Frontalangriff auf das solidarische Rentenssystem

Frontalangriff auf das solidarische Rentenssystem Ammenmärchen von der sicheren Rente: Eine uralte Sau wird mal wieder durchs Dorf getrieben. Die Profiteure aus der Versicherungswirtschaft und der Wirtschaft haben die staatliche Umlagerente unter Beschuß genommen. Angeblich sei sie nicht mehr finanzierbar, nach der erfolgreichen Strategie „steter Tropfen höhlt den Stein“. Dieses Ammenmärchen wird gebetsmühlenartig vorgetragen, was es jedoch nicht wahrer macht. Die Argumente kommen daher mit demographischem Wandel und der Generations-Gerechtigkeit, mit der eine regelrechte Spaltung der Gesellschaft zwischen Jung und Alt betrieben wird. Dabei ist die Produktivität der Wirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten aufgrund des Einsatzes neuer Technologien, Kostensenkungen und Stellenabbau (Kündigungsproduktivität) ständig gewachsen. Nur eine Umverteilung des dadurch erschaffenen Profits ist nicht erfolgt. Digitaler Umbau und Roboter sorgen dafür, daß das Schreckgespenst eines Kollapses aus demographischen Ursachen weiter getrieben wird.

Neoliberale Kampagne

Die aktuelle Kampagne stammt aus dem Hause des Wirtschaftsministers Peter Altmaier. Sie wird vorgetragen vom sog. „Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie“. Es suggeriert dem unbefangenen Leser, daß es sich dabei um ein unabhängiges Fachgremium handelt. Wenn man sich die Zusammensetzung genauer anschaut … [Lobbypedia], dann läßt sich leicht feststellen, daß die Beteiligten zum allergrößten Teil harten Interssengruppen entspringen. Die da wären: Versicherungswirtschaft, Banken und Wirtschaftsverbänden, lobbyistische Organisationen, Think Tanks und andere Zweckverbände. Sie sind bis auf die Knochen neoliberal eingestellt. Diese Vertreter berufen sich zwar darauf, daß sie in diesem Beirat ehrenamtlich tätig sind, was längst nicht bedeutet, daß sie auch unabhängig urteilen und beraten. Und genau das wäre von einem Gremium der Bundesregierung zu erwarten. Es sollte seine Aufgabe sein, in erster Linie die Interessen der Wähler und Bürger zu verteidigen.

Die neuerliche Propagandaktion mit der Androhung von einem Renteneintrittsalter von zunächst 68 und dann von 70 Jahren sowie weiter bis unter das Existenzminimum sinkenden Nettorenten (35 – 40 % !!!) beabsichtigt offensichtlich die Zerschlagung des staatlichen Rentensystems. An diese Stelle, so der neoliberale Traum, soll vorzugsweise die 100 %ig private Altersversorgung treten. Daran können sich die Konzerne eine goldene Nase verdienen. Wobei der Staat planmäßig mit Subventionen die Kassen der Kapitaleigner füllen darf. Die Mehrzahl der Arbeitnehmer, die sich eine derartige Versicherung nicht leisten können, dürften am Ende in die Armutsrente fallen.

Distanzierung als Wahlkampfmasche

Interessant ist zu beobachten, daß selbst Teile der Union verhaltene Kritik an diesem Frontalangriff auf die Existenz von Millionen Menschen üben. Aber ernst nehmen darf man diesen Versuch nicht, denn wir haben schließlich Wahlzeit! Noch heuchlerischer ist die gespielte Bestürzung von SPD-Scholz. Er gaukelt den lupenreinen Sozialdemokraten vor, es handele sich um eine astreine opportunistische Verhaltensmaßnahme aus wahltaktischen Gründen. So, als ob die SPD in den letzten Dekaden niemals an der Regierung beteiligt oder sie sogar geführt hätte. Mithin gehört sie zu den Hauptverantwortlichen der Rentenmisere.

