US-Politik, der systematische Regelbruch

US-Politik, der systematische RegelbruchWilly Wimmer bringt die Sachlage in seinem Beitrag „Der systematische Regelbruch“ auf den Punkt. Er beschreibt darin die Abhängigkeitsverhältnisse Deutschlands und anderer Staaten von den USA. Darüber hinaus prangert den permanenten Bruch des Völkerrechts durch die USA an.

Regelbasierte Ordnung

Bei der sog. „regelbasierten Ordnung“ handelt es sich um ein Diktat der USA. Sie wird seitens der USA allen EU-/NATO- und anderen westlichen Staaten aufs Auge gedrückt. Von Australien, Neu-Seeland, Japan, Kanada bis zu den UK haben sich alle US-Vasallen und -Marionetten ohne eigenes Rückgrat und Meinung hinter den USA versammelt. Bei dieser vielgepriesenen Ordnung handelt es sich um nichts Anderes als um das Credo der neuen US-Weltordnung. Sie ist das Dogma, das an Stelle des Völkerrechts tritt, dem sich der Rest der Welt zu beugen hat.

Als Beispiel für einen US-Propagandisten ist mir im gestrigen „Talk im Hangar“ von Servus TV Andrew B. Denison, Politikwissenschaftler und Publizist, negativ aufgefallen. Er ist Direktor des „Transatlantic Networks“ in Königswinter und häufiger Kommentator in den deutschen Medien. Er gilt als ein einflußreicher transatlantischer Networker und „Influencer“ in Deutschland und versucht, uns die hegemoniale Besessenheit der USA als Beitrag zur Interessenvertretung Deutschlands zu verkaufen. In der Talkshow hat er sich in penetranter Weise als unbelehrbarer Besserwisser aufgespielt.

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Basisfragen

Im Grunde genommen sollte man sich derartigen Meinungsvertretern in der Art verweigern, daß man zuerst mal die Grundfrage auf den Tisch bringt. Die lautet m. E.:

  • Was haben die USA eigentlich in Europa und anderen fern vom eigenen Territorium liegenden Regionen überhaupt verloren?
  • Mit welchem Recht haben sie dort über 900 Militärstützpunkte installiert?
  • Wie ist die US-Hybris und Überheblichkeit zu rechtfertigen, sich in die inneren Angelegenheiten fremder Länder einzumischen, über Krieg und Frieden zu bestimmen und ihre brutalen Geheimdienste ihr Unheil stiften zu lassen?

Erst wenn diese Grundvorausssetzungen geklärt sind, sollten US-Verklärer das Recht, bei aktuellen Problemen mitzureden.

Monroe-Doktrin

Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die berühmte Monroe-Doktrin von 1823 des damaligen US-Präsidenten James Monroe. Seit nunmehr fast 200 Jahren beanspruchen die USA, das gesamte Restamerika als ihren Vorgarten, wo sie tun und lassen können, was sie wollen.

Die Monroe Doktrin beschreibt angeblich die Neutralität und Politik des Nicht-Einmischens in die europäischen Angelegenheiten. Im Gegenzug sollten sich die Europäer nicht in amerikanischen Angelegenheiten einmischen dürfen. Die amerikanischen Länder würden ihre Probleme intern regeln. Roosevelt hingegen macht 1904 und 1905 klar, daß die Vereinigten Staaten sich in Lateinamerika einmischen sollten. Er stellt die Monroe Doktrin auf den Kopf: die Europäer sollen sich raushalten aber die Doktrin gäbe den Vereinigten Staaten das Recht, Polizeikontrolle auszuüben, um die Europäer fernzuhalten.

Besatzungsland Deutschland

Es kann nicht oft genug wiederholt werden, daß Deutschland sich quasi in vielerlei Hinsicht immer noch in einem Besatzungsstatus befindet. Keine der bisherigen Bundesregierungen von Adenauer angefangen haben sich ernsthaft darum bemüht, aus diesem Abhängigkeitsverhältnis auszusteigen und Deutschland zu einem souveränen und neutralen Staat zu umzubauen. Ganz im Gegenteil haben es die transatlantischen „Freundeskreise“ geschafft, Deutschland zu einem Handlanger der USA zu erniedrigen. In der derzeitigen Rußland/Ukraine-Krise wird dies besonders deutlich. Die verantwortlichen deutschen Politiker lassen es ohne Widerrede zu, sich von den USA, ihrem Präsident, ihrem phantasierender Außenminister oder der militante UK-Außenministerin Liz Truss in ihre Zuständigkeiten hineinreden lassen. Selbst die Frechheiten eines Lakaien, wie des ukrainischen Botschafter Melnyk, lassen sie ungestraft davonkommen – ein Armutszeugnis! Für die Regierung eines souveränen Staates wäre dies undenkbar.

