eltern dem Schicksal unterworfen sind, unsere Triebhaftigkeit zu zügeln und in zu wünschende Bahnen zu lenken, in die der Nachwuchsproduktion. Und verdammt, wenn wir groß sind, also erwachsen und selbst einmal Eltern, dann wissen wir jetzt ja, was wir zu tun haben! Und schon fertig die Freudsche Lauge, die Freudsche Identitätsbestimmung derer, die sich seit Adam und Eva herumtreiben auf diesem schönen Planeten!

      Einfach, praktisch, quadratisch, kann jeder Doofmann auf Anhieb verstehen. Nicht so den Riesman. Sagte dieser dreiste Mensch doch frech, die Identität des modernen Menschen werde von Massenmedien geformt. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts etwa seien die Sklaven einsam alle, und jeder habe sein Radar laufen und scanne ab, was die anderen einsamen Sklaven alle gerade so denken, fühlen, wollen, glauben und tun würden. Und jeder schließe sich dann einer ihm von irgendwelchen Medien angebotenen Identitätsherde an. Damit er nicht mehr einsam ist bzw. identitätslos.

      Verdammt, wie hat der Riesman das bloß herausgefunden! Indem er sich angeschaut hat, auf welche Weise Identitäten sich gebildet haben vor dem Medienzeitalter. Welches letztere er als „other-directed“ charakterisierte. Davor habe Identität sich „inner-directed“ gebildet, und davor „tradition-directed“. Also nix da mit dem Schmarrn von der ewigen Wiederkehr des Immergleichen, vom ewig zirkulierenden immerselben Kreislauf namens Adam, Eva, Papas, Mamas, Kiddies und Nachwuchsproduktion.

  5. „….Als müsse sich die Gemeinschaft ohne ihre Feinde (Andersdenkenden) in Luft auflösen, so wie sich Gott ohne den Satan in Luft auflösen würde….“. Freud.

    Im ersten Teil des Satzes fehlt die Gemeinde ohne Feinde. Da würde ich die Verteidigung allgemein voranstellen – alles feindliche.

    Beim zweiten Teil des Satzes mußte ich innerlich lachen. Ohne einen Gott habe ich, gottloser Atheist, weder Probleme mit dem Teufel, noch mit der Hölle. Noch nicht einmal ins Fegefeuer komme ich.LOL. https://www.youtube.com/watch?v=Prk87Aqxoas
    Ja, Gott muß die Sonne sein – schon immer!
    Trotzdem kann ich mich an die 10 Gebote halten, denn die sind, wie die Bibel, von Menschen, damals schon weitschauende Menschen, gemacht. Gruß Karl

  6. Wieder ein sehr gut und mit viel Abeitrecherchierter Artikel.
    Nur dürften diese Erkenntnisse den Wenigsten wirklich eingehen.
    Denn das ist ja der Grund warum sich Massen der Art gut beherrschen lassen .

  7. Das deutsch-amerikanische Streben nach Geld/Status bringt uns Neid/Missgunst und Zwietracht, und führt letztlich zum Krieg zwischen allen Völkern, deshalb sind die 10 Gebote der Christen/Islamisten/Juden ein trügerisches Feigenblatt und eine unehrliche/arrogante Moral=Klerikal-Faschismus, siehe u.a. Zwangs- Sterilisierung bis 2011 in Deutschland bei Gotteskindern mit mehreren Geschlechtsmerkmalen, als wenn diese armen Seelen nicht schon genug durch Gott bestraft wurden wurden/werden sie durch die gottesfürchtigen Gläubigen zusätzlich gesteinigt——-soviel zur Zukunft unter Trump/CDU/AfD

  8. Nachtrag: woher kommt das streben nach Geld/Status, das ergibt sich aus der Zusammenrottung im Rudel, die einen ständigen Vergleich der Leistungsfähigkeit aller rudelmitglieder erzwingt und um sich nicht ständig dem Hohn und Spott der ach so geliebten rudelmitglieder auszusetzen, versucht man mitzuhalten im Hamsterrad im wahrsten Sinne des Wortes: mitzuhalten im Hamstern und Schindern, deshalb ist das Rudel die unerkannte/unsichtbare Todsünde die alle versklaved——schön dumm

