»Massenpsychologie und Ich-Analyse« (Freud) oder wenn der Wahn die Massen ergreift. Erster Teil – Version-2

2025 06 17 sigmund freudAllgemeiner Hinweis: Der folgende Text ist die 2. Version des 1. Teils einer Reihe von Texten, die nach und nach im Vordruck auf QPress in eine „Einführung in die Kritik der Psychoanalyse“ eingehen sollen; sie sind als Einführung für eine allgemeine Kritik der Psychoanalyse in drei Bänden gedacht, die in rund zwei Jahren erscheinen wird.

E1 Leerbegriffs-Psychoanalyse ohne Realitätsbezug

Warum das alles? Mich um Psychoanalyse bekümmern? Ich meine damit »Analyse des Innenlebens« in Verbindung zu einem Außen, zur sozialen Umgebung, zum alltäglichen Nahbereich, aus dem heraus es zuweilen konfliktträchtige Anstöße gibt, mit denen das Innenleben sich auch mal schmerzhaft konfrontiert sieht; erst dadurch aber das Subjekt im Projektions-Modus kommunikativ aktiv ist: im Objektbezug des Gefühls schöpft seine Kommunikation von Gefühlsimpulsen, die es in seinem Innenleben wahrnimmt, die wiederum, wie Freud sich in einer etwas anderen Perspektive ausdrückt, in »Erinnerungsspuren« an die Oberfläche des Bewusstseins (des Ichs) gespült werden; und zwar genau dann, wenn das Subjekt mit Denk- und Sprachfiguren aus dem alltäglichen Nahbereich, das heißt, von mindestens einem Gesprächspartner, konfrontiert wird, um mit Denk- und Sprachfiguren in der Erwartung zu antworten, dass sein Gegenüber wiederum darauf reagiert.

Wie eben vorab angedeutet, beschreibt Freud diesen sozialen Sachverhalt recht komplex nicht besonders nachvollziehbar – ich meine, vielleicht auch nicht besonders in sich stimmig – in Anlehnung an das naturwissenschaftliche Theoriemodell, wonach das topische »System Bewußtsein« ([W-] Bw) gewissermaßen somatisch »an Stelle der Erinnerungsspur« entstehe, die ihrerseits in tiefere Schichten des Innenlebens, bis ins Unbewussten (ins topische System Ubw), führe, um dort Bewusstseinselemente abzulegen, gewissermaßen nicht unmittelbar erkennbar zu beherbergen, die vom Bw ins Ubw ab- oder verdrängt werden, ansonsten sie die Wahrnehmungskapazität des W-Bw überfordern würden (Freud 1920, S. 30); das sind

»im wesentlichen Wahrnehmungen von Erregungen«, »die aus der Außenwelt kommen«; jene Erregungen selbst aber »nur aus dem Innern des seelischen Apparates stammen können« und derart »dem System W-Bw eine räumliche Stellung«, gelegen »an der Grenze zwischen außen und innen«, einräumen (aaO, S. 29),

was nur möglich ist, wenn es eine Differenz zwischen Innen und Außen gibt, das heißt, die Vorstellungen von einem Etwas in der (äußeren) Welt grundsätzlich nicht übereinstimmt mit dem (innerlich) vorgestellten Etwas.

Nur dass Freud den sozialen Sachverhalt einer grundsätzlichen Differenz zwischen Innen und Außen nicht ausdrücklich akzentuiert, vermutlich weil er dazu neigt, den mit der Innen-Außen-Differenz verbundenen Projektionsbegriff im Gegenstandsbezug zu begründen, das heißt, in Anlehnung an das naturwissenschaftliche Theoriemodell: Erregungen, die sich aus der Innen-Außen-Differenz ergeben,

sprich: aus der Differenz von Meinen und Sagen, resp. unterschiedlicher Sichtweisen oder Deutungen zwischen mindestens zwei Gesprächspartnern,

können nur von innen kommen, werden indes vom System »W-Bw« so behandelt, als kämen sie von außen, sodass sie über das in der Hirnrinde gelegene W-Bw, das über einen Reizschutz verfügt, im Projektionsmodus ab- oder gewehrt werden können, ansonsten Erregungen das Bw ungebremst – das Trauma begründend – überschwemmen würden (aaO 32f). Vergleichbar sagt es Freud. Es werde sich

»die Neigung ergeben, sie so zu behandeln, als ob sie nicht von innen, sondern von außen her einwirkten, um die Abwehrmittel des Reizschutzes gegen sie in Anwendung bringen zu können. Dies ist die Herkunft der Projektion, der eine so große Rolle bei der Verursachung pathologischer Prozesse vorbehalten ist« (aaO, S. 34f).

Es ist aus meiner Sicht indes fragwürdig, von einem Imperativ der Abwehr oder Abreaktion von Erregungen zu sprechen vor dem Hintergrund, dass diese ungebremst, geradezu unaufhaltsam, von innen kommen, um gleichursprünglich vom W-Bw im Imperativ entsorgt werden zu müssen.

Dieser mental-soziale Sachverhalt ließe sich allerdings auch so beschreiben, dass das Subjekt auf gleichsam natürliche Weise, also notwendig, einem Denken im »Modus psychischer Äquivalenz« erliegt, diesem Modus zufolge Erregungen (im Innen) dem Bw (des Subjekts) vorspiegeln, dass die Vorstellung über ein Etwas in der (äußeren) Welt identisch ist mit dem vorgestellten Etwas, sodass zum Beispiel Borderline-Persönlichkeitsstörungen (BPS) nicht weniger auf natürliche Weise vorgezeichnet sind[1], mithin quasi-normal im Sinne einer »Normalisierung der Störung«[2], die auf ein Verwandtschaftsverhältnis von »normal« und »psychisch krank« verweist[3], durchaus in Übereinstimmung mit Freud, für den es »nur einen graduellen Unterschied zwischen Pathologie und Normalität gibt.[4]

Doch was heißt es, den Akzent der Analyse auf das Innenleben zu legen, noch dazu im Gegenstandsbezug unter Aussparung des alltäglichen Nahbereichs, wie er tatsächlich leibt und lebt auf durchaus nicht natürliche Weise, wie wir das von Tieren kennen, die gemäß ihrer Instinkte nur das sind, was sie nun einmal sind: ohne »freien« Willen: so und nicht anders.

Wobei es nicht entscheidend ist, ob es im Menschen einen somatisch begründeten »freien Willen« tatsächlich gibt, sondern darauf, dass »wir« wollen, dass es einen freien Willen gibt. Dieser ist freilich »eine Konstruktion«, heißt es in (Witsch 2009, S. 37), und daher nicht rationalisierbar: wir müssen ihn wollen vor dem Hintergrund, »die menschliche Würde zu schützen (GG, Art.1 [, Art.2])« (ebd), auch die des Straftäters.[5]

Und weil der freie Wille, wonach Grundrechte uneingeschränkt (absolut) auch für Straftäter gelten, einer Rationalisierung (Begründung) nicht zugänglich sein darf, ist er – und damit das gesellschaftliche Ganze – lediglich tautologisch, mithin »definitiv« begründet und repräsentiert damit das gesellschaftliche Ganze – uns alle – auch nur definitiv, so und nicht anders, weil wir es wollen: »Grundrechte für alle, auch für Straftäter, weil wir sie wollen; wir wollen keine Todesstrafe, weil wir sie nicht wollen, und nicht, weil sie einen unschuldig verurteilten Menschen betreffen könnte«.

Nun darf der freie Wille zwar einer Rationalisierung nicht zugänglich sein. Es gibt ihn allerdings, weil es ihn geben muss. Und weil es ihn geben muss, ist er – seine Existenz als solche – einer Rationalisierung zugänglich, andernfalls es nämlich über kurz oder lang keine Grundrechte mehr gebe und damit das gesellschaftliche Ganze im Sinne einer Gesamtheit aller vernetzten sozialen Strukturen fortschreitend in Auflösung begriffen wäre, wie wir es heute mit wachsender Aufrüstung und einer wildgewordenen Militarisierung aller sozialer und ökonomischer Strukturen hautnah, fast möchte man meinen: unumkehrbar, erleben. Wieder einmal nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, muss man schon sagen. In (RtDe 2025/07/11) heißt es dazu am Ende des Artikels:

»Derzeit arbeiten sie [die Eliten] wieder eifrig an der nächsten Katastrophe. Das wirkliche Rätsel ist aber nicht, warum die vier Prozent regelmäßig irre werden. Das Rätsel ist, warum die 96 Prozent sich das gefallen lassen«.