Grundlegende Rentenreform

Die an den Haaren herbeigezogene Rentenlüge ist nicht tot zu kriegen. Leider Gottes fallen noch viel zu viele Menschen in naiver Weise darauf herein. Folglich brauchen wir eine grundlegende Umstrukturierung unseres Rentensystems, bei dem alle Versichertengruppen, auch die Beamten, in ein einheitliches Konzept der Finanzierung eingebunden sind. Dabei muß die Einnahmesituation verbessert werden – und stärkere Schultern sollten auch mit höheren Beiträgen beteiligt werden, wobei die Bemessungsgrenzen erheblich nach oben zu verschieben sind. Jedenfalls kommen wir nicht an der Lösung vorbei, daß eine sozialere und gerechtere Grundlage für die Rente geschaffen wird, in die alle einbezogen werden müßen. Hier noch ein aktueller Ausblick auf das Geplante: Rente mit 68? Diese Jahrgänge wären betroffen … [NTV].

Auszug aus Buchbetrachtung „Die große Rentenlüge“ von Holger Balodis und Dagmar Hühne:

„Fake-News gab es schon lange vor Trump. Ein Beispiel ist die zum Fakt erhobene These, die demografische Entwicklung erlaube keine ordentlichen Renten mehr. Auf derlei Unsinn basieren die Riester-Reform und die geplante Absenkung der Renten auf ein Armutsniveau für breite Schichten. Dazu kommt die Behauptung, private Vorsorge könne all das ausgleichen oder verhindern. Sie wäre effizienter und besser als die gesetzliche Rente. Genau das ist es, was wir für „die große Rentenlüge“ halten. Und weil nahezu alle politischen Parteien in nahezu skandalöser Weise an dieser Lüge beharrlich festhalten, mussten wir ganz einfach dieses Buch schreiben.“

Belogen und betrogen: die große Rentenlüge

„Wir beobachten die deutsche Sozialpolitik seit Jahrzehnten und müssen feststellen: Keine Lüge oder Irrtum (im Falle jener Politiker, die guten Glaubens ernsthaft davon überzeugt sein sollten!) hält sich so hartnäckig wie die Rentenlüge, nach der quasi zum Naturgesetz erhoben wird, dass niedrige Geburtenraten zu niedrigen Renten führen müssen. Dabei widerspricht dies fundamental allen Erfahrungen, die wir machen durften. Wir konnten entweder aus eigenem Erleben, Erzählungen oder Geschichtsbüchern feststellen, dass seit über 100 Jahren – nur unterbrochen von einem kurzen Intermezzo Anfang der 1960er Jahre – die Geburtenraten sinken. Das war aber nicht mit zunehmender Verelendung verbunden, sondern mit steigendem Wohlstand, kürzerer Arbeitszeit, mehr Urlaub, höheren Löhnen und auch höheren Renten. Die Produktivitätssteigerungen waren so hoch, dass sie für Arbeitnehmer wie Rentner mehr Wohlstand möglich machten.

Der demographische Wandel ist der falsche Maßstab

Frontalangriff auf das solidarische RentenssystemMit anderen Worten: Es gibt den demografischen Wandel. Doch erstens liegt er ganz wesentlich schon hinter uns und zweitens hat er keineswegs geschadet, weder der Gesellschaft im Allgemeinen noch der Rente im Besonderen. Und es gibt keinen erkennbaren Grund, weshalb dies in Zukunft anders sein sollte.“

Im Artikel des Kritischen Netzwerks mit dem Titel „Plan zur Rettung der Rente: Rente rauf! – So kann es klappen.“ werden eine Menge an Anregungen gegeben, wie das einzig soziale öffentliche Rentenversicherungs-System erneuert und auf sichere Füße gestellt werden kann. Und dies alles ohne Kapital-, Riester, oder privater Betriebsrente.