  9. Nachtrag zum Nachtrag: deshalb ist die linksgrüne Selbstbestimmung/finanzielle Unabhängigkeit so wichtig für die Befreiung des Individuums von der Zwangsgesellschaft——soviel zum Bürgergeld welches eine Unterwerfung des Individuums unter den Zwangsritualen des Marktes/der Ausbeuter verhindert und so ein Leben ohne Rudel ermöglichte, was jetzt unter Trump/CDU/AfD verunmöglicht wird, Mittelalter 2.0 lässt grüßen

    • Ja, Fragen über Fragen! Woher kommt dies, woher jenes, und überhaupt: Woher kommt es, daß sich die armen Menschlein alle so leicht am Näslein herumführen lassen. Daß sie, wie David Riesman es meinte, so einsam seien, daß sie sich medienseitig präsentierten Meinungsherden anschließen? WOHER DIESE EINSAMKEIT!

      Riesman sah es soziologisch. Mit der Industrialisierung setzten Migrationen und Verstädterung ein und lokale, durch Tradition oder Religion gefestigte Gemeinschaften lösten sich zunehmend auf. Wohl richtig und wahr.

      Aber da ist noch etwas anderes. Riesman datiert den Beginn des „other-directed man“ auf etwa den Beginn des 20. Jahrhunderts, also zeitgleich mit Aufkommen großer Pressehäuser. In eben diese Zeit fällt aber ein noch anderes großes neues Ereignis: Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war in allen Industrieländern die STAATSSCHULE bzw. die Volksschule zu einer flächendeckenden Einrichtung geworden, deren Besuch für alle Kiddies verpflichtend war! Und schon ahnen wir… .

      Ja, Anne Querrien macht die Staatsschule in ihrem «l’ensaignement» sichtbar als elterngleiche Instanz — und dies so weit, daß die Staatsschule den Eltern zu geradezu Übereltern geworden ist. Ist ja bis heute hin so, besonders wenn an die immer enger gewordene Verflechtung von Staatsschule und sozialpflegerischen Behörden gedacht wird sowie an den schulpsychologischen Dienst. Blubb, der lernt die Eltern was! Nämlich wie diese ihre Kinder zu erziehen haben. Nein-nein, ist ja nicht bloß so, daß die Eltern ihre Kiddies impfen zu lassen hätten…

      Die soziale Umgebung des Kindes hat sich so immer mehr verengt auf sein Verhältnis zur Autoritätsinstanz Schule. Einsamer könnten kleine Menschen nicht gemacht werden.

      • Fast hätte ich Roger Waters vergessen: „Teachers, leave the kids alone!“ Aber pronto, ganz zackig, Näse voll, der Ring muß raus.

        Wie wäre es denn, Teachers, wenn ihr euch zusammentätet mit staatsunabhängigen bzw. privaten Instanzen und von kultusministerieller Kontrolle befreite Schulen betreiben würdet. Vielleicht nach Art der von Anne Querrien beschriebenen Mutuellen Schulen aus der napoleonischen Zeit. Wo Kinder Kinder unterrichtet haben, und die Lehrer bloß von der Seitenlinie aus die Lerngruppen von jeweils acht Kiddies im Blick behielten und organisiert haben.

        Mutuelle Schulen aus den alten Zeiten, blubb, die lernen die Kiddies was! Und das in einem Drittel der in den späteren Staatsschulen verplemperten schönen Zeit. Also kommt in die Füße, Teachers!

      • Es gibt heute neue Denkmodelle für eine andere Art von Schule. Ob sie in der Praxis halten, was sie versprechen, kann noch nicht beurteilt werden.

        Zumindest sind einige private Schulen schon heute besser als ein Gymnasium, setzen mehr auf Eigenintative und Verbindung mit der Praxis.