Nun, der Autorin von RtDe, Dagmar Henn, kann geholfen werden: Die übergroße Mehrheit der Bundesbürger erträgt es mental nicht, nicht in der besten aller möglichen Welten zu leben. Und verbinden mit diesem System, der Welt, in der sie leben, vollkommen irrationale Hoffnungen, sozusagen bis zum Abwinken. Deshalb neigen sie hartnäckig über alle Parteigrenzen hinweg, Schuldige für ihre Misere nicht im System und damit auch bei sich selbst, sondern außerhalb des Systems, mithin ihrer Person, zu suchen.

Und wenn es dann doch ganz schlimm kommen sollte, sehen sie sich, für den Mitläufer typisch, vornehmlich in der Opferrolle, zumal vollkommen verblödet ohne realitätsnahen oder ‑gerechten Außenbezug, der das gesellschaftliche Ganze »definitiv« im Augen hat; mit dem auch die freudsche sowie heutige Psychoanalyse, mental nicht weniger gestört geschlagen, nichts, aber auch gar nichts im Sinn hat, und damit auch nichts im Sinn mit dem Außenbezug des alltäglichen Nahbereichs, mithin beliebiger sozialer Strukturen, die ihr Innenleben an dem messen lassen müssen, was wir alle wollen müssen: Grundrechte auch für den Straftäter, um zu entscheiden, ob es im alltäglichen Nahbereich sozialverträglich oder human zugeht.

Ohne einen solchen (definitiven) Maßstab gehen soziale Strukturen über kurz oder lang zugrunde. Die mit ihm definitiv geltenden Werte, wonach Grundrechte auch für Straftäter gelten, verstehen sich leider nicht von selbst, namentlich dort nicht, wo Menschen nur relativ (nicht definitiv unverrückbar) wertgebunden miteinander verkehren; nur relativ deshalb, weil man einen Straftäter, zum Beispiel einen Kindesentführer, am liebsten so lange foltern lassen möchte, bis dieser das Versteck des entführten Kindes preisgibt.

Im Kontext einer Moral von Schuld und Unschuld, also gemäß eines Denkens und Fühlens im Gut-Böse-Schema, sind Folter, vielleicht sogar Todesstrafe oder die Liquidierung von Terroristen (am Rechtsstaat vorbei) also durchaus begründbar. Immer in Abhängigkeit davon, auf welcher analytischen Ebene wir miteinander verkehren oder urteilen, auf der Ebene des gesellschaftlichen Ganzen oder auf der Ebene einer beliebigen sozialen Struktur. Auf der ersten Ebene sagt das Grundgesetz Nein. Keine Folter. Keine Todesstrafe. Keine Diskussion. Auf der zweiten Ebene der sozialen Strukturen rationalisieren wir endlos unter Inkaufnahme der übelsten Folgen, ggf. bis zum bitteren Ende hinein in den Untergang.

Für Freud kein Thema. Auch wenn er das Innenleben natürlich in Verbindung mit einem Außen, mit dem sich das Innenleben konfrontiert sieht, betrachtet, nur eben indifferent in Verbindung mit dem sogenannten Realitätsprinzip: mit dem, was ist, jedenfalls auf eine Weise, die es ihm erspart, jenes Außen eingehender zu analysieren und, in Verbindung damit, definitiv zu bestimmen als ein gesellschaftliches Ganzes (Grundrechte für alle), das heißt eine Theorie (Vorstellung) zu entwickeln, die in einer Verbindung aufgeht, durch die hindurch das Subjekt sein Verhältnis zum Außen, der sozialen Umgebung, den sozialen und ökonomischen Sachverhalten, beschreibt. Und zwar im Bewusstsein, dass das Außen für sich genommen analysiert wird, ohne dabei schon an ein bestimmtes Verhältnis des (analysierenden) Subjekts zur sozialen Umgebung zu denken.

Eine solche Analyse der sozialen Umgebung für sich genommen findet bei Freud auch in seinen kulturtheoretischen Schriften, zum Beispiel in »Das Unbehagen in der Kultur« (Freud 1930), nicht statt. Er sieht dort theoriebildende Momente (äußerer) sozialer Sachverhalte ungebremst in Verbindung zum Innenleben; man kann sagen, er projiziert die Elemente des Innenlebens in die soziale Umgebung als würde diese durch das Innenleben bestimmt, sodass sich die soziale Umgebung und mit ihr die ökonomischen Systembedingungen von Kritik entlastet sehen; in einer Art von Ursache-Wirkungs-Umkehrung: ein gutes Innenleben erzeugt eine gut soziale Umgebung und nicht umgekehrt, abgesehen davon Freud nicht in Erwägung zieht, dass der Kapitalismus sich von innen her selbst zerstört und damit die sozialen Strukturen in Mitleidenschaft zieht. Er rührt hier buchstäblich alles zusammen: mentale, moralisch-soziale Dispositionen sowie ökonomische Strukturen werden nicht getrennt voneinander analysiert; das zeigt Freud (1974) in seinen kulturtheoretischen Schriften.

Mehr noch: dort, wo er das Innenleben für sich analysiert, zum Beispiel die Melancholie und wie er ihre Entstehung im Zusammenhang sieht mit dem Narzissmus oder einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung (NPS), machen sich ohne hinreichenden Außen- oder Realitätsbezug analytische Defizite seiner Psychoanalyse bemerkbar, so als brauche es einen Realitätsbezug im Hinblick auf die Melancholie oder die NPS nicht im Sinne einer unabhängig vom Innenleben analysierbaren Realität sowie eine Verbindung zwischen Innenleben und jener Realität bis hin zum gesellschaftlichen Ganzen, die das Subjekt in sich immer wieder generiert[6], und die zusammen mit dem Innenleben, als Element desselben, einer Analyse für sich genommen zugänglich ist, was wiederum eine Analyse jener sozialen Umgebung (für sich genommen) nahelegt, sodass man sagen kann: das Subjekt für sich genommen, ob nun melancholisch disponiert oder nicht, existiert nicht; und somit auch kein vollkommen narzisstischer oder melancholischer Rückzug (Regress) aufs eigene Ich dadurch, dass es eine festgefügt-nachhaltige »narzisstische Identifizierung mit [dem, einem] verlorenen Objekt gibt.

Eine solche psychoanalytische Denkfigur nenne ich »leer« allein aus dem Grunde, weil Gefühle zwar in innere Objekte – sogenannte Imaginationen –jeden Tag ganz unvermeidlich projiziert werden, immer in dem Moment, wo wir in uns Vorstellungen über ein Etwas in der äußeren Welt generieren, die sich indes auch ganz unvermeidlich an jener äußeren Welt brechen, brechen müssen, auch wenn wir es zuweilen nicht »wahr« haben möchten, gestört im »Modus psychischer Äquivalenz« (vgl. Kap. 1.1, S. 2f).

Aber auch in diesem Modus des Denkens werden wir immer wieder eingeholt von der (äußeren) Realität, wie sie tatsächlich leibt und lebt; sodass es einen der Realität vollständig abgewandten, imaginativ motivierten Objektbezug des Gefühls nachhaltig nicht gibt, weder, wie von Freud postuliert, beim Melancholiker, wie die Filmbesprechung zum Film Melancholia (Lars von Trier) (vgl. Witsch 2013a, S. 102 – 109) nahelegt, noch im Falle einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung (NPS).

Was es gibt, ist etwas ganz anderes: Der Melancholiker findet keinen Zugang zur äußeren Realität, weil diese ihm diesen Zugang kommunikativ verweigert, wie das die Melancholikerin Justin im eben genannten Film »Melancholia« mit ihrem zukünftigen realitätstüchtigen Ehemann Michael erleben muss, der – anders als seine zukünftige Ehefrau – sich mit der Welt um ihn herum im Reinen fühlt und möchte, dass dies auch uneingeschränkt so bleibt, sodass er es ablehnen muss, sich in die »tief schmerzliche Verstimmung« des Melancholikers (Bayer 2025, S. 47) hineinziehen zu lassen, die für den Melancholiker ja einen durchaus handfesten Grund hat.

