Die Live-Tötungsversuchsanstalten des US-Militärs

Die Live-Tötungsversuchsanstalten des US-MilitärsCruel-Town: Krieg, bzw. konventionskonformes Morden ist zunächst einmal eine echte Wissenschaft für sich. Komplementär dazu ist der Mordsapparat auch technisch auf dem neusten Stand zu halten. Soweit der militärisch-industrielle Komplex dies versäumte, liefe man Gefahr die Nutzmenschen des Planeten nicht mehr gewinnbringend in Schach halten zu können. Die Menschen selbst stehen von Natur aus eher weniger aufs große Schlachten. Aber es gibt Institutionen, die sowas dennoch pflegen und kultivieren. Zum Schönreden dieser Umstände faselt man üblicherweise von Verteidigung, wenngleich es wie immer, nur um sinnbefreites, habgieriges oder politisches Morden geht.

Menschen haben an sich eine natürlich Hemmschwelle zu töten. Es bedarf einiger Anstrengungen, ihnen diese abzutrainieren. Wenn man den Menschen diese Schwelle schon nicht gänzlich abtrainieren kann, müssen die wenigen total Perversen sich etwas anderes einfallen lassen, um ihre Mordsgeschäfte weiterhin ungestört betreiben zu können. Dazu zählt auch, die Konventionen zum Morden von Menschen ein wenig zu revolutionieren, vor allem aber drastisch zu technisieren. Denn da wo Automaten töten, kann sich das menschliche Gewissen entspannt zurücklehnen und das Mordsgeschehen schneller als echtes Schicksal akzeptieren.

Nur Maschinen können emotionslos morden

Da die Mordstechnik aber noch nicht so perfekt ist, dass sie autonom die unliebsamen Menschen aus dem Weg räumt, kommt es immer wieder zu ungewollten Überschneidungen. Da müssen die Soldaten überweigend zusehen, wie im letzten Moment noch eben ein Kind in die Bombe rennt. So ein süßes kleines Kind, wie die Drohnenpiloten vielleicht selbst eines daheim haben, während sie hier gerade eines töten. Oder wie man Hilfeleistende gezielt mittels Drohnen schlachtet, um die Erstschlagsopfer nicht anrühren zu lassen. Schließlich ist doch zuerst noch die Erfolgsbilanz zu fertigen. Auch ganze Hochzeitsgesellschaften, die man gebündelt mittels Hellfire-Raketen gen Himmel fahren lässt, hinterlassen immer wieder unschöne psychische Probleme bei den ausführenden Zweibeinern.

Zwar wird die chirurgische Präzision beim illegalen Töten immer wieder seitens des US-Militärs betont, aber das Soldatenglück wird erst dann perfekt sein, wenn still, leise, gewissenlos und vollautomatisiert geschächtet wird. Da holt man sich gern auch mal Tipps von echten Messerfritzen: Messer statt Sprengstoff – USA setzten „Ninja-Bombe“ ein[Stern]. Das knallt nicht ganz so laut, soll präziser sein und eben auch seine Wirkung tun.

Nebenwirkungen des Drohnentodes

Nebenwirkungen des DrohnentodesAber selbst solche Einsätze verlaufen eben nicht immer so ganz nach Plan. Das Bedauerliche an der heutigen Situation ist, dass die Drohnenpiloten immer noch eine Weile zuschauen müssen, wegen der Erfolgskontrolle. Das ist schade, denn genau da passieren die meisten Gräuel, die die Menschen besser nicht sehen sollten. Das wird hier ganz anschaulich beschrieben: Drohnen-Pilot: „Ich habe ein Kind getötet, meine Vorgesetzten sagten mir, es sei nur ein Hund gewesen“[Stern]. Sicher, unter den Soldaten gibt es viele harte Jungs, Mädels und X-en, denen auch Kinder, Frauen und unschuldige Zivilisten völlig am A®sch vorbeigehen. Das sind die wahren neuen Helden des Militärs, die das Schlachten auch ohne Psychopharmaka durchstehen.