        Aber, das sind Elitenschulen, nicht für die Masse.
        Sie sind aber Beweis, dass es ein besseres Bildungssystem gibt als das heutige staatliche System mit Beamten als Lehrern.

        Manchmal habe ich früher innerlich gefeixt, wenn ich mir vorgestellt habe, ich würde mit meinem damaligen Wissen noch mal zur Schule gehen.
        Später habe ich mich lieber mit anderen Zeitgenossen mit akademischen Titeln angelegt, um mein Wissen zu erweitern und zu überprüfen.

        Nun in einem konkreten Fall habe ich vor vielen Jahren aber doch mal Gelegenheit gehabt, einen Dozenten öffentlich vorzuführen, nicht geplant, sondern völlig spontan und zufällig.
        Es ging dabei um eine Weiterbildung zum Erwerb des Compterführerscheins. Bei der Vorbereitung zum Prüfungsteil bezüglich des Datenbankprogramms ACCESS war der Dozent so unqualifiziert, dass ich selbigen unter dem Beifall der anderen Teilnehmer auf einen Stuhl der Lernenden platziert und den Lehrstoff selbst vermittelt habe.

        Kurze Zeit später hatte der Dozent seinen Vertrag verloren, aber wegen einer anderen Sache, einer sexuellen Beziehungskiste.

        Manchmal ist die Welt so klein, dass man sich tatsächlich mindestens 2 mal begegnet.

        Ein anderes Mal hatte ich bei einem Vortrag von dem ehemaligen Finanzminister Eichel den Herren von der DZ-Bank widersprochen.
        Das war in der Zeit der Minus-Zinsen. Die Banker versprachen nämlich den Anlegern ab etwa 2018 wieder steigende Zinserträge.

        Ich hatte denen gesagt, dass dies nicht eintreten wird, weil das System sich im Umbau befindet.

        Der Realzins ist bis heute unter Beachtung der Inflation ein Minuszins, nur mit noch schnelleren Wirkungen.

        Und das Geldmengenwachstum durch QE ist von einer Schuldenexpansion abgelöst worden. Beides hat die gleichen negativen Folgen.

        DAS HAT NICHTS MIT FREUD ZU TUN.

        • UND OB DAS WAS MIT FREUD ZU TUN HAT. Wem ein Freud oder irgendeine andere Kirche oder Sekte – denn Freud war ein Kirchen- oder auch Sektenvater – den Blick erst mit Erfolg in Richtung Erdmittelpunkt gelenkt bzw. zu den Genitalien hin gesenkt hat (mehr dazu auf Anfrage bei Cource), dem entgeht so einiges. Dem entgeht, was auf der Welt alles so passiert. Schöner verblöden geht nicht.

          Und wird nun noch Anne Querrien hinzugenommen, ihre feinfühlige Untersuchung eines staatsschulischen pädagogischen Arrangements, welches kleine Menschen nötigt, ihre Körper als moralisch Niederes wahrzunehmen — und so zugleich und auch sich selbst… . Nun, völlig logisch, daß dann Therapiebedürftigkeit entsteht: „Bitte, lieber Therapeut, mach’ mich wieder gut!“

          Und nun noch ein kleines Extraspäßchen, bitte. Mal die ganzen Impfausweise hervorkramen, die sich im Laufe des Lebens angesammelt haben. Was fällt einem auf? Antwort: Wie sehr die Medizinkirche bzw. die WHO sich doch bemüht hat, den bösen Menschenkörper seinen bösen Tendenzen zuwider doch noch irgendwie wieder gut zu machen — ist der doch ganz selbstverständlich therapiebedürftig und muß gebessert werden. Ganz zweifellos und ganz ohne Zweifel!

