Wie sich die Menschheit eine Sintflut bastelt

Wie sich die Menschheit eine Sintflut basteltEin Song von Jackson Browne aus den 70er Jahren mit dem Titel „Before the Deluge“ (Vor der Sintflut) – kreiert für die Überlebenden der Menschheitskrise, die es schaffen, sich vor den destruktiven Mächten der Politik, der Wirtschaft, der Medien und der Konsumgesellschaft zu retten und zu überleben. Steht uns also im übertragenen Sinne eine Sintflut bevor?

Der Mensch als Misantrop und Masochist

Unsere Gesellschaften werden derzeit wegen des Umgangs mit einer Pandemie auf den Prüfstand gestellt. Und zwar deswegen, weil wir nicht mehr in der Lage sind, mit für die Menschheit ganz normalen Krisen wie Epidemien, Seuchen und Erkrankungen der verschiedensten Art angemessen umzugehen. Die Angst vor dem sicheren Tod paralysiert uns und trübt unseren Verstand.

Man könnte es fast als die Lust vor dem Untergang bezeichnen, als wollten wir irgendwie die Sintflut heraufbeschwören. Ist es nun die Angst vor dem Tod oder die Sehnsucht nach sinnlosem Leben, die uns zur Zeit veranlaßt, Corona derartig zu fokussieren und als absolutes Kriterium für unser Lebensdasein auf den Schild zu heben? So, als gäbe es nichts Wichtigeres auf der Welt und in unserem Lebensablauf, als uns unrealistische Sicherheiten vorzuspiegeln, die uns davon abhalten, das Leben in seiner mit kalkulierbaren Risiko verbundenen und kreativen Vielfalt zu genießen?

Normopathie als Vorbild

Wenn ich mich außerhalb meines abeschottenen Refugiums aufhalte, dann stößt mir das mittlerweile eingefleischte Verhalten meiner Mitbürger sehr unangenehm auf. Menschen ausgerüstet mit Maulkorb, die sich ängstlich umschauen, daß ihnen nur kein potentieller Kranker zu nahe auf die Pelle rückt, gehören mittlerweile zum Alltag – nach dem Motto „Jeder ist des anderen Feind“. Bloß keine persönliche Nähe zulassen, kein Händeschütteln, Umarmen oder gar Lippenberührung. Igitt, igitt …

Bis vor zwei Jahren hätte man diese Protagonisten als verhaltensgestörte Neurotiker bezeichnet, die therapeutische Behandlung benötigen. So ändern sich die Zeiten ganz schnell. Heute wird uns eingeredet, daß Paranoia als Normalität beklatscht werden soll. So etwas kannte ich bisher nur unter dem Begriff des „Wahnsinns fette Beute“. Wir haben uns zu regelrechten Soziopathen entwickelt! Die geistige Evolution des Menschen befindet sich auf dem absteigenden Ast.

Mensch als Krone oder Zerstörer der Schöpfung?

Der Mensch als die sog. Krönung der Schöpfung ist nicht nur in der Lage, sich durch Kriege und nukleare Exzesse selbst zu vernichten. Er betreibt dieses Unterfangen schon seit langer Zeit durch die Ausbeutung der Natur und ihrer Ressourcen sowie durch seine klimaschädlichen Emissionen und Vergiftungen der Umwelt. Und als ob dies nicht genug wäre, hat der Mensch auch einen psychologischen Krieg gegen sich selbst und seine Mitmenschen angezettelt. Anstatt menschliche Solidarität zu üben, läßt sich die menschliche Spezies – fälschlicherweise homo sapiens genannt – dazu verleiten, sich gegenseitig zu bekämpfen und zu schwächen. Und dies als Misantrop und Masochist, dessen Motivation Teil des angeborenen menschlichen Wesens ist – aber nicht zuletzt auch die Bereitschaft, sich unreflektiert den Manipulationen „von oben“ zu ergeben. Das beste Beispiel dazu können wir in der aktuellen Unterordnung unter die herrschende und befohlene Massen- und Mehrheitsmeinung beobachten.

