Es gibt Momente, in denen man sich fragt, ob das Internet nicht doch ein Fehler war. Zum Beispiel dann, wenn man auf einen Artikel stößt, der so surreal ist, dass selbst Salvador Dalí ihn als zu abgedreht abgelehnt hätte. Die Rede ist von Laura Müller – ihres Zeichens Ehefrau des notorischen Schlagersängers und Telegram-Verschwörungsbarden Michael Wendler – und ihrem neuesten Geniestreich: Sie bildet jetzt Höschen-Spürhunde aus. Ja, Sie haben richtig gelesen. Und nein, das ist kein verspäteter Aprilscherz.
Von der Influencerin zur Intimdetektivin
Laura Müller hat es geschafft. Nach einer beispiellosen Karriere als „Frau von“ und gelegentlicher Instagram-Produktplatziererin hat sie nun endlich ihre wahre Berufung gefunden: Sie bringt Hunden bei, getragene Damenunterwäsche aufzuspüren. Wer jetzt denkt, das sei ein Nischenmarkt für besonders einsame Männer mittleren Alters mit zu viel Zeit und zu wenig Selbstachtung – der irrt. Es handelt sich um ein echtes Geschäftsmodell! Mit Webseite! Mit Logo! Mit Testimonials! Willkommen im Jahr 2025.
Man muss sich das einmal vorstellen: Während andere Menschen versuchen, mit nachhaltigen Start-ups die Welt zu retten oder wenigstens den CO₂-Ausstoß ihrer Kaffeemaschine zu reduzieren, setzt Laura Müller auf die ungebrochene Nachfrage nach olfaktorisch vorbelasteten Textilien. Und weil das allein noch nicht absurd genug wäre, werden jetzt auch noch Vierbeiner ins Boot geholt. Der Hund als Partner in Crime – oder besser gesagt: im Schlüpfer-Schnüffeln.
Die Marktlücke: Perverse und Paranoide
Natürlich stellt sich sofort die Frage: Wer braucht so etwas? Die Antwort ist ebenso einfach wie deprimierend: offenbar mehr Menschen, als man glauben möchte. Da wären zum einen die Sammler von getragenen Höschen – eine Zielgruppe, über deren Existenz wir uns alle schon viel zu lange in trügerischer Sicherheit gewiegt haben. Zum anderen aber auch eifersüchtige Ehefrauen und misstrauische Ehemänner, die ihren Partnern nicht mehr trauen und deshalb den Familienhund zum Undercover-Agenten umschulen lassen wollen.
Stellen Sie sich vor: Ihr Dackel schnüffelt plötzlich auffällig an Ihrer Wäschetruhe herum – und schon steht die Beziehung auf dem Spiel. Oder schlimmer noch: Der Labrador apportiert beim Sonntagsspaziergang ein fremdes Höschen aus dem Gebüsch und liefert damit den Beweis für eine Affäre frei Haus. Sherlock Holmes wäre neidisch.
Business as (Un)usual
Doch zurück zu Laura Müller. Die Frau weiß eben, wie man aus nichts Geld macht – eine Fähigkeit, die in Deutschland traditionell hoch angesehen ist (siehe Versicherungsbranche). Ihre Webseite verspricht diskrete Beratung und professionelle Ausbildung für jeden Hundetypus. Ob Chihuahua oder Dogge – jeder kann zum Höschen-Spürhund werden! Vielleicht gibt’s bald sogar einen Fernlehrgang bei der IHK.
Und weil wir in Zeiten leben, in denen alles irgendwie „Premium“ sein muss, gibt es sicher auch bald exklusive VIP-Pakete: Für nur 999 Euro lernt Ihr Mops nicht nur das Aufspüren von Dessous, sondern bekommt auch noch ein signiertes Autogramm von Laura persönlich dazugelegt – natürlich stilecht im Spitzenhöschen verpackt.
Der tiefe Fall des Abendlandes
Was sagt das alles über unsere Gesellschaft? Nun ja: Wir sind verloren. Während andere Länder Roboter bauen oder Marsmissionen planen, beschäftigen wir uns mit der Frage, wie man Hunde am besten auf Unterwäsche konditioniert. Das Abendland geht nicht unter – es erstickt an seiner eigenen Lächerlichkeit.
Aber vielleicht ist genau das der Grund für Lauras Erfolg: In einer Welt voller Krisen braucht es eben manchmal einen Lichtblick am Horizont – oder zumindest einen Labrador mit Fetisch-Ausbildung.