Ausverkauf deutscher Interessen

Ausverkauf deutscher InteressenNoch übler ist es, wenn die Kabinettsmitglieder die ureigensten Interessen ihres Landes vernachlässigen und sich denjenigen eines anderen Staates unterordnen – in diesem Fall sind die USA gemeint. Wie kann man es denn anders bezeichnen, wenn die Energieversorgung des eigenen Landes mit preiswertem russischem Erdgas von der deutschen Regierung sabotiert wird? Und das zugunsten von um ein Drittel teurerem und wesentlich umweltschädlicheren Fracking-LNG-Gas aus den USA? Wer oder was reitet Baerbock, Habeck oder andere US-Zäpfchen, das sie dies wagen und den Ausverkauf Deutschlands betreiben? In diesem Kontext fällt mir nur noch der Begriff „Nestbeschmutzer“ ein. Und dazu stehe ich als ein Mensch, dem Nationalismus fremd ist.

Zitate Willy Wimmer:

„Warum spricht und handelt der deutsche Regierungschef nicht nach dem „Völkerrecht“, wie Bundeskanzler in Bonn das über Jahrzehnte gehandhabt haben? Muss nicht jeder Regierungschef in einem Land, das der Bundeskanzler nach Washington aufsucht, in Olaf Scholz jemanden sehen, der „bis in die Haarspitzen“ auf US-amerikanische Konzepte des Umsturzes der internationalen Völkerrechtsordnung eingeschworen ist? Das wird in wenigen Tagen bei der Münchner Sicherheitskonferenz, einer Versammlung nicht gerade friedensfördernder Elemente, erneut unter Beweis gestellt. Wie bei einer Discounter-Werbung wird im Motto für dieses Treffen auf das neue „Glaubens-Bekenntnis der Neuen, amerikanischen Weltordnung“ aufmerksam gemacht. Man trifft sich, um der „regelbasierten Ordnung“ zu huldigen.“

„Warum ist das, was Präsident Macron und Bundeskanzler Scholz als Eindruck aus den jeweiligen und langen Gesprächen mit dem Präsidenten Putin nach Hause mitgebracht haben, für Washington der Grund für panikartige Reaktionen, die der gleichsam als „politischer Durchlauferhitzer“ auftretende Nato-Generalsekretär Stoltenberg in der Lautstärke potenziert unter die Zwangsverbündeten bringen musste? Man darf davon ausgehen, dass der russische Präsident Putin, bezogen auf die jetzige Entwicklung, die Karten auf den Tisch gelegt haben dürfte. Und diese Entwicklung fing mit dem Besuch der amerikanischen Vizeaußenministerin, Victoria Nuland, in Moskau am 10. Oktober 2021 und den dabei angeblich von ihr präsentierten Überlegungen zur „bedingten oder bedingungslosen“ Kapitulation Russlands den USA gegenüber geradezu an. Besuche in Moskau sind nach Washingtoner Lesart nur statthaft, wenn sie die Washingtoner Legenden und Märchen nicht gefährden.“

Quelle: https://www.rubikon.news/artikel/der-systematische-regelbruch

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Über Peter A. Weber 96 Artikel
Rebellischer Alter, der der Konformität den Kampf angesagt hat. Keltische Identität bezüglich Kultur, Musik, Philosophie und Mentatlität. Meine Abneigungen: Nationalismus, Rassismus, Fremdenhaß, Ideologien und Fundamentalismus jeglicher Art. Ich lege Wert auf unabhängiges Denken und Schreiben.

20 Kommentare

  1. Der Weg ist mühsam, dennoch umumkehrbar. Die „Regionalmächte“ Russland und China wacshen nicht nur nur ökonomisch und technologisch, sondern auch militärisch zusammen. Dazu gesellen sich einige wichrige „Schurkenstaaten“ (Lateinamerika,Iran, Türkei?). Große Schwellenländer sind ohnehin keine Freunde der USA. Auch diese engen den Spielraum westlicher „Demokratie-Verteidiger“ ein. Summa summarum: Gehe davon aus (71), noch zu Lebzeiten (71) den Fall der US-Hegemonie erleben zu dürfen. Ob die neuen Hegemonen besser sein werden, weiß ich nicht. Was China in Afrika macht – Kredite statt Bürgerkriege – ist ja irgenwo ein neuer Ansatz.