Before the Deluge

(hier als Musikvideo)

Some of them were dreamers
And some of them were fools
Who were making plans and thinking of the future
With the energy of the innocent
They were gathering the tools
They would need to make their journey back to nature

While the sand slipped through the opening
And their hands reached for the golden ring
When their hearts, they turned to each other’s hearts for refuge
In the troubled years that came before the deluge

Some of them knew pleasure
And some of them knew pain
And for some of them it was only the moment that mattered
And on the brave and crazy wings of youth
They went flying around in the rain
And their feathers, once so fine, grew torn and tattered

And in the end they traded their tired wings
For the resignation that living brings
And exchanged love’s bright and fragile glow
For the glitter and the rouge
And in a moment they were swept before the deluge

Now, let the music keep our spirits high
Let the buildings keep our children dry
Let creation reveal its secrets by and by, by and by
When the light that’s lost within us reaches the sky

Some of them were angry
At the way the Earth was abused
By the men who learned how to forge her beauty into power
And they struggled to protect her from them
Only to be confused
By the magnitude of her fury in the final hour

And when the sand was gone and the time arrived
In the naked dawn only a few survived
And in attempts to understand a thing so simple and so huge
Believed that they were meant to live after the deluge

Now, let the music keep our spirits high
Let the buildings keep our children dry
Let creation reveal it’s secrets by and by, by and by
When the light that’s lost within us reaches the sky

Jackson Browne

Interpretation des Songtextes

Es handelt sich um eine Deutung, die ich irgendwo gelesen habe, weshalb ich sie nicht als meine eigene ausgeben möchte:

Ich denke, die Zeile „And exchanged love’s bright and fragile glow, For the glitter and the rouge“ faßt dieses Lied weitgehend zusammen. In einem allgemeinen Sinn ist es ein Lied über das Aufkommen einer modernen Kultur, der es an Substanz mangelt, die mit Sinnlosigkeit gefüllt ist und ein anständiges, erfülltes Leben des Lernens und der Wissbegierde durch künstlich geschaffene Bedürfnisse von Glitzer und Tünche ersetzt. „Und in dem Moment, in dem sie von der Sintflut weggeschwemmt wurden“ – in dem Moment, in dem sie die Erfüllung des Lebens gegen die künstliche Version eintauschten, die nur eine mittelmäßige Versuchung ist, wirst du alles verlieren, und das hat sich heute als wahr herausgestellt. Es ist das erste Mal in der Geschichte, daß wir die Möglichkeit haben, die meisten Arten auf unserem Planeten zu vernichten. Es gibt tatsächlich zwei Möglichkeiten – auch die nukleare Vernichtung.“

„Einige von ihnen waren wütend über die Art und Weise, wie die Erde missbraucht wurde“ – Das gilt heute genauso wie vor 200 Jahren bei den amerikanischen Ureinwohnern und natürlich noch weiter zurück. Kürzlich hörte ich einen amerikanischen Indigenen sagen: „Wenn wir so gelebt hätten, wie wir frühe gelebt haben, könnten wir heute noch aus den Flüssen trinken.“ So viele Aktivisten und besorgte Menschen, die einfach nur versuchen, die Menschen dazu zu bringen, ihnen zuzuhören, werden immer noch als Extremisten, Crack-Pots, Baumumarmer usw. abgestempelt. Sie stehen dem Profit und dem Wirtsschaftswachstum im Wege. Es ist ziemlich egoistisch von ihnen, unsere Existenz retten zu wollen. „By the men who learned how to forge her beauty into power“.