Wendler-Connection inklusive
Natürlich darf bei all dem Irrsinn Michael Wendler nicht fehlen. Der Mann hat zwar musikalisch seit Jahren nichts mehr gerissen (außer vielleicht Trommelfelle), aber als PR-Maschine läuft er immer noch wie geschmiert. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie er stolz neben Laura posiert und erklärt: „Wir revolutionieren den Markt!“ Wahrscheinlich plant er schon eine eigene Telegram-Gruppe für Höschen-Spürhunde-Verschwörungstheorien („Die Regierung will eure Unterwäsche kontrollieren!“).
Das Ende naht – aber wenigstens riecht’s nach Weichspüler
Am Ende bleibt nur eines festzuhalten: Wenn selbst getragene Unterwäsche zum Geschäftsmodell taugt und Hunde zur letzten Instanz in Beziehungsfragen werden, dann ist wirklich alles möglich in diesem Land. Vielleicht sollten wir einfach kapitulieren und uns unserem Schicksal ergeben – oder wenigstens anfangen, unsere Socken besser zu verstecken.
In diesem Sinne: Viel Erfolg beim nächsten Spaziergang mit Ihrem neuen Spürhund! Und vergessen Sie nicht – falls Ihr Vierbeiner plötzlich an Ihrer Wäsche schnuppert… vielleicht steckt ja mehr dahinter als nur der Geruch von Persil.
Nur ein weiteres Beispiel von Dekadenz und Verblödung.
Das Endstadium des Feminismus.
k.w.T.
Es gibt ja auch Trüffel-Hunde, warum nicht auch Scheidenpilz-Hunde, Hunde können sogar Krebs schnuppern, vielleicht war das das ursprüngliche geschäftsmodell, eben halt nur zu viel Konkurrenz, deshalb die Notlösung mit der verlegten/versaubeutelten reizwäsche—–soviel zu attraktiven Damen, denen die dummen Macker alles abkaufen
Könnte Beziehungen eher festigen, wenn Frauchens Schnüffelköter in Herrchens Hobbywerkstatt Damenhöschen erschnuppert, fremde.
Klare Sache. Wenn Herrchen begierig an Slips rumschnüffelt und ihn das gut mit Oxytozin abfüllt, muß Frauchen nicht ran. Und preiswert ist es auch, schont die Familienkasse, keine teuren Geschenke für Gespielinnen! Getragene Slips kosten nicht viel am einschlägigen Markt. Getragene Damenschuhe sind auch sehr beliebt. Sind aber teurer, berichtete eine in jenem Business aktive Bekannte schmunzelnd.
Ja, schwachbrüstige Familienkassen gibt es lange schon. Fing an vor gut 50 Jahren. Wie sagte doch der Willy, Liebling von Eleanore Dulles (siehe ihre Autobiographie), als ’73 erste Ölkrise (und ich 18) war und das Ende des Nachkriegsbooms nicht nur bei Hochsensiblen zum ersten Mal jenes bestimmte verdammte Scheißgefühl verursachte: Verdammt, geht diese verdammte Scheiße schon wieder los! (Von ’48 bis ’73 war’s ganz gut gegangen, Nachkriegsboom — hatten alle Arbeit und viele ganz ordentliche Realeinkommen, war easy living.)
1973, „Gürtel enger schnallen,“ krächzte der Willy damals heiser. Und nicht lange, und es tauchten die ersten Wandering Ghosts (Hamamoto) auf und machten sich an die Zerstörung unseres armen Planeten. Der Harrisburg-Hoax; kam CIA- und Rockefeller-Spezi Holger Strohm(ann); KKW Brokdorf; Gründung der Grünen; und endlos so weiter: saurer Regen, Ozonloch, Exxon Valdez, Tschernobyl und-und-und.
Kein Wunder, daß die Dschörmanskis gaga geworden sind bei so vielen auf Rache und Vernichtung sinnenden Wandering Ghosts. War Dauertraumatisierung vom feinsten, MK-Medium im Dauerbetrieb.
Und das viele Gepiekse nicht vergessen, Quecksilber und Aluminium machen die Kids nicht unbedingt heller. Und so kam es am Ende, wie es kommen mußte: Frühdemenz ist fast schon Volkskrankheit. Und jeder achte bis neunte Dschörmane sei als depressiv diagnostiziert, berichtete Krissy Rieger heute morgen.
Aber eines war doch sehr schön, damals, als Eleanores Lieblingskraut noch unser Führer war. Kam das Farbfernsehen, wurde alles so schön bunt hier.