  2. Putin hat großen Rückhalt in seinem Land, im Gegensatz zu den Nobodys bei uns, wo ARD & ZDF regelmäßig Umfagestatistiken fälschen, wer beliebt ist und wer nicht.

    Er versucht sein Land zu schützen und den Nutzen für die Bürger zu mehren, die Grünen bei uns, die Putin von der Intelligenz allesamt zusammen in die Tasche stecken dürfte, tun genau das Gegenteil, Kriegstreiberminister ruinieren mit Wirtschafts, Sozial und Klimapolitik systematisch das Land, und die Russen schütteln nur den Kopf, wie man nur so dämlich sein kann!

    Ich würde lieber unter so einem Präsidenten leben als unter solchen Nulpen und aufgeblasenen Versagern wie Bockbär, Scholz, Habeck, Lindner, Lambrecht, Buschmann (wer ist das eigentlich?) und Klabautermann, die alles nur noch mehr kaputtmachen und so tun als wären sie der Nabel der Welt!

    Und dann noch zusätzlich mit der PLANDEMIE unsere Zusammenleben und unsere Wirtschaft Zerstören !!

    • „Ich würde lieber unter so einem Präsidenten leben ….“
      Ich würde vorschlagen mal einen ausgedehnten Urlaub in Russland zu machen. Zumindest solange, bis Sie mit den politischen, sozialen und wirtschaftlichen Gegebenheiten vor Ort vertraut sind. Nicht zur im glitzernden Moskau, sondern vor allem auf dem Lande. Wenn sie dann reflektiert und qualifiziert darüber in russischen Medien berichten können, wünsche ich Ihnen den Mut genau das zu tun. Wenn Sie danach immer noch lieber unter diesem Präsidenten leben möchten, werden ich Sie für den Friedensnobelpreis oder eine ähnliche Auszeichnung vorschlagen.

  3. Dritter Weltkrieg? Was Washington von Russland wirklich will

    https://www.pravda-tv.com/2022/02/dritter-weltkrieg-was-washington-von-russland-wirklich-will/#comment-278477

    Es ist an der Zeit, auf den Punkt zu bringen, was Washington von Russland will. Warum hat der Westen eine Krise in der Ukraine angezettelt? Was will er wirklich? Wer versteht, woher Washington seine Macht bezieht, der versteht auch die Politik in Bezug auf Russland.

    Seit Monaten läuten in Washington die Alarmglocken, denn angeblich steht eine „russische Invasion in der Ukraine“ bevor. Nach neuesten sogenannten „Geheimdienstinformationen“ der USA sollte diese Woche der große Angriff stattfinden. Doch dazu kam es nicht. Wie wir seit Monaten betonen, ist ein solcher auch wenig wahrscheinlich. Moskau betonte immer wieder, dass es nicht die Absicht habe, in die Ukraine einzumarschieren.

    Von Washingtons wiederholten Anschuldigungen über eine bevorstehende Operation unter falscher Flagge bis hin zu Truppenbewegungen in osteuropäischen NATO-Ländern ist Washingtons Verzweiflung bei dem Versuch spürbar geworden, Russland zu einem Vorstoß in der Ukraine zu bewegen.

    Dieser besondere Status ermöglicht es Washington, unverschämte Defizite anzuhäufen, die in keiner Weise die wahre Produktionskapazität der Vereinigten Staaten widerspiegeln. Ich erörterte diesen Mechanismus bereits in einem Beitrag vom April 2021 mit dem Titel

    https://de.rt.com/meinung/115941-nord-stream-2-der-wahre-grund-fuer-den-abscheu-der-us-regierung/

    Was jene Nationen betrifft, die sich vom US-Dollar befreien wollen, so wissen wir nur zu gut, was die USA für sie bereithält. Zur Erinnerung hier einige Beispiele für Nationen, die sich weigerten, die Dollar-Hegemonie zu akzeptieren: der Irak, Libyen, Iran, Venezuela, die Ukraine, Syrien. Das ist der Punkt, an dem die Russische Föderation ins Spiel kommt.