Zitat:

„An Stelle der Versicherung aus einer Hand trat nun ein dreigliedriges System aus gesetzlicher Rente, privater Riesterrente und hauptsächlich auch privater Betriebsrente. Damit werden jetzt für die angeblich gleiche Leistung die Arbeitnehmer erheblich zusätzlich belastet, während die Arbeitgeber durch niedrige Sätze zur gesetzlichen Rentenversicherung in Milliardenhöhe entlastet werden.“

Frontalangriff auf das solidarische Rentenssystem
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Über Peter A. Weber 17 Artikel
Rebellischer Alter, der der Konformität den Kampf angesagt hat. Keltische Identität bezüglich Kultur, Musik, Philosophie und Mentatlität. Meine Abneigungen: Nationalismus, Rassismus, Fremdenhaß, Ideologien und Fundamentalismus jeglicher Art. Ich lege Wert auf unabhängiges Denken und Schreiben.

11 Kommentare

  1. Man kann vieles sagen oder nicht. Aber solidarisch waren die Deutschen noch nie. Im Gegenteil. Sie tun nur, was sie tun müssen, und das immer weniger und immer schlechter. Die Rentner sind ein Dorn im Auge, man möchte sie am liebsten sofort loswerden. Offen beseitigt man sie noch nicht, aber versteckt durch Coroanimpfung, durch Isolierung, durch schadhafte Masken, durch Minirenten etc. etc.

    • Eine Rente aus fremder Hand ist auch geträumt.

      Wer das glaubt ist dumm (leider wie die Meisten). Die Rente hat ihren Ursprung von Träumen ehemaliger Sozialisten. Bismark gab zu Urzeiten mal diesem Geplärre von der Straße nach und wollte eine kapitalgedeckte Rente einführen. Dazu kam es dann u.a. durch Kriege nicht. So dümpelte der Sozialisten-Plan. Bis Adenauer es als Köder für Wählerstimmen nutzte: Vertrtäge mit nicht existenten Partnern der Zukunft ergaben viele Stimmen aus dem Schlagwort “dynamische Rente”. Dieses System kracht jetzt.

      Das Einzige was funkt ist eine selbst – mit eigner Hand – aufgebaute Altersversorgung, eventuell mit Leuten denen man vertrauen kann, wie (manchmal) Familienmitgliedern. Wer Politikern vertraut, ist immer verratzt.

      Schaut Euch an, wie es in der gesetzgebenden Versammlung – dem Bundestag – aussieht:
      Überwiegend wurden Kinderlose gewählt. Kann man das ändern? Nein, der Zustand ist auf dieser Webseite aufgeführt. Was aber nur der jetzige Zustand ist.

      Wichtig wären die künftigen “Volksvertreter” ! Und sowas sollte nicht das einzige Kriterium sein. Baerbock, Giffey, Merkel, v.d.Leyen u.v.a.m. sind aus anderen Gründen abschreckende Beispiele. Wenn wir schon 1 x alle 4 Jahre bellen dürfen.

  2. Neulich war ich bei einer Unterhaltung dabe, ein Teil des Lohns sollte direkt und bar ausgezahlt werde.

    A: Ich weiss nicht was ich davon halten soll? Ich muß mich auch um meine Rente kümmern.

    B: (sinngemäß) Nimm Bares. der AG spart dadurch Zwangsabgaben. Diese sollen zwar Deine Rente aufstocken, die ist aber nur versprochen. Jedes Versprechen – gerade von Politikern – kann gebrochen werden. Auch dieses Geld kann veruntreut werden. Die Rente wird Dir später nur von völlig Fremden gezahlt, sicher nur noch symbolisch. Ich würde Fremden – noch dazu Politikern – nicht den Gegenwert meiner Arbeit anvertrauen, sondern ich lege mir selber was zurück, eben was ich kann. Und lege das langfristig sicher an: Immobilien, besser Edelmetalle, denn Immobilien sind Werte die der Staat kennt und kassieren kann – was öfters schon vorkam. Mit Werten wie Silber, Gold oder Platin kannst Du auswandern!

