Kalter Krieg reloaded, plus feines Russland-Bashing

Kalter Krieg reloaded, plus feines Russland-BashingDie Einseitigkeit in der Corona-Problematik, die von Politik und Medien verordnet wird, ist unerträglich. Aber sie wird noch übertroffen von derjenigen hinsichtlich der Rußlandhetze und der China-Verteufelung. Insbesondere dabei vom massiven Aufbau einer Frontlinie, die die düsteren Zeiten des Kalten Krieges wieder aufleben läßt. Und die Gefahren, die diese verhängnisvollen und unverantwortlichen Machenschaften der westlichen Politik heraufbeschwören, übertreffen noch diejenigen der Corona-Diktatur.

Russlandbashing und -Phobie

Es vergeht kein Tag, an dem nicht gegen Rußland und Putin scharf geschossen wird. Wer kann mir denn ernstlich nur einen einzigen Vorwurf gegen Rußland nennen, der es rechtfertigt, daß dieses Land und sein Präsident ständig beschuldigt und mit Wirtschafts- oder anderen Sanktionen überzogen wird? Ich verfolge die Szene schon seit Jahrzehnten. Die USA kann intervenieren, Krieg führen und sich überall in der Welt in die Angelegenheiten anderer Staaten einmischen. Sie kann und mit Drohnen in wildwestlicher Art der Lynchjustiz unschuldige Menschen ermorden. Wer sanktioniert die USA und klagt sie wegen Verbrechen gegen internationale Vereinbarungen und Menschenrechte an?

Ukraine und Krim als gepflegter Zankapfel

Seitdem durch den Westen arrangierten und finanzierten Regimewechsel in der Ukraine und der als „Annexion“ deklarierten tatsächlichen Sezession bzw. Wiederaufnahme der autonomen Republik Krim nach Rußland wird dieses Annektionsmärchen wie ein Mantra tausendmal wiederholt. Dabei war die Krim bis zur selbstherrlichen Verschenkung von 1954 durch den aus der Ukraine stammenden damaligen sowjetischen Ministerpräsidenten Chruschtschow an die Ukraine Teil der Sowjetunion bzw. Rußlands. Die Einwohner der Krim sind überwiegend russisch. Sie haben sich in einem Referendum 2014 zu 95 % für die Wiedereingliederung nach Rußland entschieden. Damit verstießen sie gegen keinerlei internationale Abmachungen. In der Ukraine hingegen werden russischstämmige Menschen ständig diskriminiert und ihrer Rechte beraubt sowie zur Auswanderung getrieben.

Reklame für den besseren Zweck
Paradigma Konferenz Chlordioxid

Was kann man Rußland oder Putin vorwerfen, was solche Vorwürfe rechtfertigte? Daß Rußland auf seinem Staatsgebiet Truppenbewegungen verananstaltet und das auch noch 300 km entfernt von der Ukraine? Das ist doch das Recht eines jeden selbständigen Staates, das niemanden außerhalb etwas angeht. Die NATO und die USA erlauben sich ständig solche Maßnahmen und werfen aus ihrem Glashaus mit Steinen.

Putin hat viele Jahre vergeblich Gesprächsangebote gegenüber dem Westen unterbreitet, um eine kooperative Zusammenarbeit in beiderseitigem Interesse zu erreichen. Er wurde ausgebremst und ständig vor den Kopf gestoßen. Ich an seiner Stelle hätte schon lange die Geduld verloren und Gegenmaßnahmen eingeläutet. Es spricht für die Besonnenheit, Toleranz und Cleverneß von Putin, daß er bis heute noch alle Handlungsalternativen offen gelassen hat. Aber so langsam scheint das Ende der Fahnenstange erreicht. Rußland besitzt keinerlei Interesse an der abgewirtschafteten Ukraine. Aber die Hinwendung zu Asien und besonders zu China wird Europa teuer zu stehen komme.

Der feuchte Traum der NATO

Kalter Krieg reloaded, plus feines Russland-BashingAngesichts dieser monotonen Verteufelung Rußlands und reflexartig vorgetragenen Aggressionsvorwürfe, die jeglicher Grundlage entbehren, gibt es nur eine Erklärung für diese westliche Strategie. Rußland soll ganz bewußt gereizt werden! Nur damit es so handelt, daß der Westen das erreicht, was er im Schilde führt und seine falschen Beschuldigungen bestätigt sieht. Also daß Rußland die Ukraine angreift. Darauf läuft das Wunschstreben hinaus – und es ist sowieso der feuchte Traum aller westlichen Hegemonisten wie

  • dem US-Kriegsminister Antony Blinken
  • Jens Stoltenberg, dem NATO-Generalsekretär der rechten Hand des US-Imperialismus
  • Annalena Baerbock, der Statthalterin der USA in Deutschland mit der Aussage: „effektive Maßnahmen“ würden eingeleitet, falls Russland Energie als Waffe einsetzen oder die aggressiven Handlungen gegenüber der Ukraine fortsetzen sollte. Wen hat denn diese Frau geritten? Die USA setzen ihr dreckiges Frackinggas als Waffe ein. Und die smarte Annalena, die US-Konkubine, sollte mal ein einziges stichhaltiges Argument liefern, worin denn wohl die angeblichen „aggressiven Handlungen Rußlands“ bestehen. l

Aber ich glaube, daß Putin clever genug ist, daß er nicht auf diese Falle hereinfällt und den westlichen Anheizern diesen Gefallen tut. Ich hoffe, daß wir sie alle als das identifizieren, was sie wirklich sind: Kriegstreiber und Vorteilsnehmer des militärisch-industriellen Komplexes. Es sind die Aufrüstungsprofiteure sowie die macht- und geostrategisch orientierten Kollaborateure. Es wäre fatal, wenn die Mehrzahl der Bürger auf diese Demagogen hereinfällt und ihnen glaubt.

ZDF als Helferlein der Kriegstreiber

In diesem Zusammenhang ist mir beispielhaft ein Kommentar von Florian Neuhaus vom ZDF aufgefalllen. Er meint, daß die Sicherheitsgarantien, die Rußland einfordert, „lächerlich“ seien und eine Ostererweiterung der NATO keine berechtigte Option für Rußland sei. Überhaupt sei ein Dialog überhaupt nicht wünschenswert, weil Rußland sich erdreiste, auf seinem eigenen Territorium Truppenübungen zu veranstalten. Geht’s noch? Dieser Speichellecker der Invasoren aus „Gottes eigenem Land“ ist sich nicht zu schade, sich von seinen Einflüsteren instrumentaliseren zu lassen. Neuhaus spricht von einer „neuen und alten Aggression Rußlands“, die sein Geheimnis bleibt.

