Minister lehnen Gehaltsverzicht dankend ab

Minister lehnen Gehaltsverzicht dankend abBad Ballerburg: Es ist aktuell eine ganz schlimme Zeit, da ist Solidarität ein sehr hohes Gut und stark nachgefragt. Da reicht es meistenteils nicht, wenn sich die Menschen nur untereinander solidarisch verhalten. Manchmal müssen auch die Menschen, die etwas Besseres sind, ihren Beitrag dazu leisten. Das sind Zeiten, in denen es nicht reicht, lediglich die gemeinen Menschen dauernd zur Solidarität anzuhalten. In solchen Lebenslagen ist es sehr hilfreich, wenn die zuvor beschriebenen Persönlichkeiten mit leuchtendem Beispiel voranschreiten.

Gerade die Minister der großen Koalition sind da im Moment stark gefragt, nachdem das gesamte Bundes-Parlament bereits krisenbedingt nahezu nutzlos geworden ist, bzw. sich dort ein Totalversagen erster Güte abzeichnet. Unter Druck gebracht hat diese Banausen das atypische Politikerverhalten im Nachbarland Österreich. Dort haben einige Minister ihre Nutzlosigkeit eingesehen und beabsichtigen nun in der Krise ein wenig von der Fettlebe an die Ausgeraubten zurückgeben zu wollen, zumindest mal ein Monatssalär. Das ist zwar auch nur Symbolpolitik, aber deutsche Politiker halten soviel Schmerzen dann doch nicht aus.

Kurz-Rückblick

Diverse deutsche Postillen, so auch die BLÖD, nahmen das zum Anlass, mal in die Runde zu fragen, wie deutsche Politiker auf dieses österreichische Fehlverhalten reagieren wollen. Wir konzentrieren uns auf eine kurze Zusammenfassung dieser Seite: GroKo-Minister planen keinen Verzicht aufs Gehalt nach österreichischem Vorbild[Merkur]. Und erlauben uns die wesentlichen Teile daraus zu zitieren:

Update vom 22. April, 7.08 Uhr: Trotz Corona-Krise plant die Bundesregierung derzeit keine Spende von Ministergehältern, wie es beispielsweise in Österreich geschehen soll. „In der Bundesregierung gibt es derzeit kein solches Vorhaben“, teilte ein Regierungssprecher der Bild-Zeitung auf Anfrage mit. Zuvor hatte Österreichs Kanzler Sebastian Kurz angekündigt, dass die Minister seiner Regierungskoalition jeweils einen Netto-Monatslohn für wohltätige Zwecke spenden werden.

Damit solle ein „Zeichen des Zusammenhalts“ in der Corona-Krise gesendet werden, hatte Kurz erklärt. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte sich in einem Interview mit der Bild-Zeitung offen für einen Gehaltsverzicht unter Politikern und Beamten gezeigt. Er forderte jedoch ein gemeinsames Vorgehen der Regierungschefs der Bundesländer.

Österreich steht mit seinem Vorhaben außerdem nicht alleine da. Weltweit haben Regierungsvertreter angekündigt, wegen der Corona-Krise auf ihre Gehälter zu verzichten. Dazu zählen unter anderem die Minister in Bulgarien und Neuseeland.

FAZ-IT … Söder war mal wieder der Schnellste

Auf Markus Söder, jüngster Übervater aus Bayern und geheim gesetzter K-Anwärter, kommt dabei wieder einmal der Ehrenpreis in Sachen Populismus zu. Er hat die Situation sehr schnell durchschaut und entsprechend bravourös reagiert. Nur in diesem Fall mochte er nicht so genau auf Österreich achten. Selbstverständlich würde er bei einer solchen Solidaritätsaktion sofort mitmachen, hält aber wenig von irgendwelchen Alleingängen, in so dramatischen Sachfragen. Mithin nimmt er seine Ministerpräsidenten-Kollegen hier in die Pflicht. Mahnt zur Geschlossenheit, wohlwissend, dass es niemals eine Einigkeit Richtung Gehaltsverzicht unter Seinesgleichen geben wird. Bin-Go!

Mit Alleingängen vorpreschen, geht mit anderen Maßnahmen sehr viel besser und publikumswirksamer. Dazu Maßnahmen, die ihm persönlich nix kosten. Beispielsweise Ausgangsbeschränkungen fürs Volk und weitere Verschärfungen beim Lockdowns. Da war es ziemlich wichtig Erster zu sein … auch ohne die Kollegen. Und um dieser Tage nochmal richtig nachzulegen, sich als harter Hund zu geben, die fragwürdige Tragepflicht von Mund- und Nasenschutzmasken anzuordnen, die vier Wochen zuvor noch völlig unnötig waren. Auch da musste er, der Not gehorchend, nicht erst auf die Kollegen warten. Jetzt helfen solche Maßnahmen definitiv, seine Popularität zu steigern, weil die Masse der Bayern einfach gequält werden will. Dafür, so meint er zumindest, wurde er schließlich ge(q)wählt.

