Die Rallye der Mobilfunk-Betriebssysteme

Die Rallye der Mobilfunk-BetriebssystemeAlle schwadronierten sie vor kurzem noch von der „globalisierten Welt“. Der Vorreiter dafür sollte das Internet sein, besonders das kommende Internet der Dinge. Wir denken dabei an 5G. Es galt physische Grenzen zu überwinden und die Welt transparenter zu machen. Für bestimmte Herrschafts- und Wirtschaftsmodelle scheint das eine weniger gute Idee zu sein, denn inzwischen bemerken wir die längst betätigte Notbremse. Zumindest die bis hierher entwickelten Konzepte bringt es ins Wanken. Die Beurteilung, ob das eine gute oder schlechte Entwicklung ist, wird sich erst erweisen müssen. Es ist zumindest eine ambivalente Geschichte.

Der Kampf der politischen Systeme scheint, aus welchem Grunde auch immer, die Globalisierung zu behindern. Eine Maßnahme, seitens des US-Präsidenten Trump, war die Sanktionierung des chinesischen Unternehmens Huawei, welches in Sachen 5G-Technologie weltweit als marktrelevant wahrgenommen wird. Begründet wurde der Schritt mit Sicherheitsbedenken. Dem chinesischen Unternehmen wurden unlautere Absichten unterstellt, um mit der Technik womöglich Spionage betreiben zu können. Hierzu muss man wissen, dass die neue Technologie tatsächlich wunderbare Möglichkeiten der Überwachung bietet, die die „westlichen Dienste“ lieber allein gegen ihre Bürger einsetzen möchten, ohne die Erkenntnisse auch noch mit den Chinesen zu teilen.

Wenn Politik auf die Wirtschaft durchschlägt

Letzteres führte dazu, dass Google dem Unternehmen Huawei die weitere Lizenzierung von Android für dessen Endgeräte verweigerte. Was folgt zwingend daraus? Richtig: Huawei bringt sein erstes Mobiltelefon ohne Android. Offenbar traf der US-Schritt die Chinesen nicht unvorbereitet. Es gibt viele weitere Gründe, warum die Chinesen eine Eskalation in diesem Bereich erwarten konnten. Am Ende geht es neben der vordergründigen Spionage auch knüppelhart um Milliardenumsätze und die technische Vorherrschaft in strategisch wichtigen Bereichen.

Bislang gab es eigentlich nur zwei nennenswerte Betriebssysteme, die sich im Markt für mobile Endgeräte (Smartphones, Tablets und andere) behauten konnten. Das eine ist Google mit Android und den Konterpart dazu bildet Apple mit seinem IOS. Dadurch, dass man die Chinesen zwangsweise aufs Abstellgleis schob, ist der Betriebssystemkrieg endgültig eröffnet. Anzumerken ist, dass die Endgeräte der Chinesen nicht nur preiswert, sondern technisch durchaus ausgereift sind. Nicht umsonst lässt Apple seine Produkte in China fertigen, das macht einfach mehr Profit.

Eigentore gibt es auch in der Politik

Eigentore gibt es auch in der PolitikIn der Schlussbetrachtung könnte sich der Boykott der Chinesen durch die USA als Eigentor erweisen. Mit den günstigen als auch technisch ausgereiften Produkten der Chinesen wird künftig ein zusätzliches Betriebssystem auf den Markt drängen und selbigen in der beschriebenen Konstellation binnen kurzer Zeit massiv durchdringen. Wenn also Spionagetechnik in den Huawei Geräten enthalten sein sollte, dürften die westlichen Dienste hierbei blind geschaltet werden. Sie müssen sich dann auf den Funk-Strahlen-Salat, stürzen, den die chinesischen Geräte im hiesigen Antennenwald verursachen. Dabei geht ihnen der Einfluss verloren, den sie bislang (vermutet) auf die Hardware-Hintertüren von Google, Apple und Microsoft haben dürften.

Für den durchschnittsbelauschten Bürger der westlichen Hemisphäre ändert sich also wenig. Lediglich, wer sich die Erkenntnisse um sein Nutzerverhalten und seine sensiblen Daten, zum Zwecke von Überwachung und Weltherrschaft, demnächst zueigen machen möchte. Wer lieber vom eigenen Lager verraten und verkauft werden möchte, ist gut beraten sich als Provider seines Vertrauens die NSA auszusuchen. Ihr traut man die schier unendlichen Speicherkapazitäten zu. Nur hadert die Wiederum noch ein wenig mit der Herausgabe von Komplett-Backups der belauschten Nutzer. Wenn sich also die Chinesen in diesem Fall weniger zugeknöpft geben, könnten sie in der neuen Konstellation richtig Bonuspunkte bei den KonsumEnten sammeln.

Die Rallye der Mobilfunk-Betriebssysteme
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Über WiKa 2308 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

5 Kommentare

  1. Ist schon absurd, dass man nur die Software vom lieben großen Bruder hat. Also auf der ganzen, dem Amiland besonders suspekten Weltseite will er gerne weiter die User dieser Erde kontrollieren.
    Dabei, gerne würde ich meine sensiblen Daten dem Chinesen zur Besichtigung bereitstellen. Oder, so es möglich wäre, dem Russen, hätte er ein Betriebssystem (nastrovje).
    Irgendwie schade, man fühlt sich so einseitig ausgespäht.

  2. Also, ich schenke meine Daten lieber den Chinesen, stehe schon in den Startlöchern und erwarte sehnsüchtig, dass die endlich auf den Markt kommen. 🙂

  3. Wer sich richtig langweilen möchte, kann mich gerne abhören, was mit Sicherheit auch der Fall ist und das ist dann eigene Selberschuld. Natürlich können Micros und auch Kameras der Smartphones fremd an und abgeschaltet werden, das können bereits die Anfänger in Computerklubs. Wer sich seiner eigenen Offenbarung nicht bewusst ist, ist nicht nur tot in den sozialen Netzwerken, sondern wahrscheinlich hirntot. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und weiterer Überwachung braucht es eigentlich nicht in dieser schnelllebigen Zeit, das überfordert die Überwacher dermaßen, dass das bereits ein Fall für die Gewerkschaft ist, falls der BND oder Staatsschutz eine hat. Der Input ist so groß und die Fronten wechseln so schnell, dass die Selbstvernichtung ansteht, da der konspirative Mitarbeiter sich selbst auf dem Kicker hat und festgestellt wie pervers er eigentlich ist. Das kann ähnliche Folgen haben, wie bei amerikanischen Soldaten, die aus illegalen Kriegen nach Hause gekommen sind. Der Mensch schafft sich seine eigene Herausforderung und wenn er die dann nicht überlebt, hat die Natur ein Einsehen gehabt.

  4. Ich freu mich schon auf die viele neue Werbung, die mich dann noch besser erreichen kann.
    Ähm, personalisierte Werbung?
    Wo ich doch den Scheiß, für den Werbung gemacht wird, grundsätzlich nicht kaufe!!!
    Wahrscheinlich macht Pepsi dann Werbung für Coca-Cola, als False-Flag Aktion.
    Und wenn man demnächst die AfD als lupenreine Demokraten beschimpft, sind die ruck-zuck weg vom Fenster.
    Irgendwie verkehrte Welt, was da so abläuft.

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