Viel naheliegender wäre es doch, wenn NATO- und US-Truppen aus fremden Gebieten abziehen, keine Manöver veranstalten, keine Aufrüstung betreiben und sie alle erst mal vor ihrer eigen Haustür kehren. Und noch viel lieber wäre es mir, wenn die nun seit praktisch 77 Jahren andauernde Besetzung Deutschlands als Kolonie der USA beendet wird. Sämtliche US-Militärstandorte, Versorgungszentren und Hospitäler sowie die Geheimdienst-, Überwachungszentren und Fernlenkungsstationen von Killerdrohnen müssen weg. Ami go home! In ihrem Land ist so vieles im argen, daß sie die nächsten 100 Jahre intern beschäftigt sind, ohne die Welt mit ihren überheblichen Vorstellungen behelligen zu müssen.

Nordstream 2 als Repressionsmittel

Kalter Krieg reloaded, plus feines Russland-Bashing
Von Harald Hoyer, Schwerin CC BY-SA 2.0, Link

In diesen Rahmen paßt natürlich ganz vorzüglich das Gaspipeline-Projekt Nordstream 2. Die USA reiben sich derzeit die Hände, weil durch die überhöhten Gaspreise und die Engpässe auf dem Gasmarkt ihr dreckiges Frackinggas wieder verkäuflich ist. Dabei könnte ganz Europa dann gut in die Röhre gucken. Sie haben gleich eine Flotte von Flüssiggasschiffen auf den Weg geschickt, um das russische Erdgas in Europa zu verdrängen.

Als die Gaspreise sich noch im auskömmlichen Rahmen bewegten, saßen die USA wie Sauerbier auf ihrem Flüssiggas fest. Es handelt sich daher aktuell um ein abgekartetes Spiel. Die USA erpressen Deutschland, der neuen russischen Gaspipeline Nordstream 2 keine Betriebsgenehmigung zu erteilen. Denn durch die Inbetriebnahme normalisierte sich die Gasversorgung Deutschlands, was die Gaspreise wieder senkte und somit die Absatzchancen des US-LNG-Gases verringert. Da kommt die erdichtete Kriegsgefahr aus Rußland wegen der Ukraine gerade richtig, um das Eisen zu schmieden und die wahren Intentionen zu verschleiern.

Zitate:

„Als Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) am Mittwoch zu ihrem Antrittsbesuch nach Washington reiste, wusste sie, dass Fragen zum Pipeline-Projekt Nord Stream 2 auf sie zukommen würden. Während Russlands Präsident Wladimir Putin die Ukraine bedroht, kommt der Erdgasleitung in der Ostsee eine strategische Bedeutung zu. Die USA und osteuropäische Staaten wie Polen lehnen das Projekt daher strikt ab. Dagegen verweist die Bundesregierung in der Regel zunächst einmal darauf, dass die Bundesnetzagentur den Zertifizierungsprozess für Nord Stream ohnehin derzeit ausgesetzt hat.

Das tat auch Baerbock am Mittwoch während ihrer gemeinsamen Pressekonferenz mit ihrem US-Amtskollegen Antony Blinken im ersten Teil ihrer Antwort angesichts der Frage, ob ein russischer Angriff auf die Ukraine zu einem Aus für Nord Stream 2 führen werde. Dann aber verwies die Außenministerin auf „geopolitische Implikationen“ des Röhrenprojektes.

Baerbock machte in Washington zwar klar, dass es angesichts der angespannten Lage an der Ostgrenze der Ukraine in erster Linie darum gehe, eine Deeskalation herbeizuführen. Dennoch betonte sie auch, dass die Bundesregierung gemeinsam mit den EU-Partnern „effektive Maßnahmen“ einleiten würde, falls Russland Energie als Waffe einsetzen oder die aggressiven Handlungen gegenüber der Ukraine fortsetzen sollte.

Noch deutlicher wurde indes der SPD-Politiker Michael Roth. „Ich kann mir selbstverständlich bei einer weiteren Eskalation Russlands nicht vorstellen, dass wir einfach business as usual betreiben“, sagte der neue Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages am Donnerstag im Reuters-TV-Interview. „Natürlich wird das auch mögliche Auswirkungen haben auf das Nord Stream 2-Projekt“, sagte Roth weiter. „Ich hoffe aber dennoch, dass wir so weit nicht gehen müssen.““

Quellen: https://www.tagesspiegel.de/politik/ukraine-krise-nord-stream-2-als-druckmittel/27952564.html | https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-mittagsmagazin/nato-russland-ukraine-florian-neuhann-100.html

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Über Peter A. Weber 83 Artikel
Rebellischer Alter, der der Konformität den Kampf angesagt hat. Keltische Identität bezüglich Kultur, Musik, Philosophie und Mentatlität. Meine Abneigungen: Nationalismus, Rassismus, Fremdenhaß, Ideologien und Fundamentalismus jeglicher Art. Ich lege Wert auf unabhängiges Denken und Schreiben.

12 Kommentare

  1. US-Außenminister Blinken: „Hat man die Russen einmal im Haus, wird man sie kaum wieder los“

    https://de.rt.com/asien/129628-russland-weist-us-kritik-an/

    Wegen der Unruhen in Kasachstan sorgen 2.500 Soldaten der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) für Ordnung in der früheren Sowjetrepublik.

    Die USA hinterfragen die Zweckmäßigkeit des Einsatzes.

    Russlands Außenministerium weist das State Department zurecht.

    Gleichzeitig warnte der US-Außenminister die kasachische Führung vor Hilfe aus Russland:

    „Eine Lektion der jüngsten Geschichte ist, dass sich die Russen, wenn sie einmal in deinem Haus sind, mitunter nur sehr schwierig loswerden lassen.“

    In der Nacht zum 8. Januar bezeichnete das russische Außenministerium diese Äußerung von Blinken als „rüpelhaft“ und „giftig“. Die Behörde verteidigte den OVKS-Einsatz in Kasachstan und nannte ihn völlig legitim.

