Berlin, das Herz der deutschen Demokratie, ist wieder einmal im Ausnahmezustand. Nein, diesmal geht es nicht um einen neuen Flughafen oder eine S-Bahn, die pünktlich fährt – das wäre ja auch zu utopisch. Es geht um etwas viel Wichtigeres: Der Bundespräsident zieht um! Und wie es sich für ein Staatsoberhaupt gehört, wird dabei natürlich nicht gekleckert, sondern geklotzt. Schließlich muss der vorübergehende Ersatzbau für das zu renovierende Schloss Bellevue standesgemäß sein – und was sind schon 205 Millionen Euro unter Freunden?
Ein Präsident braucht Platz – und zwar richtig viel
Man stelle sich vor: Da residiert unser Bundespräsident seit Jahren in einem schnöden Schloss mitten im Tiergarten. Sicher, es hat Charme, Geschichte und einen netten Blick auf den Park. Aber mal ehrlich: Wer will schon in so einer alten Bude wohnen? Die Fenster ziehen, die Stuckdecken bröckeln und die goldenen Wasserhähne sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Da hilft nur eins: Umziehen!
Doch wohin mit dem wichtigsten Mann im Staate (nach dem Kanzler, dem Wirtschaftsminister, dem Verkehrsminister und vielleicht noch dem Hund von Olaf Scholz)? Natürlich in einen Ersatzbau – aber bitte keinen von der Stange! Ein Containerdorf wie bei den Berliner Schulen? Lächerlich! Ein Tiny House? Unwürdig! Nein, es muss schon ein richtiger Palast sein. Und weil wir gerade dabei sind: Warum nicht gleich ein paar Millionen mehr ausgeben? Man gönnt sich ja sonst nichts.
Die Kostenexplosion als deutsche Tugend
205 Millionen Euro soll der vorübergehende Spaß kosten. Das klingt erstmal nach viel Geld – ist aber eigentlich ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass man dafür in Berlin gerade mal zwei mittelgroße Eigentumswohnungen bekommt (mit Balkon zur Straßenseite). Außerdem ist es ja nicht so, als ob Deutschland aktuell andere Probleme hätte. Inflation? Wohnungsnot? Alles halb so wild – Hauptsache, der Präsident hat’s gemütlich.
Und überhaupt: Was wären wir für ein Land ohne unsere legendären Bauprojekte? Ob BER-Flughafen oder Elbphilharmonie – wir lieben es einfach, wenn aus geplanten 10 Millionen am Ende 100 werden. Das schafft Arbeitsplätze! Zumindest für Bauleiter, Gutachter und Krisenkommunikatoren.
Transparenz à la Bellevue
Natürlich wird alles ganz transparent ablaufen. Die Berliner Zeitung berichtet pflichtbewusst über jeden Cent – zumindest über die ersten 20 Millionen. Danach wird’s dann etwas schwammig („unvorhergesehene Mehrkosten“, „historische Bausubstanz“, „plötzlicher Goldmangel“). Aber keine Sorge: Der Steuerzahler zahlt’s ja gerne! Schließlich kann er sich dann beim nächsten Spaziergang durch den Tiergarten an einem schicken neuen Zaun erfreuen.
Apropos Steuerzahler: Der darf sich jetzt schon freuen. Denn während er selbst auf eine neue Heizung spart oder überlegt, ob er sich dieses Jahr noch Urlaub leisten kann, investiert der Staat in seine Repräsentation. Das nennt man Solidarität von oben nach unten!
Der große Umzug – ein logistisches Meisterwerk
Man darf gespannt sein auf den Tag des großen Umzugs. Wird Frank-Walter Steinmeier persönlich die Umzugskartons packen? Oder gibt es dafür eine eigene Taskforce mit mindestens drei Staatssekretären und einem Beauftragten für nachhaltige Verpackungsmaterialien? Werden die goldenen Füllfederhalter einzeln in Seidenpapier gewickelt? Und was passiert mit dem berühmten Gästebuch – kommt das ins Handgepäck oder wird es per Kurier transportiert?
Vielleicht gibt es sogar eine feierliche Prozession durch Berlin: Vorneweg der Präsident im offenen Cabrio (natürlich klimaneutral), dahinter die Umzugswagen mit Standarten und Blaskapelle. Die Berliner jubeln am Straßenrand („Endlich passiert mal was!“), während Touristen verwirrt Selfies machen („Is this the Love Parade?“).
Was kostet die Welt – wenn man sie repräsentiert
Kritiker mögen jetzt sagen: Muss das wirklich sein? Kann man das Geld nicht sinnvoller investieren? Aber mal ehrlich: Was wäre Deutschland ohne seine Symbole? Ohne Pomp und Protz? Ohne Politikerpaläste und Präsidentensuiten?
Stellen Sie sich vor, unser Staatsoberhaupt müsste in einer normalen Wohnung leben! Mit Nachbarn über und unter sich! Mit einer Einbauküche aus den 90ern! Mit Laminatboden statt Marmorfliesen! Das wäre doch kein würdiges Bild für die Weltöffentlichkeit.
Nein, da zahlen wir doch lieber brav unsere Steuern weiter und freuen uns auf den Tag, an dem wir im Fernsehen sehen dürfen, wie unser Präsident sein neues Domizil bezieht – stilecht mit rotem Teppich und Champagnerempfang (natürlich alkoholfrei).
Ein Hoch auf den deutschen Bau-Irrsinn
Am Ende bleibt festzuhalten: Der vorübergehende Umzug des Bundespräsidenten ist mehr als nur ein Ortswechsel. Er ist ein Symbol für alles, was dieses Land ausmacht: Bürokratie bis zum Abwinken, Kostenexplosionen als Volkssport und eine unerschütterliche Liebe zu allem Prunkvollen.
