Deutschlands versemmelte Freiheit

Deutschlands versemmelte FreiheitIst Deutsch­land auf dem Weg in die Dik­tatur? Um dies zu klären, bedarf es zunächst einiger erk­lären­der Def­i­n­i­tio­nen. Nie­mand nahm das Wort Frei­heit, während sein­er Amt­szeit wohl öfter in den Mund, als unser Alt­bun­de­spräsi­dent Joachim Gauck. „Wir brauchen eine Geneigth­eit zur Frei­heit mit Kopf und Herz“, sagte Joachim Gauck in sein­er Rede zur Frei­heit am Bran­den­burg­er Tor 2009. Im Jahr 2014 erschien sein Buch „Frei­heit. Ein Plä­doy­er“. Joachim Gauck erhielt am 17. Novem­ber 2018 den Frei­heit­spreis der Friedrich-Nau­mann-Stiftung für die Frei­heit in der Frank­furter Paulskirche. Bis 1989 war Gaucks Leben geprägt, von Unfrei­heit und dem Leben in der DDR, ein­er Dik­tatur des Pro­le­tari­at. Bekan­nt wurde er nach der Wende, als Leit­er der Bun­des­be­hörde für die Unter­la­gen der Staatssicher­heit, im Volksmund auch als Gauck­be­hörde bekan­nt.

Für ihn, wie wohl für die meis­ten DDR-Bürg­er war die Wende zweifel­los ein Akt der Befreiung und ein Schritt in die Frei­heit. Was steckt nun hin­ter dem Begriff “Frei­heit”, der oft­mals allzu leicht in den Mund genom­men wird. “Frei­heit (lateinisch lib­er­tas) wird in der Regel als die Möglichkeit ver­standen, ohne Zwang zwis­chen unter­schiedlichen Möglichkeit­en auswählen und entschei­den zu kön­nen. Der Begriff benen­nt in Philoso­phie, The­olo­gie und Recht der Mod­erne all­ge­mein einen Zus­tand der Autonomie eines Sub­jek­ts.”

Geht es auch ohne Zwang?

Deutschlands versemmelte FreiheitKön­nen wir ohne Zwang zwis­chen unter­schiedlichen Möglichkeit­en auswählen? Das muss man für eine Rei­he von Din­gen beja­hen. Deutsch­land ist gemäß Grundge­setz eine Demokratie, mit einem freien Wahlrecht. Allerd­ings sind die Auswahlmöglichkeit­en vielle­icht nominell vorhan­den, aber qual­i­ta­tiv gese­hen, ist es völ­lig egal, welche der etablierten Parteien (CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis90/Die Grü­nen) ich wäh­le, da sie kaum von einan­der zu unter­schei­den sind. Ganz deut­lich zeigt das die Regierungspoli­tik der let­zten Jahre. Die SPD, einst die Arbeit­er­partei hat 2002 die “Hartz IV” Regelun­gen auf den Weg gebracht, weswe­gen ihr heute noch ein Schat­ten des unsozialen anhaftet.

Die schwarz/gelbe Koali­tion beschloss 2011 die Energiewende und damit den Ausstieg aus der atom­aren Stromerzeu­gung, ein ure­igenes grünes The­ma. Unter der Kan­zler­schaft von Angela Merkel, wurde 2015 der Min­dest­lohn einge­führt, in trauter Einigkeit zwis­chen CDU/CSU und SPD. Beim The­ma Kli­ma ist inzwis­chen ein Kampf um die Mei­n­ung­shoheit ent­bran­nt. Es geht nicht mehr um eine wis­senschaftliche Betra­ch­tung des The­mas, da es sich her­vor­ra­gend eignet, von den eigentlichen sozialen Prob­le­men abzu­lenken, die Bevölkerung einzuschüchtern und neue Belas­tun­gen für die Bürg­er (CO2-Steuer/Z­er­ti­fikate) zu erfind­en. Alles, um die schwinden­den Steuere­in­nah­men, auf diesem Wege aufzupäp­peln.