  10. Einsamkeit/Ausgrenzung/selbstisolierung usw. das sind die Waffen der Hirten die ihre Schafe so auf der Staatskoppel gefügig halten—–soviel zu den perfiden Songs die sogar die Sänger/in in eine Psychose/Tod treiben, siehe Rosenstolz „Liebe ist alles“, das ist die Kehrseite der selbstsuggestion/-indoktrination—–Yoga kann aber solche Ängste/Einsamkeitsgefühle verhindern

  11. Genau, „Edelarbeitslosen“=sind die, die Arbeiten lassen=Ausbeuterklasse halt und die will Trump vor dem Untergang retten, siehe Umverteilung:

    https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_100863194/schocknachricht-fuer-us-buerger-millionen-zukuenftig-ohne-krankenschutz.html

    Deshalb werden die prekären Trump-Wähler im November’26 die Republikaner/Trump abwählen——soviel zu der perfiden Manipulation der US-Wahlbezirke um die prekäre Wählerschaft auszugrenzen——darauf können die rechten Patrioten echt stolz sein—–Ehre Wem Ehre gebührt:

    Röm 13,6b-8: „ … in Gottes Auftrag handeln jene, die Steuern einzuziehen haben. Gebt allen, was ihr ihnen schuldig seid, sei es Steuer oder Zoll, sei es Furcht oder Ehre…“—–
    verlogenes Christentum

    • Nee, falsch, vielmehr kluges Christentum! Denn was würde wohl geschehen, wenn NICHT freiwillig dem Kaiser, Imperium oder Staate gegeben würde, was des Kaisers, des Imperiums oder des Staates ist?

      Heißt ja nicht nur zufällig „die Gewalten“, also Institutionen, Behörden usw.

      Frei nach Lenins berühmtem Ausspruch über das, was hinter allem Kredit steht nun: Staatsgewalt ist etwas mit einem Gewehr dahinter.

      Bei den alten Römern war das noch etwas romantischer, ging ganz ohne Gewehre. Man säumte lange Ausfallstraßen beidseitig mit Kreuzen, an welche man all jene hängte und dort langsam verrotten ließ, die frech geworden waren.

      • Es genügt eben nicht, wenn man es zu Etwas bringt. Man muss es auch behalten können. Am sichersten ist es wohl beim Staat aufgehoben. Da hat man zumindest selbst noch Etwas davon, als dass Andere damit spurlos verschwinden oder sich des Vorbesitzers entledigen.
        Insofern ist der Staat die mildeste aller Räuberbanden für Diejenigen, die meinen Etwas haben zu müssen.

    • Jetzt mal ganz hinterlistige Frage an Cource, bitte: Was ist ein seinen Betrieb führender Unternehmer: ein arbeitsloser Ausbeutender, oder ein arbeitender Arbeitender, oder ein arbeitender Ausbeutender?

      Müßte sich eigentlich leicht beantworten lassen. Könnte man aber auch anders stellen die Frage. Was ist geschmackvoller: Wenn ein Unternehmer, oder wenn ein Staatsbediensteter einem sagt, was zu tun ist?

      Das überhaupt Schlimme aber ist, daß eigentlich niemand verantwortlich ist für das, was er ist. Oder sind etwa Kinder von reichen Arbeitslosen schuld daran, selbst zu reichen Arbeitslosen zu werden? Wohl kaum. Im Gegenteil werden sie massiv an ihrer Lebenssituation leiden. Sie langweilen sich nicht nur sehr, sondern werden auch noch beneidet und angefeindet von vielen Durchschnitts-Joes.

      Aber jetzt kommt ja die neue Schicksalsgöttin KI und sagt (fast) allen, was sie zu tun haben. Brauchte man bisher Geld, um ein reicher Arbeitsloser zu sein, braucht man dazu von nun an einen Laptop, um bei Zentralbanken, bei denen man als bestellberechtigt eingetragen ist, seine Bestellungen aufgeben zu können.

      Wie glücklich doch jener, der einer KI sagen darf, was sie zu tun hat. Bzw. sagen darf, daß die KI anderen(!) zu sagen hat, was diese zu tun haben. Damit meine Bestellung fertig wird und an mich ausgeliefert werden kann.