    Ich hätte so in der Vergangenheit auch handeln können, – soweit war ich damals aber nicht.
    Blüm sagte ja immer:
    Unsere Renten sind sicher.
    Er sagte nie (noch lieferte er einen Beweis für so eine Behauptung!):
    Eure Renten sind sicher.

    Dabei – denke ich jetzt – ist die Altersversorgung nur ein Punkt. Rücklagen für Krankheit und Bildung in der Familie sind mindestens genau so wichtig.
    Und die beste Investition ist ??? … Zeit für, und die Ausbildung der Kinder.
    (auch nicht meine Anlage-Idee: das empfahl André Kostelany, Börsen-Guru)

  3. Warum aufregen? Es ist doch genug Geld da, für China, für die Türkei, für die EU, für Clans, die übrigens wieder in “ihre” Villa ziehen durften, und Merkels bereits anwesenden und die noch in den Starlöchern sitzenden Gäste, für die Banken https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/der-milliardenraub-100.html, für Abzocker aller Couleur https://www.freitag.de/autoren/martin-betzwieser/bernd-raffelhuschen-versicherungsvertreter-mit-professorentitel, für die Pensions- und Diätenerhöhungen, usw. Im September werden sie dann fröhlich wieder gewählt damit alles beim Alten bleibt. Es ist zu begrüßen. dass Dummheit nicht weh tut, das Geschrei wäre nicht auszuhalten. Die EU macht sich bereits ins Hemd aus Angst, die Stimmung in Deutschland würde endgültig kippen https://ecfr.eu/publication/how-to-prevent-germany-from-becoming-eurosceptic/ Die müssten vor lauter Angst nicht mehr in den Schlaf kommen dürfen. Dexit now.

  4. Nicht wenige von den Typen hängen der “Österreichischen Schule der Nationalökonomie” an. Wahrscheinlich geht es überhaupt nicht um nicht finanzierbare Renten.

    Vielmehr kosten die inzwischen kaum unter 2 Mio. von Merkels Gästen auf keinen Fall weniger als 40 Mrd. € pro Jahr. Das auch langfristig. Die meisten von denen sind ja nicht so doof ihr Geld durch Arbeit verdienen zu wollen, wenn sie es nebst Wohnunterkunft geschenkt kriegen. Geschenkt vom deutschen Steuerzahler.

    Es geht auch nicht um die Erhöhung des Renteneintrittsalters, sondern um die relative Senkung der Auszahlungen. Es sind ja nicht alles Bürokraten. So ein Arbeiter am Fließband oder in der Fabrik oder auch Landwirt ist meist viel früher kaputt. Das sind aber die, die reale Werte schaffen.

    Nebenbei angemerkt sinkt seit einigen Jahren das erreichte Lebensalter. Zudem sind die deutschen Rentner auch öfter von dauerhaften Krankheiten geplagt, als ihre Kollegen in anderen westeuropäischen Ländern. Mit irgendwelchen errechneten Lebenserwartungen hat das wenig zu tun.

  5. Läuft ja wesendlich mehr, muss es im Zusammenhang sehen.

    Haben einmal das wie erkannt es für immer mehr Leistung immer weniger gibt.
    Sowohl während der Arbeitszeit als auch Rentenalter, wer es dann noch erreicht !

    Auf der anderen Seite laufen ersten Länderteste, alles auf Digital Währung umzustellen. Virtuelle Währung ist eigentlich nix wert, gut Bargeld auch nicht, solange es halt als Zahlungsmittel akzeptiert wird ok. Virtuelle Geld kann man dann nu gar nicht mehr anfassen.