Es bleibt eigentlich nur die Wahl, eine Partei der “Rän­der” zu wählen, also “Die Linken” oder die “AfD”. Dies ist vielfach eine reine Protes­tentschei­dung und keine Wahl, die für irgend etwas ste­ht. So verkommt die Wahl zu ein­er Farce, da eine Änderung der Poli­tik, durch keine der Alt­parteien zu erwarten ist. Die Koali­tionsver­hand­lun­gen, nach der Wahl 2017, haben gezeigt, dass inzwis­chen auch die CDU/CSU keine Prob­leme damit hat, mit den Grü­nen zu koalieren. Das wäre vor 10 Jahren noch undenkbar gewe­sen, zeigt deshalb aber beson­ders, wie sehr sich die Posi­tio­nen der etablierten Parteien angeglichen haben.

Blitzt da doch ein wenig DDR durch?

Deutschlands versemmelte FreiheitDas erin­nert mich irgend­wie an die DDR, mit ein­er regieren­den SED und den gle­ichgeschal­teten Block­parteien aus CDU, DBD, LDPD und NDPD. Auch diese Parteien kon­nte der DDR-Bürg­er damals wählen, ohne tat­säch­lich gesellschaftliche Verän­derun­gen her­beizuführen. Seit den 1950er Jahren ver­trat­en die Block­parteien diesel­ben poli­tis­chen Ziele wie die SED und vol­l­zo­gen deren Poli­tik mit. Dieser Ein­heits­brei bre­it­et sich nun wieder in unserem Land aus und bedro­ht m.E. die wahre Frei­heit zu Las­ten ein­er vorgeGau©kelten Frei­heit. Für mich heißt das aber lei­der ganz konkret, dass ich als alter Stammwäh­ler, erst­mals entschei­den muss, ob ich über­haupt wählen gehe. Die Frei­heit ste­ht nur for­mal auf dem Papi­er, weil ich keine wirk­liche Alter­na­tive zur Auswahl habe.

Frei­heit heißt auch Mei­n­ungs­frei­heit. “Die Mei­n­ungs­frei­heit, noch etwas genauer: Mei­n­ungsäußerungs­frei­heit, ist das gewährleis­tete sub­jek­tive Recht auf freie Rede sowie freie Äußerung und (öffentliche) Ver­bre­itung ein­er Mei­n­ung in Wort, Schrift und Bild sowie allen weit­eren ver­füg­baren Über­tra­gungsmit­teln.” Das ich hier ger­ade schreibe und meine eigene Mei­n­ung äußere, ist sich­er ein Teil dessen. Nun kön­nte man ja meinen, dass damit der Frei­heit genüge getan wäre. Lei­der ist auch hier meine Erfahrung eine andere.

Und jetzt grüßt uns die Zensur

Ich habe Anfang diesen Jahres begonnen, meine kri­tis­che Sicht viel­er Dinge in den Medi­en zu ver­bre­it­en. Zunächst vor allem zur Klimapoli­tik. Sowohl der Spiegel, als auch ntv, haben mir nach kurz­er Zeit die Kom­men­tar­funk­tion ent­zo­gen. Das nicht etwa, weil ich gegen die Etikette ver­stoßen hätte, son­dern weil ich mich kri­tisch mit deren Artikeln auseinan­derge­set­zt hat­te. Sobald Medi­en ihre Sicht der Welt ohne kri­tis­che Mei­n­un­gen zuzu­lassen ver­bre­it­en, ist dies Aus­druck von Zen­sur. Die ist gemäß Grundge­setz ver­boten. Das Ver­bot der Zen­sur ver­hin­dert die Mei­n­ungs- und Infor­ma­tion­skon­trolle durch staatliche Stellen oder öffentliche Medi­en.

Inzwis­chen gel­ten auch im einst freien Inter­net zahlre­iche Regelun­gen und Geset­ze, die die Frei­heit erhe­blich beschränken, Stich­wort: Net­zw­erk­durch­set­zungs­ge­setz, Daten­schutz­grund­verord­nung (DSGVO) und Upload Fil­ter. „Frei­heit ist immer die Frei­heit der Ander­s­denk­enden“ (Rosa Lux­em­burg). Deshalb erkenne ich auch hier die gefährliche Ten­denz zu ein­er ein­seit­i­gen und meist regierungstreuen Berichter­stat­tung. Der Jour­nal­is­mus der öffentlich-rechtlichen Medi­en ist zur Hof­berichter­stat­tung verkom­men. Wenn nicht gel­o­gen wird, so wird doch vieles ein­fach wegge­lassen oder anders dargestellt. Auch hier erlebe ich ein Déjà-vu, wenn ich an mein eingeschränk­tes Leben im Arbeit­er- und Bauern­staat zurück­denke.