„Das „…Ausmaß des…“ der Natur „…Zorns“ ist einer der wichtigsten Punkte in diesem Lied. Die Menschen, die versuchten, die Erde vor den Menschen zu schützen, die sie zu ihrem persönlichen Vorteil ausbeuten wollten, hatten Schwierigkeiten zu verstehen, wie zerstörerisch die Natur sein kann, wenn wir sie zu sehr an den Rand drängen. Alles in allem denke ich, daß es ein Lied über zwei Gruppen von Menschen ist, die wahren Respekt, Würde, Anstand und Nachdenken als ihre Prinzipien begreifen, und eine andere, viel kleinere, aber mächtigere Gruppe, die individuellen Gewinn, Eigennutz und Ausbeutung als unveränderliche Aspekte unserer menschlichen Natur ansieht. Wenn das stimmt, dann waren wir von Anfang an dem Untergang geweiht.“

Fazit

Wir Menschen sind tatsächlich dem Untergang geweiht, wenn wir nicht endlich verstehen wollen, daß wir nicht die Beherrscher der Natur, sondern nur ein kleiner, aber integraler Bestandteil davon und nur ein Rädchen im Getriebe des Kosmos sind. Die Natur besitzt ihre unveränderlichen Gesetze und wird in irgendeiner Form immer überleben. Die Menschen sind nur vor die Wahl gestellt, sich diesen Naturgesetzen anzupassen oder unterzugehen. Die Natur ist nicht auf die Menschen angewiesen – ganz im Gegenteil kann sie sich ohne Menschen optimaler entfalten.

Unsere derzeitige Testphase des Umgangs mit der C-Pandemie sollten wir als Chance begreifen, sowohl human als auch ökologisch die geistige Überlegenheit der menschlichen Rasse zu beweisen. Wenn wir versagen, dann ist unser Schicksal besiegelt und unser Recht auf Überleben verwirkt.

Wie sich die Menschheit eine Sintflut bastelt
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Über Peter A. Weber 115 Artikel
Rebellischer Alter, der der Konformität den Kampf angesagt hat. Keltische Identität bezüglich Kultur, Musik, Philosophie und Mentatlität. Meine Abneigungen: Nationalismus, Rassismus, Fremdenhaß, Ideologien und Fundamentalismus jeglicher Art. Ich lege Wert auf unabhängiges Denken und Schreiben.

6 Kommentare

  1. Aus einer E-Mail einer Bekannten, jetzt zu Weihnachten:

    …Grundsätzlich hat sich an meiner Einstellung nichts geändert, ich bin noch immer der gleiche skeptische Mensch, aber sehe es aus meiner eigenen Erfahrung, aus persönlicher Sicht, differenziert.
    Ich bin schon immer gegen eine Impfpflicht gewesen, in Bezug auf jede Art von Impfung. Mich stört vor allem, dass die Nebenwirkungen der Impfung total verharmlost werden und Betroffene wie ich keinerlei Hilfe bekommen.

    Ich habe seit Wochen eine Notfallüberweisung für einen Neurologen, aber man bekommt Termine nur über eine Hotline, bei der man aber nicht durchkommt…..Ich werde mich jetzt direkt bei der Kassenärztlichen Vereinigung beschweren.
    Ich denke auch, dass eine Impfpflicht das Land noch mehr spaltet, aber ich bin mir auch der Gefahr durch das Virus bewusst und wäre für striktere Maßnahmen, für ALLE!

    Der neuen Regierung vertraue ich eh nicht, habe ja auch keine der Parteien gewählt :-), die Lage wird sich in jeder Hinsicht verschlimmern, in Hamburg explodieren die Zahlen. …

    Das macht die Politik aus uns: Einen Haufen völlig verunsicherter Menschen, die nicht mehr wissen, wem oder was sie glauben sollen.

    Ich wünsche allen anderen Lesern und Kommentatoren hier, und ganz besonders „unserem Häuptling“ WiKa, ein paar schöne Weihnachtsfeiertage

  2. Panik-Orchester gab es eigentlich immer schon.
    Nur daß wir verhetzt werden diese zu huldigen und mit all unserer Lebens- und Gestaltungs-Kraft bezahlen ist neu.