    Wer wirklich verstehen will, warum das US-Establishment Russland unter Wladimir Putin hasst, muss nur die Rolle des Dollars auf der Welt verstehen. Russland ist eine direkte Bedrohung für die Proliferation des US-Dollars. … UNBEDINGT ALLES LESEN !!

  4. RUSSLAND BESTEHT VOLLKOMMEN ZU RECHT AUF DIE EINHALTUNG DER ZUSAGEN !!

    „Objektiv falsch ist die gerade in Deutschland oft gehörte Behauptung, es habe keine Vereinbarungen, Zusicherungen oder Garantien im Rahmen der Verhandlungen über die deutsche Einheit gegeben, dass
    sich die westliche Allianz nicht über die Grenzen der ehemaligen DDR hinaus nach Osten ausdehnen würde, wenn Moskau einer Mitgliedschaft des vereinten Deutschlands in der NATO zustimmt.“

    In dem Artikel „Osterweiterung: Wie die Nato wortbrüchig wurde“ auf „telepolis“ widerlegt Norman Paech diese These eindrucksvoll. Insbesondere die Dokumente welche das National Security Archive am 12. Dezember 2017 unter dem Titel „Nato Expansion:

    What Gorbachev Heard“ veröffentlicht hat, belegen, dass Bakers berühmtes „not one inch eastwards“ auf dem Treffen mit Gorbatschow am 9.Februar 1990 die Versicherung war, die Erweiterung des Nato-Bereichs nicht über die damaligen Grenzen hinauszutreiben !!

    Wer in einem zentralen Punkt derart LÜGT (USA & NATO), darf sich nicht wundern, wenn auch seinen anderen Ausführungen nicht gefolgt werden kann.

    • Hervorragende Recherche wiedergegeben.
      Danke ! Ich hoffe inständig dass diese Kommentare auch vom deutschen Michl
      gelesen werden….

  5. Es gäbe eine militärisch/technische russische Dauerantwort auf eine JewSA/NATO Drückeberger-Nichtbeantwortung des Ultimatums vom 15. Dezember. Gott möge den JewSA bzw. den 29 NATO-Zwergen beistehen, dass diese technisch/militärische russische Maßnahme sie nicht so erschreckt wie einst der Vietcong und neulich die Motorrad-TALIBAN-Banden in Kabul. Spielverderber.

  6. Neuer Aktenfund von 1991 stützt russischen Vorwurf

    https://www.mmnews.de/politik/177964-neuer-aktenfund-von-1991-stuetzt-russischen-vorwurf

    Ein soeben aufgetauchter Vermerk aus dem britischen Nationalarchiv stützt die russische Behauptung, mit der Nato-Osterweiterung habe der Westen gegen Zusagen von 1990 verstoßen.

    Der US-Politikwissenschaftler Joshua Shifrinson hat das ehemals als geheim eingestufte Dokument gefunden. Es handelt von einem Treffen der Politischen Direktoren der Außenministerien der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands in Bonn am 6. März 1991, berichtet der Spiegel in seiner neuen Ausgabe.

    Thema war die Sicherheit Polens und anderer osteuropäischer Staaten. Bonns Vertreter Jürgen Chrobog erklärte damals laut Vermerk: »Wir haben in den Zwei-plus-Vier-Verhandlungen deutlich gemacht, dass wir die Nato nicht über die Elbe hinaus ausdehnen.

    Wir können daher Polen und den anderen keine Nato-Mitgliedschaft anbieten.« …ALLES LESEN !!

  7. Heinz kommentiert

    Die Ukraine hat angefangen die „Separatisten-Gebiete“ im Osten der Ukraine zu beschießen !

    Der Westen provoziert mal wieder – USA brauchen wohl wieder einen kriegerischen Zustand.

    Nun ist abzuwarten, wie Putin reagiert, der die Menschen dort seit 8 Jahren versucht zu beschützen und zu unterstützen !!

    Quelle : meine Lebensgefährtin hat gerade mit Ihrer Schwester, die in der Ostukraine lebt telefoniert.

  8. KÖNNEN UND SOLLTEN DIE USA WIRKLICH UNSERE FREUNDE SEIN ????

    Der Gründer und Vorsitzende des führenden privaten US-amerikanischen Think Tank STRATFOR (Abkürzung für Stategic Forecasting Inc.) George Friedman bestätigt am 4. Februar 2015, dass die USA seit mehr als 100 Jahren die deutsch-russische Zusammenarbeit mit allen Mitteln verhindern wollen.