Auch die Freiheit der Wissenschaft hat sich verändert

Das gle­iche gilt in ähn­lich­er Weise auch für die Frei­heit der Wis­senschaft. Wenn Wis­senschaftler bei ihren Forschun­gen zu Ergeb­nis­sen kom­men, die der Lin­ie der Alt­parteien nicht entsprechen, so wer­den sie dif­famiert und z.B. als von der Auto­mo­bilin­dus­trie gekauft beschimpft. In Talk­shows wer­den sie aus ein­er dafür eigens zusam­menge­set­zten illus­tren Runde, wegdisku­tiert und möglichst der Lächer­lichkeit preis­gegeben. Gelder für Stu­di­en vergeben die Parteien ganz gezielt nur an solche “Forsch­er”, die sich­er­stellen, dass auch das gewün­schte Ergeb­nis her­auskommt. Beson­ders sicht­bar wird das in der Debat­te um CO2, NOx, Braunkohle etc.. In den USA haben über 31.000 Wis­senschaftler eine Peti­tion unterze­ich­net, die den Titel trägt: “Hypothese der vom Men­schen verur­sacht­en glob­alen Erwär­mung ist falsch”. Das wäre in Deutsch­land nicht denkbar und würde für diese Wis­senschaftler qua­si das beru­fliche “Aus” bedeuten, genau wie in ein­er Dik­tatur.

Zum Glück gibt es noch das Recht der Freizügigkeit, dass anders, als in der Dik­tatur in unserem Land wirk­lich gilt. Natür­lich gibt es auch hier Dinge, die jedem bes­timmte (finanzielle) Gren­zen set­zt. Aber es ist ver­brieft. “Im juris­tis­chen Sprachge­brauch ist Freizügigkeit das Recht ein­er Per­son zur freien Wahl des Wohn- und Aufen­thalt­sortes, d. h. die Möglichkeit eines Wech­sels des Wohn- bzw. Aufen­thalt­sortes sowie teil­weise auch des Umzugs in andere Län­der mit Visum und Aufen­thalts­berech­ti­gung des entsprechen­den Lan­des.” Damit habe ich zumin­d­est die Frei­heit zu gehen, wenn mir die Poli­tik nicht mehr passt. Deutschlands versemmelte FreiheitDas geht dann mit dem Ver­lust der Heimat, der Kul­tur, der Ver­wandten und Fre­unde ein­her und das ist eben nicht jed­er­manns Sache.

Mein Faz­it: Passen wir auf, dass unsere Frei­heit nicht noch weit­er aus­ge­höhlt wird. Kämpfen wir für die Werte, die die Frei­heit aus­machen. Treten wir dik­ta­torischen Ten­den­zen ent­ge­gen. Die Frei­heit ist ein hohes Gut, dass aber vertei­digt wer­den muss, von uns allen. Die Alter­na­tive hieße Dik­tatur!