    Hoffe derzeit das es nicht so rund laufen wird mit Digital Währungseinführung etc, das die ordentlich nachbessern müssen, das gibt allen noch bissel mehr Zeitfenster.(Great Reset)

    Wäre dann zb 2027 sondern 2029. Auf Netflix zb gerade Weltdoku, wo sie sagen die nächsten 9 Jahre nur noch entscheiden ob die Menschheit überhaupt noch eine Chance hat, vieles ist am umkippen. Die wahren Ursachen die HArbgier wird nicht genau gesagt klar. Aber wie schlimm es Aussieht in der Natur, sehr wohl.

    Obbulus + jeder will verdienen vorm ende + kosten für die “eigne insel”, wer zahlt das, die Masse der Armen, die bald extrem steigen wird. Das sind alles nur zwischenschritte dahin, Weniger Rente und später in die Rente. Dummes palaber, 2030 vorrausgesetzt leben dann noch, wirds kein Sozi mehr geben.

    2025 sollen ja so 50% weg sein, gut durch die impfe mit auftreteden Folgen, könnte sogar passieren. weitere min 25% bis 2027, könnte sich alles verzögern, nur ändert das die Chancen, das die Natur uns nicht die Grundlage des Lebens entzieht, solange Profit zählt, ändert sich nichts wirklich. Das sollte keiner vergessen, wenn hier und da mal mini Lichtblick gibt.

    – haben die Eliten die reduzieren die Weltbevölkerung
    – haben auch die NAtur die es bald erzwingen wird, dagegen ist man noch viel Machtloser.
    – die Sündenbomben die Ticken, die da noch nicht mal eingerechnet sind….

    Tipp, schaut mal an, Regen mehr als genug, aber Grundwasser anstieg, irgentwie nur minimal. WARUM. Das warum ist erschreckender als alles was ich hier heute schrieb.

  6. “Demographischer Wandel” ist auch eine Phrase. Die Zahlen zumindest sagen, daß die Bevölkerung seit den 50er Jahren gewachsen ist von 68 Millionen auf jetzt rund 84 Millionen.

    Die Leute sind ja nicht bösartig, aber sie haben kein Immunsystem, welches sie vor bösartigem Geschwätz schützt.
    Von oben schaut die Welt aus, als wäre sie von einem Krebsgeschwür befallen, sagte Konrad Lorenz über die Verstädterung der Landschaft.
    Die Parteien, die Presse, das Fernsehen, das sind Metastasen.

    Vor 2000 Jahren warnte uns jemand vor Wölfen im Schafspelz. Trotzdem glauben viele, daß es sich bei den Sozialdemokraten um Sozialisten handelt.

  7. Ich hab mir mal ne Liste um Netz gesucht in der die versicherungsfremden Leistungen der Rentenalter aufgeführt sind. Abzüglich des Bundesausschusses zahlen wir jedes Jahr ca. 18 Milliarden mehr aus der Rentenalter als an Zuschüssen reinkommt. Seit 1950 sind das 850 Milliarden ohne Zinsen. Verzinst wie Staatsanleihen lägen wir bei mehreren Billionen. Die Staatsschulden würden sich mehr als verdoppeln. Da nur Arbeitnehmer in die Rentenkasse einzahlen ist dies eine Sondersteueuer für Arbeitnehmer. Beamte und Selbstständige müssen diese Steuer nicht zahlen. Wir können, wenn wir Die Schulden der Bundesregierung mit 5% verzinsen jeden Rentner mit 60% in Rente schicken und alle Arbeitnehmer müssen nichts in die Rentenkasse einzahlen. Die Zinsen würden alles abdecken.

  8. Woher, bzw. womit, mit welcher Kohle, soll der Rententopf ausreichend befüllt werden?
    Die Guteinzahler werden immer weniger, nichtseinzahlende Taugenichtse, Blender werden immer mehr und Geringverdiener, denen man kein Leben als Vielverdiener zubilligt, werden auch immer mehr.