    Dazu ist ihnen jedes Mittel recht, inclusive vorsätzlicher Lügen bis zum Krieg. Dieses Video (13 Minuten) unbedingt ansehen.

    STRATFOR: US-Hauptziel seit einem Jahrhundert war Bündnis Russland+Deutschland zu verhindern ==> http://www.youtube.com/watch?v=gcj8xN2UDKc

  9. Die deutschen Medien trompeten am lautesten die angeblichen Kriegsabsichten und Manipulation von Kriegsgründen des Putin in die Lande.
    Alles bekannt – dazu muss man nichts weiter schreiben.


    In gewisser Weise amüsieren mich dann aber doch einzelne Meldungstexte der „Deutschen Trompeten von Jericho“, bzw. der hiesigen Empörungsbeauftragten, die das „Kriegs-Starter-Set“ verbreiten:
    1. „Die russische Kriegsmarine kreuzt im Schwarzen Meer + sperrt/blockiert die Seegrenzen Russlands.“
    Ja, wo sollte die denn sonst kreuzen und abriegeln? Sollte sie das in Putins Badewanne tun? Oder auf der Wolga? Oder in einem russischen Heißwasserkocher namens „Samowar“?

    2. „Die Ukraine ist umzingelt.“ oder auch „Ukraine ist von allen Seiten umzingelt“ (auch im Text zu finden)
    Ist sie das? Seit wann? „Umzingelt“ bedeutete bei mir bislang „von allen Seiten eingekreist“. „Umzingelt“ schließt übrigens „von allen Seiten“ mit ein.
    Hallo ARD, ZDF, ntv, rtl: Die Bedeutung des Wortes „umzingelt“ kann man im Internet ablesen.
    Auch im Kinder-Klexikon
    https://klexikon.zum.de/wiki/Wiener_T%C3%BCrkenbelagerungen
    wird es verständlich dargestellt.

    3. Kamala Harris Europabesuch: „…schärfste Sanktionen und Reaktionen werden im Falle einer Invasion Russlands erfolgen…“
    Wie bitte? Bislang sollte doch immer eine Invasion der Ukraine erfolgen und jetzt plant ihrer Aussage nach Russland eine Invasion im eigenen Land? (Plus gleichlautende Übersetzung in D-Medien.)

    4. „Russland testet atomwaffenfähige Raketen. Droht ein heißer Krieg?“
    Ja, das macht Russland seit Jahrzehnten 2-4x Pro Jahr. So wie USA, England, Frankreich u. a. auch. Selbst in der Türkei testeten die Amerikaner schon ihre dort installierten Raketen.
    Was bedeutet ein heißer Krieg? Hier eigentlich für Kinder erklärt, aber die deutschen Medien dürfen sich das auch anschauen:
    Was passiert, wenn man alle Atombomben auf einmal zündet?
    https://www.youtube.com/watch?v=NBeeRVkTeJg

    Kommentare zu Nachrichtensprechertexten und Übersetzungen erspare ich mir.

    Offenbar muss es endlich mal losgehen – oder wie?
    Scholz zur Ukraine-Krise „In Europa droht wieder ein Krieg“
    Stand: 19.02.2022
    https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-scholz-sicherheitskonferenz-101.html
    Im Osten die Kriegstrompeten blasen und mit dem Säbel rasseln darf nämlich seit 2017/2018 nur die NATO, denn das sind nämlich die Guten. Macht der Böse, dass ist Putin, dass in 2022 nach, so ist er der aggressive Höllenfürst in Menschengestalt.


    Nun beschäftigen uns die evtl. Angriffspläne des russischen Satans mit Erfolg.

    Vor 10 Jahren war das, Kriegsgrund für Verblödete, die Giftgasproduktion im Irak.

    Die unabänderliche erdgemachte Klimaveränderung interessiert weniger. Auch die Corona-Nebendiagnosen, bzw. Lungenentzündungen und jetzt Grippe/Schnupfen, lassen sich nicht mehr so gut verkaufen. Auch wenn jeder Zweite (WELT-Newstext 20.02.2022 unten) die Maske auch in Zukunft tragen will.

  10. Ukraine-Krise
    NEU – BREAKING NEWS
    20.02.2022
    Putin sorgt für Kriegspanik
    https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_91698728/russland-krise-muenchner-sicherheitskonferenz-es-herrscht-kriegsangst-was-macht-putin-.html
    Hat sich das dieser Diekmann selbst ausgedacht oder wer hat ihm beim verfassen dieser Botschaft diktiert?