Deutsch­lands versem­melte Frei­heit
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Wir exper­i­men­tieren. Man kann sich diesen Artikel auch vor­lesen lassen. Lei­der klingt die Dame in Deutsch etwas holperig und unbe­holfen. Wer damit klarkom­men kann, der mag sich gerne eine Vor­lesung geben lassen!
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Pandora
Über Pandora 33 Artikel
Ihr müsst schon entschuldigen, wenn ich hier manchmal Dinge schreibe, die nicht dem Mainstream entsprechen. Aber ich kann es erklären, denn ich hatte eine schwere Kindheit und damit kann man ja bekanntlich alles entschuldigen. Ich musste noch erleben, wie der Kohlefahrer einen Berg voll Braunkohlebriketts vor dem Haus ablud und mein Vater diesen Berg in den Keller schaufelte. Anschließend sah er genauso dreckig aus, wie der Kohlefahrer selbst. Dass mein Vater seinerzeit nicht an einer Staublunge gestorben ist, bleibt mir ein Geheimnis. Unser Kachelofen im Wohnzimmer und der Kanonenofen in meinem Kinderzimmer versprühten im Winter wohlige Wärme, auf Kosten der dreckigen Braunkohle und den ungefilterten Ruß Abgasen, die jedes Haus in den Himmel stieß und war es nicht Kohle, so war es zumindest Heizöl, was auch nicht besser war. Apropos Schlote, die Industrieschornsteine ragten empor und stießen ihren Dreck noch ganz ohne Entschwefelungsanlagen in die Atmosphäre. Das war nicht nur der Dreck der Kohle, nein auch giftige Dämpfe der Chemieindustrie. Alle anderen Abfälle wurden einfach in die Flüsse geleitet oder auf ungeschützten Deponien entsorgt. Auch die gute alte Dampflock verrichtete noch zuverlässig ihr Werk und brachte uns von A nach B. Wie idyllisch ist es doch gewesen, wenn die Dampflock schnaufend durch die grüne Landschaft dampfte und ihr lautes Signal ertönte. Unsere Autos brauchten noch keinen Katalysator oder Partikelfilter und verbrauchten auch mehr Benzin und Diesel, als heute. Ja es gab sogar noch 2-Taktmotoren, die mit einem Benzin-/Ölgemisch betrieben worden. Da konnte man wenigstens noch sehen, was hinten raus kam. Wir hatten übrigens auch noch keine biologisch erzeugten Lebensmittel und mussten Obst und Gemüse essen, dass vorher mit Pestiziden behandelt wurde. Wie ich das alles überlebt habe? Das grenzt schon an ein Wunder. Also habt Verständnis für mich, denn ich hatte wahrlich eine schwere Kindheit.

20 Kommentare

  1. Ich war Anfang der 70iger Jahre beim Bun­des­gren­zschutz. Lüchow und anschließend Neustadt/Hol.. Hätte mir damals jemand prophezeit, dass wir einen Bun­de­spräsi­den­ten und eine Kan­z­lerin bekom­men, die in der STASIU aktiv waren, hätte ich ihn sofort erschossen! Das Schlimm­ste an der Angele­gen­heit ist doch, dass die verblödete West­bevölkerung die noch in ange­blichen §Freien und demokratis­chen Wahlen, gewählt haben! Ich habe das Gefühl 85% der Deutschen waren nie in der Ehe­ma­li­gen oder haben davon noch nie etwas gehört!

  2. Auf dem Weg in die Dik­tatur? Ganz klares NEIN! Wir sind bere­its drin, bei dem derzeit­i­gen Weg geht es lediglich noch um die Inten­sität!

    • Falls es keinem auf­fällt:
      Das Merkel, Gauck, Kohl und schon damals Ade­nauer sind alle vom ” Auser­wählten Volk”, ins­ge­heim 6 Zack Ster­ne­nan­bi­eter! Deren Frei­heit, ist am Herzen!
      Volksver­räter der übel­sten Klasse!

  3. Eine Dik­tatur ist die Aneig­nung der Deu­tung­shoheit durch eine Min­der­heit aus Eigen­nutz. Ein­fach­er, wenn eine kleine Gruppe beliebig und zum eige­nen Vorteil die Regeln bes­timmt. Dann ist auch die ange­bliche Frei­heit nur eine gön­ner­hafte Zuteilung der Macht, die jed­erzeit ent­zo­gen wer­den kann.
    Denn schle­ichen­den Entzug der Zuteilung erleben wird tagtäglich.
    Daran kann auch das pseu­do­demokratis­che Schmier­enthe­ater nichts ändern. Und die Möglichkeit in eine andere Dik­tatur zu wech­seln als “Frei­heit” zu deklar­i­eren ist mutig.
    Frei­heit ist ein Wun­schbild, wie das Paradies oder “soziale Gerechtigkeit”. Und daran kön­nen wed­er Küh­n­ert, noch die Rand­parteien etwas ändern, voraus­ge­set­zt dass sie dies über­haupt wirk­lich wollen.