    Gleichzeitig wiesen die russischen Diplomaten den US-Außenminister auf deren Lektionen für die Geschichte hin:

    „Wenn US-Amerikaner in deinem Haus aufgetaucht sind, ist es manchmal schwer am Leben zu bleiben, ohne ausgeraubt und vergewaltigt zu werden.“

    Das sei die Lehre der 300 Jahre langen Geschichte des US-Staates.

    Die Urbewohner des nordamerikanischen Kontinents, die Koreaner, die Vietnamesen, die Iraker, die Panamaer, die Jugoslawen, die Libyer, die Syrer und viele andere Unglückliche, in deren Häusern sich dieser ungebetene Gast eingefunden hätte, könnten davon ein Lied singen. … ALLES LESEN !!

  2. KÖNNEN UND SOLLTEN DIE USA WIRKLICH UNSERE FREUNDE SEIN ????

    Der Gründer und Vorsitzende des führenden privaten US-amerikanischen Think Tank STRATFOR (Abkürzung für Stategic Forecasting Inc.) George Friedman bestätigt am 4. Februar 2015, dass die USA seit mehr als 100 Jahren die deutsch-russische Zusammenarbeit mit allen Mitteln verhindern wollen.

    Dazu ist ihnen jedes Mittel recht, inclusive vorsätzlicher Lügen bis zum Krieg. Dieses Video (13 Minuten) unbedingt ansehen.

    STRATFOR: US-Hauptziel seit einem Jahrhundert war Bündnis Russland+Deutschland zu verhindern ==> http://www.youtube.com/watch?v=gcj8xN2UDKc

    • Ein sehr informativer Beitrag von George Friedman (wie auch von Condoleezza Rice), der die strategischen Interessen und Möglichkeiten insbesondere in Osteuropa gut rausarbeitet. Interessant ist auch die Sicht auf die deutsche (nicht)Position. Offenbar hat Deutschland hier das Feld immer gerne den Amerikanern überlassen und würde das am liebsten auch weiterhin tun.

      Zum Kotzen ist allerdings der Titel dieses Beitrages, der etwa 0,027% des Inhaltes abdeckt. Aber es gibt genug dumme Deutsche, die da voll drauf reinfallen und voll drauf abfahren.
      Die Einblendung am Ende des Beitrages ist NICHT von STRATFOR, sondern von interessierte Seite hinzugefügt worden. So einfach kann das sein: Was nicht passt, wird passend gemacht.

      Für alle Thriller Liebhaber noch ein Buchtipp: Tom Clancy „Command Authority“ in dem die Verwicklungen der USA in der Ukraine teils fiktiv, teils non-fiktiv bereits 2013 dargestellt werden.

  3. Putin klärt auf…
    Russland wird gegen niemanden kämpfen …
    Wir schaffen Bedingungen, damit sich niemand traut, gegen uns zu kämpfen !!!

  4. Der Westen hat die Russen nur verarscht. Nachdem der Warschauer Pakt sich selbst aufgelöst hatte, hätte die Möglichkeit bestanden, Russland in das europäische Haus und die NATO einzubinden. Aber für Russland blieb nur ein Platz am Katzentisch (NATO Russland Rat „Patnership for Peace“). Eine echte Parnerschaft auf Augenhöhe gab es nie.
    Ich war kein Freund der aufgezwungenen Deutsch-Sowjetischen Freundschaft der DDR, aber ebensowenig ein Freund der Russlandphobie der Bundesrepublik, insbesondere nach der Aera Kohl.
    Ich kann Putins Handeln voll verstehen. Ich empfehle Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz, eine exzellente Russland Kennerin, z.B. https://www.lokalkompass.de/dortmund-ost/c-politik/propaganda-ein-kommentar-von-prof-dr-gabriele-krone-schmalz_a682333

  5. Eigentlich hatte ich gehofft, daß nach 70 Jahren meines Lebens der Krampf mit „dem bösen Russen“ endlich einmal Geschichte wäre. Der Deutsche ist aber offenbar zu blöd, aus Geschichte etwas zu lernen, er glaubt halt immer nur Geschichten. Bei der nächsten Frage nach dem „Totalen Krieg“ steht die Mehrheit der Deutschen wieder auf der Matte und grölt „Jaaa“. Armes Deutschland, du hast langsam wieder deine eigene Unfähigkeit erreicht.

  6. Lieber Peter Weber,

    Russland stellte den JewSA direkt, mittelbar auch der NATO, das bekannte Ultimatum vom Dezember 2021. Warum nicht früher? Weil Russland auf seinen eigenen Pessimismus hereingefallen war. Sie hatten nämlich noch einen wichtigen Wendepunkt nicht erreicht. Der ist jetzt eingetrete. Mit Wirkung von Dezember ist Russland imstande, jeden amerikanischen Nuklearschlag selbst per Hypersonic auf Null zu stellen, das heißt, ab sofort (und per POSEIDON-System auf unendlich lange) ist Russlands Militär irreversibel in globaler Überlegenheit befindlich. Deswegen das Ultimatum. Ein lächerlich nicht durchsetzbares dieser Sorte würde in erster Konsequenz das Ende des jetzigen Russlands, seine Zerspaltung und Kolonialisierung, seine „Vergewaltigung und Ausraubung“ bedeuten. In zweiter Linie das Gleiche mit China. Obwohl ich nicht weiß, was das russishe Militär nach Verhandlungsscheitern für einen konkreten Auftrag erfüllen werden wird, ist da kein anderer Weg, als ein russisch/chinesischer militärischer Sieg. Das heißt jedoch: Entweder – Oder? Jedwedes russisches Nichthandeln zerstörte Russland/China in ihrer bisherigen staatlichen Form. Eine reine Notwehr also. https://nationalinterest.org/feature/negotiate-peace-russia-prevent-war-over-ukraine-198738?utm_source=pocket_mylist

    Wenn Sie wollen, sende ich Ihnen die Übersetzung:
    Friedensverhandlungen mit Russland, um einen Krieg um die Ukraine zu verhindern, | Das nationale Interesse (nationalinterest.org)