Nur dass sich der Grund der analytischen Aufmerksamkeit durch den realitätstüchtigen Ehemann, der das Realitätsprinzip repräsentiert, nicht öffnet, wiederum aus einem handfesten Grund: der Realitätstüchtige möchte sich mit der realitätsabgewandten und ggf. realitätskritischen Sichtweise des Melancholikers nicht gemein machen, bzw. er möchte seine Zugehörigkeitsbedürfnisse zur Realität uneingeschränkt ausleben können. Andernfalls schlechte Gefühle drohten, die dann ggf. brutal abreagiert oder entsorgt werden müssen.

Kurzum: Freud spricht zwar von Realität, also von einem Außen; freilich in Verbindung mit einem Prinzip: vom (zu verinnerlichenden) Realitätsprinzip, das im Innenleben zum Über-Ich mutiert, sodass die Realität als solche sich der Analyse – unabhängig vom Innenleben – entzieht, in seiner Psychoanalyse keinen Platz findet als eine der Analyse zugängliche Entität. Das lässt die Prädikation »Prinzip« nicht zu, mit der nicht nur Freud die Realität vor einer Analyse abschirmt und damit von Kritik entlastet.

Wir haben es hier mit einer beispiellosen Verdrängung oder Abwehr zu tun: sie muss in der Psychoanalyse einen Platz finden, andernfalls sie sich in kein besonders gutes Licht gerückt sehe. In diesem Sinne analysiert Freud – und die Psychoanalyse bis heute – ohne analytisches Verhältnis auch zum alltäglichen Nahbereich, zumal nicht in Verbindung zum Wirtschaftssystem, dem Kapitalismus, in dem sich auszuleben der alltägliche Nahbereich ja gehalten ist, dieser sich – frei nach Luhmann – kommunikativ ausbildet[7], sich zusammensetzt aus ganz alltäglichen Unterhaltungen, in die Elemente oder Objekte des Innenlebens (Vorstellungen über ein Außen) eingelassen sind, die ja zusammen mit ihren Verbindungen zum Außen unentwegt ausgebildet oder erneuert werden, um ggf. – wie eben angedeutet – äußere soziale Sachverhalte mental gestört zu verdrängen, der Aufmerksamkeit (Analyse) zu entziehen, immerzu in dem Moment, wo das Subjekt mit äußeren Ereignissen oder sozialen Sachverhalten konfrontiert wird, die negative Gefühle ([Unlust‑] Erregungen) in ihm auslösen könnten.

Hier stellt sich die ganz konkrete Frage, was das für äußere Strukturen (soziale Sachverhalte) sein können, die einer Analyse harren, um sich gleichursprünglich dieser zu entziehen, um Spannungen (negative Gefühle) zu vermeiden, die »Unlustvermehrung herbeiführen« würden, wie Freud sich in »Jenseits des Lustprinzips« ausdrückt (Freud 1920, S. 35), der Fokus dann auf dem Innenleben zu liegen kommt, noch ohne dass dabei die Gestaltung des Innenlebens der Rede wert wäre. Wie auch, wenn die Gestaltung nicht mit einer Spezifizierung und Analyse des (äußeren) alltäglichen Nahbereichs, alltäglicher Unterhaltungen, schwanger geht, oder nach dem naturwissenschaftlichen Theoriemodell immer nur schwanger geht in einer bestimmten vorhersehbaren Weise.

Diese Weise, ob vorhersehbar oder nicht, kommt zum Beispiel in einer ganz konkreten Unterhaltung, wie sie buchstäblich leibt und lebt, bei den Gesprächsteilnehmern zum Ausdruck, indes für gewöhnlich spannungsgeladen in Differenzen, unterschiedlichen Sichtweisen, wenn wir wie auch immer zeichen- oder sprachgestützt kommunizieren, mithin psychoanalysieren, noch ohne es recht zu bemerken, ohne dass wir uns einen Begriff davon machen, was mit uns (innerlich) geschieht; so wie die Hure Nana S. (Anna Karina) im Film »Die Geschichte der Nana S.« (1962, von Jean-Luc Godard) philosophierte, ohne es zu merken, als sie sich in einer Gaststätte mit einer Freundin unterhielt. Dieser soziale Sachverhalt war dem Regisseur so wichtig, dass er ihn in einem Schriftzug in den Film einblendete.

Auch merkte Nana S. nicht, dass sie – mit ihrer unbefangenen und nach Autonomie neigenden Art zu kommunizieren – Spannungen heraufbeschwor, die andere um sie herum nicht duldeten, ja rücksichtslos gewaltsam, mithin ganz und gar unphilosophisch, an ihr abreagierten. Vor diesem Hintergrund,

etwas bewusst zu machen, was wir nicht merken und deshalb der Rede nicht für wert erachten mit der Folge, nicht zu gewahren, dass wir unser Innenleben gestalten, wenn wir sprechen,

ist eine Kritik der Psychoanalyse, die sich aus dem Alltag oder dem alltäglichen Nahbereich heraus versteht, vielleicht angemessen, gleichwohl es etwas anmaßend klingen mag, sich um eine Kritik der Psychoanalyse zu bemühen, vielleicht aber doch gerechtfertigt angesichts dessen, dass soziale Strukturen oder Beziehungen leiden, Menschen in ihnen leiden vor dem Hintergrund, dass die (Psycho-) Analyse eben nicht »bewusst« eingelassen ist in unsere sozialen Strukturen, keine Rolle spielt im Hinblick auf die Gestaltung des alltäglichen Nahbereich; stattdessen ziemlich theorieschwach darauf konzentriert ist, den einzelnen Menschen zu »heilen« im Kontext [s]einer kranken sozialen Umgebung, kranker sozialer Beziehungen; krank in dem Maße, und das ist entscheidend, wie der ökonomische Spielraum für immer mehr Menschen immer enger wird, sodass sich Ängste um die eigene soziale Existenz geradezu vorhersehbar immer mehr ausbreiten, in wachsenden Wellen zu ausgewachsenen Angstneurosen mutieren und irgendwann uns allen über den Kopf wachsen müssen. Mit der Folge, dass wir auf Spannungen immer empfindlicher reagieren, bis wir sie gar nicht mehr dulden, nicht kontrollieren, das heißt mit Gewalt im Sündenbock entsorgen oder abreagieren.

Für die psychoanalytische oder Therapeuten-Zunft ist dieser um sich greifende fragwürdige soziale Sachverhalt wachsender und immer weniger therapierbarer Empfindlichkeiten ein einträgliches Geschäft und wird deshalb weitgehend beschwiegen. Sie trägt damit dazu bei, Herrschafts- und daran gebundene Machtstrukturen zu befestigen, mithin immer wieder gemäß sich ändernden Zeiten zu erneuern, moralisch motiviert zu exekutieren, und das schließt ein, moralische Werte (zum Beispiel in Kriegen für Freiheit und Demokratie) zu missbrauchen.

In (Witsch 2009, S. 19) heißt es dazu in einem Vorwort zur Neuauflage (2015), dass es zum Geschäft gehöre, abzuwehren oder zu verdrängen,

»dass wir in einer kranken Gesellschaft leben, in der Heilung nicht möglich ist, weil das Subjekt die Wahrheit nicht (mehr) kommunizieren darf, krankmachend, das Krankmachende normalisierend, und irgendwann auch nicht mehr kann, dann medizinisch indizierbare psychische Störungen ausbildend«.

Heute, zehn Jahre nach dieser Aussage, wird immer deutlicher: Menschen wagen es kaum noch, Wahrheiten, historische Faktizitäten, über die politischen Hintergründe zum Beispiel des Ukraine-Krieges und schon zuvor über solche der Corona-Krise zu kommunizieren, wo es in der Politik wesentlich darum ging, uns – nach dem behavioristischen Prinzip »Butterbrot und Peitsche« – in gehorsame Bürger zu verwandeln, zu grausamen Mitläufern zu dressieren auf dem Weg in einen autoritären Staat, der den Weg in den Faschismus ebnet, dem wir uns mit den wachsenden Wahlerfolgen der AfD ja in der Tat auf gar nicht mehr so leisen Sohlen annähern; regelmäßig kraftvoll begleitet von Wahrnehmungsstörungen, generell unterstützt von Psychologen oder Psychoanalytikern sowie der Politik generell.

