Hinrichtungsnotstand führt zu Hinrichtungsmarathon

Hinrichtungsnotstand führt zu HinrichtungsmarathonSchöner Sterben: Die US-Amerikaner sind nicht nur für Disney-Land und virtuelle Abenteuer gut. Sogar wenn es beim Verrecken um die harte Nummer geht, sind die US-Herrschaften äußerst penibel. Besonders wenn es um das jahrzehntelang geplante Ableben ihrer Todeskandidaten geht. Da darf und wird es nicht an der nötigen Akkuratesse beim Abspritzen der Delinquenten fehlen. So führt ein Rekord zwangsläufig zum nächsten. Arkansas will aus der Not heraus einen neuen Hinrichtungsrekord aufstellen … acht Einschläferungen in zehn Tagen.

Hintergrund des Problems ist das Verfallsdatum auf den noch vorrätigen Giftspritzen. Die laufen demnächst ab und eine Verlängerung der Gewähr mögen die Hersteller nicht geben. Verständlich, dass man die schon noch gerne nutzen möchte, bevor dieses unabänderliche Datum überschritten wird. Hier mehr dazu: Haltbarkeitsdatum läuft ab ♦️ Weil Mittel für Giftspritze abläuft: Arkansas plant 8 Hinrichtungen in 10 Tagen[BZ]. Grund dafür sind nicht etwa die enormen Kosten von weit unter 100 Dollar pro Spritze! Nein, es sind etwaige Regressansprüche, die sich ergeben, sofern den Todeskandidaten beim Totspritzen mit abgelaufenen Chemikalien irgendein körperlicher Schaden widerfährt. Das kann ziemlich teuer werden, auch wenn es im ersten Moment nach einer reinen Formalität aussieht. Solchen Risiken muss sich ein US-Bundesstaat gar nicht erst aussetzen.

Ein lähmender Umstand kommt hinzu. Auf die paar hundert Dollar, die die EU-Totspritzmittelchen kosten, kommt es wohl gar nicht so sehr an. Bedauerlicherweise stammen die guten Totmacher aus der EU, sind patentrechtlich geschützt und dürfen deshalb nicht einfach nachgebaut werden. Diesseits des Teiches haben die Chemieriesen aber keinen Bock mehr darauf, ihre Qäulitätsprodukte auch nur ansatzweise mit verpfuschten US-amerikanischen Hinrichtungskünsten in Verbindung bringen zu lassen. Dazu sind die Umsätze in diesem Segment einfach zu miserabel. Die wiegen den entstehenden Image-Schaden bei weitem nicht auf. Stimmte der Profit, wäre das alles sicher keine Hürde. Man weigert sich jetzt diese Mittel für den beabsichtigten Zweck nachzuliefern Pharma-Konzern Pfizer blockiert Hinrichtungen per Giftspritze[Tagesspiegel].

Risiken und Nebenwirkungen

Hinrichtungsnotstand führt zu HinrichtungsmarathonWas da noch so alles schief gehen kann, darüber berichteten wir bereits vor Jahren an dieser Stelle: Hinrichtung von J. Clark um 3 Stunden verschoben. Spätestens jetzt wird jeder Leser das nötige Verständnis für die entstandene Situation aufbringen. Wie überhaupt so ein Hinrichtungsnotstand in den USA entstehen kann. Natürlich regt sich einiges an Widerstand gegen den beabsichtigten Hinrichtungsmarathon. Aber gerade für die USA gilt: “Recht muss Recht bleiben“, außer es geht ums Völkerrecht, das kann man international schon mal durch US-Faustrecht ersetzen.

Bei der Hinrichtung der eigenen Brut sind jedoch alle notwendigen Regularien und Normen streng zu beachten. Da kann man sich nicht so flexibel geben wie beispielsweise die Chinesen. Bei denen geht es nahtlos von der korrekt betäubten Ausweidung mit Todesfolge für den kommerziellen Organbedarf, hin zum Hängen oder Erschießen von nicht mehr weiter verwertbaren Todeskandidaten. Genau diese Leichtigkeit des Seins fehlt den USA vollständig aber sorgt dennoch für allerhand Tumult in den Todestrakten des Landes.