    Ach DER schon wieder, dieser Satanas, das Böse verkörpernde in Menschengestalt.

    Aus dem Bild mit den russischen Einheiten ist zu erkennen, dass ihnen keine Nato-Streitkräfte gegenüber stehen. Die Nato ist nämlich eine weiße Friedenstaube und provoziert keinesfalls.


    Schon mal das Kanonenrohr beobachtet, wenn sich russische, US und deutsche Panzer in voller Fahrt durch Gelände befinden? Für mich ein Aspekt, warum es für Putin wohl eher nicht ratsam ist, seine Panzerarmeen gegen NATO-Kampfwagen rollen zu lassen.

  11. Die Monroe Doktrin wurde 1947 von der Truman Doktrin und später (1954) von der Domino-Theorie abgelöst / ergänzt. Darin erklärt der damalige amerikanische Präsident Truman seine Bereitschaft, allen Staaten, die durch kommunistische Bewegungen und Staaten bedroht werden, wirtschaftliche, finanzielle und militärische Hilfe zu gewähren.
    Ein ganz emsiger und entscheidender Mann in der sich daraus entwickelnden Kampagne war ein gewisser Edward Bernays (ein Neffe Sigmund Freuds). Erste Meriten als Propaganda-Mann hatte er sich bereits 1917 erworben, als er erfolgreich mit dem Slogan „Make the world safe for democracy“ für den Kriegseintritt der USA „warb“.
    Sein nächster großer Coup gelang ihm dann 1950 in Guatemala, wo die United Fruit Company ihre erste Bananenrepublik errichtet hatte. Sie zahlten dort keine Steuern, besaßen riesige Ländereien, kontrollierte die Eisenbahn und den einzigen Hafen. Nachdem dort 1944 der Diktator Jorge Ubico Castaneda gestürzt worden war, und eine Republik mit Gewerkschaften, Pressefreiheit usw. auf einem guten Weg zu einer wirklichen Demokratie war, machte der damalige Präsident den Fehler eine große Landreform anzukündigen. Also musste Unitet Fruit aktiv werden. Sie wandten sich an Bernays und der ließ auf Kosten von United Fruit ganze Herrscharen von Journalisten ins Land schicken, die über Monate hunderte Artikel in US-amerikanischen Medien verfassten, in denen das Schreckensszenario einer kommunistischen Regierung gemalt wurde. Mit Erfolg. Obgleich die guatemaltekische Regierung eine freie Marktwirtschaft nach amerikanischem Vorbild anstrebte, wurde die Regierung durch einen vom CIA geplanten und unterstützten Putsch gestürzt und durch einen Diktator ersetzt.
    Aus amerikanischer Sicht ein ganz normaler Vorgang, der in Lateinamerika ziemlich genau nach diesem Muster mehrfach wiederholt wurde (Chile, Argentinien usw.) Und das Narrativ vom Kommunismus, der angeblich vor der amerikanischen Haustür steht, sollte sich zu eine der wirkmächtigsten politischen Halb- oder Viertelwahrheiten der letzten 70 Jahre entwickeln. Immer wieder legitimierten amerikanische Regierungen damit Kriege, Geheimdienstoperationen und Sanktionen. Bis hin zu einem Punkt, an dem es Amerika mehr schadete als nutzte, weil die Politiker das Narrativ für wahrer hielten als die Realität und den Ideologen eher glaubten als den eigenen Geheimdiensten (Vietnamkrieg).
    Über dem Narrativ der Kommunistischen Bedrohung schwebt noch das amerikanische Ur-narrativ des „Manifest Destiny“, der offenkundigen Bestimmung Amerikas in dieser Welt. Ohne dieses Narrativ hätten Truman Doktrin und Domino Theorie gar nicht ihre historische Wirkung entfalten können, weil: warum soll man sich eine blutige Nase holen, wenn es gar nichts zu gewinnen gibt, außer der Aufrechterhaltung des eigenen Images (siehe dazu auch die „Pentagon-Papiere“ und Hannah Arendt: „ Wahrheit und Politik“ (1967) und „Die Lüge der Politik“ (1971). In den USA sitzt der feste Glaube daran, dass sie die moralisch Guten und die Batmans dieser Welt sind, sehr sehr tief. Dass sie damit gelegentlich genau das kaputt machen, woran sie zu tiefst glauben, liegt darin dass sie im Sumpf ihrer eigenen Narrative versinken.