Auf diesem unheilvollen Weg einer Rechtsradikalisierung sozialer Strukturen[8], in denen sich widerständig maskierte faschistische Gesinnungen[9] geradezu exzessiv ausbreiten, kommt hinzu, dass in den sozialen Strukturen oder Beziehungen mentale Störungen gedeihen, die einer Verarbeitung in einen sprachgestützten intersubjektiven Kontext immer weniger zugänglich sind, weil es immer augenscheinlicher »normal« wird, mental gestört das (Innen-) Leben zu gestalten[10], das heißt, zu mentalisieren[11], sodass auf der Basis eines »gesunden« Innenlebens sich »gesunde« oder »sozialverträgliche« Strukturen immer weniger, vor allem nicht nachhaltig, ausbilden oder erneuern können, Zerstörungen vorgezeichnet sind.

Die Politik zeigt tagtäglich, wie das vor sich geht, indem sie zum Beispiel alles tut, um Russland scheinheilig zum ewigen Feind des Westens zu stilisieren. Bundesaußenminister Johann Wadephul, und nicht nur er, sagt, dass das sein müsse (RtDe 2025/04/28). Um zu rechtfertigen, für eine Militarisierung sozialer Strukturen[12] und grenzenloser Aufrüstung (Gfp 2025/03/05) einzutreten. In diesem Zusammenhang gehen laut einer US-Umfrage »40 Prozent aller Außenpolitik-Experten von einem Dritten Weltkrieg bis 2035 aus« (Gfp 2025/03/07). Deshalb ist es gerechtfertigt, in Anlehnung an den Begriff der »strukturellen Gewalt«, von einem »strukturellem Desinteresse«[13] zu sprechen.

Im Volksmund: Wen kümmerts, »was wirklich ist«. Menschen gewahren nicht, dass diese Gleichgültigkeit ihre sozialen Beziehungen nicht unberührt lässt; dass man sich für sie tagtäglich engagieren muss, fallen sie den Menschen doch immer sichtbarer immer weniger in den Schoß, wie es für den Säugling gleich nach der Geburt noch der Fall ist in seinem Verhältnis zu seiner Mutter und später zum Vater und dem Familienzusammenhang ganz generell.

Dass Menschen nicht so denken oder mentalisieren dürfen, als seien ihre Beziehungen ihnen buchstäblich in die Wiege gelegt, wissen sie nicht. Und haben deshalb eine untergründige, halb- oder vorbewusste Angst, sie kommunikativ zu problematisieren, das heißt, Konflikte zu verarbeiten, wenn mit ihrer Verarbeitung negative Gefühle im Innenleben heraufbeschworen werden oder auch nur ausgelöst werden könnten. In diesem Fall werden sie – buchstäblich im vorauseilenden Gehorsam – instinktiv oder impulsiv abgewehrt, sodass Ängste im Innenleben heruntergefahren werden, noch bevor sie sich richtig bemerkbar machen würden. Etwa indem man Probleme, zum Beispiel der Impfung gegen Covid-19, bei jeder Gelegenheit ironisiert anspricht; so ich es im Tennisverein erlebe, dort man belustigt in die Runde zum Besten gibt, wenn es um Franz ginge, müssten wir schon alle tot sein. Eine perfide Abwehr, mehr ins Detail gehen zu müssen.

Freud spricht in diesem Zusammenhang unter der Überschrift »Verdrängung und Abwehr« (Freud 1926, S. 91f) von einem krankhaften oder krankmachenden [Identitäts- oder] Ich-Schutz, der bei Menschen mit einem labilen Ich in die Symptombildung einer »Abwehr-Neuropsychose« führen kann.

Nun mögen Ängste, zumindest für den Moment, erfolgreich abgewehrt oder verdrängt werden; sie lösen sich indes nicht in Luft auf, sondern schwelen, wie gesagt untergründig, halb- oder vorbewusst, zuweilen ironisierend verhehlt, weiter, wenn sie abgewehrt oder abreagiert, bzw. im Sündenbock entsorgt werden, entsorgt in Menschen, die Konflikte und damit negative Gefühlen auslösen, und sei es auch nur, dass Menschen Nachrichten (Faktizitäten) verbreiten, die nicht gehört werden wollen, zum Beispiel dass es schwerwiegende Argumente gibt, die nahelegen, dass der Westen die Hauptverantwortung für den Ukraine-Krieg trägt (vgl. RtDe 2025/07/11; RtDe 2025/07/11a).

Keine Frage – hier werden menschliche Beziehungen regelmäßig negative berührt, untergründig, nicht der Rede wert, sodass sie nur eingeschränkt zur Entfaltung gelangen, womöglich strukturell immer deutlicher ausdünnen selbst unter den Menschen, die sich einig sind in der Beurteilung der politischen und sozialökonomischen Lage in der Welt.

Ich spreche gleich zu Beginn in meinen Büchern zur »Politisierung des Bürgers« von jenem »strukturellen Desinteresse« für soziale Strukturen, gar ganz persönliche (privat-intime) Beziehungen, das Menschen in wachsenden Maße in sich transportieren, von dem sie, ob sie wollen oder nicht, immer wieder und in wachsenden Wellen eingeholt werden, sodass »ihre« sozialen Strukturen oder Beziehungen irgendwann in vollständiger Auflösung, mithin irreparabel, daniederliegen.

In diesem Zusammenhang ist die Frage naheliegend, ob die Psychoanalyse seit Freud überhaupt in der Lage ist, sich für menschliche Beziehungen hinreichend zu interessieren, das heißt, ob in ihren Repräsentanten nicht weniger ein »strukturelles Desinteresse« schlummert, sie ein Interesse für »ihre« Menschen nicht vor allem deshalb transportieren, weil es zu ihrem Geschäftsmodell gehört, sich für Menschen, und das vor allem in psychischen Ausnahmesituationen, zu interessieren; gleichwohl es zweifellos, wiewohl leider nur vordergründig, Ansätze gibt, ernstzunehmende analytische Denkfiguren aus dem »normalen Leben« heraus zu entwickeln, indes zu therapeutischen Zwecken für psychisch Kranke, die sich selbst nicht mehr zu helfen wissen, um sie für das »Realitätsprinzip« wieder gebrauchsfertig oder gefügig zu machen, während die Analyse des alltäglichen Nahbereichs, mithin alltäglicher, weitgehend unauffälliger Menschen außen vor bleibt.

Das alles hört sich nicht besonders gut an. Und legt möglicherweise eine Kritik der herrschenden Psychoanalyse, so wie ihre Repräsentanten sie verstehen möchten, nahe. Ein weites Feld, zu weit, um es zu überblicken, selbst wenn man es begrenzt, zum Beispiel sich auf die Psychoanalyse begrenzte, wie sie von Freud hervorgebracht wurde. Fast möchte man sagen: angedacht; tastete er sich doch ein Leben lang an »seine« analytische »Denkfiguren« heran, deren endgültige Stichhaltigkeit man seinen eigenen Aussagen gemäß nicht selten einer zukünftigen psychoanalytischen (Experimental-) Forschung an psychischen Krankheitssymptomen anvertrauen müsse. Darunter leiden seine – zum Teil chaotischen und »leeren« – Begriffsmuster, die immer wieder einen Wandel – zumindest bis 1926 – durchmachten, sodass er es zuweilen und trotz seines essayistischen Schreibstils seinen Lesern nicht immer einfach machte, ihn zu verstehen.