      Ja, da muß man sich ein wenig umgewöhnen und passende neue Begriffe finden. „Reicher Ausbeuter“ wird dann vielleicht zu „Herr über das Schicksal“.

      • Ziemlich sicher darf der arbeitende Ausbeuter sich „Diener des Schicksals“ nennen. Dessen Herr ist er jedenfalls nicht, das sind die Terroristen.

  12. Interessanterweise finde sich im Artikel nirgendwo das Wort Rache, als Teil von Sprache einmal abgesehen, obwohl Rache bekanntlich das älteste Motiv der Welt ist. Es macht jedoch einen entscheidenden Unterschied, ob man sich nur abreagiert oder seine Wut ergebnisorientiert einsetzt. Während Rache durchaus Genugtuung verschaffen kann, sind Abreaktionen meist selbstschädigend, weshalb die Wut erhalten bleibt oder sich sogar steigert.
    Wer Abreagieren kultiviert, will daher vor allem die Motivation erhalten, um sie im Praktikabelsten als Arbeitswut zu versilbern. Man mag von Freud halten, was man will, aber er war clever genug, seine Erkenntnisse in den Dienst der Ausbeuter zu stellen.

    https://youtu.be/R_7T7-pa9NA?si=Vdlc6d4nCG5BJs73

  13. Trump hat aber seine zahlreiche prekäre Wählerschaft mit seinen Zöllen direkt bestraft und ihnen auch noch sozialhilfe/krankenkasse vorenthalten, wenn sie sich dafür nicht rächen sind sie schön dumm und auch keine ehrenhaften Cowboys mehr sondern cowards

    • Und genau so gehen die Trumpel-Dinge ihrer schicksalhaften bzw. behaviouristischen KI-Wege: Belohnung und Strafe sind relativ. Für einen der sich vor verkleistertem Vegan-Fraß ekelt, ist unverkleisterter Vegan-Fraß bereits Belohnung. Und will er richtiges Fleisch haben, echtes, dann wird er aber ganz-ganz brav tun wollen, was seine Schicksalsgöttin ihm aufträgt. Auch Wollen und Müssen sind relativ, alles Geschmacksache.

      KI als Schicksal ist KIcksal. Ja, man kann dann ganz leicht rausgeKIckt werden. Erst recht, wenn man keine Sozial- und Krankenversicherung hat. Dann geht man brav ins Auffanglager, in dem es Behausung, Kleidung, Nahrung und medizinische Grundversorgung gibt. Und wenn es dann heißt, zur Lagerarbeit anzutreten, wird nicht gezögert und gezaudert.

      Ist ja auch alles für einen guten Zweck, alles fürs Klima. Ach ja, das arme Klima! Wird in der Ära nach Trumpels magischem MAGA-Voodoo selbstverständlich rehabilitiert und dann in Ehren und Würden gehalten werden. Jawoll, hehre Ritterschaft, auf in den Kampf gegen die Heiden und das ultimative Böse, gegen das teuflische Klimagas! Jawoll, ihr Sklävchen, forever MACBA, Make America’s Climate Beautiful Again.

  14. Das Profitsystem zwingt die Regierungen zuerst die Banken/kapitaleigner zu retten, d.h. die Banken können die Regierungen erpressen, deshalb kann nur ein Systemwechsel den Teufelskreis von zyklische Weltwirtschaftskrise und Krieg auflösen—–soviel zu dem illusorischen Versuch der Patrioten/idioten mit Großfamilien/forcierte selbstausbeutung/Erhöhung des Ausbeutungsgrad das perverse Profitsystems zu retten, wo das endet sehen wir in Russland mit exorbitant geringer Lebenserwartung—–schön dumm

  15. Ja, das ist ein einziger cover-up der Weltwirtschaftskrise auf Kosten der Armen und Trump/AfD hat seine prekären Fans voll darauf eingeschworen freiwillig auf alles zu verzichten, in der Hoffnung, daß dann nur noch die fleißigen in USA/Deutschland leben und Alice im Wunderland die allgegenwärtige Weltwirtschaftskrise einfach wegzaubert—–wie viele Markus Fugmann müssen das noch aufdecken damit die dummen Trump/AfD-Wähler es kapieren—-soviel zum Fanatismus der Patrioten, siehe hitlers Zerstörung der Germania in seinem Endsieg 2.0