  4. Man hat sich mit­tels der “Wiedervere­ini­gung” einen neuen Absatz­markt erobert. Aber man hat sich damit auch einen “Virus” einge­han­delt, welch­er nun begin­nt voll zu wirken.
    Es war auch kein Zufall, das man aus­gerech­net Gauck die Stasi Unter­la­gen zur Ver­nich­tung wichtiger Akten anver­traute.
    Als Bun­de­spräs­er hat er dann seine Rolle zu Ende gebracht.
    Und wir als “Volk” baden es dankbar aus. Es wur­den im Beitrag und in den Kom­mentaren diverse Def­i­n­i­tio­nen zum Begriff “Dik­tatur” und “Frei­heit” dargelegt. Ich per­sön­lich meine, das bei­de Begriffe wohl in der Jet­ztZeit neu definiert wer­den müssen. Denn unter der neuen Dik­tatur Form von Merkel und EU haben bei­de Begriffe eine neue Qual­ität erfahren.…

  5. Ich kann die diversen Stand­punk­te zur Frei­heit und Dik­tatur gut ver­ste­hen. Den­noch würde ich selb­st noch nicht soweit gehen und Deutsch­land als Dik­tatur beze­ich­nen, aber es gibt Ten­den­zen, die nicht uner­he­blich sind.
    Da ich selb­st 34 Jahre in einem total­itären Regime gelebt habe, kann ich aus eigen­er Erfahrung sagen, dass wir da doch noch ein ganzes Stück von ent­fer­nt sind. Für oben ste­hen­den Artikel wäre ich in der DDR hin­ter die Mauern des Stasi-Knastes ver­ban­nt wor­den und wegen Repub­liksver­rates verurteilt wor­den. Wenn ich Glück gehabt hätte, wäre ich vom West­en frei gekauft wor­den. Reise­frei­heit gab es nicht. Nicht mal die eige­nen Ver­wandten im West­en kon­nte ich besuchen, geschweige denn auf “Malle” Urlaub machen. Die Wirtschaft unter­lag dem Plan. Es gab keinen freien Wet­tbe­werb. Das Volk litt unter ständi­gem Man­gel. Die Partei (SED) hat­te immer Recht und wer ihr nicht zu jubelte, war nicht Teil der Gesellschaft, wer Kri­tik übte war ihr Feind. So lebte man selb­st mit 2 Mei­n­un­gen, ein­er öffentlichen und ein­er pri­vat­en Mei­n­ung, wenn man seine Ruhe haben wollte. Ich musste selb­st lei­d­voll erfahren, dass man mit Kri­tik seine Kar­riere riskiert.
    Ich kann gut ver­gle­ichen und will deshalb war­nen, dass wir unsere Frei­heit nicht leicht­fer­tig aus der Hand geben.
    Ich denke aber, dass dies nur eine neue Kraft lösen kann, jen­seits der Alt­parteien und Rän­der. Diese Kraft gibt es derzeit nicht, weil der echte Protest von Demokrat­en unor­gan­isiert ist. Ich will gerne daran mitar­beit­en, die Frei­heit zu bewahren, damit meinen Enkeln eine weit­ere Dik­tatur erspart bleibt.

    • Heute lan­d­est du wegen solch­er Artikel aber sowas von in der recht­en Schmud­elecke. Dort bist du Frei­wild (z.B. Gruppe42 u.ä.). Was ist daran weniger Dik­tatur. Ich war auch fast 40 Jahre Ossi und hab zwar einige Unan­nehm­lichkeit­en bekom­men, weil ich das Maul nicht hal­ten wollte, aber hin­ter­hältiger als die Gut­men­schendik­tatur waren die DDR-Typen auch nicht. Nur nicht so sub­til. Und mit Blick auf die Lohn­sklaverei und das unfass­bare Aus­maß der sozialen Scheren finde ich DDR-Ver­gle­iche schon fast ver­harm­losend.

  6. Hat jemand von EUCH schon mal gewußt, dass Bere­itschaft­spolizist der VOPO´s Genosse Roland Jahn sich vor einem Mann gerühmt hat­te Seine eigene STASI-Akte selb­st gefälscht zu haben? ( bevor er die aus dem Nach­laß seiunes Vaters der BStU großzügig zurück gab?