    Kranke Machthaber dito.
    Eine idiotisch verblendete Hochstaplerin als Außenrepräsentanin,
    ein krimineller Finanzjongleur als Oberhaupt erwählt
    (von Cum-Ex über Wirecard über die Bazooka bis zum Intensivbettchen).
    Und alles vor der Wahl bekannt (bis auf die Betten in denen sich dieser Intensivtäter gern auf Steuerzahlerkosten gern bettet).

    Wer sowas wählt und geniest, der hat fertig, dem ist nicht mehr zu helfen.
    Weshalb ich gerade in Texas bin (leider nur kurz).
    Kein Maskenwahn, 24°C, Sprit und Strom je 1/3 von D usw.
    Auch hier ist nicht alles Gold was glänzt, aber in der Summe „etwas“ besser.

    Hier versteht man es: die Natur ist natürlich unberechenbar (Dinos wissen es).
    Und die Natur ist viel mächtiger als der Mensch.

    Was Deutschland an angeblich schädlichem CO2 erzeugt sind von 10 000 000 Luftmolekülen ganze 3 CO2-Moleküle. Deshalb soll sich die Erde erhitzen (nach Vorgaben von Parteibüros). Sie tut es aber nicht! Der absolute Wärmerekord auf der Erde ist immerhin 108 Jahre jung.

    Die gefährlichste Absonderung bei uns, ist die heiße Luft einer krimilellen Regierung.

  3. Die monopolfreie Marktwirtschaft (Paradies) ohne Privatkapitalismus (Erbsünde) wäre nicht erst seit Silvio Gesell, sondern schon seit Jesus von Nazareth verwirklicht, wenn das ursprüngliche Programm Genesis (Jahwistische Schicht, blauer Text), das den unbewussten Kulturmenschen seit 3250 Jahren psychologisch an die Zinsgeld-Ökonomie anpasst, nicht im 6. vorchristlichen Jahrhundert durch die Priesterliche Schicht (roter Text) verändert worden wäre. Jesus blieb von den „Pharisäern und Schriftgelehrten“ unverstanden – und ebenso von der Sekte der Christen, die in der Folgezeit immer tiefer im geistigen Tod der Zinsgeld-Religion versinkend die Erbsünde über die ganze Welt verbreitete und für die allein Friedrich Nietzsche die passenden Worte fand:

    „Ich heiße das Christentum den Einen großen Fluch, die Eine große innerlichste Verdorbenheit, den Einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist, – ich heiße es den Einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit…“

    Nur in Einem hatte Nietzsche sich geirrt: Der „unsterbliche Schandfleck“ wurde sterblich, als ihm die atomare Abschreckung den dritten Weltkrieg – zur umfassenden Sachkapitalzerstörung, um den Kapitalzins anzuheben und damit das Zinsgeld wieder in Umlauf zu bringen – als Vater aller weiteren Dinge unmöglich machte. Viel zu verblendet, um auch nur ansatzweise verstehen zu können, was nach Silvio Gesell „ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht“, hätte die halbwegs zivilisierte Menschheit ohne die Auffrischung des Glaubens an die einzig denkbare Zukunft das dritte Jahrtausend nicht mehr erreicht:

    https://opium-des-volkes.blogspot.com/2021/12/ihr-habt-es-nicht-anders-gewollt.html

  4. … und Mitglied der Coronasekte: “ weil wir nicht mehr in der Lage sind, mit für die Menschheit ganz normalen Krisen wie Epidemien, Seuchen und Erkrankungen der verschiedensten Art angemessen umzugehen.“
    Wird Peter A. Weber irgendwann kapieren, es es nie eine Pandemie gab, gibt und geben wird, weil es das verdammte Virus gar nicht gibt? Wird er irgendwann kapieren, was hier mit dem Klima- und Corona-BS für ein Rad gedreht wird?

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