    Friedensverhandlungen mit Russland, um einen Krieg um die Ukraine zu verhindern
    Um die Gelegenheit zu nutzen, einen dritten Weltkrieg mit Russland und China abzuwenden, sollte Biden ein umfassendes Sicherheitsabkommen mit Russland aushandeln, indem er auf dem aufbaut, was Putin skizziert hat, und gleichzeitig entschlossene Maßnahmen ergreifen, um Amerikas Verteidigung gegen existenzielle Angriffe von US-Gegnern zu stärken.

    von David T. Pyne
    In dieser Woche vor zweiundzwanzig Jahren wurde Wladimir Putin Präsident der Russischen Föderation. Kurz darauf erklärte er, der Zusammenbruch der Sowjetunion sei „die größte geopolitische Katastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts“ gewesen. Seit seiner Machtübernahme hat Putin, ein ehemaliger KGB-Oberstleutnant und ehemaliger FSB-Direktor, wenig Zweifel daran gelassen, dass sein ultimatives Ziel die Wiedervereinigung der ehemaligen Sowjetrepubliken mit Russland ist – entweder in einer Wirtschaftsunion oder in einer umfassenden politischen Union. Putin scheint entschlossen zu sein, dieses Ziel zu Lebzeiten zu erreichen, und hat die letzten zwei Jahrzehnte damit verbracht, Russland darauf vorzubereiten, es zu erreichen. Er hat Russlands Atomwaffenarsenal, super-elektromagnetische Impulse (EMP) und Cyberkriegsfähigkeiten aufgebaut und modernisiert, Russlands nationales Raketenabwehrsystem modernisiert, Russlands Netzwerk von unterirdischen nuklearen Kommandozentralenerweitert und Russlands kritische Infrastruktur gegen EMP-Angriffe weiter gehärtet.

    Im gleichen Zeitraum hat Putin zwei Rüstungskontrollverträge – den SORT-Vertrag und den New START-Vertrag – genutzt, um die Vereinigten Staaten dazu zu bewegen, einseitig über drei Viertel ihres strategischen Atomwaffenarsenals zu entwaffnen. In der Zwischenzeit hat Russland beide Verträge auf vielfältige Weise betrogen und ein halbes Dutzend neuer nuklearer Superwaffen gebaut, die nicht durch bestehende Rüstungskontrollabkommen eingeschränkt sind. Damit hat er erreicht, was seine Vorgänger versucht haben, aber weitgehend nicht erreicht haben – die russische nukleare Überlegenheit über die Vereinigten Staaten. Die nukleare Überlegenheit könnte es sowohl Russland als auch China – das derzeit seine eigene „atemberaubende“ nukleare Aufrüstung betreibt und sein Bündnis mit Russland vertieft hat – ermöglichen, verlorene Gebiete mit Gewalt zurückzugewinnen. Ihr neues Selbstvertrauen schürt die Tatsache, dass Amerikas nukleare Abschreckung gealtert ist und aufgrund des Versagens der US-Führung, sie zu modernisieren oder wieder aufzubauen, um die „grobe“ nukleare Parität mit Russland wiederherzustellen, weniger glaubwürdig und weniger zuverlässig geworden ist.

    Dieses Jahr wird wahrscheinlich viel prekärer sein als das letzte. Russland hat eine Streitmacht von über 120.000 Soldaten (voraussichtlich bis Ende Januar auf 175.000 Soldaten erhöht) an den nördlichen, östlichen und südlichen Grenzen der Ukraine angehäuft, und der US-Geheimdienst sagt eine Invasion Ende Januar oder Februar voraus. Zum zweiten Mal in diesem Jahr haben die Vereinigten Staaten ihren Alarmstatus auf DEFCON 3 angehoben, um auf die Bedrohung durch eine russische Invasion entlang der Grenzen des NATO-Bündnisses zu reagieren, was seit fast fünfzig Jahren nicht mehr geschehen ist.

    Die Wiedervereinigung Russlands mit der Ukraine, der größten der ehemaligen Sowjetrepubliken, ist der Schlüssel dazu, dass Putin seinen Traum verwirklicht, die russische Kontrolle über die ehemaligen Nationen und Gebiete des sowjetischen Imperiums wiederherzustellen, was es praktisch unmöglich macht, dass Putin zum Einlenken überredet werden kann, ohne seine Bedingungen zu erfüllen. Unterdessen nehmen die Befürchtungen zu, dass China eine russische Invasion ausnutzen könnte, um sein eigenes Unheil zu inszenieren, wie zum Beispiel einen Angriff auf Taiwan,und alles andere als sicherzustellen, dass die Vereinigten Staaten nicht in der Lage wären, effektiv auf eine der beiden Aggressionen zu reagieren. Je nachdem, wie die Biden-Regierung auf eine russische Invasion der Ukraine reagiert, könnte sie sich als der Funke erweisen, der einen Dritten Weltkrieg entzündet, so wie die Invasion Polens durch Nazi-Deutschland den letzten Weltkrieg auslöste, der bis zu 70 Millionen Menschen das Leben kostete. Im Gegensatz zum letzten Weltkrieg, der das US-Heimatland nicht direkt betraf – obwohl er Lebensmittelrationierung und die Entsendung von Truppen zum Kampf ins Ausland erforderte – würde dieser wahrscheinlich die Heimatfront wie nie zuvor beeinflussen. Die Möglichkeit eines chinesisch-russischen Cyber-, EMP- und sogar nuklearen oder biologischen Angriffs kann nicht ausgeschlossen werden.

    Alles deutet darauf hin, dass Putins Entscheidung, in die Ukraine einzumarschieren, bereits getroffen wurde. Keine Drohungen, militärische Gewalt anzuwenden oder zusätzliche US-Streitkräfte in die Frontstaaten der NATO zu entsenden, geschweige denn Drohungen, strengere US-Wirtschaftssanktionenzu verhängen, dürften ihn davon abhalten. Russland ist aufgrund seiner expandierenden Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu China, dessen Wirtschaft die der Vereinigten Staaten sowohl in Bezug auf seine Größe als auch auf seine Produktionskapazitäten übertrifft, bereits gut von zusätzlichen Sanktionen der USA und des Westens gegen es isoliert. Die Biden-Regierung erklärte kürzlich, dass „es ein ‚vierwöchiges Fenster‘ gibt, um Russland von einer Invasion abzuhalten“. Russland plant jedoch höchstwahrscheinlich, bis Februar, spätestens aber im April, in die Ukraine einzumarschieren, in Verbindung mit einer fast gleichzeitigen chinesischen Invasion Taiwans und möglicherweise einer nordkoreanischen Invasion Südkoreas.