    Wer zahlt was ein? Meine (Klein-)Gartennachfolgerin, 37 Jahre, mit insgesamt bisher 4 Jahren erbrachter abgabepflichtiger Tätigkeit? Bis zum dritten “Berufsjahr” auch noch amtlich teilsubventioniert? Oder kommen deren Rentenbeiträge aus 4 oder 5 steuerfinanzierten Studien und ähnlichen Schulbildungen? (Die niemand braucht.) Beginnt dann demnächst eine Art Verwaltungsfachschule, um evtl. mit ab 40 evtl. wieder zu arbeiten.
    Der fette Hintern gehört solchen ausgepeitscht; es gibt, auch jetzt, genügend Arbeitgeber die auskömmlich bezahlen. Selbst ein Azubi verdient während seiner Ausbildung angemessen und wird nach Abschluss in einem gefragten Berufsbild mit Dukaten überschüttet. Und der zahlt sogar Rentenversicherungsbeiträge aus selbst erbrachter Leistung. (Als Rufmittler-Agent, Bürokaufmann oder Garderobenhaken sieht es freilich für die Zukunft nicht so gut aus.)

    Mein Jahrgang, bzw. +/- 5 Jahre, begann eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit zwischen 15-21 Jahren Alter. Von zehn, zu denen ich noch heute Kontakt habe, ist keiner in existenzbedrohende Schräglage geraten.

    Schon vor Corona:
    8 Millionen AlgI- + AlgII-Empfänger zahlen u. a. keine Rentenversicherungsbeiträge ein, 1,5 Millionen Minijobber sind von der Rentenversicherung befreit bzw. Arbeitgeber zahlen nur Pauschbeiträge, 2,5 Millionen Neudeutsche sind oft Sofortrentner ohne Rentenbeitragseinzahlungen bzw. zahlen Minibeiträge aus staatlich subventionierten (also auch Steuergelder) Jobs. Bzw. DIE spielen in einer anderen Liga und erreichen u. a., dass die Schredderfleischbude “mit zu wenig Kunden” 10 Geschäftsführer zu je 1100 hat, 10x Förderhilfe/Gründerzuschuss und 10x Corona-Beihilfe und bei 1-u. U.3 Ehefrauen 50-150x Kindergeld u. a. abkassiert.
    “Aufstocker” zahlen sogesehen auch nichts ein; das was sie auf der einen Seite als Rentenversicherung einzahlen, erhalten sie von der anderen Seite als Aufstockungszuschuss aus Steuergeldern ausbezahlt.
    Insgesamt 1 Mio.??? mindestens abger ein paar hunderttausend Kurzarbeiter, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmenteilnehmer, physikalisch Anwesende bei subventionierten Tätigkeiten, Hirnimplantatträger, Dauerkranke, Dauerstudenten (Thüringen ist Hochburg der Dauertagediebe), “Freelancer” ohne Auftraggeber, Umschulungs-/Weiterbildungsteilnehmer usw. zahlen auch keine Rentenversicherungsbeiträge ein sondern kosten auch nur Steuergelder.
    undundund. Z. B. auch als einer von 30 gleichzeitig gesuchten “Fachassistenten für Leistungsauszahlung” oder “Assistent Eingangszone” von nur einer Niederlassung der Bundes-Arbeitsagentur eingestellt. Bekommen aus Steuergeldern Gehalt und zahlen hiervon Kleckersummen in die Renten-/Sozialkassen. Das System Deutschland ist balla-balla.

    Seit Jahrzehnten bedienen sich die verkommenen Bundesregierungen zudem aus den Renten- und Krankenkassentöpfen, um Milliarden anderweitig zu verschleudern. Z. B. des Spahns 2020er-Gesichtslappen zu 8,75 das Stück, den Corona-Test in der Studentenkneipe oder Dönerbude zu 18,90 pro Test. Genau so könnten Steuer- bzw. Bundeshaushaltsgelder gedacht für die Rentenversicherung auch in AKK´s überteuerten Rüstungsschrott, Scheuers Maut oder die Ermittlungs-/Verwaltungsgebühren “Dr.” Giffey verschwinden.
    Dann BRDs Reparations-/Wiedergutmachungszahlungen an EU und andere, Kosten für Umbau, Restruktuierung und Vernichtung der BRD und Fördergelder: 3 Billionen wurden hier während nur 16 Jahren geschrottet. Und nun schrotten sie eben den Sozialstaat.

