Erster Dopingfall im ESport aufgeflogen

Erster Dopingfall im ESport aufgeflogenEs war nur eine Frage der Zeit, bis es soweit kommen musste. Dennoch erschüttert es eine ganze Branche, die sich in ihrer gefühlt jahrhundertelangen Tradition stets als Saubermann verstanden wissen wollte. Die Anzeichen waren unübersehbar. Früher oder später musste es soweit kommen, dass Profi FIFA-Spieler mit Doping versuchten, an der Konsole schneller zu tippen. Was aber bedeutet das aktuell für die Szene? Ist der ESport jetzt nicht mehr ernst zu nehmen? Und was sagt eigentlich der russische ESport-Chefarzt zu diesen dramatischen Anschuldigungen? Der Versuch einer Bestandsaufnahme.

Schwarzer Kaffee und Dehnübungen

Die Verfehlungen könnten dabei kaum drastischer ausfallen. Statt auf einen Café Latte mit organischer Mandelmilch zu setzen, natürlich im eigenen Porzellanbecher, wusste sich einer der führenden Spieler der diesjährigen FUT-Turniere nicht anders zu helfen, als auf einen schwarzen Kaffee aus Granulat im Plastikbecher zurückzugreifen. Das muss man sich mal reinziehen. Da kann nicht einmal der traditionelle Orden-Weitwurf, die spektakuläre neue Sportart aus den USA mithalten. All die Arbeit und Kraft, die in dieses nachhaltige Projekt ESport gesteckt wird und dann traut sich so ein egomaner Spieler doch tatsächlich, mit einem schwarzen Kaffee in der Hand erwischt zu werden? Ungeheuerlich.

Und als wäre das nicht schon schlimm genug, musste man ihm vor seiner nächsten Partie gar streng auf die Finger schauen. Und da spielte sich unter den Augen Aller die nächste Tragödie ab: er dehnte sie, als wäre es eine seiner leichtesten Übungen. Warme Finger sind besonders in den hochdotierten Turnieren weltweit geächtet. Viele dieser Regeln gehören bereits zum Standard-Verhaltenskodex der Szene. Und trotzdem fallen immer wieder einige Spieler negativ auf, indem sie den Zeigefinger in aller Heimlichkeit massieren und vorwärmen. Das hat mit Daumen lutschen wahrlich nichts mehr zu tun.

Der Sport an sich ist klinisch sauber

Um eine Lanze für den ESport zu brechen. Es ist und bleibt eine saubere Sportart, bei der selbst verbrannte Würstchenproduzenten nicht ins Gefängnis kommen müssen, falls sie mal ein paar Euro an Steuern vergessen haben. Nein, beim ESport geht es in Normalfall schon noch recht gesittet zu. Der Markt wächst und gedeiht ganz prächtig. Er hat Freunde und Fans weltweit. Allein schon die ESport Quoten zeigen, wie relevant und ernsthaft es hier zur Sache geht. Glücklicherweise sind die beschriebenen Fehltritte die absoluten Ausnahmen.

Russischer Kaffee?

Das russische ESport Olympia-Komitee hat auch dieses Mal wieder von nichts gewusst und wollte sich weitere Einmischungen in die inneren Angelegenheiten russischer Spielleidenschaft verbitten. Allerdings scheint es, als käme das Kaffeegranulat aus der ostrussischen Stadt Neprik. Das lässt aufhorchen, denn daher kam schon der Kaffee für die Kosmonauten, der für deren Wachheit im All sorgte. Gänzlich von Zweifeln befreit ist man dennoch nicht.

Strafen ziemlich drakonisch

Die erwischten Spieler wurden übrigens langfristig abgestraft. So dürfen sie für die kommenden 18 Monate nur Tee trinken und müssen die Hände vor relevanten Spielen für 45 Sekunden in den Schnee stecken – ganz gleich ob Schnee vorhanden ist oder nicht. Des Weiteren wurden sie dazu verdammt, auf der Konsolen 20 Strafrunden um den Platz zu drehen und weitere 80 virtuelle Klimmzüge zu machen. Das, so hoffen die Saubermänner von FIFA und UEFA, schreckt zukünftige Nachahmer von derlei entsetzlichen Schandtaten ab.

ESport ist ein unverzichtbarer Bestandteil modern(d)er Gesellschaften. Er gilt als Gradmesser zukünftiger Ableger einer zumindest virtuellen Fitness, wie beispielsweise Hallenhalma, Formel Biathlon oder Ping to Death, siehe Titelbild. Der Kampf gegen Doping ist in jedem Fall, analog zum Kampf gegen den Terror, eine unverzichtbare Ansage an notorische „Cheater“. Ein K®ampf, der an allen Fronten und Konsolen zu führen ist. Das ist nichts für halbgare Couch-Potatoes, da sind schon die richtig harten Hackbrett-Akrobaten gefordert.

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Über WiKa 2324 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

1 Kommentar

  1. Der Russe ist nicht nur der Untermensch (Aussage Poroschenko bei der Raute des Grauens) sondern auch der Feind und mit denen muss frau genauso umgehen, wie mit den Andersdenkenden nämlich einfach ausschalten, was so ähnlich ist wie bei den Vergasungskommandos im Dritten Reich, denen das zwar kein Spaß gemacht hat, aber es musste eben sein.
    Neulich durfte dieses Land einige Aktivisten begrüßen (wollte Frau Eckhardt-Göring eigentlich mit einer Zeremonie machen), nein diesmal nicht etwa die Belagerer von Braunkohlegruben oder die Umwelthilfe aber fast. Mutti sagte, dass die nichts tun. Ein ARD Reporter vor Ort hatte eine paar abgeschnittene Köpfe in Syrien befragt, aber die haben rein gar nichts ausgesagt. Von daher geht von unseren Kämpfern gegen den syrischen, vom Volk gewählten Diktator keinerlei Gefahr aus.
    Wir haben ja auch wahrlich bereits genug Feinde, das Atom, das Klima, das Fleisch, weisse Männer, Putin, die Russen, Trump, Orban, Andersdenkende etc. – Nazis wo frau nur hinschaut. Da darf frau ruhig den IS genauso lieb haben, wie Al Quaida, unseren Aktivisten an der Jemenfront.
    Die Russen sollten eigentlich keinen Sport machen, das ist nicht gesund für diese Untermenschen, die sollen sich im Grunde nur vom Acker machen, also von den Rohstoffen des Finanzkapitals, den neuen Sozis, wie die bösartige und beschränkte Linke denkt, falls die das überhaupt können.

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