    Erst in der vergangenen Woche stellte Putin das, was einige als diplomatisches Ultimatum an die Vereinigten Staaten und die NATO angeprangert haben, sein vorgeschlagenes Sicherheitsabkommen zu akzeptieren, und deutete subtil an, dass, wenn sie sich weigern, dies zu tun, das Ergebnis der Ausbruch eines umfassenden Krieges zwischen Russland und der Ukraine sein wird. Beamte des russischen Außenministeriums haben mit militärischen Maßnahmen gedroht, wenn die Vereinigten Staaten und die NATO sich weigern, eine Vereinbarung auf der Grundlage von Putins vorgeschlagenem Sicherheitsabkommen auszuhandeln. Daher ist die einzige Frage an dieser Stelle, ob Putin sein Ziel der russischen Vorherrschaft über die Ukraine und die anderen ehemaligen Sowjetrepubliken mit meist friedlichen, diplomatischen Mitteln in Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten erreichen wird, oder ob er versuchen wird, es durch Krieg auf Kosten von Hunderten von Millionen von Menschenleben zu erreichen. Es scheint klar, dass Putin es vorziehen würde, Russlands Sicherheitsbedenken entlang seiner Westgrenze zu befriedigen, ohne auf Krieg zurückgreifen zu müssen, aber bisher scheint es auch, dass das Stoppen einer russischen Invasion der Ukraine die Akzeptanz eines Abkommens durch die USA erfordert, das dem von Putin angebotenen weitgehend ähnelt.

    Die meisten Analysen von Putins Angebot haben sich auf die verschiedenen Arten konzentriert, wie es für westliche Führer wahrscheinlich als inakzeptabel angesehen wird, aber es könnte durchaus die am wenigsten schlechte Option sein. Putins Forderungen sind nicht so unvernünftig, wie viele westliche Kommentatoren vermuten lassen. Jacob Dreizin, ein US-Kommentator, der Russisch spricht, hat eine Kopie von Putins vorgeschlagenem Sicherheitsabkommen überprüft und erklärt, dass es die Schaffung einer osteuropäischen „Pufferzone“ vorschlägt, und nannte es „ein zweiseitiges Sicherheitsabkommen“ und „unterschriftsreifen Nichtangriffspakt“.

    Putins vorgeschlagene Sicherheitsabkommen mit den Vereinigten Staaten und der NATO fordern den Abzug aller ausländischen Truppen aus den Gebieten der NATO-Mitgliedstaaten in Osteuropa. Zu den weiteren Bestimmungen gehört die Garantie, dass es keine weitere Osterweiterung der NATO geben wird – um die Ukraine oder die anderen ehemaligen Sowjetrepubliken – und dass keine ballistischen Raketen der USA oder der NATO in Osteuropa stationiert werden. In einer Bestimmung des von Russland vorgeschlagenen Sicherheitsabkommens heißt es jedoch, dass die Vereinigten Staaten „sich verpflichten würden, eine weitere Osterweiterung der Nordatlantikvertragsorganisation zu verhindern und den Staaten der ehemaligen Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken den Beitritt zum Bündnis zu verweigern“, was so interpretiert werden könnte, dass er die Vertreibung der ehemaligen Sowjetrepubliken Estlands erfordert. Lettland und Litauen aus der NATO. Während die Biden-Regierung angedeutet hat, dass diese Bestimmung inakzeptabel ist, wäre es im nationalen Sicherheitsinteresse der USA, dies zu tun, da die Vereinigten Staaten keine lebenswichtigen Interessen in den baltischen Republiken haben und die jüngsten Kriegsspiele immer wieder zeigen, dass die USA gegen Russland verlieren, sollte ein Kampf um sie stattfinden.

    Der Entwurf des Abkommens würde beide Nationen auch daran hindern, schwere Bomber und Seestreitkräfte im internationalen Luftraum und in internationalen Gewässern zu stationieren, „von wo aus sie Ziele der anderen Partei angreifen können“. Diese Bestimmung würde die Vereinigten Staaten effektiv dazu verpflichten, ihre Stationierung von Atombombern und Seestreitkräften in der Ostsee und im Schwarzen Meer sowie entlang der fernöstlichen Küste Russlands zu beenden, was Russland als provokativ ansieht, wodurch die Wahrscheinlichkeit eines Krieges zwischen Russland und den Vereinigten Staaten verringert wird.

    Während der ehemalige Präsident Donald Trump bei seinem Versuch, ein dauerhaftes Friedensabkommen mit Russland zu schmieden, aufgrund der von seinen innenpolitischen Gegnern auferlegten Einschränkungen erfolglos war, hat Präsident Joe Biden mit Putins Entwurf eines Sicherheitsabkommens eine goldene Gelegenheit erhalten, das zu erreichen, was sein Vorgänger nicht erreichen konnte. Obwohl es ermutigend ist, dass die Biden-Regierung plant, sich am 10. Januar mit Vertretern des russischen Außenministeriums zu treffen, um das vorgeschlagene Abkommen zu diskutieren, muss sie Russland erhebliche Zugeständnisse machen, um den bevorstehenden Ausbruch eines großen Krieges in Europa zu verhindern. Als Auftakt zu den bilateralen Verhandlungen zwischen den USA und Russland, die im Januar beginnen sollen, sollte die Biden-Regierung Russland eine schriftliche Garantie geben, dass sie der Ukraine niemals erlauben wird, der NATO beizutreten, nicht militärisch in einen russisch-ukrainischen Konflikt eingreifen wird, jegliche militärische Unterstützung für die Ukraine einstellen und die Ukraine ermutigen wird, eine friedliche Lösung mit Moskau auszuhandeln.