Bei vielen Todeskandidaten will so gar keine rechte Lust auf das Gift aufkommen. Zu groß die Sorge, dass es Leid verursachen kann. Aber trotz des nunmehr beabsichtigten Hinrichtungsmarathons müssen sich die USA keine Sorge um ihre Gefangenenrate machen. Sie werden trotz der acht nun Hinzurichtenden, mit ihren rund 2,4 Millionen verbleibenden Inhaftieren, die größte Gefängnispopulation dieses Planeten behalten. Diesen Weltmeistertitel wird ihnen niemand so leicht streitig machen können.

Hinrichtungsnotstand führt zu Hinrichtungsmarathon
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Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du noch denken oder denkst Du schon selbst?“

8 Kommentare

  1. Das einzige Risiko einer Nebenwirkung bei den US Amerikanischen Gift-Totquäl-Inszenierungen ist, das der Todeskandidat tatsächlich schnell und schmerzlos verrereckt ehe sich das erlesene Publikum an seinen Todesqualen ordentlich ergötzt hat…..Schließlich mußten sie nicht selten ein Jahrzehnt auf das Gaudium warten…..

  2. Na, vielleicht knickt DE/EU noch ein, und liefert Gift für die Todesspritzen. Denn es bahnt sich ja ein Handelskrieg mit den USA an, da kann dann Gegenleistung gefordert werden. Oder, da US-Firmen sich fleißig in der EU, besonders in DE einkaufen, könnten sie die Gift-Herstellerfirma ( BASF ?) mit den entsprechenden Lizenzen, Patenten kaufen. Oder eben zurück zum Elektrischen Stuhl. Oder die Todesstrafe in allen Bundesstaaten aufheben, das wäre sicher zu kostenreich, sie müssten mehr Gefängnisse bauen, sie haben so 30 Jahre Gefängnisstrafe. Für die Private Wirtschaft wäre das nicht profitabel.

    • Es gibt noch jede Menge Gaskammern in Amerika (zuletzt wohl benutzt 1999), falls es irgendwie Ärger geben sollte mit den Giftspritzen. Und mit der Herstellung von Giftgas haben sie wohl keine Probleme. Na das paßt ja mal wieder.

    • zyclon B laesst sich sicher wieder in grossem Stil herstellen
      es war ja gut genug um Millionen von Juden to toeten dann ist es sicher auch fuer
      Schwerstverbrecher ok

  3. Eine Quillotine wäre ja auch eine Alternative.

    Merkwürdig, dass viele Leute befähigt sind, sich mit rezeptfreien Schlafmitteln Frieden zu schaffen.

    Und erschießen soll ja auch ein probates Mittel sein. Wenn in Deutschland wieder mal eine Niere gebraucht wird, wird in China bestimmt irgendjemand mit den passenden Gewebemerkmalen der Korruption überführt. Und sorgt so für einen kleinen Exportüberschuß, also ein guter Zweck.

    In Deutschland sind wir aber noch nicht ganz so weit. Noch nicht ganz . . .

  4. es wurde i9mmer humaner in “” , giftspritze einschlafen, wie nakose nur dann zusatz mittelchen das die lungenfunktion unterbricht, damit bringt man tiere um , beim einschläfern , nur ersticken die bei vollem bewusstsein, sagt man nur nicht.

    Giftgas, also durch blausäure sterben geht fix, (cyanit), aber sarin und konsorten das ist 100x qualvoller, geht sogar soweit das sich die leute durch verkrampfen die knochen im leib brechen……

    Die offiziellen sterbsel methoden sind sehr viel humaner als alles was man in der waffentechnik einsetzen könnte.

    Organhandel, nun ein gesunder Mönch wird gerne genommen, ein rauchender chemtrail strahlen verseuchter nicht wirklich. Daher gibt es keinen wirklichen markt in den westlichen ländern.

  5. Die USA sind das land of the free! Das singen die in ihrer Nationalhymne und das muss auch q -press endlich akzeptieren! Von wegen 2,4 Millionen Gefangene. Das sind in Wirklichkeit nicht mal 2,2 Millionen. Über 200.000 freie Amerikaner wurden hier einfach unterschlagen (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/3212/umfrage/laender-mit-den-meisten-gefangenen-im-jahr-2007/). Eine Schande ist das! China braucht bloß ein halbes Milliönchen Regimekritiker zu inhaftieren und schon führen sie wieder.
    Markus ( https://der-5-minuten-blog.de )

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