  12. Central Intelligence Agency ist ein Oxymoron. Von Intelligenz weit entfernt. Nach den ganzen Fehlschlägen ihrer „Missionen“ sollte man meinen, sie würden draus lernen, aber weit gefehlt. Das dahinterliegende Problem ist, dass die Geheimdienste einfach zu mächtig sind, hier vor allem die CIA. Angefangen hat das mit Allen Welsh Dulles und dem OSS vor und nach dem 2. WK und wird bis heute fortgeführt. https://www.nationalww2museum.org/war/articles/wwii-spy-allen-dulles Die Projekte, die der CIA, auch im eigenen Land angestoßen hat, wie zum Beispiel MK Ultra, Operation Paperclip, usw, zeigt, welche skrupellosen Machenschaften und Köpfe dahinter stehen. Das geht vom OSS, der Iran Contra Affäre über Colin Powell, um nur ein paar zu nennen, bis heute und es wird nicht aufhören bis man sie stoppt. Denison ist ein schmieriger Typ und ich muss umschalten, wenn er anfängt zu blubbern. Wenn es aber in Deutschland so weitergeht stehen wir bald nicht nur auf deren Abschussliste sondern auch auf der der Israelis. Bild schreibt: bei Gedenken an Hanau-Anschlag Linksextreme hetzen gegen Israel.

  13. Sehe gerade „Anne Will“. Die einzige Person mit realistischen Ansichten dort ist Sarah Wagenknecht.
    Klingbeil. Röttgen und Stelzenmüller labern alle davon, dass die Diplomatie gewinnen muss, und gleichzeitig meiden sie wie der Teufel das Weihwasser auch nur ein mögliches Zugeständnis zu formulieren. Gleichzeitig erklären sie, dass Androhung von Sanktionen und die Stationierung von Nato-Truppen im russischen Vorgarten das Kriegsrisiko verringern. In den letzten Wochen hat meines Wissens auch nicht ein Journalist nach möglichen Zugeständnissen gefragt. Mit anderen Worten: Putin und seine berechtigten Interessen werden weiterhin ignoriert.
    Das klare Narrativ: Wir sind die Guten, Putin ist der Böse. Selbst wenn Putin versuchen sollte mal wieder auf Kuba ein paar Atomraketen zu stationieren (wie vor 60 Jahren), wäre das natürlich überhaupt nicht vergleichbar mit dem Nato-Auftritt an der westlichen Grenze Russlands.
    …vielleicht später mehr.

  14. Ehrlich gesagt glaube ich, dass Putin am Ende gar nichts anderes übrig bleiben wird als in die Ukraine einzumarschieren. Warum? Wenn er seine berechtigten Sicherheitsgarantien vom Westen nicht auf diplomatischem Weg bekommt – und danach sieht es ganz und gar aus – dann muss er sie sich eben holen. Und das geht nur mit militärischen Mitteln. Das wird er auch schon sehr bald tun müssen, solange die Böden noch gefroren sind und die Panzer nicht in Schlamm und Sümpfen versinken.
    Dass eine Invasion unter einem Vorwand geschehen muss, wissen die Amerikaner am besten aus eigener Erfahrung. Deshalb die rein prophylaktisch „Vorhersagen“ der Amerikaner. Aber vielleicht spielt Putin es ja auch mal ganz anders: „Ich marschiere ein, weil ihr mir nicht gebt, was mir zusteht. Tut mir leid für die Ukraine, aber das geht auf euer Konto, weil ihr es nicht verhindert habt, obwohl ihr es gekonnt hättet“.
    Tatsächlich pokert der Westen gerade hoch und nimmt dabei – natürlich unter viel Geschrei und großer Entrüstung – den russischen Einmarsch in die Ukraine sehenden Auges in Kauf. Die gerade besonders hektische „diplomatischen Bemühungen“ doch noch zu einer friedlichen Lösung zu kommen, sind eine große Show für das jeweils eigene Wahlvolk. Tatsächlich scheint man nicht zum kleinsten Zugeständnis bereit zu sein. Wie bereits zuvor erwähnt, ist dieses Wort in diesem Zusammenhang gerade tabu. Nicht ganz unwichtig, weil man sonst argumentativ in die Defensive kommen könnte.

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