    Übri­gens der Stand der Forschung über das MfS ist bei Roger Engelö­mann nachzule­sen: DAS ist auch die Mei­n­ung seinews Brötchenge­bers: „ (Es) han­delt sich bei der Unter­suchungstätigkeit des Staatssicher­heits­di­en­stes um eine durch die Straf­prozes­sor­d­nung der DDR geregelte offizielle Tätigkeit, die den gle­ichen for­malen Regelun­gen unter­wor­fen war, wie die Ermit­tlungstätigkeit der Polizeior­gane und der Zol­lver­wal­tung…“ Roger Engel­mann: Zu Struk­tur, Charak­ter und Bedeu­tung des Min­is­teri­ums für Staatssicher­heit. In: BStU, Abteilung Bil­dung und Forschung informiert, Heft 3/1994 S. 19/20″

    • Die Stasi war qua­si der Nach­fol­ger der Geheimen Staat­spolizei (GeStaPo) der Nazis und war nach dem Vor­bild der Tsche­Ka (später KGB) organ­isiert. Ermit­telt wurde gegen alles, was dem Staat als verdächtig und nicht lin­ien­treu erschien. Die Stasi hat­te eigene Gefäng­nisse. Geständ­nisse wur­den erpresst und Urteile standen schon vor Prozess­be­ginn fest. So funk­tion­iert eben eine Dik­tatur. Deshalb ist Frei­heit unser wichtig­stes Gut.

      • “Nach­fol­ger der Geheimen Staat­spolizei (GeStaPo) der Nazis” war die “Organ­i­sa­tion Gehlen” welche am 1. April 1956 als Bun­desnachrich­t­en­di­enst (BND) von der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land über­nom­men wurde.
        Die Fake-News über­lassen wir doch bess­er den “Deutschen” Massen­me­di­en in ihrer ähn­lich schö­nen Tra­di­tion. Da liegt doch der Ver­gle­ich Stürmer mit BILD oder Tagess­chau und Deutsche Wochen­schau eben­so nah.
        PS:
        Noch mal lesen
        https://qpress.de/2019/05/03/deutschlands-versemmelte-freiheit/#comment-39904

        • Ich habe von qua­si Nach­fol­ger der GeStaPo und nach Vor­bild der Tsche­Ka geschrieben. Selb­stver­ständlich hätte die Stasi sich nie in Tra­di­tion mit der GeStaPo gese­hen. Anders muss man es aber heute, mit Blick in die Ver­gan­gen­heit betra­cht­en. Die Kom­mu­nis­ten waren nur Rot lack­ierte Nazis.

      • Schon mal was von der Richtlin­ie 1/76 gehört? oder 2/81 des Mion­is­ter Mielke. DA ste­ht alles minu­tiös vorgegeben wie ein Oper­atiuv Vor­gang der STASI abzu­laufen hat und was alles erlaubt dabei zum ein­satz kommt. Da ste­ht auch drin dass für die IUn­haftierung keine Beweise notwendig sind — die Beweise wer­den “erar­beit­et” Mit der Über­nahme 15000 Haup­tamtliche Offiziere des MfS in Dien­ste Schäubles hat dieses Nach­schlag­w­erk auch unter ver­brüderten Geheim­di­en­sten und hin­ter­her vere­in­ten Jus­tiz seine Gel­tung beibehal­ten, und nach der kalten Amnesti ver­hängt durch Bun­des­gericht­shof gab es keine Täter unter Unter­suchung­sor­ga­nen, bei der K‑1 und Bedi­en­steten des Strafvol­lzuges der DDR. Kein­er ist gefoltert oder mißhan­delt wor­den in den Tigerkä­fi­gen der Arrestzellen kein­er geschla­gen BASTA!

  7. Let­ztens wurde in der Tagess­chau eine Studie der Friedrich Ebert Stiftung präsen­tiert, derzu­folge jeglich­er Protest gegen die herrschen­den Ver­hält­nisse ten­den­ziell “rechts” sei. Wie viele Linke wer­den da wohl dem­nächst entset­zt das Trans­par­ent fall­en lassen und schön brav sein?
    Das Frap­pierende ist ja, dass dieses per­fide PR-Spiel eigentlich so leicht zu durch­schauen ist und trotz­dem kszm ein­er wagt das laut zu sagen.

    • Ver­suche doch ein­mal einem zufriede­nen Sklaven etwas von Frei­heit zu erzählen! Funk­tion­iert eben­so wenig wie einem Blö­den zu verdeut­lichen, dass er blöd ist!

        • Wie wahr aber:“Wo Recht zu Unrecht wird, wird Wider­stand zur Pflicht, Gehor­sam aber Ver­brechen!“ wie bere­its Brecht sagte und andere vor ihm und die, die dieses Land bekämpfen, sind nicht die Kri­tik­er dieses Staates. Die Gefahr für die Deutschen geht von der eige­nen Regierung und deren Büt­teln aus. Lei­der.

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