Wie auch sollte Freud mit seinen begriffs-analytischen Bemühungen auch nur halbwegs zu einem in sich stimmigen Ende kommen angesichts dessen, dass – wie von ihm selbst eingeräumt – nur ein mittelbaren Zugang zum Innenleben möglich ist, nämlich erst mit der Kur an psychischen Gebrechen, aus denen heraus er seine analytischen Denkfiguren (Kategorien) sukzessive entwickelte, um sie dann aber in Verbindung zu bringen mit psychisch weitgehend gesunden Menschen. Freilich in einer Art Spielerei, ohne zu fragen, wie es um die psychische Gesundheit sogenannter »normaler« Menschen tatsächlich bestellt ist, etwa im Kontext eines sprachgestützten intersubjektiven Kontextes, der sich vor allem im Alltag oder alltäglichen Nahbereich, wie zum Beispiel in meinem Tennisverein, durchaus fragwürdig sich auslebt. Derart bleibt der Zugang – ich möchte behaupten, bis heute – zu analytischen Denkfiguren wesentlich reduziert über die analytische Kur (psychischer Gebrechen), ich möchte ferner behaupten, ohne hinreichenden Nahbereichs-Außenbezug, dieser sich in der Kur nur begrenzt oder defizitär ausleben kann, dort man daher möglicherweise nur mit leeren analytischen Begriffsmustern und Denkfiguren arbeitet. Er existiert zwar, aber eben nicht hinreichend, bzw. indifferent, banal, trivial, was die vorliegende Untersuchung noch wird zeigen müssen.

Anmerkungen
[1] Zum Begriff der BPS vgl. Kap. 1.1, S. 2f: Störfall oder das Zeichen will nichts mehr bedeuten.
[2] Zum Begriff einer »Normalisierung der Störung« vgl. Witsch 2009, S. 18, 76.
[3] Vgl. Kap. 1.3, S. 11: »Normal« und »psychisch krank« – ein Verwandtschaftsverhältnis?
[4] So jedenfalls Bayer (2025, S. 47) in einem Nachwort zur freudschen Abhandlung »Melancholie und Trauer« (Freud 1917).
[5] Vgl. Kap. 1.2, S. 9: Begreifen, was man sagt.
[6] Vgl. Kap. 5, S. 84: »Die herrschende Sozialtheorie: nicht gesellschaftsfähig«. Dort heißt es: »Sozialtheoretiker wie Wolfgang Detel, Herbert Marcuse oder Habermas analysieren (…) soziale Strukturen nicht ausdrücklich dem Innenleben zugewandt: im Projektionsmodus; gleichwohl sie hier und dort den Begriff ’Projektion‘ verwenden, indes beiläufig, ohne genauer zu beschreiben, wie sich das Innenleben in Abhängigkeit zu einem Außen konstituiert bzw. eine Verbindung zu diesem generiert«.
[7] Vgl. Kap.1.1, S. 6: »Störfall oder das Zeichen will nichts mehr bedeuten«. Dort heißt es: »Er [der Sinn] repräsentiert das Gemeinsame des sozialen, Luhmann zufolge des ge-samten gesellschaftlichen Kontextes. Die permanente Sinn-Produktion, das Sinn-Ganze beständig erneuernd, ist grundlegend für Luhmanns systemtheoretisches Gesell-schafts-Verständnis’«. Und Sinn ergebe sich zwangsläufig immer dort, wo kommuniziert werde. Dieser sei allerdings flüchtig und müsse und könne auch beständig erneuert werden unter der Bedingung, dass Kommunikation nicht verweigert werde (aaO, S. 3).
[8] Vgl. Kap. 10, S. 195 – 242: »Sozialpsychologische Aspekte einer Rechtsradikalisierung sozialer Strukturen«.
[9] Zum Begriff der faschistischen Gesinnung vgl. Kap. 12: »Psychoanalyse des Alltags im Widerstand gegen faschistische Gesinnungen«. Dort heißt es, Menschen wie Franz von Papen, Vizekanzler nach der Machtergreifung Hitlers, oder Hindenburg, Reichspräsident bis zu seinem Tode am 2. August 1934, transportieren in sich eine faschistische Gesinnung, »ohne dass sie deshalb waschechte Faschisten waren« (S. 286).
[10] Zum Begriff einer »Normalisierung mentaler Störungen« vgl. Witsch 2009, S. 18f, 76f, ergänz. 207.
[11] Zum Begriff »Mentalisierung« vgl. Kap.1.1, S. 2f: »Störfall oder das Zeichen will nichts mehr bedeuten«.
[12] Vgl. Witsch 2015a, S. 181 – 193: »Mentale Voraussetzungen einer Militarisierung sozial-ökonomischer Strukturen«.
[13] Zum Begriff des »strukturellen Desinteresses« in Anlehnung zu dem der »strukturellen Gewalt« vgl. Witsch 2013, S. 9; ergänz. S. 68. Dort heißt es unter Bezugnahme auf Kant: »Alles beginnt mit Kant. Er begründete das strukturelle Desinteresse, mithin Aufmerksamkeitsdefizit. Was Luther in Bezug auf Gott gemacht hat, das machte Kant in Bezug auf den gesellschaftlichen Kontext; er siedelte ihn im Inneren des Menschen an und löste ihn damit de facto auf; streng genommen existierte er im Sinne eines analysierbaren, also eines veränderbaren außersubjektiven sozialen Sachverhalts [dann] gar nicht [mehr]«.

Quellen
Bayer, Lothar (2025). Nachwort zu Freud 1917: »Trauer und Melancholie«.
Bayer, Lothar; Lohmann, Hans-Martin (2023). Nachwort zu Freud (1920): »Jenseits des Lustprinzips«.
Freud, Sigmund (1914). Zur Einführung des Narzissmus.
Freud, Sigmund (1917). Trauer und Melancholie. Mit einem Nachwort von Lothar Bayer (Herausgeber). Verlag: Reclam. (zitiert nach der Ausgabe von 2025) https://www.projekt-gutenberg.org/freud/kleine2/Kapitel4.html.
Freud, Sigmund (1920). Jenseits des Lustprinzips (Der Titel lautet im Netzt fälschlicherweise »Das Unbewusste«). Mit einem Nachwort von Lothar Bayer und Hans-Martin Lohmann (Herausgeber). Verlag: Reclam. (zitiert nach der Ausgabe von 2023).
Freud, Sigmund (1926). Hemmung, Symptom und Angst. Reclam-Verlag (zitiert nach der Ausgabe von 2022).
Freud, Sigmund (1930). Das Unbehagen in der Kultur. In (Freud 1974, S. 191 – 270).
Freud, Sigmund (1974). Kulturtheoretische Schriften. Frankfurt/Main. Verlag; Fischer Taschenbuch.
Gfp (2025/03/05). »Rüsten ohne Grenzen«.
Gfp (2025/03/07). Der Rekordrüstungsgipfel.
RtDe (2025/04/28). Baerbock-Nachfolger Wadephul: Ein Sicherheitsrisiko für Deutschland!
RtDe (2025/07/11). Deutsche Politik: Die straflosen vier Prozent und ihre Katastrophen.
RtDe (2025/07/11a). Truppenentsendung in die Ukraine: Koalition der Willigen plant Aufbau eines Hauptquartiers in Paris.
Witsch, Franz (2009). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Erster Teil: Begriff der Teilhabe. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2015).
Witsch, Franz (2013). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Dritter Teil: Vom Gefühl zur Moral. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2017).
Witsch, Franz (2013a). Die Politisierung des Bürgers. Beiträge zur Wahrnehmung und Produktion sozialer Strukturen. Vierter Teil: Theorie der Gefühle. Norderstedt. Verlag: BoD (zitiert nach der Ausgabe von 2015).

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Über Franz Witsch 46 Artikel
Franz Witsch, geb. 1952, lebt in Hamburg und ist Lehrer für Politik, Geografie und Philosophie. Zwischen 1984 bis 2003 arbeitete er in allen Bereichen der freien Wirtschaft als Informatiker und Unternehmensberater. Heute schreibt er sozialphilosophische Texte und Bücher.

17 Kommentare

  1. Es irrt sehr, wer glaubt, mit Psychoanalytikern geistreiche Gespräche führen zu können. Ist wie am Frühstückstisch nach der ersten Liebesnacht mit einem Mädel aus der unteren Mittelschicht. Spätestens in Minute drei fragt sie nach den Eltern — tragen meist dick auf, diese Damen, und tun, als würden sie der oberen Oberschicht angehören. Wird sofort stressig, falls einer seinen Stammbaum nicht lückenlos bis zu den Urgroßeltern hin aufsagen kann. Mit Name, Beruf, Rang und Titel — Nestbaueignungsprüfung, uff!