    Verschiedentlich schrieb ich schon, dass die gesetzliche deutsche Rentenversicherung die miserabelste Kapitalanlage überhaupt ist. Mit Einzahlungszwang für Arbeitnehmer mit garantierter Verlustzuweisung. Man zahlt 100% ein und bekommt 48% raus bzw. spätere Jahrgänge 40% oder gar 35% bei voller Versteuerung. Als deutscher Arbeitnehmer / Rentner hat man demnach zu akzeptieren, wenn man ihm von seinem Fahrrad ein Rad und noch Sattel und Beleuchtung klaut. Mit dem Rest kann er genau so flott durch die Gegend rollen.
    Ich begrüße und beglückwünsche daher ausdrücklich Freiberufler, Selbstständige usw., die mit ihrer privaten Altersvorsorge ein PLUS statt MINUS erzielen. So wie es normal ist.
    Diverse Verzinsungsmodelle, s. Hugross, würden deutschen Altersrentnern eine höhere Rentenauszahlung bringen.
    Oder auch die Rentenmodelle aus Österreich und Holland. Jedoch verweigert auch die heutige verkommene Bundesregierung, sich mit diesen zu beschäftigen.
    Der gesetzliche deutsche Altersrentner wird hierzulande als eine Art
    Weiterverwertungshemmnis
    gesehen. Als Arbeitnehmer sollen sie einzahlen und ausgeplündert werden, als Rentner sollen sie zahlen und ausgeplündert werden, damit sie auf Sparflamme leben, oder noch besser, wegen der hier hohen Kosten z. B. nach Bulgarien auswandern müssen. Da sieht man sie nicht mehr.
    Die Haltbarkeitsdauer von Rentnern wird negativ beeinflusst. Ein Ableben vor Erreichung der Summe der selbst geleisteten Renten-/Pensionszahlungen ist günstig, da hier nicht verbrauchte Gelder für andere Zwecke weiter verwertet werden können.

    Noch 30-40 Jahre lang leben und ich hätte summenmäßig das raus, was ich eingezahlt habe. Verrechne ich Inflation und Kostensteigerungen, so müsste meine Rentenbezugsdauer noch 60-70 Jahre lang andauern.
    Was zweifelsohne außerhalb meiner Haltbarkeitsdauer liegt.

    Zu “Beamtenpensionen” lasse ich umfassende Anmerkungen weg. Hat eh keinen Zweck, das erklären zu wollen. Wer auch pauschal Beamte des einfachen und mittleren Dienstes als Superpensionsempfänger, Steuer- und Krankenkassenbeitragsbefreite hinstellt, der hat nicht nachgelesen oder nichts begriffen oder ist einfach neidisch oder hat einen in die Glatze gelöteten Nagel.
    Ich beklatsche den Vollzugsbeamten, Gerichtsvollzieher, Steuer-, Gesundheits-, Stadtkassen-, Ausländeramtmitarbeiter, DB-Altmitarbeitern u. a., den Bundeswehrlern im Auslandseinsatz, den Polizisten und allen anderen, die sich über Jahrzehnte hinweg mit übelsten Pöbel und Ungewaschenen aus der Gosse herumschlagen müssen.
    Sie alle haben sich freilich ordentliche Pension verdient, für die sie übrigens auch einzahlen, bzw. einen Teil ihres Gehalts rückstellen lassen müssen. DIE können dann auch im Alltag mehr ausgeben und retten so manches Geschäft vor dem Konkurs.

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