    Die Vereinigten Staaten sollten Putins Vorschlag als Grundlage nutzen, um ein viel dauerhafteres und umfassenderes Friedensabkommen mit Moskau auszuhandeln. Wie ich kürzlich im Nationalen Interesse argumentierte, sollten sich die Vereinigten Staaten daran erinnern, wie die Schaffung von Einflusssphären durch das Jalta-Abkommen von 1945 dazu beigetragen hat, den Frieden der Großmächte über ein halbes Jahrhundert lang aufrechtzuerhalten. Es ist bemerkenswert, dass mein Argument „beträchtliches Interesse in Russland geweckt hat“, so ein Artikel, der vom Russtrat-Institut für internationale politische und wirtschaftliche Strategien veröffentlicht wurde. Tatsächlich sind einige der Bestimmungen im russischen Abkommensentwurf denen, die ich zuvor vorgeschlagen habe, sehr ähnlich. Zu diesen Ähnlichkeiten gehören der Abzug der US-Streitkräfte aus Osteuropa, die Schaffung einer „Pufferzone“ außerhalb der US-amerikanischen oder russischen Einflusssphären und die Anerkennung einer russischen Einflusssphäre in der ehemaligen Sowjetunion, um moskaus vitale Interessen zu befriedigen. Diese Vereinbarung würde das Interesse der USA an einem viel stabileren und dauerhafteren Großmachtfrieden besser schützen.

    Im Jahr 2000 sagte ich voraus, dass sich das chinesisch-russische Bündnis als die größte existenzielle Bedrohung für die Vereinigten Staaten im einundzwanzigsten Jahrhundert erweisen würde und dass ihre Spaltung und Störung Amerikas übergeordnete außenpolitische Priorität sein sollte. Jüngste Ereignisse, einschließlich der Unterzeichnung eines Abkommens über eine engere militärische Koordinierung zwischen Russland und China, scheinen diese Vorhersage bestätigt zu haben, vor der auch der ehemalige nationale Sicherheitsberater von Präsident Jimmy Carter, Zbigniew Brzezinski, gewarnt hat, bevor er 2017 starb. Natürlich wäre der beste Weg, die chinesisch-russische Allianz aufzubrechen, die vitalen Interessen Russlands und Chinas in ihren jeweiligen Einflussbereichen anzuerkennen, ihre Sicherheitsbedenken gegenüber den Vereinigten Staaten zu zerstreuen und möglicherweise Streitpunkte an Bedeutung gewinnen zu lassen. Es sollte jedoch angemerkt werden, dass sich diese neu vorgeschlagene große Strategie der Kürzung sehr von der derzeitigen, gescheiterten großen Strategie der liberalen Hegemonie der USA unterscheiden würde. Stattdessen wäre es völlig defensiver Natur und in erster Linie darauf ausgerichtet, Amerikas Fähigkeit, sich vor Cyber-/EMP-,/Nuklear-/biologischen Angriffen abzuschrecken und zu verteidigen, erheblich zu stärken, anstatt US-Militärexpeditionstruppen in weit entfernte Regionen der Welt zu projizieren, in denen keine lebenswichtigen nationalen Sicherheitsinteressen der USA bedroht sind.

    Die Biden-Regierung hat klar erklärt, dass China die herausragende langfristige Bedrohung für die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten darstellt, hat aber keinen ernsthaften Versuch unternommen, Russland zu ermutigen, sich mehr auf China zu konzentrieren. Die US-Führer haben stattdessen weiterhin versucht, sowohl Russland als auch China entlang ihrer Grenzen zu konfrontieren und einzudämmen, was sie dazu provoziert, sich gemeinsam gegen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten zu verbünden. Um den potenziellen Bedrohungen durch eine aufstrebende Volksrepublik China erfolgreich zu begegnen, sollte die Biden-Regierung daher sofort handeln, um die Beziehungen zu Russland zu verbessern, indem sie die langjährige, aber kontraproduktive Politik der Vereinigten Staaten, Russland im nahen Ausland zu konfrontieren und einzudämmen, formell aufgibt.

    Die Biden-Regierung sollte die Akzeptanz des von Russland vorgeschlagenen Abkommens über den Einflussbereich durch die USA vom Austritt Russlands aus der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit,der Beendigung jeglicher militärtechnischer Zusammenarbeit mit Peking und der Unterzeichnung eines Nichtangriffspakts mit den Vereinigten Staaten abhängig machen. Im Rahmen dieses Nichtangriffspaktes würden beide Parteien vereinbaren, dass im Falle eines Krieges zwischen einem der Unterzeichner und der Volksrepublik China die andere Partei neutral bleiben würde. Wenn Russland und die zentralasiatischen Republiken die SCO verlassen würden, dann würde Indien sicherlich folgen und die Größe und Macht dieses von China geführten Militärbündnisses stark reduzieren. Die von Russland geführte Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) würde die von China geführte SOZ, in der Russland als Juniorpartner fungiert, als Russlands neues herausragendes Sicherheitsbündnis ersetzen. Als Teil dieses neuen Sicherheitsabkommens zwischen den USA und Russland würde die Unabhängigkeit Estlands, Lettlands und Litauens von Moskau im Gegenzug für ihren Austritt aus der NATO garantiert. Im Gegenzug für die Schaffung einer Landbrücke (ein Straßen- und Eisenbahnkorridor, vielleicht erhöht in seinem litauischen Teil), die Russland über Weißrussland und Litauen mit seiner Enklave Kaliningrad verbindet, würde Russland alle seine Offensivkräfte, einschließlich ballistischer Kurzstreckenraketen, aus Kaliningrad abziehen. Dieses Abkommen würde dazu dienen, eine neue, stabilere und sicherere tripolare Weltordnungzu schaffen.