    Nun, Freuds Patientenschar habe sich im wesentlichen aus Damen rekrutiert, die tatsächlich den oberen Schichten Wiens angehört haben, so ist zu hören. Was vielleicht schon die vom Autor des obigen Beitrags angesprochenen Besonderheiten der Freudschen Seelenlehre erklärt, zumindestens teilweise.

    Es soll Freuds Ruhmesstern jedoch schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts langsam zu sinken begonnen haben im deutschsprachigen Raum. Die Konkurrenz schlief nicht, Jung, Adler usw., und die waren richtig gut. Als WK1 begann, sei Freud weitgehend schon in Vergessenheit geraten gewesen, berichtet Scott M. Cutlipp in seinem «The Unseen Power — Public Relations, A History», USA 1994. Außerdem sei Freuds Aktienportfolio im Verlauf der wirtschaftlichen Wirren des Krieges stark entwertet worden; 1918 sei er beinahe blank gewesen.

    Und so kam es, daß er seinen wenig geschätzten Hallodri von Neffen, einen Herren namens Edward L. Bernays (zugleich sein Schwager; Freud hatte eine Nichte geehelicht, Edwards Schwester), um Hilfe angehen mußte. PR-Mann in New York, war Edward gern bereit und schaffte es tatsächlich, den in Europa weithin bedeutungslos gewordenen Onkel in den USA zur unangefochtenen Nummer eins seines Faches zu machen. PR is wonderful!

    Freud war wieder Nummer eins, aber eben nur in den USA. Was sich 1945 bald ändern sollte, die Besatzer brachten ihn nach Dschörmanie zurück. Denn wer anderes als die Besatzer bestimmte, wer welche Universität eröffnen durfte und was dort gelehrt werden würde an den Fakultäten. Verdammt, da hat der Sigmund aber wohl noch einmal Glück gehabt…

  2. Erstens ist Freuds Modell kein naturwissenschaftliches.
    Zweitens ist Freuds Modell der Psychoanalyse ein historisches Modell, das es schon mal in Bezug auf die Rollenbilder von Mann und Frau so gar nicht mehr gibt, jedenfalls bei uns nicht.
    Drittens ist das Problem, dass es in der Realität bereits einen Unterschied zwischen Wesen und Erscheinung gibt.

    Wahrnehmung ist trügerisch, vemittelt den äußeren Schein, also nicht das Wesen des Prozesses. Die reale Welt und die Schatten in unserem Gehirn sind nicht identisch.
    Für jeden existiert die Welt aber nur als innere Abbildung und der Mensch kann Dinge denken, die es gar nicht gibt und er hält sie doch für real.

    Das Hauptproblem aber besteht also darin, dass wir Realität nur wahrnehmen als unser persönliches individuelles Abbild von der Realität.

    Das zeigt sich deutlich in den Kommunikationsschwierigkeiten von Personen, wo das Selbstbild mit dem Fremdbild einer anderen Person nicht übereinstimmt.

    Franz Witsch ist Lehrer und betrachtet sich als Wissenschaftler und als linker Wissenschaftler. Und er hält das für wahr.
    Etwas anderes kann er sich gar nicht vorstellen.
    Immerhin argumentiert er ja mit dem Grundgesetz und der Würde des Menschen, einem christlichen Mythos, der vom Menschen als von Gott nach seinem Ebenbild geschaffenen Mythos abgeleitet ist.

    Wissenschaftlich gesehen, ist Franz Witsch aber ein Homa sapiens, ein ferner Nachfahre des Homo erektus und des Neanderthalers, also schlicht ein Affe.

    Ein aufgeblasener noch dazu mit vielen Fußnoten und einer Menge dummen Gechwätz, was er aber für linke Wahrheit hält.

    Die Hauptgefahr ist also die AfD, nicht die PdL mit van Aken, die den Steigbügelhalter für Merz macht. Von dem was er mal gelesen hat, ist nur übrig geblieben, wie er in einer schlechten Welt als heiliger Samariter sein nächstes Buch verkaufen kann.

    Er macht also Werbung für sein neues Buch, sonst wird er wohl verhungern oder sich jemand als Vasall verpflichten müssen.

    Das ist die Macht der Verhältnisse des Kapitalismus. Die ändern der Franz Witsch nicht und auch nicht seine Leser.

    Die AfD ist gerade dabei, ihre Strategie und Taktik zu überarbeiten.

    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/afd-strategiewechsel-li.2339180

    Dazu fand ein Leser folgende Anmerkungen:

    „Pegida war ein populistisches Projekt, nicht mal von der AfD erfunden.

    Es war schon immer einfach, mit dem Populismus Stimmen zu gewinnen.
    Diese Methode ist immer simpel, sichert aber keinen Erfolg, wenn man selbst handeln muss und es nicht kann.
    Das ist praktisch längst nachgewiesen. (Das BSW z.B., Anmerkung von mir)

    Wenn man irgendwann mal regieren will, muss man das Hauptproblem anpacken und deshalb war die AfD ja mal gegründet worden, die Versklavung Deutschlands durch den Euro zu beenden.

    Da fehlen der AfD aber immer noch die erforderlichen Bündnis-Partner und das geeignete Konzept.

    In diesen Zeiten des permanenten Scheiterns der alten Narrative ist es eher zu erwarten, das blitzartige Einschläge in der Realität das Denken der Menschen verändern werden.

    Da wäre der Einschlag einer Oreschnik auf die Produktionsstätte deutscher Langstreckenraketen in der Ukraine noch ein Ereignis der taktisch vorhersehbaren Art.

    Eine Kinshal auf die EZB in Frankfurt, abgefeuert von einem U-Boot im Mittelmeer wäre auch noch im Bereich des Erwartbaren mit schwer abschätzbaren Nebenwirkungen.

    Wenn das mit einem Ultimatum an Trump bezüglich der Räumung von Ramstein und Abzug aller fremden Truppen aus Deutschland innerhalb von 3 Tagen verbunden wäre, was würde passieren?

    Aber die großen Umbrüche resultieren wohl eher aus Ereignissen, die niemand vorhergesehen hat.

    Ein Geistesblitz, der die Massen berührt, zum Beispiel.

    Deshalb ist Mäßigung nicht nur ein taktischer Schachzug, sondern von strategischer Bedeutung.

    Da sind jetzt inhaltliche Konzepte von höchster Qualität erforderlich und wie man die Bürger in die Gestaltung der Zukunft Deutschlands mitnehmen kann.“

    Das sind Gedanken, die überraschen und zum Nachdenken anregen, empfinde ich.
    Das Gefasel von Franz Witsch halte ich für unwürdig, weil nicht zielführend.
    Er muss deshalb nicht ins Gefängnis, er sitzt ja schon drin, in seinem selbst gebastelten.
    Man solle seine Zeit für so etwas nicht verschwenden.

    Es sei denn zum Zweck der Aufklärung und einer klaren Ansage.

    Die 96% tun nichts, weil sie nicht wissen, was sie tun können und sich eingerichtet haben im System. wie es ist, nicht anders als der Franz Witsch.
    Und die 4% handeln nach ihren Interessen, weil sie es können und sogar erfolgreich die Gehirne der linken Intelligenzia waschen können.

    Nur peinlich wird es, wenn Merz mit der beabsichtigten Wahl einer kruden Juristin, die Seele seiner Wähler, den Mythos vom christlichen Schutz des Lebens verletzt.

    Ja, unsre inneren Überzeugungen dominieren unser Verhalten, aber kaum einer fragt, wie er zu diesen Überzeugungen gekommen ist Nicht mal der Herr Oberlehrer.

