Glück für die Welt: Ab kommender Woche werde ich eine wichtige Rolle in der US-amerikanischen Weltpolitik spielen. Ich bin selbst ganz überrascht, aber so wird es kommen. Gewußt wie.

Perfekt blondiert, glattrasiert, frisiert und onduliert, das ganze Gesicht mit Bräunungscreme verspachtelt, werde ich in Amerika aus dem Flugzeug steigen und eine Ansprache halten. Schon auf der Gangway. Genau vor der Flugzeugtür. Nicht eine Treppe weiter unten. Blauer Gehrock, rote Krawatte und blondgelockt. Und dann – … it happens: The „things“ come on to me. Ein good „thing“, ein bad „thing“. Remarkable „things“. Immer „thingänthings“, you know. Outstanding! American thingsbums. Tremendous success. Billions of dollars.

Bei „billions of dollars“ werden sie hellhörig werden. Dann kommt der Knockout: „FOR YOU!“. Sie werden alle durchdrehen vor lauter Trust in god We. Billions for them. Frisch aus der Druckerpresse. Boah.
„PRAISE THE LORD!“ werden sie jubeln und ihm danken, daß er ihnen vom Himmel über Good Old Germany den nächsten Präsidenten und die billions gesandt hat.
Und dann mach‘ ich sie gar fertig, die Amis. Sie werden mir zu Füßen liegen.
Hildegard
Ich drehe mich kurz noch mal ins Flugzeug um und ermahne Hildegard, daß sie endlich mit aussteigen soll. Hildegard ist meine First Lady. Die Second Lady heißt anders. Dann tritt Hildegard, die Schnecke, endlich neben mich hin, wir strahlen und winken. Die Amerikaner flippen total aus, es gibt die ersten Ohnmächtigen.

Weil: Nicht nur bin ich glattrasiert, frisiert, blondiert und onduliert, sondern ein guter Kerl auch noch, der Herz und Verstand einer klug winkenden und gütig lächelnden Frau für sich einnehmen konnte. In Kombination mit meiner Frisur und der Bräunungscreme: Very trustworthy. Alle sehen: Das kann gar kein schlechter Präsident sein. Der ist wifegeprüft. We love you, Hildegard.
Dann wählen sie mich – und dann geht’s rund in Good Old Germany. Mein größter Karriereschritt. Sorgfältige Planung ist alles.
Oh, du heilige Hildegard von Dingen!
… und? Hot se a Schweschta?
Rasiern konn i me a, ’s werd a hoata Wohlkampf…
Wie wäre es, gut gebräunt oder blaß, mit dem ICE,TGV oder Ryanair in Berlin, Brüssel oder Straßburg auf Stimmenfang zu gehen. In diesen machtlosen Zentren kann die Weltpoliik des Hegemon aus nächster Nähe in Erfahrung gebracht werden. Ein Realpolitiker aus dem Land des Reinheitsgebotes wird west- und östlich des Rheins dringend gebraucht. Zu viele talentierte Entrepreneure hat Europa durch den Goldrausch verloren, nun durch den Digitalrausch und zurück bleibt eine Beamten-EU, die den status quo verwaltet.
Bleiben Sie im Land der besten Biere und schlechtesten Politiker und machen Sie es wieder ganz,ganz groß.
Perfekte Beschreibung wie Politik und Herrschaft seit Hunderten Jahren funktioniert.
Inszenierungen für’s Volk und dann (bei)herrschen…..
Es hieß schon vor 100 Jahren in einem Lied: „Die ganze Welt ist ein Theater….“
Nun ja, ich glaube der Herr Max wird noch ein paar Tage auf sein Präsidentenamt verzichten müssen.
Zuerst muss unser Trumpel mit dem bösen Russen-Putin noch die Aufteilung Europas beschließen. Danach kann Trumpel beruhigt in Florida seinem Golfspiel nachgehen und das böse Putin den nächsten russischen Bären reiten.
Damit wären, also ganz in nebenbei, all unsere Weltprobleme gelöst.
Max übernehmen Sie!