Und wer weiß – vielleicht können wir uns eines Tages alle an diesem Ersatzbau erfreuen… zumindest von außen durch den Zaun hindurch. Bis dahin heißt es: Kisten packen und Portemonnaie zücken!
Denn eines ist sicher: In Deutschland zieht immer irgendwer um – nur selten so teuer wie der Bundespräsident.
Die Maßlosigkeit unserer (Un)Würdenträger kennen keine Grenzen mehr !!!!!
Warum lassen wir uns das eigentlich so Widerspruchslos gefallen ??
Genau das frage ich mich auch. Alle beschweren sich, aber keiner oder nur wenige kommen ins Handeln. Diese Schockstarre in der die Deutschen verharren ist furchtbar.
Also, ich hätte doch tatsächlich mal an den Zaun der Hütte Bellevue gepinkelt. Wusste nicht wer da haust. Die hintere Gehöftlage sieht tatsächlich so aus, wie die typisch Berliner Schmuddelecken. Sah dann aber doch noch eine Kamera im Gebüsch lauern und bin auf die andere Strassenseite gegangen. Ist irgendwie dumm gelaufen.
Stell Dir vor der wäre unter Strom gestanden wenn Du hingepinkelt hättest 🙂
Zaun unter Strom, das gäb massiven Ärger mit dem Tierschutz.
Tja, wenn es um die Rettung des perversen Profitsystems dürfen/sollen sogar Steuergelder verbrannt, Hauptsache irgendjemand bekommt einen Auftrag und die Wirtschaft wird angekurbelt, was denkt ihr denn mit wieviel schmot/Steuergelder/Schulden die Konzerne/Tesla angefüttert werden——soviel zur systemimmanenten Verschuldung/Kreditaufnahme als Ursache für die Versklavung der ursprünglich freien unabhängigen Erdenwürmer—-schön dumm
Ist schon klar, das sie den Umzug in Satire packen- wollen.
Allerdings haben sie einige Fehlerchen eingebaut. Mit Absicht, Unwissenheit? Dummheit gewiss nicht.
Immer noch werden die Infoblätter der BRD, Bundesrepublik Deutschland, nicht Deutschland, ‚ZU BONN‘ ausgegeben. Besagt was? BONN ist immer noch die Verwaltung der Alliierten Besatzer. Die ‚Hauptstadt‘ der Bundesrepublik Deutschland (ist BONN)!
Beispiel: Bundesgesetzblatt
Teil I
2025 Ausgegeben zu Bonn am 25. Juli 2025 Nr. 178
Verordnung
zur vorübergehenden Abweichung von der Binnenschiffspersonalverordnung
für kleine Fahrgastschiffe
(Kleine-Fahrgastschiffe-Verordnung – KFV)
https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2025/178/VO.html
Berlin ist in allen Anordnungen der Besatzer( genannt Verträge) ausgenommen.
Die Bundesrepublik Deutschland ist KEIN Staat! Sondern die Verwaltung der Wirtschaftsgebiete der Besatzer (GG, Bund, Wirtschaftsgebiete, Besatzungskosten).
Deutschland ist das Deutsche Reich! Kein Staat, sondern ein Staatenbunbd ( Verfassung 1871). So auch von den Siegern/ Besatzern deklariert- in den Grenzen von 1934. Wobei ich auch das moniere, denn das Deutsche Reich wird seit 1914 verwaltet.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/9f/Deutsches_Reichsgesetzblatt_1914_047_263.jpg/679px-Deutsches_Reichsgesetzblatt_1914_047_263.jpg
Was beinhaltet, daß das Deutsche Reich verwaltet wird.
VV 1871
Art. 68 Der Kaiser kann, wenn die öffentliche Sicherheit in dem Bundesgebiete bedroht ist, einen jeden Theil desselben in Kriegszustand erklären. Bis zum Erlaß eines die Voraussetzungen, die Form der Verkündigung und die Wirkungen einer solchen Erklärung regelnden Reichsgesetzes gelten dafür die Vorschriften des Preußischen Gesetzes vom 4. Juni 1851 (Gesetz.Samml. für 1851 S. 451ff.).
DAS wurde bis heute nicht aufgehoben. Die Verwaltung ‚Weimar‘ hat es Versucht. Nur war ‚Weimar‘ so wenig Staat, wie die BRD.
Ein Gesetz des Deutschen Reich kann nur vom Deutschen Reich aufgehoben, oder verändert werden!
Schon sind wir in einem anderen Dilemma.
‚Weimar, Hitler (Weimar), die BRD berufen sich auf die Gesetze des Deutschen Reich- und schmierten/ schmieren darin herum – ohne Berechtigung/ Recht.
DAS haben die Besatzer erkannt, und die Bereinigungsgesetze verfügt. Warum sind diese Bereinigungsgesetze NIE vom Buntentag behandelt und/ oder beschlossen worden?!
Schreiben sie doch einfach, ja es ist ein Mehraufwand (LOL), Bundesrepublik Deutschland.
Lassen sie das ‚Staat‘ weg. Carlo Schmid hat schon 1948 gesagt:“….Wir haben nicht die Verfassung Deutschlands oder Westdeutschlands zu machen. Wir haben keinen Staat zu errichten ….“.
https://www.youtube.com/watch?v=-QFWHAcH5KI
Der Grüßaugust ist der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland- der Abzeichner von Anordnungen.
Auch die halbe Wahrheit ist eine Lüge. Gruß Karl
Wer Recht hat muss einen ausgeben!
… José Alberto Mujica Cordano
wo bist du?