Immerhin gibt es für diese Opfer eine alles entschuldigende Kategorie namens „Kollateralschaden“. Damit ist die Sache formvollendet vom Tisch und die unschuldigen Opfer zumindest statistisch korrekt gewürdigt, wenn sie schon inkorrket gestorben wurden. Noch viel beruhigender ist aber, dass man all diese tolle neue Technik unter Lebendbedingungen zum Totmachen testen kann. Mancher Leser riecht jetzt schon förmlich das verschmorte Menschenfleisch, gelle? Sowas würden die Guten natürlich niemals an der eigenen Bevölkerung ausprobieren. Gott bewahre! Da man sich aber für die Weiterentwicklung dieser aussichtsreichen Technik einen „konventionslosen Krieg“, den gegen den Terror, erschaffen hat, ist die experimentelle Spielwiese für das legale Morden ein wahrer Quell technisierter Gewalt gegen unerwünschtes Leben. Aber nur gegen solches Leben, welches andere Lebenskonzepte verfolgt als diejenigen, die diese goldene Technik gerade für sich nutzbar machen.

Preise für Menschenleben variieren nach Region

Unter diesen Gesichtspunkten wird jeder Gutmensch sofort einsehen, dass es Orte wie Afghanistan, Irak, Syrien und Libyen braucht. Orte, an denen ein Menschenleben schlicht nichts wert ist, wo man damit spielen kann, wie hierzulande mit einer handvoll Sand. Offiziell sagt man das so natürlich nicht. In der Praxis wird es allerdings genau so gemacht und vornehm dazu geschwiegen. Dazu gilt: was der Souverän nicht weiß, das belastet auch seine Psyche nicht. Dessen ungeachtet, kann man das alles im Bedarfsfall einmal gegen ihn verwenden. So schön einfach kann das Leben als auch das profitorientierte Sterben sein.

Preise für Menschenleben variieren nach RegionDamit sollte der Zweck dieser billigen Tötungsversuchsanstalten hinreichend beschrieben sein. Mit Privatkriegsfirmen, wie beispielsweise Blackwater, die sich heute etwas wissenschaftlicher „Academi“ nennt, kommen wir endgültig auf die richtige Spur des Todes. Die Entwicklung dieser dezenten Totmachtechnik sollte schon noch der Steuerzahler zahlen. Mithin wohl auch der endgültige Rezipient derselben. Wenn das eines Tages alles richtig zu Ende entwickelt ist, dann können die Konzerne selbst die Kriege um die Rohstoffe und die Profite führen und brauchen dafür auch keine Regierung mehr.

Damit wird es nun allerdings so abstrakt und abartig, dass die Konzerne gegebenenfalls mal gegen die heimische Bevölkerung vorgehen müssen. Das zeichnet sich ab, sobald wir die Eine-Welt-Regierung haben. Schließlich kann es dann keine Kriege mehr geben. Welche Nation würde sich schon selbst bekriegen? Richtig, dann kann es nur noch Aufstände und Terroristen geben. Zweibeiner, die die alleinige Herrschaft der Konzerne in Abrede stellen.

Selbst Dummheit hat seinen Preis

Dummheit hat seinen PreisWir sehen, alles ist auf einem guten Weg. Wir dürfen dankbar sein, dass diese Waffensysteme, in den erwähnten Großlaboren, unter Lebendbedingungen zu testen sind. Das erspart uns in Zukunft eine Menge Leid, sodass wir später reibungslos in den Genuss derselben kommen können. Humor ist auch, wenn man zu seiner eigenen Vernichtung noch Beifall klatscht, weil man zu blöd war, zu begreifen, was da tatsächlich abläuft. Der Mensch an sich ist nicht böse, aber die Wenigen die es wirklich sind, möchten uns genau das weismachen, um den Rest der Menschheit auch weiterhin als Nutzvieh halten zu können.

Die Live-Tötungsversuchsanstalten des US-Militärs
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Wir experimentieren. Man kann sich diesen Artikel auch vorlesen lassen. Leider klingt die Dame in Deutsch etwas holperig und unbeholfen. Wer damit klarkommen kann, der mag sich gerne eine Vorlesung geben lassen!
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Über WiKa 2421 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

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