  16. Erdenwürmer sind bis auf Ausnahmen schwache Geschöpfe, die sich selbst etwas vormachen, siehe die sogenannten flexitarier, die keine Kontrolle über ihre fressgwohnheiten haben/können, d.h. nur die maximal 1% Veganer sind in der Lage ihre fressgelüste/-gier zu zügeln, siehe:
    https://www.proplanta.de/agrar-nachrichten/verbraucher/weniger-vegetarier-als-man-denkt-und-noch-nicht-lange_article1755446738.html

    Soviel zum nach-wie-vor aktuellen Todestrieb aller Erdenwürmer, die sich regelrecht in den herz-kreislauf-tod hineinfressen

  17. Nachtrag: der Materialismus/Kapitalismus/Sozialismus stellt nur die Fresserei als einzige dauermotivation/-kompensation zur Verfügung und ist deshalb für fast alle tödlich, selbst die systemgünstlinge können sich diesem schnellen fix nicht entziehen, d.h. nur der Idealismus kann einen Unterschied machen indem er so wie im Kloster eine geschützte Umgebung schafft die unnötige Reize/Wünsche/Enttäuschung verhindert und so das Verlangen nach Kompensation deutlich reduziert—–soviel zu dem tödlichen Konkurrenzkampf/Wettbewerb/Rivalität der ein Paradies auf Erden generell verunmöglicht—-schön dumm

  18. Nachtrag zum Nachtrag: selbst in der Kunst/Sport wurde eine biophysikalische Grenze/Plateau der Bewegung/Leistungsfähigkeit erreicht, die keine Steigerungen mehr zulassen, wozu dann noch unnötigen Wettbewerb/Verschleiß, der einzig verbliebene/scheinbar unerreichbare Fortschritt liegt im Erhalt der Funktionalität aller körperfunktionen bis ins hohe Alter, d.h. deshalb ist der unnötige Verschleiß/Goldmedaillen in jungen Jahren keine Leistung sondern Dummheit die den Erhalt aller körperfunktionen verhindert——soviel zum Wesen/Lebenssinn der heutigen verblendeten Materialisten die maximal 40ig Jahre alt werden wollen und in dieser Zeit alle Kontrahenten schlagen wollen—-extrem dumme Erdenwürmer aber halt gut für den Profit

    • Hat irgendein Schlaumeier gesagt: „Der Mensch ist, was er frißt.“ Reim’ dich, oder ich freß dich.

      Was Jonas Deichmann wohl dazu sagt? Absolviert an über 100 Tagen hintereinander jeweils einen Triathlon. Und ißt, was ihm gerade so in die Quere kommt, z.B. Eis am Stiel. Und was der erst alles trinkt, Triathlon macht Durst, z.B. auf Cola. Wahnsinn!

      Vielleicht ist der Mensch, was er sich einredet. Oder in der Kirche hört, in der Zeitung liest oder auf Werbeplakaten. Schelme sind das, die Menschen.

  19. Melancholie/Depressionen werden oftmals vom Darm-Gehirn/Verdauungsstörungen ausgelöst, d.h. wenn die Fettleber nicht mehr richtig funktioniert und deshalb die Nahrung unverdaut im Dickdarm landet freuen sich die Fäulnisbakterien und ärgern ihren Wirt mit Blähungen und schlaflosen Nächten, wenn dann auch noch die bisher erfolgreich verdrängten schuldgefühle/selbstzweifel aufkommen ist die Panikattacke perfekt—–soviel zu dem Geheimnis der Psychologie/Psychiatrie/Pharma-Industrie dem sogenannten Darm-Gehirn wo eine simple Ernährungsumstellung die Happypillen überflüssig macht—-Wissen ist Macht

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