Bei den Ministern der GroKo erübrigt sich ohnehin jede Debatte zum Gehaltsverzicht. Der Regierungssprecher kennt seine Pappenheimer nur zu gut, sodass er entsprechende Intentionen gleich weit von sich und seinen Ministern weisen konnte. Hier ist es auch wenig zielführend, auf den Aktionismus von Bulgarien oder Neuseeland zu verweisen. Das ist mit der deutschen Politiker-Not und vollständigen Entlohnungsnotwendigkeit von Ministern in keiner Weise zu vergleichen. Unter solchen Aspekten wird die wohlwollende und dankende Ablehnung deutscher Politiker in sachen Gehaltsverzicht viel verständlicher.

Minister lehnen Gehaltsverzicht dankend ab
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Über WiKa 2519 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

10 Kommentare

  1. Ach, Wika, Du kannst doch nicht verlangen, dass sie von den paar Euro, die sie erhalten, nicht verdienen, auch noch freiwillig etwas abgeben. Du willst sie doch wohl nicht verhungern lassen, wo sie doch sowieso schon so unterernährt sind (Beispiel Altmaier) 🙂

  2. Schon in Vergessenheit geraten, ist ja schon sooo lange her: 31.03.2020

    Das Europäische Parlament debattiert aktuell darüber, ob die Tagegelder für ihre Abgeordneten beibehalten werden sollen, auch wenn sie von zu Hause aus arbeiten. Abgeordnete wie die FDP-Politikerin Nicola Beer sehen keinen Widerspruch darin, sich weiterhin Hotelkosten erstatten zu lassen”

    Abgeordnete nicht „bestrafen“!

    https://de.sputniknews.com/politik/20200331326739464-eu-abgeordnete-hotelkosten/

    Man stelle sich doch mal vor die würden streiken und ihre Arbeit nicht mehr nachgehen?
    [Dement-sprechend] mehr Geld für das Mundschutzpersonal.

    Ein Märchen: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0b/1000_DM_Serie4_Vorderseite.jpg

  3. Jetzt hat auch noch der rechtswidrige Verfassungsschutz Angst vor Übergriffen auf Asylanten! Nein, der deutsche wurde seit 2015 hundertfach massakriert, ihr Vollidioten!

  4. Merkel sagt gleich im Vorfeld deutlich höhere Beiträge an die EU zu. Wir ham’s ja,. außer unseren Leute, die es dringend brauchen. Zitat “Vor dem EU-Gipfel zur Corona-Krise hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) höhere Zahlungen Deutschlands in den EU-Haushalt zugesagt, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie in Europa zu überwinden. Für einen begrenzten Zeitraum sollten “wir deutlich höhere Beiträge zum europäischen Haushalt leisten”, sagte Merkel am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag.” https://www.tagesspiegel.de/politik/corona-krise-in-europa-eu-gipfel-billigt-hilfspaket-ueber-540-milliarden-euro/25769032.html

  5. und das sagt der Grüßaugust: “Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagt: »Wir werden einiges von dem gemeinsam erarbeiteten Wohlstand preisgeben.” Hat der schon mal gearbeitet oder lebt er nur auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung? Fragen über Fragen. “Wir” heißt entweder er spricht in der dritten Person von sich, hat einen imaginären Freund an seiner Seite oder eine Maus in der Tasche.

  6. Die alles entscheidende Frage ist nur, sind alle Sorgen gleich?
    Jemand der nicht genau weiß, wie er/sie den Monat über die Runden kommt und nicht weiß wie seine Rechnungen oder Essen bezahlen soll, hat definitiv Sorgen ohne Ende. Aber Politiker haben auch Sorgen, zum Beispiel, wo lege ich mein vieles Geld an, Malediven oder Luxemburg? Warum kostet mich mein Haus auf Malle so viel Kohle obwohl ich kaum da bin. Falls die PolitikerInn mal mehr Geld braucht, schaut die einfach aus dem Fenster und bewilligt sich, was sie gerade braucht. Auch kar, dass die Sorgen größer werden, desto mehr Geld der PolitikerInn nachgworfen bekommt, so wie den deutschen Paß. Mit diesen Sorgen beweisen die Volksverräter Volksnähe, obwohl sie gar nicht anwesend sind. Das Volk ist schließlich auch zu Hause, viele allerdings bereits entlassen, anders als der es Vertretene. Seltsamer Weise dreht sich die Welt trotzdem weiter, trotz des Nichtstuns der Abgeordneten. Freuen darf sich der Bürger auf die Zeit nach dem Coronavirus, wenn er die Segnungen der Politik und ihrer Helfershelfer wieder ertragen darf mit Dieselgate, Klimanotstand oder EEG- und anderen Terror. Frau muss die Bande eben nicht nur unterhalten, sondern auch aushalten oder einfach verjagen, wer das alles nicht will.

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