    Im Gegenzug für den Austritt Russlands aus der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit würden die Vereinigten Staaten zustimmen, das NATO-Bündnis – das weiterhin als europäisch geführte Organisation für kollektive Sicherheit bestehen würde – zu verlassen, die meisten seiner 800 ausländischen Militärstützpunkte zu schließen und den größten Teil seiner vorgeschobenen 200.000 Soldaten ins Ausland abzuziehen. Die Vereinigten Staaten würden auch diplomatischen Druck ausüben, um die NATO davon zu überzeugen, dem von Russland vorgeschlagenen Sicherheitsabkommen zuzustimmen, vorausgesetzt, dass der Text des Abkommens so geändert wird, dass die westeuropäischen NATO-Mitglieder zustimmen würden, ihre Truppen aus Osteuropa fernzuhalten, „außer im Falle eines Angriffs durch eine ausländische Macht“. Ohne diese zusätzliche Formulierung könnten die Sicherheitsgarantien der NATO nach Artikel V für ihre osteuropäischen Mitglieder möglicherweise in Frage gestellt werden. Die Vereinigten Staaten und Russland würden auch einen Vertrag über Freundschaft und Zusammenarbeit zusammen mit einem Freihandelsabkommen zwischen den USA und Russland unterzeichnen. Die Vereinigten Staaten würden sich auch verpflichten, diplomatischen Druck auf die Ukraine auszuüben, um anreizen, ihr beizutreten, der von Russland geführten Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) beizutreten, indem sie anbieten, auch ein Freihandelsabkommen mit der Ukraine abzuschließen. Eine solche friedliche wirtschaftliche Integration der Ukraine mit Russland wäre einer russischen Militärinvasion weit vorzuziehen, der die Vereinigten Staaten und die NATO nur schwer entgegenwirken könnten und die höchstwahrscheinlich mit der vollständigen Annexion der Ukraine durch Moskau enden würde.

    Nach der Unterzeichnung eines solchen Friedensabkommens zwischen den USA und Russland würden alle US-Wirtschaftssanktionen gegen Russland aufhören. Nach einem allgemeinen rückzug des US-Militärs aus Osteuropa und der NATO und der Anerkennung einer russischen Einflusssphäre über das gesamte Gebiet, das die ehemalige Sowjetunion umfasst, könnten die Vereinigten Staaten und Russland eine neue Ära beginnen, die nicht durch Konflikte, sondern durch eine strategische Partnerschaft definiert wird, die auf der Verfolgung gemeinsamer Interessen beruht. Diese neue strategische Partnerschaft könnte den Austausch fortschrittlicher Militärtechnologien zwischen den Vereinigten Staaten und Russland, insbesondere in den Bereichen Super-EMP-Waffen und nationale Raketenabwehr, sowie eine Vereinbarung zur Einrichtung eines gemeinsamen Raketenabwehrsystems umfassen, um beide Nationen und Europa vor nuklearen Angriffen zu schützen – eine Idee, die Putin vor über zwei Jahrzehnten vorgeschlagen hatte.

    In der Zwischenzeit sollten die Vereinigten Staaten Peking klarmachen, dass keine dieser Aktionen gegen sie gerichtet ist. Im Austausch für die chinesische Anerkennung einer US-Einflusssphäre über die westliche Hemisphäre, Westeuropa und Japan könnten die Vereinigten Staaten eine chinesische Einflusssphäre über die Mongolei, Nordkorea, Taiwan und das Südchinesische Meer anerkennen, vielleicht zusammen mit anderen Gebieten. Gleichzeitig sollten die Vereinigten Staaten Peking eine Garantie geben, dass es in keinem Konflikt innerhalb des Einflussbereichs Chinas, einschließlich Taiwan, militärisch eingreifen wird, um China von den friedlichen Absichten der Vereinigten Staaten zu überzeugen. Darüber hinaus könnten sich die Vereinigten Staaten verpflichten, alle US-Streitkräfte aus Japan und Südkorea abzuziehen, wenn Nordkorea im Gegenzug bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Die Vereinigten Staaten haben ihre Monroe-Doktrin durchgesetzt, um andere Nationen von der westlichen Hemisphäre fernzuhalten, daher ist es vernünftig, dass sie die Einflusssphären Russlands und Chinas respektieren, um die Risiken eines Krieges zwischen nuklearen Supermächten, der für jede beteiligte Nation mit hohen Kosten geführt würde, stark zu reduzieren.

    Natürlich würden solche Abkommen nicht dazu dienen, die Vereinigten Staaten vor der beispiellosen Bedrohung zu schützen, die von den zunehmenden Fähigkeiten Russlands und Chinas ausgeht, sich an einem nuklearen / EMP / Cyber / biologischen Erstschlag gegen das US-Heimatland zu beteiligen. Damit Amerikas Duldung der Einflusssphären Russlands und Chinas nicht als Zeichen der Schwäche wahrgenommen wird, sollten die Vereinigten Staaten eine Reihe von Schritten unternehmen, um ihre Entschlossenheit zu demonstrieren, sich gegen die Bedrohung durch unkonventionelle Angriffe zu verteidigen. Dies könnte eine erklärung des Präsidenten über einen Cyber-/EMP-/Raketenabwehrnotstand beinhalten, um die einsparungen von bis zu 200 Milliarden US-Dollar aus der Schließung von US-Militärstützpunkten im Ausland zur Finanzierung der Härtung unserer kritischen Infrastruktur und die Stationierung von zusätzlichen 5.000 SM-3 Block IIA Anti-Ballistic Missiles (ABM)) zu nutzen, die sowohl zu Land als auch auf See eingesetzt werden, ohne dass eine Genehmigung des Kongresses erforderlich ist.

    Darüber hinaus sollte Biden den bevorstehenden Nuclear Posture Review 2022 nutzen, um das Ziel festzulegen, dass die Vereinigten Staaten versuchen werden, die „grobe“ nukleare Parität mit Russland wiederherzustellen und sich gleichzeitig zur vollständigen Finanzierung der nuklearen Modernisierung zu verpflichten. Andere Schritte, die die Regierung unternehmen sollte, umfassen die Erteilung einer Exekutivanordnung, um die Vereinigten Staaten zu einer Politik des „Starts auf Warnung“ zurückzuführen, die Verdoppelung der Anzahl der Atomraketen-U-Boote der Ohio-Klasseauf See zu einem bestimmten Zeitpunkt, die Verlegung der 2.000 strategischen Atomsprengköpfe Amerikas in Reserve, um die Anzahl der Sprengköpfe auf US-Minuteman III-Interkontinentalraketen und Trident II-U-Boot-gestützten ballistischen Raketen wieder auf das Niveau des Kalten Krieges zu erhöhen. und die US-Atombomber wieder in vierundzwanzigstündige „Streifen“-Alarmbereitschaft zu versetzen.