    Du sollst nicht falsch aussagen wider deinen Nächsten, Du sollst nicht lügen und betrügen, auch nicht töten.
    Deshalb gab es im Mittelalter das Gottes-Urteil.
    Bei schweren Verfehlungen in der Regel mit tödlichem Ausgang.
    Aber man zeigte den Delingquenten vorher die Folterwerkzeuge, um Ihnen Gelegenheit für ein Geständnis zu geben.

    https://www.kriminalmuseum.eu/bildung-forschung/forschung/

    Ich erwähnte es schon mal, in China wurde etwas eingeführt, was icht interessant finde, die Todesstrafe auf Bewährung. Das ist fast so wie das Narrativ vom Fegefeuer.

    Übrigens früher gab es keine Filme und auch wenige Bücher, die meisten konnten sowieso nicht lesen. Dafür gab es Bilder und deshalb sind auch die christlichen Kirchen voller Bildern.
    Und bei den Juden gab es die Steinigung, die klassische griechische Demokratie kannte das Scherbengericht.
    Das hätte den Franz nicht getroffen, der ist ja kein Freier, nur ein Sklave seiner sozialen Genese und Unfreiheit.

    Von seiner Hände Arbeit kann er nicht leben und wollte er doch die bösen Kapitalisten beraten, wie man geschäftlich erfolgreich ist, das ist doch die Rolle eines Unternehmensberaters.

    Das kann irgendwie nicht funktioniert haben und deshalb will er seinen Müll jetzt den Nichtkapitalisten verkaufen?

    Wird der Unterschied zwischen Sein und Schein, zwischen Inhalt und Form, zwischen Erscheinung und Wesen langsam deutlich?

    Betrachtet man die Gemälde von Hieronimus Bosch, dann sieht man, dass die Vorstellung von der Hölle schlimmer war als der Tod, nämlich fortgesetzte Höllenqualen.

    Merz hat seine Würde verloren und kommt nicht mal ins Gefängnis, wo er als Kriegstreiber hingehören würde.

    Auch der Tod durch den Strang, öffentlich, könnte angemessen sein, wenn es zum großen Krieg kommt. Siegerjustiz? Nürnberg ist historische Realität.
    Dass sich der Mossad Eichmann rechtswidrig geholt hat, ist belanglos. Seine Hirnrichtung gerechtfertigt. Die von Netanjahu wäre es heute auch.
    Realität sind auch die illegalen Tötungen durch Drohnen in einem nicht erklärten Krieg, die vornehmlich von Ramstein aus gesteuert werden.

    Es gab in der Berliner Zeitung noch einen sinnvollen Beitrag zur öffentlichen Debatte, wie mir jemand heute mitteilte.

    https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/die-gretchenfrage-unserer-zeit-wie-haeltst-du-es-mit-israel-li.2338024

    Seine Bemerkungen dazu:

    „Nicht die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen, denn es sind ja beides Wahrheiten aus der Sicht jeder Seite, wenn auch unvollständige und mit Selbstlügen behaftete.

    Denn ohne Krieg wäre Netanjahu möglicherweise schon im Gefängnis und ohne der Idee der Zweistaatenlösung gäbe es die Hamas als politische und militärische Kraft gar nicht und es gäbe sie nicht ohne dem Geld aus der EU, so wie Israel nie Atommacht geworden wäre ohne deutschen U-Booten und Beihilfen.

    Die Lösung liegt also nicht in der Mitte sondern jenseits der bestehenden Systeme.

    Solche alternativen Visionen der Selbstverwaltung und Emanzipation gibt es, aber sie werden verschwiegen und man kann sie nicht bei den Priestern irgendeiner Religion finden.

    Das wäre eine freie Republik, nennen wir sie Bürgerrepublik Freies Jerusalem, die Frieden durch Kooperation erzeugt und der Weisheit Nathans folgt.

    Da hätten aber internationale Banken kein Mitspracherecht mehr und der Iran würde die Vernichtung Israels freiwillig aus seiner Verfassung streichen.

    Aber das sind Leute unterwegs, die wollen gar keinen Frieden, die wollen den Endsieg, die totale Weltherrschaft, auch ganz ohne Atomkrieg.“

    Das hat etwas mit ökonomischer Analyse zu tun. Wenn das System ein anderes ist, fallen auch die Schuppen von den Augen, weil es dann ganz andere Rollenmuster gibt, jene die Freiheit mit Verantwortung verbinden.

    Kognitive Dissonanz wird vom System erzeugt von den Herrschenden und ihren Vasallen, eben auch Lehrern durch Narrative, solche wie das Grundgesetz und die BRD oder Israel wären Demokratien.
    Die Menschenwürde hat man nicht von Geburt an, dazu muss man sich im Prozess der Reifung erst die notwendigen Fähigkeiten erarbeiten und im Verhalten nachweisen. Man kann seine Würde verieren durch Unaufrichtigkeit und Verrat, nicht nur durch das die Bestimmungen des Strafgesetzbuches. Da verliert man die bürgerlichen Freiheiten.
    Seine Würde kann der Mensch lange vorher verlieren.

    Der Schutz der Kinder oder auch des ungeborenen Lebens ist etwas anderes, deshalb sind diese auch nicht strafmündig, bedürfen aber der elterlichen Sorge und Erziehung.
    Dieser Schutz als Rechtsgut hat etwas mit der Verantwortung der Eltern für ihre Kinder zu tun und natürlich auch der kulturellen Tradition.

    Menschen die heute Kinder zeugen und andere sollen sie ernähren, haben nie Würde besessen, sie sind nicht würdig, von der Gesellschaft geschützt zu werden.

    Wie sagte Jesus zu dem Kranken. Steh auf, nimm Dein Bett und geh…..

    Also wir finden schon in den Metaphern der alten Kulturen eine uralte Weisheit, die der persönlichen Verantwortung für das eigene Leben und jenes, das man anderen schenkt.

  3. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmen die denke/verhalten der Erdenwürmer, deshalb ist die AfD ja so fanatisch bei den Geschlechterrollen, denn wenn der Mann/Vater seine feminine Seite ausleben darf, wird er die Vaterrolle an den Nagel hängen und sein einmaliges Leben hier auf der Erde genießen—–soviel zu der work-death-balance im bescheuerten Kapitalismus—-schön dumm

  4. Das Zauberwort der Machthaber heißt: „Verinnerlichter Zwang“, so wie Jesus unter dem Druck stand als Lügner dazustehen und deshalb keinen Versuch unternommen hatte um vor dem Kreuz- Gang zu fliehen sondern freiwillig sich hat Kreuzigen lassen, genauso denken/verhalten sich die heutigen Erdenwürmer insbesondere die Patrioten/idioten die glauben, dass sie einzig dem Vaterland/Gott dienen müssen und nur unter Verzicht/Entbehrungen: Zwangs-Ehe/-Nachzucht/work-death-balance/Vaterlandsverteidigung/Auftragsmörder usw. in den Himmel kommen—–soviel zur Selbstbeschneidung der Trump-/AfD-Wähler—-schön dumm

    • Es gab einmal eine Situation, da ist Jesus tatsächlich „abgehauen“. Er hatte die mit den römischen Besatzern kollaborierenden Pharisäer so sehr bloßgestellt in der Synagoge, daß die ihn ergriffen und zu einem in Jerusalem befindlichen Felsabhang zerrten, um ihn hinabzustürzen. Aber im letzten Moment habe Jesus es irgendwie noch geschafft zu entkommen.

      Jesus war seinerzeit ein Massenmagnet. Da gelten andere Regeln als bei Normalos. Dies mehr noch, falls die Story vom Urknall Unsinn sein sollte. Und die vom Gottessohn Wahrheit. Die Frage, wer Jesus wirklich war, läßt sich auch als die Frage stellen, wer der Mensch eigentlich ist: Vertreter der Spezies der Trockennasenaffen, oder Wesen mit dem Potential, ein Gott zu werden. (Aber psst, daß das bloß keine Patrioten, Kirchgänger oder Pharisäer hören! Die starten dann Pogrome.)