    Die Vereinigten Staaten sollten klarstellen, dass diese Bereitschaftsmaßnahmen nicht gegen ein bestimmtes Land gerichtet sind, sondern ausschließlich ergriffen werden, um Amerikas Fähigkeit zu verbessern, sich gegen unkonventionelle Angriffe zu verteidigen, ähnlich wie es Russland und China kürzlich getan haben. Gleichzeitig könnten die Vereinigten Staaten die Unterzeichnung eines neuen trilateralen nuklearen Rüstungskontrollabkommens unterstützen, das die strategischen Atomwaffenarsenale der USA russlands und Chinas auf die Grenzen des START-II-Vertrags von 3.500 strategischen Sprengköpfen begrenzt – die alle nuklearen „Superwaffen“ Russlands abdecken – mit gerechten Begrenzungen der aggregierten Megatonnage und starken Verifikationsmaßnahmen.

    Wir können nur hoffen, dass die Biden-Regierung den politischen Mut und die Phantasie hat, dem Frieden eine Chance zu geben. Um die Gelegenheit zu nutzen, einen dritten Weltkrieg mit Russland und China abzuwenden, sollte Biden ein umfassendes Sicherheitsabkommen mit Russland aushandeln, indem er auf dem aufbaut, was Putin skizziert hat, und gleichzeitig entschlossene Maßnahmen ergreifen, um Amerikas Verteidigung gegen existenzielle Angriffe von US-Gegnern zu stärken.

    David T. Pyne, Esq. ist ein ehemaliger Kampfwaffen- und H.Q.-Stabsoffizier der US-Armee mit einem M.A. in National Security Studies von der Georgetown University. Derzeit ist er stellvertretender Direktor für nationale Operationen für die EMP Task Force on National and Homeland Security und trägt zu Dr. Peter Prys neuem Buch Blackout Warfare bei. Er kann unter emptaskforce.ut@gmail.comerreichtwerden.

  7. Lieber Klaus-Peter Kostag,

    Ein hochinteressanter und gleichzeitig auch hochbrisanter Beitrag. Die berechtigten russischen Interessen werden nachvollziehbar dargestellt. Und wir werden sehen, ob die USA und ihre Verbündeten endlich begriffen haben, dass sie diese Interessen besser ernst nehmen. Die entscheidende Frage ist wohl, ob sie davon überzeugt sind, dass „Mit Wirkung von Dezember Russland imstande ist, jeden amerikanischen Nuklearschlag … per Hypersonic auf Null zu stellen“.

    Sollten Sie nicht überzeugt sein, wird es kein Abkommen geben, was dann zu einem russischen Einmarsch in die Ukraine führen würde. Sollte es kein Abkommen und keinen Einmarsch geben, dann können wir davon ausgehen, dat es mit den russischen Überschallfähigkeiten doch noch nicht so weit ist. Sollte es zu einem Einmarsch kommen, halte ich die Koordination mit China und Nordkorea allerdings für Spekulation. Ich bin auch relativ sicher, dass weder die USA noch die NATO, noch ein oder mehrere europäische Länder die Ukraine mit Truppen unterstützen werden, sicher aber mit Waffen. Daher halte ich die Gefahr eines dritten Weltkrieges zu Beginn dieses Jahres für extrem unwahrscheinlich.

    Warum man in den 90ern die Chance auf ein kooperatives und freundliches Verhalten gegenüber Russland nicht genutzt hat, ist für mich schwer nachvollziehbar. Sicher hat man damals den Aufstieg Chinas dramatisch unterschätzt. Es war kaum vorstellbar, dass China im 21. Jahrhundert der Hauptfeind und Hauptkonkurrent in wirtschaftlicher, militärischer und hegemonialer Hinsicht sein würde. Selbst heute ist das den meisten Menschen und auch vielen Politikern im Westen immer noch nicht bewusst. Aber im Gegensatz zu Russland strebt China eine Art Weltherrschaft an; zumindest die ökonomische Abhängigkeit von und Kontrolle möglichst vieler Länder durch China.

  8. Wir erleben seit Jahren das Russland Bashing. Aber in der Bevölkerung ist es noch nicht so richtig angekommen. Irgendwie will sich der Russlandhass in der Deutschen Bevölkerung nicht einstellen.
    Mittlerweile können wir sagen, dass die USA und Europa im Kampf gegen Russland und auch gegen China immer mehr den Ast absägen auf dem diese sitzen.
    Gasversorgung: Die USA warnen davor, dass wir uns vom russischen Gas abhängig machen. Aber Russland hat sich immer als verlässlicher Partner gezeigt, dass kann man von den USA nicht sagen. Als der Gaspreis in Asien höher lag als in Europa, sind die Schiffe der USA nach Asien gefahren. Es fehlen dadurch ca. 9 Milliarden m³ Gas in Europa.
    NS2: Ich begreife nicht, wie die Politiker der Meinung sind, dass sie Russland mit der nicht Inbetriebnahme von NS2 bestrafen wollen. Bei diesem Projekt haben auch viele Europäischen Firmen investiert und diese verlieren ihre Investitionen. Russland kann hingehen und einfach die Gaspreise erhöhen. Den Verlust gleichen die schnell wieder aus. Wenn über NS2 kein Gas geliefert wird, werden wir uns nur selbst schaden. Russland ist schon dabei neue Leitungen nach China zu liefern. Den EU Markt werden die nicht brauchen. Wir können auch froh sein, dass die Russen so ruhig auf die Aggression aus Brüssel reagieren. Wenn die nur hingehen und nach den bestehenden Lieferverträgen Gas liefern, dann sind unsere Vorräte ziemlich schnell aufgebraucht. Ich kenn kein anderes Land auf der Welt, dass solch ein Druckmittel in der Hand hat und dieses nicht ausnutzt.
    Abschaltung vom SWIFT: Das ist mit Abstand die Dümmste Idee, die ein Politiker haben kann. Wenn Russland vom SWIFT abgeschaltet wird, dann benutzen die ihr eigenes, dass sie schon seit Jahren haben. Auch China würde sich diesem Zahlungssystem anschließen und die westliche Welt währe gezwungen dieses anzunehmen. Die EU, damit diese Gas kaufen kann und weil China mittlerweile die Werkstatt der Welt geworden ist alle Produkte. Die USA würden die stärkste Waffe aus der Hand geben. Sanktionen können nicht mehr wirksam ausgesprochen werden und auch die Vermögen der Länder können die nicht mehr einfrieren. Das wichtigste aber ist, dass USA die Weltwährung verlieren wird.

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