  5. Nachtrag: unter welchen verinnerlichten Zwängen leiden die Erdenwürmer:
    – kein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben zu haben
    – nicht alleine sein zu können/zu wollen
    – nicht ohne die Liebe einer anderen Person glücklich sein zu können/zu dürfen
    – nicht ohne den Respekt/Achtung der dorfmafia/Dorfinsassen/Sauf-/Fress-kumpel Leben zu können
    – immer das allerletzte aus sich herauszuholen zu müssen/sich zu Verausgaben
    – auf allen Hochzeiten tanzen zu müssen
    – immer/jederzeit glücklich und zufrieden sein zu müssen auch mit der selbsttäuschung durch Alkohol/Drogen/rauchen/fressen usw.usf—–soviel zum Sinn des Yoga, der all diese Zwänge erfolgreich verhindert

    • Dann verhindere er mal schön. Kann sicher auch Sinn im Leben geben — aber ich weiß nicht… Nee-nee, no Yoga, please, da fang ich lieber garnicht erst an drüber nachzugrübeln. Mit 20 Kilo Gepäck 120 Kilometer bei Sonnenschein durch die Berge radeln ist das einzige Yoga, das zu tiefer Selbsterkenntnis führt! ErFAHRungstatsache, meine: Mein Körper braucht mich nicht, bin sein Zuschauer. Bin Geist.

  6. Jesus litt auch unter selbstsuggestion, er hatte sich so sehr auf die Rolle des Messias/Gottes Sohn/Halbgott fixiert und hatte deshalb auch kein Problem damit sein Leben für diese Idee zu opfern/Kreuzigung, d.h. die Erdenwürmer verfügen über einen inneren Antrieb der stärker ist als der tierische Selbsterhaltungstrieb—soviel zum evolutionären Nachteil der Menschwerdung/Glaube/der tödlichen Fähigkeit zur Selbstsuggestion

  7. Oh, du glücklicher dann bist du der auserwählte der niemals unter körperlichen Verspannungen/muskel-verhärtung/-verkürzung leidet, dann brauchst tatsächlich kein Yoga weil dein Körper/Geist immer entspannt/gelassen reagiert

  8. Yes, exactly, bzw. no, brauche ich nicht. Körperverspannungen sind Ergebnis von MK, von Leben unter dem Regime von Stückzahl pro Zeiteinheit, Kreditrückzahlungsverpflichtungen und von Tagesschau gucken. Bin all dem Zeit meines Lebens immer schön ausgewichen. Und bin Rentner jetzt seit 2020, uff!

    Körperverspannungen, Seelenverspannungen, Geistesverspinnungen (ja, mit i geschrieben!) Okay, ausführlich jetzt, Professor Hamamoto, „OPERATION WANDERING GHOST“. (Wandering mit a, nicht mit o, Wandelgeist, nicht Wundergeist!) Sieh und schau! Aber lies vorher das hier, sonst wird es schwierig mit dem Punkteverbinden und dem Strukturenerkennen:

    Es gibt böse Menschen. Diese sind immer doppelte Lottchen. Existieren in der Wirklichkeit. Und in der Psyche des Betrachters.

    Ist These des US-Kulturwissenschaftlers Prof. Darrell Y. Hamamoto. Was dieser über die in den USA weit verbreitete Seuche der Serial Killers sagt, der Serienmörder, läßt sich 1:1 übertragen auf die im folgend verlinkten HaBE-Beitrag abgebildeten Jungs: https://www.barth-engelbart.de/?p=261835

    Nun Hamamoto, frisch von heute morgen 1:00 Uhr:
    https://m.youtube.com/watch?v=vsogENJAcAw

    Langes Video, 01:28:26. Und komplexes Video. Ein Fahrplan: Beginnen mit Zeitstempel 01:21:00, OPERATION WANDERING GHOST. Dann weiter die 2 Minuten davor, also beginnend mit 01:19:00. Und als drittes anschauen die 100 Sekunden davor, also ab 01:17:20.

    In jenen 100 Sekunden geht es um Länder mit von Menschenblut durchtränkten Böden. Die USA sind ein solches Land. Deutschland ist ein solches Land. Gilt auch für viele muslimische Länder. Was machen solche Böden mit denen, die auf ihnen wandeln, mit deren Psyche? Erschaffen wandering ghosts. Und wer dies weiß und damit zu hantieren versteht, hat eine scharfe Waffe zur Hand… — genau dies die Kernthese des Professors.

    Nach Anschauen der im „Fahrplan“ angegebenen drei Sequenzen, ist das Tor zum Verständnis der von Prof. Hamamoto lediglich grob skizzierten Thesen so weit geöffnet, daß sich das Video ganz von vorn anschauen läßt, mit Gewinn. Wer sich aber lieber Kopfschmerzen einhandeln möchte, der fährt einfach los ins Blaue, ohne Fahrplan. No, don’t!

    (Achtung, Markenzeichen: Der Professor klärt seine Zuhörer in den ersten etwa 10 Minuten seiner Videos meist höchst unwirsch auf, wer seine Vorlesungen anhören sollte. Und wer genau nicht. Pretty rough guy.)

    • #Unbetreut, rauchen sie neuerdigs das gleiche Zeug wie #Cource, und/ oder #Politikus?
      Vielleicht klären sie (sich) auf, was sie rüber bringen wollen- dann gehts zum Nachweis.
      Hätte ich die 10+ püschologischen Diagnosen parat, könnte auch ich ihnen klarmachen, woran sie leiden. Oder auch nicht. Vielleicht wollen sie, #Cource, oder #Politikus, aber so weiterleben. Gute Genesung Karl

      • Ich beneide jeden, der den Ernst der Lage noch nicht verstanden hat. Zum Beispiel Umstellung der Medizin auf mRNA-Medikation! Nicht mehr ein Praparat für alle, sondern für einen jeden sein individuell eigenes. Welches auf Basis seiner individuellen DNA hergestellt wird. Und das herstellende Unternehmen gehört dem Pentagon und hält Herstellermonopol.

        Klingelt’s?

        • #Unbetreut, natürlich. Deshalb lehne ich die Schulmedizin grundsätzlich ab. Weil Schulmediziner, nomen est omen, geschult werden so zu handeln.
          Bei Corona haben Schulmediziner begeistert mitgemacht- mit einigen Ausnahmen.

          Und DIE, gerade die ‚Geistklempner‘, gehören zu den Vollstreckern- der Pharma. Gruß Karl

  9. Wenn wir jetzt schon bei der lustigen Frage sind des Mitmachens… . Dann ist es auch nicht mehr weit bis zu der noch viel lustigeren Frage, welche Berufe und Gewerbe ohnehin alle eigentlich in die Sparte der Arbeits- und Sozialpolitik bzw. der Arbeitsbeschaffung zu rechnen sind — uff, da fangen wir lieber garnicht erst an zu zählen — also nur mal diese ganzen Wender alle jetzt, die alles immer hin und her wenden, mit voller Energie und so… .

    Ach, noch nie war Irrenhaus so schön wie heute — ähh, so schön bunt wie heute, wollte ich doch sagen!

    Wie will man denn da noch irgendjemandem böse sein!? Geht nicht, schon ganz praktisch nicht: So viele Knäste und Psychiatrien lassen sich garnicht bauen! Und wäre ja fast auch schon wieder Arbeitsbeschaffung, nicht!?

    Es gibt wohl nur diese eine Chance: verzeihen. Ehrlichen Herzens. Ja, stimmt, richtig, ist eine Zumutung. Aber wer einen besseren Vorschlag hat: Bitte melden.

    Doch eigentlich interessiert mich das alles nicht so richtig. Was mich wirklich umtreibt, ist die Frage, wann und wo das erste Windstromrad in Betrieb genommen wurde hier in unserer schönen Buntenrepublik. Müßte doch eine Wallfahrtskapelle errichtet werden da.

      • Dankesehr, freut mich! Vergnüge mich allerbest in diesem lustigen Laden hier — sowieso, wer das Weltgeschehen ernstnimmt, ist ein Fall für den Psychoanalytiker 😉

  10. Da ist die heutige Psychologie schon bedeutend weiter und zwar akzeptiert sie den Fakt, dass es toxische Beziehungen gibt, bei denen eine Trennung, die einzige für beide Seiten, vorteilhafte Lösung darstellt, diese Lösung konnte Freud noch nicht anbieten, weil zu seiner Zeit die christlichen Versöhnung das oberste Gebot war, deshalb auch das Scheidungsverbot bzw Aberkennung der Segnung usw. zutiefst satanistischer/sadistischer Klerus—–sie wussten nicht was sie tun/anrichten

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